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einmal gaaanz viele Fotos scannen, aber gut

locoFlo
locoFlo06.03.1919:13
Ich hatte von meinen Eltern eine Menge alter Fotos auf Papier zur Aufbewahrung bekommen und wollte diese digitalisieren. Da das scannen mit meinem Flachbettscanner zu lange pro Bild braucht habe ich nach einem Einzugsscanner Ausschau gehalten, zum einmaligen Benutzen, nicht zum kaufen. Im lokalen Rossmann (der größte Rossmann Deutschlands) ergab das einem Kodak Gerät: rund 350 Bilder in 1 Stunde durchgezogen, aber sau schlechte Auflösung (ca. 1194 x 888 Pixel, 300 Pixel/Zoll, bei normaler Größe) und jedes Bild hat einen grünen Streifen im Bild von oben nach unten (erst hinterher gesehen).

Was mach ich jetzt? Hat einer eine Idee?
Neue Drogerie suchen? Doch mir 5 Tage Zeit nehmen und alles auf dem Flachbettscanner einzeln scannen? Oder Fotoscanner mieten (voll teuer)? Wie habt ihr das gelöst?

Vielen Dank für eure Hinweise. Dankeeee!
„Nobody dies as a virgin, life fucks us all. KC“
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Kommentare

turbod06.03.1919:25
Sind die Negative noch vorhanden?
Die Qualität beim Scannen der Negative ist erheblich viel besser als beim Scannen von Papierabzügen.
+3
mitzlaff06.03.1919:47
Beim Flachbettscanner lassen sich je nach Größe ja mehrere Bilder auflegen, die in der Regel automatisch separiert werden. Negative bringen dabei auch bei Durchlichtscannern nichts wirklich, die Auflösung ist zu schlecht. Dafür ist dann doch ein Filmscanner erforderlich.
+1
turbod06.03.1919:54
Von einem Filmscanner bin ich jetzt mal stillschweigend ausgegangen, den könnte man sich ja genauso mieten bzw. die Negative, wenn es nicht zu viele sind, bei einem Scanservice scannen lassen.
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HuHaHanZ
HuHaHanZ06.03.1920:02
turbod
wenn es nicht zu viele sind, bei einem Scanservice scannen lassen.
Da würde ich auch zu raten, kostet bei der Anzahl ca 80-100€.
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asdakloek
asdakloek06.03.1921:03
Bei eBay gebraucht kaufen, scannen, bei eBay gebraucht wiederverkaufen.
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Lemuria06.03.1921:29
Ich liebe alte Fotoalben zum einkleben von Bildern mit etwas Text (wie
zb.: Uschi in Rimini 1968). Das kann man auch ohne Strom im Garten
oder auf der Couch bei Kerzenlicht bei Kaffee oder Wein mit mehreren
Freunden gemütlich betrachten. Nebenbei ist das gefühlte Geschichte,
und das Blättern macht mehr Spaß wie der ganze moderne Digitale-
Schnickschnack.
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turbod06.03.1921:32
Na ja, so einfach ist das nun aber auch nicht:
Ich habe einen Coolscan V gebraucht gekauft, ein sehr gutes Gerät für meine Zwecke.
Die original Nikon Scansoftware geht bis Windows Vista.
Also gebrauchtes Vista Ultimate gekauft und eine entsprechende virtuelle Maschine in Parallels eingerichtet.
Farbnegativ-Filme zu scannen mit gutem Ergebnis ist auch nicht so trivial, also Einarbeitung.
Und recht zeitaufwendig ist die eigentliche Scannerei dann auch noch.

Ich habe viele tausend Fotos, Negative und Dias, da lohnt sich das schon finanziell.
350 Bilder würde ich bei einem Dienstleister scannen lassen.
+2
WollesMac
WollesMac07.03.1911:58
Ich kann meine Vorredner nur bestätigen. Ich hab vor gut zehn Jahren einige tausend Dias mit einem Nikon-Scanner, automatischer Diazuführung und Silverfast digitalisiert. Brauchte eine gehörige Einarbeitungszeit. Zwar gab es einen Automatikmodus, den ich aus Zeitgründen dann auch genutzt habe, aber eigentlich müsste man jedes Dia/Negativ individuell vorscannen, einstellen und dann endgültig abscannen, um optimale Ergebnisse für jedes Dia zu erzielen. So zumindest meine damaligen Erkenntnisse.
Mit den heutigen Kamerasensoren, würde ich zunächst versuchen, die entwickelten Bilder blendfrei abzufotografieren, sofern ne ordentliche Kamera im Haus ist. Könnte sogar zu einem besseren Ergebnis führen, als mit einem Scanner.
Und wenn man die Arbeitszeit mit einrechnet, ist ein Scan-Service sicher eine sehr gute Option.
+1
WollesMac
WollesMac07.03.1912:05
Wenn die Kamera Intervallaufnahme beherrscht und man sich für das Projekt einen ordentlichen Arbeitsplatz einrichtet, müsste man das auch recht zügig (Bildwechsel an vorbesimmter Position zwischen den Aufnahmen) hinbekommen. Dazu gibt es im Netz auch recht schöne Videos.
Vor kurzem habe ich irgendwo noch einen Artikel gelesen, ich meine bei Heise- ct, da haben die was mit einem Karton und ipad als Lichtquelle gebaut.
+1
Rosember07.03.1912:40
WollesMac
Ich kann meine Vorredner nur bestätigen. Ich hab vor gut zehn Jahren einige tausend Dias mit einem Nikon-Scanner, automatischer Diazuführung und Silverfast digitalisiert. Brauchte eine gehörige Einarbeitungszeit. Zwar gab es einen Automatikmodus, den ich aus Zeitgründen dann auch genutzt habe, aber eigentlich müsste man jedes Dia/Negativ individuell vorscannen, einstellen und dann endgültig abscannen, um optimale Ergebnisse für jedes Dia zu erzielen. So zumindest meine damaligen Erkenntnisse.
Mit den heutigen Kamerasensoren, würde ich zunächst versuchen, die entwickelten Bilder blendfrei abzufotografieren, sofern ne ordentliche Kamera im Haus ist. Könnte sogar zu einem besseren Ergebnis führen, als mit einem Scanner.
Und wenn man die Arbeitszeit mit einrechnet, ist ein Scan-Service sicher eine sehr gute Option.
Aber nur, wenn die Fotos alle glatt sind, also keine Wellung, Knicke etc. aufweisen. Wenn doch, ist die Kamera eigentluch schon aus dem Spiel ...
+1
mactie07.03.1912:45
Hab vor einiger Zeit den FUJI Snapscan gekauft. Primär für Dokumente, war ein lang gehegter Wunsch. Dann habe ich damit auch alle meine alten Fotos und die meiner Mutter gescannt. Ging sehr gut, aber Arbeit ist das alles so oder so, muss man sich keine Illusion machen. Sortieren, Einstellungen testen bis man zufrieden ist, ggf. Benennung der Dateien, Meta-Informationen per Hand einfügen usw.

Trotzdem ging das für mich sehr gut, weil man halt immer so einen Stapel von 50 Fotos einlegen kann. Der Scanner scannt das übrigens wirklich sehr schnell durch, ist sein Geld mMn. mehr als wert und wie gesagt: man kann ihn auch für seine gesamten Akten und Post gebrauchen (habe jetzt fast kein Papier mehr).
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Windwusel
Windwusel07.03.1912:48
Könnte man das nicht in einem Fotostudio machen lassen? Vermutlich nicht jedes aber grundsätzlich haben diese gute Ausstattung. Fragen kostet nichts und eine Probe gibt es bestimmt auch. Gegebenenfalls könnte auch ein Copyshop gute Geräte dazu haben.
„Meine  Hardware: MacBook Pro mit Touch Bar (15-inch, 2018), iPhone X, AirPods und Apple TV 4“
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ela07.03.1913:09
Einzugscanner wäre mir zu gefährlich - je nach Scanner und Reinigung/Wartung hast Du schnell Kratzspuren über den Bildern.
Im Grunde hilft da nur der Aufwand mit dem Flachbett-Scanner - oder abfotografieren (Repro), was je nach Zustand der Bilder und gewünschter Qualität sehr einfach oder sehr aufwendig werden kann (von hinlegen-und-draufhalten bis Aufbau mit flacher Tischplatte, saubere Glasplatte drüber, Lichtquelle(n) im richtigen Winkel und ggf. Polfilter auf der Kamera vom Stativ, ...)

Wenn man Spaß daran hat und etwas lernen möchte: selber machen, auch wenn es mehrere Tage dauert.
Wenn man andere Dinge zu tun hat: Dienstleister suchen.
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locoFlo
locoFlo07.03.1913:47
Hallo,

vielen Dank für die vielen praktischen Tipps und Vorschläge. Es sind tatsächlich alles Papierabzüge. Muss direkt mal nachforschen was aus den Negativen geworden ist . Die Qualität der Bilder ist meistens mittelprächtig (ich war nicht der Fotograf ) weswegen das Risiko eines Kratzers durch einen Scanner vernachlässigbar wäre. Aber die Idee mit dem Abfotografieren ist nicht schlecht, werde ich mal ausprobieren. Dienstleister kommt für die sehr privaten Fotos für mich ehrlich gesagt nicht in Frage.
Ich schaue auch noch mal welcher Laden in Berlin eventuell da hilfreich sein kann. Der Fotoladen meines Vertrauens Foto Hess macht das, allerdings auf sehr hohem Niveau mit Nachbearbeitung und so, da kommt man auf 3 Euro pro Bild.
Mal sehen, ich werde berichten.
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Wakko
Wakko07.03.1914:25
Falls Du die Negative findest, ich habe mal 300 Negative bei Saturn digitalisieren lassen und die CD mit den Bildern hat gerade mal 20€ gekostet.
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jens-ulrich
jens-ulrich07.03.1914:26
Scanner für den Heimgebrauch sind in meinen Augen heute kaum noch nötig, wenn es um das Scannen von Papier geht. Zum einen weil Firmen wie Canon bei ihren Einsteigermodellen, die sehr haltbar sind, nicht die nötigen Treiben für aktuelle Betriebssystem nachliefern und zum anderen weil fast jeder heute gutes Smartphone sein eigen nennt. Das iPhone "scannt" also fotografiert Zeitungen, Fotos oder Buchseiten schneller als jeder Scanner. Zudem kann man das iPhone auch für A3 oder noch größere Vorlagen benutzen.
Was braucht es dazu?
1. Das iPhone
2. Ausreichend Licht
3. Eine Gestell, auf dem das iPhone parallel zur Vorlage liegt. (Im aktuellen iOS wird dafür sogar eine Ausrichtungsanzeige eingeblendet, wenn man es unbedingt von Hand machen will/muss).
Für das passenden Gestell wird man bei Amazon & Co unter dem Stichwort "Stativ günstiger Dokumentenscanner" fündig oder man bastelt sich selbst etwas aus Pappe , Holz, Lego oder FischerTechnik.
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Oxymoron07.03.1915:01
Ich habe mir vor Jahren einen Epson Perfection V750 Pro zugelegt (Nachfolgemodell V850 Pro). Damit habe ich sehr gute Ergebnisse beim Einscannen von Abzügen/Sofortbildern, Negativen und Dias erzielt. In Sachen Einarbeitung muss ich mich den Anderen hier anschließen - dazu braucht es etwas Zeit, um die notwendige Erfahrung zu erwerben.

Z.B. kann man 12 Dias gleichzeitig scannen. Einen solchen Scan vorzubereiten dauert ein paar Minuten. Der eigentliche Scan, bei dem jedes Dia mehrfach mit sehr hoher Auflösung gescannt wird, dauert einige Stunden. Also startet man einen Scan abends, wenn man den Computer für nichts anderes mehr braucht und schaut sich das Ergebnis an, wenn man das nächste Mal am Computer sitzt.

Abzüge machen noch mehr Arbeit - die Schwarz/Weiß-Schätzchen meiner (Ur-)Großeltern müssen ganz anders behandelt werden wie Sofortbilder oder Farbabzüge. Dazu kommen dann noch andere Eigenschaften wie mattes oder glänzendes Fotopapier. Die müssen alle unterschiedlich vorbereitet und nachgearbeitet werden.

Wenn man es selber macht ist man flexibler und erhält am Ende die besten Ergebnisse. Die ganze Arbeit lohnt sich aber nur, wenn man sich für das Thema interessiert. Ansonsten ist ein SERIÖSER Dienstleister der bessere Weg. Den bin ich beim Digitalisieren der Super8-Filme meines Vaters gegangen, aber es hat doch einige Zeit gedauert, bis ich jemanden gefunden hatte, der mir jedes einzelne Bild der Filme in HD-Auflösung einzeln geliefert hat, so dass ich erst beim Schnitt festlegen musste, mit wie vielen Bildern/Sekunde die jeweilige Szene ursprünglich gedreht worden war. (Die fertigen Videos, die Billiganbieter in diesem Bereich liefern, lassen sich nicht ohne Qualitätsverlust schneiden und wenn man die Bildrate ändern muss, dann wird's wirklich gruslig.)
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Siganomas
Siganomas07.03.1915:20
Geplant habe ich ähnliches, werde meine Bilder aber zu digiscan.de schicken.
Dort habe ich schon einige VHS und Schallplatten digitalisieren lassen und war immer sehr zufrieden.
Die Preise finde ich auch OK, bei einem Foto wären das 30-70 Cent / Stück.

Allerdings fehlt mir die Zeit die erst mal alle zusammen zu suchen und irgendwie zu sortieren...
„Ich werde mich diesem verbrecherischen Missbrauch nicht beugen.“
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g_from_h
g_from_h07.03.1918:42
Ich habe vor einiger Zeit 700 Dias bei Mediafix einscannen lassen. Das war sehr komfortabel, da sie mit lokalen Photostudios zum Abgeben, Beraten und Abholen zusammenarbeiten. Es gibt mehrere Qualitätsstufen. Soweit ich weiß digitalisieren die aber fast Alles inkl. Papierphotos.

Auf Scanner kaufen und selber machen hatte ich persönlich keine Lust.
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locoFlo
locoFlo08.03.1922:05
Also für mich in meiner Situation (Papierabzüge, keine Dias, kein Bock private Bilder in fremde Hände zu geben) ist die beste Lösung scheinbar doch der eigene private Flachbettscanner. Dauert etwas, ca. 5 Bilder passen auf einmal aufs Glas, aber die Qualität stimmt. Das Gerät stand tief im Schrank versteckt, weil ich Dokumente aktuell "nur" mit dem iOS-Device abfotografiere.
Vielen vielen Dank für eure Tipps.
„Nobody dies as a virgin, life fucks us all. KC“
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Weia08.03.1922:16
jens-ulrich
Das iPhone "scannt" also fotografiert Zeitungen, Fotos oder Buchseiten schneller als jeder Scanner.
Die Qualität ist da aber nicht im entferntesten vergleichbar. Das reicht für pragmatische Dokumente, für mehr nicht.
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