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NAS - Spotlight Indizierung unter Mojave läuft einfch nicht...

Oceanbeat
Oceanbeat15.01.1919:30
Moin,

Ich habe hier eine Synology DS218+ als Fileserver für den iMac unter Mojave angeschafft. Diese läuft als RAID 1 und ist per Kabel an den Mac angeschlossen. Darauf befinden sich tausende von Kundendaten völlig unsortiert in Ordnern. Als Protokoll läuft SMB. Da ich nur über unseren IT-Mann Zugriff habe, hat dieser auf einen Hinweis von mir zusätzlich den AFP-Dienst mit dem DiskStation Manager aktiviert um eine Spotlightsuche zu ermöglichen.

Was soll ich sagen - es läuft nicht. Wie kann ich Spotlight davon überzeugen, diese Platte zu indizieren?
Über Command + F wird auch nichts gefunden. Ich kann es kaum glauben. So ist die Synology für mich komplett nutzlos. Ich kann so nicht arbeiten!!!
„Wenn der Herbst seine morbide Pellerine über die Vorgärten wirft...“
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Kommentare

MikeMuc15.01.1920:06
Frag deinen IT-Mann. Als IT-Mann ist es seine Aufgabe für dich das Problem zu lösen
Wenn er das nicht kann, schock ihn in die Wüste. Er ist dann fehl am Platz
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PaulMuadDib15.01.1920:19
MikeMuc
Frag deinen IT-Mann. Als IT-Mann ist es seine Aufgabe für dich das Problem zu lösen
Wenn er das nicht kann, schock ihn in die Wüste. Er ist dann fehl am Platz
Nun, dazu müsste sich das Problem überhaupt lösen lassen.

Synology schreibt das:
Synology
Verwenden Sie Finder, um innerhalb der angehängten Ordner zu suchen. Mit Spotlight auf dem Mac-Desktop können Sie nur lokale Dateien durchsuchen.
Unter Mac OS X 10.9 und späteren Versionen unterstützt Finder das Suchen in angehängten Ordnern nach Tagname und -kategorie.



Aber vielleicht habe ich ja an der falschen Stelle gesucht …
+1
Marcel Bresink15.01.1920:26
Oceanbeat
Wie kann ich Spotlight davon überzeugen, diese Platte zu indizieren?

Überhaupt nicht. Die Architektur von Spotlight erfordert es, dass der File Server selbst (hier also das NAS) die Index-Datenbanken aufbaut und ständig aktualisiert. Dazu müsste Synology den Dienst "Spotlight Server" nach den Vorgaben von Apple in das eigene Betriebssystem DSM integrieren.
+3
mistamilla
mistamilla15.01.1921:16
Aus der Knowledgebase von Synology:

To search file contents via Finder:
After folders are fully indexed and then mounted on your Mac computer, you can use Finder to search for contents of the contained files.

Go to Universal Search > Preferences > File Indexing > Indexed Folder List > Create to index specific folders and contained files by file type.
Click OK to perform indexing.

Mount the indexed folders to your Mac computer.
On your Mac computer, click the desired mounted folder on the left panel of Finder, and use Finder to search contents of the contained files.



Edit: Oh, PaulMuadDib war schneller. Habe den Link nicht gesehen.
„ITZA GOOTZIE“
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Marcel_75@work
Marcel_75@work15.01.1922:18
Das funktioniert unter DSM schon seit einiger Zeit mittels einer speziellen Option von „Universal Search“, völlig unabhängig davon, ob man den Share des NAS per SMB oder AFP ‚anzapft‘.

Es gab damit lange viele ärgerliche Probleme, aber seit einigen Monaten hat Synology nachgebessert und mittlerweile funktioniert das tatsächlich zuverlässig und stabil. 👍🏻
+2
PaulMuadDib16.01.1906:03
Und dieses „Universal Search“ stellt einen Soptöight-Index zur Verfügung? Oder wie soll das gehen? Und wie ist das mit dem Windows-Indexdienst?
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Marcel_75@work
Marcel_75@work16.01.1907:47
Der Share des NAS wird nicht per Spotlight (cmd + Space) durchsucht sondern per klassischer Suche (cmd + F).

Natürlich hat dieser „Universal Search Index“ auf dem NAS einige Einschränkungen gegenüber einem echten „Spotlight Index“ auf einem Mac-Server (ich glaube Spotlight erkennt z.B. noch wesentlich mehr Arten von Metadaten) …

Aber der Speed ist mittlerweile ganz ok (im Prinzip zu vergleichen mit dem kostenfreien „EasyFind“), und bisher konnte ich alles problemlos finden, was ich gesucht hatte.
+1
Oceanbeat
Oceanbeat16.01.1909:00
Herzlichen Dank erstmal für eure Antworten. Also muß die Indizierung zunächst innerhalb vom DSM erfolgen um anschließend die betreffenden Ordner auf dem Desktop zu mounten - habe verstanden.

Weshalb die Architektur von Spotlight einen Unterschied zwischen Dateien macht, welche sich auf einem NAS befinden und Daten die auf einer normal angeschlossenen Festplatte liegen, verstehe ich leider nicht. Die Dateien liegen dort ja frei und mit allen Rechten ausgestattet nur herum. Muss man wohl so akzeptieren. Ich hoffe nur, dass die Indexierung vom NAS dann wenigstens automatisch weiterläuft, da sich der Datenbestand ja ständig verändert.

Zusatzfrage: Gibt es denn Ersatzweise ein Indizierungstool für Mojave...?
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haio16.01.1909:22
Spotlight funktioniert nicht, wegen der speziellen Formatierung von NAS-Laufwerken.
Nimm EasyFind:
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Marcel Bresink16.01.1909:24
Oceanbeat
Also muß die Indizierung zunächst innerhalb vom DSM erfolgen um anschließend die betreffenden Ordner auf dem Desktop zu mounten

Nicht ganz. Die Indexierung muss "live und kontinuierlich" erfolgen, sonst ist es kein Spotlight. Ob Volumes irgendwann gemountet werden, spielt überhaupt keine Rolle.
Oceanbeat
Weshalb die Architektur von Spotlight einen Unterschied zwischen Dateien macht, welche sich auf einem NAS befinden und Daten die auf einer normal angeschlossenen Festplatte liegen, verstehe ich leider nicht.

Das ist ganz einfach zu verstehen: Angenommen, Computer A hätte eine Textdatei auf dem NAS erstellt und würde sie tatsächlich selbst indexieren. Nun ändert Computer B ein Wort in dieser Datei. Wie soll A nun mitgeteilt bekommen, dass der Index für die Datei neu erstellt werden muss? Und was ist mit den Computern B, C und D, die ebenso Zugriff auf das NAS haben? Wie würden diese Computer untereinander vereinbaren, wer den Index aktualisieren soll, ohne dass sie sich gegenseitig behindern? Das alles wäre in der Praxis nicht handhabbar.

Spotlight funktioniert nur dann, wenn derjenige Computer, der die Daten beherbergt, alle Änderungen an allen Dateien überwacht und dies sofort im Index berücksichtigt. Das kann erst einmal nur das NAS selbst.

In der ursprünglichen Version von Spotlight in Mac OS X 10.4 war der Zugriff auf das Netzwerk grundsätzlich unmöglich. Ein Jahr später hat Apple dann den Dienst "Spotlight Server" eingeführt, der Bestandteil von Mac OS X Server war. Nur wenige fremde High-End-Anbieter haben diese Technik jedoch in ihre eigenen File Server übernommen.
+2
Megaseppl16.01.1911:33
Oceanbeat
Weshalb die Architektur von Spotlight einen Unterschied zwischen Dateien macht, welche sich auf einem NAS befinden und Daten die auf einer normal angeschlossenen Festplatte liegen, verstehe ich leider nicht. Die Dateien liegen dort ja frei und mit allen Rechten ausgestattet nur herum. Muss man wohl so akzeptieren. Ich hoffe nur, dass die Indexierung vom NAS dann wenigstens automatisch weiterläuft, da sich der Datenbestand ja ständig verändert.
Das Konzept dass dies der Server macht ist richtig und gut. Ansonsten müsste jeder Client einen separaten Index erstellen, im Zweifel alle indizierbaren Dateien lesen... gerade bei einer NAS würde dies enorme Zugriffe mit sich bringen.
Eine NAS ist eben keine lokal angeschlossene Festplatte sondern eben genau das was der Name aussagt: Ein Datenspeicher im Netzwerk - und auf diesen greifen naturgemäß mehr als ein Client zu.

Aus meiner Erfahrung läuft die Infizierung mittlerweile gut. Ich verwende sie z.B. für mein Dokumentenarchiv (eingescannte OCR-Dokumente). Die Inhalte lassen sich gut und schnell wiederfinden.
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Oceanbeat
Oceanbeat16.01.1913:06
Jetzt habe ich es auch begriffen - vielen lieben Dank für eure Aufklärung! Geiles Forum hier - binnen 24 Stunden alles aufgeklärt
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verstaerker
verstaerker16.01.1919:11
ja das hatte mich anfangs auch genervt mit m NAS... aber es ist wie's ist

easyFind oder FindAnyFile helfen

je nach NAS ist halt auch ne brauchbare Suchfunktion integriert
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Bozol
Bozol17.01.1923:52
Oceanbeat

Schau Dir mal DEVONSphere Express an.
Ich suche damit auf meinem NAS wie mit Spotlight, und es aktualisiert seine Daten auf Wunsch auch automatisch.
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Oceanbeat
Oceanbeat18.01.1908:34
Interessanter Tipp - Danke, werde ich mal ausprobieren.
„Wenn der Herbst seine morbide Pellerine über die Vorgärten wirft...“
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steve.it18.01.1909:34
Bozol
Oceanbeat

Schau Dir mal DEVONSphere Express an.
Ich suche damit auf meinem NAS wie mit Spotlight, und es aktualisiert seine Daten auf Wunsch auch automatisch.
Das ist keine "saubere" Lösung, da hier wohl auch der Client den Index aufbaut (und nicht der Server/NAS). Eigentlich ist das sogar Murks. Siehe Beitrag von Marcel Bresink!
Wenn du natürlich nur mit einem Mac auf das NAS zugreifst, dann mag das dennoch passen.


Allgemein:
In Samba ist die Spotlight-Indizierung über den Gnome Tracker vorgesehen. Das ist suboptimal und beim Samba-Team fehlt es offenbar auch an Ressourcen, um hier größere Sprünge bei dem Thema zu machen. Mir ist auch nicht bekannt, dass Apple bei Samba in irgendeiner Form beisteuert. Die Vfs_fruit Geschichte scheint dennoch mittlerweile weit fortgeschritten zu sein, mit der die Apple-Besonderheiten in SMB "abgefangen" werden. AFAIK findet das bei Synology aber noch keinen Einsatz (bin mir aber nicht sicher; habe selber kein Synology). Dafür scheint Synology beim Thema Spotlight weiter zu sein (man muss natürlich die entsprechenden Ordner etc. vom Synology NAS aus indizieren lassen => Einstellungen) und nutzt etwas anderes als Gnome Tracker. Ich meine mal gelesen zu haben, dass es SOLR ist. Dazu gibt es auch eine Samba Präsentation, in der nur NAS-Vendor steht (könnte natürlich auch QNAP gemeint sein, wobei ich nicht weiß, wie deren Status ist).
+1
Papierlos
Papierlos18.01.1909:43
steve.it
Das ist keine "saubere" Lösung, da hier wohl auch der Client den Index aufbaut (und nicht der Server/NAS). Eigentlich ist das sogar Murks. Siehe Beitrag von Marcel Bresink!
Wenn du natürlich nur mit einem Mac auf das NAS zugreifst, dann mag das dennoch passen.
Ok, den Teil mit Samba habe ich nicht ganz verstanden, aber...

Ich nutze eine ähnliche Lösung wie Oceanbeat, nur Devonthink Office Pro statt Devonsphere Express. Über DT kann ich die Dateien auf einem Synology-Laufwerk indizieren. Für DT wird auf dem Client ein Spotlight-Index angelegt. Mit DT selbst oder mit HoudahSpot kann ich das dann ganz hervorragend durchsuchen. Ich nutze das aber nur für kleine Datenmengen, da ich ohnehin fast alle Dokumente in DT habe.
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