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Apple schickt die Siri-Entwickler ins KI-Bootcamp – "technologisch den Anschluss verloren"

Apple-intern habe das Siri-Team den Ruf, ein eher langsamer Nachzügler hinsichtlich neuer Technologien zu sein, wie ein aktueller Bericht von The Information ausführt. Das ist wohl der Grund, warum nun die Entscheidung getroffen wurde, größere Teile der Abteilung in eine Art "KI-Bootcamp" zu schicken. Hierbei handele es sich um ein mehrwöchiges Training für rund 200 Mitarbeiter – womit in dieser Zeit nur noch 60 Personen mit der Weiterentwicklung von Siri beschäftigt seien. Weitere 60 haben die Aufgabe, Verhalten und Ergebnisse der neuen Systeme zu prüfen, welche wohl auf der WWDC im Juni ihr Debüt geben. Dies geschehe vor allem mit Blick auf Sicherheit, Zuverlässigkeit und die korrekte Ausführung von Nutzerbefehlen


Zwei Monate vor der WWDC – auffälliger Zeitpunkt
Der Zeitpunkt ist durchaus auffällig, denn normalerweise gelten die drei Monate vor einer WWDC als besonders arbeitsintensive Zeit – die eigentliche Entwicklung einer neuen Systemversion beginnt nämlich erst zum Jahresanfang. Jene Abläufe hatten wir vor einer Weile in diesem Artikel näher ausgeführt. Wenn sich Apple also in einer derart heißen Phase zu einem solchen Schritt entscheidet, dürfte das viel über die interne Einschätzung zur Leistungsfähigkeit der Abteilung aussagen. Die Erklärung, Siri 2 sei jetzt bereits komplett fertig entwickelt und benötige nur noch Feintuning, klingt dabei weniger wahrscheinlich.

Siri-Team habe "den Anschluss verloren"
Laut The Information weise ausgerechnet jenes Team, das sich mit KI-Funktionen beschäftigt, in dieser Thematik besonderen Rückstand auf. Das gelte unter anderem für die Verwendung moderner Entwicklungswerkzeuge – andere Gruppen hätten bereits größere Teile ihrer Budgets für Werkzeuge wie Claude Code reserviert, während die Siri-Abteilung intern den Ruf genieße, auch hier den Anschluss verpasst zu haben. Genau deshalb wirkt das Schulungsprogramm weniger wie eine normale Fortbildung als wie ein Versuch, ein strukturelles Problem noch vor dem nächsten großen Siri-Anlauf in den Griff zu bekommen. Es dürfte sich um eine Maßnahme im Rahmen der Umstrukturierung des KI-Bereichs handeln, der nach der Entlassung von John Giannandrea unter neuer Führung steht.

Kommentare

Frank Drebin
Frank Drebin16.04.26 10:10
Hört sich doch gut an. Besser die Menschen wieder auf den Stand der Technik zu bringen, als sie zu feuern…
+7
Der echte Zerwi16.04.26 10:34
Zeigt aber auch, dass vorher einiges völlig falsch lief und wertvolle Zeit verloren ging.
+5
System 6.0.1
System 6.0.116.04.26 11:53
Bilder! Ich brauche Bilder! Am besten live aus dem Seminarraum!

„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998
0
konnektor16.04.26 12:03
Das BootCamp: alle dürfen Apple Geräte für 3 Wochen nur noch per Siri bedienen.
Wer dann noch nicht in der Klapsmühle ist, wird fristlos entlassen, weil er das erlebte für normal hält.
+6
Spacely16.04.26 12:04
Frank Drebin
Hört sich doch gut an. Besser die Menschen wieder auf den Stand der Technik zu bringen, als sie zu feuern…

Heißt aber auch das man Personal in einer Abteilung hat, welches für die Aufgaben nicht qualifiziert ist. Du bezahlst als Arbeitgeber somit erstmal für eine „Ausbildung“ / Weiterqualifikation. Solange nutzen dir die Menschen nicht viel. Besser für das Unternehmen wäre man setzt Personen ein die das gewünschte bereits können.

Einzelfälle kann man ja gerne weiterschulen. Aber wenn das bei so vielen Personen der Fall ist …
-5
maikdrop16.04.26 14:58
Spacely
Frank Drebin
Hört sich doch gut an. Besser die Menschen wieder auf den Stand der Technik zu bringen, als sie zu feuern…

Heißt aber auch das man Personal in einer Abteilung hat, welches für die Aufgaben nicht qualifiziert ist. Du bezahlst als Arbeitgeber somit erstmal für eine „Ausbildung“ / Weiterqualifikation. Solange nutzen dir die Menschen nicht viel. Besser für das Unternehmen wäre man setzt Personen ein die das gewünschte bereits können.

Einzelfälle kann man ja gerne weiterschulen. Aber wenn das bei so vielen Personen der Fall ist …

Das ist Mumpitz. Als Softwareentwickler hast und musst du die intrinsiche Motivation haben dich mit neuen Themen zu beschäftigen. Und du kannst schlicht nicht nur neue Leute einkaufen, die sich mit neuen Technologien auskennen. Du musst Raum und Zeit zur Weiterentwicklung geben. Ich hatte mal nen CTO, der verlangt hat, dass man sich nach der Arbeit in der Freizeit mit neuen Technologien und Tools beschäftigen soll, um das Gelernte dann in der Arbeit einzusetzen. Der war natürlich nicht sehr lange da, weil das so strukturell dauerhaft nicht funktioniert. Dass Apple das macht, ist richtig, nur viel zu spät. Es kommen immer neue Technologien, die strukturell im Unternehmen verbreitet werden müssen. Nur konzeptionell ist es wie bei der S-Bahn in Berlin mit dem Winter. Man hat keins und ist jedes Mal überrascht.
+4
Fischmuetze16.04.26 17:54
Siri und Alexa wirken inzwischen wie aus der Zeit gefallen. Beide zeigen wie man einen klaren technologischen Vorsprung durch jahrelanges Nichtstun zum Klotz am Bein wandeln kann.
+1
Spacely16.04.26 17:56
Da hast du recht maikdrop.
Aber Apple scheint gerade einen großen Anteil an Personal mit Defiziten zu haben.
Unser Unternehmen lebt davon, dass die große Menge Ahnung hat und die Neuen die kommen, lernen mit den Erfahrenen das Laufen.

Hier ließt es sich so, dass die ganze Abteilung Knowhow Mangel hat.
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