Push-Nachrichten von MacTechNews.de
Würden Sie gerne aktuelle Nachrichten aus der Apple-Welt direkt über Push-Nachrichten erhalten?

Apples neue App-Store-Regeln: EU zeigt sich zufrieden – Epic giftet gegen „unnötige Gebühren“

Was den App Store betrifft, scheint der seit Jahren andauernde Streit zwischen Apple und der Europäischen Union (EU) endlich beigelegt. Das kalifornische Unternehmen überarbeitete in Zusammenarbeit mit der EU-Kommission die Richtlinien für seine digitalen Softwareläden, veröffentlichte das neue Regelwerk vor Kurzem auf den Webseiten für Entwickler und nannte Einzelheiten zudem in einer Pressemitteilung (siehe ). Zu den wesentlichen Änderungen zählen eine geringere Komplexität, reduzierte Provisionen für In-App-Käufe, die über externe Dienstleister abgewickelt werden, sowie Erleichterungen im Hinblick auf die Zulassung alternativer App-Marktplätze. Außerdem gibt es neue Schutzmaßnahmen für die Sicherheit von Kindern.


EU-Kommission begrüßt neue Regeln, will Umsetzung aber beobachten
Die EU-Kommission bestätigte kurz nach Apples Ankündigung, dass es im Hinblick auf die App-Store-Regeln eine Zusammenarbeit gegeben habe. Man begrüße die Änderungen der Geschäftsbedingungen, welche nach einem intensiven Dialog der beiden Parteien erfolgten, sagte ein Sprecher der Behörde der in Dublin erscheinenden Tageszeitung Irish Independent. Er verwies darüber hinaus noch einmal darauf, dass die Kommission schon vor einiger Zeit, nämlich im April 2025, die damals geltenden App-Store-Regeln als nicht vereinbar mit dem Digital Markets Act (DMA) eingestuft habe. Seinerzeit wurde Apple ein Bußgeld in Höhe von 500 Millionen Euro auferlegt. Die EU-Kommission werde allerdings die Umsetzung der neuen Regeln beobachten, kündigte der Sprecher an. Der DMA gebe Nutzern in der EU das Recht auf eine uneingeschränkte Wahl alternativer App-Marktplätze.

Epic Games hält auch neue Provisionsstruktur für illegal
Überhaupt nicht einverstanden mit Apples neuen App-Store-Richtlinien für die EU ist hingegen ein langjähriger Kontrahent des iPhone-Herstellers: Epic Games bezeichnete die künftige Provisionsstruktur in einem Beitrag auf X als „neue unnötige Gebühren“ („new junk fees“). Diese trügen nichts zu der Digital Markets vom Digital Markets Act verlangten Öffnung des App-Ökosystems für Mobilgeräte bei. Apple dürfe laut dem Gesetz keine Provisionen auf Links zu externen Zahlungsmethoden verlangen. Das kalifornische Unternehmen verstoße daher auch weiterhin vorsätzlich gegen den DMA. Wenn die EU-Kommission dies akzeptiere, werde dieser bedeutungslos; Verbraucher und Entwickler könnten dann nicht von den Vorteilen profitieren, die der DMA bieten sollte.


Epics Einlassungen sind allerdings naturgemäß alles andere als uneigennützig. Der Spielehersteller wird nämlich von Apple auch nach den geänderten Richtlinien ab 1. Oktober weiterhin zur Kasse gebeten. Er muss unter anderem die Core Technology Commission in Höhe von fünf Prozent zahlen. Zudem wird für Apps, welche über den iOS/iPadOS App Store vertrieben werden und Links zu alternativen Zahlungsmethoden enthalten, eine 15-prozentige Provision fällig.

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden.

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.