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Apple Watch: Verpflichtender einfacher Akkuwechsel? EU stellt die Lage klar

Ab dem 18. Februar 2027 gelten in der EU bekanntlich neue Vorgaben zum Austauschen von Akkus. Der Grundsatz lautet, dass diese in tragbaren Geräten vom Endnutzer entfernt und ersetzt werden können – also explizit von Personen ohne besondere Reparaturausbildung. Für das iPhone gilt hingegen ein anderer Rechtsrahmen, denn dieses fällt in die Ökodesign-Verordnung für Smartphones, Mobiltelefone, schnurlose Telefone und Tablets. Wenn mindestens 83 Prozent Restkapazität nach 500 vollständigen Ladezyklen, mindestens 80 Prozent nach 1.000 Ladezyklen sowie eine ausreichende Staub- und Wasserbeständigkeit (bei Smartphones mindestens IP67) vorhanden sind, muss es besagten Einfachwechsel nicht geben. Jetzt stellte die EU zudem klar, wie es mit der Apple Watch weitergeht.


Smartwatches: Zu filigran für Hobbybastler
Die Europäische Kommission hat nämlich zusätzliche Ausnahmen von den kommenden Akkuwechsel-Regeln beschlossen. Davon profitieren unter anderem Wearables wie Smartwatches, Fitness-Tracker und Smart Glasses. Zwar müssen die Akkus weiterhin so gestaltet sein, dass sie während der Lebensdauer des Geräts vom Endnutzer entfernt zu ersetzen und entfernen sind – mit dem wichtigen Unterschied aber, dass "Endnutzer" diesmal als "Fachleute" eingeschränkt werden darf. In der Begründung zur Entscheidung ist von Fragen rund um Sicherheit, Miniaturisierung und Dichtigkeit die Rede, denn die Bauweise der Geräte erfordere bei Eingriffen höhere technische Fertigkeiten.

Die Lage bei iPhone und Apple Watch – und bei MacBooks
Die neue Verordnung bedeutet für Apple daher, keine weiteren Umstellungen vornehmen zu müssen. Durch das "Self Repair Program", leichten Zugang zu Originalteilen, vereinfachten Wechsel für Techniker sowie die Langlebigkeit der verbauten Komponenten trägt Apple daher den Bestimmungen Genüge. Etwas unsicherer ist die Lage indes bei Notebooks. Bisherige Geräte sind nicht betroffen, da sich die Neuregelung nur auf zukünftige Hardware bezieht – ab Februar 2027 sind jedoch auch MacBooks betroffen. Bislang existiert keine Ausnahme, die einen einfachen Akkuwechsel durch hohe Haltbarkeit und Wasser-/Staubschutz ersetzen würde. Eine "Akkuklappe" oder direkt einsetzbare Akkus wie bei früheren PowerBooks muss es dennoch nicht geben – handelsübliche Werkzeuge sind als Voraussetzung zulässig.

Kommentare

Langer
Langer15.07.26 11:14
Für meine 7 Jahre alte Garmin-Smartwatch wird von Garmin leider kein Batterieservice angeboten. Die angebotenen Funktionen würden mir aus heutiger Sicht immer noch ausreichen.
Über die jeweiligen Kosten lässt sich zwar streiten, aber Apple liefert im Vergleich dazu zumindest klare Angaben darüber, welche Produkte Support erhalten, und bietet diesen Service auch selbst an.
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holk10015.07.26 11:28
Alles in bester Absicht. Und es gibt wie immer durchaus gute Gründe dafür. Aber eben auch immer mehr Regeln bis ins kleinste Detail, die die Gestaltungsfreiheit und auch die Freiheit der Kunden immer mehr einschränken. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den Preis. Wer wenig Geld zur Verfügung hat und bislang ein entsprechend preiswertes Modell erwerben konnte, weil der einfache und viele Jahre verpflichtende Batterietausch nicht die Kosten angehoben hat, hat den Nachteil. Kann man denn so etwas nicht einfach dem Wettbewerb überlassen. So kann jeder die Watch seiner Wahl und seines Geldbeutels kaufen.
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Tutoren_Geselle15.07.26 11:40
Ich habe hier noch irgendwo das weisse MacBook in der Schublade liegen.

Das war toll. Auf der Rückseite am Akku auf den Knopf drücken und den Ladezustand ab den grün leuchtenden Punkten ablesen. Und mit einer Münze konnte man den Mechanismus lösen um den Akku zu entfernen.
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PorterWagoner
PorterWagoner15.07.26 11:43
Elektroschrott vermeiden, indem alles langlebiger werden muss, regelt kein Markt. Das ware sehr naiv zu denken. Der Markt würde weil es billiger ist bestimmt auch noch gerne ungefiltertes Abwasser in Flüsse leiten und beliebige Chemikalien verwenden. Mit noch mehr Elektro- und Akkuschrott, weil nichts zu reparieren ist, würde das dem Billigmarkt helfen, der Umwelt nicht. Und viele Kunden würden dann erst recht das billige, schädliche nehmen.
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