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Bilder für inDesign vorbereiten

Darrensmojo
Darrensmojo20.07.1823:03
Hallo,

eine kleine Frage an die Printer:
Ich bin dabei ein Buch in InDesign aufzubauen. Ich habe die übliche Faustregel gelernt, die Bilder auf 300dpi, auf die endgültigen Maße in cm/mm - und in CYMK anzulegen und dann erst in inDesign zu platzieren.

Meine Frage:
Kann ich die Bilder auch in 72dpi lassen, die Pixelmaße so lassen (Bilder sind Kuh groß) und dann in inDesign einsetzen, skalieren und dann per PDF Export auf 300 DPI bringen? Oder rechnet sich das PDF dann nicht die übrig gebliebenen Pixel dazu?

Bsp: Bild wird im Buch nur 5,5 cm x 3,8 cm groß, meine Bilddatei hat aber 4928x3264 pixel bei 72dpi.

cu
Daniel
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Kommentare

breaker
breaker20.07.1823:37
Na klar, wenn du das Bild platziert hast, achte einfach in Verknüpfungsinfofeld auf ppi effektiv, da sollte dann logischerweise nichts unter 300 stehen. Aber auch 250 wären jetzt auch nicht all zu dramatisch.
+4
Darrensmojo
Darrensmojo20.07.1823:40
Danke für die Antwort Breaker.
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crazyjunk21.07.1803:56
jeb.. des passt bist am richtigen weg
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Cooper21.07.1811:25
Wenn es richtig gut werden soll, wäre zum Thema Farbe noch zu ergänzen: Du musst das richtige CMYK Farbprofil für deine Bilder wählen. Bei den meisten Druckereien ist dies ISO_V2_300. Frage am besten bei deiner Druckerei nach.
Dieses Profil ist leider nicht InDesign vorinstalliert. Du findest es auf eci.org dort im Bereich Download nach "ECI Offset 2009" suchen und das .zip File runterladen.
Das darin enthaltene Profil muss man leider am Mac manuell installieren ins Verzeichnis: LibraryApplicationSupportAdobeColorProfiles (wichtig nicht ins Verz. ColorProfiles direkt). Auf Windows kann man die .icc Datei per Doppelklick installieren.
Danach Photoshop neu starten und über Bearbeiten"In Profil umwandeln" deine Bilder in dieses Profil umwandeln (CMYK macht er dabei auch gleich mit). Wenn du fit bist in PS, kannst du dir auch gleich eine Aktion dafür anlegen dann gehts mit einem kompletten Ordner in einem Rutsch.
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camaso
camaso21.07.1813:35
InDesign kann auch beim Export alle Bilder in ein Wunsch-Profil umwandeln. Das erspart den Weg über Photoshop. Möchte man mehr Kontrolle über das Ergebnis (bspw. Nachbearbeitung nach der Umwandlung), geht es natürlich nur über Photoshop.
+1
jensche21.07.1813:52
Leider komplett Falsch!!! Bilder NIE in CMYK Umwandeln!!!
Das hat man vor 20 Jahren gemacht. Heute, wie sicherlich schon die letzten 10 Jahre gibts den RGB Workflow, wichtig ist das jedes Bild ein Profil hat.

– Leider gibts immer noch Leute die das machen.

Die Umwandlung ins ins richtige Farbprofile übernimmt dir Indesign.

Für den Standardoffsetdruck in Europa:
Ungestrichenes Papier: PSOuncoated_v3 (FOGRA52)
Gestrichenes Papier: PSOcoated_v3 (FOGRA51)



Hier hast du einen guten Leitfaden zum Colormanagement:



Farbmanagement bei den Adobe Programmen wird via Bridge Synchronisiert. Da sollte man nicht Manuell installieren.
Wichtig ist das Indesign die richtigen Farbprofile hat. Die Bridge mach dann den Rest.


Cooper
Wenn es richtig gut werden soll, wäre zum Thema Farbe noch zu ergänzen: Du musst das richtige CMYK Farbprofil für deine Bilder wählen. Bei den meisten Druckereien ist dies ISO_V2_300. Frage am besten bei deiner Druckerei nach.
Dieses Profil ist leider nicht InDesign vorinstalliert. Du findest es auf eci.org dort im Bereich Download nach "ECI Offset 2009" suchen und das .zip File runterladen.
Das darin enthaltene Profil muss man leider am Mac manuell installieren ins Verzeichnis: LibraryApplicationSupportAdobeColorProfiles (wichtig nicht ins Verz. ColorProfiles direkt). Auf Windows kann man die .icc Datei per Doppelklick installieren.
Danach Photoshop neu starten und über Bearbeiten"In Profil umwandeln" deine Bilder in dieses Profil umwandeln (CMYK macht er dabei auch gleich mit). Wenn du fit bist in PS, kannst du dir auch gleich eine Aktion dafür anlegen dann gehts mit einem kompletten Ordner in einem Rutsch.


Viel wichtiger meines erachtens: Einsetzen der Bilder bei mit ungefähr 100% (plus/minus 20%) und diese dann nachschärfen im PSD.
+2
breaker
breaker21.07.1814:47
Das mag bei „einfachen“ Bildern ja durchaus möglich sein, aber bei vielen Motiven (je nach Farbigkeit) ist es durchaus gut, den „alten“ Weg über Photoshop zu gehen – Stichwort das Bild für das Ausgabeprofil zu optimieren und das nicht stumpf zu automatisieren. Nur weil ein Bild in RGB gut aussieht, muss es das nicht automatisch auch in CMYK tun.
+2
jensche21.07.1815:40
Macht absolut keinen Sinn.
Man muss die bilder natürlich im RGB Workflow für CMYK richtig bearbeiten. Dies verlangt etwas Erfahrung.
Aber eine Konvertierung in PSD ins Endformat "zerstört" das Bild.

RGB Workflow ist Standard.
Es gibts höchstens Ausnahmen im Super Super Super Super HighEnd Bereich (z.b. Uhren) wo es vielleicht noch Sinn macht.
breaker
Das mag bei „einfachen“ Bildern ja durchaus möglich sein, aber bei vielen Motiven (je nach Farbigkeit) ist es durchaus gut, den „alten“ Weg über Photoshop zu gehen – Stichwort das Bild für das Ausgabeprofil zu optimieren und das nicht stumpf zu automatisieren. Nur weil ein Bild in RGB gut aussieht, muss es das nicht automatisch auch in CMYK tun.
+1
breaker
breaker21.07.1816:58
Nö, auch bei nicht Highend kann es Sinn ergeben. Und sei es nur ein Foto von zB einer Firmenzentrale wo das Logo zu sehen ist und die Logofarbe möglichst dem Original entsprechen soll.
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Embrace21.07.1817:12
Darrensmojo
Bsp: Bild wird im Buch nur 5,5 cm x 3,8 cm groß, meine Bilddatei hat aber 4928x3264 pixel bei 72dpi.
Daniel

Die 72dpi Angabe kannst du dir sparen. Das Bild hat 4928x3264 Pixel und das war es. DPI sagt nichts über das Bild alleine aus. Ob 5 dpi oder 100.000 dpi, das Bild hat die angegebenen Maße. Sehr oft liest man ja, dass Bilder bspw. 1.200x800 Pixel bei 300 dpi sein müssen. Sowas erschließt sich mir einfach nicht 😅
Entweder Zentimetermaße und DPI oder einfach nur die Pixelmaße.

Ansonsten würde ich aber auch die Originaldateien einbetten und InDesign mittels Profilangabe um den Rest kümmern lassen.
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jensche21.07.1817:14
Grundsätzlich gibts einen RGB Workflow. Industriestandard.
CMYK Konvertierungen macht mach nicht mehr. Vor 10 Jahren hat man das noch gemacht. Was anderes wird auch nicht mehr gelehrt. – Logo farblich anpassen kann man gut im RGB. Für das gibts die Softproof Funktion im PSD.

breaker
Nö, auch bei nicht Highend kann es Sinn ergeben. Und sei es nur ein Foto von zB einer Firmenzentrale wo das Logo zu sehen ist und die Logofarbe möglichst dem Original entsprechen soll.
+1
jensche21.07.1817:18
Embrace
Die 72dpi Angabe kannst du dir sparen. Das Bild hat 4928x3264 Pixel und das war es. DPI sagt nichts über das Bild alleine aus. Ob 5 dpi oder 100.000 dpi, das Bild hat die angegebenen Maße. Sehr oft liest man ja, dass Bilder bspw. 1.200x800 Pixel bei 300 dpi sein müssen. Sowas erschließt sich mir einfach nicht 😅
Entweder Zentimetermaße und DPI oder einfach nur die Pixelmaße.

Ansonsten würde ich aber auch die Originaldateien einbetten und InDesign mittels Profilangabe um den Rest kümmern lassen.

Verlinken meinst du.

Sehr wohl isit die Auflösung wichtig bei den richtigen Massen.
Wichtig ist 300dpi Effektiv bei ungefähr 100% Platzierung. Damit man das Bild ideal schärfen kann.
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Darrensmojo
Darrensmojo21.07.1817:51
Hey, danke für all euere Antworten. Ihr seit klasse

Ich habe das Problem, dass ich die ganzen Print Sachen auch von Leuten gelernt habe, die schon lange im Geschäft sind und ich habe seitdem eher Digital gemacht. Jetzt komme ich erst dazu mein Wissen anzuwenden da mehr Print anliegt. Wenn ich mir aber z.B. inDesign heutzutage ansehe, habe ich mir schon gedacht, dass die Methoden von vor 10 Jahren evtl. schon wieder veraltet sind.

Wie gesagt kenne ich das auch noch so in PS in CYMK umwandeln (arbeite auch mit ECI v2 300%), Auflösung in 300 DPI, Bild mm genau anlegen und dann erst in indesign einbauen. Großes Tabu war immer RGB Bilder in einem Layout Programm einzubauen.

Ich habe Probleme damit, da ich so mein RGB Bild entweder kaputt mache oder alles doppelt sichern muss. Das kann so pro Bild extra >100MB bedeuten. Außerdem ist es im Job dann auch immer so, dass dann nach der Retusche und Bildzuschnitt wieder Änderungen kommen und plötzlich das Bild größer muss oder für Web in RGB geliefert werden muss.

Deswegen habe ich nach einem Workflow gesucht, wo ich in RGB retuschieren kann, Auflösung auf maximal lasse soviel das Originalbild hergibt und es dann in inDesign direkt einbauen kann.
Da wär's natürlich praktisch CYMK InDesign im PDF Export zu überlassen. Mache mir aber hier sorgen, dass ich dann nicht mehr die Kontrolle darüber habe, wie die Farben am Ende aussehen. Alles nicht so einfach

cu
Daniel
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jensche21.07.1818:24
Das nennt sich Non-Destructiv workflow in psd. Ist auch standard.

Smart objekte sind die zauberer. Danach kannst du alles mit dem bild machen.

Dann platzierst du einfach die psd datei ins indesign.

Wie hast du denn mehr kontrolle bei einem cmyk bild an einem rgb monitor? Für die kontrolle gibts die softproof funktion in psd.
+2
Embrace21.07.1818:34
jensche
Embrace
Die 72dpi Angabe kannst du dir sparen. Das Bild hat 4928x3264 Pixel und das war es. DPI sagt nichts über das Bild alleine aus. Ob 5 dpi oder 100.000 dpi, das Bild hat die angegebenen Maße. Sehr oft liest man ja, dass Bilder bspw. 1.200x800 Pixel bei 300 dpi sein müssen. Sowas erschließt sich mir einfach nicht 😅
Entweder Zentimetermaße und DPI oder einfach nur die Pixelmaße.

Ansonsten würde ich aber auch die Originaldateien einbetten und InDesign mittels Profilangabe um den Rest kümmern lassen.

Verlinken meinst du.

Sehr wohl isit die Auflösung wichtig bei den richtigen Massen.
Wichtig ist 300dpi Effektiv bei ungefähr 100% Platzierung. Damit man das Bild ideal schärfen kann.

Klar, verlinken, du hast vollkommen recht. Also den Pfad zur Verlinkung einbetten 😜

Das Angeben sowohl von Pixelmaßen als auch von DPI ist aber sinnlos.
-1
Darrensmojo
Darrensmojo21.07.1818:48
jensche
Das nennt sich Non-Destructiv workflow in psd. Ist auch standard.

Smart objekte sind die zauberer. Danach kannst du alles mit dem bild machen.

Dann platzierst du einfach die psd datei ins indesign.

Wie hast du denn mehr kontrolle bei einem cmyk bild an einem rgb monitor? Für die kontrolle gibts die softproof funktion in psd.

Danke für den Tipp! Mit Smart Objekten arbeite ich auch gerne, wußte aber nicht, dass ein Smartobjekt intern RGB bleiben kann während das Hauptdokument CYMK sein kann. Klasse
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jensche21.07.1820:36
Doch. mit Smart Objekten kannst du auch das Bild verkleinert. Das Smartobjekt bleibt bestehen.

Die effektive Auflösung ist aber wichtig im Dokument. Man sollte für Offsetdruck zirka bei 100% (um die 300 dpi) schärfen.


Darrensmojo
jensche
Das nennt sich Non-Destructiv workflow in psd. Ist auch standard.

Smart objekte sind die zauberer. Danach kannst du alles mit dem bild machen.

Dann platzierst du einfach die psd datei ins indesign.

Wie hast du denn mehr kontrolle bei einem cmyk bild an einem rgb monitor? Für die kontrolle gibts die softproof funktion in psd.

Danke für den Tipp! Mit Smart Objekten arbeite ich auch gerne, wußte aber nicht, dass ein Smartobjekt intern RGB bleiben kann während das Hauptdokument CYMK sein kann. Klasse
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camaso
camaso22.07.1812:05
Weil hier alle von dpi (dots per inch) sprechen: Korrekt wäre ppi (pixel per inch). Dots (Punkte) machen Laser- und Tintendrucker, Bilder bestehen aus Pixeln.

+1
cfkane22.07.1812:13
jensche
Die effektive Auflösung ist aber wichtig im Dokument. Man sollte für Offsetdruck zirka bei 100% (um die 300 dpi) schärfen.

Mir ist noch nicht ganz klar, was mit den 100 % gemeint ist.

Wenn ich bspw. ein Bild mit 72 ppi habe, es aber so in ID plaziere, daß die effektive Auflösung bei 300 ppi liegt. Unter 100 % würde ich eine 1:1-Darstellung verstehen. Aber das wären 72 ppi und nicht die 300 .

Und was ist, wenn ich ein Bild mit 600 ppi plaziere und beim PDF-Export vom ID auf 300 runterrechnen lasse?

Besten Dank!
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jensche22.07.1813:45
Für den Offsetdruck orientiert man sich bei Bildern bei zirka 300 dpi. (304dpi = 60er Raster konventionell, AM)

Runterrechnen ist nicht das Problem. ich kann auch ein 2dpi bild extrem klein platzieren dass es die effektive Auflösung von 1400 hat. Indesign rechnet je nach Profil Bilder runter.

Um Bilder korrekt zu schärfen müssen diese Nahe bei 100% Platzierungsgrösse sein. Konkret heisst das in der Praxis: Wenn das Layout steht und man die Druckaufbereitung macht, rechnet man alle Bilder auf 100%.




PDF Export für Druck PDF:
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Stefab
Stefab22.07.1820:02
Also ich würde mir da nicht so viele Gedanken machen und die Bilder als Originale platzieren (effektiv >= 300ppi wären schon nicht schlecht, wobei etwas weniger auch nicht tragisch ist) - Auflösung und Farbraum lassen, wie es ist und erst dann beim PDF? Export alles ins passende Profil und Auflösung rechnen lassen.
Dann hast du maximale Flexibilität und am wenigsten Arbeit.

Die Bilder farblich anpassen, wenn das eine oder andere im geforderten Profil schlecht aussieht, würde ich erst, wenn du mit dem Layout fertig bist.

Nachschärfen kannst du natürlich, wenn du willst und mit 100% ist dann einfach die Ausgabegröße gemeint, also ist das Bild im Buch 4x3cm, dann sind 4x3cm 100%.

Und zum Schluss noch ein Tipp für Bilder, die nicht in der erforderlichen Auflösung vorliegen: Photozoom (Pro) kann Bilder und besonders nicht-Vektor Logos ziemlich gut hochrechnen. (War früher S-Spline 2) Kann aber nur RGB, soweit ich weiß.
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jensche22.07.1820:08
Klar muss man sich nicht so viele Gedanken machen. Mein Beispiel war ein professioneller Workflow.
Das Endfarbprofil rechnet ja Indesign. Dabei ist wichtig auf was für Papier das ganze gedruckt wird.

einfach gesagt:
Glattes Papier dann nimmst du das Coated Profil.
Raues Papier dann mit den Uncoated Profil.

Dies ist enorm wichtig. Da dort der Gesamtfarbenauftrag definiert ist.
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Stefab
Stefab22.07.1822:07
jensche
Klar muss man sich nicht so viele Gedanken machen. Mein Beispiel war ein professioneller Workflow.
Vielleicht etwas klarer, was ich meinte:
Würde mir jetzt direkt beim Layout, eher mal nicht soviele Gedanken machen und die Bilder nehmen wie sie sind (sofern die Auflösung ausreicht).

Für den Export sollte man sich dann natürlich schon entsprechend Gedanken machen und alles entsprechend dem Druckziel einstellen.

Und denke auch, wenn man die Bilder optimieren will, dann auch eher erst, wenn das Layout schon möglichst fertig ist, sonst muss man eventuell alles mehrmals pro Bild machen, weil sich wieder was ändert.
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