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Apple wehrt sich: Nicht jeder soll reparieren dürfen

Wer versucht, beliebige Ersatzteile für Apple-Produkte direkt von Apple zu beziehen, scheitert an dieser Zielsetzung - es sei denn, man ist autorisierter Apple Service Provider oder Apple Reseller. Natürlich handhaben dies auch sehr viele andere Unternehmen auf diese Weise, denn nirgends wird einem der Bezug von Ersatzteilen sonderlich einfach gemacht. Für die Hersteller soll der Weg über offizielle Kanäle gehen - unter anderem auch deswegen, um sich auf fachkundige Instandsetzung verlassen zu können. In den USA wird momentan allerdings eine Gesetzesvorlage diskutiert, die einiges auf den Kopf zu stellen vermag. Gefordert wird darin, dass jeder das Recht erhalten soll, Ersatzteile vom Hersteller zu beziehen. Demnach wäre es nicht mehr erlaubt, Privatanwendern den Zugang zu verschließen.


Branchenübergreifender Protest
Was auf den ersten Blick nach einer sinnvollen und kundenfreundlichen Änderung klingt, sorgt in vielen Branchen für großen Ärger. Auch Apple stellt sich vehement hinter die Gegner der Gesetzesvorlagen mehrerer US-Staaten und investiert in Lobby-Arbeit. Andere namhafte Hersteller anderer Branchen sind Caterpillar, Toyota und Verizon. Die Consumer Technology Association, Dachverband tausender Hersteller, opponiert ebenfalls eindringlich.

Was die Befürworter sagen
Verfechter der Gesetzesvorlagen, die derzeit in New York, Illinois, Kansas, Massachusetts, Minnesota, Tennessee sowie Wyoming vorliegen, führen große Vorteile für Kunden an. Es bestehe dann sehr viel mehr Wettbewerb und Kunden könnten zu günstigeren Angeboten greifen. Ein Defekt sei dann mit wesentlich geringeren Investitionen zu beheben, wenn nicht mehr die Hersteller entscheiden, wer die Ersatzteile beziehen darf. Ohnehin wird unterstellt, Anbietern wie Apple gehe es in erster Linie darum, das lukrative Geschäft mit Reparaturen kontrollieren zu wollen.

Argumente gegen freie Reparaturen
Die weitgehend übereinstimmende Argumentation der Gegner lautet, dass Reparaturen von qualifizierten Fachleuten durchgeführt werden sollen. Diese müssen nicht zwangsläufig vom Hersteller stammen, wohl aber ihre Befähigung nachgewiesen haben. Andernfalls könne es zu weitreichenden Sicherheitsrisiken kommen - für den Nutzer durch nicht fachkundig durchgeführte Reparaturen, für Hersteller durch mögliche Preisgabe von Industriegeheimnissen. Apple führt sicherheitskritische Bauteile wie Touch ID als ein Beispiel an. Ein "Mekka für dubiose Akteure" würde entstehen, die dann minderwertige und qualitativ nicht vorhersehbare Arbeit leisten. Aus diesem Grund versorgen Apple und Co. derzeit eben nur ausgewählte Partner mit den erforderlichen Ersatzteilen.

Kommentare

MikeMuc19.05.17 09:21
Warum muß den gleich das Kind mit dem Bad ausgeschüttet werden? Es wäre doch schon einiges erreicht wenn alle dazu verpflichtet würden Ersatzteile an alle "Werkstätten" verkaufen zu müssen. Dann würde der Handshop nebenan wenigstens schon einmal anständige Teile verbauen können. Ob die Reparatur an sich dan fachkundig oder nicht war ist dann das Problem zwischen Kunde und Werkstatt. Und wer auf Nummer sicher gehen will der läßt seine Zeug halt weiterhin in einer "zertifizierten / autorisierten Werkstatt erledigen.
+9
pult19.05.17 09:30
Man könnte es aus meiner Sicht dann diskutieren, wenn die Apple Geräte leicht zu reparieren wären. Die Ersatzteilpreise sind zudem deutlich überzogen.

Solange alles rein auf die Optik konstruiert ist und ultraflach sein muß, bin ich tatsächlich dagegen, jeder Hinterhofwerkstatt oder auch jedem Endkunden die Ersatzteile zu verkaufen.
-4
chill
chill19.05.17 09:33
Ich finde bemerkenswert das man zB bei ifixit zB Annäherungssensoren oder einzelne Kamerakomponenten kaufen kann, während bei Apple dann das gesamte Mainboard bezahlt werden muss bei einer Reperatur. Was auf einen konplettausch herauskommt. Um die 300€ ca. außerhalb der Garantie.
MBP M1 256/16 Monterey 12.1 . iPhone 11 128 GB, iOs 15.2
+9
Black Mac
Black Mac19.05.17 09:51
Jeder, der nicht beim Hersteller repariert, muss schriftlich bestätigen, dass er auf sämtliche Garantie-Ansprüche und andere Forderungen ausserhalb der Garantie verzichtet. Touch-ID funktioniert danach nicht mehr? Dein Problem. Motorschaden? Pech gehabt. MacBook lädt nicht mehr? Dann lass deinen Kumpel ran, der sie vorher ausgetauscht hat. Und so weiter.
P.S.: Apple kann keine Dienste.
+5
Lefteous
Lefteous19.05.17 10:20
Das Argument mit den sicherheitskritischen Bauteilen ist ja sowas von bescheuert. Wenn die Sicherheit bei Apple darin besteht, das man die Dinger knacken kann, wenn man eine Anleitung hat, klingt hanebüchend.

Die Ersatzteile selbst findet man auch teilweise woanders.

Größtes Problem ist nach wie vor die schlechte Reparierbarkeit und noch schlimmer der nicht komponetenhafte Aufbau der Geräte. Anleitungen hin oder her. Da hilft auch dieses Gesetz nichts.
0
MacRudi19.05.17 10:25
Apple entscheidet, dass nach 5 Jahren keine Ersatzteile mehr erhältlich sind. Das ist im Interesse des Kunden.
Dass ältere Hardware von bestimmten Betriebssystemneuerungen nicht mehr profitiert, ist auch im Interesse des Kunden. Wenn Apple nicht immer nur an die Kunden denken würde, es würde doch wirklich kein anderer tun. Gut, dass wir Apple haben. So kann ich noch immer das Apple USB-Modem und die Apple iSight verwenden. Als Edelschrott in einer Vitrine.
Apple als gewissenhaften Gesprächspartner anzusehen, haben sie wirklich nicht verdient.

Ein Honda-Mofa in 1980 in Ersatzteilen kostete 10.000 DM, während es komplett 2.000 kostete. Wieviel wohl Apple-Produkte in Einzelteilen kosten? Die Preise sind da auch so hoch angesetzt, dass man sich eher nicht dem Risiko einer Reparatur aussetzt. Auch da wieder: sehr weitsichtig.
+5
Black Mac
Black Mac19.05.17 11:08
Lefteous
Größtes Problem ist nach wie vor die schlechte Reparierbarkeit und noch schlimmer der nicht komponetenhafte Aufbau der Geräte.

Warum? Das ist nur ein Problem für die Bastler. Solange Apple und autorisierte Servicestellen das Gerät reparieren können, ist das doch völlig egal. Und alle anderen lasse ich sowieso nicht ran.
P.S.: Apple kann keine Dienste.
-10
tranquillity
tranquillity19.05.17 11:36
Man sollte es nicht nur schwarz-weiß sehen.

Sicherheitsrelevante Bauteile, ok, das soll von mir aus nur ein ASP machen dürfen.

Aber warum kann ich keinen Originalakku kaufen und selbst einbauen (das sollte in jedem Gerät einfach möglich sein (wenigstens in Laptops, bei iOS-Geräten wenigstens jedem Fachmann)?
+6
Kujkoooo19.05.17 11:40
Man stelle sich mal vor, man dürfe an seinem Auto keine Bremsbeläge mehr einzeln kaufen sondern muss hierzu sofort in die Markenwerkstatt um diese zu montieren. Denn nur dort gäbe es die originalen Bauteile. Und nur in Verbindung mit dem Einbau.
Die Teile nach Hause mitnehmen? Gibt's nicht, ätsch.

Aber wenn ich die Begründung bezüglich SICHERHEITSRELEVANTER Bauteile lese schon lese...
+11
Lefteous
Lefteous19.05.17 11:52
Black Mac
Warum? Das ist nur ein Problem für die Bastler. Solange Apple und autorisierte Servicestellen das Gerät reparieren können, ist das doch völlig egal. Und alle anderen lasse ich sowieso nicht ran.
Aus Kostengründen.
+5
Legoman
Legoman19.05.17 12:12
Black Mac
Jeder, der nicht beim Hersteller repariert, muss schriftlich bestätigen, dass er auf sämtliche Garantie-Ansprüche und andere Forderungen ausserhalb der Garantie verzichtet. Touch-ID funktioniert danach nicht mehr? Dein Problem. Motorschaden? Pech gehabt. MacBook lädt nicht mehr? Dann lass deinen Kumpel ran, der sie vorher ausgetauscht hat. Und so weiter.
Ist das nicht jetzt schon so? Und zwar in allen Bereichen!
Wer etwas repariert, der haftet auch bei Schäden.
Wer selbst repariert - haftet selbst und verliert Ansprüche.
Um Garantieansprüche geht es hier doch m.E. auch gar nicht. Der Hersteller will einfach an allem verdienen.
Gab es diesen Streit nicht auch schon zwischen Autoherstellern und freien Werkstättet?
+6
SK8T19.05.17 12:44
Ich hab das Ding gekauft, also gehört es mir und ich möchte damit tun und lassen können, was immer ich möchte.

In einem Mietmodell wäre das was anderes - da können sie ihren Schrott nach zwei Jahren gern zurück haben.
+9
Black Mac
Black Mac19.05.17 12:51
SK8T
Ich hab das Ding gekauft, also gehört es mir und ich möchte damit tun und lassen können, was immer ich möchte.

Das kannst du in jedem Fall – aber du trägst auch die Konsequenzen.
P.S.: Apple kann keine Dienste.
-6
Black Mac
Black Mac19.05.17 12:56
Legoman
Gab es diesen Streit nicht auch schon zwischen Autoherstellern und freien Werkstättet?

Nichts für ungut, aber dieser oft zitierte Vergleich hinkt heute. Früher brauchtest du einen Schraubenschlüssel, um ein Auto zu reparieren. Heute sind die Dinger mit Elektronik und Software bis unters Dach gefüllt.

Deshalb würde ich mein Auto auch nur in eine autorisierte Werkstatt bringen, die mit der richtigen Diagnose-Software und spezialisierten Geräten ausgerüstet sind. Die Gründe dazu finde ich naheliegend. Ob mir das gefällt oder nicht, steht gar nicht zur Debatte – das sind halt die “modernen Zeiten”.
P.S.: Apple kann keine Dienste.
-7
MacRudi19.05.17 13:26
Black Mac
... – das sind halt die “modernen Zeiten”.
Nur, wenn man es sich gefallen lässt. In den USA hat man es inzwischen satt.
+6
interference19.05.17 14:43
Dass dieses ganze mafia-artige Verhalten der Hersteller, allen voran Apple, nicht schon lange verboten ist, zeigt, wie es um unseren Verbraucher- und Umweltschutz bestellt ist.

Beispiel: Habe hier ein Macbook Pro 15 2010. Nach Wasserschaden ist die Hintergrundbeleuchtung ausgefallen, ansonsten läuft alles tadellos. Für Kurzschlüsse gibt es auf dem Mainboard eine Miniatur-SMD-Sicherung, die ist auch durchgebrannt, um mehr Schaden zu vermeiden bei Kurzschluss. Der Austausch wäre machbar für einen Elektroniker, und abgesehen von dem erhöhten Schwierigkeitsgrad durch die Miniaturisierung ohne grossen Aufwand durchführbar.

Apple würde nun laut Support-Dokumenten das Mainboard tauschen (wohlgemerkt wegen einer einzigen Sicherung!), und dem Kunden 500 Euro oder weitaus mehr berechnen, also einen unverhältnismässigen Wucherpreis. Das "defekte" Mainboard geht dann in den refurbished Kreislauf und wird wieder teuer verkauft. Wobei Apple wahrscheinlich ein 2010er Modell garnicht mehr reparieren wird, denn es lässt sich nicht mehr gut neu verkaufen.

Auch die einjährige Garantiezeit ist genau diesem System gemünzt, dass der Kunde hinten herum noch einmal kräftig zu bezahlt.

Natürlich sollten alle Dokumente über Schaltkreise und Bauteile öffentlich vorhanden sein. Die Recherche gestaltet sich nämlich als der schwierigste Teil.

Preis bei Apple: 500-800 Euro
Preis bei Elektrotechniker: 90 Euro
Preis selbst machen: 20 Euro

Genauso sollten Standard-Anschlüsse und Komponenten auf dem Mainboard verwendet werden, anstatt bei jedem Modell neue Anschlüsse und Komponenten. CPUs, RAM, Festplatte und auch Grafikchip nicht aufgelötet, sondern im Sockel. Akku natürlich wechselbar, nichts verklebt.

All diese Dinge müsste die EU per Gesetz durchsetzen, für alle Hersteller. Das wird aber nie passieren.

"Auf eigenes Risiko" - das ist ja nicht weiter schlimm bei einem Jahr Garantie. Trotzdem sollten Bauteile wie der Akku auch hinterher noch garantiefähig sein.
+7
Lefteous
Lefteous19.05.17 15:26
@interference
Sehr interessanter, detailierter Bericht. Das Problem ließe sich zumindest dadurch entschärfen, dass Apple nicht mehr den (grobschlächtigen) Umfang der Reparatur vorschreibt, sondern eben auch detailiert erklärt wie kleinste Reparaturen durchzuführen sind. Vielleicht wäre das ein Kompromiss.

Vor Jahren ist mir mein MBP runtergeknallt. Zum Glück hatte ich Wochen vorher eine SSD eingebaut. Der Display-Deckel war am Rand aber ein bisschen verbogen. Apple sagt neuer Deckel mit Display kostet 450 Steine. Wir haben dann eine Zange bemüht und das Teil leicht zurückgebogen. Auch optisch wieder fast wie neu. 0 Euro Ist jetzt über fünf Jahre her und läuft bestens.
+4
Legoman
Legoman19.05.17 16:12
Black Mac
Legoman
Gab es diesen Streit nicht auch schon zwischen Autoherstellern und freien Werkstättet?

Nichts für ungut, aber dieser oft zitierte Vergleich hinkt heute. Früher brauchtest du einen Schraubenschlüssel, um ein Auto zu reparieren. Heute sind die Dinger mit Elektronik und Software bis unters Dach gefüllt.

Deshalb würde ich mein Auto auch nur in eine autorisierte Werkstatt bringen, die mit der richtigen Diagnose-Software und spezialisierten Geräten ausgerüstet sind. Die Gründe dazu finde ich naheliegend. Ob mir das gefällt oder nicht, steht gar nicht zur Debatte – das sind halt die “modernen Zeiten”.
Das kannst du ja gern machen, wenn du es dir selbst nicht zutraust.
Aber du KÖNNTEST es selber machen und du bekommst auch alle Ersatzteile zu kaufen, oder? Und du kannst auch in jede freie Werkstatt gehen und die bekommt auch alle Ersatzteile, oder?
(Vom Airbag mal abgesehen, aber da ist die Rechtsgrundlage eine andere.)
Mal davon abgesehen gibt es so viele Dinge am Auto, die man tauschen kann, ohne dafür irgendwas studiert haben zu müssen und ohne dass danach die Karre zum unkontrollierten Geschoss wird. Und selbst der blindeste Mechaniker braucht keine teuren Geräte und Diagnosesoftware, um abgefahrene Bremsbeläge, ausgeschlagene Buchsen, nen verrotteten Auspuff, durchgebrannte Lampen oder ausgelutschte Zündkerzen zu erkennen. Wobei ich mich ohnehin frage, wie einem denn dabei die Software helfen sollte...

Mir fällt kein einziger plausibler Grund ein, warum ich bei meinem Handy das Display, den Lautsprecher oder jegliches anderes Gelump nicht selber tauschen sollte, wenn ich es mir zutraue. Und warum es Werkstätten nicht dürften, verstehe ich noch viel weniger.
+5
macmuckel
macmuckel19.05.17 17:36
Black Mac
Legoman
Gab es diesen Streit nicht auch schon zwischen Autoherstellern und freien Werkstättet?

Nichts für ungut, aber dieser oft zitierte Vergleich hinkt heute. Früher brauchtest du einen Schraubenschlüssel, um ein Auto zu reparieren. Heute sind die Dinger mit Elektronik und Software bis unters Dach gefüllt.

Deshalb würde ich mein Auto auch nur in eine autorisierte Werkstatt bringen, die mit der richtigen Diagnose-Software und spezialisierten Geräten ausgerüstet sind. Die Gründe dazu finde ich naheliegend. Ob mir das gefällt oder nicht, steht gar nicht zur Debatte – das sind halt die “modernen Zeiten”.

So macht man sich freiwillig zum Untertanen der Konzerne. Aber hej, das sind halt die “modernen Zeiten”.
+5
Black Mac
Black Mac19.05.17 17:59
Legoman
Mir fällt kein einziger plausibler Grund ein, warum ich bei meinem Handy das Display, den Lautsprecher oder jegliches anderes Gelump nicht selber tauschen sollte, wenn ich es mir zutraue.

Und wenn du es vermasselst soll es Apple richten? Aber kostenlos, bitteschön, weil du so viel Ärger mit deinem Ersatzteil hattest? Es war ja schliesslich ein Original-Teil!
Legoman
Und warum es Werkstätten nicht dürften, verstehe ich noch viel weniger.

Weil jeder Vollpfosten eine Werkstatt eröffnen darf. Und wenn derjenige die Geräte der Kunden ruiniert, erzählen diese überall herum, wie lausig und dilettantisch der Service von Apple ist.

Apple hat enorm viel Ressourcen und Geld investiert, um den Kunden einen Top-Service zu bieten. Da sollte es jedem einleuchten, dass sie den hart erworbenen Ruf nicht für die Gelüste einiger Hobby-Bastler aufs Spiel setzen wollen, die ihrer Tante “mal schnell das iPhone-Display reparieren” wollen.
P.S.: Apple kann keine Dienste.
-11
Kovu
Kovu19.05.17 19:39
Ich kann ja verstehen, dass ein Teil der Kunden sich sowas selbst zutraut und wahrscheinlich sein Gerät auch erfolgreich reparieren kann, aber falls das wirklich kommt sehe ich die ersten Todesfälle mit Batterien innerhalb weniger Wochen. Von ESD-Sicherheit brauche ich da noch gar nicht anfangen.
Darwinsche Auslese at it's best.
-3
MacRudi19.05.17 20:33
Kovu
Darwinsche Auslese at it's best.
Ob es zu stärkeren Ausfällen kommen dürfte, kann man eigentlich dadurch abschätzen, dass in China bereits iPhones komplett in Einzelteilen als Bausatz zu erwerben sind. Die Repairshops dort müssten ja dann auch von Unfällen berichten können oder eben auch nicht.

Innenleben eines chinesischen iPhone-5-Clones
+2
maczock19.05.17 23:43
Black Mac
Legoman
Mir fällt kein einziger plausibler Grund ein, warum ich bei meinem Handy das Display, den Lautsprecher oder jegliches anderes Gelump nicht selber tauschen sollte, wenn ich es mir zutraue.

Und wenn du es vermasselst soll es Apple richten? Aber kostenlos, bitteschön, weil du so viel Ärger mit deinem Ersatzteil hattest? Es war ja schliesslich ein Original-Teil!
Legoman
Und warum es Werkstätten nicht dürften, verstehe ich noch viel weniger.

Weil jeder Vollpfosten eine Werkstatt eröffnen darf. Und wenn derjenige die Geräte der Kunden ruiniert, erzählen diese überall herum, wie lausig und dilettantisch der Service von Apple ist.

Apple hat enorm viel Ressourcen und Geld investiert, um den Kunden einen Top-Service zu bieten. Da sollte es jedem einleuchten, dass sie den hart erworbenen Ruf nicht für die Gelüste einiger Hobby-Bastler aufs Spiel setzen wollen, die ihrer Tante “mal schnell das iPhone-Display reparieren” wollen.

1. Der Service von Apple ist grottenschlecht. Lange Wartezeiten, Arroganz, keine Einsicht, falsche Versprechungen an die sich später nicht mehr erinnert wird und das ganze dazu auch noch unfassbar überteuert falls außerhalb der Garantie – un zwar derartig überteuert, dass es ganz offensichtlich nur darum geht, möglichst jeden Schadensfall in einen finanziellen Totalschaden zu verwandeln.

2. Wer bitte sagt, dass Apple es kostenlos richten soll, wenn man eine Reparatur vermasselt? Warum reitest du darauf rum?
+6
Black Mac
Black Mac20.05.17 07:54
maczock
1. Der Service von Apple ist grottenschlecht. Lange Wartezeiten, Arroganz, keine Einsicht, falsche Versprechungen an die sich später nicht mehr erinnert wird und das ganze dazu auch noch unfassbar überteuert falls außerhalb der Garantie – un zwar derartig überteuert, dass es ganz offensichtlich nur darum geht, möglichst jeden Schadensfall in einen finanziellen Totalschaden zu verwandeln.

Dann ist dein Apple ein anderes Apple, als ich kenne. Bei mir waren die Leute stets sehr zuvorkommend, freundlich und kulant. Ich kann nur Gutes darüber sagen.

Oder vielleicht hast du dich vor den Mitarbeitern wie ein Ar***loch aufgeführt und verlangt, dass dir alles umsonst zusteht, auch wenn die Garantie abgelaufen ist? Dann wirst du eben anders behandelt. Geschieht dir recht.
P.S.: Apple kann keine Dienste.
-1
Ghostmaster3708320.05.17 08:19
tranquillity

Gerade der Akku ist ein recht kritisches Bauteil da diese heutzutage kein Gehäuse mehr besitzen. Bastelt da also jemand dran herum kann es schnell passieren das er den Akku beschädigt und ihm das Teil um die Ohren fliegt. Abgesehen vom MacBook Air sind auch bei allen aktuell von Apple verkauften Geräten die Akkus eingeklebt und ein entfernen selbst vom AASP nicht vorgesehen. Hier wird dann das komplette Modul inkl Akku ausgetauscht.
0
maczock20.05.17 20:20
Black Mac
maczock
1. Der Service von Apple ist grottenschlecht. Lange Wartezeiten, Arroganz, keine Einsicht, falsche Versprechungen an die sich später nicht mehr erinnert wird und das ganze dazu auch noch unfassbar überteuert falls außerhalb der Garantie – un zwar derartig überteuert, dass es ganz offensichtlich nur darum geht, möglichst jeden Schadensfall in einen finanziellen Totalschaden zu verwandeln.

Dann ist dein Apple ein anderes Apple, als ich kenne. Bei mir waren die Leute stets sehr zuvorkommend, freundlich und kulant. Ich kann nur Gutes darüber sagen.

Oder vielleicht hast du dich vor den Mitarbeitern wie ein Ar***loch aufgeführt und verlangt, dass dir alles umsonst zusteht, auch wenn die Garantie abgelaufen ist? Dann wirst du eben anders behandelt. Geschieht dir recht.

Nein, ich war freundlich, zuvorkommend und bescheiden. Im Gegenteil zu dem was, ich innerhalb der Hörweite von Apple Mitarbeitern mitbekommen habe, die ihre Kunden teilweise dummdreist zur Sau gemacht haben. (Apple Store Berlin – ein fürchterlicher Ort)
+2
MacRudi20.05.17 20:39
Dann ist alles klar, Berlin! Das ist mit dem Rest der Bundesrepublik nicht vergleichbar. Da triffst Du das Personal gutgelaunt wahrscheinlich nur in der Zeit vor dem ersten Kunden an
+5
maczock20.05.17 21:01
Aber ich kann auch gerne ein wenig ins Detail gehen:

Meine erste Erfahrung mit dem Store war, dass Zusagen des Telefon-Supports einfach ignoriert werden: Und zwar mir die Möglichkeit der Abgabe meines erst vor 14-Tagen gekauften Rechners zu einem gesetzten Termin zu ermöglichen, einem an dem das bestellte Ersatzteil zu erwarten ist, und zwar um die Wartezeit der Reparatur auf nur wenige Tage statt mindestens einer Woche zu verkürzen – sprich: zu vermeiden, dass mein Rechner sinnlos tagelang in der „Warteschlange" liegt.

Antwort: „Nein, das ist nicht möglich“ – „Aber die Hotline sagte, …“ – „Ja die, was wissen die schon“

Interessant war auch der Versuch den Lagerschaden des Lüfters zu diagnostizieren, im Store war es viel zu laut um das Rappeln zu hören, es trat sowieso nur sporadisch, dafür aber mehrfach am Tag auf. (Die exakten Symptome habe ich natürlich vorher am Telefon und vor Ort beschrieben).
Warum der Genius dann den Hardwaretest bemühte ist mir ein Rätsel, wie immer er dabei bei einem Lagerschaden finden wollte, der sich nicht durch abweichende Umdrehungen, sondern bisher nur durch ein rappelndes Geräusch und Vibration bemerkbar macht.
Als ich dann irgendwann im Gespräch beiläufig meinen Rechner umdrehte um den Deckel zu öffnen (Mac mini) während ich erwähnte, dass man natürlich auch leider rein gar nichts auffälliges sehen kann, da fuhr mich der Kerl fürchterlich laut an und riss mir quasi den Rechner aus den Händen – ich könne den Deckel (meinen!) hier nicht öffnen, das wäre nicht erlaubt. Überhaupt war er die ganze Zeit von oben herab.

Beim zweiten Anlauf, kurz vor Ende der Garantie, als der Lüfter schon zum ersten Mal hängen blieb, sollte die Wartezeit bereits 14 Tage dauern. Da es ein gewerblicher genutzter Rechner ist, und ich digitale Inhalte erstelle, konnte ich mir das natürlich nicht leisten.

Mein Fall wurde aber trotzdem gelöst – durch eBay, dort habe ich mir einen Lüfter gekauft, und ihn selbst eingebaut. Der Austausch des Lüfters dauerte weniger als 5 Minuten.


Aber auch die Hotline, lange vor Apple Store in Deutschland eröffneten, neigt dazu gewisse definitiv gemachte Zusagen zu vergessen: Beim Abschluss von Apple Care musste ich drei Tage warten, inkl. Rückfragen beim Händler usw. (Display mit Rechner gekauft – Lieferung erfolgte zu unterschiedlichen Zeitpunkten, weil Apple nicht liefern konnte) um sciherzustellen, dass mein Display mit im Apple Care ist – Zwei Jahre später, als es dann zum Garantiefall kam, war mein Cinema Display auf einmal angeblich nicht unter Apple Care und die Enrollment-Nummer, die ich mir „unbedingt aufheben“ sollte, die gab es angeblich nicht.
+4
Legoman
Legoman20.05.17 22:07
Black Mac
Legoman
Mir fällt kein einziger plausibler Grund ein, warum ich bei meinem Handy das Display, den Lautsprecher oder jegliches anderes Gelump nicht selber tauschen sollte, wenn ich es mir zutraue.

Und wenn du es vermasselst soll es Apple richten? Aber kostenlos, bitteschön, weil du so viel Ärger mit deinem Ersatzteil hattest? Es war ja schliesslich ein Original-Teil!
.

Erst denken, dann schreiben.
Besser noch: erst lesen, dann denken, dann schreiben.
Mein Hinweis zu Verantwortung ist dir offenbar entgangen.

Aber ich werde einfach meine Analogie weiterspinnen, auch wenn es dich bisher ja schon beinah überfordert hat:
Ich kaufe ein Ersatzteil für mein Auto und baue es ein. Dabei mache ich was kaputt. Ich käme nie auf die Idee, dafür jetzt den Fahrzeughersteller verantwortlich zu machen.

War das jetzt für dich verständlich genug ausgedrückt?

Der Rest deiner Antwort ist auch nicht viel besser.

Um weiterhin dabei zu bleiben: Wenn Pitstop dein Auto ruiniert, erzählst du allen, dass VW einen schlechten Service hat? Und die Leute nehmen dir diesen Unsinn ab?

Ich frage mich grad, ob nicht jedes weitere Wort verschwendet ist.
+2
Appletiser
Appletiser21.05.17 20:50
Mir kommt dazu noch folgendes Beispiel in den Sinn. Ein Kunde hat einen der letzten Xserves und darin ist jetzt die Raid-Akku-Batterie kaputt gegangen. Da das Gerät Vintage-Status hat gibt es offiziell in Deutschland kein Ersatzteil mehr! Toll!

Wegen einem ca. 200,- EUR Teil und ca. 1 Std. Arbeit ist der Xserve im Grunde jetzt "Schrott". Er läuft zwar so noch aber bei Ausfällen kann es zu einem Datenverlust kommen.

Um jetzt mal den Vergleich zum Auto zu bemühen. Hier gibt es genügend Dritthersteller von Batterien oder anderen Verbrauchsmaterialien und somit wäre es gar kein Problem an eine adäquate Batterie zu kommen. Für den Xserve aber eine entsprechende Batterie/Akku zu finden, ist wahrscheinlich so gut wie unmöglich.

Life-Cycle hin oder her – mir geht so etwas tierisch auf den Sack, wenn technische Geräte nur aus gewollten firmen-politischen Gründen vorzeitig weggeschmissen werden müssen.

Ich denke es ist richtig, dass man die Hersteller dazu bringt, dass man bei Standardbauteilen den Markt für Drittanbieter öffnet. Und wenn ich so ein Neuteil einbaue, dann gibt es darauf immer hin auch gesetzliche Garantieansprüche.
+2
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