Forum>Hardware>HD-Lebensdauer: Faktoren und Empfehlungen?

HD-Lebensdauer: Faktoren und Empfehlungen?

Weia
Weia07.09.1902:05
Hallo allerseits,

ich würde gerne für Backup-Zwecke mehrere 4TB-HDs kaufen und frage mich, nachdem da mittlerweile meist zwischen Desktop-, Server- und NAS-Typen differenziert wird, welche für meine Zwecke am geeignetsten sind.

Hintergrund meiner Frage: Ich hatte früher in meinen Classic Mac Pros für lange Zeit mehrere Festplatten und die gleichen Festplatten als Backup in externen Gehäusen des Typs Pleiades:



Das sind passiv gekühlte Gehäuse (sprich: kein Lüfter) aus Aluminium, die senkrecht betrieben werden.

Meine erstaunliche Erfahrung war nun, dass alle Festplatten in den Pleiades-Gehäusen irgendwann (nach ca. 3-5 Jahren) den mechanischen Geist aufgaben (Klacken, kein Hochlaufen etc.), während die jeweils baugleichen Modelle in den Mac Pros munter & problemlos weiterliefen (manche 11 Jahre alt, ehe sie gegen SSDs ausgemustert wurden, obwohl sie noch tadellos funktionierten).

In dieser Häufung ist ein Zufall ja nicht sonderlich wahrscheinlich, ich rätsle aber, was die Ursache war, zumal die Platten ja viel seltener benutzt wurden (manche nur alle paar Wochen für unter einer Stunde). Mögliche Ursachen, die mir einfielen:
  • schlechtere Kühlung (keine Lüfter)
  • senkrechter Betrieb
  • selten eingeschaltet (vermeintlich schonend, aber vielleicht in Wahrheit ja das Gegenteil?)

Meine beiden Fragen wären nun:
  • Weiß jemand, ob eine der genannten möglichen Ursachen am wahrscheinlichsten ist?
  • Gegeben, dass ich die Gehäuse weiter benutzen will, welcher der drei Festplattentypen (Desktop, Server, NAS) hätte wohl die größten Überlebenschancen? (Da das alles nur Klone zusätzlich zu einem Time-Machine-Backup sind, werden sie wie gesagt eher selten und dann nur kurz in Betrieb genommen, um ein Update des Klons zu machen.)

(Wenn das ratsam ist, könnte ich die Gehäuse wohl waagrecht positionieren.)

Danke im Voraus für Tipps & Erfahrungen!
0

Kommentare

My2Cent07.09.1908:51
Wenn du Wert auf Ausfallschutz legst, dann rate ich zur Speicherung auf einem HD-Verbund (RAID1, RAID5 usw.). Dann hat der Ausfall einer Einzelnen HD keine negativen Folgen.
Bei der Ausfallsicherheit von HDs handelt es sich um Wahrscheinlichkeiten.
Niemand kann konkret voraussagen, wann es passiert.
0
Heinz-Jörg Wurzbacher
Heinz-Jörg Wurzbacher07.09.1909:22
Ich hatte von diesen Pleiades-Einzelgehäusen auch jahrelang mehrere im Einsatz. Dabei trat das Problem auf, dass es unterschiedliche Firmware-Versionen gab (die Gehäuse wurden nicht zeitgleich gekauft). Beim Updaten gab es oft Probleme - teilweise ging es nicht am Mac, sondern nur an Windows. Darin eingebaute Festplatten liefen bei mir regelmäßig, da ich vieles ausgelagert hatte (Musik, unbearbeitete Fotos, bearbeitete Fotos, etc.). Damals tauschte ich die Platten oft aus, da ich mir immer größere kaufte (2-3 Platten verschiedener Hersteller starben auch zwischendurch den Heldentod innerhalb der Garantiezeit und wurden erfolgreich reklamiert). Dabei gab es das Problem, dass z.B. zwei Gehäuse - obwohl angeblich für 4TB geeignet - nur mit max. 2 TB liefen. Daraufhin stellte ich auf die Taurus-Raidgehäuse (USB2 bzw. 3) vom gleichen Hersteller um und nutzte sie als Raid1. Im Regelbetrieb der Taurus stellte sich der Lüfter als Schwachstelle heraus - er war relativ laut, und infolge Dauerbetriebs war er ständig mit Staub zugesetzt. Die Lüfter tauschte ich gegen leise Versionen aus, und alle 3 Monate wurden die Lüfter grundgereinigt. Das nervt natürlich auf Dauer. Zusätzlich gibt es immer wieder das Problem, dass sich die Gehäuse immer wieder mal am Mac abmelden. Auch in den Taurus-Raidgehäusen starben zwei Platten und wurden problemlos ausgetauscht. Seit 2 Jahren habe ich zusätzlich eine Synology mit 2x 8TB (Raid1), kürzlich habe ich ein neues Raidgehäuse (Icybox, USB3) mit 2x 2TB SSD (Samsung 860 EVO) in Betrieb genommen, auf dem meine Libraries von Fotos, Aperture und Lightroom ausgelagert sind. Von den Pleiades/Taurus-Gehäusen werden ich mich in der nächsten Zeit gänzlich verabschieden.
0
Papierlos
Papierlos07.09.1909:30
Ich drücke mich mal bewußt untechnisch aus: Könnte es sein, dass der Einschaltvorgang der Gehäuse nicht so schonend für die Festplatten abläuft wie im Mac?
+1
Schnitter
Schnitter07.09.1909:42
Ich würde ein Desktop-Modell nehmen, das nur mit 5400rpm dreht. Also ne Barracuda (ohne pro) oder ne WD blue WD40EZRZ. Oft spielt bei Festplatten für die Haltbarkeit eher eine Rolle, ob sie für Verkauf/Versand vernünftig verpackt wurden und dass man sie beim Einbau und bei Verwendung vorsichtig behandelt. Der Rest ist Schicksal...
„Jeder ist ein Planet und wird von einem Menschen bewohnt.“
+2
Weia
Weia07.09.1910:03
Papierlos
Ich drücke mich mal bewußt untechnisch aus: Könnte es sein, dass der Einschaltvorgang der Gehäuse nicht so schonend für die Festplatten abläuft wie im Mac?
Aber inwiefern könnte das passieren? Spannungsspitzen im mutmaßlich schlechteren Netzteil z.B. sollten wenn, dann der Festplatte doch eher elektrisch den Gar ausmachen als mechanisch, aber in allen Fällen klickt und klackert es, statt dass die Elektronik tot ist.
0
Ovi
Ovi07.09.1910:08
Vom Genannten ist die Betriebstemperatur das wahrscheinlichste.
Die Lage schließe ich aus.

Zwei weitere Punkte sehe ich als einflussreich.
Vibrationen während des Betriebes.
(Der schon unterbewusst verdrängte, wackelnde Tisch z.B.)

Die Anzahl der schlaf-aufwach-Zyklen.
(hier eher unwahrscheinlich)

Bei der Wärmeentwicklung ist es hilfreich auf die Leistungsaufnahme in den Daten zu achten.
Es gibt/gab durchaus niedrigdrehende 4TB, die wärmer werden als heliumgefüllte, hochdrehende 14TB.
0
Weia
Weia07.09.1910:13
My2Cent
Bei der Ausfallsicherheit von HDs handelt es sich um Wahrscheinlichkeiten.
Niemand kann konkret voraussagen, wann es passiert.
Schnitter
Der Rest ist Schicksal...
Das ist schon klar, aber wenn von 12 paarweise baugleichen Platten alle 6 in den Mac Pros leben und alle 6 in den Pleiades-Gehäusen sterben, ist das statistisch einfach auffällig.

Im Prinzip frage ich mich im Augenblick ja nur, ob Desktop-, Server- oder NAS-Variante am geeignetsten für den Einsatz in diesen Gehäusen wären, einfach, weil ich nicht weiß, worin die sich eigentlich unterscheiden.
+2
silversurfer2207.09.1910:18
ich kann nur von den Pleiades-Doppelgehäusen berichten, davon stehen hier 6 Stück herum und in sind unregelmäßig in der Benutzung, dann aber eben für größere Datenmengen. Bislang ist keine einzige FP darin gestorben, es ist aber auch ein Lüfter verbaut, der auch nach > 10 Jahren noch problemlos funktioniert und auch nicht verstaubt ist und die Gehäuse auch nicht zwischendurch mal gereinigt werden.

Ja, die Lüfter waren nie die aller leisesten, man könnte diese aber auch gegen leisere austauschen.
Da die Anschlüsse früher max. FW 800 waren, habe ich dort nie die aller schnellsten FP eingebaut, sondern nur 5400ter FP, hat bislang immer funktioniert
0
Weia
Weia07.09.1910:19
Ovi
Vibrationen während des Betriebes.
(Der schon unterbewusst verdrängte, wackelnde Tisch z.B.)
Nee, das kann es in meinem Fall nicht sein.
Bei der Wärmeentwicklung ist es hilfreich auf die Leistungsaufnahme in den Daten zu achten.
Ah, das ist ein guter Ansatzpunkt.
0
piik
piik07.09.1910:23
Es war wohl die Temperatur und die vertikale Montage, mit Schwerpunkt auf Temperatur. Als externes Backup würde ich die für Dauerbetrieb gebauten NAS-Teile doch vorziehen, die nur mit 5400 U/min laufen.
„Hardware ist seltener schlecht drauf - Software macht schon häufiger Mucken...“
0
piik
piik07.09.1910:25
Bezüglich Gehäuse: zwingend welche mit Lüfter, also eher grössere, wo auch grössere Lüfter drin sind, denn die sind leiser und nerven nicht so.
„Hardware ist seltener schlecht drauf - Software macht schon häufiger Mucken...“
0
Papierlos
Papierlos07.09.1910:30
NAS-Varianten haben nur 5400 Umdrehungen/Min, laufen ruhiger, haben geringere Leistungsaufnahme und erwärmen sich weniger. Aber: Sie sind für RAID ausgelegt. Eine NAS-Festplatte gibt Leseversuche früher auf (TLER/ERC), da ja die Information noch auf einer anderen Platte ist. Also für deinen Zweck eher weniger geeignet.
Server- und Surveillance-HDDs sind für größere Datenschreibbelastungen ausgelegt.
> also eine schlichte Desktop-Platte nehmen

Was ist dieses Klackern eigentlich, wenn eine Festplatte ablebt? Sind das wirklich mechanische Probleme oder könnte es auch durch die Elektronik (Spannungsspitzen etc.) verursacht sein? Da wollte ich mich technisch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen...

Senkrechte Lage wird es nicht sein. Jedenfalls lege ich mein NAS nicht auf die rechte Gehäuseseite.
0
Philantrop
Philantrop07.09.1910:46
Bei externen Platten ist zu beachten:

1. SATA/USB-Komverterchipsätze sind nicht dazu geeignet eine externe Platte langfristig valide zu betreiben! Ich sag es immer wieder und es passiert im Freundeskreis regelmäßig: "Die Platte wird nicht mehr erkannt! Was kann ich bloß tun?" - aufbrechen, einbauen und hoffen das man was retten kann. Das wird beim Mac tatsächlich kompliziert. Ich gebe seit Jahren (und es hat sich nicht gebessert) für externe USB-Platten eine Lebensdauer von max. 3 Jahren aus. Wenn sie transportiert und oft an- und abgeschlossen wird, eher 2 Jahre.

2. NAS-Platten haben einen Sensor mehr und deswegen eine hohe Daseinsberechtigung im Plattenverbund. Denn sie erkennen Rotationsvibrationen benachbarter Platten.

3. NIEMALS in einem Plattenverbund die gleiche Marke/Charge kaufen. NIEMALS!!!! Jeder Admin mit RAID-Verbünden hat die gleich Erfahrung gemacht, wenn eine Platte abraucht dann immer komplett die ganz Charge. Dann ist selbst das RAID 10/5 im Arsch.

4. Zur Datensicherung am besten NAS-Systeme oder einen kleinen NAS-PC bauen. Hier können Softwaretools die Datenintegrität checken und rechtzeitig warnen. Finger weg von USB oder 2-3 Jährlichen Tausch einkalkulieren - dann ist auch USB OK.

5. Oder gleich die Cloud nutzen. 2 TB kosten zur Zeit bei den üblichen Verdächtigen 9.90€.

6. Lagerung der Platte ist relativ egal - daran liegt es nicht. Auch müssen Platten nicht aktiv gekühlt werden. ACHTUNG: SSDs bisweilen schon, weil die Datenraten bei hoher Temperatur (die erreicht man schnell) in den Keller gehen.
+2
Rosember07.09.1912:18
Weia
My2Cent
Bei der Ausfallsicherheit von HDs handelt es sich um Wahrscheinlichkeiten.
Niemand kann konkret voraussagen, wann es passiert.
Schnitter
Der Rest ist Schicksal...
Das ist schon klar, aber wenn von 12 paarweise baugleichen Platten alle 6 in den Mac Pros leben und alle 6 in den Pleiades-Gehäusen sterben, ist das statistisch einfach auffällig.

Im Prinzip frage ich mich im Augenblick ja nur, ob Desktop-, Server- oder NAS-Variante am geeignetsten für den Einsatz in diesen Gehäusen wären, einfach, weil ich nicht weiß, worin die sich eigentlich unterscheiden.
Bei einer derart auffälligen Häufung würde ich nicht lange nach Ursachen forschen, sondern die Gehäuse ausmustern!

Zu deiner ursprünglichen Frage nach den Festplatten-Typen:
Ich würde mich weitgehend Philantrop anschließen. Spar dir die Ausgaben für externe Einzelplatten und investiere in ein NAS angemessener Größe. Derzeit bieten 8TB NAS-Platten den günstigsten Preis pro TB. Also solltest du abschätzen, wieviel Platz du benötigst, überlegen, ob du Raid 5, 6 oder irgendwas natives wie z.B. SHR bei Synology (sehr kostensparend, wenn du irgendwann mehr Speicherplatz brauchst und keine freien Schächte mehr hast) möchtest, das ganze mal 2 ergibt dann einen guten Orientierungswert für den Speicherplatz, den du benötigst.
Danach musst du dann in den sauren Preisapfel beißen, aber hast eine sehr zuverlässige zukunftsfähige Speicherlösung. Alles andere ist bei den Datenmengen, die du zu pflegen scheinst, langfristig nur herausgeworfenes Geld (und ich spreche dabei aus sehr leidvoller Erfahrung ).
0
Schnitter
Schnitter07.09.1912:45
Rosember
Spar dir die Ausgaben für externe Einzelplatten und investiere in ein NAS angemessener Größe.

Angesichts des geplanten Einsatzzwecks (rotierende Sicherheitsmedien) ist diese Empfehlung grober Unfug, sowohl von den Beschaffungs- als auch von den Betriebskosten her.
„Jeder ist ein Planet und wird von einem Menschen bewohnt.“
0
Weia
Weia07.09.1912:56
piik
Es war wohl die Temperatur und die vertikale Montage, mit Schwerpunkt auf Temperatur.
piik
Bezüglich Gehäuse: zwingend welche mit Lüfter, also eher grössere, wo auch grössere Lüfter drin sind, denn die sind leiser und nerven nicht so.
Ich fand die Temperatur als Ursache ja auch naheliegend, aber ganz leuchtet mir das auch nicht ein:

Ich meine, die Platten sind ein einziges Mal einen ganzen Tag in Betrieb, wenn die Daten erstmals überspielt werden, und ab da ab und an (machmal täglich, manchmal monatelang gar nicht) für irgendwas zwischen 10 und 60 Minuten je nach Datenmenge. Ich weiß nicht mal, ob es in unter einer Stunde überhaupt zu einer Überhitzung kommen kann, und selbst wenn – frühzeitige Alterung aufgrund von (mäßiger) Überhitzung ist doch ein kumulativer Effekt, wie kann das eine Rolle spielen, wenn die Betriebsdauer der Platten über die Jahre hinweg insgesamt nur ein paar Wochen war?

Und was die senkrechte Position betrifft, ist mir zwar unwohl dabei, aber andere NAS-Nutzer hier berichten, sie hätten damit keine Probleme.

Am Ende doch ein Wer rastet, der rostet-Problem? Ich habe so gut wie keine Ahnung von Festplatten-Innereien – gibt es da bei den beweglichen Teilen sowas wie „Schmiere“, die „eintrocknen“ kann?
0
Weia
Weia07.09.1913:02
Papierlos
Was ist dieses Klackern eigentlich, wenn eine Festplatte ablebt? Sind das wirklich mechanische Probleme
Ich dachte/denke, aber ich weiß nix wirklich darüber.

Ich habe mir immer vorgestellt, der Kopf will aus der Ruheposition fahren, aber schafft das nicht mehr und fällt wieder zurück.

Bei einer jetzt defekten Platte klingt es auch ganz anders, ein konstantes Surren, wie wenn man einen Elektromotor festhält, der sich drehen will. Das hört sich für mich als Laie dann eben so an, als ob die Platte sich gar nicht mehr drehen kann.
0
Weia
Weia07.09.1913:15
Philantrop
1. SATA/USB-Komverterchipsätze sind nicht dazu geeignet eine externe Platte langfristig valide zu betreiben!
Das wäre dann doch aber ein Datenkorruptionsproblem und kein mechanisches/elektronisches der Festplatte?

Wie auch immer, meine externen Festplatten laufen alle über FireWire 800.
… Plattenverbund …
Ist bei mir ja auch nicht der Fall.
Oder gleich die Cloud nutzen. 2 TB kosten zur Zeit bei den üblichen Verdächtigen 9.90€.
Cloud kommt für prinzipiell nicht infrage. Abgesehen davon ginge es bei mir augenblicklich um 32 TB, nicht um 2 …
Zur Datensicherung am besten NAS-Systeme
Rosember
Spar dir die Ausgaben für externe Einzelplatten und investiere in ein NAS angemessener Größe.
Das ist aber nicht mein Einsatzzweck. Es geht mir um ein Drop-In-Replacement für die Platten in meinen Mac Pros. Ausgefallene Platte raus, Klon-Festplatte rein, Montagedauer 10 Minuten.
0
Weia
Weia07.09.1913:20
Rosember
Bei einer derart auffälligen Häufung würde ich nicht lange nach Ursachen forschen, sondern die Gehäuse ausmustern!
Ja, wenn ich denn sicher wäre, dass die die Ursache sind …

Problem: Über kurz oder lang werde ich meine Classic Mac Pros durch die neuen (2019) Mac Pros ersetzen und die externen Platten dann über Thunderbolt oder USB4 betreiben. Und wegen verbleibenden 1–3 Jahren mag ich jetzt nicht nochmal lauter FireWire-Gehäuse kaufen – so es sowas überhaupt noch gibt.
0
Papierlos
Papierlos07.09.1913:30
Ich zitiere mal Wikipedia: Umgekehrt kann auch längerer Stillstand dazu führen, dass die Mechanik in Schmierstoffen stecken bleibt und die Platte gar nicht erst anläuft („sticky disk“).
0
Weia
Weia07.09.1913:35
Papierlos
Ich zitiere mal Wikipedia:
… die gottseidank wieder geht …

Ahaa! Danke für den Verweis – ich schaue eigentlich fast immer bei irgendwelchen Fragen zunächst in die Wikipedia, und kaum, dass ich es einmal nicht tue …
0
Rosember07.09.1914:19
Weia
Rosember
Bei einer derart auffälligen Häufung würde ich nicht lange nach Ursachen forschen, sondern die Gehäuse ausmustern!
Ja, wenn ich denn sicher wäre, dass die die Ursache sind …

Problem: Über kurz oder lang werde ich meine Classic Mac Pros durch die neuen (2019) Mac Pros ersetzen und die externen Platten dann über Thunderbolt oder USB4 betreiben. Und wegen verbleibenden 1–3 Jahren mag ich jetzt nicht nochmal lauter FireWire-Gehäuse kaufen – so es sowas überhaupt noch gibt.
Dann haben wir wieder mal Logik-Probleme. Du selbst gibst zunächst an, die Laufwerksgehäuse mit hoher Wahrscheinlichkeit (um es genau zu machen: es hängt mit einer Wahrscheinlichkeit von 1: ½^n mit n als der Anzahl deiner in/durch Pleiades-Gehäusen kompromittierten HDs nicht mit den Gehäusen zusammen) als Problem identifiziert zu haben. Du willst diese Backup-Laufwerksgehäuse aber nicht aufgeben, weil sie Firewire haben (schneller als USB2). Angesichts der wenigen verbleibenden Jahre willst du auch keine Firewire-Gehäuse mehr kaufen - was verständlich ist. Was ich nicht verstehe, ist, warum du nicht konsequent auf USB umstellst. Für deinen Verwendungszweck scheint mir der USB4-Speed zwar schön, aber keinesfalls notwendig zu sein. Genauso wenig wie der Geschwindigkeitsvorteil von FW gegenüber USB2. Warum also ersetzt du die Gehäuse nicht einfach durch z.B. USB3(.1)-Gehäuse, die mit billigen Adaptern an den MacPros funktionieren und zukunftskompatibel sind? Und kannst dann den USB3(.1)-Speed ausnutzen, sobald die Macs erneuert sind? USB4-Platten werden zunächst ohnehin überteuert sein und HDDs bezüglich Speed ohnehin vollkommen überfordern. Du könntest auch deinen Mac Pros für wenig Geld irgendwelche USB3-Karten spendieren - mit riesigem Speedgewinn gegenüber FW.
Jedenfalls würde mir im Traum nicht einfallen, diese Gehäuse weiter zu verwenden, da es ja immerhin um Datensicherheit geht.
0
Rosember07.09.1914:38
Schnitter
Rosember
Spar dir die Ausgaben für externe Einzelplatten und investiere in ein NAS angemessener Größe.

Angesichts des geplanten Einsatzzwecks (rotierende Sicherheitsmedien) ist diese Empfehlung grober Unfug, sowohl von den Beschaffungs- als auch von den Betriebskosten her.
Das ist genau so großer Unfug, wie du ihn in meinen Beitrag hineingelesen hast. Ein NAS entsprechender Größe würde ja nicht nur einen MacPro sichern können, sondern mehrere bis alle. Zudem bietet es zusätzliche interne Sicherheit vor dem Ausfall von einzelnen Platten durch Raid. Rotierende Backups (was immer bedeutet, dass man im Störungsfall erstmal wieder das gerade nicht aktive Backup auf den Stand der Dinge bringen muss, also vorübergehend ohne Backup der aktuellsten Daten lebt) sollten sie aufgrund des Wunsches nach getrennten Orten für Original und Backups erforderlich sein, lassen erheblich leichter ein Backup in der Cloud zu oder können ebenso verdoppelt werden, wie andere Laufwerke auch. Ob das teuerer ist, hängt vom Einzelfall ab, vor allem aber ließe sich das Umstecken und Hin-und-her-schleppen damit viel einfacher und ohne jede Lücke bei den aktuellsten Daten völlig vermeiden. Da zu den Betriebskosten auch der Mensch gerechnet werden sollte, der die Platten heranholt, umsteckt und wieder wegbringt, halte ich sie im Falle von NAS für geringer. Aber selbst wenn nicht, dürfte der Unterschied minimal sein.
Es spricht daher aus meiner Sicht eigentlich alles gegen rotierende Backups mit Einzelplatten (außer vielleicht(!) die Erstinvestition in die entsprechende Infrastruktur).
Womit du recht hast, ist, dass das einen Wechsel der Backup-Strategie bedeutet. Aber hin zum Besseren.
0
Weia
Weia07.09.1914:40
Rosember
Du selbst gibst zunächst an, die Laufwerksgehäuse mit hoher Wahrscheinlichkeit […] als Problem identifiziert zu haben.
Nö, das war nur eine der Möglichkeiten.

Sollte der Grund z.B. die seltene Nutzung sein (siehe Wikipedia-Link von Papierlos), würden andere Gehäuse gar nichts bringen. Und intuitiv neige ich dieser Variante im Augenblick am meisten zu.
Für deinen Verwendungszweck scheint mir der USB4-Speed zwar schön, aber keinesfalls notwendig zu sein.
Keine Frage. Ich weiß ja noch nicht mal, ob ich so lange mit den neuen Mac Pros warten will (denn deren erste Generation wird kein USB4 haben). USB4 ist eine aus meiner Sicht attraktive Langfristperspektive, weil ich bei dieser Schnittstelle, die USB und Thunderbolt vereint, auf einen wirklich mal etwas länger haltbaren Standard hoffe.
Warum also ersetzt du die Gehäuse nicht einfach durch z.B. USB3(.1)-Gehäuse, die mit billigen Adaptern an den MacPros funktionieren und zukunftskompatibel sind? […] Du könntest auch deinen Mac Pros für wenig Geld irgendwelche USB3-Karten spendieren
Ich habe mit USB-Platten bislang keinerlei Erfahrungen und manche Stimmen (wie hier Philanthrop) halten USB für Festplatten für ausdrücklich unzuverlässig.

In Bezug auf andere Peripherie (Scanner, Audio-Interface) hatte ich mir das mit USB3 auch schon überlegt. Leider müsste ich dann aber auch deswegen noch irgendwie tricksen, weil in meinem am häufigsten genutzten Mac Pro im Moment kein PCI-Slot für eine USB3-Karte mehr übrig ist.
0
HumpelDumpel
HumpelDumpel07.09.1915:09
Ich denke, dass für deine Anwendung weniger die von den Herstellern angebotenen Kategorien ausschlaggebend sind.
Ich habe mich diesbezüglich immer mehr an den tatsächlichen Ausfallraten orientiert, die ja je nach Hersteller + Modell höchst unterschiedlich sind. Also hier, für den Statistik-Junkie
Backblaze Hard Drive Stats Q2 2019
+1
Wiesi
Wiesi07.09.1915:29
Weia

Die senkrechte Stellung einer Platte ist für die Köpfe besser. So werden die Köpfe paarweise (auf Ober- und Unterseite) durch die aerodynamischen Kräfte auf gleiche Flughöhe gebracht, ohne daß die Schwerkraft stört.

Für die Lagerung der rotierenden Teile ist senkrecht etwas schlechter, weil allein die Unterseite der Lagerschale das ganze Gewicht tragen muß. Hier findet deswegen eine gewisse (sehr minimale) Abnützung statt. Die Schale wird unsymmetrisch. Das stört aber nur, wenn Du nach langer Zeit im senkrechten Betrieb in die Wagerechte übergehst.

Das Festgehen der Lager wegen zu zähen Öls kann ich nicht nachvollziehen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß hier noch natürliches Öl verwendet wird. Weil dieses verharzen kann, muß zwingend synthetisches Öl verwendet werden. Jenes verändert seine Zähigkeit nicht. Gar kein Öl ist bei der Drehzahl natürlich tödlich: Das Lager läuft heiß und geht fest.

Als ich vor zwei Jahren meinen uralten PC an ein Reperaturkaffee verschenkte, lief die Festplatte nach 10 Jahren Stillstand noch einwandfrei an.

Ja, das Gehäuse, seine Elektronik und die Kühlung haben Einfluß auf die Lebensdauer der Platte. Der Hochlauf und das Ein- und Ausfahren der Köpfe muß präzise gesteuert werden. Bei Stromausfall, bzw. vorzeitigem Abschalten müssen die Köpfe rechtzeitig rausgezogen werden. Ein G-Sensor sorgt ebenfalls für das Retten der Köpfe. Der Sensor spricht natürlich auch auf Vibrationen an. Eine Unwucht kann man sich bei den Platten nicht leisten. Die Lüfter sind schon wegen der Verschmutzung anfällig. Mithin Schwingungsdämpfung ist nötig.

Je nachdem welche Massen beim Einbau der Platte im Gehäuse aufeinander treffen kann es zu Resonanzen kommen oder nicht. Resonanzen verkürzen die Lebensdauer drastisch. "Was man nicht erklären kann, das sieht man als Schwingung an" lautet eine alter Ingenieursspruch.

Das genaue Zusammenspiel der Elektronik des Gehäuses und der Mechatronik der Platte ist mir unbekannt. Aber ich kann mir denken daß die Platte Extras hat, die das Gehäuse nicht unterstützt und umgekehrt.

Wenn Du das Ende des Teams aus Platte und Gehäuse einigermaßen vorhersagen möchtest, dann mußt Du den Smartzustand auslesen. Dort gibt es eine Fülle von Statistiken und Zählern. Insbesondere wird die Zahl der Betriebsstunden und die Menge der geschriebenen und gelesenen Daten angezeigt. Auch die maximal erreichte Temperatur ist angegeben.

Ich denke aber, daß Du in zwei Jahren außer für die TM keine rotierenden Speicher mehr hast. Dann gilt ein neues Spiel. Aber auch SSD haben einen Smartstatus.
„Everything should be as simple as possible, but not simpler“
+1
Weia
Weia07.09.1916:31
Wiesi
Weia
Danke für Deine vielen Erläuterungen!
Je nachdem welche Massen beim Einbau der Platte im Gehäuse aufeinander treffen kann es zu Resonanzen kommen oder nicht. Resonanzen verkürzen die Lebensdauer drastisch.
Das könnte ein Punkt sein; die Gehäuse aus Alublech vibrieren bei Betrieb merklich.
"Was man nicht erklären kann, das sieht man als Schwingung an" lautet ein alter Ingenieursspruch.
+1
Schnitter
Schnitter07.09.1917:18
Rosember
Womit du recht hast, ist, dass das einen Wechsel der Backup-Strategie bedeutet. Aber hin zum Besseren.

Du hast schon gelesen, dass Weia bootfähige Klone vorhalten möchte, um im Bedarfsfall nach Datenträgerwechsel (Zeitaufwand 10min) möglichst schnell wieder im Geschäft zu sein? Ich halte diese Strategie als Ergänzung zu einem oder mehreren TM-Backups (auch gerne auf einem NAS) für durchdacht und sinnvoll, auch im Hinblick auf Ransomware-Attacken oder Bitrotting. Du fabulierst hier Blödsinn zusammen.
„Jeder ist ein Planet und wird von einem Menschen bewohnt.“
+1
Rosember07.09.1918:00
"bootfähig" habe ich nirgends gelesen. Aber du wirst bestimmt gleich die entsprechende Stelle verlinken.
Und bitte leb doch dein angeknackstes Ego woanders aus. Ich habe jetzt einmal dein "Blödsinn" zurückgegeben, aber ich denke, das ist für alle hier langweilig. Niemandes Gerede wird in irgendeiner Form klüger dadurch, dass er andere "blöd" nennt. Also vertrau doch einfach mal auf den Inhalt deiner Worte.
Schnitter
Rosember
Womit du recht hast, ist, dass das einen Wechsel der Backup-Strategie bedeutet. Aber hin zum Besseren.

Du hast schon gelesen, dass Weia bootfähige Klone vorhalten möchte, um im Bedarfsfall nach Datenträgerwechsel (Zeitaufwand 10min) möglichst schnell wieder im Geschäft zu sein? Ich halte diese Strategie als Ergänzung zu einem oder mehreren TM-Backups (auch gerne auf einem NAS) für durchdacht und sinnvoll, auch im Hinblick auf Ransomware-Attacken oder Bitrotting. Du fabulierst hier Blödsinn zusammen.
-2
piik
piik07.09.1921:57
Philantrop
3. NIEMALS in einem Plattenverbund die gleiche Marke/Charge kaufen. NIEMALS!!!! Jeder Admin mit RAID-Verbünden hat die gleich Erfahrung gemacht, wenn eine Platte abraucht dann immer komplett die ganz Charge. Dann ist selbst das RAID 10/5 im Arsch.
Das halte ich für ein Märchen.
„Hardware ist seltener schlecht drauf - Software macht schon häufiger Mucken...“
-1
piik
piik07.09.1922:11
Sicher bin ich mir nicht, aber es ist eh alles Spekulation. Daher noch was.
a) Ich habe extrem alte externe Platten, die trotz seltenster Verwendung prima laufen.
b) 1 Stunde reicht in einem halbwegs luftdichten Gehäuse, dass Temperaturen entstehen, die ungesund sind, das gilt speziell für große schnelle Platten, die dann auch schon mal >>10W im Betrieb schlucken.
c) Die Hypothese mit den Vibrationen halte ich für stichhaltig, das mag Elektromechanik gar nicht, schon garnicht Platten, bei denen die Köpfe ja nur Mikrometer über der Magnetschicht fliegen - wehe da schaukelt sich was mit der "richtigen" Frequenz auf.
d) Bei Nachdenken scheint mir, dass die Lager bei wenig Betrieb kaum Schaden nehmen können.

Das Klackern kommt möglicherweise daher, das die Synchronisationsspur außen beschädigt ist. Die Platte braucht die aber und versucht beim Hochfahren, sich auf deren Lage einzujustieren mit den Linearmotoren der Köpfe. Klappt das nicht oder sind da Fehler, versucht es die Platte x-Mal wieder. Das hört man. Ich habe mal gelesen, dass Dienste wie Ontrack etc. mit Spezialsoftware solche Snc-Sektoren neu schreiben können - ist aber für diesen Zweck viel zu teuer.
„Hardware ist seltener schlecht drauf - Software macht schon häufiger Mucken...“
+1
andreas_g
andreas_g07.09.1923:19
Ich bin kein Experte für Festplatten, aber ich halte es auch für möglich, dass dieses hörbare Klacken nicht auf defekte Mechanik zurückzuführen ist, sondern durch defekte Steuerelektronik verursacht wird. Ein solches Problem könnte auch entstehen, wenn die Gehäuse elektrisch fehlerhaft sind.

Ich habe Erfahrungen mit fehlerhaften Gehäusen, die reihenweise ausgefallen sind. Die mangelhaften Gehäuse waren an im Vergleich zu baugleichen gesunden Exemplaren deutlich erhöhter Wärmeentwicklung erkennbar.
+1
Philantrop
Philantrop08.09.1911:07
piik
Philantrop
3. NIEMALS in einem Plattenverbund die gleiche Marke/Charge kaufen. NIEMALS!!!! Jeder Admin mit RAID-Verbünden hat die gleich Erfahrung gemacht, wenn eine Platte abraucht dann immer komplett die ganz Charge. Dann ist selbst das RAID 10/5 im Arsch.
Das halte ich für ein Märchen.

Ne Sekunde googlen hätte mehr Erkenntnisse gebracht.
Admins mischen immer Platten. Goldene Regel. Ohne Wenn und Aber.
https://www.datensicherheit.de/aktuelles/truegerische- datensicherung-horrorszenario-raid-ausfall-26107
Defekte könnten bereits in der Produktion beim Hersteller auftreten. Oft stelle man in einem der ATTINGO-Labore fest, dass ganze Chargen von Festplatten Serienfehler aufwiesen. Diese könnten im Bereich der Firmware (interne Software einer Festplatte) oder in der Mechanik sowie Elektronik liegen.
Da in RAID-Systemen nahezu immer Festplatten derselben Charge verbaut würden, könnten etwaige Serienfehler innerhalb eines kurzen Zeitraums auftreten. „Fällt eine Festplatte im RAID-Verbund aus, ist die Wahrscheinlichkeit des Ausfalls weiterer Datenträger somit überdurchschnittlich hoch. Gerade in der Nacht oder am Wochenende wird der erste Defekt oft nicht bemerkt – sobald dann auch der zweite Datenträger defekt wird, ist ein RAID5 bereits nicht mehr verfügbar“, erläutert Ehrschwendner.
Eine weitere Ursache für den nahezu gleichzeitigen Ausfall von mehreren Festplatten sei der Transport der Datenträger von der Fabrik über Reseller bis zum Einsatzort der Server oder RAIDs. Durch überhitzte Container, Erschütterungen oder andere Umwelteinflüsse könnten dabei bereits Schäden entstehen, die später im Betrieb zum Ausfall führten. Auch hierbei gelte: Selbe Charge, identische Probleme!
Nicht zuletzt spiele auch der laufende Betrieb eine wesentliche Rolle: Erschütterungen, Überhitzung und Überspannung könnten die Lebenszeit der Festplatten im RAID-Verbund wesentlich verkürzen, wiederum mit der gleichen Auswirkung auf alle Datenträger. Daraus folge, so Ehrschwendner, dass der Ausfall eines RAID-Systems durchaus wahrscheinlicher sei, als man gemeinhin annehmen würde.
+2
Rosember08.09.1911:56
Philantrop
Das ist vollkommen richtig, wird aber leider selbst von führenden NAS-Herstellern wie z.B. Synology etwa dadurch konterkariert, dass sie die Verwendung von Laufwerken gleicher Größe empfehlen und in diesem Zusammenhang auf kleine Unterschiede zwischen Platten gleicher Größe von unterschiedlichen Herstellern verweisen. Sie weisen darauf hin, dass es aufgrund dieser geringen Unterschiede zu Schwierigkeiten beim Ersetzen von Platten kommen kann, sollte die Ersatzplatte beispielsweise geringfügig kleiner sein als die zu ersetzende Platte sein.
Solche Hinweise dürften User dazu verführen, sich auf eine einzige Plattensorte festzulegen. Genauso "problematisch" dürfte der Verkauf fertig bestückter NAS sein. Denn die Händler werden kaum Platten aus unterschiedlichen Chargen vorrätig halten. Wer also sein neues schickes NAS mit 4 x 8TB WD Red günstig ersteht, könnte unter Umständen damit zugleich den potentiellen Verlust seiner Daten erworben haben, falls die Charge anfällig sein sollte.
Insofern ist ein NAS auch wirklich keine Billig-Lösung, denn bei einem Angebot für entsprechende Platten einfach zuschlagen und n Mal die gleiche vom günstigen Anbieter zu kaufen, ist sicherlich nicht die beste Idee. Weshalb ich auch dazu neige, eher NAS mit vielen Schächten zu kaufen, von denen dann ruhig einige frei sein können. So fällt das Erweitern leichter und durch den zeitlich versetzten Kauf ist man zumindest das Risiko identischer Chargen (weitgehend) los. Der höhere Gehäusepreis lässt sich zudem oft über Anzahl ( mehr Platten) und die Plattengröße ( kleinere = günstigere Platten) vollständig kompensieren. Dadurch erhält man ein qualitativ hochwertigeres NAS-Gerät, muss (tendenziell) seltener neu kaufen und hat für wachsenden Platzbedarf vorgesorgt.
+1
piik
piik08.09.1912:21
Philantrop
piik
Philantrop
3. NIEMALS in einem Plattenverbund die gleiche Marke/Charge kaufen. NIEMALS!!!! Jeder Admin mit RAID-Verbünden hat die gleich Erfahrung gemacht, wenn eine Platte abraucht dann immer komplett die ganz Charge. Dann ist selbst das RAID 10/5 im Arsch.
Das halte ich für ein Märchen.

Ne Sekunde googlen hätte mehr Erkenntnisse gebracht.
Admins mischen immer Platten. Goldene Regel. Ohne Wenn und Aber.
Wenn Du Dich auf Posts beziehst, in denen einfach Unsinn steht, kommt immer noch Unsinn dabei raus. Merke: Nicht alles, was irgendwo im Netz steht, ist fundiert oder auch nur logisch.
Hättest Du eine blasse Ahnung von Statistik, dann würdest Du das wissen. Aber so bleibt nur, die Glück bei Deiner Art von Eristik zu wünschen...
„Hardware ist seltener schlecht drauf - Software macht schon häufiger Mucken...“
+1
Rosember08.09.1912:59
Das Problem ist, dass man bei Festplatten gleicher Charge u.ä. keine unabhängigen Ereignisse hat, sondern mehr oder weniger stark gekoppelte. Was bedeutet, dass du die übliche Statistik komplett in die Tonne werfen kannst und dich erstmal mit der Stärke der Kopplung beschäftigen müsstest, um zu belastbaren Aussagen zu kommen. Das wird allerdings kaum jemand machen / gemacht haben.
Deshalb greift man auf Erfahrungswerte zurück. Und die sagen: Nimm zumindest Platten aus verschiedenen Chargen.

Der Rest ist dann eine Frage davon, wie ruhig du schlafen willst bzw. kannst - was individuell sicher unterschiedlich ist.
+2
Weia
Weia09.09.1913:37
Öööööhm – diesen Beitrag schreibe ich als Klein-(naja, eher Groß-)Doofie mit Plüschohren … 

Ich habe am Wochenende die drei Platten, um die es aktuell geht, schon mal aus ihren Pleiades-Gehäusen ausgebaut – auch um vor der Bestellung neuer Platten nochmal zu sehen, von welchen Herstellern sie waren – und eher aus Routine testweise nochmal in einem FireWire-Dock für HDs getestet.

Und siehe da: zwei von den drei Platten waren völlig in Ordnung (auch laut ausgelesenem, detailliertem SMART-Status). Die dritte war tot, aber die hat 13 Jahre auf dem Buckel, da ist das auch OK.

Nachdem ich durch Tests auch ausgeschlossen hatte, dass die Pleiades-Netzteile nicht mehr richtig funktionierten (eine leider häufige Fehlerquelle), blieb als Ursache des vermeintlich (wegen Klack-Geräuschen) mechanischen Defekts der Platten also tatsächlich nur die Elektronik in den Pleiades-Gehäusen übrig.

Der Goldene Donnerbolzen der Woche geht also an andreas_g:
andreas_g
Ich bin kein Experte für Festplatten, aber ich halte es auch für möglich, dass dieses hörbare Klacken nicht auf defekte Mechanik zurückzuführen ist, sondern durch defekte Steuerelektronik verursacht wird.

Herzlichen Dank für alle Hilfe und sorry für die falsche Fährte – ich denke mal, die Diskussion der verschiedenen Aspekte war ja trotzdem interessant und lehrreich.

Ich darf mich jetzt jedenfalls nach neuen Gehäusen umsehen und muss mich entscheiden, ob ich nochmal in FireWire investieren will (sehr teuer währenddessen aufgrund des Raritäten-Faktors) oder trotz der Warnung von Philantrop auf USB3 setze, bis ich neue Mac Pros mit Thunderbolt habe.
+2
piik
piik09.09.1919:15
Rosember
Das Problem ist, dass man bei Festplatten gleicher Charge u.ä. keine unabhängigen Ereignisse hat, sondern mehr oder weniger stark gekoppelte. Was bedeutet, dass du die übliche Statistik komplett in die Tonne werfen kannst und dich erstmal mit der Stärke der Kopplung beschäftigen müsstest, um zu belastbaren Aussagen zu kommen. Das wird allerdings kaum jemand machen / gemacht haben.
Deshalb greift man auf Erfahrungswerte zurück. Und die sagen: Nimm zumindest Platten aus verschiedenen Chargen.
Da muss man aber ganz feste dran glauben. Gibt es belastbare Aussagen bezüglich solcherart gleichzeitigem Frühableben von Platten? Ich meine: Außerhalb persönlicher Gewissheiten und Meinungen?
Nein. Also?
Du behauptest, und wer behauptet muss belegen. Das tust Du nicht. Also kann man Deine Aussage zurecht als unbelegtes Rumgemeine betrachten.
„Hardware ist seltener schlecht drauf - Software macht schon häufiger Mucken...“
+1
NGA
NGA09.09.1919:18
Nur mal so in die Runde geworfen: was spricht (erstmal?) gegen ein/das Festplattendock für die (Backup-)Festplatten? Ich habe so jahrelang die Backups für meinen mittlerweile ausrangierten Mac Pro (Käsereibe) gemacht; erst FW, dann USB3 (USB3-PCI-Karte verbaut). Mittlerweile ist das alte System durch eine 10 TB NAS (Synology) abgelöst worden, aber nichtsdestotrotz war das Festplattendock-Backup-System jahrelang erfolgreich in Betrieb. Die Festplatten waren in zweiteilige Silikonhüllen.
+1
piik
piik09.09.1919:18
Weia
Nachdem ich durch Tests auch ausgeschlossen hatte, dass die Pleiades-Netzteile nicht mehr richtig funktionierten (eine leider häufige Fehlerquelle), blieb als Ursache des vermeintlich (wegen Klack-Geräuschen) mechanischen Defekts der Platten also tatsächlich nur die Elektronik in den Pleiades-Gehäusen übrig.
Interessant. Ist mir auch schon bei USB-Gehäusen passiert, nicht nur einmal. Platten sind hingegen in den letzten 10 Jahren keine mehr gestorben bei mir.
„Hardware ist seltener schlecht drauf - Software macht schon häufiger Mucken...“
0
Rosember09.09.1920:40
piik
Rosember
Das Problem ist, dass man bei Festplatten gleicher Charge u.ä. keine unabhängigen Ereignisse hat, sondern mehr oder weniger stark gekoppelte. Was bedeutet, dass du die übliche Statistik komplett in die Tonne werfen kannst und dich erstmal mit der Stärke der Kopplung beschäftigen müsstest, um zu belastbaren Aussagen zu kommen. Das wird allerdings kaum jemand machen / gemacht haben.
Deshalb greift man auf Erfahrungswerte zurück. Und die sagen: Nimm zumindest Platten aus verschiedenen Chargen.
Da muss man aber ganz feste dran glauben. Gibt es belastbare Aussagen bezüglich solcherart gleichzeitigem Frühableben von Platten? Ich meine: Außerhalb persönlicher Gewissheiten und Meinungen?
Nein. Also?
Du behauptest, und wer behauptet muss belegen. Das tust Du nicht. Also kann man Deine Aussage zurecht als unbelegtes Rumgemeine betrachten.
Klar kann man das. Man kann die Welt auch für eine Scheibe halten, kein Problem.
-1
Weia
Weia09.09.1921:12
NGA
Nur mal so in die Runde geworfen: was spricht (erstmal?) gegen ein/das Festplattendock für die (Backup-)Festplatten?
„Erstmal“ geht das sicher. Ich kenne mich nur – ich neige sehr zu „dauerhaften Provisorien“.

Und das wäre in dem Fall gar nicht gut, weil ich auch zur Faulheit neige. Ich hatte das (inkrementelle) Klonen weitgehend automatisiert: Wenn ich ein Update des Klons wollte, musste ich nur einen Mausklick machen. Die Hausautomation hat dann die externe Platte eingeschaltet, SuperDuper! ein inkrementelles Backup vorgenommen, dann wurde die Platte wieder unmounted und schließlich ausgeschaltet, alles automatisch.

Das alles geht natürlich nicht, wenn ich die passende Platte physisch in das Dock stecken muss. Und ich befürchte, dass ich die Updates dann viel zu oft aus Bequemlichkeit unterlassen würde.
0
piik
piik09.09.1923:25
Rosember
Klar kann man das. Man kann die Welt auch für eine Scheibe halten, kein Problem.
Diese Art der Unsachlichkeit zeigt klar, dass ausser gefühlten Gewissheiten nichts von Dir kommt.
„Hardware ist seltener schlecht drauf - Software macht schon häufiger Mucken...“
+1
Weia
Weia10.09.1915:03
Weia
Ich darf mich jetzt jedenfalls nach neuen Gehäusen umsehen und muss mich entscheiden, ob ich nochmal in FireWire investieren will (sehr teuer währenddessen aufgrund des Raritäten-Faktors)
Die Entscheidung war jetzt insofern leicht, als dass die wenigen Gehäuse, die optisch zum Mac Pro passend noch in silbernem Alu erhältlich sind, auch alle FireWire können.

Die Gehäuse, die ich jetzt bestellt habe, haben neben FireWire-800-Anschlüssen aber auch noch USB3 und eSATA, nominell beide 3 × so schnell wie FireWire 800 und also untereinander gleich schnell.

Von USB wird ja immer wieder abgeraten (s.o. in diesem Thread), aber wie sieht es denn mit eSATA aus? Hat da jemand hier Erfahrungen?

Theoretisch müsste eSATA ja für externe Festplatten maßgeschneidert sein. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist z.B. das An-/Abstecken kritischer als bei FireWire?

Für jegliche Hinweise wäre ich dankbar. Je nachdem würde ich mir dann vielleicht eine eSATA-Karte in den Mac Pro einbauen.
0
Weia
Weia10.09.1915:20
Zusatzfrage: Kann man eSATA booten? (Müsste man ja eigentlich …)
0
HumpelDumpel
HumpelDumpel10.09.1915:47
Wenn du keine USB 3.0 Karte drin hast, kannst du USB vergessen - zu langsam.
Man kann eSATA booten, das ist kein Problem. Brauchst du halt eine PCI eSATA Karte.
0
Weia
Weia10.09.1915:51
HumpelDumpel
Wenn du keine USB 3.0 Karte drin hast, kannst du USB vergessen - zu langsam.
Das ist schon klar. Für USB2 gäbe es nun wirklich keinen Grund, wenn ich FireWire 800 zur Verfügung habe.
Man kann eSATA booten, das ist kein Problem. Brauchst du halt eine PCI eSATA Karte.
Ich frage mich halt, ob ich wenn, dann eher eine USB3-Karte oder eine eSATA-Karte einbauen sollte. Für mehr als 1 Karte ist kein Platz mehr. Oder ob ich es einfach beim bewährten FireWire 800 belassen sollte.

Ich tendiere zu eSATA. Aber das ist bislang ein reines Vor-Urteil.
0
rosss10.09.1915:52
eSATA und booten glaube ich nicht, da zuerst ein Boot-Treiber für die eSATA-PCI-Karte da sein müsste. Geht inzwischen dank FW-Update zwar für NVMe (nicht selbst getestet), aber schon die USB3-Karte ist außen vor (immer noch richtig?).

Beim cMP funktionieren bei mir nur die FW-Gehäuse völlig problemlos und transparent (bis auf eines, das leider seit High Sierra dauerhaft Klickgeräusche der Platte im idle erzeugt).
0
HumpelDumpel
HumpelDumpel10.09.1915:54
Weia
HumpelDumpel
Ich tendiere zu eSATA. Aber das ist bislang ein reines Vor-Urteil.
Mal über die Nutzung der beiden brachliegenden Anschlüsse intern nachgedacht.
Ich habe 6 normale Platten und 2 PCI-SSD in meinem 5.1
0
Weia
Weia10.09.1915:59
HumpelDumpel
Mal über die Nutzung der beiden brachliegenden Anschlüsse intern nachgedacht.
Falls Du damit die beiden DVD-Laufwerke meinen solltest – die liegen bei mir nicht brach (DVD und Blu-ray).

Außerdem will ich ganz bewusst externe Laufwerke, die die meiste Zeit stromlos sind. Zusätzliche Sicherheit bei Blitzeinschlägen und bei Fieslings-Sotware, die sich über alle laufenden Platten hermacht.
0

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um sich an einer Diskussion beteiligen zu können.

OK MacTechNews.de verwendet Cookies unter anderem für personalisierte Inhalte, Seitenanalyse und bei der Auslieferung von Google-Anzeigen. Dies war zwar schon immer so, auf Wunsch der EU muss nun jedoch explizit darauf hingewiesen werden. Durch Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen