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Apple und Ravensburger einigen sich auf einen Vergleich

Das Spiel Memory ist wohl so gut wie jedem bekannt. Kärtchen werden mit der Bildseite nach unten auf dem Tisch ausgebreitet, dann gilt es, je zwei Kärtchen mit gleichem Bild zu finden. Inhaber der Marke "Memory" ist Ravensburger. Ein Blick auf das Software-Angebot des App Stores ließ Ravensburgers Rechtsabteilung aktiv werden, da sich dort mehrere Fälle von Markenrechtsverletzungen finden ließen. So wurde Apple dazu aufgefordert, Titel aus dem Katalog zu löschen, bei denen "Memory" als Name auftaucht. Ravensburger richtete sich mit dem Anliegen direkt an Apple und nicht an die Anbieter der fraglichen Programme. So heißt es in der Begründung, Apple greife auch sonst "brutalst möglich" durch, sobald Apples Rechte in irgendeiner Form berührt werden. Dass Apple nicht wie von Ravensburger gefordert reagierte, beschäftigte daraufhin das Gericht.

Apple hielt es für fraglich, ob Ravensburgers Forderungen tatsächlich durchzusetzen sind; immerhin handle es sich bei "Memory" ganz klar um einen beschreibenden Begriff und Apple biete nun einmal eine weltweit agierende Plattform an. Zu einem richterlichen Urteil muss es allerdings nicht mehr kommen. Per Pressemitteilung wurde verkündet, man habe mit Apple einen Vergleich erzielt. Weitere Details zur Einigung, also ob Apple Zahlungen leistet und Lizenzen erwirbt, sind allerdings nicht bekannt. Für Apple kann der Vergleich als glimpflicher Ausgang angesehen werden; die Richter hatten bereits ihre Einschätzung geäußert, der iTunes App Store sei mehr als eine Verkaufsplattform, weswegen Ravensburgers Forderung nicht aus der Luft gegriffen sind. Apple habe daher dafür zu sorgen, Markenrechtsverletzungen zu unterbinden.

Weiterführende Links:

Kommentare

zwirn
zwirn29.01.12 11:44
...schlimmsten Falls hätte Apple die Firma Ravensburger gekauft.
http://www.youtube.com/watch?v=HGmjr4p34Y8
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Raziel129.01.12 11:49
"mehr als eine Verkaufsplatform"..
Sobald eine Firma bei ihrem eigenen Produkt Erfolg hat ist es plötzlich erlaubt ihnen vorzuschreiben was sie mit ihrem eigenen Produkt zu tun haben.. verdrehte Welt.. (Anm.: Kommentar bezieh sich nicht auf den Ravensburger Fall, sondern ist mir allgemein in letzter Zeit schon oft aufgefallen)
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Marcel Bresink29.01.12 12:03
Raziel1
Was meinst Du damit?

Mit "mehr als eine Verkaufsplattform" ist gemeint, dass Apple nicht nur Verkäufe vermittelt (wie z.B. eBay oder eine Zeitung mit Ihrem Kleinanzeigenteil), sondern dass Apple eindeutig als Einzelhändler arbeitet, sich also die verkauften Produkte zueigen macht. Das ist unbestreitbar, denn Apple wählt die verkauften Produkte aus, kontrolliert sie einzeln und verkauft sie mit hohem Gewinn. Zwischen Hersteller und Endkunden gibt es außerdem keine direkte Geschäftsbeziehung.

Es dürfte schon seit mehr als hundert Jahren so sein, dass bei Verkauf von Hehlerware erstmal der Händler dran ist. Was ist da "verdreht"?
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Cliff the DAU
Cliff the DAU29.01.12 12:06
Raziel1
hast recht
„Es gibt keine Nationalstaaten mehr. Es gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im Weltraum.“
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Cliff the DAU
Cliff the DAU29.01.12 12:07
Marcel Bresink
hast auch recht
„Es gibt keine Nationalstaaten mehr. Es gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im Weltraum.“
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marco m.
marco m.29.01.12 12:25
@zwirn
Genau so sollte man das machen. Jeder, der Probleme bereitet, wird einfach gekauft. Na, Samsung, zittern euch schon die Kniee?
Chevy Chase: Twenty years ago, we had Steve Jobs, Johnny Cash and Bob Hope. Now we have no jobs, no cash, and no hope. Please, don't let Kevin Bacon die!
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chessboard
chessboard29.01.12 12:46
zwirn
Ravensburger ist eine GmbH und keine AG, und nicht ohne Grund. Da dürfte das mit dem Kaufen etwas schwieriger werden, als einfach die Aktienmehrheit zu erwerben. Da müsste Ravensburger sich auch kaufen lassen.
Bzgl. der Argumentation mit dem "Allerweltsbegriff" sollte "Apple" aber auch mal ganz vorsichtig sein.
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Quickmix
Quickmix29.01.12 12:56
Dazu müsste man wissen wie Ravensburger finanziell da steht.
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roca12329.01.12 12:58
"Memory" ganz klar um einen beschreibenden Begriff

Wie war das nochmal mit dem Begriff App Store
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bluejayde67
bluejayde6729.01.12 13:01
Verstehe die Diskussion hier nicht. Apple hat sich ja offenbar mit Ravensburger geeinigt, wie es aussieht im Sinne der Entwickler die den Begriff "Memory" in ihren Apps verwenden. Apple hätte genausogut die Apps aus dem Store entfernen können und wenn Ravensburger konsequent wäre hätten sie sich dann mit den Entwicklern direkt auseinandersetzen müssen.
So wie es sich im Moment darstellt scheint ja eine zufriedenstellende Lösung gefunden zu sein.
OT: Jetzt kann Ravensburger gegen RAM-Hersteller klagen.
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Tiger
Tiger29.01.12 14:14
Raziel1

Ganz einfach:
Ab einer gewissen Größe kann kann man von einer marktbeeinflussenden oder sogar marktdominierenden Position sprechen, und da muss eben genau darauf geachtet werden, dass diese Position nicht ausgenutzt wird. Es gelten eben gewissen Vorgaben und Gesetze und an die hat sich auch Apple zu halten. Apple windet sich doch eh immer wie ein Wurm.
Sind wird doch froh dass Apple nicht ganz so darf wie sie wollen. Apple hat genug Freiheiten im App Store.

Im übrigen wird auch bei kleinen Unternehmen und Projekten genauso darauf geachtet dass sie sich an Gesetze halten.

Ja, ja, Apple und beschreibende Begriffe. Apple setzt halt einfach ein kleines "i" davor und schon genießt man für den Begriff "Pod" schutz und kann gegen alles mögliche vorgehen weil des zu ähnlich zu iPod ist...
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Applesau
Applesau29.01.12 14:26
äh? Ravensburger ist doch ne AG? oder?
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marco m.
marco m.29.01.12 14:33
Richtig, ist eine AG. chessboard liegt falsch. Die sind untergliedert in Tochtergesellschaften.
Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Ravensburger Spieleverlag GmbH
Ravensburger Spieleland AG
Ravensburger Freizeit- und Promotion-Service GmbH
Ravensburger Digital GmbH
Chevy Chase: Twenty years ago, we had Steve Jobs, Johnny Cash and Bob Hope. Now we have no jobs, no cash, and no hope. Please, don't let Kevin Bacon die!
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x0x29.01.12 15:12
hehe... das ist typisch Apple.
"memory" ist ein beschreibender begriff

Apple hat schon leute zu verklagen versucht, weil sie das deutsche wort "Apfel" in ihrem firmennamen hatten!
DAS finde ich fragwürdig...

in einigen wochen wird Apple vermutlich klagen, weil jemand seinen kollegen zum 1. april veräppelt hat
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huby29.01.12 15:44
Für einen Appel und ein Korn.
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morpheus
morpheus29.01.12 16:04
Hierzu sage ich nur:

ACTA

http://www.avaaz.org/de/eu_save_the_internet_spread/?tta

Hier droht die eigentliche Gefahr und Ravensburger verhält sich genau so, nicht mehr von denen Kaufen, wäre die richtige Antwort!!!!
carpe diem
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chessboard
chessboard29.01.12 16:05
marco m.
OK, Danke für die Info. Dass die einzelnen GmbHs zusammen wieder eine AG bilden wusste ich noch nicht. Mein Fehler.
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marco m.
marco m.29.01.12 16:35
Bitte, kein Problem.
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Bernd Eichhorn29.01.12 16:52
x0x
das interessiert mich, wo Apple jemanden wegen der Verwendung des Wortes Apfel verklagt hat. Konnte bei google nichts finden. Hast du da einen Link?
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marco m.
marco m.29.01.12 17:14
Ist bestimmt diese Geschichte damit gemeint.
Chevy Chase: Twenty years ago, we had Steve Jobs, Johnny Cash and Bob Hope. Now we have no jobs, no cash, and no hope. Please, don't let Kevin Bacon die!
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Bernd Eichhorn29.01.12 18:55
Aha. Aber da ging es wohl um das Logo und nicht um das Wort "Apfel". Die Klage scheint mir zwar auch lächerlich, jedoch wollte Apple da "nur" den Gebrauch des Logos für bestimmte Bereiche unterbinden, die was mit Computer und Internet zu tun haben, wenn ich das richtig gelesen habe. An der Verwendung des Logos im Zusammenhang mit einem Cafébetrieb störten sie sich nicht.

Edit: Das war auch keine Klage, sondern ein Einspruch gegen den Eintrag des Logos beim Patentamt.
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x0x29.01.12 20:41
Bernd Eichhorn

da wird es auch keine links geben, weil das nie gross an die öffentlichkeit gekommen ist.
es ging - zum einen - um eine firma aus der nähe von frankfurt (den namen will ich jetzt mal nicht nennen... man weiss ja nie), die in ihrem firmennamen das wort apfel als silbe hatten.
diesen namen mussten sie ändern, weil sie von Apples anwälten aufgefordert wurden ihren namen sofort zu ändern, weil dies mit Apples markeninteressen kollidieren würde (lachhaft).

zum zweiten geht es um mich selbst: ich wollte damals meinen laden Apfelshop nennen, nachdem mir Apple bereits einen anderen namen unter klageandrohung versagt hatte (obwohl es in etlichen vorgesprächen zunächst genehm war).


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x0x29.01.12 20:51
da wird es auch keine links geben, weil das nie gross an die öffentlichkeit gekommen ist.
dachte ich, aber offenbar gab es doch so einige meldungen dazu im internet
zumindest zum ersten fall...
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Bernd Eichhorn29.01.12 21:28
Danke x0x, das ist ja wirklich lächerlich, was die da betreiben bzw. betrieben haben. Und verstehen tu ich das auch nicht. Wenn "Apple" ein Firmen- also Eigenname ist, ist er ja nicht übersetzbar und kann also in seiner Zuweisung zu einer Firma auch nicht mit dem Wort "Apfel" verwechselt werden. So denke ich jedenfalls. Seltsam, seltsam.
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Tiger
Tiger30.01.12 01:03
Apple kann eigentlich jeden, der auch nur Ansatzweise mit einer Marke Apple´s in Berührung kommt abmahnen. Selbst MacTechNews könnte Apple den Namen verbieten. So geschehen bei iPodLounge.com, oer iPodFun.de..., dabei ist es egal ob man sich an die Guidelines hält.

Achja, das geplante Mac Café hat Apple zum Beispiel auch verhindert. Aber gegen McDonald´s McCafé geht Apple eher nicht vor, obwohl sie dort auch Apfelkuchen verkaufen...
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user_tron30.01.12 09:59
wer uns verapplen will, schmeiss ma zum Windows raus...
Ich erwarte von niemanden Zustimmung für meine persönlichen Ansichten ;-)
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