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Nachdem Google in der Internet-Suche eine umfangreiche Integration des hauseigenen Social Networks Google+ vorgenommen hat, steht der Internet-Riese in der Kritik. Durch die Integration von Google+ in die Suchergebnisse werden auf der rechten Seite sowie innerhalb der Ergebnisliste verschiedene Verweise auf Google+ gesetzt. Mit der Integration von Google+ wird Google voraussichtlich in einigen Tagen fertig sein, sodass auch in Deutschland die Neuerungen zu sehen sein werden. Sofern der Nutzer angemeldet ist, werden die Google+-Verweise personalisiert, wobei Google+-Verweise aber grundsätzlich für alle Nutzer der Suche erscheinen, ob nun angemeldet oder nicht. Andere soziale Dienste werden nicht mit dieser umfassenden Verknüpfung bedacht, weswegen Google auch Monopolmissbrauch von Konkurrenten vorgeworfen wird. Eric Schmidt widerspricht derartigen Vorwürfen und erklärt, dass Suchergebnisse weiterhin nach ihrer Relevanz angezeigt werden.

Praxistests können die Sortierung nach Relevanz allerdings nicht immer bestätigen. So verweist Google bei der Suche nach Britney Spears beispielsweise unter den Top-Ergebnissen zwar unter anderem auf die offizielle Seite, Twitter-Profil, YouTube-Videos und Google+, jedoch nicht auf den Hauptkonkurrenten von Google+ namens Facebook. Stattdessen listet Google das mittlerweile in der Bedeutungslosigkeit versunkene MySpace als relevanten Link auf. Doch gerade auf Facebook teilt Britney Spears mit ihren Fans exklusive Fotos und Informationen. Ob Googles Strategie aufgeht, damit die Leute indirekt zu Google+ zu locken, bleibt abzuwarten. Zumindest Stars und Unternehmen dürften sich nun von Google+ eine prominente Präsenz auf der Suchseite erhoffen. Doch die Verzahnung aus der dominierenden Internet-Suche mit dem noch kleinen Social Network könnte Wettbewerbshüter auf den Plan rufen, die darin eine unerlaubte Kombination sehen, mit der Google neben der Internet-Suche einen weiteren Markt einnehmen will. Gerade für unbedarfte Nutzer ist Google schon jetzt zum Synonym für das Internet geworden und besitzt damit erheblichen Einfluss auf das Nutzungsverhalten. (sb)
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