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Familienfotos mit Fotos organisieren?

Abercrombie13.05.2110:56
Hallo Zusammen!

Wie organisiert man am besten die Familienfotos mit der Fotos.App und iCloud Fotos? Konkret haben meine Frau und ich eigene Datenbanken, die schon recht groß sind und in etwa zur Hälfte Special Interest des Eigentümers. Dazwischen tummeln sich aber Familien- und Urlaubsbilder (alle RAW), die dem jeweils Anderen fehlen (bisher lädt jeder seine Speicherkarten in seine Datenbank).

Möglichkeit 1: RAWs in verschiedenen Datenbanken und Austausch über "Geteilte Alben"
So machen wir es zum Teil jetzt schon, aber die Tatsache dass dort doppelt Fotos reingeladen werden können und diese nach Einfügedatum sortiert sind, nervt irgendwie. Zudem werden Bearbeitungen in der lokalen Datenbank nicht in das geteilte Album übernommen und beim Import aus einem geteilten Album auf dem "Zweitaccount" kommen die Bilder nicht mehr als RAW an. Theoretisch müssten die Kinder also irgendwann vergleichen, wo die schöneren Bilder liegen und dabei darauf achten, dass sie die RAWs nicht verlieren.
Dafür sind die Bilder aber schon mal in Alben sortiert, was für eine unmittelbare Nutzung (z.B. Dia-Abend) Sinn ergeben kann.

Möglichkeit 2: Speicherkarten in beide Accounts laden
So haben beide Accounts die RAWs und man erspart sich die geteilten Alben. Allerdings muss man auch zwei mal aussortieren und bearbeiten. Sinnvoller wäre es dann schon die Bilder in einem anderen Tool vorzusortieren und dann erst in die Fotos.App zu laden.

Möglichkeit 3: Familien-Account anlegen (Kombination aus Möglichkeit 1+2)
Vermutlich wird es am sinnvollsten sein, eine Familien-Datenbank auf einem neuen Benutzer anzulegen und dort die Fotos zu sortieren und als geteilte Alben freizugeben. Das macht die Übergabe an die nächste Generation irgendwann einfacher, aber spontan Fotos auszusortieren (z.B. mit dem iPad auf dem Sofa) geht so nicht.

Wie organisiert ihr euer "Familienalbum"? Habe ich eine sinnvolle Möglichkeit übersehen? Andere Tools kommen leider nicht in Frage, da die Integration durch iCloud Fotos ins Tablet und Telefon zu praktisch ist.

Viele Grüße
Cromb
+1

Kommentare

Abercrombie18.05.2110:18
Spannend finde ich, dass RAWs via Nachrichten.App unverändert zwischen macOS- und iOS-Devices hin- und hergeschickt werden können, das Sharing bei Fotos das aber nicht ermöglicht.
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wicki
wicki18.05.2110:47
Herzlichen Dank, @Abercrombie für diesen Thread.

Ich glaube, das Problem einer familien-freundlichen Bilder-Verwaltung ist bis dato ungelöst und ich habe auch die Hoffnung aufgegeben, dass es von Apple gelöst wird.

Die aktuelle Photos.app kann man - archivarisch betrachtet - nicht mehr verwenden. Diese "Bevormundung" durch die AI ist zum K… Ich benutze Photos.app nur noch zum Synchronisieren von iPhone und Desktop.

iPhoto war – was die Organisation von Bildern anging – ganz brauchbar. Das Konzept mit den "Rolls", die man selber organisieren und benennen konnte, hat mir gut gefallen. Leider ist iPhoto Geschichte.

Nachdem ich jetzt meinen 2009-iMac, der zuletzt nur noch als Foto-Station arbeitete gegen einen neuen M1-iMac austausche (auf dem iPhoto nicht mehr läuft), bin ich übergangsweise zum guten alten Datei-System (auf einem NAS) zurückgekehrt. Klappt wunderbar, ist 100% zukunfts-sicher. Macht beim Archivieren etwas Arbeit, die sich aber langfristig lohnt.

Zum Betrachten verwende ich FE File Explorer Pro Sehr nett ist daran, dass es auch auf dem Apple-TV läuft.

P.S.: Ich arbeite nicht mit RAWs. YMMV!
-1
slmnbey
slmnbey18.05.2111:53
Aus eigener Erfahrung mit meinem Fotoarchiv und den ähnlichen Wünschen eines Freundes, dem ich helfen wollte seine Fotos zusammenzuführen, individuelle Kategorisierungen etc. zu erstellen, bin ich bei der Photos app verzweifelt. Stattdessen kann man nur hoffen, dass die Aufnahmedaten richtig sind und sie durch die KI vom Datum her richtig einsortiert werden. Ich empfinde es als Krampf mit Photos externe Fotos zu verwalten.

Um externe Fotos für Photos app in richtiger Folge einzusortieren, habe ich auf iOS Basis die kleine app „exif Viewer“, womit ich Datum und Orte nachträglich bestimmen kann. Dazu verschiebe ich die zuletzt importierten Bilder in einen temporäres Fotoalbum, damit ich die auf anhieb mit exif Viewer finden kann. Dann kann man in folge mehrere Fotos auswählen und entsprechende Änderungen vornehmen. Erst dann sind sie in Photos app richtig einsortiert bzw. durch die KI zu finden/zu gebrauchen.

Ich stimme @wicki voll zu! Für archivarische Zwecke ist die Photos app nur bedingt zu gebrauchen. Sie ist eher ein „live“, ein aktives Photosystem welch seine Vorzüge im täglichen Gebrauch hat.

Ich frage mich auch schon seit geraumer Zeit, die rund 40.000 Fotos auszudünnen und den größten Teil zu archivieren.

Eines der Vorzüge von Photos und auch iPhoto sind die Personenerkennungen. Gibt es überhaupt eine Möglichkeit diese als Metatags oder exif o.ä. mit den Foto zu exportieren?

Dann nämlich würde ich zum archivieren auch die NAS oder auch einfache Auslagerung als Lösung betrachten, sprich Photos app nur noch für den täglichen Gebrauch nutzen bzw. die schönsten Momente drauf behalten.
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Gerhard100
Gerhard10018.05.2112:03
mit Photos komme ich sehr gut zurecht. Meine ca. 12.000 Fotos begleiten mich überall hin, unzählige Male konnte ich andere Menschen erfreuen, wenn ich spontan mit meinem iPhone eine Geschichte erzählen konnte, mit wenigen Klicks und ohne Vorbereitung Fotos von gemeinsamen Erlebnissen, von Personen und Orten finden und zeigen konnte. Alles sehr schön auf dem iPhone oder iPad aufbereitet und am iMac wunderbar zu bearbeiten und zu verschlagworten, in Alben zu sortieren etc. etc. ...

Das Familienalbum, wie von Abercrombie gewünscht, wäre natürlich nochmal eine riesen Chance, dass die Fotos der/den kommenden Generationen zur Verfügung stehen. Es wäre interessant, ob es eine solche Lösung aktuell überhaupt gibt. Hätte ich die Bilder als Dateien auf einem NAS, würden meine Kinder dann in 30 Jahren mein NAS erben mit den dann 100.000 Fotos bzw. nur die 100.000 Dateien. Das interessiert dann vermutlich nur ein staatliches Archiv oder Museum, wenn es sich um sehr spezielle oder historische Aufnahmen handelt.

Ich genieße deshalb die heutigen Möglichkeiten und teile Bilder vom Urlaub, Ostern, Weihnachten, Geburtstagen, Architektur, Hobby etc. über geteilte Alben. Funktioniert auch sehr gut, jeder kann sich anschauen oder downloaden, was ihm gefällt, der Rest ist für niemanden ein Balast,

Mit meiner Frau schauen wir von Zeit zu Zeit (1-2 mal im Jahr) die Mediatheken durch uns schicken uns die fehlenden bzw. interessierenden Bilder per Airdrop. Macht kaum Arbeit.

Fazit: Photos ist für eine Archivierung im Sinne einer reinen Aufbewahrung oder Weitergabe an die nächste Generation vermutlich tatsächlich ungeeignet. Das Thema Archivierung geht aber m.E. weit über reine Software-Fragen hinaus, wer kennt schon die Dateistrukturen und -Formate künftiger Jahrzehnte und wie schaut die Hardware in 25 Jahren aus?
Das macht Photos aber nicht schlecht, ich fühle mich deshalb auch nicht wie wicki von der AI bevormundet, sondern unterstützt.
+3
Ely
Ely18.05.2112:34
Die EXIF-Daten sind teilweise falsch, wenn die Bilder durch iCloud gingen.

Nur das Aufnahmedatum selbst ist richtig, das Datum und die Uhrzeit des Erstellens der Datei liegt mehrere Stunden bis einem Tag falsch. Und dann entsteht noch ein Änderungsdatum nebst Uhrzeit, auch falsch, weil Stunden oder am nächsten Tag der eigentlichen Aufnahme gestempelt. Auch dann, wenn man an der Aufnahme nichts verändert hat.

Das totale Chaos und eine chronologische Sortierung ist somit per Dateisystem, egal welches OS, nicht mehr möglich.

Da muß also wieder ein Tool her, um Bugs zu umschiffen. Bei mir ist das CM Batch MMedia Date Changer.

Die Bilder selbst organisiere ich ganz archaisch in Verzeichnissen. Also pro Jahr ein Ordner, darin weitere Ordner mit den Ereignissen und ein Ordner für allgemeine Bilder.

So habe ich mein digitales Fotoarchiv seit 1998 völlig problemlos über drei Betriebssysteme gebracht, es ist ein klares System, das sich jedem sofort erschließt.
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