iPads für Gefangene in Großbritannien angedacht

Inhaftierte im Vereinigten Königreich sollen mit iPads in ihren Zellen ausgestattet werden, damit sie mit ihren Familien Kontakt halten können. Das fordert Sir Martin Narey, Berater des Justizministers und früherer Vorsitzender des Prison Service. Außerdem sollen die Tablets für Bildungszwecke Verwendung finden. Im Vereinigten Königreich wird gerade darüber diskutiert, inwiefern Bildungsprogramme in Gefängnissen die Rückfallquote von Freigelassenen reduzieren können. Ob sich Nareys Vorschlag tatsächlich konkret auf das iPad bezieht oder er der Begriff „iPad“ nur als Synonym für Tablet gebraucht hat, ist nicht bekannt.

„Gefangene verbringen eine Menge Zeit in ihren Zellen und wir sollten diese Zeit konstruktiver nutzen“, argumentierte Narey. Zum britischen Bildungsprogramm in Zuchtanstalten gehören natürlich auch wöchentliche Treffen mit Lehrern, aber die Inhaftierten sollten auch allein in Lage versetzt werden, Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeit zu üben. Mit steuerfinanzierten iPads sei dies möglich. Außerdem muss es Gefangenen auch möglich sein, per Skype oder FaceTime Kontakt zu ihren Angehörigen zu pflegen.


Der Vorschlag liegt jetzt auf dem Schreibtisch von Justizminister Michael Gove. Die zur Erstellung eines Bildungsprogramms in Gefängnissen bestellte Lehrerin Sally Coates gab sich zustimmend: „Wenn du nicht die Fähigkeiten hast, die du für einen Job brauchst, dann begehst du eher eine erneute Straftat.“ Die private Sicherheitsfirma G4S geht ebenfalls davon aus, dass Tablets in den Zellen bald „die Regel“ seien. Dennoch seien einige Sicherheitsmaßnahmen zu berücksichtigen. Beispielsweise müsse verhindert werden, dass sich Straftätern im Gefängnis bei ihren Opfern melden.

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Kommentare

Schens
Schens11.12.15 11:28
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iMäck
iMäck11.12.15 12:12
Das man Menschen nicht weg schließen, nach xx Jahren verlangen kann das sie ihre Lektion gelernt haben und sich wieder in die Gesellschaft integrieren.... müsste eigentlich klar sein!

Weiterbildung muss in den Gefängnissen gefördert werden,
Und das diese ihre Kinder öfter sehen per Skype etc. ist auch eine gute Idee.

Aber das sollte nicht zu einem Hotelaufenthalt übergehen.

Viel wichtiger wäre solch ein Projekt (wie z.B. in den USA) wo Täter und Opfer bzw Angehörige (falls diese das natürlich wollen!) sich im Gefängnis treffen mit dem Täter und dann reden etc.
Habe da mal ein Bericht im Fernsehen gesehen.
Es ist schon brutal wenn sich Eltern eines ermordeten mit dem Täter treffen und dann beide Parteien am heulen sind und am Ende sich sogar umarmen.

Aber wo fängt es wohl an mit den Problemen?
In den heruntergekommenen Stadtteilen / Banlieus,
Und da will man gar kein Geld investieren!

Also versucht man nur das riesige Feuer aus zu pinkeln,
Was zum scheitern verurteilt ist.
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iGod11.12.15 12:24
Samsung sollten die bekommen. Strafe muss sein.
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strellson11.12.15 12:27
iGod
Samsung sollten die bekommen. Strafe muss sein.

das geschlossene System von Apple, wo man auch nur das machen darf, was Apple sagt, passt doch viel besser …
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latinheart83
latinheart8311.12.15 12:27
@iGod: muahha .. da musst ich grad herzlichst lachen, genialer Kommentar ! Wär mir nicht besser eingefallen ..

Also generell find ich es keine schlechte Idee, aber wie iMäck schon geschrieben hat, es soll nicht zum Hotelaufenthalt werden. Und wenn die Heftlinge dann Ihre Tablets in die Zellen bekommen - ganz ehrlich .. da is das "Absitzen" dann aber auch nicht mehr wirklich grausam - so wie´s bei vielen eigentlich sein sollte !

Sie sollen lieber Bücher in die Zellen bekommen - mit Bewusstseinsverändernder Wirkung Nietzsche o.Ä. sind mir da noch so passende "Begriffe"
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iMäck
iMäck11.12.15 13:02
iGod
Samsung sollten die bekommen. Strafe muss sein.

wäre eine Möglichkeit.

Die andere:
Wlan + Mac
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cab
cab11.12.15 13:13
Quatsch, Windows 95 wäre eine harte Strafe! Es soll ja keinen Spaß machen!
Diese formschöne Signatur gibt es jetzt zum NOCH günstigeren Einstiegspreis von nur 799 € ! Sie sparen satte 50€ !
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Alpaka
Alpaka11.12.15 13:17
Ziemlich naiv zu glauben,in den Gefängnissen gäbe es nicht schon lange inoffizielle Tablets und Smartphones.

Und wenn die denn iPads bekommen dauerts nicht lange bis der erste einen Jailbreak hat.

Diese Schnapsidee ist wohl unter "schwarzer Humor" einzustufen.
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chill
chill11.12.15 13:34
damit sie mit ihren Familien Kontakt halten können.

per Skype oder FaceTime

und wer garantiert das dann da wirklich die familie am ende sitzt, und kein anderer genosse aus alten zeiten?
"¿ssıəɥɔs ɹəp llos sɐʍ" :ʇƃɐs əsıəʍ ɹəp 'ßıəʍ sɐʍ ɹə sɐp ßıəʍ əƃnlʞ ɹəp
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sierkb11.12.15 15:40
Derweil:

OSNews (10.12.2015): Tim Cook worried about ChromeBooks taking over education

BuzzFeedNews (10.12.2015): Tim Cook: Apple Won’t Make The “Test Machines” Taking Over Classrooms
Apple has had deep connections to schools since its earliest days, but Chromebooks have swiftly taken over the U.S. education market.

Diese schleichende Entwicklung hat sich schon vor einem Jahr abgezeichnet:

GigJets (01.12.2014): Chromebooks Overtake Apple’s iPads in U.S. Education Market via

Ausgerechnet im Kernland, im Stammland von Apple. Wo sie bisher immer Heimvorteil hatten. Und ausgerechnet im heimischen Edu-Markt. Wo Apple ja jahrelang seine Stärke hatte und auch stolz Wert drauf legte.
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Stereotype
Stereotype11.12.15 18:04
sierkb
Ausgerechnet im Kernland, im Stammland von Apple. Wo sie bisher immer Heimvorteil hatten. Und ausgerechnet im heimischen Edu-Markt. Wo Apple ja jahrelang seine Stärke hatte und auch stolz Wert drauf legte.

Dahinter stecken bestimmt die Illuminaten!?
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sierkb12.12.15 01:06
Stereotype:
Dahinter stecken bestimmt die Illuminaten!?

Dieser Frage nachzugehen, sind hier andere, entsprechend affine Seelen, weitaus besser geeignet als ausgerechnet ich, der mit Verschwörungstheorien so gar nichts am Hut hat und haben will.
Dein Zwinker-Smiley nicht übersehen habend: ich denke, in diesem Fall sind die Hintergründe für die Marktverschiebung ganz weltlicher und leicht nachvollziehbarer marktwirtschaftlicher Natur, und ich denke sogar, dass Du und ich in dieser Frage, bei allen sonstigen Differenzen, die wir haben, mal ausnahmsweise einer Meinung sind.
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