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OpenAI-Präsident gesteht Probleme mit neuer ChatGPT-App ein

OpenAI wird meistens mit Sam Altman in Verbindung gebracht, dem CEO des Unternehmens. Ein anderer führender Kopf des KI-Anbieters neben ihm ist Präsident Greg Brockman. Dieser hat der bekannten Tech-Journalistin Joanna Stern jetzt ein Interview gegeben, in dem er auch über die kürzlich aktualisierte Desktop-App von ChatGPT spricht. Sein Fazit dazu klingt beinahe ernüchternd, denn er bezeichnet das Interface der Anwendung unumwunden als "kind of a mess" – ein ziemliches Chaos.


Work-Tab soll bald wieder verschwinden
Allgemein zeigt sich Brockman selbstkritisch mit Blick auf die neue App, die ChatGPT- und Codex-App zusammenführt. Bis vor Kurzem gab es dafür von OpenAI noch zwei verschiedene Programme, die separat installiert werden mussten. Agentische Anwendungen möchte das Unternehmen auch für normale Nutzer leichter nutzbar machen. Die Formulierung "Super-App" würde die neue Desktop-Version von ChatGPT funktional zwar gut treffen, die Bezeichnung möge er aber nicht. Spannend ist seine Vorstellung, die KI-App entwickle sich zu einer Art neuem Interface zum Desktop im Allgemeinen.

Er erwarte, dass die künftige Welt vollständig cloud-basiert funktioniere. Der Zugang dazu erfolge nicht mehr primär über getippte Eingaben, sondern über die Stimme. Mit der Stimme zu arbeiten sei für Menschen der natürlichere Zugang zu Maschinen. Die Nutzer wünschen sich aber einen menschlich klingenden Konversationspartner. Dies erklärt die vermehrt anthropomorphen Züge im neuen Modell "GPT-Live" – dem Herzstück des Sprachmodus. Bevor es so weit ist, soll der Work-Tab innerhalb von ChatGPT bis Ende des Jahres wieder verschwinden und in das normale Konversationsfenster integriert werden.

Defensiver bei Fragen zur Klage von Apple
Weniger auskunftsfreudig ist der Präsident von OpenAI, als Stern nach der Klage fragt, die Apple Mitte Juli wegen des Diebstahls von Firmengeheimnissen eingereicht hat. Man habe kein Interesse an den Geschäftsgeheimnissen anderer Unternehmen. Es gebe eine langfristige Roadmap und die eigene Innovationskraft sei hoch. Dies entspricht weitgehend den offiziellen Statements von OpenAI, die nach dem Bekanntwerden der Klage verbreitet wurden.

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