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MacBook Neo stellt Apple vor unerwartete Nachschubprobleme – muss die zweite Generation früher erscheinen?

Von Apple gibt es diesbezüglich zwar keine konkreten Zahlen, doch sämtliche Marktbeobachter sind davon überzeugt, dass das MacBook Neo reißenden Absatz findet. Wie es schon mehrfach auf den Punkt gebracht wurde: In einer Zeit steigender Notebookpreise schaffte es Apple, mit dem besonders günstigen Angebot anzutreten. Einem Bericht nach stößt Apple aber inzwischen auf gewisse Probleme, denn angeblich hatte man nicht mit derart hohem Interesse gerechnet. Ausgerechnet eine essenzielle Komponente wird daher knapp: der A18 Pro.


Apple setzte auf Lagerbestände – diese gehen schnell zuneige
Dem Marktexperten Tim Culpan zufolge setzt Apple zur Fertigung des MacBook Neo auf solche Chips, die nicht für die vorherige Generation der Pro-iPhones zu verwenden waren. Das erklärt, warum es sich um "gebinnte" Versionen handelt, also solche, die einen Kern weniger aufweisen. Derer kamen so viele zusammen, dass Apples Prognosen davon ausgingen, lange Zeit mit dem Lagerbestand arbeiten zu können. Allerdings schrumpfe dieser ziemlich schnell – und zwar schneller als gedacht.

Laut Culpan hielt Apple Chips für rund sechs Millionen Exemplare des MacBook Neo vor. So viele Geräte wollte das Unternehmen über den kompletten Jahreszyklus hinweg verkaufen, doch angeblich erreicht man diese Marke wesentlich früher. Damit steht Apple vor einem Problem, denn die Fertigung des A18 Pro hat längst geendet und es war eigentlich nicht vorgesehen, noch einmal neue Kontingente zu beziehen.

Verschiedene Auswege möglich: MacBook Neo 2 könnte früher erscheinen
Intern werden daher angeblich zwei mögliche Pfade diskutiert. So wäre es möglich, TSMC erneut mit der Produktion des A18 Pro zu beauftragen. Allerdings ginge dies zulasten der Marge, denn die Chips würden dann deutlich teurer – immerhin arbeitet man nicht mehr mit "kostenlosem Ausschuss" der normalen Massenfertigung, sondern mit einer speziellen, kleinvolumigeren Serie.

Eine Alternative dazu lautet daher, die Markteinführung der zweiten Generation mit A19 Pro vorzuziehen. Was eigentlich für Mitte 2027 vorgesehen war, müsste dann einige Monate früher erscheinen. Zum Einsatz kämen ebenfalls gebinnte Versionen des aktuellen iPhone-Chips, welche das Unternehmen jetzt bereits sammelt. Es sei jedoch nicht gesichert, ob die aktuellen Fertigungspartner Foxconn und Quanta überhaupt von den ursprünglichen Plänen abweichen können.

Der dritte, aber wohl schlechteste Weg, klingt indes wenig wahrscheinlich: Wenn der A18 Pro ausverkauft ist, lässt sich vorerst kein MacBook Neo mehr bestellen. Angesichts des immensen Kundeninteresses entspräche das dem ungünstigsten Ausgang.

Kommentare

fronk
fronk08.04.26 09:56
Das ist fast ein Luxus-Problem?
„Love had surely made us all and hate would surely make us fall.“ Elvis Presley
+1
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck08.04.26 10:10
fronk
Das ist fast ein Luxus-Problem?

Nicht unbedingt. Apple könnte die Sorge haben, dass das Neo zu stark die teureren Modelle kanibalisiert.
+2
fronk
fronk08.04.26 10:15
Aber der Teufel ist ja nun einmal aus der Flasche …
„Love had surely made us all and hate would surely make us fall.“ Elvis Presley
+1
Pallllo08.04.26 10:19
Mit Ausschuss-CPUs noch gutes Geld verdienen ist typisch Cook, aber natürlich auch aus Umwelt-Gründen keine schlechte Idee!
+2
System 6.0.1
System 6.0.108.04.26 10:28
Niemand mit Verstand wird nach wenigen Wochen eine Version 2 ankündigen, die möglicherweise auch noch den A19 statt des A18 verwendet. Alle Kunden (und vor allem die Presse und Verschwörungs-Spinner im Web) des ersten NEO werden sich in Verschwörungstheorien überschlagen, das Apple vor dem „eigentlich geplanten Modell mit einem A19“ erstmal den „A18-Schrott“ verticken wollte, und das sie es ja schon immer gesagt hätte, Apple ist Kundenbetrug und so weiter und so fort …

Der Jahreszyklus von einem Jahr ist schon eng genug, den sollte man auf keinem Fall verkürzen. Das wird das Vertrauen in Apple massiv beschädigen.

Ich denke, die Lieferzeiten des NEO „künstlich“ zu strecken, und so die aktuelle Nachfrage auf das nächst höhere Gerät zu lenken, wäre mein Vorschlag.

Aber auf mich hört man zum Glück nicht …
„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998
0
Legoman
Legoman08.04.26 10:40
Stell dir vor, du guckst zufällig ins Lager und findest dort 6 Millionen nutzlose Chips. Wegschmeißen oder was draus basteln?
Und plötzlich erschütterst du den Laptopmarkt.
+9
MetallSnake
MetallSnake08.04.26 10:56
Pallllo
Mit Ausschuss-CPUs noch gutes Geld verdienen ist typisch Cook, aber natürlich auch aus Umwelt-Gründen keine schlechte Idee!

Das ist schon sehr lange gängige Praxis bei allen Firmen in dem Bereich.
https://www.mactechnews.de/news/article/S-187416.html#newscomment1621890 Was ist mein Fehler? ('Nicht richtig gelesen. Setzen, sechs.')
+7
pogo3
pogo308.04.26 10:59
Nicht unbedingt. Apple könnte die Sorge haben, dass das Neo zu stark die teureren Modelle kanibalisiert.
Und zu den Mac Books wird zudem auch das iPad kanibalisiert. Hab jetzt auf die Schnelle nicht alles genau geprüft, aber bei 512 GB RAM: iPad Mini 929 €, iPad 759 €, iPad Air 11" 512 GB 1.029 € . Ohne Tastatur. Also wer jetzt auf etwas Luxus (beleuchtete Tastatur) verzichten kann hat eine sehr, sehr gute Alternative.
Ich schmeiss alles hin und werd Prinzessin.
0
torgem08.04.26 10:59
Wäre nicht ungewöhnlich, wenn vor Weihnachten noch das Folgemodell erscheint. Vielleicht ja auch einfach nur als Silent Update.
AAPL: reduzieren
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Metty
Metty08.04.26 11:07
System 6.0.1
..., das Apple vor dem „eigentlich geplanten Modell mit einem A19“ erstmal den „A18-Schrott“ verticken wollte, und das sie es ja schon immer gesagt hätte, Apple ist Kundenbetrug und so weiter und so fort …
Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand so harte Worte in den Mund nehmen würde. Apple bewirbt ein tolles Produkt, welches genau so ausgeliefert wird wie versprochen. Ein paar Monate später kommt ein neues besseres Produkt. Was soll daran "Kundenbetrug" sein? Endlich gibt es einen leistungsfähigen wirklich bezahlbaren Notebook von Apple und nun finden Leute schon wieder ein Haar in der Suppe. Also ehrlich ... Jammern auf allerhöchstem Niveau.
+4
Der echte Zerwi08.04.26 11:15
System 6.0.1
Niemand mit Verstand wird nach wenigen Wochen eine Version 2 ankündigen, die möglicherweise auch noch den A19 statt des A18 verwendet. Alle Kunden (und vor allem die Presse und Verschwörungs-Spinner im Web) des ersten NEO werden sich in Verschwörungstheorien überschlagen, das Apple vor dem „eigentlich geplanten Modell mit einem A19“ erstmal den „A18-Schrott“ verticken wollte, und das sie es ja schon immer gesagt hätte, Apple ist Kundenbetrug und so weiter und so fort …

Die üblichen Neo-Käufer sind keine Nerds, die sich mit so etwas befassen. Für die wäre das kein Problem, denn in der PC-Welt ist ein kurzer Zyklus nicht unüblich.
Wenn Apple ein Neo 2 mit A19 bringen würde, dann würde sich die Empörung darüber gegen Null bewegen.
+3
CommodoreVC2008.04.26 11:45
Pallllo
Mit Ausschuss-CPUs noch gutes Geld verdienen ist typisch Cook, aber natürlich auch aus Umwelt-Gründen keine schlechte Idee!

Das hat nichts mit Cook zu tun, das ist schon seit Jahrzehnten gängige Praxis. Bei Siemens haben wir dementsprechend sogar geplant und entsprechende Produkte günstiger angeboten. Dieses Produkte waren als DtC (Design to Cost) gekennzeichnet.
+1

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