Apple gab im ersten Quartal 560.000 Dollar für Lobby-Arbeit aus

Für Unternehmen sind Spenden oft gut angelegtes Geld. Apple ließ sich zum Beispiel Lobby-Arbeit und damit verbundene Spenden im vergangenen Quartal alleine in den USA 560.000 Dollar kosten. Im Vergleich zum Vorjahr blieben die Ausgaben damit unverändert. Aus dem Finanzbericht geht hervor, dass sich Apple in erster Linie für Reformen in den Bereichen Patentwesen, Unternehmenssteuern, Förderung neuer Technologien, offenes Internet, umweltfreundlicher Technologie, freien Handelsvereinbarungen und Datenschutzfragen bei ortsbezogenen Internetdiensten einsetzte.
Wem jetzt 560.000 Doller für Lobby-Arbeit viel vorkommen, sollte einen Blick auf das Budget anderer großer Unternehmen werfen. Google gab hierfür 1,48 Millionen Dollar aus, bei Microsoft waren es 1,72 Millionen Dollar, AT&T kalkulierte gar 6,84 Millionen Dollar ein. Teilweise war Apples Lobby-Arbeit auch von direktem Erfolg gekrönt. So setzte sich Apple erfolgreich dafür ein, dass Lithium-Akkus nicht als besonders gefährliches Material zählen und somit weniger scharfe Transportrichtlinien gelten.

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Kommentare

Bernd Eichhorn01.07.11 09:16
Muss wohl "Lithium-Ionen"-Akkus heißen. Meines Hobby-Wissens nach wäre eine Lithium-Batterie nicht wiederaufladfähig und also kein Akku.
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RAMses3005
RAMses300501.07.11 09:54
Lobby-Ausgaben sind doch in den USA, aber auch bei uns nichts anderes als Bestechungsgelder für Politiker. Man gibt ihnen Geld, damit sie Gesetze und Regelungen im Sinne des Geldgebers erlassen/abändern.

Mit so etwas moralisch höchst umstrittendem sollte sich Apple nicht brüsten.
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Sam
Sam01.07.11 09:55
wer's glaubt, wird selig.
im land des lobbyismus gibt ein milliardenschweres unternehmen bestimmt nicht nur ein trinkgeld dafür aus, die politik mitzudirigieren. ich würde gerne mal die inoffiziellen zahlen dazu sehen.
Kein Slogan angegeben.
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winx
winx01.07.11 10:12
wieso Geld ausgeben? ein System aus iPhone / iPad / iMac oder Mac Pro + Display (alle mit entsprechendem Hardware-Ausbau und Software-Paket) sollte doch Anreiz genug sein, damit der eine oder andere für Apple stimmt, bzw. für Apple Lobby-Arbeit macht, oder was denkt ihr?
Literaturwissenschaft vermittelt mit der Interpretation die Kompetenz für Differenzierungen, also für einen Umgang mit Sinn, der sich als eine Einheit einer Differenz durch die Negation des Nicht-Sinn konstituiert. :-Y
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Mikemunic01.07.11 10:32
passiert doch in Deutschland genauso - nur ohne Erwähnug im Quartalsbericht!
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sram
sram01.07.11 10:38
winx

Dann lieber das Geld bar auf die Hand und was sinnvollen kaufen.
Auf Weisung eines Administrators musste diese Signatur entfernt werden
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thomas b.
thomas b.01.07.11 10:45
Ganz ohne Lobbyarbeit geht es auch nicht. Politiker sind auch nicht allwissend, machen selten etwas aus eigenem Antrieb und auf viele Sachen muss man sie eben draufstoßen, damit überhaupt etwas passiert.

Es kommt aber natürlich darauf an, wie massiv man Einfluss nimmt, da gibt es sicher auch einige Schattenseiten.
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Ironman1stgw01.07.11 11:16
Je oller, je "Doller"....


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@lex
@lex01.07.11 11:41
Beim Unwort des Jahres einfach alle mal für "Lobbyisten" abstimmen. Dann ist das Thema zumindest mal 2 Wochen in den Nachrichten, Talk-Shows und Köpfen der Menschen vertreten.
Alles, was wir sind, ist das Ergebnis dessen, was wir dachten.
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jimcontact
jimcontact01.07.11 12:58
dass Lithium-Akkus nicht als besonders gefährliches Material zählen
Sind die den gefährlich?
An alle die gerade mit-, zu- oder abhören: Wer wo, warum, mit wem und wann, dass geht euch einen Scheißdreck an! (W.Schmickler)
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i-Freak @01.07.11 13:49
Das sind keine Bestechungsgelder, Apple schickt einfach zu den Beratern der Politiker Leute die sie aus Apples Sicht aufklären (dadurch werden die Politiker informiert bekommen aber auch viel Propaganda ab).
Ohne Lobbyarbeit hätten wir eine viel schlechtere Politik.
Ohne jahrelange Lobbyarbeit von Greenpeace wäre sich vielleicht auch noch nicht alle Politiker sicherer das Atomenergie schlecht ist.
Ein guter Politiker muss sich dann aus Möglichst vielen Infos eine Meinung bilden die gut das Volk ist (zumindest in der Theorie)
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sram
sram01.07.11 14:19
Ohne jahrelange Lobbyarbeit von Greenpeace wäre sich vielleicht auch noch nicht alle Politiker sicherer das Atomenergie schlecht ist.

Wer spätestens seit Tschernobyl nicht weiß dass Atomkraft schlecht ist, der kann kein klar denkender Mensch sein.
Auf Weisung eines Administrators musste diese Signatur entfernt werden
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i-Freak @01.07.11 16:34
Tja so sind unsre Politiker
War aber auch kein gutes Beispiel
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