Laptop-Bann auf Flügen zwischen Europa und USA vom Tisch

Nach einer vierstündigen Sitzung in Brüssel haben Beamte der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten von Amerika bekannt gegeben, dass der vieldiskutierte »Laptop-Bann« auf Flügen in die USA nicht auf EU-Staaten ausgeweitet wird. Kurzzeitig hatte die amtierende US-Regierung darüber nachgedacht, Notebooks und Tablets in Flugzeugkabinen zu verbieten und sie nur noch als aufgegebenes Gepäck zu akzeptieren. Die EU hatte daraufhin diese Unterredung einberufen.


Über die Gründe informierten die Verantwortlichen nicht. Möglich wären aber die starken Einschränkungen, die damit insbesondere für Geschäftsreisende verbunden wären. Arbeiten während der stundenlangen Flüge über den Atlantik hätte sich deutlich schwieriger gestaltet. Außerdem schrecken viele Flugreisende aufgrund der Diebstahlgefahr davor zurück, ihre hochwertigen MacBooks oder iPads im Fluggepäck unbeaufsichtigt zu hinterlassen. Ein anderer möglicher Grund liegt in der Gefahr, die eine große Anzahl von Elektronikartikeln mit Lithium-Ionen-Akkus in den transportierten Koffern mit sich bringen könnte. Im Falle entflammender Akkus wären größere Schäden kaum zu verhindern.

Für Flughäfen in acht nahöstlichen Staaten gilt der Laptop-Bann bereits seit März dieses Jahres, darunter etwa die Türkei oder die Vereinigten Arabischen Emirate. Konkret besagt die Regelung hier, dass Elektronikgeräte, welche »größer als ein Smartphone« sind, nicht in die Kabine genommen werden dürfe. Grund dafür waren die Erkenntnisse des Geheimdienstes, dass Laptops zu Bomben umfunktioniert werden können. Darum ging es übrigens auch in dem Gespräch zwischen Trump und dem russischen Außenminister Lawrow, in dem dem US-Präsidenten eine zu große Offenheit mit den als geheim eingestuften Ergebnissen vorgeworfen wird. Auch das Vereinigte Königreich hat inzwischen für sechs Staaten ein solches Verbot formuliert. Jetzt suchen EU- und US-Beamte nach alternativen Wegen, um die Flugsicherheit zu erhöhen. Konkreter wurden sie dabei allerdings.

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Kommentare

zacwinter19.05.17 09:02
Absolut albern diese Regelung. Mehr kann man dazu nicht mehr sagen.
+1
jensche19.05.17 09:04
Irgendwann mal gabs doch eine Sendung eines spezialisten der zeigte wie man mit Duty-Free Artikeln eine Bombe bauen kann und da knapp 3 Sitzreihen wegsprengen könnte...
+1
Legoman
Legoman19.05.17 12:20
Die Diebstahlgefahr ist nicht das einzige Problem. Die Koffer rumpeln über eine Bandanlage, purzeln dabei über Schrägen und Stufen, werden auf einen Wagen und dann ins Flugzeug geworfen. Nichts, was man empfindlicher Technik zumuten möchte.
Und das hat nichts damit zu tun, dass die Lader besonders grob und rücksichtslos wären. Der Prozess ist einfach so gestaltet. Es wird davon ausgegangen, dass Reisende zerbrechliche Inhalte besonders schützen - so wie auch bei Paketen.

Und zur Abwehr der Gefahren im Handgepäck gibt es jede Menge Technik. Durchleuchtung, Sprengstoff- und Sprengstoffspurendetektion usw
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