Push-Nachrichten von MacTechNews.de
Würden Sie gerne aktuelle Nachrichten aus der Apple-Welt direkt über Push-Nachrichten erhalten?
Forum>Apple>Der Apple-Aktien-Thread (März 2021)

Der Apple-Aktien-Thread (März 2021)

macbeutling
macbeutling01.03.2109:32
Hallo Leute,

Zeit ist momentan ein rares Gut, deswegen hier nur schnell mal die Eröffnung.
„Glück auf🍀“
0

Kommentare

Weia
Weia04.03.2107:29
Am Mittwoch war das zyklische Zeitfenster beendet. Aufgrund der zur Zeit enormen Volatilität gibt es allerdings schon wieder zwei Wendepunkte, die beide die Anforderungen an einen zyklischen Wendepunkt erfüllen würden: das Tief vom Freitag und das Hoch vom Montag.

Erneut haben wir es also mit einer Ambivalenz zu tun, die sich (wie nun schon gewohnt …) dadurch auflösen wird, dass der S&P 500 als nächstes entweder das Top vom Montag (3914,50) übersteigt (dann war der zyklische Wendepunkt das Tief am Freitag) oder unter das Tief vom Freitag (3789,54) fällt (dann war der zyklische Wendepunkt das Hoch am Montag, also eine Inversion).

Diesmal schaut es allerdings anders als bei den bisherigen Ambivalenzen tatsächlich danach aus, dass es sich um eine Inversion handelt, denn nach dem rasanten Anstieg vom Montag gab es keine Folgekäufe mehr, sondern eher eine Art Erschöpfung (der Dienstag war der Tag mit den geringsten Umsätzen an der NASDAQ in diesem Jahr bislang), und mittlerweile hat der S&P 500 fast alle Gewinne vom Montag wieder abgegeben und ist nicht mehr sonderlich weit vom Freitags-Tief entfernt.

Das sieht nicht schön aus (vor allem eingedenk der absurden Euphorie), allerdings gab es keine Divergenz zwischen S&P 500 und Marktbreite, so dass ein eventuelles Top wahrscheinlich wiederum nicht das Top sein dürfte, selbst wenn der S&P 500 jetzt 10% oder 20% fallen sollte. (Sich in diesen luftigen Höhen darauf seelenruhig zu verlassen und Stops zu vernachlässigen, ist aber vielleicht keine gute Idee.)

Das heißt aber nicht, dass das auch für alle einzelnen Aktien, und hier namentlich die Technologieaktien gilt, die viel überbewerteter sind als der Rest. Der S&P 500 könnte nach einer Korrektur nochmals ein neues Hoch machen, ohne dass das die Technologieaktien auch schaffen.

Daher konzentriere ich mich heute auf AAPL, denn diese Aktie ist an einer kritischen Stelle angelangt. Hier zunächst zur Erinnerung und zum Überblick ein Monatschart mit den langfristig bedeutsamen Unterstützungs- und Widerstandslinien:



Die violette Widerstandslinie hatte ich ja als bestmögliche Parallele zur kritischen Roten Linie beim S&P 500 eingeführt, die freilich aufgrund der viel längeren Historie des S&P 500 verlässlicher ist als die violette Linie bei AAPL. Es ist aber die beste vergleichbare Linie, die wir haben.

Ihr könnt auf einen Blick sehen, dass AAPL bereits zu dieser Linie zurückgekehrt ist (während der S&P 500 noch 550 Punkte über der Roten Linie steht). Mehr noch, an dieser Stelle verläuft im Augenblick zugleich die steilere der beiden grünen Aufwärtstrendlinien (durch die Tiefs 2003 und 2016). Wenn AAPL durch diese massive Unterstützung zweier wichtiger Linien nachhaltig hindurchfällt, wird charttechnisch ein Rückgang auf den Bereich um 80$ (markiert durch den hellblauen waagrechten Balken) zur ernstzunehmenden Gefahr (einzige verbliebene höhere, eher schwache Unterstützung wäre das September-Tief knapp über 100$).

Die Unterstützung bei 80$ resultiert aus dem Prä-Corona-Hoch und der weniger steilen grünen Aufwärtstrendlinie (durch die Tiefs 2003 und 2019), die im Juli dieses Niveau erreicht. Idealerweise würde in diesem Fall AAPL also das Tief bei 80$ im Juli machen.

Der nächste Chart ist ein Tageschart, um sich die Dinge aus der Nähe anzusehen:



Seit dem September-Tief hatte sich wie geschildert der hellgrüne leicht steigende Trendkanal herausgebildet, in dem AAPL bis Ende Januar im Wesentlichen verharrte. Im Zuge der Euphorie bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen brach AAPL scheinbar über den Trendkanal aus, machte ein neues, letztes Allzeithoch und fiel dann sofort in den Trendkanal zurück – eine klassische Bullenfalle. Wie bei einem misslungenen Ausbruch üblich, marschierte der Kurs dann an das andere Ende des Trendkanals, an dem sich, Zufall über Zufall, in diesem Augenblick auch die beiden im Monatschart besprochenen langfristigen Linien trafen.

Wenig verwunderlich schnellte AAPL angesichts dieser massiven Unterstützung wieder kurzfristig nach oben, doch überzeugend war das bislang nicht; AAPL steht immer noch gefährlich nahe an dieser Unterstützung. Zoomen wir nun noch weiter hinein in einen Stundenchart, um zu sehen, wie kritisch die Situation für AAPL gerade ist:



Die bisherige Abwärtsbewegung vom Allzeithoch 0 zur massiven Unterstützung bei 3 besteht deutlich sichtbar aus 2 Schüben, ist also bislang eine Abwärtskorrektur im Aufwärtstrend. Könnte AAPL nun, ohne zuvor 3 zu unterbieten, über 1 bei 130,21$ steigen, so wäre der Abwärtstrend höchstwahrscheinlich abgeschlossen (da sich innerhalb eines Trends die einzelnen Schübe nicht überlappen dürfen – endgültige Bestätigung bei Anstieg über 2), bestünde also nur aus 2 Schüben und wäre folglich eine Abwärtskorrektur im somit bestätigten Aufwärtstrend.

Aber danach sieht es ganz aktuell nicht aus. Im Gegenteil, AAPL ist von 3 bis 6 nach oben gelaufen, hat aber an der kurzfristigen roten Abwärtstrendlinie wieder nach unten gewendet.

Und jetzt wird es kritisch: die Bewegung von 3 bis 6 besteht ersichtlich bislang nur aus 2 Aufwärtsschüben. Fällt AAPL nun unter 5 (120,54$), so ist diese Aufwärtsbewegung abgeschlossen (aus demselben Grund wie oben beim Abwärtstrend), besteht nur aus 2 Aufwärtsschüben und ist folglich eine Aufwärtskorrektur im Abwärtstrend. Daraus folgt logisch, dass AAPL ein neues Tief unter 3 machen wird. Aber wenn AAPL das tut, besteht die Abwärtsbewegung von 0 zu diesem neuen Tief plötzlich aus drei Abwärtsschüben, und das bedeutet, dass der neue Haupttrend ein Abwärtstrend ist. Zugleich ist dann die massive Unterstützung von grüner und violetter Linie und hellgrünem Trendkanal nach unten durchbrochen, was den Abwärtstrend bestätigt.

Es gibt keine Regel dafür, wie lange der dritte, letzte Schub einer Bewegung ist, sobald er den vorausgegangenen Extrempunkt überwunden hat. im Extremfall könnte der dritte Abwärtsschub direkt in den 80$-Bereich führen; auszuschließen ist das bei der herrschenden Euphorie und angesichts der oben besprochenen Charttechnik nicht. Ebenso könnte AAPL aber bald nach Unterschreiten von 3 nach oben wenden und die abgeschlossene 3-schübige Abwärtsbewegung von 0 zum neuen Tief nach oben korrigieren; das käme einem plausiblem Kampf um die violette Linie gleich. Aber da der Abwärtstrend von 0 zum neuen Tief nun den Haupttrend darstellt, wäre von Beginn an klar, dass die Aufwärtsbewegung nur eine Aufwärtskorrektur im Abwärtstrend darstellt, nach deren Ende AAPL auf neue Tiefs fällt, entweder im Bereich 100$ oder aber, etwas wahrscheinlicher, 80$.

Mit anderen Worten ist AAPL im Augenblick in einer Schmetterlingsflügelschlagsituation: Ein Unterschreiten von 120,54$ (gerade einmal 1,52$ unter dem heutigen Schlusskurs) löst wahrscheinlich eine Kettenreaktion aus, in deren Rahmen AAPL bis 80$ fallen kann.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+11
michayougo04.03.2115:13
Dankeschön für die Analyse. Ich staune nicht schlecht was man alles aus den Linien lesen kann. Ich bin darin nicht bewandert aber verfolge den Thread mit Interesse.
+1
SuperGrobi04.03.2116:41
kurz gerissen gilt nicht oder?
0
Weia
Weia04.03.2116:44
michayougo
Ich staune nicht schlecht was man alles aus den Linien lesen kann.
Ich auch. Deshalb fasziniert mich als Soziologe das Thema ja so.

Die Soziologie hat stets mit der Datenerhebung zu kämpfen, wenn es um die Verhältnisse und Einstellungen von Menschen zu gesellschaftlich relevanten Fragen geht. Wer sagt schon unbefangen zu 100% die Wahrheit bei Fragen nach wirtschaftlichen Verhältnissen, politischen Ansichten, Hoffnungen, Ängsten, sexuellen Vorlieben, … – und wie ließe sich das präzise quantifizieren?

Die Aktienmärkte sind der seltene Fall, wo die gesellschaftliche Praxis (das Handeln an der Börse) quantitative Messdaten (die Kurse) selbst erzeugt, sodass ein nicht durch den Beobachter gefiltertes, authentisches Abbild massenpsychologischer Mechanismen sichtbar wird. Dass dieses Abbild, der statistische Durchschnitt unserer von uns selbst meist als höchst individuell wahrgenommenen Hoffnungen und Ängste, dann strukturellen und mathematischen/geometrischen Gesetzmäßigkeiten zu unterliegen scheint, ist bemerkenswert. In der Masse sind wir alle offenkundig weit weniger individuell, als wir uns selbst gerne sehen.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
Weia
Weia04.03.2116:47
SuperGrobi
kurz gerissen gilt nicht oder?
Streng genommen gilt es. <fehlender Papst^2-Smiley/>

Aber es ist ja nur eine Wahrscheinlichkeitaussage …
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
Weia
Weia04.03.2117:06
AAPL hat den Stop also kurz um 22¢ gerissen, der S&P 500 hat 0,56 Punkte über dem Tief vom Freitag nach oben gewendet.

Für praktische Belange sollte man die Goldwaage also vielleicht noch im Schrank lassen, bis die Bewegungen deutlicher werden (mit dem Risiko, dass es dann ggf. sehr schnell geht).
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
-1
KarstenM
KarstenM04.03.2117:18
So wie es momentan bei den Tech-Werten zugeht, möchte man ja fast schon in den "sicheren Bitcoin-Hafen" wechseln
+2
pünktchen
pünktchen04.03.2117:25
Weia
der statistische Durchschnitt unserer von uns selbst meist als höchst individuell wahrgenommenen Hoffnungen und Ängste

.. verzerrt durch die unterschiedliche Grösse der Geldbörse.
-1
HumpelDumpel
HumpelDumpel04.03.2118:51
120,26
Wird es jetzt weiared... ?
0
Greetsiel04.03.2119:28
Cool bleiben, abwarten, nachkaufen
+1
Mapache04.03.2119:48
michayougo
Dankeschön für die Analyse. Ich staune nicht schlecht was man alles aus den Linien lesen kann. Ich bin darin nicht bewandert aber verfolge den Thread mit Interesse.

Ich finde es erschreckend, was man wohl aus ein paar Strichen lesen kann.
-1
Weia
Weia04.03.2119:48
Greetsiel
Cool bleiben, abwarten, nachkaufen
Wie kommst Du zu dieser Aussage?

Das war das Mindset, das beim letzten Mal, als zuvor eine ähnliche Euphorie wie jetzt geherrscht hatte, nämlich 2000, die perfekte Methode zum raschen Ruin war.

Ein derart steiler Ratschlag wäre daher vielleicht begründungsbedürftig.

Cool bleiben ist an der Börse immer gut, Abwarten ist manchmal richtig und manchmal verhängnisvoll, aber AAPL jetzt noch nachzukaufen ist ein mehr als heikler Vorschlag. Die besten Zeiten dieser Aktie sind (wie unlängst begründet schon allein aufgrund der Größe des Unternehmens) definitiv vorbei und längerfristig stehen der Aktie erhebliche Kursverluste ins Haus.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
-1
Mapache04.03.2119:53
Weia

Die Aktienmärkte sind der seltene Fall, wo die gesellschaftliche Praxis (das Handeln an der Börse) quantitative Messdaten (die Kurse) selbst erzeugt, sodass ein nicht durch den Beobachter gefiltertes, authentisches Abbild massenpsychologischer Mechanismen sichtbar wird. Dass dieses Abbild, der statistische Durchschnitt unserer von uns selbst meist als höchst individuell wahrgenommenen Hoffnungen und Ängste, dann strukturellen und mathematischen/geometrischen Gesetzmäßigkeiten zu unterliegen scheint, ist bemerkenswert. In der Masse sind wir alle offenkundig weit weniger individuell, als wir uns selbst gerne sehen.
Die Frage ist hier, wie stark man diese mathematischen Analysen als Störvariablen in die Betrachtung einbeziehen muss. Wie stark beeinflusst die Analyse die Ergebnisse, auf den sie selbst ruht?
+1
Greetsiel04.03.2119:58
Ich habe nicht gesagt, dass man (ich) JETZT nachkaufen sollte!
Genau lesen, bitte!
0
Weia
Weia04.03.2120:06
Greetsiel
Ich habe nicht gesagt, dass man (ich) JETZT nachkaufen sollte!
Schon klar, Du schriebst ja abwarten. Im Lesefluss suggerierte das aber schon, dass es sich da eher um Wochen, vielleicht Monate, aber wohl nicht Jahre handele. Sonst wäre das ja trivial; irgendwann in den nächsten 100 Jahren gibt es sicher gute Gelegenheiten zum Kauf von Aktien.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
Greetsiel04.03.2120:19
So war es gemeint, ja. Mein Bauch sagt Monate. Mein Bauch hat mir in den letzten Jahren gutes Geld gebracht.
Wenn du recht hast, hab ich Pech gehabt. Schauen wir mal in Ruhe, was passiert.
0
Weia
Weia04.03.2120:25
Mapache
Die Frage ist hier, wie stark man diese mathematischen Analysen als Störvariablen in die Betrachtung einbeziehen muss. Wie stark beeinflusst die Analyse die Ergebnisse, auf den sie selbst ruht?
Ja, das ist eine sehr gute Frage, die mir erhebliches Kopfzerbrechen bereitet hat, als ich begann, mich damit näher zu beschäftigen. So hätte ich damals z.B. nie irgendetwas von all dem in einem öffentlichen Forum wie hier verlauten lassen aus Furcht, dass es ab da nicht mehr funktionieren würde.

Mittlerweile kümmert mich das gar nicht mehr; bis auf Weiteres ist der Einfluss völlig marginal, weil einfach kein Schwein (oder nur verschwindend wenige Schweine ) diese Überlegungen ernst nimmt.

Praktisch jede einzelne der Analysen dürfte nicht mehr funktionieren, wenn eine relevante Anzahl von Marktteilnehmern sie in ihrem Handeln berücksichtigen würde. Sie funktionieren aber alle noch, unverändert wie vor retrospektiv 50 Jahren, als nur eine winzige Minderheit all die Daten zur Verfügung hatte, die wir heute zur Verfügung haben, und vor 100 Jahren, als es diese Art von Analysen noch gar nicht gab.

Möglicherweise sind die psychischen Mechanismen, die letztendlich zum Kauf oder Verkauf von Aktien in einem bestimmten Augenblick führen, auch so tief in uns verankert, dass sie sich auch wider besseres Wissen durchsetzen. Wäre ja nicht der einzige Bereich im menschlichen Leben, wo wir wieder und wieder dieselben Fehler machen, obwohl wir es eigentlich besser wissen (könnten) …
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
thomas b.
thomas b.04.03.2122:08
Weia
...

Erneut haben wir es also mit einer Ambivalenz zu tun, die sich (wie nun schon gewohnt …) dadurch auflösen wird, dass der S&P 500 als nächstes entweder das Top vom Montag (3914,50) übersteigt (dann war der zyklische Wendepunkt das Tief am Freitag) oder unter das Tief vom Freitag (3789,54) fällt (dann war der zyklische Wendepunkt das Hoch am Montag, also eine Inversion).

...

Ok, der S&P 500 ist heute mit 3.768,47 Punkten nach Hause gegangen, das war dann schon mal kein gutes Zeichen.
-1
Weia
Weia04.03.2122:11
Greetsiel
Mein Bauch hat mir in den letzten Jahren gutes Geld gebracht.
Meiner verschlingt & verdaut immer nur welches. 😶

Wenn Dein Bauch so mutig ist, in Schwäche hinein zu kaufen, und das Durchhaltevermögen hat, wenn es ggf. erst noch weiter nach unten geht, dann ist er seit 2009 immer belohnt worden (was AAPL betrifft, sogar noch länger), das stimmt.

Aber das sind Börsenphasen, die irgendwann zu Ende gehen und durch andere abgelöst werden wie z.B. zwischen 1954 und 1982, in denen Du inflationsbereinigt 28 lange Jahre keinen Cent verdient hättest. Und dann musst Du aufpassen, dass Dein Bauch durch seine jetzigen guten Erfahrungen nicht so konditioniert wurde, dass er in einer solchen Phase blind so weitermachen will, wie es nur in der vorangegangenen Phase angebracht war. Denn dann verlierst Du vielleicht alles wieder (und wärest damit nicht Erste).
Wenn du recht hast, hab ich Pech gehabt.
Das kann schon noch eine Weile so weitergehen, insbesondere, wenn sich das hier mehrfach beschriebene Blow-Off-Szenario entfaltet. Aber irgendwann hört es auf.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
MacRS04.03.2122:19
Wird bei diesen Überlegungen eigentlich auch die Geldmengeninflation berücksichtigt? Da ist ja gerade in den letzten Monaten sehr viel passiert.
0
Weia
Weia04.03.2122:23
thomas b.
Ok, der S&P 500 ist heute mit 3.768,47 Punkten nach Hause gegangen, das war dann schon mal kein gutes Zeichen.
Naja, das heißt, dass der zyklische Wendepunkt diesmal ein Top war und der Markt jetzt also in einem Abwärtstrend ist. Bislang liefen die am Wendetag eingeleiteten Trends grob 10 bis 20 Tage, aber das ist nicht näher festgelegt.

Es gibt eine Analysefirma namens Stock Traders’ Almanac, die alle möglichen jahreszeitlichen US-Börsentrends akribisch statistisch auswertet. Der statistisch durchschnittliche März im Nachwahljahr läuft demnach so ab: starker Beginn, dann Abwärtstrend bis Monatsmitte, dann Erholung, aber erneute Schwäche in den letzten Tagen des Monats.

Das würde genau passen. Die Schwäche zum Monatsende bereitet dann das nächste zyklische Tief vor.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
Weia
Weia04.03.2122:29
MacRS
Wird bei diesen Überlegungen eigentlich auch die Geldmengeninflation berücksichtigt?
Wenn Du mit den Überlegungen meine Analyse meinst, nein, nicht explizit.

Das wäre ja eine fundamentale Begründung für das Kursverhalten. Ich habe das natürlich im Hinterkopf, aber der Analyseansatz versucht fundamentale Überlegungen so weit wie möglich auszublenden, da sie aus dieser Perspektive nicht Ursache der Marktbewegungen sind, sondern ihrerseits selbst Ausfluss der massenpsychologischen Verfasstheit einer Gesellschaft und ihrer Entscheidungsträger.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
Quartiermeister05.03.2108:42
Die Großanleger sorgen sich darüber, dass die Geldflut an den Börsen reduziert wird und am Anleihenmarkt steigen die Zinsen, was bedeutet: Raus aus Aktien.
Es ist schon die Rede von einem bevorstehenden Crash.

Egal, Apple-Aktien sind immer ein gutes Investment und wer das Geld nicht braucht, wird auch bei fallenden Kursen geduldig bleiben.
0
cheesus1
cheesus105.03.2109:05
Quartiermeister
Egal, Apple-Aktien sind immer ein gutes Investment und wer das Geld nicht braucht, wird auch bei fallenden Kursen geduldig bleiben.

Weias Widerspruch in 3... 2... 1...
+1
Dirki05.03.2109:25
Dieser Widerspruch wäre auch berechtigt !
cheesus1
Quartiermeister
Egal, Apple-Aktien sind immer ein gutes Investment und wer das Geld nicht braucht, wird auch bei fallenden Kursen geduldig bleiben.

Weias Widerspruch in 3... 2... 1...
+2
Weia
Weia05.03.2114:01
cheesus1
Weias Widerspruch in 3... 2... 1...
Da habe ich gerade selig geschlummert … 😴 🛏 😇
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
Weia
Weia05.03.2114:24
Weia
der Analyseansatz versucht fundamentale Überlegungen so weit wie möglich auszublenden, da sie aus dieser Perspektive nicht Ursache der Marktbewegungen sind, sondern ihrerseits selbst Ausfluss der massenpsychologischen Verfasstheit einer Gesellschaft und ihrer Entscheidungsträger.
Die jetzige Situation ist übrigens ein wunderbares Beispiel dafür, dass eben nicht die fundamentalen Daten die Kursbewegungen an der Börse bestimmen, sondern die – massenpsychologisch konditionierte – Interpretation dieser Daten. Denn exakt dieselben Daten (Impffortschritte, bevorstehende zusätzliche Finanzspritze durch die Biden-Regierung), die Ende letzten Jahres für massive Kursanstiege sorgten, weil sie die Hoffnung auf eine Rückkehr wirtschaftlicher Normalität beförderten, sorgen jetzt für Kurseinbrüche aus Angst vor der damit verbundenen Inflationsgefahr. Bekannt waren Chancen und Gefahren aber natürlich beide zu jeder Zeit gleichermaßen und haben sich auch nicht geändert; was sich geändert hat, ist die massenpsychologisch determinierte psychische Gewichtung der damit verbundenen Hoffnungen und Ängste.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
Weia
Weia05.03.2116:55
AAPL ist jetzt unter 3 gefallen und hat damit die Prognose erfüllt, die ausgelöst wurde, als AAPL unter 5 fiel.

Damit ist (aufgrund dreier kompletter Abwärtsschübe) bestätigt, dass sich AAPL seit 0 mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem mittelfristigen und noch andauernden Abwärtstrend befindet.

Kurzfristig hat AAPL jetzt wie gesagt mehrere Möglichkeiten. Die Aktie kann
  • den Abwärtstrend in einem weiterhin andauernden 3. Abwärtsschub direkt fortsetzen bis zu 100$ oder 80$, zwei möglichen Kurszielen
  • bald nach oben wenden, die bisherigen 3 Abwärtsschübe des Abwärtstrends seit 0 nach oben korrigieren und sich also zunächst wieder über die violette Linie „retten“, aber unter der Maßgabe, zu einem späteren Zeitpunkt (ohne vorheriges neues Allzeithoch) den Abwärtstrend wieder aufzunehmen und die violette Linie dann nachhaltig zu durchbrechen. Für die Bestätigung dieser Variante der Analyse ist wichtig, dass die Aufwärtskorrektur bestimmten, für Korrekturen typischen Strukturen entsprechen wird; tut sie das nicht, wäre das ein Hinweis auf eine fehlerhafte Analyse. Das würde ich dann ggf. hier natürlich thematisieren.
Ich halte die zweite Variante für etwas wahrscheinlicher.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
Weia
Weia05.03.2117:22
Mapache
Ich finde es erschreckend, was man wohl aus ein paar Strichen lesen kann.
Erschreckend in welcher Hinsicht eigentlich?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
SuperGrobi08.03.2122:57
Na, vielleicht wirds ja doch Variante 1 . Beim S&P sieht das aber eher nicht nach einem Top zum Monatsanfang aus oder? Wenns noch ein paar Tage aufwärts geht, würde man es rückblickend dann vielleicht eher ein Tief nennen oder ist das abwegig? Erschreckend finde ich eher, wenn mir die grobe Richtung so unklar ist. Da würde ich die Stops lieber kurz halten, geht aber schlecht aufgrund der Volatilität.
0
Weia
Weia08.03.2123:44
SuperGrobi
Na, vielleicht wirds ja doch Variante 1 .
Kann gut sein. Wie ich schrieb, war die Wahrscheinlichkeit der beiden Varianten nicht sonderlich unterschiedlich (nur etwas).
Beim S&P sieht das aber eher nicht nach einem Top zum Monatsanfang aus oder?
Doch, ganz eindeutig. Die Kursspanne des S&P 500 in den 4 Tagen des Zyklusfensters war 3789,54 – 3914,50. Über das Top ist der S&P 500 danach nicht mehr hinausgekommen (oder auch nur in die Nähe), das Tief hat er bislang um 66,20 Punkte unterboten und ist dabei vom zyklischen Top bis zum (bisherigen) Tief bereits 191,16 Punkte = 5% gefallen. Das würde ggf. ja wohl bereits für ein relevantes Top reichen. Dass zur Zeit solche Bewegungen in Tagen statt Wochen stattfinden, spielt dabei keine Rolle.
Wenns noch ein paar Tage aufwärts geht
Wenns – aber genau das wird es eben aufgrund des begonnen Abwärtstrends wahrscheinlich nicht tun. Abwärtstrend heißt doch nicht, dass es nur noch bergab geht. Es heißt, dass jeder Anlauf nach oben nicht mehr ganz so hoch kommt wie der vorangegangene, und das ist bislang der Fall.

Und wieso noch ein paar Tage aufwärts? Heute ging es abwärts. Nach dem zyklischen Top am Montag ging es 3 Tage lang ebenfalls nur abwärts. Der Freitag war der einzige der letzten 5 Tage, der im Plus schloss. 1:4. Leidest Du an Wahrnehmungsverzerrung?
würde man es rückblickend dann vielleicht eher ein Tief nennen oder ist das abwegig?
Das ist abwegig aus den oben genannten Gründen. Der Markt ist nach Ende des zyklischen Zeitfensters unter dessen Kursspanne gefallen; das ist die Definition von Top.
Erschreckend finde ich eher, wenn mir die grobe Richtung so unklar ist.
Wenn Dir die grobe Richtung gerade unklar ist, solltest Du dem Markt fernbleiben.

Aber sie ist doch eigentlich ziemlich klar: 4 aufeinanderfolgende Tops im S&P 500, jedes niedriger als das vorausgegangene. Man nennt das auch Abwärtstrend. Der ist dann zu Ende, wenn es erstmals wieder ein höheres Top gibt und/oder die kurzfristige Abwärtstrendlinie seit dem 16. Februar nachhaltig nach oben durchbrochen wird.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
-1
Weia
Weia09.03.2104:29
Hier noch eine hübsche kleine Statistik: Der Dow Jones Industrial Index stieg heute um 1% (Intraday-Allzeithoch inklusive), der NASDAQ fiel um mehr 2% (und ist jetzt deutlich über 10% vom Allzeithoch am 16. Februar gefallen und somit „offiziell“ in einer Korrektur (AAPL ist heute 20% von ihrem Hoch am 25. Januar gefallen und damit „offiziell“ in einem Bärenmarkt)).

Das letzte Mal trat eine derartige Divergenz zwischen Dow Jones und NASDAQ am 8. März 2001 auf.

Was damals danach passierte: der S&P 500 fiel in den darauffolgenden 10 Tagen um 15%.

Klar, eine Schwalbe macht noch keine Statistik. Aber wenn auch nicht so prominent gefährlich wie eine Divergenz zwischen Index-Kursen und (zur Zeit eher guter) Marktbreite, so ist doch generell auch eine derart krasse Divergenz zwischen zwei Indizes ein Warnsignal. Ein zerissener Markt ist kein gesunder Markt.

PS: Der 200-Tagesdurchschnitt von AAPL ist heute bei 114,10$. Das wäre ein guter Vorwand für AAPL, kurzfristig nach oben zu wenden.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
pünktchen
pünktchen09.03.2108:51
Ok ich verkaufe dann mal panisch alles.
+2
pünktchen
pünktchen09.03.2109:19
PS: da verkauft mein doofer Brooker doch glatt als erstes einen einzigen winzigen Anteilsschein so dass mir nach Abzug der Gebühren noch 10 Cent Gewinn vor Steuern bleiben
+2
Weia
Weia09.03.2118:09
Weia
Man nennt das auch Abwärtstrend. Der ist dann zu Ende, wenn es erstmals wieder ein höheres Top gibt und/oder die kurzfristige Abwärtstrendlinie seit dem 16. Februar nachhaltig nach oben durchbrochen wird.
Nämliche kurzfristige Abwärtstrendlinie verläuft heute bei Marktschluss übrigens bei 3898 (im Augenblick bei 3900). Wird also interessant, wo der S&P 500 heute schließt.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
MKL
MKL09.03.2123:34
Weia
Weia
Man nennt das auch Abwärtstrend. Der ist dann zu Ende, wenn es erstmals wieder ein höheres Top gibt und/oder die kurzfristige Abwärtstrendlinie seit dem 16. Februar nachhaltig nach oben durchbrochen wird.
Nämliche kurzfristige Abwärtstrendlinie verläuft heute bei Marktschluss übrigens bei 3898 (im Augenblick bei 3900). Wird also interessant, wo der S&P 500 heute schließt.

3.875 ist knapp drunter.
Und was nun?

War ja ein Wahnsinnstag - mit TSLA mit knapp 20%. Der Markt reagiert echt nur noch extrem.
0
Weia
Weia10.03.2107:12
MKL
Weia
Weia
Man nennt das auch Abwärtstrend. Der ist dann zu Ende, wenn es erstmals wieder ein höheres Top gibt und/oder die kurzfristige Abwärtstrendlinie seit dem 16. Februar nachhaltig nach oben durchbrochen wird.
Nämliche kurzfristige Abwärtstrendlinie verläuft heute bei Marktschluss übrigens bei 3898 (im Augenblick bei 3900). Wird also interessant, wo der S&P 500 heute schließt.
3.875 ist knapp drunter.
Und was nun?
Na, der Abwärtstrend seit 16. Februar ist nach wie vor intakt, was sonst? Sicher könnte sich das jetzt relativ rasch ändern, aber noch ist das nicht der Fall. Drunter ist drunter (übrigens in allen Indizes – bis auf den Dow Jones natürlich, der munter neue Allzeithochs macht …), und soooo knapp sind 25 Punkte eigentlich nicht … (normalerweise )
War ja ein Wahnsinnstag - mit TSLA mit knapp 20%.
Aber auch da ist der Abwärtstrend dennoch intakt.
Der Markt reagiert echt nur noch extrem.
Richtig, der Markt ist emotional völlig am Durchdrehen. Und das ist was? Kein gutes Zeichen. Aber vielleicht Normalität bis zum Ende des Blow-Off-Tops, falls es denn noch kommt. Wäre ja konsistent mit Blow Off.

Wobei mir gerade eine andere Situation in den Sinn kommt, an die mich die jetzige vage erinnert, insbesondere, wie sich der Markt damals „angefühlt“ hat (Tageschart S&P 500):



Auch damals schien der Markt unaufhaltsam zu steigen, aber plötzlich kam eine Phase mit einem wilden Hin und Her mit bis zu dieser Zeit kaum gekannten Intraday-Schwankungen. Keiner wusste mehr, wo ihm der Kopf steht.

Aber plötzlich beruhigte sich alles wieder und der Markt setzte seine Aufwärtsbewegung fort, mit geringerer Volatilität als zuvor und somit geradezu beruhigend unspektakulär:



Aber dann wurde es ganz plötzlich doch noch spektakulär:



War 1987.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
Weia
Weia10.03.2116:06
Der S&P 500 hat jetzt auf intraday-Basis die Abwärtstrendlinie nach oben durchbrochen, wenn er das bis zum Marktschluss halten und nun auch noch intraday über das letzte Zwischenhoch vom 1. März steigen kann (3914,50), wäre der Abwärtstrend seit dem 16. Februar formell beendet. Die Marktbreite ist augenblicklich sehr stark, so dass das gut möglich wäre.

Näheres aus Zeitmangel ggf. leider erst heute Nacht bzw. morgen.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
SuperGrobi10.03.2120:47
Weia
Beim S&P sieht das aber eher nicht nach einem Top zum Monatsanfang aus oder?
Doch, ganz eindeutig...
Wenns noch ein paar Tage aufwärts geht
Wenns – aber genau das wird es eben aufgrund des begonnen Abwärtstrends wahrscheinlich nicht tun. Abwärtstrend heißt doch nicht, dass es nur noch bergab geht. Es heißt, dass jeder Anlauf nach oben nicht mehr ganz so hoch kommt wie der vorangegangene, und das ist bislang der Fall.
...
Leidest Du an Wahrnehmungsverzerrung?
würde man es rückblickend dann vielleicht eher ein Tief nennen oder ist das abwegig?
Das ist abwegig aus den oben genannten Gründen. Der Markt ist nach Ende des zyklischen Zeitfensters unter dessen Kursspanne gefallen; das ist die Definition von Top.
Grundsätzlich hast Du die 4 Tage definiert, aber wenn man es nicht ganz so starr sieht...
Unabhängig davon was morgen oder nächste Woche passiert (siehe 1987) sehe ich in diesem Fall die übergeordnete Bewegung plausibler. Zumindest nicht für so dumm, dass man mit der Arroganzkeule drauf schlägt
+1
SuperGrobi10.03.2121:02
Mag sein, dass es dreht und die nächsten 10-20 Tage abwärts geht. Das aus dieser einen Volatilitätsspitze herzuleiten fände ich zum jetzigen Zeitpunkt zumindest als nicht wahrscheinlicher als das oben skizzierte Gegenteil.
0
SuperGrobi10.03.2121:14


Figuren kann man sicher viele finden und auch wenn ich noch lange nicht sooo viel Erfahrung habe wie andere hier, stelle ich mal noch diese Variante zur Diskussion. Das würde sicher nur für ein paar Wochen so gehen...was haltet Ihr davon?
Gilt natürlich nur, wenn der momentane Ausbruch nach oben kurzfristig misslingt.
0
SuperGrobi10.03.2121:39

und wenns dann doch weiterläuft, dann vielleicht bis 4050?
0
Weia
Weia10.03.2121:40
SuperGrobi
Grundsätzlich hast Du die 4 Tage definiert, aber wenn man es nicht ganz so starr sieht...
Das hat mit Starrheit nichts zu tun. Wenn Du technische Analyse π × Daumen betreibst, öffnest Du der Gefahr Tür und Tor, Dir alles nach Deinem Bauchgefühl hinzubiegen, und das kann gefährlich sein (die Gefahr ist ohnehin schon groß genug).

Die 4 Tage sind statistisch validiert; es hat nichts mit Starrheit zu tun, darauf strikt zu achten.

Du hast dennoch einen wunden Punkt erwischt, weil ich bei meiner letzten Analyse in der Kürze meiner Passage zum Gesamtmarkt die Frage ausgeklammert habe, welche Rolle es spielt, dass der Februar nur 28 statt 30 oder 31 Tage hat und ob daher in Wirklichkeit nicht der letzte Donnerstag der letzte Zyklentag war. Denn das Tief am Donnerstag wäre in praktischer Hinsicht natürlich ein viel nützlicherer zyklischer Wendepunkt. Wenn dem so wäre, wäre der Markt seit Donnerstag in einem Aufwärtstrend und augenblicklich sieht es ja so aus, als würde das stimmen.
Zumindest nicht für so dumm, dass man mit der Arroganzkeule drauf schlägt
Äääähhh – worauf beziehst Du dich mit Arroganzkeule? Nichts dergleichen war beabsichtigt. Beziehst Du dich auf die Wahrnehmungsverzerrung? Das täte mir leid. Der Ausdruck war eher liebevoll frotzelnd gemeint, weil ich es lustig fand, von noch mehr Aufwärtstagen zu reden, wenn es doch in den letzten 5 Tagen gerade mal 1 gab (ein statistisch eher seltenes Vorkommnis). Nach dem Veröffentlichen des Beitrags dachte ich mir, dass ein Smiley hinter Wahrnehmungsverzerrung sicher kein Fehler gewesen wäre, aber da war es leider schon zu spät (die kurze Zeit zur Nachbearbeitung bei MacTechNews ist immer ein großes Problem für mich, aber die Programmierer haben halt offenkundig nicht mit so ellenlangen Beiträgen wie den meinen gerechnet. ). Also sorry! So sollte das absolut nicht rüberkommen.
Ja, das und auch die im Anschluss geposteten weiteren Charts sind alles plausible potentielle Verläufe, ich kann nur keine Bildungsgesetzmäßigkeiten darin erkennen, die eine statistisch abgesicherte Prognose zuließen.
Figuren kann man sicher viele finden
Eben. Die Aufgabe ist, mit Hilfe statistischer Gesetzmäßigkeiten herauszufinden, welche davon wahrscheinlich sind.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
MKL
MKL10.03.2122:36
Weia
Der S&P 500 hat jetzt auf intraday-Basis die Abwärtstrendlinie nach oben durchbrochen, wenn er das bis zum Marktschluss halten ...

Fast eine Punktlandung, oder was ist 3.898,81?
Weia
und nun auch noch intraday über das letzte Zwischenhoch vom 1. März steigen kann (3914,50), wäre der Abwärtstrend seit dem 16. Februar formell beendet.

Immerhin geschafft.

Ist der Abwärtstrend jetzt formell beendet, oder müssen wir morgen noch abwarten?
0
Weia
Weia11.03.2107:14
So, hier noch die versprochene ergänzende Analyse zum Gesamtmarkt. Kaum konzentriere ich mich in meiner Analyse mal auf AAPL und schreibe nur eine knappe Analyse zum Gesamtmarkt, stellt die sich als defizitär heraus. 🤬 Sorry!

Ich habe ja schon mehrfach geschrieben, dass zur Zeit die Analyse des Gesamtmarkts eher schwierig ist, weil gleich mehrere üblicherweise sehr zuverlässige technische Indikatoren ausfallen, allen voran die Stimmung.

Die ist zwar in den letzten Wochen von teraeuphorisch auf gigaeuphorisch gefallen, aber das hilft auch nicht weiter. Würde sie so funktionieren wie sonst, müsste der S&P 500 jetzt bei 10 stehen.

Trendlinien und Chartbilder helfen zwar, aber auch hier herrscht kurzfristig zur Zeit Knorx. Dow Jones Industrial (Allzeithoch), NASDAQ (10% in Korrekturstatus gefallen) und S&P 500 (irgendwo dazwischen) fallen in ihrem Verhalten völlig auseinander. Beim S&P 500 zeigte sich heute zwar der Widerstand der Abwärtstrendlinie seit dem 16. Februar bei (jetzt) 3897,50 deutlich, am Ende schloss er aber darüber, freilich nur ganze 1,3 Punkte. Und intraday wurde das Zwischenhoch vom 1. März ebenfalls knapp übertroffen. Also unter dem Strich wahrscheinlich (noch nicht hochwahrscheinlich) ein Ausbruch nach oben, der eigentlich zu einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung führen sollte. Aber ausgerechnet 2 der am höchsten gewichteten Komponenten des S&P 500, AAPL und TSLA, haben drei Abwärtsschübe vollendet und befinden sich also in einem klaren Abwärtstrend, der jetzt nur von einer eher kurzfristigen Aufwärtskorrektur unterbrochen werden sollte – was nicht zu einem nachhaltig ansteigenden S&P 500 passt.

Also Wirrwarr auch hier. Umso froher muss man wie gesagt um die technischen Werkzeuge sein, die nach wie vor verlässlich zu funktionieren scheinen. Und das sind (wie immer) die Marktbreite (Advance-Decline-Linie) und (zur Zeit) der Zyklus.

Als Wichtigstes daher zunächst der Status der Marktbreite, der ist nämlich eindeutig: Die Marktbreite hat heute ein neues Allzeithoch gemacht. Das heißt mit höchster Wahrscheinlichkeit, dass der Markt, wenn auch nicht zwingend sofort, weiter steigen wird.

Das ist eine sehr wichtige Grundaussage, hilft beim Timing aber nur bedingt. Dafür wäre der Zyklus zuständig, und ausgerechnet da war ich diesmal in meiner Analyse leider nicht gründlich genug.

Ich habe ja schon mehrfach betont, dass es reiner Zufall ist, dass „unser“ Zyklus gerade 1 Monat dauert und auch noch auf den Monatswechsel fällt. Damit stellt sich aber eine wichtige grundsätzliche Frage:
  • Ist dieser Zyklus ein Monatszyklus, fällt also immer auf den Monatswechsel?
  • Oder ist dieser Zyklus ein 265/12 = 30,5-Tageszyklus, der zufällig mit dem Monatswechsel zusammenfällt?
Ersteres wäre dann plausibel, wenn es einen irgendwie gearteten fundamental-kalendarischen Hintergrund, z.B. Monatsabschlüsse von Fonds etc., gäbe. Dagegen spräche dann aber, dass es diesen Zyklus in diesem Falle nicht erst seit knapp 2 Jahren geben dürfte, wie es aber der Fall ist.

Zweiteres entspräche dem normalen Charakter eines beliebigen Zyklus, der üblicherweise irgendwann ohne erkennbaren Grund aus dem Nichts auftaucht und irgendwann wieder dahin entschwindet; es wäre dann ein (aber natürlich schon merkwürdiger) Zufall, dass die Zykluswendepunkte ausgerechnet auf die Monatswechsel fallen.

Wenn wir von der zweiten als der plausibleren Variante ausgehen, dann stellt der Februar mit seinen 28 Tagen einen Sonderfall dar. Das zyklische Zeitfenster verschiebt sich dann nämlich um 30 – 28 = 2 Tage nach hinten, erstreckte sich also dieses Jahr vom 1. bis zum 4. März. Und Bingo – in dieses Zeitfenster fällt das Tief vom letzten Donnerstag, das als zyklischer Wendepunkt viel überzeugender ist als die Kandidaten zuvor – und auch erneut wie üblich eben ein Tief.

Ich hatte schon vor etlichen Wochen über diese Frage nachgegrübelt. Immerhin gibt es ja 1 Präzedenzfall in 2020 (2019 gab es den Zyklus im Februar noch nicht). 2020 war allerdings ein Schaltjahr, was die Sache erneut verschiebt – in diesem Fall wäre die Zyklusabweichung nur 1 Tag. Das Zeitfenster würde sich also vom letzten Handelstag im Februar bis zum 3. Handelstag im März erstrecken. Das war letztes Jahr die Zeitspanne vom 28. Februar bis zum 4. März. Das Tief war damals am 28. Februar, das passte also. Nur dummerweise hätte es ohne die Verschiebung des Zeitfensters um 1 Tag ebenso gepasst, denn dann wäre das Zeitfenster vom 27. Februar bis zum 3. März gelaufen. Mit anderen Worten: Der einzige für diesen Zyklus existierende Präzedenzfall konnte keine Auskunft darüber geben, ob der Zyklus nun ein Monatszyklus oder ein 30,5-Tage-Zyklus ist. Daher habe ich ausgerechnet kurz vor dem anstehenden Monatswechsel diese Frage aus den Augen verloren und aufgrund meiner knappen Gesamtmarktanalyse auch nicht wieder in den Blick bekommen. Das war ein grober Fehler von mir und ich kann mich für dieses Versäumnis nur entschuldigen.

Diese Überlegungen zum Zyklus abschließend würde ich jetzt also davon ausgehen, dass der zyklische Wendepunkt das Tief vom letzten Donnerstag war und der Markt sich also auch zyklisch gesehen jetzt im Aufwärtstrend befindet.

Allerdings heißt das auch hier nicht, dass die Bäume in den Himmel wachsen; immerhin hat der Zyklus ja des öfteren bereits zur Monatsmitte wieder kehrt nach unten gemacht, und die ist nur noch wenige Tage entfernt.

Zusammenfassend ist also davon auszugehen, dass der Markt sich in einem Aufwärtstrend befindet, der aber noch auf wackligen Beinen steht. Viel wird davon abhängen, wie sich jetzt die so prominenten wie augenblicklich schwachen Mitglieder des S&P 500, AAPL und TSLA, verhalten werden.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+6
pünktchen
pünktchen11.03.2110:41
Panisch verkaufen war also falsch?
+4
rosss11.03.2113:38
Weia
Viel wird davon abhängen, wie sich jetzt die so prominenten wie augenblicklich schwachen Mitglieder des S&P 500, AAPL und TSLA, verhalten werden.
pünktchen
Panisch verkaufen war also falsch?

Eventuell ja, eventuell nein.
+1
silversurfer2211.03.2115:59
pünktchen
Panisch verkaufen war also falsch?

naja, bislang geht es doch mit 2,5% ganz gut wieder gen Norden
+2
Weia
Weia11.03.2117:41
pünktchen
Panisch verkaufen war also falsch?
Ich werde ehrlich gesagt aus Deinen Ein-Satz-Beiträgen der jüngsten Zeit nicht ganz schlau.

Ist das schadenfrohe Polemik? Bitteschön, dann tob Dich aus.

Ist das irgendwie ernst gemeint? Dann verstünde ich nicht, wo zu diesem Zeitpunkt die „Panik“ herkäme.

Was AAPL betrifft, so habe ich zwar deutlich niedrigere Kurse als Möglichkeit genannt, aber auch geschrieben, dass ich es für etwas wahrscheinlicher halte, dass AAPL zunächst die 3-schübige Abwärtsbewegung vom Hoch nach oben korrigiert. Und mein genereller strategischer Ratschlag für mittel- bis langfristige Anleger hier (Und darum geht es doch in diesem Forum? Ich kann in diesem Rahmen doch keine kurzfristigen Trading-Ratschläge geben.) war, bei AAPL die Notbremse zu ziehen, wenn die Aktie nachhaltig (und das heißt mehr als ein paar Cents und mehr als ein, zwei Tage) unter die violette Linie fällt. Das ist aber erneut nicht geschehen. (Und eigentlich war ursprünglich ja sogar noch die Bedingung, dass auch der S&P 500 die Rote Linie unterschreitet; dieses Kriterium müsste aber zugegeben mal aktualisiert werden, da sich der S&P 500 mittlerweile weit darüber befindet.)

Was den Gesamtmarkt betrifft, so war der S&P 500 klar in einem kurzfristigen (seit gestern beendeten) Abwärtstrend. Aber von einem Allzeithoch aus. Es gibt doch keinen Grund zur Panik, wenn ein Marktindex von einem Allzeithoch aus mal eine Abwärtskorrektur macht!?! (Ja, ich hätte das kurzfristige Tief letzten Donnerstag mit einer korrekten zyklischen Analyse schneller erfassen können. Für diesen Fehler habe ich mich bereits entschuldigt.)

Und über was anderes als AAPL und S&P 500 habe ich hier nicht geschrieben. Woher also bitte „Panik“?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+6
Weia
Weia11.03.2117:42
rosss
pünktchen
Panisch verkaufen war also falsch?
Eventuell ja, eventuell nein.
Nö. 100% ja. Aus Panik zu handeln ist an der Börse immer falsch (und sonst vermutlich auch).
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2

Kommentieren

Diese Diskussion ist bereits mehr als 3 Monate alt und kann daher nicht mehr kommentiert werden.