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Augenfeindliche LED?

MäcFlei
MäcFlei22.03.1901:26
Hier ein beachtenswertes Video dazu auf YouTube

Danach killt der Blauanteil die Zellen der Netzhaut vorzeitig und die Aufmerksamkeit, also geistige Leistungsfähigkeit scheint auch geringer zu sein als bei Beleuchtung mit Halogenbirnen.

Wenn man das gesehen hat, wird klar, dass Apple mit dem Night Shift eventuell nicht nur dem Empfinden Rechnung getragen hat, sondern ohne es groß an die Glocke gehangen zu haben, Augenschäden vorbeugt.

Unter diesem Aspekt ist der Darkmode, der die Beleuchtung insgesamt reduziert und damit natürlich auch den Blauanteil, mehr als nur eine optische Alternative.

Dass LED-Leuchtmittel zusammen mit Energiesparlampen in einer Box gesammelt werden auf dem Wertstoffhof, spricht nicht gerade dafür, dass die LEDs, wie behauptet, aufbereitet werden, weil die Kontamination mit Quecksilber dürfte alles andere als gesund und optimal dafür sein.
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Kommentare

Nasso22.03.1904:45
Das YouTube-Video kann ich nicht beurteilen, weil ichs hier in China nicht sehen kann.

Klar ist aber, daß der Blauanteil im LED-Licht ab einer gewissen Intensität die Zellen im Auge schädigen kann.
Gravierender ist, daß blaues Licht die Melatoninproduktion hemmt. Melatonin ist das Hormon, das uns müde werden läßt und Schlaf ermöglicht.
Tagsüber ist blaues Licht wichtig, um wach und aktiv zu sein. Abends verdirbt es den Schlaf.
(Halogenlicht ist nur Abends besser. Tagsüber ist blaues Licht bis zu normaler Intensität vorzuziehen. Sonnenlicht z.B. hat einen hohen Blauanteil.)
So gesehen ist Night Shift eine gute Sache, auch wenn die Quelle hinter dem jetzt mehr gelblichen Licht immer noch starken Blauanteil hat.

Dark Mode ist definitiv der beste Schritt. Aber auch hier kann noch genug blaues Licht zum Auge gelangen.

Nutzt also Alles nichts. Nur ein Nicht-Benutzen nach - sagen wir mal 18:00 Uhr wäre eine Lösung. Aber wer will das schon.

Aber auch die Raumbeleuchtung Zuhause tut ihres dazu. Die LEDs in unseren Leuchten produzieren UV- und blaues Licht, daß dann durch chemisch dotierte Cover in mehr oder weniger warmes Licht umgewandelt wird. Je nach Qualität und Dichte dieser Cover verbringen wir den Tag in reichlich blauem Licht.
Probiert mal die App ispEVO direkt vor einer LED-Leuchte.
Da wird deutlich, wie das ausfallende Licht zusammengesetzt ist.

Keine Panik. Wir habens so gewollt und leben dann halt deutlich unruhiger, nervöser und möglicherweise etwas kürzer.

MäcFlei
Hier ein beachtenswertes Video dazu auf YouTube

Danach killt der Blauanteil die Zellen der Netzhaut vorzeitig und die Aufmerksamkeit, also geistige Leistungsfähigkeit scheint auch geringer zu sein als bei Beleuchtung mit Halogenbirnen.

Wenn man das gesehen hat, wird klar, dass Apple mit dem Night Shift eventuell nicht nur dem Empfinden Rechnung getragen hat, sondern ohne es groß an die Glocke gehangen zu haben, Augenschäden vorbeugt.

Unter diesem Aspekt ist der Darkmode, der die Beleuchtung insgesamt reduziert und damit natürlich auch den Blauanteil, mehr als nur eine optische Alternative.

Dass LED-Leuchtmittel zusammen mit Energiesparlampen in einer Box gesammelt werden auf dem Wertstoffhof, spricht nicht gerade dafür, dass die LEDs, wie behauptet, aufbereitet werden, weil die Kontamination mit Quecksilber dürfte alles andere als gesund und optimal dafür sein.
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nova.b22.03.1907:08
Es gibt schon längst LED-Leuchtmittel mit geringem UV-Anteil.
Hierzulande werden aber schon LEDs mit CRIs von gerade mal 80 als hochwertig beworben.
Anscheinend sind die Leute damit zufrieden.
Wie soll man da eine Sensibilität für das Thema „UV-Anteil“ erwarten?
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elBohu
elBohu22.03.1907:28
Ich habe eine Brille mit Blaufilter. Damit wirkt die Umgebung etwas gelblich.
Im allgemeinen sollte man einen Blaufilter benutzen, weil eben das Sonnen licht auch viel Blauanteile enthält und das die Makuladegeneration voran treibt.
Hab eben erst mit einem Kollegen drüber gesprochen: Die Menschheit rottet sich selber aus.
„wyrd bið ful aræd“
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becreart
becreart22.03.1907:41
elBohu
Die Menschheit rottet sich selber aus.

das doch sowieso
+1
Oceanbeat
Oceanbeat22.03.1907:42
Hmm, sollte ich mein blau gestrichenes Wohnzimmer umgestalten...?
„Wenn der Herbst seine morbide Pellerine über die Vorgärten wirft...“
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teorema67
teorema6722.03.1907:46
Augenfeindliche LED?

Eigentlich ist das Problem lange bekannt. Mit am schlimmsten sind die bei "Premium-Marken" heute üblichen LED-TFLs, und ich habe keine Ahnung, warum so was zugelassen wird.
„Vornehme Leute haben immer viel Müll (badisches Sprichwort)“
+2
mikeboss
mikeboss22.03.1908:41
das ist mir alles sowas von blunzen. wie sich die verbote fuer herkoemmliche gluehlampen abzeichneten, habe ich mir fuer kleines geld 300 halogenlampen besorgt und die bunkere ich jetzt im keller. das muesste eine weile reichen

auch wenn die dinger einen grossteil der eingespeisten energie in waerme umsetzen, das erzeugte licht ist einfach um ein vielfaches angenehmer und das ist es mir wert. zudem hatte ich schon LED lampen welche ein leises surren von sich gaben und das mag ich gar nicht leiden...
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ssb
ssb22.03.1909:00
Den Ausführungen von Nasso kann ich folgen, daher gibt es NightShift. Das Sonnenlicht hat selbst einen sehr hohen Anteil UV-Licht, blaues Licht und sogar Röntgenstrahlung. Uns geht es damit nur deswegen so gut, weil die Atmosphäre ein entsprechender Filter ist und - solange sie noch einigermaßen fit ist (erinnert euch an das Ozonloch) - uns vor dem Schlimmsten bewahrt.
Auf der anderen Seite ist blaues Licht aber energiereicher als rotes und unser Planet wäre ziemlich unbewohnt, wenn unsere Sonne rot wäre. PV-Module wandeln beispielsweise überwiegend blaues Licht in Strom um. Das mehr an Energie ist auch das, was Zellen altern lässt oder sie gar verändert. Man weiß, dass UV-Licht Hautkrebs auslösen kann.
UV-Licht ist dabei aber noch deutlich energiereicher als blaues Licht und daher schädlicher.
Man sollte davon ausgehen, dass sich die Natur bei der Evolution schon was „gedacht“ hat. Unser Körper ist an das Sonnenlichtspektrum angepasst, daher können wir es auch sehen und empfinden Sonnenlicht als ideal-weiße Lichtquelle. Das Sonnenlicht hat sich auch seit Millionen von Jahren nicht maßgeblich verändert - aber wir haben den Filter, unsere Atmosphäre, deutlich verändert.

Ich denke, wir haben ernsthaftere Probleme als den Blauanteil von LED-Licht. Der UV-Anteil des Sonnenlichts, das uns erreicht, wird mehr Menschen schädigen als LEDs. Aber selbstverständlich sollte man auch da auf Qualität achten, oder LEDs in gelbes Glas packen - das haben wir zufälligerweise im Wohnzimmer so.

Ansonsten: der Mensch ist die Spitze der Evolution, Spitze muss man da aber auch als Endpunkt verstehen. Wir werden uns massenhaft selbst ausrotten, wie auch immer. Für den Rest hat die Natur dann sicher noch ein paar Viren übrig. Bei den Dinosauriern war noch ein kosmische Katastrophe nötig, wir verursachen unsere eigenen Katastrophen. Das ist nur eine Frage der Zeit und was wir dann noch von der Erde übrig lassen.

Klingt sarkastisch, ist aber so.
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My2Cent22.03.1909:02
Ausgerechnet Halogenlicht ist aber keine gute Alternative, weil auch bei Halogenlicht der Blau-Anteil recht hoch ist und auch UV-Anteile vorhanden sind die allerdings - wie bei LED-Lampen - herausgefiltert werden können.

Siehe:
https://www.ledvance.de/produkte/produktwissen/halogenlampen /professionelles-wissen/uv-filter-technologie/index.jsp
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tranquillity
tranquillity22.03.1909:33
Hier der Link von My2Cent als Link
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MikeMuc22.03.1909:37
So hell ist der Bildschirm nun auch wieder nicht das er gleich die Augen schädigt. Sowas dürfte auch gar nicht verkauft werden.
Wer aber permanent in eine dieser blauen Dioden an seiner externen Festplatte schaut, der tut sich damit keinen Gefallen. Aber wer macht das schon, es starrt ja auch keiner permanent in eine eingeschaltete Glühbirne. Das schadet auf Dauer ebenfalls.
Und ganz nebenbei komm es dann auch auf die Intensität/ Helligkeit der Lichtquelle an wie schnell und schädlich das an Ende wird.

Da jetzt wegen eines Videos in Panik zu verfallen kommt nahe an Verbreitung von FakeNews
+4
mikeboss
mikeboss22.03.1909:40
My2Cent
Ausgerechnet Halogenlicht ist aber keine gute Alternative, weil auch bei Halogenlicht der Blau-Anteil recht hoch ist und auch UV-Anteile vorhanden sind die allerdings - wie bei LED-Lampen - herausgefiltert werden können.

Siehe:
https://www.ledvance.de/produkte/produktwissen/halogenlampen /professionelles-wissen/uv-filter-technologie/index.jsp

dann habe ich ja schwein gehabt: mein vorrat besteht ausschliesslich aus halogen-gluehlampen der marke OSRAM und die haben scheinbar dotiertes quarzglas.
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nova.b22.03.1909:48
mikeboss
Dann ist ja gut, dass Du nicht am Bildschirm sitzen musst....
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Buginithi
Buginithi22.03.1909:49
Das Problem sind nicht die LEDs ansich sonder der Umgang damit.
Die Auswahl der richtigen Lampe/Leuchtmittel ist mit LEDs deutlich komplexer geworden.
Bei Glühlampen reicht ein Griff ins Regal und es passte schon.

Anstatt in dem Video LEDs pauschal zu verteufeln hätte man besser darauf hingewiesen
worauf man beim Kauf achten soll.

Das es LEDs mit guten Eigenschaften gibt zeigt das Video auch.
Die kurz angesprochene und gezeigte Lichttherapie waren auch LEDs.
+3
nova.b22.03.1910:03
Buginithi
Da kann ich nur zustimmen.
Wichtig auch die Flimmerfrage. Leider haben viele LEDs ein zu starkes Flackern.
Halogenbirnen flimmern auch, aber ganz weich im Rhythmus der Wechselspannung. Aber bei LEDs kann
das sägezahnartig sein und nur so knapp unter der Wahrnehmungsschwelle, dass das Unterbewußtsein
darauf sehr reagiert und wir nicht wissen, was uns so stresst.
All diese Aspekte wurden in dem Schulversuch nicht erwähnt.

Das Risiko der Makuladegeneration ist ein ernstzunehmendes Thema, aber Kausalitäten sind hier viel schwerer nachweisbar. Hauptemittent ist da nach wie vor die Sonne.
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schaudi
schaudi22.03.1910:14
Nasso

Probiert mal die App ispEVO direkt vor einer LED-Leuchte.
Da wird deutlich, wie das ausfallende Licht zusammengesetzt ist.

Hallo, eine App, die mir das tatsächliche Frequenzspektrum anzeigt (so habe ich den Satz jetzt Verstanden?), würde mich als Beleuchter durchaus interessieren. Leider finde ich die im AppStore nicht und auch eine kurze Google suche hat mir jetzt nicht wirklich weitergeholfen. Hast du einen Link dazu?
+1
Holly
Holly22.03.1910:20
nova.b
Hierzulande werden aber schon LEDs mit CRIs von gerade mal 80 als hochwertig beworben. Anscheinend sind die Leute damit zufrieden.

95% der Leutstoffröhren in Büros oder auch Privat haben auch nur einen Farbwiedergabeindex von 80. Das die Menschen sich damit zufrieden geben, ist also nichts neues. Jemanden den Farbwiedergabeindex zu erklären ist auch oftmals sehr schwierig. Die Antwort ist oft. "Leuchtet doch..."

Wer was hochwertiges will. Kann mal hier vorbei schauen: https://www.segula.lighting/
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mikeboss
mikeboss22.03.1911:06
nova.b
mikeboss
Dann ist ja gut, dass Du nicht am Bildschirm sitzen musst....

schoen waere es... es ist mir durchaus bewusst, dass ich berufsbedingt eine hohe anzahl an stunden vor einem display mit LED backlight sitze. gerade deswegen waehle ich die sonst in meinem lebensbereich eingesetzten leuchtmittel mit bedacht aus. immerhin kann man die helligkeit bei den aktuellen retina iMacs gut runterregeln. und durch die hohe aufloesung ist es viel angenehmer zu lesen was da alles so steht.
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Oceanbeat
Oceanbeat22.03.1911:07
Seit wann flimmern gleichspannungsbetriebene LEDs?
„Wenn der Herbst seine morbide Pellerine über die Vorgärten wirft...“
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mikeboss
mikeboss22.03.1911:17
die app wuerde mich auch sehr interessieren!

ist moeglicherweise die app "LightSpectrum Pro" gemeint? ist das einzige was ich auf die schnelle gefunden habe.
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Ely
Ely22.03.1911:41
Ich habe mir Light Spectrum Pro gekauft. Und es erscheint als IspEVO auf dem iPhone.

Das ist übrigens eine recht gute App, ein interessantes und durchaus relativ genaues Ding.
„Wer gegen Datenschutz ist, weil er ja nichts zu verbergen habe, ist auch gegen Meinungsfreiheit, weil er ja nichts zu sagen habe.“
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Marcel Bresink22.03.1911:44
Oceanbeat
Seit wann flimmern gleichspannungsbetriebene LEDs?

Seit wann werden Leuchtmittel mit Gleichspannung betrieben?

Die meisten LED-Lampen flimmern stark. Bei höherwertigen Produkten wird deshalb neben dem Farbwiedergabeindex auch ein sogenannter "Flicker-Index" angegeben.
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MäcFlei
MäcFlei22.03.1911:53
Oceanbeat: seitdem die Helligkeit per Pulsbreitenmodulation (PWM) realisiert wird. Die Helligkeit ist dann das Ergebnis aus dem Verhältnis von Einschaltintervall zu Ausschaltintervall. Ich selbst habe mal versucht herauszufinden, wie lange eine einzige Einschaltphase sein muss, damit ein Auge sie als kurzen Blitz wahrnehmen kann: die Zeit war deutlich unter 1µs.
+2
Ely
Ely22.03.1912:27
Lampen flimmern am 50 Hz-Netz mit 100 Hz. Pro Halbwelle leuchten die Lampen einmal auf.

Bei Glühlanpen ist das egal, da der Draht nachglüht und somit gab es kein Flimmern. Bei LEDs ist das nicht so. Ganz ünel sind Leuchtstofflampen aller Art.

Weshalb man beim Filmen die entsprechenden fps wählen sollte, die zur Netzfrequenz paßt. Also 25 oder 50 fps bei 50 Hz Netzfrequenz und 30/60 fps bei 60 Hz. Das muß zusammenpassen.

Der größte Teil der Welt hat 50 Hz Netzfrequenz. Wird dann mit 60 fps gefilmt, kann es bei Kunstlicht dazu kommen, daß Hell-Dunkel-Linien/Balken durchs Bild wandern.
„Wer gegen Datenschutz ist, weil er ja nichts zu verbergen habe, ist auch gegen Meinungsfreiheit, weil er ja nichts zu sagen habe.“
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nova.b22.03.1914:06
Ein Blog, der ausgiebig Leuchtmittel getestet hatte. Leider hat er damit aufgehört,
aber man findet dort jede Menge Grundlagenwissen und Tests von Leuchtmitteln.


Dort war immer wieder spannend zu lesen, dass Discounter oft hochwertigere Leuchtmittel im Programm
haben als die großen Markenhersteller.
+3
MäcFlei
MäcFlei22.03.1914:50
nova.b: Schön, wenn der Verbraucher noch eine Alternative am Kartell vorbei hat
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beanchen22.03.1915:44
becreart
elBohu
Die Menschheit rottet sich selber aus.

das doch sowieso
Eine These, die sich bei ständig steigender Alterserwartung durch was belegen lässt?
+1
Nasso22.03.1916:11
@schaudi+mikeboss
Ja, die App ist Lightspectrum Pro.

@oceanbeat
LEDs werden mit Gleichspannung betrieben. Es sind Dioden und die können nun mal nicht anders.
Flimmern kommt dabei weniger von der LED, sondern von deren Ansteuerung.
Das kann theoretisch ein einfacher Widerstend sein, ist aber - ums an Netzspannung betreiben zu können - meist ein Mix aus Trafo, Gleichrichter und Dimmmodul (PWM o.ä.).
Da wird gern mal ein RMB gespart. Und dann flimmerts.

Flimmern gibt es bei PWM übrigens fast immer, wenn die Lichtquelle sich bewegt oder das Auge sich relativ zur Lichtquelle bewegt.
Das ist ganz interessant, weil man z.B. Unter einer Leuchte arbeiten kann und wenn man nach links oder rechts schaut, entsteht Flimmern (das man aber of bewußt nicht wahrnimmt).
Größere Unternehmen achten da manchmal drauf, weils den Krankenstand erhöht.

Generell sind alle Lichtquellen nicht wirklich schädlich, wenn man bei Planung und/oder technischem Produktentwurf entsprechend plant.

Glüh- und Halogenlampen sind aber wegen des hohen Infrarot- und Rotanteils immer noch die beste Wahl um runterzukommen. Gibts hier in China zum Glück noch

Leuchtstofflampen besserer Qualität sind und waren im Büro genial.

LEDs sollen alles können, weils ein viel besserer Reibach ist, als die anderen. Da müssen wir Lichtplaner uns mächtig anstrengen, um das hinzukriegen.
Billig isses auch nicht. Die Entsorgung der Elektronik werden uns die Entwicklungsländer in Zukunft nicht mehr abnehmen. Müssen wir dann teuer selbst machen.

Aber wir wollen in Zukunft ja auch alle Elektroautos fahren.

Ich nehm nochn Bier drauf. Ist schon spät hier.
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MäcFlei
MäcFlei22.03.1916:25
Das Flimmern kann man am Rand des Gesichtsfeldes besser wahrnehmen, weil die dortigen Sinneszellen genau darauf optimiert sind: Bewegungen zu erkennen. Je höher die PWM getaktet ist, um so weniger bekommt man das bewusst mit. 400 Hz ist da glaube ich die übliche Frequenz.

Der Helligkeitseindruck beim Auge wird durch eine Einschaltdauer von nur 50% unwesentlich geringer. Somit kann die PWM Strom sparen. Würde man das analog mit geringerer Gleichspannung machen, würde die Streuung bei den LEDs zu sehr unterschiedlicher Ausleuchtung eines Displays führen. Deshalb PWM.
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marcol
marcol22.03.1916:51
Darum habe ich eine Arbeitsplatzbrille mit Blaulicht Filter. Kann ich nur jedem nahelegen, auch Nicht Brillen Trägern!
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nova.b22.03.1916:57
marcol
Jede normale Brille hat auch schon mit klaren Kunststoffgläsern einen UV-Schutz.
Auch Fensterscheiben bringen eine ganze Menge.
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marcol
marcol22.03.1917:00
Ely
Ich habe mir Light Spectrum Pro gekauft. Und es erscheint als IspEVO auf dem iPhone.
Klasse Tipp, funktioniert recht gut.
+1
marcol
marcol22.03.1917:01
nova.b
marcol
Jede normale Brille hat auch schon mit klaren Kunststoffgläsern einen UV-Schutz.
Auch Fensterscheiben bringen eine ganze Menge.
ja aber der Blaulichtfilter ist noch wesentlich effektiver gegen schädlichen Blauanteil von Bildschirmen.
+1
Weia22.03.1919:06
Ich bin einigermaßen erschüttert, dass selbst in MacTechNews technikfeindliches, rückwärtsgewandtes und auf Halbwissen gestütztes Aluhut-Gedankengut Fuß fassen kann.
MäcFlei
Danach killt der Blauanteil die Zellen der Netzhaut vorzeitig und die Aufmerksamkeit, also geistige Leistungsfähigkeit scheint auch geringer zu sein als bei Beleuchtung mit Halogenbirnen.
[…]
Unter diesem Aspekt ist der Darkmode, der die Beleuchtung insgesamt reduziert und damit natürlich auch den Blauanteil, mehr als nur eine optische Alternative.
Beides ist um 180° verkehrt; das Gegenteil ist richtig. Und bei
mikeboss
wie sich die verbote fuer herkoemmliche gluehlampen abzeichneten, habe ich mir fuer kleines geld 300 halogenlampen besorgt und die bunkere ich jetzt im keller.
kann man nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.


Zunächst mal: Ein Vergleich Glühlampe gegen LED ist Unsinn. Glühlampen verhalten sich aufgrund der physikalischen Gegebenheiten, auf denen sie aufbauen, photometrisch tatsächlich grundsätzlich alle gleich, aber „die LED“ gibt es nicht. Hier hängen die photometrischen Eigenschaften weitgehend von der spezifischen Konstruktion ab. Man kann also nur Glühlampen und LEDs bestimmten Typs miteinander vergleichen.

Was macht nun für unsere Augen „gutes“ Licht aus? Es sollte einleuchten, dass unsere Augen evolutionär auf Tageslicht optimiert sind. Tageslicht schwankt grob zwischen 5000K Farbtemperatur (Sonnenlicht, gelblich) und 6500K (Schatten/bewölkt, bläulich). Augenverträgliches Licht sollte also in diesem Farbtemperatur-Bereich angesiedelt sein.

Jegliches künstlich durch Glühen erzeugte Licht ist demgegenüber weit ins Gelbliche verschoben, etwa zwischen 2300K und 3000K. Das liegt einfach daran, dass, wie der Name Farbtemperatur ja schon nahe legt, die Glühkörper auf 5000K bis 6500K erhitzt werden müssten, um Tageslicht vergleichbares Licht abzugeben, und das ist technisch nicht beherrschbar.

Lange Zeit war künstliches Licht (vom Lagerfeuer übers Kerzenlicht bis zur Glühlampe) also notgedrungen viel zu gelb. Aus dieser Not aber heute, wo wir technische Alternativen haben, eine Tugend zu machen und dieses gelbstichige Licht „angenehm“ oder gar „gemütlich“ zu finden, ist eine rein kulturelle Prägung und nicht weniger absurd, als die technische Monstrosität Dampflokomotive „romantisch“ zu finden. Überholte Technologien werden offenbar gerne verklärt, weil sie an frühere, vermeintlich bessere Zeiten erinnern.

Eine gerade äußerst angesagte Variante dieser Verklärung, die auf die Natürlichkeitssehnsucht in unserer technisierten Welt rekurriert, ist der so genannte zirkadische Rhythmus, demzufolge gelbliches Licht natürlicherweise die letzte Hellphase vor der Nachtzeit signalisiert und den Körper auf Schlaf vorbereitet (weswegen bläulicheres Licht den Schlaf stört). In der Tat verschiebt sich die Farbe des Tageslichts um die (vergleichsweise kurze) Phase des Sonnenuntergangs herum in Gelbliche. Nur folgt danach dummerweise als letzte Hellphase vor der „natürlichen“ Schlafenszeit noch die mit gutem Grund so betitelte blaue Stunde, in der der Blaulichtanteil besonders hoch ist. So recht taugt das als Rechtfertigung für „gemütliches, beruhigendes gelbes Licht“ also auch nicht.

Hinzu kommt dann noch die Tatsache, dass unser Gesichtssinn kontinuierlich einen Weißabgleich durchführt, weswegen uns weißes Papier sowohl unter blauem Himmel als auch bei Glühlampenlicht weiß erscheint. In einem homogen in einer Farbtemperatur ausgeleuchteten Raum können wir daher gar nicht bewusst feststellen, ob der Raum nun mit 2700K oder 5000K ausgeleuchtet ist. Der einzige Unterschied ist, dass unsere Augen bei 5000K weit entspannter sind und besser sehen, weil das die Farbtemperatur ist, auf die sie optimiert sind.

Woher kommt dann die weit verbreitete Behauptung, Kunstlicht mit 5000K oder gar mehr sei „kalt“, unangenehm und bereite Kopfschmerzen? Das hat mit einer ganz anderen Sache zu tun, der Homogenität der Spektralkurve. Unser Auge reagiert ausgesprochen aversiv auf Licht, in dem nicht alle Spektralfarben möglichst gleich verteilt vorkommen. Während Sonnenlicht und auch Glühlampenlicht sehr homogene Spektralkurven haben, sind diejenigen der berüchtigten „Neonröhren“ extrem zerklüftet – genau deshalb ist deren Licht so unangenehm. Da aber Neonlicht andererseits das erste Kunstlicht war, das aufgrund eines ganz anderen technischen Prinzips der Lichterzeugung auch Licht mit höheren, dem Tageslicht vergleichbaren Farbtemperaturen liefern konnte, hat sich durch die Assoziation Kunstlicht mit 5000K = Neonlicht das hartnäckige Vorurteil eingebürgert, 5000K seien „kalt“. Als ob Sonnenlicht kalt wäre. In Wahrheit ist das eine Verwechslung von Farbtemperatur mit Lichtqualität. Als i-Tüpfelchen versuchen viele dann, das vermeintlich „kalte“ (in Wahrheit qualitativ minderwertige) Licht durch Wahl einer besonders gelblichen, glühlampenähnlichen Farbtemperatur „warm“ zu machen; zur geringen Lichtqualität kommt dann auch noch eine viel zu niedrige Farbtemperatur. Das ist, als wolle man qualitativ minderwertiges Fleisch durch die Zugabe besonders großer Mengen von Maggi zu einem guten Mahl machen.

Ein gebräuchliches Maß für die Lichtquatlität ist der so genannte CRI (Color rendering Index); 100 ist das theoretische Optimum. Die EU schreibt mindestens 80 vor, aber wer gutes,, nicht künstlich oder „kalt“ wirkendes Licht will, braucht mindestens 90. Diese entscheidende Angabe fehlt leider nach wie vor auf vielen Leuchtmitteln.

Unglücklicherweise ist der CRI zudem kein sehr gutes Maß für die Homogenität einer Spektralkurve, da er nur Stichproben bewertet. Ein schlechter CRI bedeutet immer schlechte Lichtqualität, ein guter CRI leider nicht zwingend gute.

LEDs leuchten von Haus aus nur in einem ganz engen Spektralbereich; es gibt rote, grüne, gelbe und blaue LEDs, aber keine weißen. Um weißes Licht zu erzeugen, wird in der Regel eine LED verwendet, die Licht im blauen oder im UV-Bereich ausstrahlt, das dann auf eine Phosphorschicht trifft, die daraus weißes Licht in einem breiten Spektralbereich macht. Daher rührt das potentielle Problem des hohen Blauanteils in LED-Leuchtmitteln. Ob dieses Problem aber tatsächlich existiert, hängt einzig von der genauen Konstruktion des Leuchtmittels ab; auf welcher Wellenlänge strahlt die LED, wie gut ist die Phosphormischung darauf abgestimmt? Allgemeine Aussagen für „die LEDs“ lassen sich hier überhaupt nicht treffen.

Das folgende Messprotokoll zeigt ein handelsübliches 5000K-LED-Leuchtmittel für GU10-Fassungen, wie sie bislang meist für 220V-Halogenlampen verwendet wurden, sowie eine GU10-Halogenlampe (rote Messkurve):



Das LED-Leuchtmittel wird bereits als LED-Leuchtmittel mit guter Lichtqualität beworben; es hat in der Tat einen sehr guten CRI von 94 (siehe Messprotokoll). Und dennoch – hier zeigt sich die Lückenhaftigkeit des CRI – hat die LED einen ausgeprägten „Buckel“ im Blaubereich mit 50% höherer Beleuchtungsstärke, und das könnte für empfindliche Augen dann schon spürbar sein. Die Halogenlampe hingegen hat eine völlig homogen verlaufende Spektralkurve (CRI 98), die freilich zum Infrarotbereich hin immer mehr ansteigt. Obwohl die Halogenlampe die zehnfache Leistungsaufnahme des LED-Leuchtmittels hat, ist sie gerade einmal halb so hell; der gesamte Rest ist Wärme. Das ist ist natürlich schlicht Wahnsinn.

Dass es bezüglich des Blaubereichs aber auch völlig anders geht, zeigt dieses hochwertige LED-Leuchtmittel der Firma Soraa:



Interessanterweise ist der CRI hier sogar niedriger (88), Probleme mit dem Blaubereich gibt's hier aber gar keine. Dafür kostet ein einzelnes GU10-LED-Leuchtmittel aber auch 45€.

Zwischen diesen Extremen gibt es aber auch weitere LED-Leuchtmittel, bezahlbar (ab etwa 10€) und mit nur unwesentlich erhöhtem Blauanteil. Das Problem ist eher, sie zu finden, da kaum präzise technische Angaben erhältlich sind. Eigentlich müsste die Spektralkurve auf der Packung eines jeden Leuchtmittels aufgedruckt sein.


Meine eigene Erfahrung:

Ich habe vor 8 Jahren in meinem Arbeitszimmer eine hochwertige LED-Beleuchtung mit 5000K/CRI96 installiert, um optimale Farbwiedergabe auf meinem Computermonitor zu haben, der ebenfalls auf 5000K kalibriert ist, die Referenz-Farbtemperatur für ICC-Farbmanagement. (Farben lassen sich an einem Computermonitor nur verlässlich beurteilen, wenn Farbtemperatur von Monitor und Umgebungslicht exakt gleich sind.)

Als ich das gemacht hatte, stellte ich als überraschenden Nebeneffekt fest, wie unglaublich entspannend dieses Licht für meine Augen war; meine Konzentrationsfähigkeit bei langer Arbeitszeit unter Kunstlicht steigerte sich enorm und mein allgemeines Wohlbefinden auch. Nach dieser Erfahrung habe ich dann die gesamte Wohnung auf 5000K mit hohem CRI umgerüstet. Super-angenehm für die Augen, kein Besucher merkt aufgrund des Weißabgleichs seiner Augen überhaupt nur etwas von vermeintlich kaltem Licht, und wir alle schlafen wie die Babies.
MäcFlei
Danach killt der Blauanteil die Zellen der Netzhaut vorzeitig und die Aufmerksamkeit, also geistige Leistungsfähigkeit scheint auch geringer zu sein als bei Beleuchtung mit Halogenbirnen.
ist also rundum ausgemachter Unsinn.

Und
Unter diesem Aspekt ist der Darkmode, der die Beleuchtung insgesamt reduziert und damit natürlich auch den Blauanteil, mehr als nur eine optische Alternative.
ist ebenso denkbar verkehrt. Denn je geringer der Lichtstrom, desto mehr müssen sich unsere Pupillen öffnen (so dass wieder gleich viel Licht auf die Rezeptoren trifft, also nix Reduktion des Blauanteils) und desto anstrengender wird für das Auge das Fokussieren im Nahbereich, insbesondere, wenn die Akkommodation mit zunehmendem Alter nachlässt. Wer den Dark Mode cool findet, bitteschön – für die Augen ist er schädlich (es sei denn, man gehört zu den Zeitgenossen, die im Dunkeln arbeiten wollen …).
+35
Weia22.03.1919:13
Marcel Bresink
Oceanbeat
Seit wann flimmern gleichspannungsbetriebene LEDs?
Seit wann werden Leuchtmittel mit Gleichspannung betrieben?
LED ≠ (Retrofit-)LED-Leuchtmittel!

LEDs können nur mit Gleichspannung betrieben werden. Minderwertige (Retrofit-)LED-Leuchtmittel richten die Betriebs-Wechselspannung gleich, glätten sie aber nicht; dann gibt es das Flimmer-Problem.

Von vornherein für LEDs konstruierte Leuchten oder Beleuchtungsanlagen verwenden idealerweise hochwertige Schaltnetzteile mit babypopoglattem Gleichstrom. Bei Neuinstallationen ist das das einzig Sinnvolle.
+4
beyermann22.03.1919:34
Weia
Ich bin einigermaßen erschüttert, dass selbst in MacTechNews technikfeindliches, rückwärtsgewandtes und auf Halbwissen gestütztes Aluhut-Gedankengut Fuß fassen kann.

...

Danke Weia für diesen Zwischenruf, ergänzen möchte ich noch, dass dieses Thema bei uns im Theater- und Showbereich seit Jahren auf Grund von Unfallverhütungsvorschriften / Arbeitssicherheitsauflagen durchaus kontrovers diskutiert wird. Hier ist auch Leistung und Einwirkzeit ein ganz grosses Thema. Einfach so auf Grundlage eines youtube-Videos ein so komplexes Thema zu behandeln, scheint mir doch reichlich verfehlt!
+6
MäcFlei
MäcFlei22.03.1920:18
Weia und beyermann: Mit so einer Überreaktion hatte ich gerechnet. Ich sage nicht, dass das alles wahr ist, aber als Aufhänger für eine Diskussion isses gut. Jede einzelne Behauptung ist natürlich zu hinterfragen und nicht als unumstößliche Tatsache zu nehmen. Und Weia: was Du schreibst, ist auch Halbwissen. Ich weiß nicht, ob ich Lust und Zeit habe, darauf einzugehen. Bloß soviel schon mal dazu. Andererseits ist es auch nicht uninteressant. Damit ist es auf ähnlichem Niveau wie der SWR-Film.

Deine These, dass die Realität eine genau entgegengesetzte ist, sehe ich als besserwisserisch provokativ und selbstüberschätzend. Also auch erstmal auseinanderzunehmen und nicht unreflektiert zu übernehmen.
-6
MäcFlei
MäcFlei22.03.1921:02
Vor Deinem Beitrag mit
"Ich bin einigermaßen erschüttert, dass selbst in MacTechNews technikfeindliches, rückwärtsgewandtes und auf Halbwissen gestütztes Aluhut-Gedankengut Fuß fassen kann.
...
Und bei mikeboss kann man nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen."
war es eine angenehm sachliche Diskussion hier.
-6
Pottpauker22.03.1921:12
MäcFlei
war es eine angenehm sachliche Diskussion hier.

Nein, das war es sicher nicht, denn die Diskussion fußte ja, wie Weia hinreichend dargelegt hat, auf völlig unsinnigen Annahmen. Was genau ist denn daran sachlich, MacRudi MäcFlei?
+5
MäcFlei
MäcFlei22.03.1922:00
Weia, Du hast ein Maximum im optisch sichtbaren Blaubereich vermieden und dafür jetzt einen UV-Anteil, der vorher überhaupt nicht vorhanden war. Subjektiv mag das ja toll, sein. Ist nur die Frage, was das objektiv mit Deinen Augen macht, sollte der UV-Anteil nicht zusätzlich noch gefiltert werden.

Bei beiden Spektralkurven gibt es so gut wie kein Rot. Dementsprechend dürfte das Licht eher wenig warm empfunden werden. Außerdem kommt noch die physiologische Empfindlichkeitskurve des Menschen hinzu, die im Grünen ein Maximum aufweist. Auch das macht das Licht tendenziell noch etwas kälter.

Mit "Neonröhren" meinst Du natürlich Leuchtstoffröhren, die aufgrund des leuchtenden Quecksilbers nur auf wenigen Frequenzen strahlen. Der Leuchtstoff wandelt diese wenigen Frequenzen um. Eine Kurve dazu kenne ich nicht.

Elektronische Vorschaltgeräte vermeiden den Flackereffekt, indem sie die Röhren bei höherer Frequenz betreiben.
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MäcFlei
MäcFlei22.03.1922:18
Die Pupille ist zwar geeignet, in einem gewissen Bereich, die auf das Auge einfallende Lichtmenge zu regeln, aber das ist nichts im Vergleich dazu, welchen Dynamikumfang die Sinneszellen mit ihrer logarithmischen Empfindlichkeit abdecken. Beides zusammen deckt einen recht großen Bereich der Helligkeit ab, bei der man sehen kann. Wahr dürfte Deine Bemerkung sein, dass ein Darkmode von der größeren Pupille wieder kompensiert wird. Aber eben nur teilweise und deshalb ist eben nicht das, was andere sagen völliger Unsinn, sondern Dein Halbwissen ein Problem, das Du über das der anderen stellst. Zusammen mit Aluhut-Gefasel ist es stimmungsabträglich.

Kommen wir also jetzt wieder zu Argumenten: Klar sind wir hier alle mehr oder weniger Nichtfachleute, deshalb tut ja auch jeder seinen Senf dazu, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Genauso wie ein Spektrum sein sollte.

Wobei auch das eine Behauptung ist, ich kenne keine Studie, die das begründet. Ihr?

Ein Maler mischt aus Rot, Gelb, Blau, Weiß und Schwarz jede Farbe an. Da beschwert sich auch keiner, dass das Braun aus nur drei oder vier Farben gemischt wurde.
Wer jetzt einwirft, dass eine Auto-Lackiererei aber aus noch mehr Farben einen Farbton mischt, der mag dann auch gleich dazu sagen, warum.
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MäcFlei
MäcFlei22.03.1922:34
Ich vermute, weil die Pigmente für Rot, Gelb und Blau nicht ganz um 120 Grad auseinanderliegen. Auch beim Display wird ja aus den nur drei Subpixeln recht erfolgreich jede Farbe komponiert. Also so schlecht kann es nicht sein.
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teorema67
teorema6722.03.1923:10
MacFlei: Bist du zufällig Ophtalmologe, oder Optiker, oder Physiker?
„Vornehme Leute haben immer viel Müll (badisches Sprichwort)“
+2
beyermann22.03.1923:13
MäcFlei, ganz ehrlich, dann kapier ich deinen Punkt wohl nicht... keiner weiss nix, aber wir machen mal einen reißerischen Thread auf? Wozu? Ich arbeite seit 30 Jahren auch als Lichtgestalter am Theater, ich weiss, dass Lichtfarben, Farbtemperaturen, Intensitäten extrem subjektiv sind. Aber ich weiss auch, dass wir uns extrem schwer tun, die „Schädlichkeit“ zu definieren, die diverse, und hier definitiv mit eingeschlossen die traditionellen Leuchtmittel, Lichtquellen haben. Und ich verfolge diese Diskussion auf professioneller Ebene durchaus.
+4
piik
piik22.03.1923:18
Ach Du meine Güte!
Ich ahnte es beim Startposting, dass das wieder eine Gelegenheit für steinzeitliebende Antimodernisten wird, die lieber wieder Buschtrommeln (aber nur ganz leise) statt Internet hätten.
Von Halbwissen kann man da schon nicht mehr sprechen. Es ist schlicht ein Hammer, was da an Fantastereien gepostet wird. Die Spitze ist ein Flackersehen bis zu 1 µs (= 1 MHz).
Es gibt eigentlich nur ein recht rationales Posting, das von Weia. Der Rest ist Rationalität D6 und Wissen D12...
„Hardware ist seltener schlecht drauf - Software macht schon häufiger Mucken...“
+7
Nasso22.03.1923:45
Weia

Ich bin erschüttert, wie erschüttert du mit deinem halbwissen und wenig differenzierten Betrachtungen so viele Leute vor den Kopf schlägst.

Es wäre doch dir und der Diskussion viel zutraglicher, da den Ball flacher zu halten, gerade weil du in dem Thema offensichtlich nicht sehr tiefgehend informiert bist.

Du magst in einigen Sachpunkten Recht haben, legst sie aber zum größten Teil nicht korrekt zusammen.
Studier doch nochmal ein paar Bücher drüber und mach solange bitte nicht anderer Leute Posts klein, nur weil du meinst, du wüsstest was.

Tschuldigung an alle anderen, da hab ich mich vom weia komplett vom Thema wegziehen lassen.
Aber ich finds grauenhaft.
-11
nova.b22.03.1923:53
Makuladegeneration ist ein ernste Erkrankung, die immer mehr Menschen betrifft.
Die Folgen sind extrem, ich kenne Fälle von schwersten Einschränkungen durch Verlust der Sehkraft.
piik
Was an diesen Fragestellungen ALUHUT ist, weiß ich nicht. Es gibt bekannte Gründe für die Ursache und es gibt naheliegende Verdachtsmomente. Deshalb sollte man auf alle Fälle den sachdienlichen Hinweisen nachgehen.
Der ausufernde Gebrauch von Bildschirmen ist erst seit den 90er Jahren ein Massenphänomen ohne ausreichende Erkenntnisse über Nebenwirkungen oder Kollateralschäden für die Gesundheit.

Wenn jemand sensitiv ist für Lichtqualität, z.B. Flackern, kann das ebenfalls nicht mit ALUHUT abgetan werden.
Viele Gestalter können nahezu jede Farbnuance unterscheiden. Wenn beim Licht was nicht stimmt, scheint das Viele nicht zu stören. Was ist aber mit denen, die das sofort erkennen und unterscheiden können?

Das Ausblenden dieser Fragestellungen kann jedenfalls nicht der richtige Weg sein.
-6
uni.solo23.03.1900:32
Weia hat den Sachverhalt sowohl physikalisch als auch physiologisch sauber beschrieben und gut erklärt, dem gibt es kaum noch was hinzuzufügen, das möchte ich hier als promovierter Physiker mal ganz klar sagen.

Nasso nova.b MäcFlei
Ich weiß, das wird euch "Halbwissen" zurückschreienden Zweifler und Eiferer nicht davon abhalten das Gegenteil zu behaupten und ihr könnt das auch gerne weiter tun. Nehmt einfach zur Kenntnis, dass es Leute gibt die sich der Diskussion stellen und eine wohlbegründete andere Meinung haben.
+9
uni.solo23.03.1900:42
[quote=nova.b]
Makuladegeneration ist ein ernste Erkrankung, die immer mehr Menschen betrifft.
Die Folgen sind extrem, ich kenne Fälle von schwersten Einschränkungen durch Verlust der Sehkraft.
[quote]

Diese Aussage ist ja durchaus richtig, jedoch verschweigst Du bewußt oder unwissend den Grund, die altersbedingte Degeneration.

Und genau das darf man zu recht an euer Argumentation kritisieren.
+6
MäcFlei
MäcFlei23.03.1901:08
teorema67: Ja, letzteres, aber das allein heißt ja nicht viel.
beyermann: Für mich waren in dem SWR-Beitrag mehrere Dinge neu und deshalb habe ich sie mit Euch teilen wollen. Und ich hatte das Thema hier bisher nicht diskutiert gefunden. In meinem Eröffnungsbeitrag habe ich lediglich ein paar Aussagen aus dem Film zusammengefasst und Folgerungen daraus formuliert (wenn die Aussagen denn wahr sind).

Ich finde, dass man den Lehrern nicht vorwerfen kann, dass sie keine wissenschaftlich protestsichere Studie gemacht haben. Das ist nicht ihre Aufgabe. Sie haben engagiert mit ihren Mitteln untersucht und nicht den Aufwand gescheut, es in Brüssel der zuständigen Person zu übermitteln. Hut ab!

Wenn die Beleuchtungshersteller und Politiker für LED sind, gleichzeitig aber deren Auswirkungen nicht kennen, dann ist das was? Zukunftsoptimistisch oder fahrlässig? Glaubst Du, dass die Industrie jetzt bei der Charité vorstellig geworden ist, um genauer zu erfahren, was da gefunden wurde?

Laut Pressesprecherin ist das eine noch neue Technik, über deren Folgen man noch nicht alles weiß. Die Reihenfolge "flächendeckend einführen und dann mal schauen" scheint für sie nicht bedenklich zu sein.

Das Kartell von 1920 kannte ich nicht: Dass die Lebensdauer der normalen Glühbirne bei 2000 Stunden liegen könnte, sie aber absichtlich auf nur 1000 Stunden designt wird.

Wenn Mitarbeiter der Charité eine unerwartete Belastung der Nervenzellen feststellen, dann hat das für mich nichts mit Fortschrittsfeindlichkeit zu tun, sondern mit Aufmerksamkeit und Vorsicht.

Leider wurden keine Angaben zur Frequenz bzw. Wellenlänge gemacht.

Im Bereich der Automobilindustrie läuft vieles "ungewöhnlich". Die Abwrackprämie und der Dieselskandal sind bekannt und unbestreitbar Skandale. Und ich weiß von noch sehr viel mehr. Und deshalb macht es Sinn, dass man nicht alles glaubt, was einem vorgekaut wird.

Zahnärzte haben eine geringe Lebenserwartung, warum? Demenz greift stark um sich, und zwar auch schon im Alter von 30! Eine Prognose spricht von 50% Autismus bei Neugeborenen schon im Jahr 2025. Es gibt wissenschaftliche Studien über die kontinuierliche Abnahme der Intelligenz von Schulkindern. Wenn wir das nicht zum Thema machen, dann wird die negative Entwicklung so weitergehen. Gemüse jetzt hat ein Zehntel der lebenswichtigen Mineralien verglichen mit dem Jahr 1920 oder 1910, weil die Böden ausgelaugt sind. Alles kein Problem?
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