Neukauf-Verweigerung – iPhone-Nutzungszeit steigt massiv (mit Umfrage)

Schon in den Jahren vor der Smartphone-Ära war es für viele Mobilfunkkunden üblich, alle zwei Jahre zusammen mit einer Vertragsverlängerung auch ein neues Telefon zu erhalten. Der große Unterschied: Der Kaufpreis eines Mobiltelefons lag wesentlich unter den Anschaffungskosten, die heutzutage für aktuelle Smartphones üblich sind. Angesicht des in vielen Ländern üblichen 24-Monatstaktes blieb der alle zwei Jahre stattfindende Neukauf dennoch Standard – ein Trend, der sich nun aber mehr und mehr abschwächt. Dies trifft nicht nur auf unsere Breitengrade, sondern auch auf den asiatischen Markt zu. Apple führte bei der letzten Quartalskonferenz beispielsweise an, in China habe der Absatz auch deswegen gelitten, da weniger Kunden zu einem Umstieg bereit waren – die großen Mobilfunkanbieter hatten mit geringeren Subventionen gearbeitet.


Auf den ersten Blick könnte man nun meinen, es handle sich dabei um ein Apple-Problem, da die aktuelle Baureihe möglicherweise nicht attraktiv genug sei. Allerdings steht die komplette Branche vor dem Problem, dass weniger Kunden schon nach zwei Jahren ein neues Smartphone kaufen. Die Geräte sind ausgereift und neue Generationen bringen nicht mehr so immense Fortschritte wie in den ersten Jahren des Smartphone-Booms mit. Ohne Einschränkungen lassen sich daher Geräte mehrere Jahre einsetzen – ein Fakt, den auch Tim Cook auf der letzten Pressekonferenz anführte.

Upgrade-Zyklus: Steigt auf vier Jahre
Der Upgrade-Zyklus verschob sich daher von durchschnittlich zwei auf drei Jahre – womit aber immer noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist, so eine aktuelle Marktanalyse. Toni Sacconaghi von Bernstein führt aus, momentan steige die "Average iPhone upgrade time" sogar auf vier Jahre an. Kundenbefragungen weisen darauf hin, dass nur rund 16 Prozent der Nutzer auf jeden Fall ein neues iPhone kaufen werden. Befragungen dieser Art, lange vor der Präsentation einer neuen Hardware-Generation, sind eine übliche Vorgehensweise. In früheren Jahren waren oft Werte von 25 bis 30 Prozent üblich – wohlgemerkt unter Kunden, die sich bereits ungesehen und Monate im Voraus für die kommende Generation entschieden hatten.

Kommentare

Lefteous
Lefteous11.02.19 09:55
Es gibt zwei Seiten denke ich: Die erste Seite ist wie lange ein Telefon hält und gut benutzt werden kann. Wenn es nicht mehr richtig oder gar nicht geht, muss es ersetzt werden.
Die zweite Seite ist denke ich der Mehrwert, der vom Kunden bei einer neuen Generation wahrgenommen wird. Selbst wenn man noch ein funktionierendes Gerät hat, kann eine neue Generation dazu verleiten das alte Gerät zu ersetzen.

Die Umfrage finde ich so pauschal schwierig zu beantworten. Weder weiß ich wie lange mein Telefon hält, noch ob eine Innovation mich zu einem Neukauf verleiten könnte. Es gibt bei mir keinen festen Zyklus, der Vertrag mit dem Mobilfunkanbieter spielt dabei im Gegensatz zu früher auch keine Rolle mehr, weil es kaum noch nennenswerte Subventionen gibt.
+12
cyqurayte11.02.19 09:58
Wer weiss wann der nächste große Sprung kommt. Der moderne Touchscreen und iOS waren es letztes Mal. Die UI füllt jetzt zwar die ganze Front aus aber vielleicht braucht es sowas wie ein aufrollbares Display. Der PC im Stift sozusagen. Oder eine Hologramm UI aus der Watch. Oder gleich die Augmented Reality über Kontaktlinsen oder was auch immer. Eine Art 'Quantensprung'. Das kann ja noch Jahre dauern...
+4
Wurzenberger
Wurzenberger11.02.19 09:58
*bis es keine Softwareupdates mehr bekommt
+16
Peter Eckel11.02.19 09:59
Ich habe bislang auch schön systematisch alle zwei Jahre ein neues Gerät gekauft.

Derzeit - dieses Jahr steht nach diesem Zyklus wieder ein neues an - denke ich allerdings massiv darüber nach, dies nicht zu tun. Verschiedene Gründe:

1. Aktuelle Telefone (XS wäre meine Zielkategorie) sind mir zu groß. Ich hadere schon mit dem iPhone 8, und das XS ist nochmal ein Stück größer.

2. Der aufgerufene Preis steht für meine Nutzung nicht in Relation zur gebotenen Mehrleistung. Viele der Gimmicks, die das XS gegenüber dem iPhone 8 auszeichnen, interessieren mich schlicht nicht.

Ich brauche keine wer weiß wie ausgefeilte Kamera am Telefon, weil für das, was ich damit mache, die eingebaute Rückkamera vollkommen ausreicht und ich die Frontkamera ohnehin nicht nutze (im XS könnte ich sie nichtmal abkleben, weil Touch ID fehlt und ich schon gern eine komfortable Entsperrmöglichkeit habe).

Speicher hat mein iPhone 8 mehr als ausreichend, ich habe eh schon nur noch das "kleine" 64 GB-Modell gekauft. CPU reicht ebenfalls, und auch mit dem RAM habe ich keine Engpässe.

Von der Grundfunktionalität her (Telefonieren und ggf. mal was im Internet nachlesen, Navigation und "Notizbuchfunktion") bietet mir das XS hingegen nichts, was das iPhone 8 nicht ebenso erfüllen kann. Einzig das OLED-Display hätte ich schon gern, aber dafür allein kaufe ich kein neues Telefon.

Unterm Strich hat mir Apple im iPhone-Segment derzeit einfach nichts zu bieten, was mich interessierte. Also werde ich wohl beim iPhone 8 bleiben. Und ich nehme stark an, daß es anderen ähnlich geht. So wäre zumindest auch bei anderen - ich nehme nicht an, daß meine Anforderungen so einzigartig sind - die Kaufzurückhhaltung zu erklären.
+15
barabas11.02.19 10:00
Hier nun eine eindeutiges Statement abzugeben fällt mir noch schwer. Nehme ich die Vergangenheit als Maßstab so waren es bislang im Schnitt 2 Jahre. Dies wird sich nun aber ändern und ich gehe in Zukunft eher von minimal 3 Jahren, vermutlich aber noch längeren Zeiträumen aus. Dies hängt allerdings auch von Apple und dessen Preisgestaltung in Zukunft ab.
+5
gegy
gegy11.02.19 10:05
Solange bis wieder ein für mich passendes erscheint. Aktuell reizt mich keines und ich bleib beim 6S. Diese Option fehlt mir leider in der Umfrage.
+3
Urkman11.02.19 10:05
Wurzenberger
*bis es keine Softwareupdates mehr bekommt

Macht Apple da jetzt einen Fehler, die Geräte so lange mit Softwareupdates zu versorgen?
+2
therojam
therojam11.02.19 10:12
Ich habe bereits 2, 5 Jahre mein SE. Damals am Tag nach der 7er Keynote gekauft und im letzten November den Akku getauscht, seit dem läuft nun fast wie neu. Ich hatte bei der letzten Keynote auf ein neues SE gehofft, leider nichts neues. Nun werde ich wahrscheinlich noch 1-2 Jahre mit diesem Telefon durch Welt laufen. Bis das die Updates uns scheiden.
Lefteous
Die Umfrage finde ich so pauschal schwierig zu beantworten. Weder weiß ich wie lange mein Telefon hält, noch ob eine Innovation mich zu einem Neukauf verleiten könnte.
Daher kann ich mich nur dem Lefteous anschließen.
+7
Ely
Ely11.02.19 10:13
Mein 6s war nach etwa 3,5 Jahren abgeritten, die Hardware hatte Macken, es ließ sich z. B. nicht laden, wenn das Gerät nicht beschäftigt war (also Musik starten, Ton aus, dann Stecker rein), der Speicher wurde knapp (128 GB, wenig Apps aber viele Daten und Musik). Daher gab es ein neues Gerät, das XR mit 256 GB.

Dieses werde ich wohl mindestens vier Jahre nutzen. Lt. iFixit lassen sich beim XR Batterie und Display sehr leicht wechseln. Wobei ich bisher noch nie ein neues Display bei einem Mobilgerät brauchte (hoffentlich bleibt das so), aber neue Batterien durchaus.

Netter Nebeneffekt: Das XR hat die erste Kamera, die ich auch tatsächlich zum richtigen Fotografieren nutze, die Qualität ist mit einer passenden App durchaus ordentlich.
Wer gegen Datenschutz ist, weil er ja nichts zu verbergen habe, ist auch gegen Meinungsfreiheit, weil er ja nichts zu sagen habe.
+3
clemotion11.02.19 10:18
Es sollte eine Pflicht geben, Sicherheitsupdates über mind. 10 Jahre anzubieten und die einst erworbenen Funktionen weiter zu gewährleisten. Wer neue und andere Features wünscht, kann sich neue Geräte kaufen. Für viele Nutzer reichen die Basismöglichkeiten, die schon vor Jahren geboten wurden, völlig aus. Die Geräte müssen wieder für die Menschen gemacht sein und sich nicht die Menschen an die Zyklen der Industrie anpassen müssen.
+14
barabas11.02.19 10:34
Naja, keine Softwareupdates mehr heißt ja nicht dass das Gerät nun grundsätzlich unbrauchbar wäre, es bleibt halt einfach auf dem aktuellen Stand stehen.
Probleme könnten eigentlich nur im laufe der Zeit auftreten, dann wenn Apps zwingend eine gewisse IOS Version als Mindeststandart für deren Lauffähigkeit und Funktionalität voraussetzen.
Grundsätzlich sollte es aber dennoch möglich sein, diese Geräte noch zwei bis drei Jahre problemlos und ohne grösseren Einschränkungen weiter zu betreiben.
0
TerenceHill
TerenceHill11.02.19 10:34
Peter Eckel
Ich habe bislang auch schön systematisch alle zwei Jahre ein neues Gerät gekauft.

Derzeit - dieses Jahr steht nach diesem Zyklus wieder ein neues an - denke ich allerdings massiv darüber nach, dies nicht zu tun. Verschiedene Gründe:

1. Aktuelle Telefone (XS wäre meine Zielkategorie) sind mir zu groß. Ich hadere schon mit dem iPhone 8, und das XS ist nochmal ein Stück größer.

2. Der aufgerufene Preis steht für meine Nutzung nicht in Relation zur gebotenen Mehrleistung. Viele der Gimmicks, die das XS gegenüber dem iPhone 8 auszeichnen, interessieren mich schlicht nicht.

Ich brauche keine wer weiß wie ausgefeilte Kamera am Telefon, weil für das, was ich damit mache, die eingebaute Rückkamera vollkommen ausreicht und ich die Frontkamera ohnehin nicht nutze (im XS könnte ich sie nichtmal abkleben, weil Touch ID fehlt und ich schon gern eine komfortable Entsperrmöglichkeit habe).

Speicher hat mein iPhone 8 mehr als ausreichend, ich habe eh schon nur noch das "kleine" 64 GB-Modell gekauft. CPU reicht ebenfalls, und auch mit dem RAM habe ich keine Engpässe.

Von der Grundfunktionalität her (Telefonieren und ggf. mal was im Internet nachlesen, Navigation und "Notizbuchfunktion") bietet mir das XS hingegen nichts, was das iPhone 8 nicht ebenso erfüllen kann. Einzig das OLED-Display hätte ich schon gern, aber dafür allein kaufe ich kein neues Telefon.

Unterm Strich hat mir Apple im iPhone-Segment derzeit einfach nichts zu bieten, was mich interessierte. Also werde ich wohl beim iPhone 8 bleiben. Und ich nehme stark an, daß es anderen ähnlich geht. So wäre zumindest auch bei anderen - ich nehme nicht an, daß meine Anforderungen so einzigartig sind - die Kaufzurückhhaltung zu erklären.

Sehe ich ähnlich. Ich hab das iPhone 8 Plus. Dieses Jahr wäre der Zyklus für ein neues iPhone. Jedoch werde ich dieses Jahr höchstwahrscheinlich kein neues iPhone kaufen. Mein 8 Plus funktioniert einwandfrei.
+3
Stefan-s11.02.19 10:35
Es ist ja auch ökonomisch Unsinn-und ökologisch erst recht kompletter Irrsinn-
funktionierende Geräte nach so kurzem Nutzungszeitraum zu entsorgen. Und da inzwischen auch der letzte Dussel ein Smartphone hat, finden sich ja auch immer weniger Abnehmer für den Elektroschrott.

Die Initiative des EU-Parlaments, die Produzenten zu ausreichend langer Softwareunterstützung zu zwingen, weist deshalb in die richtige Richtung.
+8
svenhalen
svenhalen11.02.19 10:39
Bislang war ich immer im 2-Jahres-Vertragsverlängerungs-Modus. Vom iPhone 2G über 3Gs, 4s, 5s, 6s zu iPhoneX. Hätte auch das 6s noch länger nutzen können. Bin dann aufs X umgestiegen, weil ich den Eindruck habe, jetzt einen Technologiesprung mitzunehmen, der sich auch in 4 Jahren noch halbwegs aktuell anfühlen wird.
Nur so kann ich mir auch den hohen Preis schönrechnen.
Bislang gehts auf. Habe kein Bedürfnis, auf Xs umzusteigen.
+2
Bodensee11.02.19 10:40
Auch wenn mir vertraglich alle zwei Jahre die Anschaffung eines subventionierten iPhones möglich wäre, verzichte ich trotzdem auf diese Option aus Preisgründen. Mein 6S mit neuem 29€ Akku reicht mir vollkommen aus, zumindest so lange, wie alle entscheidenden Komponenten noch funktionieren. Solange die Neupreise Richtung 1000€ oder noch darüber hinaus gehen, ist meine Entscheidung ganz klar: nein danke! Sollte Apple eine Neuauflage des SE im Preisbereich 500-600 € bringen, dann bin ich wieder dabei.
+4
ssb
ssb11.02.19 10:45
clemotion
Es sollte eine Pflicht geben, Sicherheitsupdates über mind. 10 Jahre anzubieten und die einst erworbenen Funktionen weiter zu gewährleisten....
Dem kann ich nur zustimmen. Ich nutze noch mein iPhone 6 und so lange die Akku noch über den Tag hinweg durchhält (ich hatte sie letztes Jahr nicht wechseln lassen) muss ich das auch nicht ersetzen. Es kann alles was ich im Alltag brauche: DB Apps, Musik, WhatsApp, Mail und manchmal eine alte Sudoku-App für den Zeitvertreib (wenn es bei der Bahn mal wieder länger dauert). Ich habe auch nur eine Prepaid-Karte mit 300 MB (ungedrosselt) für 4 Wochen - was mir vollkommen ausreicht.

Subventionen hatten sich schon früher nicht gelohnt (als ich mir mein 4S gekauft hatte). Ich hatte das bei allen namhaften Anbietern nachgerechnet - und habe mich dann für PrePaid entschieden. Das kostet mich im Jahr weniger als andere im Monat bezahlen - mit einem anderen Nutzungsprofil wäre die Rechnung vielleicht anders ausgefallen.
+2
Urkman11.02.19 10:48
Stefan-s
Es ist ja auch ökonomisch Unsinn-und ökologisch erst recht kompletter Irrsinn-
funktionierende Geräte nach so kurzem Nutzungszeitraum zu entsorgen.

Du glaubst doch nicht ernsthaft, das jemand sein iPhone nach einem oder zwei Jahren in die Tonne wirft...
Also bei mir werden _alle_ nicht mehr benutzen Geräte verkauft. Und das immer zu einem guten Preis...
+3
Metty11.02.19 10:50
Ich hätte auch kein Problem damit nach einer gewissen Zeit für ein Softwareupdate zu bezahlen. Man muss auch verstehen, dass ein Hersteller nicht endlos Updates umsonst liefern kann. Der Preis sollte allerdings angemessen sein, z.B. 10 €/Jahr.
Anderenfalls kommt eine neue Masche: ein Hersteller verkauft "billige" Android Phones mit Updategarantie und geht nach zwei Jahren einfach pleite. Man kann von einem Unternehmen keine Updates verlangen, das nicht mehr existiert. Und morgen macht der gleiche Hersteller einfach eine neue Firma unter neuem Namen auf ... und schwupps ... beginnt man wieder von vorn.
+1
Peter Eckel11.02.19 10:53
barabas
Naja, keine Softwareupdates mehr heißt ja nicht dass das Gerät nun grundsätzlich unbrauchbar wäre
Doch.

"Keine Softwareupdates" heißt "keine Sicherheitsupdates". Und ich habe keinen Bock, mit einem mobilen Sicherheitsloch durch die Gegend zu rennen. Stell Dir z.B. mal vor, der FaceTime-Bug letzte Woche wäre auf alten Geräten aufgetreten und die würden nicht mehr aktualisiert.

Keine Updates mehr weg damit.
+1
Stefan-s11.02.19 10:53
Urkman


Du glaubst doch nicht ernsthaft, das jemand sein iPhone nach einem oder zwei Jahren in die Tonne wirft...
Also bei mir werden _alle_ nicht mehr benutzen Geräte verkauft. Und das immer zu einem guten Preis...

Du glaubst doch nicht ernsthaft, daß das ad infinitum so weitergeht?

Im Übrigen ist es dann das iPhone des Käufers, daß in die Tonne geht. Im Endeffekt genau dasselbe.
+5
*web*wusel*11.02.19 11:00
Urkman
Wurzenberger
*bis es keine Softwareupdates mehr bekommt

Macht Apple da jetzt einen Fehler, die Geräte so lange mit Softwareupdates zu versorgen?

Diesen Gedanken hatte ich auch. Aus unternehmerischer Sicht war IOS 12 mit dem Performance Boost für ältere Modelle ein Schuss in den Ofen. Jetzt mit Absicht Funktionen noch mehr beschneiden und nur für die neueren Modelle bereit stellen würde nur Skepsis auf den Plan rufen. Eine schwierige Situation für Apple.
+2
sonnendeck11.02.19 11:16
bei mir sind die Geräte trotz 2 jährigen upgrade in der Familie circa 6 Jahre + im Betrieb. Meins bekommt der Vater, der es dann den Enkel gibt und wenn das Gerät Glück hat überlebt es da 2 Jahre.
+3
Chrigu4111.02.19 11:32
Das Geld sitzt locker, bis auf... Da kauft man sich etwa alle 4 Jahre ein neues iPhone, aufs Jahr umgerechnet 200 bis 250 Franken, und klönt dann, wenn eine zusätzliche App mehr als 2 Franken kostet. Und wenn ein zweites Kabel her muss, dann sicher nicht das *teure" Original. – Mit anderen Geräten ist es nicht anders: Viele kaufen sich für 1000 bis 2000 Franken eine hochwertige Kamera und suchen nachher im Internet zum Schutz des Objektivs nach dem billigsten UV-Filter.

Natürlich lässt sich ein Handy nicht mit einem Festnetztelefon vergleichen, das locker 10 bis 20 Jahre hält. Aber ehrlich: Von den vielen und immer neuen Raffinessen eines Handys nutzen die meisten im Alltag wohl höchstens 10 Prozent. Und mit jedem Update werden die Konfigurationen komplizierter. Man schaue sich nur einmal die Listen und Unterlisten der Einstellungen an.

Wann kommt das "Volks-iPhone" für Otto-Normalverbraucher?...
+1
Eventus
Eventus11.02.19 11:40
Es lässt sich erkennen, dass Smartphones auf ein ähnliches Schicksal zugehen wie beim PC oder Mac geschehen: Namentlich der iMac war als Hub für andere Geräte inkl. Handy (selbst fürs iPhone brauchte man anfangs iTunes auf einem Mac/PC) vorgesehen und rege genutzt, wurde dann aber zu einem Gerät unter vielen. Und obschon Tablets den Desktop und Laptop nicht so ersetzten wie anfangs gedacht, ist der Mac/PC mittlerweile keine Grundvoraussetzung für den digitalen Alltag.

Das iPhone ist mir persönlich weniger wichtig als das iPad – aber während ich notfalls aufs iPad verzichten könnte, zwingt mich aktuell allein schon die Watch, ein iPhone zu nutzen. (Mein Anbieter unterstützt noch keine eSIM.)

Ich schätze, dass sich die vielen other devices – wo Apple übrigens gut aufgestellt ist – emanzipieren werden. Sie werden zu Interfaces, um Dienste zu bedienen und zu nutzen.

Einfachstes Beispiel: Musik. Zuerst in iTunes auf dem Mac/PC «gefangen», dann über iTunes Match bisschen in die Cloud verlagert, mittlerweile als Stream komplett verfügbar, aber meist noch über ein iPhone abgespielt, wird bald Musik direkt mit jenem Gerät abrufbar, welches dem Nutzer gerade passt.

Und auch viele klassische Computeranwendungen sind als SaaS über das Internet zugänglich bzw. über Apps auf diversen Geräten. Auch hier ein einfaches Beispiel: Pages und Desktop stehen mir auf dem iPad nahezu identisch zur Verfügung wie auf dem Mac oder dem iPhone – also nutze ich sie je nach Situation auf dem gerade passenden Gerät.

Eigentlich ist nur die klassische Telefon-Funktion etwas, was ein iPhone erfordert. (Oder ein anderes Smartphone, das dann aber nicht annähernd so gut mit den anderen Geräten zusammenspielt, etwa mit der Apple Watch.)

Das iPhone wird zu einem von vielen Geräten. Manche werden vielleicht ganz ohne Smartphone auskommen. Ich z. B. telefoniere so selten klassisch, dass mir iPad, Watch und Kopfhörer genügen würden, könnte das iPad die Nummer der SIM-Karte für Telefonie/SMS nutzen. Man bekommt leider nach wie vor manchmal wichtige Nachrichten über klassische SMS, Sicherheitscodes beispielsweise. Eigentlich gibts so wenig, was noch fehlt, damit ich aufs Smartphone verzichten könnte. Und doch ists immer noch unentbehrlich. Aber: Das iPhone 8 genügt mir. Sogar ein älteres würde reichen. Es ist wirklich nur meinem Hobby geschuldet, dass ich öfters neue iPhones kaufe.
Live long and prosper! 🖖
+1
Paddy2590
Paddy259011.02.19 11:41
Ich habe auch lange Zeit alle 2 Jahre mit der Vertragsverlängerung ein neues Smartphone gekauft. Das erste Mal, dass ich dieses "Muster" geändert habe, war bei meinem iPhone 6, welches ich 4 Jahre genutzt habe. Das iPhone 7, welches nach meinem 2 Jahres-Rhythmus "dran" gewesen wäre, hatte keine Neuerungen, die mich zu einem Upgrade verleiten konnten.

Ich bin letztes Jahr vom 6er direkt aufs XS Max umgestiegen und werde auch dieses wohl mindestens 4 Jahre nutzen. Ein Neukauf kommt aber auch dann nur in Betracht, wenn entweder das XS Max nicht mehr vernünftig funktioniert oder die neuen Geräte einen guten Grund für einen Neukauf bieten. Beim Wechsel vom 6er aufs XS Max spielten beide Punkte eine Rolle.

Die aktuellen Modellreihen bieten so viel Leistung, dass sie locker 4 Jahre auch mit den aktuellsten OS-Versionen problemlos funktionieren. Neuerungen werden immer kleiner, unauffälliger, sodass es keinen Anreiz gibt, so häufig das Smartphone zu wechseln. Dazu kommen die hohen Preise der aktuellen Modelle. Alles in allem kein Grund, alle 2 Jahre ein Upgrade zu kaufen.
+1
Ferdn11.02.19 12:14
Als Technikbegeisterter bin ich eigentlich fast jedes Jahr auf das neue iPhone-Modell umgestiegen, begünstigt durch die Vertragsverlängerung alle zwei Jahre und durch einen sehr guten Wiederverkaufswert der Geräte. Beides hat sich nun erledigt, gefühlt werden die iPhone-Modelle nicht mehr von den Anbietern subventioniert bzw. sogar teurer angeboten als bei einem Einmalkauf. Zudem merkt man beim Verkauf auf den verschiedenen Portalen, dass die Leute nicht mehr gewillt sind derart hohe Preise für gebrauchte Smartphones zu zahlen. Dazu kommen noch die Preise, die aktuell von Apple für neue Geräte aufgerufen werden und die Tatsache, dass die Geräte mittlerweile mehr als genug Leistung bieten.
Das alles führt bei mir aktuell dazu, meine Geräte länger als ein Jahr zu nutzen, meine Welt ist davon bislang noch nicht untergegangen.
+1
massi
massi11.02.19 12:16
Du glaubst doch nicht ernsthaft, das jemand sein iPhone nach einem oder zwei Jahren in die Tonne wirft...
Es geht ja nicht nur um's entsorgen, schließlich müssen auch neue Telefone produziert werden, wenn der User die alle zwei Jahre austauscht, das kostet Ressourcen.
+2
Kolobok
Kolobok11.02.19 12:26
Ich gebe zu bis zur 750,-€ Marke schön mitgespielt zu haben.
Dann hat mich allerdings der normale Menschenverstand irgendwie wiedergefungen und ich habe mein Geräte einfach behalten.
Derzeit ausgelassene Serien: iPhone 8/ X/ XS+XR und ich werde wohl noch weitere 2 Serien auslassen.
Meiner Geldbörse bekommt es gut.
Die Hersteller der Mobilfunkgeräte bekommen allerdings "Muffensausen", mal ganz ehrlich....ein Telefon für 1000,00 Euro.....geht's noch?
Ich mag gute und hochwertige Technik aber irgendwo möchte ich mich nicht so schnell "weiterentwickeln" wie das die Industrie gern hätte.

Gruß Kolobok
+8
cab
cab11.02.19 12:42
Ich habe noch nie begriffen, warum man alle zwei Jahre ein neues Mobiltelefon benötigt. Zum einen bin ich dafür zu geizig, zum anderen sehe ich nicht ein, warum wir soviel Elektroschrott produzieren sollen. Denn seien wir ehrlich: Viele davon finden keine Zweit- oder Drittverwendung. Und nur, damit man immer das Gefühlt hat, das Neueste zu besitzen? Das sehe ich nicht ein.

Das sind durchaus üppige Beträge, die man da Monat für Monat zahlt. Vielleicht haben manche schlicht nicht mehr so viel Geld um es zum Fenster raus zu werfen?
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+4
MacTaipan11.02.19 13:02
Es ist einfach ungeschickt von Apple, gerade in dieser Zeit, in der die Handys mehr oder weniger zu Ende entwickelt sind, auch noch die Preise so ausufern zu lassen. Beides zusammen ist eine ungünstige Kombination.
+2
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