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Aus Apples Geschichte: Intel-Prozessoren für Macs

Es ist inzwischen fast dreieinhalb Jahre, dass Steve Jobs auf einer Keynote für eine Erschütterung der Apple-Welt sorgte. Hatte man zuvor den PPC-Prozessor immer als überlegen gepriesen, so gab Apple recht unerwartet bekannt, von PowerPC auf Intel-Prozessoren umzusteigen. Zum ersten Mal sollten also jene Prozessoren ihren Dienst im Mac verrichten, die man zuvor immer gegeißelt hatte. Aus zwei Gründen ist die Aussage, erstmals lief das Mac OS auf Intel-Prozessoren, nicht richtig. Zum Einen entwickelte Apple jahrelang parallel und plattformunabhängig für Intel und für PPC, zum Anderen gab es in den 90er Jahren bereits ein ähnliches Projekt.
Bill Gates sagte einst, er wolle "den Mac auf dem PC haben". Jahre später, nämlich Anfang der 90er Jahre erwog Apple dies ebenfalls und startete ein interessantes Projekt. Man wollte das Mac OS auch für Intel-Prozessoren entwickeln, der Code-Name dafür war "Star Trek". Intels Mitgründer Andy Grove stellte sich als starker Verfechter der Idee dar, während Bill Gates inzwischen weniger davon hielt. Heute vor 16 Jahren gab das Entwicklerteam bekannt, das Projekt nicht weiter zu verfolgen. Kurze Zeit später verließ dann auch der Projektleiter Roger Heinen Apple. Jenes Projekt wurde also eingestampft, es dauert aber nur 9 weitere Jahre, bis Apple erneut damit begann, Mac OS sowohl für Geräte mit Intel- als auch mit PPC-Prozessoren zu kompilieren.

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Kommentare

shetty09.12.08 10:37
Hach ja. Das war ne Aufregung damals über die beste Entscheidung Apples.
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Gerhard Uhlhorn09.12.08 10:37
Na ja, also eigentlich war NeXT Step intelbasiert, denn es wurde für normale PCs verkauft. Und Apple hat es neben der neuen PPC-Version weiter gepflegt. Und so hatten sie es zur Verfügung, als abzusehen war, dass die intel-Prozessoren besser werden würden.
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pogo3
pogo309.12.08 10:39
Der Clou schlechthin. Die strategisch wichtigste Entscheidung.
Ich schmeiss alles hin und werd Prinzessin.
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DonQ
DonQ09.12.08 10:41
gut, gleich mal in die timeline schreiben, in 1,5 jahren einen intel mac beschaffen, spätestens

ausser apple bringt einen midi mac oder ich kann mich mal aufraffen was selber zusammenzustellen, dann früher…

aber ernsthaft, wäre es apple nicht auch zuzutrauen, das man andere prozessoren weiter betreibt, auf/wiederaufnimmt ? denke, durchaus.
an apple a day, keeps the rats away…
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Bernd
Bernd09.12.08 10:43
Meiner Meinung nach war das ein verdammt cleverer Schritt.

1. Macs wurden endlich "vergleichbar" 2 Ghz Apple gegen 2 Ghz Dell
2. Die Leistungssteigerung gegenüber dem letzten G5 Chip ist gigantisch
3. Bootcamp hielt Einzug auf dem Mac … für viele ein Grund zu switchen

Und mir persönlich ist es wurscht was da für ein Chip drin ist.
Ich bin damals privat von einem Ti 867 auf das MacBook Pro 1,83 umgestiegen – wow

Auf der Arbeit wechsle ich zwischen Mac Pro und Dual G5 … WELTEN Unterschied!
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macbeutling
macbeutling09.12.08 10:45
Eine geniale Entscheidung: ich denke,dass alleine die Möglichkeit, Windows parallel auf einem Mac zu benutzen, für einen großen Teil der Switcher verantwortlich ist.

Man bedenke:es gibt mittlerweile mehr verkaufte Macintels als Mac mit PPC...und das in nur einem Drittel der Zeit.

Allein deshalb kann ich schon verstehen, wenn mit Snow Leopard die PPC-Unterstützung verschwindet.


Glück auf🍀
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Garp200009.12.08 10:54
Snow Leopard ist nicht ohne PPC-Support. Wie kommt Ihr denn immer auf sowas, oder überseh ich was? Es hat nur wie es aussieht nicht mehr alle Features für PPC und Carbon segnet langfristig auch das zeitliche.

Die Intel-Macs sind schon in der absoluten Mehrheit. Und die Dinger sind mindestens so gut wie ihre PPC-Vorgänger. Im Gegenteil, der erste iMac C2D war ein geniales Gerät was man vom iMac G5 nicht sagen konnte. Lüfterlärm ohne Ende war damals angesagt. Und die CPU-Verbesserungen bei Intel sind wahrlich schinwdelerregend wenn man die gemütliche PPC-Entwicklung gewohnt war.

Prognosen von Dummschwätzern wie das Viren mit Intel-CPUs zunehmen werden auf dem Mac haben sich nicht bewahrheitet, fehlte dazu ja jede vernünftige Grundlage. Und auch so ist das Ende des Mac nicht gekommen. Und wird es auch zukünftig nicht. Merke: Höre nicht auf Heulsusen aus Foren - sie sind im Real life nicht relevant. Das ist was ich aus diesem und anderen Switches gelernt habe.
Star of CCTV
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DonQ
DonQ09.12.08 10:54
Bernd

G5 war ja eher eine sackgasse, kaum fortschritt zum g4 und ibm wollte paar millionen für's weiterentwickeln/herausgeben des power 6 von apple und hat afair blue gene aufgesetzt, sein eigenes teures süppchen gekocht…
an apple a day, keeps the rats away…
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pogo3
pogo309.12.08 10:57
Der Clou schlechthin. Die strategisch wichtigste Entscheidung. Unabhängig davon ob den jetzt der PPC oder Intel die bessere Plattform ist oder war hat Apple mit einem Wischer alle klassischen Vorurteile beseitigt. Zum ersten Mal stehen seither Macs und PC direkt vergleichbar im Regal, Apple kann beide Plattformen ausführen, hat also einen deutlichen Vorteil. Alle Vorteil die die Apple Plattform zusätzlich bietet, bessere Usability, edlere Ausstattung, höherer Mehrwert, iApps etc. kommen seither erst voll zum tragen. Alle Argumente bezgl. Leistungsfähigkeit etc. sind passé. Musste ein Verkäufer vorher noch große Blasen argumentieren um die Unterschiede zu erklären, kann er jetzt ohne diese Hürden einfach den Mehrwert eine Mac herausstellen. Für den der beruflich nicht kann aber privat gerne möchte ist alles möglich. Er muss nicht fürchten irgendwann vor einer "Unmöglichkeit" zu stehen.

Apple war immer das bessere System, das wussten sehr viele. Aber die Hürden waren zu hoch, sich mit diesem Exoten einzulassen. Diese sind gefallen. Jetzt muss sich MS erst richtig beweisen, weil der Wettbewerb für MS ungleich härter geworden ist.

Grandios.
Ich schmeiss alles hin und werd Prinzessin.
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RA/pdx
RA/pdx09.12.08 11:02
Ohne den Wechsel von PPC auf Intel und der Einführung von Bootcamp hätte ich wohl noch immer keinen Mac...
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pogo3
pogo309.12.08 11:04
Möchte noch hinzufügen, auch für Apple ist der Druck härter geworden. Wenn ein Exot zum Mainstream wird, kann er sich auch nicht mehr verstecken, stellen sich natürlich auch ganz neue Herausforderungen. Man sieht wie allerorts versucht wird Apple zu kopieren oder die Vorteile Apple für sich zu nutzen. Ständig Innovativ zu bleiben ist eine große Last. Man sieht auch deutlich wie die ansteigenden Produktionszahlen auf die Qualität drücken.
Ich schmeiss alles hin und werd Prinzessin.
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Gerhard Uhlhorn09.12.08 11:05
DQ: Apple kann jederzeit die Prozessor-Architektur wechseln, und Apple wird bestimmt noch einige Male wechseln – je nach dem, was gerade besser ist. Warum auch nicht? Sie haben die Technologie dafür.
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DonQ
DonQ09.12.08 11:16
Gerhard Uhlhorn

ob apple, auch marketing technisch lust hat, eine wassergekühlte cpu und das ganze auch noch in 24" racks, statt 19" zu vermarkten, ich bin mir da nicht sicher

an apple a day, keeps the rats away…
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Resistance09.12.08 12:04
"G5 war ja eher eine sackgasse, kaum fortschritt zum g4 und ibm wollte paar millionen für's weiterentwickeln/herausgeben des power 6 von apple und hat afair blue gene aufgesetzt, sein eigenes teures süppchen gekocht…"

wohl sinnlos in einem Fanboi Thread was zu posten.
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shetty09.12.08 13:03
wohl sinnlos in einem Fanboi Thread was zu posten.

Was hat das denn mit Fanboi zu tun? Der Umstieg auf Intel war die einzige Möglichkeit für Apple. Sicher, man hätte den G4 alle paar Monate um 100 MHz höhertakten können, er hätte aber trotzdem nur einen miesen FSB von 167 MHz gehabt, und Windows lief auch nicht drauf.
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DonQ
DonQ09.12.08 13:30
und Windows lief auch nicht drauf.*snip*

das kaufkriterium schlechthin für mich

btw. wer mehr wissen will zum power 575, bzw power 6(Knoten/Cluster):

an apple a day, keeps the rats away…
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halebopp
halebopp09.12.08 13:32
Ah - unsere Motzbois melden sich wieder!

zu NeXTstep: das war ürsprünglich nur für die 68000er Architektur entwickelt worden, die auch in der NeXT-eigenen Hardware verbaut war.
Aber als die Verkäufe aus diversen Gründen nicht so liefen wie geplant, brachte Jobs in einem Überraschungscoup die OpenStep-Variante für Intel-basierte Hardware raus.

So war es lange ein Trumpf für Apple, alle gängigen Architekturen zu beherrschen. Ob das heute noch so ist, keine Ahnung. Ich kann mir aber schon vorstellen, das Apple sich alle Optionen offen hält. Einfach, weil sie es können.
Das war ich nicht - das war schon vorher kaputt!
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Resistance09.12.08 15:34
"G5 war ja eher eine sackgasse, kaum fortschritt zum g4"

G5 mit g4 zu vergleichen ist schon eigenartig genug.

Zu dem Schluß zu kommen, daß der G5 sich nur wenig vom G4 unterscheidet, ist selbst mit der Prämisse, daß dies von einen Fanboi käme, derartig schwach, daß man dazu einfach nix mehr sagen kann.

Hinweis an alle Fanbois, die D A M A L S noch keine Macuser waren:

- M I T dem G5 kam 64bit (und zwar mit einer Leichtigkeit, daß man das kalte Kotzen kriegt, wenn man sich diese Baustelle bei Intel ansieht)
- M I T dem G5 hatte Apple den schnellsten Desktop - unangefochten und für einige Zeit
- M I T dem G5 tauchte kam der erste Cluster aus MACs

usw. usf.
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Michael Lang09.12.08 15:46
Das die Entwicklung der Macs auf Intelbasis ein absoluter Erfolg ist, kann keiner bestreiten!!

Manb muß kein "Fanboi" sein, um die Vorteile klar zu erkennen. PPC war mal gut, mit Intel fährt Apple zur Zt. mit Sicherheit besser. Es geht IMHO auch gar nicht um einen "Plattformkrieg", was ist besser/schlechter oder so. Mit Intel kann Apple gleichwertige, hocheffiziente Prozessoren einsetzen, die sehr viel mehr Möglichkeiten bieten (zB. Einsatz von Win über Bootcamp).

- Das größte Maul und das kleinste Hirn,wohnen meist unter derselben Stirn. - Hermann Oscar Arno Alfred Holz, (1863 - 1929), deutscher Schriftsteller
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Davek
Davek09.12.08 16:10
WAS?????? Intel Prozessor im Mac, stimmt das jetzt!!! Das ist doch nur ein Gerücht oder???



Das war eine Aufregung!!



Keep the Beat
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DonQ
DonQ09.12.08 17:20
irl war der g5 eine sackgasse, da er kaum fortschritt in der performance geboten hat, und der umbau, 32 zu 64bit mit 64bit architektur und brücken für 32 bit, wird ja auch erst mit snow lepoard eigentlich wirklich kommen, wobei ich immer noch den ppc bevorzuge und da den g4, aber dann halt dual oder in seinen letzten ausführungen, die benchmarks vor, bzw. bessere als den g5 erreichten und tatsächlich da läuft windwos drauf ist eher ein nogo

PS: ich würde keinen moment zögern jemanden von microsoft die klippe runterzustupsen, das aber nur am rande…
an apple a day, keeps the rats away…
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shetty09.12.08 17:57
- M I T dem G5 hatte Apple den schnellsten Desktop - unangefochten und für einige Zeit

Gibts da auch Benchmarks? Oder bist du nur ein PPC-Fanboy?
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Resistance09.12.08 18:35
Gibts da auch Benchmarks? Oder bist du nur ein PPC-Fanboy?

Brauch ich das? Wer Google bedienen kann findet mehr als genug.

Die ganzen Mac Seiten haben das schön ausgeschlachtet. Ansonsten: Ich habe nix gegen Intel nur was gegen Leute die Müll erzählen, der so offensichtlich Müll ist, das einem die Haare zu Berge stehen.
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halebopp
halebopp09.12.08 18:42
Resistance, findest du nicht auch, dass deine Art, hier zu posten, ziemlich stillos ist? Ja ja - ich habe mir eine ganze Menge deiner Kommentare angesehen. Und ich bin sicher, dass man eine deutlich weniger aggressive Ausdrucksweise verwenden kann. Probier mal - kriegst du selbst auch weniger Stress! In echt, Alten!
Das war ich nicht - das war schon vorher kaputt!
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sierkb09.12.08 19:15
halebopp:
Aber als die Verkäufe aus diversen Gründen nicht so liefen wie geplant, brachte Jobs in einem Überraschungscoup die OpenStep-Variante für Intel-basierte Hardware raus.

Das lese ich nach Lektüre einschlägiger Quellen irgendwie anders. Erst Recht nicht in Bezug auf die Wörter "Überraschungscoup", "S. Jobs" "OpenStep" und "Intel". Und das irgendwas nicht so lief, wie Jobs es sich vorstellte und er quasi zu OpenStep gezwungen war, diese Lesart habe ich bisher auch nirgends lesen können. Eher das gegenteil war der Fall: NeXTStep war von allen möglichen Firmen begehrt, und vielmehr aufgrund dieser großen Nachfrage lag es auf der Hand bzw. NeXT ist diesem Begehren nur allzugerne gefolgt und hat portiert bzw. die API portabel gestaltet. Und bei diesem Schritt hat Sun Microsystems aus einem gewissen Eigeninteresse geholfen, das Ganze als offene und portable Plattform zu gestalten, obwohl dann aufgrund des damals aufkommenden Java-Hypes dann seitens Sun die Prioritäten anders gesetzt wurden und das Interesse an OpenStep dann letzten Endes dann doch nicht in ein kauffähiges Sun-Produkt mündete.
Zu dem Zeitpunkt, als 1996 Apple an NeXT herantrat, um über eine Verschmelzung zu reden, waren OpenStep APIs aufgrund dieser skizzierten Entwicklung dann für 3 Betriebssysteme verfügbar (Mach OS, Solaris und Windows NT), und NeXTs OPENSTEP konnte auf 4 unterschiedlichen Plattformen betrieben werden: M68k, Intel, Sparc, PA-Risc.

Quellen:
Wikipedia: Nextstep ,
Wikipedia: Openstep
und nicht zuletzt
GNUStep.org bzw.
GNUStep.org: OpenStep
Objectfarm: The Merger

Demnach ist vor allem OpenStep bzw. OPENSTEP (OPENSTEP war die Implementierung der gemeinsam erarbeiteten OpenStep-Spezifikation auf NeXT-Hardware) kein Ergebnis eines Alleinganges von NeXT gewesen, sondern das Ergebnis der großen Nachfrage nach Portabilität bzw. der Zusammenarbeit mit Sun Microsystems, welche bereits im Jahr 1993 ein starkes Interesse an einer Implementierung von NextStep auf deren Hardware hatten. Und aus diesem allgemeinen Begehren heraus entstand aus dieser Zusammenarbeit das offenere und für mehrere Plattformen portierbare OpenStep: Sun ist ja nicht das einzige Unternehmen gewesen, welches damals ein hohes Interesse an NextStep bekundete, sondern so ziemliche jedes größere Computer-Schwergewicht damals wie IBM, Compaq, HP, Dell streckte danach die Finger aus und wollte es auf seine Rechner und Architektur portiert haben.
So war es lange ein Trumpf für Apple, alle gängigen Architekturen zu beherrschen.

Vor 1996: Apple ≠ NeXT

Zu der Zeit, als die Prozessor-Architekturen M680x0, i386, PA-RISC und Sparc von NEXTSTEP unterstützt wurden (das war bereits im Jahr 1993), gab es die Firma NeXT noch, sie war noch nicht Bestandteil von Apple. Interessenten von NEXTSTEP waren damals u.a. IBM, Sun, Compaq und Dell. Ab 1996 wurde dann die Unterstützung zuerst bzgl. der Prozessoren PA-RISC und Sparc fallengelassen bzw. die Portierung der API auf das Intel-basierte Windows und auch auf die dann lange Jahre favorisierte Plattform PPC-Plattform hinzugezogen.
Welche Plattformen dann letztlich das Rennen gemacht haben bzw. bis heute offizielle Unterstützung erfahren, das wissen wir. Eine OpenStep-Portierung z.B. für Windows ist demnach nicht nur denkbar, sondern auch technisch möglich, es war ja mal offiziell sogar so angedacht. Deshalb kann man auch unter Windows heute immer noch bestimmte OpenStep-Applikationen laufen lassen -- vorausgesetzt, das OpenStep-Framework ist darauf installiert. Gleiches Szenario unter Linux, BSD und anderen freien Unices, dort dürfte die Wahrscheinlichkeit sogar noch höher sein, Implementierungen zu finden, dort findet heute immer noch Einiges statt. Die GNUStep-Seite, die sich zur Aufgabe gemacht hat, die von NeXT und Sun erarbeitete OpenStep-Spezifikation in einem Open-Source-Prozess umzusetzen, lebt heute noch immer und bringt immer noch Ergebnisse zustande. GNUMail.app z.B., artverwandt mit Apples Mail.app sieht diesem nicht nur zum Verwechseln ähnlich, sondern es ist dazu auch noch mindestens API-kompatibel. Das heißt, die Ergebnisse bzw. die Applikationen von GNUStep dürften relativ leicht und problemlos auch unter MacOSX lauffähig sein. Umgekehrt wohl eher weniger, weil Apple seine NEXTSTEP/OPENSTEP APIs als Cocoa APIs inzwischen auch weiterentwickelt hat und die OpenStep-Spezifikation dem in einigen Teilen hinterherhinkt.


P.S.: evtl. vorhandene inhaltliche Redundanzen bitte ich zu entschuldigen.
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Kraftbuch
Kraftbuch09.12.08 19:18
Ich verstehe Resistance schon. Es ist mühsam, alle paar Monate wieder den gleichen Quatsch von offensichtlich schlecht informierten Leuten zu lesen.
Der gewonnene Geschwindigkeits-Zuwachs durch den Wechsel auf Intel war in erster Linie der Verdoppelung der Cores zuzuschreiben. Deutlich war das ja am Minimac zu sehen, welchen es auch als 1-Core Variante gab. Der war insgesamt nicht schneller als der Macmini mit G4.
Warum Apple zum Schluss der PPC Ära dem iMac keinen Dualcore G5 spendiert hat, sondern den alten Stromfresser 970FX ist auch logisch, wo wäre da der spürbare Fortschritt beim Wechsel auf Intel geblieben. Selbst der Mac Pro musste erst als 8 Kern Variante kommen, bis er sich so richtig vom G5 Quad absetzen konnte.
Von der Rosetta-Bremse gar nicht zu sprechen.

Bevor hier wieder jemand den "PPC-Taliban" auspackt:
Ich habe zuhause auch einen 8-Kern Macpro (Auf der Arbeit einen G5 Quad) weil ich gerne maximale Leistung habe. Deswegen muss ich nicht die PPC-Zeit schlechtreden.
Die Entwicklung geht weiter, und wohin sie bei IBM ging, sieht man am Power 6.

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Melebe09.12.08 19:30

Resistance: Deine Art Beiträge zu verfassen erinnern mich doch stark an einen "Franz Weber" einer anderen Mac-Seite. Bist du es wirklich? Auch meine bitte an dich, werde wieder sachlicher. Es ist halt eine Tatsache dass Apple den Prozessor gewechselt hat und dies konnte schon der Franz Weber fasst nicht verkraften.

Zum Thema: Ich finde den Schachzug auch genial von Apple, durch die Möglichkeit Windows und MacOSX auf einem Mac laufen zu lassen. Ich kenne Leute, die auf Windows nicht verzichten können und durch den Einsatz von WMWare einfach alle Möglichkeiten von beiden Welten haben.
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halebopp
halebopp09.12.08 19:37
Sierk, Danke für deinen vertiefenden Beitrag!
Zeigt ja auch, dass Apple da immer noch Möglichkeiten zu Architekturwechseln hätte, falls sie diese Portabilität weiter gepflegt haben -
und das sollte ja bei den vorhandenen Gegebenheiten nicht all zu schwierig sein.
Jedenfalls kann Microsoft so was nicht so ohne weiteres!

Ich habe die Entwicklung damals als jemand mitgemacht, der für die Ausstattung der Werbeagentur, die mich beschäftigte, verantwortlich war - und habe mir nicht zuletzt deshalb privat einen NeXT zugelegt.
Nach meiner Erinnerung war das Problem von NeXT, dass die Stress mit Quark hatten. Als eigentlich optimale Publishing Maschine fehlte halt die professionelle Publishing-Lösung. OneVision war zwar nicht schlecht, aber mit keiner anderen Plattform kompatibel. Und Quark sagte, sie würden ab 50000 verkauften NeXT-Einheiten ihr Programm portieren - während Jobs der Ansicht war, ein portiertes Quark würde die Verkäufe beflügeln.

So hat sich die Katze in den Schwanz gebissen, und Jobs wurde seine teure Hardware nicht los - weil die seinerzeit weltbeste Publishing-Maschine keine passende Applikation hatte, die die Fähigkeiten der Hardware auch entsprechend nutzen konnte (Bis auf einen FreeHand 4-Vorläufer "Virtuoso" vom damaligen Original FreeHand Hersteller Altsys). Und dann kam erst OpenStep, und nach einiger Zeit die Einstellung der NeXT-Hardware.
Das war ich nicht - das war schon vorher kaputt!
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sierkb09.12.08 19:53
halebopp:
Jedenfalls kann Microsoft so was nicht so ohne weiteres!

Soweit ich mich erinnern kann, existiert u.a. folgender Wikipedia-Eintrag zur Windows NT-Linie: "Windows NT ist für verschiedene Prozessorarchitekturen konzipiert und wurde ursprünglich für Intel-386, Mips, Power-PC und Alpha-Prozessoren angeboten. Diese breit angelegte Unterstützung wurde allerdings im Laufe der Zeit immer mehr ausgedünnt. Seit der XP-Einführung (Ende 2001) wurden praktisch nur noch x86-basierte Systeme unterstützt; die frühere Entwicklung von Versionen von NT für die Alpha-Architektur von DEC und weiteren wurde nach und nach eingestellt."

Ich kann mich auch noch dran erinnern, dass es tatsächlich mal eine Windows NT-Version für Alpha-Prozessoren gegeben hat.
Und von der Plattformvielfalt und Verfügbarkeit für eine Unzahl an kleinen und großen Prozessoren bzgl. Linux und so manchem BSD, allem voran NetBSD, will ich jetzt nicht anfangen.
Unterm Strich also keine besonders herausragende Genialität oder ein unterstreichenswertes Alleinstellungsmerkmal seitens Steve Jobs, NeXT oder Apple, sondern eigentlich ganz normales Procedere eines jeden Betriebssystem-Herstellers von gewissem Gewicht, der in der Industrie bzw. den Anwendern auf Interesse trifft.
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