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Nextcloud (Mac): Aktualisierung auf 33.0.0 bringt viele Probleme

Cloud-Laufwerke sind bequem – sie synchronisieren essenzielle Datenbestände zwischen Rechnern und Plattformen und offerieren eine spontane Downloadmöglichkeit auf Mobilgeräten mit begrenztem Speicherplatz. Doch nicht jedem gefällt es, dass ein Server von Microsoft, Google (oder Apple) als zentraler Ablageort fungiert. Für sie gibt es selbst-gehostete Alternativen; eine beliebte ist Nextcloud. Das Open-Source-Projekt ist zu einem vielseitigen und erweiterbaren Cloud-System herangewachsen, das man selbst installieren kann. Am Mac jedoch sorgt das neueste Update auf Version 33.0.0 dafür, dass der Dateien-Sync nicht mehr funktioniert.


Die am 24.03. erschienene Version von Nextcloud Desktop nimmt einen großen Versionssprung vor: Auf Version 4.0.8 folgt 33.0.0 – damit übernimmt der Mac-Client dieselbe Major-Nummerierung wie die Server-Software, deren Version 33.0.0 vor gut einem Monat erschien. Mac-Anwender werden auf eine neue Version von Nextcloud Desktop hingewiesen. Nach deren Installation jedoch verweigert die App den Dienst: Das Menü-Icon verwandelt sich in ein X, ein Klick darauf warnt, dass die Synchronisierung nicht mehr funktioniert, liefert aber keine Begründung.

Die Fehlermeldung im Nextcloud-Menü hilft nicht weiter.

Sandbox-Berechtigung fehlt
Im Forum von Nextcloud wunderten sich bereits einige und erkundigten sich nach Ursache und Fehlerbehebung. Tatsächlich gibt es einen Grund: Anwender müssen Nextcloud erneut Zugriff auf den lokalen Ordner gewähren. Dazu klicken Sie zunächst oben links auf das Profil und wählen "Einstellungen" aus dem Aufklappmenü. In dem dann erscheinenden Fenster wählen Sie links das Nutzerkonto aus – hier werden Sie bereits durch einen roten Streifen begrüßt. Klicken Sie auf ebendiesen, erscheint ein Finder-Fenster. In diesem klicken Sie lediglich auf "Öffnen", und Nextcloud synchronisiert wieder.

Nach einem Klick auf die rote Warnung und anschließend auf "Öffnen" sollte der Fehler unter macOS 26 (Tahoe) sowie macOS 15 (Sequoia) behoben sein.

Kein Start unter macOS 13
Auf älteren Macs läuft eventuell nicht die aktuelle Version von macOS. In diesem Fall liegt ein größeres Problem vor: Nach dem Upgrade auf Nextcloud Desktop 33 startet die App nicht mehr. Die Entwickler haben das Problem mittlerweile erkannt und unterbinden die Aktualisierung auf Version 33 unter älteren Systemen. Falls Ihr Mac das Update bereits installiert hat, bleibt Ihnen nichts anderes übrig als das manuelle Downgrade:

  • Löschen Sie zunächst die Nextcloud-App aus dem Programme-Ordner.
  • Von der langen Liste der bisherigen Mac-Installer laden Sie die Datei Nextcloud-4.0.8.pkg heraus und laden Sie herunter.
  • Öffnen Sie die Datei aus dem Download-Ordner heraus per Doppelklick.
  • Nach abgeschlossener Installation starten Sie die App "Nextcloud" erneut aus dem Programme-Ordner heraus.

Anschließend müssen Sie sich wahrscheinlich erneut bei Nextcloud anmelden und einen neuen Sync-Ordner anlegen sowie sämtliche Inhalte erneut herunterladen. In unserem Fall erkannte Nextcloud Desktop das ursprüngliche Profil nicht mehr, wollte aber den bestehenden Ordner auch nicht wieder mit einem Account verknüpfen.

Ursache: Sandbox und begrenzte Test-Ressourcen
Im Nutzerforum begründen die Entwickler den Schluckauf beim Sync unter macOS 15 sowie 26 damit, dass neue Sandbox-Regeln eine neue Verknüpfung des Ordners erforderten. Ihnen sei die unglückliche Kommunikationsform bewusst, eine Verbesserung sei in Arbeit. Dass Nextcloud Desktop 33 nicht auf älteren Systemen starte, habe überwiegend mit limitierten Ressourcen zu tun: Derzeit werde der Mac-Client lediglich auf aktuellen Systemen getestet.

Aktualisierung: Update-Mechanismus ebenfalls defekt
Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass sich zusätzlich ein Fehler in die Aktualisierungsroutine eingeschlichen hat. Anwender müssen Version 33.0.2 eigenständig herunterladen und installieren. Wer aktuell versucht, Nextcloud Desktop zu installieren, bekommt eine Warnung angezeigt. Klickt man darin auf "Mehr über …", wird die aktueller Version heruntergeladen und im Download-Ordner abgelegt. Nach deren Installation, so das Entwickler-Team, soll die Aktualisierung wieder aus dem Programm heraus gelingen.

Kommentare

KarstenM
KarstenM27.03.26 16:45
Ich bin auch in das Sync-Problem reingerannt, gerade an einem Tag, als ich den Sync bewusst gebraucht habe. Ich muss aber auch sagen, dass ich sowas den Entwicklern verzeihen kann, denn schließlich steht, mir als Privatperson, Nextcloud kostenlos zur Verfügung.
+7
aMacUser
aMacUser27.03.26 17:18
Tatsächlich haben es die Entwickler sogar versucht abzufangen. Mir wurde zumindest eine Meldung angezeigt (Push-Nachricht oder so, weiß ich nicht mehr), dass ich was machen muss. Nur beim Klick auf die Meldung ist nichts passiert. Das ist aber schon lange ein Problem bei Nextcloud. Sobald etwas nicht perfekt läuft, wird es frickelig. Aber ich bin trotzdem froh, meine eigene Nextcloud zu haben.
+3
massi
massi27.03.26 19:00
Bei jedem Update von Nextcloud habe ich Angst, daß danach erstmal nix mehr läuft oder zumindest irgendwelche Fehlermeldungen auftauchen, die man vor dem Update nicht hatte und man sich erstmal einen Wolf sucht herauszufinden, wo es mal wieder hapert.
Auch wenn Nextcloud kostenlos ist, die Kommunikation mit dem Endanwender lässt doch etwas zu wünschen übrig.
Daher habe ich einige Sachen, die ich vorher mit Nextcloud gemacht habe outgesourced(CardDAV,CalDAV etc.).
Ich nutze das praktisch nur noch als Dateiserver.
0
MacMichael27.03.26 20:52
Mir kam der Versionssprung von der Nummer so komisch vor, dass ich erstmalig mit der Installation gewartet habe. Glück gehabt.
0
Hanswurstpelle27.03.26 21:38
Wenn nextcloud schon so was grundsätzliches wie einen Test der neuen app auf nicht vollständig dem neuesten Systemupdate hinterherhechelnden Systemen nicht hinbekommt, was soll dann bei der neuen »Microsoft-Alternative« herauskommen ()?
Und ja, als Privatanwender ist es kostenlos. Aber auch Produktionssysteme und bezahlende User haben nicht immer das neueste System laufen.
+1
FlyingSloth
FlyingSloth28.03.26 06:05
Danke fuer die schnelle Loesung!
Fly it like you stole it...
+2
chh28.03.26 07:49
massi
Daher habe ich einige Sachen, die ich vorher mit Nextcloud gemacht habe outgesourced(CardDAV,CalDAV etc.).
Darf ich fragen wie du diese Services outgesoucest hast?
0
Wuha
Wuha28.03.26 11:54
Lag wohl auch am Update von 26.4? Hier fragten einige Programme die Berechtigungen erneut ab.
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macwiz28.03.26 17:25
Hab das Problem unter macOS 15.7.5 gehabt, NC Zugriff auf die gesamte Festplatte eingeräumt, rebootet und trotzdem blieb der Fehler bestehen.

Beim Restore der alten Version (aus TM Backup) gab es anschliessend das Problem der Neuverknüpfung des Sync-Ordners, weil der natürlich nicht leer ist, was NC aber wohl zunächst erwartet, saudämlich.

Also aktuellen Ordner umbenannt, einen neuen mit dem richtigen Namen erstellt und verknüpft, dann NC beendet und alles wieder normal benannt. Dann erkennt NC beim Start zum Glück dass der lokale Inhalt mit der Serverversion ident ist und macht brav den Haken dran. Einfach is anders.
+1
Fischmuetze28.03.26 18:54
Wenn die Probleme im Prinzip bekannt waren, darf man sich trotzdem fragen, warum man dann einer Veröffentlichung zum jetzigen Zeitpunkt den Vorzug gegeben hat und warum man nicht mehr auf öffentlich propagierte Beta-Tests beim Nextcloud-Team setzt. Klar ist das ganze für Privat-Anwender kostenlos, aber die Unternehmen, die für Nextcloud-Support bezahlen, rennen effektiv in genau die gleiche Problemzone. Insofern - Unternehmen Nextcloud GmbH beschäftigt ca.100 Mitarbeiter bei einer Bilanzsumme von ca 14,4 Mio. €. Da dürfte man schon etwas mehr Verantwortung beim Umgang mit Releases erwarten.
+3
immo_j
immo_j31.03.26 23:25
Offenbar gibt es auch Probleme mit der Aktualisierungsroutine seit dem Wechsel auf Version 33. Das Update auf 33.0.2 müssen Mac-Anwender von Hand installieren (Meldung wurde um einen entsprechenden Absatz verlängert).
+1

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