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Roaming Netzwerk - gleicher Funkkanal?

promac11.11.1510:23
Hallo,

jetzt konnte ich endlich nach Wunsch mein Netzwerk so gestalten wie ich es mir vorstelle.
Aufbau wie hier im Thread schon beschrieben: hier >> >> und hier:

Jetzt aber mit dem Unterschied das ich 2 identische Airport Extreme (neuestes Modell - Wlan ac) verwende für mein Roaming Netzwerk (vorher eine neue und eine alte 4te Gen.)

Unten der Aufbau vom Airport Dienstprogramm als Bild.
KDG Kabelmodem (Brigde)
> Airport Extreme 1 (DHCP & NAT) >> AirMac
> Airport Extreme 2 (Bridge) >> AirMacK
Alles ist über LAN verbunden, die Express stellen nur AirPlay und kein Wlan zur Verfügung.

Soweit läuft alles nach meiner vollsten Zufriedenheit, WLAN ac mit Datenraten von knapp 90 MByte/s im Netzwerk sind schon mächtig.

Jetzt aber zu meinem eigentlichen Anliegen. Aufbau steht im freistehenden Haus (OG) mit nur 2 sehr schwachen WLAN Netzwerken von den Nachbarn. Bin also fast alleine auf meinen Funkkanälen.

Habe jetzt schon probiert und im Netz sehr viel recherchiert aber so richtig komme ich nicht auf einen wirklichen Nenner da doch immer wieder sehr widersprüchliche Aussagen zu lesen sind.

Sollen jetzt beide Funkbänder (2,4 und 5 GHz) auf die gleichen oder auf unterschiedliche Kanäle eingestellt werden? Sehr seltsam finde ich auch, wenn im Airport Dienstprogramm das 5 GHz Band (bei beiden Stationen) auf "automatisch" gestellt ist, das Programm den beiden Extreme Stationen die gleichen Funkkanäle zuweist (beide Kanal 100). Bei dem 2,4 GHz Band habe ich die Kanäle 6 und 11 manuell gewählt da ein Nachbar (wenn auch sehr schwach) auf Kanal 1 funkt.

Ich habe jetzt keine Probleme mit der Verbindung (läuft wirklich top) wollte aber mal beleg- und nachvollziehbare Infos über die Belegung der Funkkanäle im Roaming Netzwerk wissen.

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Kommentare

JackK11.11.1510:50
Da alles über LAN verbunden hast du ein WDS.
Da sollte, nach mein Wissen, alles gleich sein, SSID, Verschlüsselung und Funkkanal.

Was leider die Airports nicht beherschen ist zero hand-off.
Die Clients bleiben beim ersten Access-Point das die finden, hängen, egal wie schwach das Signal wird.

Da gibt es Geräte von anderen Hersteller die das (besser) können
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Marcel Bresink11.11.1511:00
JackK
Da alles über LAN verbunden hast du ein WDS.

Nein, genau im Gegenteil. Bei einem WDS wären die Stationen per WLAN verbunden. Apple unterstützt WDS nur auf alten Geräten mit 802.11b oder n.
JackK
Die Clients bleiben beim ersten Access-Point das die finden, hängen, egal wie schwach das Signal wird.

Auch das stimmt nicht. Deshalb unterstützt Apple ja ausdrücklich die Roaming-Funktion.

Zur ursprünglichen Frage: Die Verwendung unterschiedlicher Kanäle ist besser.
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steinb_i11.11.1511:01
Ich würde sagen: Auf keinen Fall den selben Funkkanal nehmen, denn dann stören sich deine Accesspoints gegenseitig. Ohne Zero-Handoff kooperieren die Accesspoints nicht!
Wenn die APs Zero-Handoff könnten wäre es wieder etwas anderes, da muss es der selbe channel sein. Leider hast du da mit den Airport Extreme nicht ganz die beste Wahl getroffen. Aber mal ehrlich: Mobility im Haus? Braucht man das?
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promac11.11.1511:10
JackK
Die Clients bleiben beim ersten Access-Point das die finden, hängen, egal wie schwach das Signal wird.

Komplett falsche Aussage, funktioniert sogar wunderbar. Wenn ich von einem Ende der Wohnung (ca. 14 Meter) zum anderen gehe wird bei ca. 80% Signalstärke (zur näheren Station) dann unterbrechungsfrei geswitcht.
Dieses wurde schon zigfach getestet (kontrolliert über Wifi Explorer).
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promac11.11.1511:19
steinb_i
Ich würde sagen: Auf keinen Fall den selben Funkkanal nehmen, denn dann stören sich deine Accesspoints gegenseitig. Ohne Zero-Handoff kooperieren die Accesspoints nicht!

Kannst du diese Aussage durch irgendwas belegen, denn genau so ist es derzeit konfiguriert und es funktioniert bestens ...
steinb_i
Leider hast du da mit den Airport Extreme nicht ganz die beste Wahl getroffen. Aber mal ehrlich: Mobility im Haus? Braucht man das?

Auch hier wieder, warum schlechte Wahl > funktioniert TOP !
Du brauchst vielleicht kein WLAN, ich hingegen schon > soll ich das MBPr immer mit angeschossenem LAN Kabel (und dann noch TB auf Ethernet Adapter) rumtragen ???

Also bei manchen Aussagen hier muss ich schon den Kopf schütteln ...
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JackK11.11.1511:19
gut, muss da teilweise zurück rudern.
die machen zero hand off.
Voraussetzung ist das die Geräte von der gleichen Generation sind und entsprechend konfiguriert.

Das hatte ich bei mir zu hause nicht, deswegen habe ich jetzt nur noch ein Airport express im Büro an der Musik-Anlage
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Marcel Bresink11.11.1511:25
steinb_i
Ohne Zero-Handoff kooperieren die Accesspoints nicht!
JackK
die machen zero hand off.

Auch das kann man so nicht stehen lassen. "Zero Handoff" ist ein proprietäres Verfahren der Firma Ubiquiti Networks. Außer denen benutzt das niemand. Andere Hersteller beherrschen dennoch Roaming.
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promac11.11.1511:26
Marcel Bresink
Zur ursprünglichen Frage: Die Verwendung unterschiedlicher Kanäle ist besser.

Ja Marcel, die Aussage habe ich im Netz immer wieder gelesen aber immer ohne genaue Angaben: wieso, weshalb, warum? Auch ist es verwunderlich das Apple selber (das ADP) bei Konfig "automatisch" auf die gleichen Kanäle switcht. Die Hardware kommuniziert doch untereinander und "spricht sich ab".
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Marcel Bresink11.11.1511:36
promac
wieso, weshalb, warum?

Weil dann nicht die Gefahr besteht, dass sich die Basisstationen gegenseitig stören, wenn sie zufällig gleichzeitig senden.
Auch ist es verwunderlich das Apple selber (das ADP) bei Konfig "automatisch" auf die gleichen Kanäle switcht.

Das könnte sich ändern, wenn man auf der "ersten" Basisstation massiven Datenverkehr erzeugt während man die zweite einschaltet.
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promac11.11.1513:42
Marcel Bresink
Das könnte sich ändern, wenn man auf der "ersten" Basisstation massiven Datenverkehr erzeugt während man die zweite einschaltet.

Muss ja nicht sein, ich kann sie ja manuell auf verschiedene Kanäle konfigurieren - je nach Gusto.

Wenn ich eine Station im 5 GHz Band auf die Kanäle 36 bis 48 manuell einstelle dann wird die andere im automatischen Modus auf Kanal 100 aufwärts eingestellt (alles schon getestet - Kanal über 48 geht händisch ja nicht). Ich lasse es jetzt mal so wie es ist (beide auf Kanal 100 im 5 GHz Band - verwende eigentlich nur dieses) und beobachte ob irgendwelche seltsame Dinge auftreten. Wenn ja dann switche ich manuell auf unterschiedliche Kanäle. Bin eigentlich immer nur mit einem Device (MBP) im Wlan 5 GHz eingeloggt, mit dem alten iP 5 nur im 2,4 GHz Band. Somit gibt es da nichts was mir derzeit "gleichzeitig" in die Quere kommen könnte.

Und wie schon gesagt, die Übergabe von einer Station auf die andere funktioniert überragend und völlig ohne Aussetzer (getestet mit iTunes und Radio Stream (über AirPlay) wie auch mit Dateiübertragung im Netzwerk), genau so wie es beabsichtigt war.
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caMpi
caMpi11.11.1514:09
Bei Roamingnetzen wird empfohlen, unterschiedliche Kanäle zu verwenden.
Denn im Endeffekt hast du ja zwei unabhängige Funknetzwerke, die erstmal nichts miteinander zu tun haben (unabhängig vom Kabel-LAN hinten dran). Diese können sich gegenseitig stören, wenn ihre Kanäle überlagern. Genauso, wie ein Funknetzwerk eines Nachbarn stören kann, oder die Strahlung einer Mikrowelle, DECT, etc. stören kann.
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Legoman
Legoman11.11.1514:25
promac
Marcel Bresink
Zur ursprünglichen Frage: Die Verwendung unterschiedlicher Kanäle ist besser.

Ja Marcel, die Aussage habe ich im Netz immer wieder gelesen aber immer ohne genaue Angaben: wieso, weshalb, warum?

Das ist simpelste Funktechnik. Das war schon beim CB-Funk so. 2 Stationen, die auf dem gleichen Kanal funken, bügeln sich gegenseitig weg.
Auf digitaler Ebene "kämpfen" dann beide Stationen um jedes Bit.

Meine Fritzbox steht auch auf "automatisch" - und sie nimmt immer automatisch den gleichen Kanal wie meine 3 Nachbarn. Da sollte man dann öfter mal reingucken (oder mit einer Software wie inssider) und manuell einen freien Kanal wählen, der möglichst weit weg von allen anderen ist.
Gleiches gilt auch, wenn man selbst mehrere Router mit gleicher SSID hat!
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promac11.11.1514:49
@Alle

Habe es jetzt manuell umgestellt:

Station 1 >> 2,4 GHz - Kanal 11 // 5 GHz - Kanal 44
Station 2 >> 2,4 GHz - Kanal 06 // 5 GHz - Kanal 100 (wurde im Auto Modus zugewiesen)

Werde testen/beobachten und bei Problemen/Schwierigkeiten wieder berichten.
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steinb_i11.11.1515:05
promac
steinb_i
Ich würde sagen: Auf keinen Fall den selben Funkkanal nehmen, denn dann stören sich deine Accesspoints gegenseitig. Ohne Zero-Handoff kooperieren die Accesspoints nicht!

Kannst du diese Aussage durch irgendwas belegen, denn genau so ist es derzeit konfiguriert und es funktioniert bestens ...
Das kann ja sein dass das funktioniert, aber ich gebe dir mal ein einfaches Beispiel warum das schlecht ist: Du hast ein Broadcast Paket und an jedem deiner Netze hängt ein Client. Jetzt werden beide deiner Accesspoints das Paket empfangen und versuchen es zu Senden. Einer ist früher dran, der andere muss warten bis das Paket versand wurde. Noch schlimmer wenn die Reichweite zu klein ist und die beiden APs sich nicht "hören" können. Dann versuchen sie sogar gleichzeitig zu senden und ein Client der dazwischen liegt sieht nur Mist. Das Paket muss dann nochmal gesendet werden. Hast du zwei unterschiedliche Frequenzen, dann passiert das nicht, denn beide können parallel senden.
promac
steinb_i
Leider hast du da mit den Airport Extreme nicht ganz die beste Wahl getroffen. Aber mal ehrlich: Mobility im Haus? Braucht man das?
Auch hier wieder, warum schlechte Wahl > funktioniert TOP !
Du brauchst vielleicht kein WLAN, ich hingegen schon > soll ich das MBPr immer mit angeschossenem LAN Kabel (und dann noch TB auf Ethernet Adapter) rumtragen ???

Also bei manchen Aussagen hier muss ich schon den Kopf schütteln ...
Schlechte Wahl deswegen, weil du ein Gerät gekauft hast was nicht für eine "professionelle" Umgebung (mit Roaming, Handover, Management, etc.) gedacht ist. Das ist ein Consumer-Gerät. Das ist nicht schlecht, sondern einfach für was anderes gebaut. Aber scheinbar habe ich die Extreme ja doch unterschätzt, wenn sie Handover kann.

Ansonsten hast du mich völlig missverstanden. Natürlich braucht man WLAN. Mit mobility meine ich: Braucht man die Fähigkeit mit einem Gerät durch die Räume zuhause zu laufen während die laufenden Verbindungen unterbrechungsfrei! und latenzfrei! (weil das ist das was man bei handover macht!) zwischen den Accesspoints roamen? Ich sehe da ehrlich gesagt eher selten einen use-case der das verlangt.
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Legoman
Legoman11.11.1515:09
Na klar - man muss doch aufs Display glotzen, während man durchs Haus, über den Hof, die Straße runter und bis zur Bahn läuft. Unterbrechungsfreies Streaming für die Heerscharen von Handy-Zombies, die ich immer blind durch die Gegend stolpern sehe...
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steinb_i11.11.1515:19
Selbst beim streaming ist es egal, weil da ja gebuffert wird. Es geht hier nur um Echtzeitanwendungen wie z.B. VoIP die ein problem haben wenn sich der client neu an einer Station anmelden muss. Mit Handoff fällt das weg, weil der Client nur einen Accesspoint sehen kann. Man muss sich das von Clientseite so vorstellen wie ein AP mit mehreren Antennen die über das Gebäude verteilt sind.
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promac11.11.1515:23
steinb_i
... Braucht man die Fähigkeit mit einem Gerät durch die Räume zuhause zu laufen während die laufenden Verbindungen unterbrechungsfrei! und latenzfrei! (weil das ist das was man bei handover macht!) zwischen den Accesspoints roamen? Ich sehe da ehrlich gesagt eher selten einen use-case der das verlangt.

Dachte ich auch, ist aber sehr angenehm wenn es bei FaceTime Calls, YT Videos und AirPlay Streams keine Unterbrechungen/Aussetzer gibt. Mache ich nicht dauernd und schon gar nicht professionell, kommt aber ab und an immer mal wieder vor das ich mobil im Hause bei solchen Anwendungen unterwegs bin. Funktionierte vorher nicht sauber da ich 2 unterschiedliche Extreme Stationen hatte, eine mit 450 Mbit (4te Gen) und die aktuelle mit 1.300 Mbit, dementsprechend auch 3 unterschiedliche Netzwerknamen (um zwischen den verschiedenen Bändern umschalten zu können).

Jetzt ist es genau so wie ich es wollte, nur noch 2 Bänder und das kpl. Haus (EG + OG inkl. Garten) ist mit Wlan abgedeckt. Da hier immer wieder Fragen diesbezüglich auftauchen (WLAN für kpl. Häuser mit mehreren Stockwerken) wollte ich mal meine Erfahrungen mitteilen. Wenn dann also: Roaming Netzwerk (über LAN verbunden) mit "identischen" AP/Routern, dann klappts auch mit dem Wlan im Hause ...
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steinb_i11.11.1515:40
Also so pauschal kann man das wohl nicht sagen. Dass das mit identischen Airports geht wundert mich zwar, aber ist schön. Die kann man also dafür nutzen. Das wird aber sicher nicht für alle Hersteller gelten und vermutlich auch nicht für alle Clients im Netzwerk.
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Legoman
Legoman11.11.1516:19
Ich hab für Schwiegervaters Haus 3 FritzBox 4170 gekauft. Klar, es gibt bessere AP - aber Preis und Leistung harmonieren gut mit dem angestrebten Zweck (iphone, ipad, Fernseher etc. über WLAN und LAN, keine Nachbarn, keine irre großen Datenströme). In jeder Etage steht eine Box, untereinander sind sie mittels Strom-LAN verbunden (geht nicht anders). Alle haben die gleiche SSID und das gleiche Kennwort. Das Netzwerk funktioniert hervorragend. Einrichtung der ersten Box war ein wenig kniffelig (AVM ist echt geizig, was mitgelieferte Anleitungen angeht und online muss man erstmal das passende finden), aber jetzt läuft alles super.
Ob ich jetzt allerdings unterbrechungsfrei voipinieren kann (gibts da schon ein passendes Verb?), hab ich mangels Gelegenheit noch nicht getestet.

Hauptbox und Router ist übrigens ein LTE-Speedport - und der arbeitet gut mit den Fritzen zusammen. An diesem hängt auch der Strom-LAN-Sender, an den 3 Fritzboxen hängt jeweils ein Empfänger.
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promac11.11.1516:30
steinb_i
... Dass das mit identischen Airports geht wundert mich zwar, aber ist schön. Die kann man also dafür nutzen.

Da hier ja ein Mac Forum ist gilt die Info in erster Linie an alle Apple Hardware Nutzer von TC/Extreme/Express. Die zweite große Fraktion dürften dann wohl die Fritzbox Nutzer sein, ob es bei AVM auch so einfach und zuverlässig funktioniert kann ich nicht beurteilen. Was ich allerdings im Bekanntenkreis immer wieder feststelle ist, das ein "Mischbetrieb" mit Fritzbox und Apple Hardware nirgends sauber läuft. Von der Kombination kann ich nur dringend abraten!
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Remigius11.11.1516:35
Eine sehr gute Frage und ein ebenso gutes Thema. Und hier zeigt sich leider auch, dass die ganzen Hersteller dem Anwender immer unterschwellig vermittelt haben, wie einfach doch WLAN ist. Das ist es jedoch ganz im Gegenteil. Ein wirklich sauberes WLAN ist mittlerweile nur noch sehr schwer zu erstellen, besonders in Ballungsgebieten.

Grundsätzlich gilt: Zwei Sender (Access Points) dürfen in unmittelbarer Nähe niemals auf dem gleichen Kanal funken! Und dabei ist es egal, ob der Sender im selben LAN/WLAN hängt oder ob es der Access Point vom Nachbarn ist. Man muß hier mittlerweile jedoch (LEIDER!) Kompromisse eingehen, wenn sich besonders viele Access Points in der Nähe befinden. Optimalerweise sollte der Abstand (gemessen ab Access Point) zum nächsten Sender -80 bis -85dB betragen, dann kann man auf dem selben Kanal funken.

Die Sache wird aber leider noch komplexer, zum Einen wenn man den Standard berücksichtigt (a, b, g, oder n) und wenn man auf die Frequenz achtet:

Im 2,4GHz Bereich sind in Europa 13 Kanäle zugelassen. Netterweise überlappen sich diese sodass unter 802.11b 4 Kanäle zur überlappungsfreien Trennung verwendet werden müssen. Anders ausgedrückt: In unmittelbarer Nähe sind also nur die Kanäle 1, 6 und 11 nutzbar. Wenn man nun "b" deaktiviert und bspw. nur g oder n verwendet, so reicht eine Trennung von 3 Kanälen, also dann 1, 5, 9 und 13. Leider kann man bei den Apple AP's b nicht mehr gesondert abschalten (bei den alten Airport Extremes ging das noch). Da derzeit noch immer 95% aller Consumer-AP's ebenfalls unter "b" senden, kann man sich eigentlich nur wundern, dass in Ballungsgebieten überhaupt noch Daten über WLAN rutschen. Das zweite Problem ist die Sendeleistung. Die "netten" Hersteller wollten die Technologie für die unbedarften Anwender natürlich so benutzerfreundlich wie möglich gestalten und haben über eine extrem lange Zeit alle AP's mit 100% Sendeleistung ab Werk ausgestattet. In vielen Wohnungen würde aber eine Sendeleistung von 25-50% locker ausreichen. Dadurch verseuche ich zum Einen nicht meine Umgebung und zum Anderen decke ich tatsächlich nur den Bereich in meinen 4 Wänden ab, den ich ja auch eigentlich abgedeckt haben will. Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, gibt es dann noch die Kanalbündelung, die ebenfalls bei vielen Herstellern ab Werk eingeschaltet ist. Dadurch "verplempert" dann ein AP gleich zwei der maximal 3 (4) nutzbaren Kanäle für sich, egoistischer und verschwenderischer geht es kaum.

Im 5GHz Bereich kann man zum Glück alle angebotenen Kanäle überlappungsfrei nutzen. Hier gibt es aber wieder andere Themen zu beachten:
5GHz ist kurzwelliger, hat dadurch zwar eine kürzere Latenzzeit, wird dadurch aber durch Wände o.ä. viel schneller abgeschwächt. 5GHz spielt seinen größten Nutzen also in unmittelbarer Nähe aus. Wer auf Reichweite angewiesen ist sollte 2,4GHz nutzen. Ein weiteres Problem ist aber, dass nur die 2-stelligen Kanäle eine kontinuierliche Leistung abgeben, alle Kanäle im 3-stelligen Bereich arbeiten im Radarbereich und müssen, laut Gesetz, daher immer auch lauschen, ob sie etwas stören könnten. In dem Moment können AP's, die bspw. auf Kanal 100 senden, ihre Leistung reduzieren oder gar den Betrieb kurzzeitig einstellen. Das bedeutet jetzt nicht, dass dies zwangsweise passieren muss, aber die Möglichkeit besteht. Beide Kanal-"Gruppen" (ich nenne das jetzt mal so, ist schon etwas komplexer) haben ihre Vor- und Nachteile. Die 2-stelligen Kanäle dürfen kontinuierlich mit der gesetzmäßig maximalen Sendeleistung senden. Dies ist in Deutschland 100mW. Im n- oder ac-Betrieb sind das aber 3 Antennen, also maximal 33mW pro Antenne. Im 3-stelligen Kanalbereich darf die Sendeleistung höher sein, da diese auch für den Aussenbetrieb gedacht ist. Hier kommt man also ggf. auf eine höhere Reichweite, muss aber ggf. ebenfalls mit "Aussetzern" rechnen, falls der AP beim Lauschen etwas entdeckt und sich reduzieren muss.

Das ist jetzt alles stark vereinfacht dargestellt, sollte aber eigentlich auch nur unterstreichen, dass WLAN alles andere als eine "kann jeder benutzen"-Consumer-Technologie darstellt. Denn der letzte Punkt ist die Positionierung, weshalb ich eigentlich diese Fritzboxen nicht mag, da sie fast immer an Orte platziert werden (designgemäß), wo WLAN auf gar keinen Fall ausgesendet werden sollte, wenn es denn effizient genutzt werden soll (dann wundert es mich auch nicht mehr, wenn bei diesen die Sendeleistung auf 100% steht).
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blubblablax
blubblablax11.11.1516:36
promac
@Alle

Habe es jetzt manuell umgestellt:

Station 1 >> 2,4 GHz - Kanal 11 // 5 GHz - Kanal 44
Station 2 >> 2,4 GHz - Kanal 06 // 5 GHz - Kanal 100 (wurde im Auto Modus zugewiesen)

Werde testen/beobachten und bei Problemen/Schwierigkeiten wieder berichten.
Das macht so auf jeden Fall Sinn. Der Client sucht sich automatisch den stärkeren AP, solange beide die gleiche SSID besitzen.

Ich kann aber an dieser Stelle auch erläutern, warum in IEEE802.11 der Betrieb mehrerer Basisstationen auf dem gleichen Kanal (in Reichweite) in der Praxis recht gut funktioniert. Das Stichwort (für Google) ist RTS/CTS. Um zu vermeiden, dass mehrere Sender (APs und/oder Clients) sich auf dem Kanal in die Quere kommen, wird die Sendephase mit einer kurzen Anfrage (Request to Send) eingeleitet, die vom AP mit Clear to Send beantwortet wird. Alle WIFI-Geräte in Reichweite (des AP) bekommen diesen Austausch mit und sehen von einem Sendevorgang ab.

Lustigerweise funktioniert es besser mit mehreren APs auf dem gleichen Kanal als auf direkten Nachbarkanälen (Stichwort: Interferenz).
„|-o-| <o> |-o-| ...The force is strong with this one...“
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Remigius11.11.1516:42
Nachtrag:
Für ein sauberes und mit guten Latenzzeiten ausgestattetes Netzwerk sind übrigens Repeater der Albtraum. Jeder Repeater im WLAN reduziert die WLAN-Bandbreite um 50%! Wenn man nun bedenkt, dass 802.11g ein Brutto-Datendurchsatz von 54MBit haben, somit Netto auf ca. 25-28MBit kommen, so sind es hinter dem Repeater bereits nur noch 12-14MBit (und dabei ausgehend von maximaler Empfangsrate!). Ist der Repeater von (s)einem Access Point entsprechend weit entfernt, so kann es sein das beim Empfänger nur noch 2-5MBit Nutzdaten(!) ankommen. Damit hält die Werbung zwar ihr Versprechen "WLAN überall" oder "WLAN im ganzen Haus", aber zu welchem (Datendruchsatzverlust-) Preis?
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David_B
David_B11.11.1516:51
Na klar funktioniert das. Dadurch sinkt aber der Durchsatz.
In einem Netz, in dem nahezu nichts los ist, wird man das jedoch nicht so doll merken.
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Legoman
Legoman12.11.1509:04
Da buchen Leute ne 100 MBit Leitung - und wundern sich, warum am Gerät nichts davon ankommt. Wenn man 4 repeater im Haus hängen hat, sollte man sich nicht wundern...
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promac12.11.1509:19
Legoman
Wenn man 4 repeater im Haus hängen hat, sollte man sich nicht wundern...

Aus diesem Grund immer ein Roaming Netzwerk >> Apple:

Dieses bietet den besten Durchsatz zwischen den Basisstationen und Ihren WLAN-Geräten.

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