ARM steht möglicherweise vor Verkauf

Das Know-how des britischen Unternehmens ARM steht nicht nur bei Apple hoch im Kurs. Viele Firmen erwerben Lizenzen, um hauseigene Prozessoren mit der ARM-Architektur weiterzuentwickeln. Für die Briten ist das ein durchaus lukratives Geschäft: Allein 2019 haben Lizenznehmer 22 Milliarden Chips ausgeliefert, insgesamt wurden bereits 165 Milliarden mit dieser Architektur versehenen Chips hergestellt. Apple blickt auf eine wechselvolle Geschichte mit dem Unternehmen zurück, das nun vor der nächsten Zäsur stehen könnte.


SoftBank muss handeln
Ursprünglich handelte es sich bei ARM (damals noch die Abkürzung für „Acorn RISC Machine“) um ein Konsortium, an dem Apple große Anteile hielt. Ende der 1990er Jahre mussten diese wegen der angespannten finanziellen Situation verkauft werden. Das ähnelt den aktuellen Geschehnissen: ARM wurde vor drei Jahren vom japanischen Telekommunikationskonzern und Tecchnologieinvestor SoftBank übernommen; 24 Milliarden Pfund flossen an die Briten. Branchenkenner stellten die Sinnhaftigkeit des Kaufs infrage. Überhaupt waren einige unternehmerische Entscheidungen der Japaner in den letzten Jahren alles andere als von Erfolg gekrönt: Die Investitionen in die Firma WeWork erwiesen sich als Verlustgeschäft. Aktionäre von SoftBank mussten im vergangenen Geschäftsjahr bis Ende März 2020 einen Wertverlust ihrer Papiere von zirka 8,3 Milliarden Euro hinnehmen.

Stößt SoftBank ARM ab?
SoftBank kündigte bereits im März an, sich verschlanken zu wollen und braucht dringend Liquidität: Beteiligungen im Wert von 41 Milliarden US-Dollar sollen verkauft werden. Das Wall Street Journal berichtet nun, dass auch ARM davon betroffen ist. SoftBank erwäge den teilweisen oder gänzlichen Verkauf von ARM. Auch ein Börsengang der Chip-Entwickler werde in Betracht gezogen. Goldman Sachs sei als Berater hinzugezogen worden, ein erstes Angebot liege bereits auf dem Tisch.

Apple am Kauf interessiert?
Apple greift seit langem wieder auf die ARM-Architektur für die hauseigenen Prozessoren zurück – im Rahmen der diesjährigen WWDC kündigte der US-Konzern an, auch zukünftige Macs mit derlei Chips ausstatten zu wollen. Analysten zufolge wird das neue MacBook Pro der erste Mac mit ARM-Architektur sein, auch eine auf ARM basierende Videospielkonsole ist denkbar. In diesem Zusammenhang könnte ein möglicher Interessent für den Kauf von ARM Apple selbst sein. Bereits 2010 kursierten Gerüchte über eine solche Übernahme.

Kommentare

nane
nane14.07.20 10:54
Und "zack" hat Apple eine Option, seinen Geldspeicher ein wenig zu "entrümpeln"

PS: Kauft bitte auch gleich noch Nintendo, dann wird das mit der geplanten Spielekonsole und ARCADE mal was. Oh... und Netflix wäre auch nicht übel, wegen TV+
Das Leben ist ein langer Traum an dessen Ende kein Wecker klingelt.
+2
don.redhorse14.07.20 11:00
Wenn die ARM kaufen und die Lizenzen auslaufen lassen wird’s lustig. Ein Hoch auf RISC-V könnte deren Durchbruch werden.
+2
gorgont
gorgont14.07.20 11:02
Was ein Zufall
touch eyeballs to screen for cheap laser surgery
+2
erikhuemer
erikhuemer14.07.20 11:07
Kartellrechtlich spannend. Dass Apple einen unternehmensbeherrschenden Anteil bekommt kann ich mir nicht vorstellen. Aber selbst wenn Apple, Google, M$ und Amazon ARM gemeinsam übernehmen, wäre es vermutlich problematisch.

Am meisten Sinn würde es für Intel machen, aber kartellrechtlich sind auch die „noch“ zu schwach.
Der Fortgang der wissenschaftlichen Entwicklung ist im Endeffekt eine ständige Flucht vor dem Staunen. Albert Einstein
+2
macStefan14.07.20 11:14
nane
Und "zack" hat Apple eine Option, seinen Geldspeicher ein wenig zu "entrümpeln"

PS: Kauft bitte auch gleich noch Nintendo, dann wird das mit der geplanten Spielekonsole und ARCADE mal was. Oh... und Netflix wäre auch nicht übel, wegen TV+

Nintendo kann man nicht mal so eben kaufen. Hat Microsoft auch mal versucht und in Japan hat man sich darüber nur amüsiert.
+1
subjore14.07.20 11:57
Was will Apple denn mit denen? Die können ihre Chips bereits so verändern wie sie wollen. Wenn sie ein bestimmtes Feature haben wollen, dann sagen sie kurz ARM Bescheid und schon ist es drin. Sie hätten also keine Vorteile von einem Kauf.
Dazu käme noch, dass ihre ganze Konkurrenz dann von ihnen die Architektur lizenzieren müsste, was kartellrechtlich und Wettbewerbsrechtlich problematisch werden könnte.

Also ich glaube nicht dass es für Apple irgendeinen Vorteil hätte.

Zumal Qualcomm, Mediathek und Samsung setzen stark auf die von ARM entwickelten referenzdesigns.
Ich glaube ein Kauf von Apple hätte nicht den Hauch einer Chance durchzukommen.
-1
Ely
Ely14.07.20 12:02
subjore
Was will Apple denn mit denen? Die können ihre Chips bereits so verändern wie sie wollen. Wenn sie ein bestimmtes Feature haben wollen, dann sagen sie kurz ARM Bescheid und schon ist es drin. Sie hätten also keine Vorteile von einem Kauf.
Dazu käme noch, dass ihre ganze Konkurrenz dann von ihnen die Architektur lizenzieren müsste, was kartellrechtlich und Wettbewerbsrechtlich problematisch werden könnte.

Also ich glaube nicht dass es für Apple irgendeinen Vorteil hätte.

Was Apple mit denen will? Die Lizenzen behalten und zukünftig auf dieser Architektur weiterhin aufzubauen.

Stelle dir mal vor, China kauft ARM. Das war's dann, nicht nur für Apple. Also wäre ein Kauf von ARM durch Apple mit Sicherheit im Bereich der Möglichkeiten.
+2
macStefan14.07.20 12:07
Ely
Was Apple mit denen will? Die Lizenzen behalten und zukünftig auf dieser Architektur weiterhin aufzubauen.

Stelle dir mal vor, China kauft ARM. Das war's dann, nicht nur für Apple. Also wäre ein Kauf von ARM durch Apple mit Sicherheit im Bereich der Möglichkeiten.

Warum wäre es das für Apple? Die kaufen doch kein Chipdesign von ARM.
-1
adiga14.07.20 12:19
Wieso sollte das nicht funktionieren? Apple könnte ARM auch ganz einfach als Finanzbeteiligung sehen und sie als eigenständige Firma mit eigener Lizenzpolitik weiterlaufen lassen.

Noch lieber wäre mir allerdings, wenn sie wieder in europäische Hände kommen würde.

Wer erinnert sich noch an die Ur-Firma mit dem Acorn BBC aber auch Archimedes. Waren zumindest in UK grosse Konkurrenten vom C-64 und später Amiga. Hatte nie einen Acorn, war beim damaligen Pfundkurs viel zu teuer.
0
Ely
Ely14.07.20 12:29
macStefan
Ely
Was Apple mit denen will? Die Lizenzen behalten und zukünftig auf dieser Architektur weiterhin aufzubauen.

Stelle dir mal vor, China kauft ARM. Das war's dann, nicht nur für Apple. Also wäre ein Kauf von ARM durch Apple mit Sicherheit im Bereich der Möglichkeiten.

Warum wäre es das für Apple? Die kaufen doch kein Chipdesign von ARM.

ARM verkauft nur Lizenzen der Architektur. Und diese wird von ARM entwickelt, aber keine Prozessoren gefertigt. Die Lizenzen geben es her, daß der Lizenznehmer das Design nach eigenen Anforderungen auch verändern darf. Dennoch ist der eigentliche Kern von ARM. Apple ist nur Lizenznehmer (auch Intel hat entsprechende Lizenzen, genauso wie Microsoft).

Sollte jetzt China zuschlagen, könnte der Rest der Welt ziemlich dumm dastehen, da China alles ist, aber kein verlässlicher Partner, weil sich China nicht um Verträge oder sonstige Dinge schert. Fällt also ARM an China, mögen die bestehenden Lizenzen evtl. noch gelten, aber es gibt keine neuen mehr. Die bekommt dann eher Huawei. Der Rest der Welt würde also ohne neue ARM-Architekturen dastehen und somit gewaltige Probleme bekommen. Von der Waschmaschine bis zum Mobiltelefon und bis zum Mac sind die ARM-Dinger drin.

Daher hoffe ich, daß ARM wieder nach Europa geht. Das aus der Hand zu geben war sowieso grenzdebil doof, aber Japan habe ich immerhin als verlässlichen Partner angesehen. China und Trump-USA sind keine verlässlichen Partner. Bei den USA kann man das Ende Trumps absitzen, dann normalisiert sich das wieder, bei China (oder Rußland) geht das nicht und ist auch nicht zu erwarten.
+2
sierkb14.07.20 12:35
adiga
Wer erinnert sich noch an die Ur-Firma mit dem Acorn BBC aber auch Archimedes. Waren zumindest in UK grosse Konkurrenten vom C-64 und später Amiga. Hatte nie einen Acorn, war beim damaligen Pfundkurs viel zu teuer.

IEEE Spectrum (24.06.2020): Why Wait For Apple? Try Out The Original ARM Desktop Experience Today With A Raspberry Pi
Future MacBooks and iMacs are going to be powered using a ARM-based chip, but the Acorn Archimedes was the first desktop to use this architecture

Wikipedia (en): Acorn Archimedes
Wikipedia (de): Acorn Archimedes

Wikipedia (en): RISC OS
Wikipedia (de): RISC OS


CCC, 36c3 (27.12.2019): The Ultimate Acorn Archimedes talk
Everything about the Archimedes computer (with zero 'Eureka!' jokes)

This talk will cover everything about the Acorn Archimedes, a British computer first released in 1987 and (slightly) famous for being the genesis of the original ARM processor.
CCC, 36c3
The Archimedes was designed by Acorn in the UK in the mid-1980s, and was released in late 1987 with massive performance for its medium price (and, with the first OS, a hangover-coloured GUI). The machine isn't widely known outside Europe. Even in the UK, it was released just as the IBM PC was taking over, so remained niche. It was built from scratch with four purpose-designed chips, the ARM, the VIDC, the MEMC and the IOC. Looking at each chip, we'll take a hardware and software tour through what is one of the most influential yet little-known modern computers. The talk will detail the video, sound, IO and memory management hardware, alongside the original ARM processor which is quite different to what we have today. The Arc was a pleasure to program, both simple and fast, and we'll look at its software including the quirky operating systems that made the Arc tick, from Arthur to RISC OS and Acorn's mysterious BSD4.3 UNIX, RISCiX. The first models were followed by the lower-end A3000 in 1989, which looked similar to the the Amiga 500 or Atari STE but had around eight times the CPU performance: no sprites, no blitter, no Copper, no problem! This talk will also share insights from the original chipset designers, with a tour of prototype hardware and unreleased Archimedes models.

The audience will get an appreciation for the Arc's elegant design, the mid-1980s birth of RISC processors, and the humble origins of the now-omnipresent ARM architecture.
-2
Ely
Ely14.07.20 12:38
Ich hatte einen Acorn A5000 und danach einen Acorn Risc PC. Die liefen unter RISC OS, das war seinerzeit sensationell und ist in Teilen bis heute unerreicht, z. B. das Handling von Dateien.
0
F303
F30314.07.20 12:47
nane
Und "zack" hat Apple eine Option, seinen Geldspeicher ein wenig zu "entrümpeln"

PS: Kauft bitte auch gleich noch Nintendo, dann wird das mit der geplanten Spielekonsole und ARCADE mal was. Oh... und Netflix wäre auch nicht übel, wegen TV+

Bitte nicht Netflix. Dann gibt es nur noch brave Familieninhalte.
The brain is a wonderful organ. It starts working the moment you get up in the morning and does not stop until you get into the office. – Robert Frost
+2
gegy
gegy14.07.20 12:49
F303
nane
Und "zack" hat Apple eine Option, seinen Geldspeicher ein wenig zu "entrümpeln"

PS: Kauft bitte auch gleich noch Nintendo, dann wird das mit der geplanten Spielekonsole und ARCADE mal was. Oh... und Netflix wäre auch nicht übel, wegen TV+

Bitte nicht Netflix. Dann gibt es nur noch brave Familieninhalte.

Du hast wohl noch keine Serie auf ATV+ gesehen.
-1
subjore14.07.20 13:36
Ely
macStefan
Ely
Was Apple mit denen will? Die Lizenzen behalten und zukünftig auf dieser Architektur weiterhin aufzubauen.

Stelle dir mal vor, China kauft ARM. Das war's dann, nicht nur für Apple. Also wäre ein Kauf von ARM durch Apple mit Sicherheit im Bereich der Möglichkeiten.

Warum wäre es das für Apple? Die kaufen doch kein Chipdesign von ARM.

ARM verkauft nur Lizenzen der Architektur. Und diese wird von ARM entwickelt, aber keine Prozessoren gefertigt. Die Lizenzen geben es her, daß der Lizenznehmer das Design nach eigenen Anforderungen auch verändern darf. Dennoch ist der eigentliche Kern von ARM. Apple ist nur Lizenznehmer (auch Intel hat entsprechende Lizenzen, genauso wie Microsoft).

Ja, aber Apple entwickelt eh das Meiste vom Chip selbst. Wenn jetzt ARM (wieder Erwartens) 80% der Kundschaft vor die Tür setzen würde, würde Apple einfach ARM’s Arbeit an den Prozessoren auch selbst machen. Da fehlt nicht mehr so viel.
ARM liefert quasi einen Standard, auf den dann alle Prozessoren aufsetzen. Wenn die wegfallen muss Apple eben ihren eigenen Standard definieren. Wäre nicht der Untergang für sie.

Für Samsung, Qualcomm und Mediathek wäre es dramatischer, da die auch konkrete Referenzimplementierungen von ARM verwenden. Außerdem könnten die nicht (jeweils alleine, aber durchaus zusammen) einen neuen Standard implementieren, da er mit Android kompatibel bleiben muss.
-4
sierkb14.07.20 13:44
subjore
Ja, aber Apple entwickelt eh das Meiste vom Chip selbst.

Samsung und Qualcomm ebenso – genauso, wie Apple.
Für Samsung, Qualcomm und Mediathek wäre es dramatischer

Samsung oder Qualcomm kommen/kämen als potentielle Käufer ebenso in Betracht. Wie Apple. Oder auch Google. Oder sogar auch Intel.
+1
Retrax14.07.20 14:12
macStefan
Nintendo kann man nicht mal so eben kaufen. Hat Microsoft auch mal versucht und in Japan hat man sich darüber nur amüsiert.
Ganze Geschichte bitte!
Ely
Ich hatte einen Acorn A5000 und danach einen Acorn Risc PC. Die liefen unter RISC OS, das war seinerzeit sensationell und ist in Teilen bis heute unerreicht, z. B. das Handling von Dateien.
Was war das sensationelle am Handling von Dateien?

Gehen wir mal davon aus, dass ARM zum Verkauf steht. Was ist, wenn der neue Besitzer die Lizenzvergabe einstellt - so wie Apple seinerzeit die Clones?
+1
awk14.07.20 14:28
Retrax
Gehen wir mal davon aus, dass ARM zum Verkauf steht. Was ist, wenn der neue Besitzer die Lizenzvergabe einstellt - so wie Apple seinerzeit die Clones?

Das muss nicht sein. Alles nur ein Frage der Ausgestaltung des Lizenzvertrages. Sofern die Lizenz nicht zeitlich begrenzt ist, kann Apple auf Basis des bisherigen Designs eigene Prozessoren weiterentwickeln. So ähnlich lief das z.B. auch bei AMD.
0
Ely
Ely14.07.20 14:33
subjore
Ely
macStefan
Ely
Was Apple mit denen will? Die Lizenzen behalten und zukünftig auf dieser Architektur weiterhin aufzubauen.

Stelle dir mal vor, China kauft ARM. Das war's dann, nicht nur für Apple. Also wäre ein Kauf von ARM durch Apple mit Sicherheit im Bereich der Möglichkeiten.

Warum wäre es das für Apple? Die kaufen doch kein Chipdesign von ARM.

ARM verkauft nur Lizenzen der Architektur. Und diese wird von ARM entwickelt, aber keine Prozessoren gefertigt. Die Lizenzen geben es her, daß der Lizenznehmer das Design nach eigenen Anforderungen auch verändern darf. Dennoch ist der eigentliche Kern von ARM. Apple ist nur Lizenznehmer (auch Intel hat entsprechende Lizenzen, genauso wie Microsoft).

Ja, aber Apple entwickelt eh das Meiste vom Chip selbst.

Ganz so ist es nicht. Apple entwickelt das Drumherum, der Kern ist ARM.

Retrax
Ely
Ich hatte einen Acorn A5000 und danach einen Acorn Risc PC. Die liefen unter RISC OS, das war seinerzeit sensationell und ist in Teilen bis heute unerreicht, z. B. das Handling von Dateien.
Was war das sensationelle am Handling von Dateien?

Gehen wir mal davon aus, dass ARM zum Verkauf steht. Was ist, wenn der neue Besitzer die Lizenzvergabe einstellt - so wie Apple seinerzeit die Clones?

Drag‘n‘Drop in Perfektion, extreme Übersichtlichkeit, keine Dateiendungen nötig.

Beispiel: Ich habe eine Grafik erstellt und möchte diese in einem Textprogramm haben. Ich gehe im Grafikprogramm auf Speichern. Es erscheint ein kleines Fenster mit dem Icon, das an die Stelle gezogen werden muß, wo es gespeichert werden soll. Konsequente Logik ist, ich ziehe das Icon einfach direkt ins Textprogramm an die Stelle, wo die Grafik erscheinen soll. Ging so wirklich. Schon 1992.

Es gab z. B. keine Menüleiste. Die mittlere Maustaste lies das Menü direkt am Mauspfeil erscheinen. Und zwar stets das zur Position passende Menü. Das ganze System war sehr aufgeräumt und klar.
+4
don.redhorse14.07.20 14:34
Apple hat auch PAsemi gekauft und deren PPC Architektur dann eingestellt, fand die US AirForce nicht lustig, da die F22 Raptor PAsemi CPUs verbaut hatte.
Apple hat die Lizenz auf Basis der ARM Architektur eigene CPU Designs zu erstellen. Andere sind z.b. einige Snapdragons (Qualcomm) Exynos (Samsung) Kirin (Huawai/HiSilicone) dürften die bekanntesten sein. Die letzteren drei passen die ARM Designs aber nur an, während Apple mehr oder weniger eigene Designs baut, die halt den ARMv8 Befehlssatz nutzen. Qualcomm und auch Samsung setzen auch viel die ARM Referenzdesigns ein (A72 z.B.). Würde Apple ARM übernehmen, könnten sie das ARMv9 Design bringen und es einfach nicht mehr lizenzieren, dann würden sich obige Firmen doch um eigene Designs kümmern müssen. So ohne weiteres kann man die bestehenden Lizenzen ja nicht auslaufen lassen.
+1
Rharbarber
Rharbarber14.07.20 14:40
Wie schon von einem anderen Teilnehmer erwähnt kann ich mir aus kartellrechtlichen Gründen schlicht nicht vorstellen, dass Apple große Anteile kaufen und damit andere Hersteller direkt beeinflussen kann. Das wäre für die Behörden bestimmt der eine Schritt zu viel.
+1
Lailaps
Lailaps14.07.20 14:51
Nokia soll ARM kaufen . . . oder Siemens 🤒
„Wat mutt, dat mutt - oder die spinnen die Römer“
0
*web*wusel*14.07.20 14:52
nane
Und "zack" hat Apple eine Option, seinen Geldspeicher ein wenig zu "entrümpeln"

PS: Kauft bitte auch gleich noch Nintendo, dann wird das mit der geplanten Spielekonsole und ARCADE mal was. Oh... und Netflix wäre auch nicht übel, wegen TV+

Nintendo wird sich zum Glück nicht so einfach aufkaufen lassen. Das Traditionsunternehmen hat den gleichen Stolz wie Apple. Außerdem möchte ich bitte keine Mario Level per in App Kauf oder Monatsabo erwerben.
0
DTP
DTP14.07.20 15:15
Ely
Daher hoffe ich, daß ARM wieder nach Europa geht. Das aus der Hand zu geben war sowieso grenzdebil doof, aber Japan habe ich immerhin als verlässlichen Partner angesehen. China und Trump-USA sind keine verlässlichen Partner.

Europa besaß nie ARM. ARM gehört z.Zt. auch nicht Japan. Sondern der Softbank.
-1
sierkb14.07.20 15:22
[OT]

Lailaps
Nokia soll ARM kaufen . . . oder Siemens 🤒

Bevor oder nachdem die USA auf Wunsch der aktuellen US-Administration Nokia inkl. der berühmten Bell Laboratories (auch kurz: Bell Labs) (die gehören seit 2016 zu Nokia und heißen seitdem Nokia Bell Labs ) oder/und Ericsson aufgekauft bzw. sich an mindestens einem der Beiden mehrheitlich beteiligt haben…?

Golem (07.02.2020): Huawei: US-Justizminister schlägt Kauf von Nokia oder Ericsson vor
US-Justizministers William Barr fordert eine Übernahme von Nokia oder Ericsson durch die USA. Nur wenige Tage zuvor wollten die USA 5G noch mit billiger Hardware und Open-Source-Software als Open RAN realisieren.

t3n (10.02.2020): Gegen Huawei: Attorney General will, dass die USA Ericsson oder Nokia kaufen
Attorney General William Barr, oberster Rechtsberater der US-Regierung, will, dass die USA die Mehrheit an Nokia oder Ericsson übernehmen, um Huawei die Stirn zu bieten.

NZZ.ch (09.02.2020): Ein toxisches Angebot der USA an Nokia und Ericsson
Amerika ist in der Defensive: Für den Aufbau von 5G-Mobilfunknetzen hat das Land keinen «eigenen» Netzwerkausrüster. Weil man den Chinesen Huawei und ZTE nicht traut, setzt man auf die Skandinavier. Das bringt diese in die Zwickmühle.

HZ.ch: (07.02.2020) 5G: Die USA könnten bei Nokia und Ericsson einsteigen
US-Justizminister William Barr will eine westliche Allianz gegen Huawei schmieden. Dazu macht er einen verblüffenden Vorschlag.

Financial Times (06.02.2020): Huawei Technologies: Barr urges US stakes in Nokia and Ericsson to stall Huawei
Chinese telecoms equipment maker viewed by Washington as national security threat

Reuters (06.02.2020): U.S., allies should consider Nokia, Ericsson investments to counter Huawei: Barr
WASHINGTON (Reuters) - U.S. Attorney General William Barr on Thursday stressed the threat posed by Huawei Technologies and said the United States and its allies should consider investing in Finland’s Nokia and Sweden’s Ericsson to counter the Chinese company’s dominance in next generation 5G telecoms technology.

[/OT]
-5
Ely
Ely14.07.20 15:26
DTP
Ely
Daher hoffe ich, daß ARM wieder nach Europa geht. Das aus der Hand zu geben war sowieso grenzdebil doof, aber Japan habe ich immerhin als verlässlichen Partner angesehen. China und Trump-USA sind keine verlässlichen Partner.

Europa besaß nie ARM. ARM gehört z.Zt. auch nicht Japan. Sondern der Softbank.

Klar gehörte ARM nicht Europa, aber die Region oder das Land, wo sich ein Unternehmen befindet, hat durchaus einen (großen) Einfluß auf das Handeln des Unternehmens. Beispiele gibt es gerade die letzte Zeit mehr als genug.
+1
DTP
DTP14.07.20 15:32
Ely
aber die Region oder das Land, wo sich ein Unternehmen befindet, hat durchaus einen (großen) Einfluß auf das Handeln des Unternehmens. Beispiele gibt es gerade die letzte Zeit mehr als genug.
Oje. Was grassiert dann in Aschheim (Bayern)????
0
Wiesi
Wiesi14.07.20 15:33
don.redhorse
Wenn die ARM kaufen und die Lizenzen auslaufen lassen wird’s lustig.

Wenn das Kartellamt das erlaubt, dann wird's traurig.
Everything should be as simple as possible, but not simpler
+1
don.redhorse14.07.20 16:28
Es gibt MIPS und RISC V, was sollte dagegen sprechen das Apple ARM kauft. Samsung kann doch Atoms verbauen, gut, muß der Akku doppelt so groß sein, für die Hälfte an Laufzeit, aber nun denn. Ich sehe keinen Grund weshalb Apple ARM nicht kaufen dürfen sollte, schon weil die ARMv8 Lizenzen lange laufen.
-3
Ely
Ely14.07.20 16:55
DTP
Ely
aber die Region oder das Land, wo sich ein Unternehmen befindet, hat durchaus einen (großen) Einfluß auf das Handeln des Unternehmens. Beispiele gibt es gerade die letzte Zeit mehr als genug.
Oje. Was grassiert dann in Aschheim (Bayern)????

Man kann es natürlich auch gewollt mißverstehen
0
Weitere News-Kommentare anzeigen

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.