Apple stellt das klassische MacBook Pro von 2015 endgültig ein

Im Jahr 2012 stellte Apple anlässlich der Worldwide Developers Conference ein neues MacBook Pro 15" vor, das im Vergleich zu den Vorgängern über ein dünneres Gehäuse ohne optisches CD/DVD-Laufwerk und Ethernet-Schnittstelle verfügte - aber dafür ein Display mit der doppelten Pixeldichte mitbrachte. Das MacBook Pro 2012 war der erste Mac, der überhaupt über ein Retina-Display verfügte. Auch Festplatten suchte man vergeblich - das 2012er MacBook Pro gab es nur noch mit Solid-State-Drives.

Viele Produkt-Tester und die Apple-Community kritisierten damals Apples Entscheidung, auf ein CD/DVD-Laufwerk zu verzichten - auch der fehlende Ethernet-Anschluss, welcher nur über einen Adapter zu ersetzen war, wurde heftig diskutiert. Heute bietet Apple keinen Mac mehr mit CD/DVD-Laufwerk an und die Kritik ist weitgehend abgeflaut, da sich die Distributionswege für Software und Filme geändert haben.


2016: Neue MacBooks, aber 2015er-Modell weiterhin im Apple Store
Als Apple Ende 2016 ein neues MacBook Pro 15" samt Touch Bar, neuer Tastatur, besserem Bildschirm und neuem Design vorstellte, blieb das bisherige 15"-Modell im Programm - auch nach Vorstellung der 2017er-Modelle konnte das 2015er-MacBook weiterhin neu bei Apple erworben werden. Da Apple mit den 2016er-MacBooks alle Schnittstellen, bis auf die Kopfhöherbuchse, durch USB-C ersetzte, griffen manche Kunden noch zum 2015er-Modell. Auch die noch erweiterbare SSD und der nicht verlötete Arbeitsspeicher stellten in den Augen vieler Argumente für das 2015er-Modell dar.

Heute endgültig eingestellt
Mit der heutigen Vorstellung der aktualisierten MacBook-Pro-Modelle stellt Apple das alte MacBook Pro 2015 endgültig ein - natürlich wird es noch Restbestände bei manchen Händlern geben, aber direkt von Apple kann man das Gerät nicht mehr neu erwerben. Im Refurbished Store stehen noch einige quasi neuwertige Geräte zum Kauf bereit - mit teils großen Rabatten.

Apple beendet mit dem Schritt eine Design-Ära bei den Pro-Modellen, welche bis auf das Jahr 2008 zurückreicht - die damals eingeführten MacBooks kamen mit der selben Design-Sprache wie das 2015er MacBook Pro daher.

Kommentare

Maniacintosh
Maniacintosh12.07.18 19:04
Schade, die aktuelle Technik der heute vorgestellten Geräte in diesem Gehäuse, wäre in meinen Augen die perfekte Mischung. Noch ein normal großes Touchpad, dass beim Tippen nicht ständig im „Weg“ ist und eine Tastatur, die nicht so anfällig ist und noch einen angenehmen Hub hat.
+1
ratz-fatz
ratz-fatz12.07.18 19:04
Zitat:
Auch die noch erweiterbare SSD und der nicht verlötete Arbeitsspeicher stellten in den Augen vieler Argumente für das 2015er-Modell dar. Das alte MacBook Pro war bis heute auch der einzige portable Mac im Programm, welches sich auf mehr als 16 GB Arbeitsspeicher erweitern ließ.

Das wäre wirklich schön, wenn es denn so gewesen wäre.
+6
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck12.07.18 19:37
Maniacintosh
Noch ein normal großes Touchpad...

Vor kurzem habe ich ein 2014er MacBook Pro mit dem "kleinen" Trackpad benutzt, nachdem ich nun schon fast zwei Jahre das 2016er-Modell im Einsatz hab: Mei, kam mir das alte Trackpad klein vor, bin ständig an die Ränder gewischt. So schnell gewöhnt man sich um...
+14
talking head
talking head12.07.18 22:11
Mendel

Ich verwende nach wie vor das 2014er in Maximalausstattung. Das Trackpad ist nach wie vor für mich genial. Solange ich nicht das neue Trackpad verwende, wird es das auch bleiben. Du weisst ja: das Bessere ist der Feind des Guten.

Oder um es anders zu formulieren: nicht das Trackpad, nicht die schnellere SSDs, schon gar nicht die Touch Bar, und auch nicht annähernd das neue Design nötigen mich auf die neue Generation zu wechseln.

Die oben genannten Vorteile sind aus meiner Sicht Produktverbesserungen, welche die hohe Preissteigerung nicht rechtfertigen. Klar muss ein Hersteller seine Produkte innerhalb vertretbarer Rahmen teuerer machen, im Laufe der Jahre. Aber bitte nicht so, wie Apple das tut. Denn das ist nur noch Gewinnmaximierung, in Verbindung mit maximalem Lohndumping bei der Produktion. Mittlerweile macht Apple sehr viel so, wie ich es nicht für richtig empfinde.

"Aber Hey", ich will die neuen Devices nicht nur schlecht reden. Es sind wirklich performante Geräte. Ich hoffe, dass derjenige, die sich das leistet auch glücklich damit wird.
+2
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck12.07.18 22:13
talking head
Ich verwende nach wie vor das 2014er in Maximalausstattung. Das Trackpad ist nach wie vor für mich genial. Solange ich nicht das neue Trackpad verwende, wird es das auch bleiben. Du weisst ja: das Bessere ist der Feind des Guten.

Als ich das neue noch nicht lange im Einsatz hatte, störten mich die "kleinen" Trackpads auch gar nicht. Erst der kurzzeitige Rückumstieg war schmerzhaft.
0
talking head
talking head12.07.18 22:58
Mendel

Ja, das ist immer so, wenn man sich an einen neuen Zustand gewöhnt hat. Der springende Punkt ist einfach, ob einem diese kleinen Verbesserungen den hohen Aufpreis wert sind.

Man kann sich ein maximal teures Auto leisten, wenn man bemerkt, dass man sich das locker leisten kann. Andererseits kommt man auch mit einem weitaus günstigen Modell ans Ziel.

Die Frage lautet, ob ich meinen BMW, der in der Vorgeneration noch mehr als 40% günstiger war, updaten möchte, um dasselbe zu erreichen.

Natürlich hat das neue Modell immer einige Verbesserungen. Aber, ist es das für mich wert? Schliesslich ist unsere Lebenszeit begrenzt, und wir wollen alle ausserhalb unseres Arbeits-Zenit noch andere Lebensqualität erfahren.

Wenn ich mir ein neues Apple-Notebook kaufe muss mir bewusst sein, das ich in 3 Jahren jeden Monat 145 CHF dafür aufbringe. Im Euroraum ist das noch extremer. Es handelt sich um ein konfiguriertes Gerät, mit welchem ich in nächster Zukunft arbeiten kann.

Für mich gesprochen: ich werde erst wieder ein neues Apple-Device kaufen, wenn es definitiv nicht mehr anders geht. Also, z.B, wenn eines meiner Geräte den Geist aufgibt. Aber selbst dann werde ich mir genau anschauen ob es wirklich zu diesem Preis sein muss.
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Marcel_75@work
Marcel_75@work12.07.18 23:45
Das 2015er soll auch 32 GB RAM unterstützen? Wäre mir neu – genau diese Limitierung auf maximal 16 GB RAM wurde doch erst heute mit den neuen 15“ Modellen von 2018 aufgelöst.

Oder werden 32 GB RAM beim 2015er 15“ MacBook Pro inoffiziell unterstützt? Habt ihr das schon getestet? Bzw. nutzt das jemand hier?

Wenn ja, wie wirkt es sich auf die Akku-Leistung aus? 1 Stunde weniger Saft oder schlimmer?
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cps13.07.18 00:13
Marcel_75@work
Das 2015er soll auch 32 GB RAM unterstützen? Wäre mir neu – genau diese Limitierung auf maximal 16 GB RAM wurde doch erst heute mit den neuen 15“ Modellen von 2018 aufgelöst.

Oder werden 32 GB RAM beim 2015er 15“ MacBook Pro inoffiziell unterstützt? Habt ihr das schon getestet? Bzw. nutzt das jemand hier?

Im MBP 15" Mid 2015 ist der RAM doch verlötet. Wenn das jemand hinbekommen haben sollte, dann ist das sehr wahrscheinlich ein Einzelstück.


© ifixit.com
+2
Marcel_75@work
Marcel_75@work13.07.18 09:40
Ich könnte schwören, gestern stand hier noch fälschlicherweise etwas davon im Artikel, jetzt ist es spurlos verschwunden …

@MacTechNews: Editiert/korrigiert ihr Artikel, ohne nachträglich darauf hinzuweisen?
+1
LoCal
LoCal13.07.18 09:50
Mendel Kucharzeck
Maniacintosh
Noch ein normal großes Touchpad...

Vor kurzem habe ich ein 2014er MacBook Pro mit dem "kleinen" Trackpad benutzt, nachdem ich nun schon fast zwei Jahre das 2016er-Modell im Einsatz hab: Mei, kam mir das alte Trackpad klein vor, bin ständig an die Ränder gewischt. So schnell gewöhnt man sich um...

Ich habe täglich beides zur Verfügung … im Büro steht ein 2017er mit grossem Touchpad, zuhause läuft gerade das 2014er mit Mojave … und ich für mein Empfinden ist das grosse Touchpad das angenehmere.
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Räubervater
Räubervater13.07.18 10:10
4.000€ für ein brauchbares Notebook (32GB RAM, 1TB Speicher)... Nee danke.. das nächste wird ein hochwertiges PC Notebook. Da ist für 1000€ weniger nämlich auch ne NVIDIA Grafikkarte drin.
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Kovu
Kovu13.07.18 12:56
Marcel_75@work
Ich könnte schwören, gestern stand hier noch fälschlicherweise etwas davon im Artikel, jetzt ist es spurlos verschwunden …

@MacTechNews: Editiert/korrigiert ihr Artikel, ohne nachträglich darauf hinzuweisen?
Ja. Selten werden sogar einfach kommentarlos ganze Artikel gelöscht, wenn sich diese als Ente rausstellen.
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