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Teardowns zeigen: iPhone 15 kostet Apple deutlich mehr als der Vorgänger

Apple legt seit jeher großen Wert auf Qualität und Haltbarkeit der hauseigenen Produkte. Das beginnt beim Design der Geräte, setzt sich bei der Auswahl von Komponenten und Zulieferern fort und betrifft natürlich auch die Fertigung. Das kalifornische Unternehmen achtet dabei zwar naturgemäß auf die Kosten, setzt aber stets auf hochwertige Bauteile, die in aller Regel nicht gerade billig sind. Es gehört vornehmlich bei neuen iPhone-Generationen zur Tradition, dass Experten die Geräte auseinandernehmen, die Werte der einzelnen Bauteile schätzen und so Apples Einstandspreise für die reine Hardware ermitteln. Rückschlüsse auf die tatsächlichen Margen des Unternehmens lassen sich dadurch allerdings nur in äußerst begrenztem Maße ziehen.


iPhone 15 Pro Max ist zwölf Prozent teurer als der Vorgänger
Das auf Teardowns spezialisierte japanische Unternehmen Fomalhaut Techno Solutions und die Tageszeitung Nihon Keizai Shimbun untersuchten jetzt das iPhone 15 Pro Max, welches in den Vereinigten Staaten ab 1.199 US-Dollar zu haben ist. Dabei stellten sie fest, dass Apple für die Komponenten des neuen Top-Smartphones etwa zwölf Prozent mehr bezahlen muss als für die Bauteile des iPhone 14 Pro Max. Die Materialkosten belaufen sich demzufolge auf 558 US-Dollar. Für den höchsten Aufschlag sorgt das neue Kamerasystem mit dem Tetraprisma-Tele: Es kostet der Analyse zufolge 3,8 Mal so viel wie das Modul des Vorgängermodells.


Das Kameramodul des iPhone 15 Pro Max
Quelle: iFixit

Das Titangehäuse des iPhone 15 Pro Max ist etwa 43 Prozent teurer als die Edelstahl-Ausführung des iPhone 14 Pro Max. Der A17 Pro schlägt gegenüber dem A16 Bionic mit einem Plus in Höhe von 27 Prozent zu Buche. Fast schon zu vernachlässigen sind angesichts dieser Zahlen die Mehrkosten von zehn Prozent für das Display des iPhone 15 Pro Max.

iPhone 15 kostet Apple 16 Prozent mehr als iPhone 14
Auch die drei anderen Varianten der aktuellen Smartphone-Generation sind für Apple deutlich teurer als die Vorjahresmodelle. Beim iPhone 15 Pro errechnet Fomalhaut Techno Solutions Materialkosten in Höhe von 523 US-Dollar, eine Steigerung um acht Prozent gegenüber dem iPhone 14 Pro. Zehn Prozent mehr sind es beim iPhone 15 Plus, für dessen Komponenten das kalifornische Unternehmen geschätzte 442 US-Dollar zahlt. Spitzenreiter bei den Steigerungen gegenüber dem Vorgänger ist mit 16 Prozent allerdings das iPhone 15 ohne jeglichen Namenszusatz. Dessen Bauteile kosten Apple rund 423 US-Dollar, verkauft wird die Basisversion des Geräts in den USA für 799 US-Dollar.


Quelle: iFixit

Apples Marge lässt sich aus diesen Werten allerdings nicht berechnen. Dem Konzern entstehen nämlich naturgemäß weitere Aufwendungen im Zusammenhang mit den Smartphones, etwa für Forschung und Entwicklung sowie den Vertrieb. Diese und weitere Kosten sind in den Angaben von Fomalhaut Techno Solutions und Nihon Keizai Shimbun nicht enthalten.

Kommentare

neogomo
neogomo17.10.23 08:42
Bald zahlt Apple noch drauf.

Apropos hohe Qualitätsstandards und so:

Quelle:

Was jetzt kein generelles Bashing des 'kalifornischen Konzerns' sein soll, aber an einigen Stellen muss leider auch Kritik angebracht werden.
-2
Tommy1980
Tommy198017.10.23 08:50
Ja, selten erlebt das ein iPhone zu Beginn so viele Kinderkrankheiten hat. Auch bei der Software läuft es bei Apple irgendwie nicht rund. Im Laden scheint der Wurm drin zu sein.
+1
mk27ja95
mk27ja9517.10.23 10:01
Das Problem gab es auch am BER Flughafen. Wo man die Monitore noch vor der Eröffnung austauschen musste weil der Effekt dort auch aufgetreten ist. Es ist also ein Problem dieser Technik im allgemeinen und nicht ein "Apple" Problem.
-10
Raziel117.10.23 13:23
Tommy1980

Annahmen und Vermutungen basierend auf Hörensagen und News Einträge. Da muss man aufpassen das man nicht den falschen Eindruck bekommt
+1
marcel15117.10.23 22:55
mk27ja95
[...]Es ist also ein Problem dieser Technik im allgemeinen und nicht ein "Apple" Problem.
Das iPhone nutzt seit dem iPhone X OLED. Warum ist das dann vorher noch nicht aufgetreten?
0
neogomo
neogomo18.10.23 05:56
Nach aktuellem Stand handelt es sich nicht um einen Hardware-Defekt oder Mangel des Displays, sondern ist lediglich der Software geschuldet, welche die nötigen Refreshes nicht ordnungsgemäß ausgeführt hat. Mit iOS 17.1 sollte der Effekt dann behoben sein.

Quelle:
0

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