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Der Apple-Aktien-Thread (Juni 2021)

macbeutling
macbeutling02.06.2108:43
Hallo zusammen....

wenig los im Moment.

Leider geht es irgendwie immer weiter runter.

Wann kommt der Turn-around?

Wir bleiben gespannt.
„Glück auf🍀“
+3

Kommentare

pünktchen
pünktchen02.06.2111:21
Ich denke bei den Corona Krisengewinnlern wie Apple wird jetzt langsam und sanft die Luft abgelassen. Was mich eher wundert ist dass der Gesamtmarkt angesichts der ganzen Meldungen über Materialengpässe hier und da und die entsprechend anziehenden Preise nicht nachgibt. Klassisch ist doch: mehr Inflation = höhere Zinsen = niedrigere Aktienkurse. Gilt das jetzt auch nicht mehr? Oder ist das eine Kojotensituation?
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thomas b.
thomas b.02.06.2112:50
Ich glaube, das wird wieder die übliche (Früh-) Sommer-Saure-Gurken-Zeit, was Apple betrifft. Gerüchte über Produktionskürzungen von X, Gerüchte über Produktionsstartverzögerungen von Y usw. werden das vermutlich wie schon so oft begleiten.

Da jetzt so ziemlich jeder, der für Home-Office in Frage kam, schon mit Laptop usw. versorgt sein dürfte, werden die entsprechenden zusätzlichen Umsätze mittlerweile auch getätigt worden sein und wieder ein Normalzustand einkehren.

Alles keine Kurstreiber aktuell, zumindest nicht nach oben. Schaun' mer mal...
macbeutling
Hallo zusammen....

wenig los im Moment.

Leider geht es irgendwie immer weiter runter.

Wann kommt der Turn-around?

Wir bleiben gespannt.
+1
MKL
MKL04.06.2113:59
Weia
MKL
war heute nicht schon der dritte von vier Tagen im Monatswechsel?
[…]
Yep und yep.

Was haben wir denn jetzt hier?
ein Hoch bei 4.230 am 1. Juni
Oder ein verspätetes Tief am 3. Juni 4.177.

Da müssen wir wohl noch warten, wie sich der Markt in den nächsten Tagen entwickelt, oder?
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SuperGrobi04.06.2120:01
Kann es sein, dass es der Monatsultimo-Effekt ist?
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Weia
Weia04.06.2121:57
MKL
Was haben wir denn jetzt hier?
ein Hoch bei 4.230 am 1. Juni
Oder ein verspätetes Tief am 3. Juni 4.177.

Da müssen wir wohl noch warten, wie sich der Markt in den nächsten Tagen entwickelt, oder?
Ich würde dem Zyklus im Augenblick kein allzu großes Gewicht mehr zubilligen. Das Tief vor einem Monat am 4. Mai hat zwar „gepasst“, war aber gerade mal für 3 Aufwärtstage gut, die angesichts der sinkenden Volatilität nur noch für ganz kurzfristige Trader interessant waren; die ausgeprägteste Bewegung im Mai war ja die Abwärtsbewegung danach.

Diesmal könnte es nur das Hoch am 1. Juni sein, will man das Zeitfenster des Zyklus nicht bis zur Unbenutzbarkeit „aufbohren“ (Anfang März war angesichts der 28 Tage im Februar eine Ausnahme) – und das steht zumindest kurz davor, nach oben durchbrochen zu werden.
SuperGrobi
Kann es sein, dass es der Monatsultimo-Effekt ist?
Nö, denn der spricht für Hochs um den Monatswechsel herum, es waren aber fast ausschließlich Tiefs. Und den Monatsultimo gibt es weit länger als die 2 Jahre, die dieser Zyklus jetzt zu beobachten war.

Ich hoffe, ich finde am Wochenende Zeit für eine Analyse.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
Weia
Weia14.06.2103:20
Ich muss mich entschuldigen, dass ich erst jetzt zu einer Analyse komme. Leider geht es mir im Moment nicht gut und ich habe kaum Zeit, nicht nur für die Analyse, sondern auch für den Markt selbst. Glücklicherweise geschieht kaum etwas, so dass das nicht allzu schlimm ist.

Hier ein aktueller Wochenchart des S&P 500 mit den bereits ausführlich diskutierten Trendlinien:


Durch die steilere kurzfristige Aufwärtstrendlinie 1 ist der S&P 500 mittlerweile gefallen; die weniger steile kurzfristige Aufwärtstrendlinie 2 hat aber gehalten. Das macht es wahrscheinlicher, dass, falls der S&P 500 wie avisiert den oberen Rand des Jahrhunderttrendkanals erreicht, dies eher im Schnittpunkt b im Oktober als im Schnittpunkt a im August geschehen wird; Letzteres wäre bei allem Blow-Off denn doch etwas zu steil gewesen (ist aber natürlich noch nicht völlig ausgeschlossen).

Weitere Überlegungen würden erst erforderlich, falls der S&P 500 auch durch die kurzfristige Aufwärtstrendlinie 2 fällt.

Und hier ein aktueller Tageschart von AAPL:


Seit AAPL unter Punkt 2 gefallen ist und damit das erste Warnsignal ausgelöst hat (vgl. ausführliche Analyse vom 11.05.2021 um 02:44 Uhr), ist hier wirklich überhaupt nichts mehr passiert; AAPL umkämpft seit nunmehr 1 Monat die entscheidende violette Linie. Weder konnte sich AAPL wie bei vorangegangenen Berührungen mit der violetten Linie nach oben abstoßen, noch ist die Aktie andererseits weiter nach unten durch Punkt 3 gefallen (der nächste potentiell entscheidende Schritt in Richtung Aufwärtstrend 2003 – 2016).

Die ausgeprägte Schwäche von AAPL relativ zum Gesamtmarkt hat wie gesagt ein Janusgesicht: Man könnte sowohl argumentieren, dass die Aktie dem Markt vorauseilt und auf eine kommende Schwäche des Gesamtmarkts hindeutet, als auch, dass die Aktie nach Ende ihrer jetzigen Konsolidierung umso größeres Nachhol-Aufwärtspotential hat.

Wie besprochen hat erstere Variante die größere Wahrscheinlichkeit: Die Struktur des Kursverlaufs deutet eher darauf hin, dass AAPL am Ende die violette Linie nach unten durchbrechen wird, und historisch war AAPL die letzten 20 Jahre dem Markt stets eher voraus als hinterher.

Aber selbst wenn AAPL sich im Rahmen eines Blow-Off-Tops des Gesamtmarkts nochmals erholen sollte, würde es mich sehr wundern, wenn die Aktie mehr tut, als nochmals ihr altes Allzeithoch in Punkt 0 anzusteuern. Und auch dazu müsste sie erst mal zumindest die kurzfristige Abwärtstrendlinie durch Punkt 0 und Punkt 4 nach oben durchbrechen. Solange das nicht geschieht, sind auch hier keine weiteren Überlegungen vonnöten.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+11
adiga
adiga14.06.2111:49
Danke für die interessante Analyse und pass auf Dich auf. Ich hoffe, es geht Dir bald wieder besser.
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Greetsiel14.06.2112:11
Auch von mir die besten Wünsche für dich
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Catcatcat14.06.2112:17
Alles Gute!
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MKL
MKL14.06.2116:50
Danke Dir. Und natürlich wichtiger als alle Aktien auf dieser Welt:
Ich hoffe, dass es Dir bald wieder besser geht.
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pünktchen
pünktchen14.06.2117:04
Gute Besserung Weia. Mach mal Pause!
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sahnehering14.06.2123:22
Weia
Ich muss mich entschuldigen, dass ich erst jetzt zu einer Analyse komme.
Du musst Dich natürlich NICHT entschuldigen! Wofür denn auch?!

Als sehr langfristiger Anleger setze ich eher nicht auf Chart-Analysen, finde Deine Ausführungen aber immer wieder interessant und lese sie gerne. Im Gegensatz zu manch anderen Analysen die man so im Netz findet empfinde ich Deine als angenehm unaufgeregt und wenig absolut.
Pass auf Dich auf und gute Besserung auch von mir. Ich glaube keiner wird es Dir übel nehmen, wenn Du Dir mal eine Auszeit nimmst.
„Kein Backup, kein Mitleid“
+3
sahnehering15.06.2100:25
pünktchen
Ich denke bei den Corona Krisengewinnlern wie Apple wird jetzt langsam und sanft die Luft abgelassen.
Das sehe ich durchaus auch so. Je nach Geschäftsmodell rechne ich mit wirklich fallenden Bewertungen oder mit einem längeren seitwärts laufen. Ich denke Apple hat mit den ganzen Abo Modellen und den neuen Apple Silicon Rechner genug "neues" im Rennen um ehr nicht all zu weit nach unten zu rutschen. Bei anderen wie Teamviewer oder Delivery Hero sehe ich durchaus die Gefahr, dass diese nachgeben. Auch manch sehr schnellen Anstieg (Fraport, Carnival, Disney) sehe ich kritisch. Sicher, die Umsätze springen langsam wieder an, aber man hat eben auch massiv miese gemacht, die man erst mal verdauen muss.
pünktchen
Was mich eher wundert ist dass der Gesamtmarkt angesichts der ganzen Meldungen über Materialengpässe hier und da und die entsprechend anziehenden Preise nicht nachgibt.
Wenn man sein Produkt auch zu den dann höheren Preisen problemlos verkauft bekommt... Ich denke da ist (noch) einiges an zurückgehaltenen Investitionen unterwegs. Aber sicher gibt es auch Branchen, die erst mal gar nichts zum investieren haben. Eine für mich erst mal eher undurchsichtige Gemengelage, in die ich nur vorsichtig "reininvestiere".
pünktchen
Klassisch ist doch: mehr Inflation = höhere Zinsen = niedrigere Aktienkurse. Gilt das jetzt auch nicht mehr? Oder ist das eine Kojotensituation?
Die höheren Zinsen werden ja seit langem durch die Zentralbanken verhindert. Ich vermute das ist ähnlich wie bei vielem an der Börse: Es kann lange und massiv gegen eine Regel verstoßen werden, ohne dass die fundamentale Aussage derselben ungültig wird. Das würde bedeuteten, dass langfristig wieder so was wie eine Regression zu Mitte eintritt. Nur keiner weiss wann...
Generell denke ich dass die Regel "höhere Zinsen = niedrigere Aktienkurse" schon gilt, wenn eine Anlageform interessanter wird (höhere Zinsen) wertet die andere ab (niedrigere Aktienkurse). Einen Zusammenhang zwischen Inflation und Zinsen sehe ich aber aktuell nicht. Nur eine massive Angst davor, dass irgendeiner die Zinsen anhebt (Lagarde, Powell,...), aber: wer schießt sich schon ins eigene Knie .

Fun-Fact: Suche ich bei Google nach "Kojotensituation" erhalte ich genau einen Treffer. Diesen Thread. Was wolltest Du denn schreiben?
„Kein Backup, kein Mitleid“
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pünktchen
pünktchen15.06.2108:20
Weia
Oder alternativ das Comic-Bild, über das wir am Wochenende sprachen, über den Kojoten, der in den Abgrund rennt, aber erst zu fallen beginnt, als er nach unten schaut und plötzlich merkt, dass er gar keinen Boden mehr unter den Füßen hat.
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sahnehering15.06.2110:00
pünktchen: Schönes Bild. Ja, ich denke das beschreibt die Angst die gerade im Markt ist sehr gut. Die Frage ist halt ob es ein Abgrund oder ein Canyon ist. Und ob er es im Falle eines Canyon merkt bevor er auf der anderen Seite ankommt.
„Kein Backup, kein Mitleid“
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Weia
Weia16.06.2112:47
sahnehering
Schönes Bild.
Hier ist das Bild :
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
Weia
Weia18.06.2115:46
Nur ganz kurz aus gegebenem Anlass etwas, was ich schon die letzten Tage ergänzend zu meiner Analyse Anfang der Woche schreiben wollte, aber wieder nicht rechtzeitig dazukam:
Weia
Weitere Überlegungen würden erst erforderlich, falls der S&P 500 auch durch die kurzfristige Aufwärtstrendlinie 2 fällt.
Das geschieht heute im Augenblick (ob auf Schlusskursbasis, ist natürlich noch offen), aber das allein ist noch kein Beinbruch; es bedeutet lediglich eine weitere Verzögerung im Aufwärtstrend.

Die Kurse könnten nochmals von oben den Anfang des Jahres nach oben durchbrochenen Aufwärtstrend 2009 – 2016 antesten, also bis grob 4000 zurückfallen, ohne dass das Prinzipielles an der Analyse ändern würde.

Am Wochenende hoffentlich etwas ausführlicher; jetzt nur kurz, damit niemand einen Schrecken bekommt.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+4
Weia
Weia21.06.2102:19
So, jetzt habe ich endlich ein bisschen Zeit …
sahnehering
Weia
Ich muss mich entschuldigen, dass ich erst jetzt zu einer Analyse komme.
Du musst Dich natürlich NICHT entschuldigen! Wofür denn auch?!
Na dafür, dass ich zum Wochenende eine Analyse ankündige, die dann nicht liefere und nicht einmal mitteile, dass da nichts kommen wird. Da es hier um potentiell zeitkritische Informationen geht, ist das für meine Begriffe sehr wohl etwas, wofür man sich entschuldigen muss.
pünktchen
Gute Besserung Weia. Mach mal Pause!
Das würde ich liebend gerne, aber leider kann ich das im Augenblick wohl weniger als zu jedem anderen Zeitpunkt in meinem Leben.

Was die guten Wünsche betrifft, Dir und allen anderen hier, die sich entsprechend geäußert haben, ganz herzlichen Dank dafür! Ich kann sie im Augenblick wirklich gebrauchen und gute Wünsche helfen, zuallermindest der eigenen Psyche.

Interessanterweise scheinen (fast?) alle hier „nicht gut gehen“ mit „gesundheitlich nicht gut gehen“ übersetzt zu haben. Dabei war Gesundheit in meinem Leben nie auch nur am Rande ein Thema und ist es auch jetzt nur aufgrund von Gewalt und nur als ein Mosaikstein in einer ziemlich irrwitzigen Verkettung von Umständen.

Aber das gehört nicht in ein öffentliches Forum. Ggf. bitte PM.

Und nochmals Danke!
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+3
Weia
Weia21.06.2102:20
Und hier nun noch die angekündigte detaillierte Erläuterung zu meinem Beitrag vom Freitag, den 18. Juni.

Bevor ich in die Einzelheiten gehe, muss ich zunächst eine Anmerkung zum Timing loswerden:

Meine letzte ausführliche Analyse, zu der auch der heutige Anhang gehört hätte, der nur aus Zeitgründen flachfiel, fand vor Börseneröffnung am Montag, den 14. Juni statt und konstatierte, dass seit 1 Monat mehr oder weniger nichts mehr passiert wäre. An diesem Montag begann dann AAPL erstmals wieder eine gemessen an den Vorwochen erkennbare Bewegung und der S&P 500 machte ein Allzeithoch und begann tags darauf die erste nennenswerte Bewegung (nach unten) seit 1 Monat.

Solch „perfektes Timing“ ist erstaunlich oft im Markt zu beobachten; es ist eine Ausprägung der Regel, dass an der Börse eine ausgeprägte Mehrheit stets Unrecht hat: Wenn auch der letzte Depp (in dem Fall also ich) eine Bemerkung zum status quo abgesondert hat, die keinerlei Änderung desselben erkennen lässt, tritt genau diese Änderung ein.

Nur hatte ich diese Analyse ja schon zu Monatsbeginn posten wollen und nur meine persönlichen Umstände, die nicht das Allergeringste mit dem Markt zu tun haben, hielten mich davon ab und schoben die Analyse auf diesen Termin. Der Termin konnte also in diesem Fall wirklich nichts mit dem Markt und meiner Einschätzung desselben zu tun haben. Und dennoch trat dieses „perfekte Timing“ einmal mehr auf.

Ja, schon klar, der Unterschied zwischen Kausalität und Koinzidenz. Und dennoch, irgendwie faszinierend (wie Mr.Spock sagen würde) …

Hier nun ein aktueller Tageschart des S&P 500 mit der Erläuterung, warum das Durchbrechen der Trendlinie nichts Schlimmes bedeuten muss und welche Marken etwas Schlimmes bedeuten würden:



Zunächst einmal könnt Ihr deutlich das typische Kursverhalten sehen, einen klassischen Durchbruch nach unten: In dem Moment, wo die Trendlinie durchbrochen wird, nimmt die Bewegung klar an Fahrt auf.

Der Grund, warum der Durchbruch keineswegs unwahrscheinlich war (und weswegen diese Analyse eben bereits als Anhang in meine letzte Analyse vom 14. Juni gehört hätte), ist struktureller Natur:

Wie jetzt x-fach erwähnt, gliedert sich eine Aufwärtsbewegung typischerweise in 3 durch 2 Abwärtskorrekturen unterbrochene Aufwärtsschübe. Bei der Bewegung seit dem Corona-Tief im März 2020 handelt es sich völlig fraglos um eine Aufwärtsbewegung; schließlich hat sie deutliche neue Allzeithochs erklommen.

Natürlich war diese Aufwärtsbewegung vielfach von Korrekturen durchbrochen, aber die strukturellen Überlegungen beziehen sich ja stets auf die Struktur auf einer Hierarchieebene (und über- und untergeordnete Hierarchieebenen weisen dann für sich erneut dieselbe Struktur auf). Die Ebenen sind nicht immer völlig eindeutig zu trennen (so wie es sich bei diesen Überlegungen ja insgesamt um Wahrscheinlichkeitsüberlegungen handelt), aber der bisherige Kursverlauf seit März 2020 legt doch nahe, dass auf der obersten Ebene bislang 1 Abwärtskorrektur angesiedelt ist, die Bewegung von Punkt 4 auf Punkt 5: denn nirgendwo sonst gibt es seit März 2020 eine ähnlich ausgeprägte Abwärtsbewegung (die Ausgeprägtheit muss dabei nicht zwingend in der Kursspanne liegen; es kann auch die Zeitspanne sein).

Dann wäre die Aufwärtsbewegung seit Punkt 5 der 2. von insgesamt 3 Aufwärtsschüben. Dieser Schub gliedert sich in sich wiederum in 3 Aufwärtsschübe (ich habe die Strukturlinien zur besseren Lesbarkeit gepunktet eingetragen, um sie von den Trendlinien optisch besser unterscheiden zu können) und diese wiederum in 3 Aufwärtsschübe (fraktale Struktur des Marktes) – für den dritten und letzten Aufwärtsschub von Punkt 6 zu Punkt 7 habe ich diese Untergliederung zur Verdeutlichung mit dünneren Strukturlinien auch noch eingezeichnet.

Zusammengefasst heißt das: Es stand/steht strukturell vor dem letzten Aufwärtsschub noch eine zweite, in der Ausgeprägtheit der Abwärtskorrektur von Punkt 4 auf Punkt 5 vergleichbare Abwärtskorrektur bevor und die Tatsache, dass sich die Aufwärtsbewegung seit Punkt 5 klar in je 3 Aufwärtsschübe auf den darunterliegenden Hierarchieebenen gliedern lässt, also vollständig scheint, machte es gar nicht unwahrscheinlich, dass diese Abwärtskorrektur unmittelbar bevorstünde. Das aber hätte (und hatte dann ja auch) zwangsläufig das Durchbrechen der flacheren dünnen grünen Aufwärtstrendlinie zur Folge, weil sich die Kurse nur wenig darüber befanden. Aus genau diesem Grund hätten diese Überlegungen bereits in die Analyse vom 14. Juni gehört. Ich hatte sie auch im Kopf, nur eben keine Zeit.

Der Durchbruch nach unten kam also nicht sehr überraschend und ist bislang auch keineswegs bedrohlich. Plausible Kursziele wären die Tiefs Mitte Mai (um 4060) und dann wie gesagt der Aufwärtstrend 2009 – 2016 (um 4000). Fällt der S&P 500 weiter, sollte man anfangen, sich Gedanken zu machen.

Wann würde die Abwärtsbewegung bedrohlich?

Die Überlegungen sind hier ganz ähnlich wie bei AAPL:
  • Die erste Warnung ergäbe sich, wenn der S&P 500 unter Punkt 4 (3588,11) sinkt: Denn da sich die drei Aufwärtsschübe nicht überlappen dürfen, bliebe dann nur die Interpretation übrig, dass die gesamte Aufwärtsbewegung von Punkt 5 bis Punkt 7 lediglich den hierarchisch untergeordneten 1. von insgesamt 3 untergeordneten Aufwärtsschüben des 2. Aufwärtsschubes darstellen würde (denn die erste Abwärtskorrektur darf 100% korrigieren, also bis zum Startpunkt Punkt 5 und also unter Punkt 4 zurückfallen – aber kein Gran darunter). Das aber würde bedeuten, dass der 2. Aufwärtsschub insgesamt riesig ausfallen würde – nicht sehr wahrscheinlich. Deshalb ist ein Fall unter Punkt 4 eine deutliche Warnung.
  • Das Alarmsignal käme dann folglich mit einem Fall unter Punkt 5 (3278,70). Denn dann kann strukturell kein dritter Aufwärtsschub mehr folgen und die ganze strukturelle Analyse war falsch.


Und hier noch ein aktualisierter Tageschart von AAPL:



AAPL ist bislang einfach in die Nähe der Abwärtstrendlinie durch Punkt 0 und Punkt 4 gelaufen; das war ja im Rahmen der Erwartungen. Ob die Aktie eine Chance hat, diesen Trend nach oben zu durchbrechen und damit nochmals etwas lebendiger zu werden, wird wesentlich davon abhängen, wie deutlich sich die Abwärtskorrektur beim S&P 500 ausprägen wird.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+4
Weia
Weia23.06.2101:22
Sieh an – jetzt wäre (jedenfalls hier und heute) nicht einmal die Analyse vom Wochenende erforderlich gewesen zur Begründung, warum der freitägliche Durchbruch nach unten nicht beunruhigen muss: es war eine schlichte Bärenfalle.

Ich hatte ja schon früher geschrieben, dass der Markt auch im Falle eines Blow-Off-Tops nicht einfach nur nach oben laufen wird, sondern immer wieder kurzfristige Kursrückgänge erfolgen können, von denen man sich nicht erschrecken lassen darf.

Nachdem die meisten hier ja mittel- bis langfristig orientiert sind, denke ich wie gesagt, dass der Aufwärtstrend 2009 – 2016 (heute 3980, am Jahresende 4300, also ca. 50 Punkte/Monat) ein guter Anhaltspunkt für einen Stop ist, wenn man einen Rückfall bis zu den strukturell zwingenden Punkten 4 und 5 (siehe letzte Analyse) nicht riskieren will.

Umgekehrt sollte man mehr als ernsthaft über einen Ausstieg nachdenken, wenn der S&P 500 den oberen Rand des Jahrhunderttrendkanals erreicht (heute 4770, am Jahresende 4910, also ca. 22 Punkte/Monat).

Mit diesen Angaben solltet Ihr als mittel- bis langfristige Anleger notfalls bis Jahresende auch zurechtkommen, falls ich hier nicht mehr posten kann.


Bei AAPL wird es jetzt spannend, denn die Aktie hat heute etwas über der kurzfristigen Abwärtstrendlinie geschlossen. Wenn sie nicht bald wieder zurückfällt und das somit umgekehrt eine Bullenfalle wird, sollte sich recht schnell zeigen, ob die schon das ganze Jahr andauernde relative Schwäche ein Schwäche-Vorbote war (lustloser Anstieg bis auf vielleicht nochmals das alte Allzeithoch und danach starker Rückgang) oder eine Konsolidierung zum Kräftetanken (explosiver Anstieg). In letzterem Fall könnte es AAPL im Rahmen eine Blow-Off-Tops des Gesamtmarktes noch zu der oberen blauen Widerstandslinie durch die Hochs 2000 und 2012 schaffen (im letzten Tageschart nur in der linken oberen Ecke zu sehen, auf früheren Wochencharts aber ganz), die heute bei 197$ verläuft und am Jahresende bei 223$, also ca. 4$/Monat.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+8
skipper02.07.2118:51
Wasn' die Woche mit Apple los?

117,67 € gerade eben🌞

Da kann man je strahlend ins's Wochenende gehen
+1
thomas b.
thomas b.02.07.2120:28
Das wurde ja auch mal langsam Zeit, das erste Halbjahr lief ja ziemlich müde für AAPL.

Da der Juni schon vorüber ist, macbeutling, bist du noch unter uns für den Juli-Thread?
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Greetsiel04.07.2115:07
4. Juli und und kein Juli-Thread.
macbeutling, müssen wir uns Sorgen machen?
0
Florian Lehmann04.07.2123:56
Greetsiel
4. Juli und und kein Juli-Thread.
macbeutling, müssen wir uns Sorgen machen?

Der Genießer, schweigt & vergisst die +16% des letzten Monats …
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macbeutling
macbeutling05.07.2108:06
Huch, war ein ereignisreiches Wochenende, komplett verbaselt...ich mach gleich einen auf
„Glück auf🍀“
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