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macOS auf dem iPad: Es ist möglich – auf ganz bestimmten Konfigurationen

Seit vielen Jahren existiert eine kleine, aber lautstarke Fraktion von Mac-Anwendern, welche sich einen Touchscreen-Mac wünschen. Bis heute hat Apple deren Flehen ignoriert – wer sein Betriebssystem mit Fingergesten steuern will, muss iOS oder iPadOS nutzen. Ein quelloffenes Software-Projekt offeriert nun einen Ausweg: Virtual Mac on iPad bringt das vollwertige macOS auf Apples Tablets.


Zu diesem Zweck greift das quelloffene Projekt auf den Hypervisor, Apples integriertes Framework für virtuelle Maschinen. Dessen Unterstützung verschwand mit iPadOS 16.4 aus Apples Tablet-Betriebssystem. Deshalb läuft Virtual Mac auch nur auf iPads mit System 16.0 bis maximal 16.3.1, erschienen Anfang 2023. Unterstützte Modelle sind iPads mit M1- oder M2-Chips, bevorzugt ein iPad Pro mit einem oder zwei TB Festspeicher, da diese obendrein eine RAM-Ausstattung von 16 GB aufweisen.

Jailbreak nötig
Wessen Gerät ins schmale Spektrum an Hard- und Softwarekombinationen fällt, muss zunächst sein Gerät mit einem Jailbreak für alternative Softwarequellen vorbereiten. Die Sileo-Softwareverwaltung kann dann zur Installation der Virtual-Mac-App genutzt werden. Darin lässt sich macOS installieren. Die Entwickler empfehlen macOS 13 Ventura bis macOS 15 Sequoia; neuere Versionen sind höchst experimentell.

Begrenzte Möglichkeiten
Innerhalb der macOS-Virtualisierung bestehen einige Einschränkungen; so funktioniert der Doppelklick auf Dateien im Finder nicht. Eine externe Tastatur nebst Trackpad wird empfohlen; aktuell gibt es allerdings Probleme mit nicht-englischen Tastaturbelegungen. iCloud lässt sich überhaupt nicht aktivieren. Wer weitere Fehler entdeckt, dem empfehlen die Entwickler eine KI-gestützte Fehleranalyse via SSH-Verbindung, etwa mit Claude Code oder Codex – dies sei gemäß ihrer Erfahrung der vielversprechendste Lösungsweg.

Alternativen ohne Jailbreak
Wer einen Mac besitzt, kann auf einfachere Weise ausprobieren, wie gut sich macOS per Touchscreen bedienen lässt. Ein Mac mit mindestens macOS 10.15 Catalina darf ein iPad (mit iPadOS 13 oder neuer) als zweites Display verwenden – inklusive Touchscreen-Eingabe. Apple nennt dies Sidecar. Mit Apps wie Luna Display und Duet Display lässt sich ein iPad als Hauptmonitor verwenden. Alternativ bietet sich eine VNC-App (beispielsweise RealVNC Viewer) an, um einen Mac via Netzwerkverbindung aus der Ferne zu steuern.

Kommentare

Nightlauncher05.08.26 17:33
Ich benutzte seit langem das iPad mit parallels, Citrix und Windows remote desktop.
Funktioniert meist sehr sehr gut allerdings weicht das trackpad der iPad Tastatur von dem eines MacBooks leicht ab- vor allem beim Text markieren / click and select.
Schwierig zu beschreiben aber damit kämpfe ich des Öfteren.
+2

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