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Forum>Apple>Der Apple-Aktien-Thread (März 2018)

Der Apple-Aktien-Thread (März 2018)

macbeutling
macbeutling01.03.1809:36
Was war das eine Achterbahnfahrt:
nachdem Apple seit dem Mitte-Januar-Hoch von 180$ eine zeitlang nur den seitlichen Weg kannte, kam es nach den Rekord-Zahlen vom 01.02.18 zu einer deutlichen Korrektur, die ihr Minimum bei 155$ fand.
Naja, schon verständlich bei mickrigen 20 Mrd. Dollar GEWINN.
aber ok, der breite Markt korrigierte ebenfalls und somit ging es abwärts.

So langsam aber haben die Marktbeobachter gemerkt, dass die Zahlen eigentlich doch recht gut waren und der Daumen für AAPl geht wieder nach oben, wie auch der Kurs.
Der ging sogar soweit hoch, dass wir in den letzten 3 Tagen 2 intraday Allzeithochs begrüßen durften.

Soweit also alles ganz gut.

Was gibt die Perspektive her?

Ich hatte es intimem meiner letzten Februar-Posts schon erwähnt: mich wundert ein wenig, dass fast alle Publikationen über mögliche iPhone-Verkäufe spekulieren und sich darüber streiten, ob und wieviele iPone X Apple verkaufen wird und ob das überhaupt noch lange auf dem Markt ist.
Geschenkt.
Was mich aber wundert, ist die komplette Negierung der Bemühungen im TV und Movie-Bereich.
Fast täglich wird über fixe Verträge mit TV-Größen oder fertige TV-Shows berichtet, aber der Impact dahinter, den scheint niemanden zu interessieren, bzw. es rechnet keiner in seine Projektion mit ein.

Ich würde mit Freuden meine Netflix/Amazon Video-Abos kündigen, wenn da etwas von Apple käme.

Man erinnere sich, dass ja bereits ein potentieller Fernseher von Apple mit in die zukünftigen Umsätze einbezogen wurde, ebenso ein Auto....und die Berichte dazu waren DEUTLICH vager.

In dieser Parte sehe ich ein enormes Wachstumspotential auf uns zukommen.

Ausserdem glaube ich weiterhin an den Super-Cycle, egal ob im Hinblick auf iPhone-Einheiten oder aber Dollars, ich nehme beides.

200$? Schaffen wir noch in diesem (Halb-)Jahr, ich lege mich da mal fest.

So, es kann diskutiert werden.
„Glück auf🍀“
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Kommentare

rosss01.03.1811:47
US-Steuerreform: Firmen kündigen milliardenschwere Aktienrückkäufe an



Heißt das: „Wer noch einsteigen will, sollte sich beeilen!“? „Tausend Prozent!“? „Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“?
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macbeutling
macbeutling01.03.1812:09
rosss: schwer zu sagen.
Richtig ist aber: zieht man die Schulden, die Apple durch die Anleihenkäufe der letzten Jahre angesammelt hat, vom aktuellen Barbestand ab, so bleiben meiner Rechnung nach knapp 160 Mrd.Dollar übrig.
Dies entspricht knapp 17% der Gesamtkapitalisierung.
Gehen wir mal streng mathematisch vor und rechnen, dass Apple damit 17% der ausstehenden Aktien kauft.
Somit dürfte die Aktie eines jeden Aktionärs alleine durch diese Aktion alleine 17% wertvoller werden, entspräche einem Kurs von 208$ oder 170€ bei aktuellem $/€-Kurs.

dadurch würde Apple im gleichen Umkehrschluss auch 17% weniger für die Dividende ausgeben, oder aber bei einer Dividendenerhöhung von 17% Cash-Neutral aus der Sache rausgehen und gleichzeitig freuen sich alle Anleger über 2,94$ Dividende pro Jahr.

Na, ist das nichts?
„Glück auf🍀“
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misc01.03.1818:15
Wie ist denn das bei den Aktienrückkäufen, die Apple seit einiger Zeit macht? Die sind doch quasi "im Portfolio von Apple" d.h. zählen noch zur Marktkapitalisierung und könnten jederzeit wieder verkauft werden. Kann man die auch richtig annullieren und dem Verkehr ziehen, so daß sich der "Wert von Apple" auf die dann weniger verbleibenden Aktien verteilt? (Mir ist klar, daß das auch schon in gewissen Umfang durch die Rückkäufe von Apple geschieht)
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rosss01.03.1820:08
Gutes Timing!

Apple Stock Is Back On Track

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thomas b.
thomas b.01.03.1820:22
Der heutige Kursrückgang ist aber nicht Apple-spezifisch.
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Weia
Weia01.03.1821:38
pünktchen
Weia
Was immer die 70er waren, ein Jahrzehnt kollektiver Ausgeglichenheit und Zufriedenheit waren sie ganz sicher nicht.
Sowas gibt es doch eh nur durch die rosarote Brille von Nostalgikern.
Das war eine flapsige Formulierung, bei der es mir um die Relation zu anderen Jahrzehnten ging.
Weia
Relativ zu einer Situation, in der alle jetzigen AGs in Privatbesitz wären, führt er ganz sicher zu einer gleichmäßigeren Verteilung, schon allein durch die Rentenfinanzierung via Aktienmarkt.
Allenfalls marginal. Es mag dem obersten Zehntel helfen etwas mehr vom Reichtumszuwachs des obersten Prozentes zu profitieren.
Dann liegt der Fehler aber genau darin, dass nur ein Zehntel Aktien besitzt.
Schon bei den Pensionskassen hingegen reicht die zusätzliche Rendite allenfalls um die Vermögensverwaltungskosten zu finanzieren. Inflationsbereinigte jährliche Durchschnittsrendite S&P500 von 1945 bis 2006: 3.3%. Wenn du da noch 1% oder auch nur 0,5% abziehst sieht das nicht mehr besser aus als andere Anlagen
Ja was nun – führen Aktien zu größerer Vermögensungleichverteilung oder sind sie cum grano salis nicht ertragstärker als andere Kapitalanlagen?
Natürlich ist es nicht besser wenn die Profite in Privatunternehmen landen, nur lässt sich das schlechter beobachten als der Aktienkurs.
Eben.
Weia
Das stimmt, aber „dank umlagefinanzierter Rentenversicherung“ ist ein lustiger Ausdruck. Das System ist eine (historisch verständliche) Fehlkonstruktion und fliegt uns gerade um die Ohren, da gibt es wenig Anlass zu Dank.
Ich halte die Konstruktion grundsätzlich für gut. Die Finanzierungsbasis steigt automatisch mit der Lohnsumme.
Nein, eben nicht. Das würde nur gelten bei konstantem Bevölkerungswachstum, und das ist eine unsinnige Annahme.

Aber ich glaube, wir werden schon wieder ganz schön off-topic …
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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Weia
Weia01.03.1821:41
macbeutling
200$? Schaffen wir noch in diesem (Halb-)Jahr, ich lege mich da mal fest.
Du klingst schon wieder so wie 2015 …

(Und nimmst den Widerstand bei 176$ immer noch nicht ernst.)
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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Weia
Weia01.03.1821:45
thomas b.
Der heutige Kursrückgang ist aber nicht Apple-spezifisch.
Nö, aber es sagt doch auch niemand, dass nur AAPL Probleme hat.

Die ggf. kommende Abwärtsbewegung ist in wesentlichen Teilen kein AAPL-Problem, sondern ein Aktienproblem. Deswegen ist es auch so irrelevant, wie es Apple im Konkreten ergeht.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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torgem03.03.1811:42
Weia
macbeutling
200$? Schaffen wir noch in diesem (Halb-)Jahr, ich lege mich da mal fest.
Du klingst schon wieder so wie 2015 …

(Und nimmst den Widerstand bei 176$ immer noch nicht ernst.)

2015 könnte sich wiederholen. Mein Tipp: 200+ Dollar ja, aber erst nach Schmerzen...
„AAPL: halten - reflect-ion.de“
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macbeutling
macbeutling12.03.1821:13
Heute neues Intraday und Closing-Allzeithoch
„Glück auf🍀“
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Weia
Weia12.03.1823:24
macbeutling
Heute neues Intraday und Closing-Allzeithoch
Stimmt, ist nur nicht die gute Nachricht, für die Du das wahrscheinlich hältst.

Aber in der Tat war heute in vielerlei Hinsicht ein interessanter Tag.

Als Update zunächst mal ein aktueller AAPL-Wochenchart, ergänzt um die rosa Trendlinie von rosss (aus dem Februar-Thread 2018):



Nun zu den vielerlei Hinsichten:

1. Heute ist der 12. März 2018. Vielleicht erinnert Ihr euch: Damit ist jetzt der Anstieg von AAPL vom Punkt 2 zum Punkt 3 exakt genauso lange wie der Anstieg vom Punkt 0 zum Punkt 1.

Einerseits ist das eine gute Nachricht: Denn dadurch ist die Wahrscheinlichkeit, dass AAPL sich in einer „regulären“ Aufwärtsbewegung befindet, statistisch jetzt in etwa gleich groß wie die, dass es sich um ein steigendes Dreieck handelt. Daran, dass AAPL mit großer Wahrscheinlichkeit ein deutlicher Kursrückgang bevorsteht, ändert das zwar gar nichts; das Abwärts-Kursziel bei einer „regulären“ Aufwärtsbewegung ist aber auf einen Punkt über Punkt 1 begrenzt, also über 135,54$ statt deutlich darunter.

Andererseits sind gleichlange Trendphasen ein häufiges Phänomen, so dass die Wahrscheinlichkeit steigt, dass AAPL jetzt toppt, auch wenn man das nicht auf den Tag genau nehmen darf und es gut sein kann, dass AAPL noch ein, zwei Wochen mit der Topbildung zubringt.

2. AAPL ist wieder nahe der oberen grünen Trendlinie. Und zwar ziemlich genau so nahe an ihr, wie es die Aktie beim letzten Top im Januar geschafft hatte. Ob die Aktie diesmal endlich die Kraft hat, noch die letzten paar Cents bis zu der Linie zu steigen, muss man sehen; die Wahrscheinlichkeit, dass sie es darüber hinaus schafft, ist aber sehr gering.

3. Divergenzen. Was den Gesamtmarkt betrifft, so schielte ich ja auf ein neues Top des S&P 500 mit einer Advance/Decline-Linie ohne neues Top. Das scheint nun gleich doppelt nicht einzutreffen: Der S&P 500 ist noch deutlich vom Januar-Top entfernt, die Advance/Decline-Linie aber bereits wieder nahe dran. Sollte der S&P 500 also ein neues Hoch machen, würde die Advance/Decline-Linie das mit Sicherheit bestätigen; das spräche für einen starken Markt.

Ob der S&P 500 aber noch ein neues Hoch macht, ist mehr als fraglich, denn während die Advance/Decline-Linie stark ist, gibt es an anderer Stelle enorme Divergenzen: Der Dow Jones Industrial hat nicht einmal sein Zwischenhoch Ende Februar wieder erreichen können, der S&P 500 konnte das, ist aber noch deutlich unter seinem Januar-Hoch, während der NASDAQ parallel zu AAPL neue Allzeit-Hochs macht. (Interessant dabei ist, dass AAPL in allen drei Indizes vertreten ist.) Diese ausgeprägten Divergenzen im Markt sind ein schlechtes Zeichen.

4. Der NASDAQ ist nahe an einem massiven Widerstand. Ein Blick auf den NASDAQ Composite sagt hier mehr als tausend Worte:



Interessant dabei ist, dass AAPL ja an der NASDAQ gehandelt wird und diesen Index besonders stark prägt. Und beide stehen unmittelbar vor starken jahrelangen Widerstandslinien.

Zusammenfassung der Punkte 1-4: Die Wahrscheinlichkeit, dass es von diesem Punkt aus weitere deutliche Kursgewinne gibt, ist sehr gering, die Wahrscheinlichkeit, dass der Markt toppt, dagegen hoch. Im besten Fall quält er sich noch eine zeitlang mühsam ein wenig nach oben.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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pünktchen
pünktchen13.03.1810:12
Weia
Dann liegt der Fehler aber genau darin, dass nur ein Zehntel Aktien besitzt.

Wenn nach der grossen sozialistischen Revolution alle ähnlich viel Anteil am Produktivkapital haben dann erledigt sich dieses Verteilungsproblem natürlich. War doch glaub ich Lenin der meinte bei der Aktiengesellschaft schaue der Sozialismus aus jedem Fenster raus. Aber das ist nun mal nicht die Realität in der wir leben und den ärmeren zu raten mehr Aktien zu kaufen klingt ähnlich wie der Rat statt Brot halt Kuchen zu essen.
Weia
Ja was nun – führen Aktien zu größerer Vermögensungleichverteilung oder sind sie cum grano salis nicht ertragstärker als andere Kapitalanlagen?

Ich schrieb dass stärker als da BSP steigende Aktienkurse (wie in den letzen paar Jahrzehnten) zu mehr Ungleichheit führen. Ich denke aber das langfristig Aktien nicht unabhängig von BSP sind und daher auch nicht viel stärker steigen können. Und für Rentensystem zählt das langfristige. Wovon hätte eine kapitalgedeckte Rentenversicherung in Deutschland denn in den 50-70er Jahren die Rente zahlen sollen? Mit Krediten auf den Aufschwung ab den 80er Jahren?

Weia
Nein, eben nicht. Das würde nur gelten bei konstantem Bevölkerungswachstum, und das ist eine unsinnige Annahme.

Wie das? Die Lohnsumme steigt doch nicht nur mehr Arbeitende sondern auch durch höhere Löhne.

Und damit kommen wir glaub ich wieder zurück zu den Aktienkursen: Mehr Gewinn können die Firmen nur mit mehr Umsatz machen und dazu braucht es zahlungskräftige Nachfrage. Ohne höheren Konsum gibt es die nicht und dazu braucht es höhere Löhne. Ist die Lohnentwicklung langfristig zu schwach schwächelt auch das Wachstum und das überschüssige Kapital fliesst in spekulative Blasen statt in produktive Investitionen für welche die Nachfrage fehlt. Und das ist meines Erachtens das makroökonomische Umfeld in dem sich deine Chartanalysen bewegen.
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macbeutling
macbeutling13.03.1810:32
pünktchen: jaja, wie auch immer

Jedenfalls hat Apple mit dem gestrigen Anstieg einen Börsenwert von 922 Milliarden erreicht und steht damit knapp vor der Billion.
Dieser Wert wird wohl bei ca.187$ erreicht werden.

Naja, laut Weia werde wir diese Höhen wohl nie mehr erreichen.... , jedenfalls mit geringerer Wahrscheinlichkeit, als die 135$.

Ich frage mich, ob das Apple-Board eine weitere Aufsplitterung der Aktien wohl in Erwägung ziehen wird oder ob die derzeitigen Werte sie zufrieden stimmen.

Persönlich wäre ich dafür, da ein Split in den letzten Jahren stets für steigende Kurse gesorgt haben, obwohl dies ja immer nur ein psychologisches Stilmittel ist.
„Glück auf🍀“
-2
macbeutling
macbeutling13.03.1814:08
Weia
Zusammenfassung der Punkte 1-4: Die Wahrscheinlichkeit, dass es von diesem Punkt aus weitere deutliche Kursgewinne gibt, ist sehr gering, die Wahrscheinlichkeit, dass der Markt toppt, dagegen hoch. Im besten Fall quält er sich noch eine zeitlang mühsam ein wenig nach oben.

Das behauptest Du, seit AAPL bei 90$ stand...oder lass es 100 oder 110$ sein. Selbst von den legendären 150$, um die wir gewettet haben, sind wir mittlerweile mehr als 20% entfernt.
„Glück auf🍀“
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ghost
ghost13.03.1814:19
macbeutling
Weia
Zusammenfassung der Punkte 1-4: Die Wahrscheinlichkeit, dass es von diesem Punkt aus weitere deutliche Kursgewinne gibt, ist sehr gering, die Wahrscheinlichkeit, dass der Markt toppt, dagegen hoch. Im besten Fall quält er sich noch eine zeitlang mühsam ein wenig nach oben.

Das behauptest Du, seit AAPL bei 90$ stand...oder lass es 100 oder 110$ sein. Selbst von den legendären 150$, um die wir gewettet haben, sind wir mittlerweile mehr als 20% entfernt.

Quatsch macbeutling, du irrst dich... laut den Strichen, Streifen, Punkten und Linien ist Apple quasi keinen Pfifferling mehr wert und die Aktie nicht das Papier auf dem sie früher mal gedruckt wurde, als es sowas noch auf Papier gab. Deshalb kaufen auch nur noch absolute Anfänger wie dieser Warren Buffett die Apple Aktien... der alte Mann weiss einfach nicht was er tut.
„Der Tag hat 24 Stunden und wenn das nicht reicht nehmen wir eben die Nacht dazu..."“
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Weia
Weia13.03.1814:21
pünktchen
Weia
Dann liegt der Fehler aber genau darin, dass nur ein Zehntel Aktien besitzt.
[…] den ärmeren zu raten mehr Aktien zu kaufen klingt ähnlich wie der Rat statt Brot halt Kuchen zu essen.
Du willst doch nicht behaupten, dass nur ein Zehntel der deutschen Bevölkerung überhaupt Anlagekapital besitzt? Das Problem in Deutschland, auf das ich Bezug nahm, ist die Risikoaversion, nicht der Mangel an Anlagekapital für alle. Das ist auch ein Problem, aber ein anderes.
Und für Rentensystem zählt das langfristige. Wovon hätte eine kapitalgedeckte Rentenversicherung in Deutschland denn in den 50-70er Jahren die Rente zahlen sollen? Mit Krediten auf den Aufschwung ab den 80er Jahren?
Nö, mit den enormen Gewinnen der 50er Jahre. Es ist schon klar, dass Deutschland aufgrund des 2. Weltkrieges ein Sonderfall ist, und aus der damaligen Situation ist auch die Idee eines umlagefinanzierten Rentensystems zu verstehen, aber grundsätzlich gilt, dass im Zeitraum eines durchschnittlichen Arbeitslebens (40 Jahre?) Aktien immer inflationsbereinigt gestiegen waren; selbst wenn man die Arschlochkarte gezogen hat und den Kapitalaufbau im August 1929 begann, stimmt das (für die USA). Und sie müssten ja nicht einmal steigen; es würde reichen, wenn sie gleich blieben.
Weia
Nein, eben nicht. Das würde nur gelten bei konstantem Bevölkerungswachstum, und das ist eine unsinnige Annahme.
Wie das? Die Lohnsumme steigt doch nicht nur mehr Arbeitende sondern auch durch höhere Löhne.
Schon, aber unter dem Strich steigt sie nur, wenn der Lohnzuwachs prozentual höher ist als der Bevölkerungsrückgang. Und nichts auf der Welt garantiert, dass das so ist; es ist nicht „automatisch“ so. Du hattest aber geschrieben Die Finanzierungsbasis steigt automatisch mit der Lohnsumme. und nur auf diese falsche These bezog sich mein Nein, eben nicht.

Während Aktien, solange man die gesamte bisherige Datenbasis als Maßstab nimmt, nach 40 Jahren „garantiert“ gleich oder höher stehen.
Und damit kommen wir glaub ich wieder zurück zu den Aktienkursen: Mehr Gewinn können die Firmen nur mit mehr Umsatz machen und dazu braucht es zahlungskräftige Nachfrage. Ohne höheren Konsum gibt es die nicht und dazu braucht es höhere Löhne.
Ich fürchte, wir werden die Keynesianismus-Debatte hier nicht lösen. Aus meiner Sicht ist Lohnarbeit historisch ein Auslaufmodell. Das schafft nicht den Umsatz der Zukunft. Kurzfristig müssen wir uns sozialpolitisch noch darum kümmern, aber längerfristig ist die Frage viel wichtiger, wie wir in einer Wissensgesellschaft den gesellschaftlichen Reichtum überhaupt verteilen. Durch Lohnarbeit wohl jedenfalls nicht.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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macbeutling
macbeutling13.03.1814:42
...habe aus aktuellem Anlass mal meinen Slogan aktualisiert
„Glück auf🍀“
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Weia
Weia13.03.1815:13
macbeutling
Weia
Zusammenfassung der Punkte 1-4: Die Wahrscheinlichkeit, dass es von diesem Punkt aus weitere deutliche Kursgewinne gibt, ist sehr gering, die Wahrscheinlichkeit, dass der Markt toppt, dagegen hoch. Im besten Fall quält er sich noch eine zeitlang mühsam ein wenig nach oben.
Das behauptest Du, seit AAPL bei 90$ stand...oder lass es 100 oder 110$ sein.
Sorry, aber das ist nun wirklich Unsinn. Ich habe im Sommer 2015 bei 135$ geschrieben, dass AAPL toppt, und das tat die Aktie auch.

Nach einem Rückgang von 135$ auf 90$ ist es ja schon rein logisch unmöglich, zu behaupten, die Aktie würde nun toppen. Richtig ist, dass ich damals meinte, die Abwärtsbewegung sei mit großer Wahrscheinlichkeit noch nicht zu Ende. Ich habe aber ebenso die Linie angegeben, deren Durchbruch diese Arbeitshypothese widerlegen würde und für diesen Fall ein Kursziel von 176$ genannt. Dieser Ausbruch erfolgte bei 105$. Bei 110$ war bereits klar, dass das alternative Szenario mit 176$ Kursziel die größere Wahrscheinlichkeit hätte.
Selbst von den legendären 150$, um die wir gewettet haben, sind wir mittlerweile mehr als 20% entfernt.
Die Wette wurde bei 135$ abgeschlossen; nach der Bodenbildung bei 90$ und dem Ausbruch nach oben spielten die 150$ technisch keine Rolle mehr (das taten sie genau genommen nie, sie waren einfach eine plakative Summe zur Demonstration der These von 2015, AAPL steigt von 135$ nicht weiter. Ende 2016 spielte diese These, die auf das Hoch von 2015 und den damals bevorstehenden Rückgang gemünzt war, keine Rolle mehr. Genau genommen besagte die Wette ja, dass AAPL auf 64$ fällt, bevor die Aktie 150$ erreichen kann. Dass AAPL fällt, war korrekt, aber eben nur auf 89$, nicht auf 64$ (die ja, um die Wette zu würzen, auch das untere Ende des Zielbereichs von 64$-87,50$ waren). Die 64$ waren falsch.
macbeutling
Jedenfalls hat Apple mit dem gestrigen Anstieg einen Börsenwert von 922 Milliarden erreicht und steht damit knapp vor der Billion.
Dieser Wert wird wohl bei ca.187$ erreicht werden.
Ich verstehe zwar überhaupt nicht, was es mit dieser Billionen-Hysterie auf sich hat, aber wie kommst Du auf 187$? Von 922 auf 1000 fehlen noch 8,5%, AAPL schloss gestern bei 181,72$. Adam Riese erzählt mir, dass AAPL bei 197$ stünde, wenn es noch so viel Prozent steigt.
Naja, laut Weia werde wir diese Höhen wohl nie mehr erreichen....
Auch das habe ich nie behauptet. Nur dass wir das in absehbarer Zeit tun, dafür ist die Wahrscheinlichkeit eher gering. Ende dieses Halbjahres, auf das Du dich bezogst, verläuft die obere grüne Grenzlinie bei 191$. 187$ wären also vielleicht drin gewesen, 197$ oder 200$ nur im wenig wahrscheinlichen (freilich nicht auszuschließenden) Fall des totalen Überschwanges.
jedenfalls mit geringerer Wahrscheinlichkeit, als die 135$.
Wobei das für die beiden wahrscheinlicheren meiner 4 Szenarien aber nur ein Zwischentief wäre, bevor es ein dann vermutlich tatsächlich letztes Bein nach oben gäbe, das die 200$ locker überwinden würde.

Mach bitte aus mir keinen undifferenzierten Perma-Bären. Wenn überhaupt, war ich 16 lange Jahre Perma-Bulle für AAPL, von Jobs’s Rückkehr Ende 1996 bis bis zur iPhone-5-Euphorie September 2012. Seitdem analysiere ich das Auf und Ab, von dem Du selbst doch auch sprichst in Deiner Erläuterung Deiner veränderten Anlagestrategie.

Und es reicht doch ein Blick auf den Chart, um zu sehen, dass wir im Augenblick wieder eher am oberen Ende des Hin und Her sind. Können AAPL und der NASDAQ Composite von hier aus einfach deutlich weiter steigen? Ja, können sie, nur wäre das dann das Szenario 1 mit dem Blow-Off-Top, das nunmal die geringste Wahrscheinlichkeit besitzt.

Schau Dir bitte die rote Trennlinie im NASDAQ-Chart an. Die existiert jetzt seit 8 Jahren, und noch kein einziges Mal hat es der NASDAQ darüber hinaus geschafft, trotz zahlloser Versuche.

Es ist einfach nicht wahrscheinlich, dass er es ausgerechnet jetzt schafft (und AAPL kann kaum großartig steigen, ohne dass der NASDAQ Composite es tut, einfach aufgrund der Gewichtung im Index). Warum sind solche Wahrscheinlichkeitsaussagen so eine Provokation?

Aktuell ist der NASDAQ Composite übrigens bei 7620, die rote Linie ist bei 7655. AAPL ist aktuell exakt an der Verbindungslinie der Hochs in November 2017 und Januar 2018, die leicht unterhalb der oberen grünen Trendlinie ist. AAPL ist 183$, die obere Trendlinie bei 185$.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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Weia
Weia13.03.1815:27
ghost
Quatsch macbeutling, du irrst dich... laut den Strichen, Streifen, Punkten und Linien ist Apple quasi keinen Pfifferling mehr wert und die Aktie nicht das Papier auf dem sie früher mal gedruckt wurde, als es sowas noch auf Papier gab.
Kannst Du bitte Deine Polemik sein lassen? Das hatten wir doch jetzt wirklich zur Genüge. Ignorier meine Beiträge bitte einfach, wenn Du sie prinzipiell unsinnig findest. Nirgendwo habe ich auch nur annähernd sowas geschrieben wie, dass AAPL nichts mehr wert sei.
Deshalb kaufen auch nur noch absolute Anfänger wie dieser Warren Buffett die Apple Aktien... der alte Mann weiss einfach nicht was er tut.
Letzteres stimmt ganz offenkundig. Jeder, der etwas von der Sache versteht, hätte AAPL lange zuvor gekauft.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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ghost
ghost13.03.1817:37
Weia
ghost
Quatsch macbeutling, du irrst dich... laut den Strichen, Streifen, Punkten und Linien ist Apple quasi keinen Pfifferling mehr wert und die Aktie nicht das Papier auf dem sie früher mal gedruckt wurde, als es sowas noch auf Papier gab.
Kannst Du bitte Deine Polemik sein lassen? Das hatten wir doch jetzt wirklich zur Genüge. Ignorier meine Beiträge bitte einfach, wenn Du sie prinzipiell unsinnig findest. Nirgendwo habe ich auch nur annähernd sowas geschrieben wie, dass AAPL nichts mehr wert sei.
Deshalb kaufen auch nur noch absolute Anfänger wie dieser Warren Buffett die Apple Aktien... der alte Mann weiss einfach nicht was er tut.
Letzteres stimmt ganz offenkundig. Jeder, der etwas von der Sache versteht, hätte AAPL lange zuvor gekauft.
Fühl dich doch nicht gleich persönlich angegriffen.. das war ironisch gemeint. Ich habe nie gesagt das Du mit deinen Analysen nicht recht hast oder sie falsch sind. Was ich grundsätzlich schrecklich und falsch finde ist das Aktien anhand dieser Linien von Menschen oder Maschinen gehandelt werden. Da kannst Du nix für. Ich finde deine Beiträge keineswegs unsinnig, ich finde das System unsinnig, aber diese Diskussion hatten wir ja wirklich schon oft genug. Also nichts gegen dich...
„Der Tag hat 24 Stunden und wenn das nicht reicht nehmen wir eben die Nacht dazu..."“
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jensche13.03.1818:45
Also das müsst ihr mir erklären. Die Aktien werfen hohe Dividenden ab... Zudem sind sie sicher 10-15$ seit dem Kaufe gestiegen in kurzer Zeit. was ist daran schlecht?
Da wurde mit diesem Umfang an Aktien einen riesen gewinn gemacht. ich sage im 2 bis 3 stelligen Mio. Betrag.

Hätte Hätte Velokette... klar hätten sie mehr verdient wenn sie bei 10$ die Aktie vor dem Split gekauft hätten.

Weia
ghost
Deshalb kaufen auch nur noch absolute Anfänger wie dieser Warren Buffett die Apple Aktien... der alte Mann weiss einfach nicht was er tut.
Letzteres stimmt ganz offenkundig. Jeder, der etwas von der Sache versteht, hätte AAPL lange zuvor gekauft.
0
Weia
Weia13.03.1819:02
jensche
Also das müsst ihr mir erklären. Die Aktien werfen hohe Dividenden ab... Zudem sind sie sicher 10-15$ seit dem Kaufe gestiegen in kurzer Zeit. was ist daran schlecht?
Das Chance-/Risiko-Verhältnis. Ob ein Investment gut war, wird erst am Tag der Glattstellung entschieden. Die Wahrscheinlichkeit ist eben nicht gering, dass von Buffetttttts Einstiegskurs aus betrachtet das Investment in die roten Zahlen rutscht, bevor er glattstellt. Das war 1996 anders.
Da wurde mit diesem Umfang an Aktien einen riesen gewinn gemacht. ich sage im 2 bis 3 stelligen Mio. Betrag.
Kunststück bei dem Investitionskapital. Was denkst Du, wie hoch die Gewinne gewesen wären, wenn er stattdessen das Geld in Amazon gesteckt hätte?
Hätte Hätte Velokette... klar hätten sie mehr verdient wenn sie bei 10$ die Aktie vor dem Split gekauft hätten.
Eben. Und wer weiß, was er tut, hat das.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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macbeutling
macbeutling13.03.1819:40
Jensche
Hätte Hätte Velokette... klar hätten sie mehr verdient wenn sie bei 10$ die Aktie vor dem Split gekauft hätten.

...tataaaa, hab ich
„Glück auf🍀“
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thomas b.
thomas b.13.03.1819:52
macbeutling
Jensche
Hätte Hätte Velokette... klar hätten sie mehr verdient wenn sie bei 10$ die Aktie vor dem Split gekauft hätten.

...tataaaa, hab ich

Zu der Zeit wurde man allgemein mitleidig belächelt, wenn man in Apple investiert hatte, um es mal vorsichtig auszudrücken. Heute lächle ich ganz still.
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MacStarTrader
MacStarTrader20.03.1818:14
thomas b.

Ist ja auch egal. Man kauft eine Aktie, weil man sich etwas davon verspricht und nicht, weil man „Fan-Boy“ ist. Ich hab die Aktie gekauft, weil ich an das Unternehmen geglaubt habe und an deren Strategie, die ich damals aufgrund meines Schülerjobs (Verkauf von Apple Hardware) kannte.
Letztes Jahr habe ich Aixtron gekauft, zum Kurs von 3,65€. Stehen heute bei 18€. Und so mach ich mein Ding. Apple würde ich heute nicht mehr kaufen, zu teuer. Da gibt es sicherlich attraktivere Werte.
„#MacStarTrader (Twitter)“
+1
jensche23.03.1821:54
Börsencrash?

Fährt trump wirklich alles gegen die wand?
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thomas b.
thomas b.23.03.1823:19
Crash, nein, in den letzen 10 Tagen ist allerdings einiger Dampf aus dem Kessel entwichen.
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Weia
Weia24.03.1802:17
jensche
Börsencrash?

Fährt trump wirklich alles gegen die wand?
Lustig, dass ausgerechnet Du das fragst.

Mit Trump hat das alles nur am Rande zu tun (die heutige Antwort von China war mehr als zahm – Androhung von 3 Milliarden $ Zoll als Reaktion auf Trumps 60 Milliarden $ ). Das sind technische Bewegungen, die ich nun x-fach analysiert habe. Die Börse sucht sich immer Vorwände, um das zu tun, was sie will. Jetzt ist es halt Trump, wäre der es nicht, wären es die ansteigenden Zinsen oder … oder …

Am 26. Februar um 17:38 Uhr fragtest Du:
jensche
Was sagt der Chart? wo haben wir wieder eine Linie welche durchzubrechen ist?
Woraufhin ich unmittelbar antwortete:
Weia
Wer weiß, vielleicht mag es AAPL spannend und toppt am 12. März …

Aufs Minimum reduziert kann man sagen, dass AAPL zwischen der oberen grünen und der türkisen Linie „klemmt“, die sich ja immer weiter annähern:



Wie auch immer die Sache für AAPL am Ende ausgeht, diese beiden Linien umgrenzen das augenblickliche „Schlachtfeld“.
(Und siehe da – AAPL mochte es spannend und toppte in der Tat am 12. März, na sowas!)

Diese Antwort fandest Du aber inhaltsleer und schriebst am 27. Februar um 8:06 Uhr:
jensche
Sorry um das das jetzt zu sagen. Aber wenn ich solche "Analysen" sehe dann sieht das für mich wie ein 50:50 Ratespiel aus. Also wie ein Wahrsager welcher dann erleichtert ist wenn das gesagte mit einer 50% Chance eintrifft.
Also eigentlich ein Ratespielt, Einige Linien Ziehen und dann behaupten es kann hoch gehen aber wenns nicht hoch geht kanns auch runter gehen. Allgemeiner kann mans ja nicht mehr ausdrücken. Oder? Ich glaube nicht dass es mit einfachem Raten und 3 Linien einzeichnen getan ist.

Angebliches Schlachtfeld? Also einfach die aktuellen Bereiche? Logisch oder nicht?
Hier ist ein aktualisierter Chart (samt rosa Trendlinie von rosss), der zeigt, wie es seitdem weiterging:



Vielleicht begreifst Du ja jetzt, dass meine von Dir in Anführungszeichen gesetzte Analyse alles andere als inhaltsleer war: Denn AAPL hat genau das getan, was ich mit dem „durch zwei Linien umgrenzten Schlachtfeld“ meinte:

Die Aktie ist zuerst an die obere grüne Linie gelaufen (wenn man genau hinsieht, mit dem exakt selben kleinen Abstand wie schon die beiden Male zuvor), hat dann erwartungsgemäß gedreht und ist nun wieder – ebenfalls erwartungsgemäß – an die untere türkise Linie gelaufen (die rosa Linie von rosss würde noch weiteren Spielraum eröffnen).

Bislang ist also im Sinne meiner Analyse vom 26. Februar absolut nichts Bemerkenswertes passiert, schon gar kein Crash – AAPL oszilliert wie erwartet exakt zwischen den Grenzlinien des „Schlachtfeldes“, dessen Beschreibung Du für ein Ratespiel hieltest …

Aber natürlich wird AAPL irgendwann das „Schlachtfeld“ nach oben oder unten verlassen. Und wie ich nun endlos oft analysiert habe, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das nach unten sein wird. Dann bekommen wir vermutlich eine stark beschleunigte Abwärtsbewegung, ob nun „Crash“ oder nicht. Kann sein, dass das gleich in den nächsten Tagen passiert, muss aber nicht.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
jensche24.03.1809:19
Ein paar polemische Kommentare und schon lassen sich die Leute triggern.

Als ob sie sich zu allem rechtfertigen müssen.
-3
torgem24.03.1816:37
Was ist an Kursschwankungen und Korrekturen nun so außergewöhnlich? Die meisten Spieler am Markt sind unsicher. Und da schwankt es nunmal auf und ab.
„AAPL: halten - reflect-ion.de“
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Weia
Weia26.03.1801:10
torgem
Was ist an Kursschwankungen und Korrekturen nun so außergewöhnlich? Die meisten Spieler am Markt sind unsicher.
Daran ist gar nichts außergewöhnlich.

Bemerkenswert ist aber eben, dass sich diese Unsicherheiten nach massenpsychologischen Gesetzmäßigkeiten abzuspulen scheinen.

Mal angenommen, das letzte Top war tatsächlich Punkt 3 auf dem Chart, dann dauerte die Aufwärtsbewegung von Punkt 0 zu Punkt 1 auf den Börsentag genau so lange wie von Punkt 2 auf Punkt 3. Das könnte im Einzelfall zwar purer Zufall sein, eine historisch-statistische Auswertung zeigt aber eben, dass solche Phänomene viel zu häufig auftreten, um als Zufall gelten zu können.

Eine andere Geschichte ist, dass diese Schwankungen seit geschlagenen 5 Monaten um den Widerstand um 176$ herum auftreten, einer Marke, die ich bereits eineinhalb Jahre vor dem ersten Erreichen dieser Marke aufgrund des damaligen Kursverlaufs als Widerstand angeben konnte.

Wie lässt sich so etwas erklären? Vielleicht eignen sich solche horizontalen Widerstandszonen, die nicht so „scharf“ umgrenzt sind wie Trendlinien, besonders gut für eine Erklärung.

Dass viele Leute von den 176$ wussten und diese Marke sich daher als self-fulfilling prophecy bildete, ist nicht der Grund. Ich habe von dieser Marke nirgendwo anders gelesen, sie war nicht allgemein bekannt.

Nein, der Mechanismus ist ein völlig anderer, und Äußerungen von macbeulting zeigen, wie sich das Ganze erklären lässt. (Kein ad hominem-Argument! Die Analyse dieser Äußerung ist nur einfach ein sehr gutes Beispiel.)

Am 27.02.2018 um 20:42 Uhr schrieb macbeutling:
macbeutling
Mein Ausstiegsziel liegt bei 167€. DA werde ich verkaufen....
… und auf meine Nachfrage, wieso gerade 167€:
macbeutling
Bei 167€ ist eine, nunja, besondere Zahl bei mir erreicht ....der Wert ist also rein emotional belegt.
Sind vom aktuellen Wert auch nur 13% entfernt, also machbar.
Das ist deshalb so bemerkenswert, weil macbeutling ja erklärter 200%iger Anhänger der fundamentalen Analyse ist. Und dennoch begründet er den von ihm avisierten Ausstiegskurs nicht mit irgendwelchen Fundamentaldaten, sondern mit einer für ihn „emotionalen“, sentimental belegten Kursmarke. Die Fundamentaldaten spielen nur insoweit eine Rolle, als sie es für ihn plausibel erscheinen lassen, dass das Erreichen dieses Kursziels realistisch ist.

Wenn AAPL aber 167€ tatsächlich erreichen würde, so würde macbeulting nicht deshalb aussteigen, weil ihm das sich dann verschlechternde Fundamentaldaten nahelegen, sondern aufgrund von Emotionen. Den Ausschlag geben Emotionen, nicht Fundamentaldaten!

Es liegt nun mehr als nahe anzunehmen, dass macbeutling kein exotischer Einzelfall ist. Vielmehr ist ein solches Verhalten typisch für die überwiegende Mehrzahl der Marktteilnehmer. Natürlich kommt jeder einzelne Marktteilnehmer aufgrund seiner individuellen Anlagegeschichte zu seiner eigenen, individuellen emotionalen Ausstiegsmarke.

Nur sind diese individuellen Ausstiegsmarken eben längst nicht so individuell, wie sie den einzelnen Akteuren scheinen. So wie zahllose Menschen, die meinen, ein individuelles Passwort gewählt zu haben, am Ende alle dasselbe wählten. Statistisch lassen sich diese häufigen „individuellen“ Kursmarken mitteln, und so ergibt sich dann bei einem gegebenen spezifischen historischen Kursverlauf, den viele Marktteilnehmer ähnlich durchlebt haben, eine statistisch gemittelte, massenpsychologische Kursmarke von eben z.B. 176$. Die entsteht weder aus Fundamentaldaten, noch aus aus einer self-fulfilling prophecy, sondern ausschließlich daraus, dass wir Menschen auf eine bestimmte Art „emotional verdrahtet“ sind und unseren Aktionen im Angesicht einer spezifischen historischen Vorgeschichte (die sich in Chartformationen niederschlägt) immer wieder dieselben emotionalen Abläufe zugrunde liegen.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
Weia
Weia26.03.1810:42
Weia
eine statistisch gemittelte, massenpsychologische Kursmarke von eben z.B. 176$. Die entsteht weder aus Fundamentaldaten, noch aus aus einer self-fulfilling prophecy, sondern ausschließlich daraus, dass wir Menschen auf eine bestimmte Art „emotional verdrahtet“ sind und unseren Aktionen im Angesicht einer spezifischen historischen Vorgeschichte (die sich in Chartformationen niederschlägt) immer wieder dieselben emotionalen Abläufe zugrunde liegen.
Eine ergänzende Bemerkung:

Genau das ist auch der Grund dafür, warum die technische Analyse „in die Zukunft schauen“ kann. Denn natürlich war es im Mai 2016, wo ich erstmals von den 176$ schrieb, unmöglich zu wissen, in welcher Situation genau sich Apple um den Jahreswechsel 2017/2018 befinden würde.

Der Grundstein für die emotionale Entscheidung der Marktteilnehmer, bei der Kursmarke xy glattzustellen, konnte damals aber natürlich sehr wohl bereits gelegt sein. Angenommen zum Beispiel, die Entscheidung beruht darauf, dass bei der Kursmarke xy ein bestimmter prozentualer Gewinn gemacht sein würde, so hängt die Kursmarke xy ja ausschließlich vom Einstiegskurs ab, der im Mai 2016 bereits Faktum war.

Da die spezifische Ausstiegsmarke emotional und somit eben entkoppelt von den aktuellen Fundamentaldaten zum Zeitpunkt des Ausstiegs ist, lässt sie sich statistisch antizipieren, auch wenn sich die Entwicklung der Fundamentaldaten eines Unternehmens oder auch der makroökonomischen Lage nicht mit derselben Zuverlässigkeit antizipieren lässt.

Es ist also nichts Metaphysisches an der Fähigkeit der technischen Analyse, zukünftige Kursverläufe prognostizieren zu können, denn die Prognosen ergeben sich ausschließlich aus in der Vergangenheit liegenden Fakten (z.B. dem Einstiegskurs der Marktteilnehmer) und der „emotionalen Verdrahtung“ der Marktteilnehmer, die massenpsychologisch gemittelt weitgehend unveränderlich scheint.

Dass technische Analyse stets nur Wahrscheinlichkeiten liefern kann, wird damit auch klar: Denn natürlich ändern sich Verkaufsmarken, wenn sich aufgrund der fundamentalen Entwicklung eines Unternehmens der vom Marktteilnehmer antizipierte Kursverlauf überhaupt nicht einstellen will. Im konkreten Beispiel würde macbeutling sicher nicht hartnäckig an den 167€ festhalten, wenn sich die Lage bei Apple oder in der Gesamtwirtschaft unvorhergesehen drastisch verschlechtert und dieser Kurs plötzlich illusorisch erscheint.
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+1
pünktchen
pünktchen26.03.1811:18
Dein nur emotional handelnder Marktteilnehmer ist ja so ziemlich das exakte Gegenteil des rational seinen Nutzen maximierenden homo oeconomicus der (neoklassischen) Volkswirtschaftler und Spieltheoretiker. Würdest du den nur speziell auf Aktienmärkte und ähnlich abstrakte Märkte anwenden oder handeln wir deines Erachtens stets so dämlich?
+1
Weia
Weia26.03.1811:32
pünktchen
Dein nur emotional handelnder Marktteilnehmer ist ja so ziemlich das exakte Gegenteil des rational seinen Nutzen maximierenden homo oeconomicus der (neoklassischen) Volkswirtschaftler und Spieltheoretiker.
Stimmt. Wenn man den homo oeconomicus als Modellierung der Wirklichkeit auffasst statt als fiktives spieltheoretisches Konstrukt zur Studie bestimmter ökonomischer Strukturen, ist er so ziemlich das Unsinnigste, was die Sozialwissenschaften hervorgebracht haben.
Würdest du den nur speziell auf Aktienmärkte und ähnlich abstrakte Märkte anwenden oder handeln wir deines Erachtens stets so dämlich?
Eher Letzteres. Deswegen finde ich diese ganze Analyse ja so spannend.
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macscout
macscout03.04.1803:24
Finde ich den April-Thread nur nicht, oder ist da jemand im Urlaub?
Ein Kommentar von Weia zum aktuellen Marktgeschehen würde mich jedenfalls interessieren. Apple hat ja heute erstaunlich gut gehalten. Aber der Gesamtmarkt wackelt doch aktuell gewaltig.
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macbeutling
macbeutling03.04.1808:23
Oh ja....kommt gleich
„Glück auf🍀“
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