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Berliner Apple Store: Kunstaktion sorgt für Evakuierung

Am Samstagnachmittag betrat eine große Gruppe des Apple Store am Berliner Kurfürstendamm und verteilte sich an die ausgestellten Computer. Dabei verteilten sie eine silbrig-zähflüssige Substanz auf den Geräten. Alarmiert, es könne sich um giftiges Quecksilber handeln, wurden Polizei und Feuerwehr eingeschaltet, die den gesamten Laden mit 400 Kunden und 70 Angestellten evakuierten. Die Beamten nahm 27 Personen vorübergehend fest.

Schnell gab es allerdings Entwarnung. Bei der seltsamen Flüssigkeit handelte es sich nicht um Quecksilber, sondern um ein ungiftiges Gemisch aus Aluminium, Gallium und anderen Metallen. Daraufhin durften die ungeduldigen Kunden und Mitarbeiter in die Räumlichkeiten zurückkehren.



Die verdächtigen Personen waren Teilnehmer einer missglückten Kunstaktion der Berliner Festspiele im Rahmen des Festivals »Foreign Affairs«. Teil der Aktion war die Befolgung von Anweisung aus einem Audio-Guide, der sie unter anderem in den besagten Apple Store führte. Vor der Tür hatte der Organisator Johannes Paul Raether in einem verrückten Outfit auf sie gewartet und kleine Metallringe verteilt, die in der Hand schmelzen.

Um den nächsten Schritt der Aktion in Erfahrung zu bringen, sollten die Teilnehmer auf den ausgestellen Apple-Computern eine bestimmte URL eintippen. Allerdings waren ihre Hände derart von dem geschmolzenen Metall verunreinigt, dass es so wirkte, als verteilten sie die silbrige Substanz auf den Rechnern.


Die Berliner Festspiele haben sich inzwischen für den Vorfall entschuldigt. Man habe nicht mit einer solchen Entwicklung gerechnet, hieß es in einer Stellungnahme. Die Kosten der Polizeiaktion werden die Veranstalter nun tragen müssen, hinzu kommen Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch. Dies kritisierten die Künstler allerdings als Überreaktion - man habe kein öffentliches Ärgernis darstellen wollen.

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Kommentare

Dirk!11.07.16 10:52
... hinzu kommen Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch. Dies kritisierten die Künstler allerdings als Überreaktion - man habe kein öffentliches Ärgernis darstellen wollen.

Überreaktion? Also wenn jemand ein „Gemisch aus Aluminium, Gallium und anderen Metallen“ auf meiner Tastatur verteilt, egal ob absichtlich oder aus Dummheit, würde ich auch so reagieren!
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Bigflitzer11.07.16 11:07
Komisch das keiner Verständnis für so eine Form der Kunst hat. *sarkasmusmodeoff*
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Jaguar1
Jaguar111.07.16 11:10
Diese Kunst kann dann wohl weg
Die Menschen sind nicht immer was sie scheinen, aber selten etwas besseres.
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Spiderschmidt
Spiderschmidt11.07.16 11:14
<14 Jahre: Schnitzeljagd
>14 Jahre: Kunst
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iGod11.07.16 11:45
5 Jahre Zuchthaus für diese Dummheit.
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bublik
bublik11.07.16 11:55
Ich glaub wenn diese "Künstler" an der Straßenreinigung mitgemacht hätten, wären die wesentlich nützlicher für den Planeten gewesen.
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kennytb
kennytb11.07.16 12:19
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fleissbildchen11.07.16 12:52
Dirk!
... hinzu kommen Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch. Dies kritisierten die Künstler allerdings als Überreaktion - man habe kein öffentliches Ärgernis darstellen wollen.

Überreaktion? Also wenn jemand ein „Gemisch aus Aluminium, Gallium und anderen Metallen“ auf meiner Tastatur verteilt, egal ob absichtlich oder aus Dummheit, würde ich auch so reagieren!

Andererseits fragt man sich auch, wie besengt die Teilnehmer dieser Kunstaktion sind, dass sie sich den Schmodder nicht von den Händen wischen, bevor sie sauteure Geräte anfassen, die ihnen nicht gehören.
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massi
massi11.07.16 12:55
Kunst muß auch wehtun.
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mac-applefan11.07.16 13:10
fleissbildchen
Dirk!
... hinzu kommen Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch. Dies kritisierten die Künstler allerdings als Überreaktion - man habe kein öffentliches Ärgernis darstellen wollen.

Überreaktion? Also wenn jemand ein „Gemisch aus Aluminium, Gallium und anderen Metallen“ auf meiner Tastatur verteilt, egal ob absichtlich oder aus Dummheit, würde ich auch so reagieren!

Andererseits fragt man sich auch, wie besengt die Teilnehmer dieser Kunstaktion sind, dass sie sich den Schmodder nicht von den Händen wischen, bevor sie sauteure Geräte anfassen, die ihnen nicht gehören.
+1 !!!
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Dirk!11.07.16 13:35
fleissbildchen
Dirk!
... hinzu kommen Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch. Dies kritisierten die Künstler allerdings als Überreaktion - man habe kein öffentliches Ärgernis darstellen wollen.

Überreaktion? Also wenn jemand ein „Gemisch aus Aluminium, Gallium und anderen Metallen“ auf meiner Tastatur verteilt, egal ob absichtlich oder aus Dummheit, würde ich auch so reagieren!

Andererseits fragt man sich auch, wie besengt die Teilnehmer dieser Kunstaktion sind, dass sie sich den Schmodder nicht von den Händen wischen, bevor sie sauteure Geräte anfassen, die ihnen nicht gehören.

Wieso andererseits? Ich schrieb doch “wenn jemand...[Zeugs] auf meiner Tastatur verteilt ... aus Dummheit... [würde ich auch so reagieren wie Apple]“
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Matic11.07.16 15:16
"Kunst"
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vMief11.07.16 17:52
Ist das Kunst oder kann das weg?
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Metti
Metti11.07.16 18:50
Kunst kommt von können, nicht von wollen. Sonst hieße es Wollst.

gruß, metti
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pünktchen
pünktchen12.07.16 11:17
Entschuldigung aber wieso bitte sollen die für die Paranoia anderer zahlen? Wenn die Kunst aus einer Bombenattrappe bestanden hätte ok, aber hier sehe ich das nicht ein. Hausfriedensbruch ist auch Blödsinn solange die Leute freiwillig wieder gegangen sind. Ob es zu irgendwelchen Beschädigungen kam geht aus dem Text auch nicht hervor, eine vorübergehende Verschmutzung ist keine Sachbeschädigung.

Was wenn überhaupt bleibt ist wohl tatsächlich "Erregung öfffentlichen Ärgernisses" aber das ist halt nur eine Ordnungswidrigkeit und dem Aufwand von hysterischer Polizei und Feuerwehr nicht ganz angemessen. Also sollen Andere für die eigene Doofheit büssen.
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