UIKit: In diesen Apps nutzt Apple bereits die neue Technologie

Mit macOS Mojave liefert Apple erstmals UIKit für den Mac aus - zuerst zur internen Nutzung für Apple-eigene Apps. Dritthersteller bekommen erst 2019 die Möglichkeit, iOS-Apps auf den Mac mittels UIKit zu portieren.

Wir haben uns einmal den Code aller mitgelieferten Apps angesehen, ob und wo Apple bereits UIKit nutzt. Von den macOS Mojave beiliegenden Apps setzen tatsächlich momentan nur die vier auf der Keynote genannten Programme UIKit ein: Die Aktien-App, die News-App, Sprachmemos und die Home-App. Alle anderen Programme nutzen nach wie vor AppKit zur Darstellung der Nutzeroberfläche - sogar iBooks (bzw. nun "Books"-App) baut auf AppKit auf, obwohl diese vom Design der Nutzeroberfläche stark an die iPad- und iPhone-Variante erinnert.

UXKit - erste Gehversuche für Cross-Plattform-Apps?
Mit Mac OS X 10.10.3 Yosemite führte Apple die Photos-App ein - als Ersatz für iPhoto. Diese erinnerte vom Aufbau und der Bedienung her stark an die iPad-Version. Ein Blick in das Programm erklärte auch warum: Apple nutzte in der Photos-App ein eigenes Framework namens UXKit, damit sich die Mac- und iOS-Version mehr Code teilen konnten. Analysiert man die Photos-App aus macOS 10.14 Mojave, basiert diese nach wie vor auf UXKit. Wahrscheinlich handelt es sich bei UXKit um erste Versuche, wie man die App-Entwicklung auf dem Mac und auf iOS etwas vereinheitlichen kann - anscheinend hat Apple diesen Ansatz aber wieder verworfen und stattdessen einen anderen Weg verfolgt.


Classroom-App ohne UIKit
Seit kurzem steht auch die auf dem Bildungs-Event Anfang des Jahres angekündigte Classroom-App für den Mac als Beta zum Download bereit. Da die Mac-App frappierend der iOS-Version glich, konnte man davon ausgehen, dass die Classroom-App mit einem Cross-Plattform-Framework entwickelt wurde. Merkwürdigerweise scheint dies nicht der Fall zu sein: Eine Code-Analyse der App zeigt, dass es sich um eine ganz normale Mac-App handelt, die mittels AppKit programmiert ist. Bis das UIKit für alle Anwendungsbereiche geeignet ist, scheint es also noch eine ganze Menge Arbeit zu geben.

Kommentare

dan@mac
dan@mac06.06.18 10:39
Gut, dass Apple das erst mal selbst testet bevor es auf die Entwickler losgelassen wird.
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