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Kommentar: Warum Apple-Events früher spannender waren. Oder sich zumindest so anfühlten.

Es ist eine Grundeigenart des Menschen, die etwas weiter zurückliegende Vergangenheit zu verklären und sich vorrangig an die guten Dinge zu erinnern - wobei das "Heute" zwangsläufig in ein paar Jahren ebenfalls zur "guten alten Zeit" erhoben wird. Ein Blick auf das Stimmungsbild in den zahlreichen Mac-Foren lässt den Eindruck entstehen, als herrsche rund um Apples Großereignisse sehr viel weniger Begeisterung, als es noch vor zehn oder fünfzehn Jahre der Fall war. Gleichzeitig lässt sich aber feststellen, dass Apple-Events längst schon nicht mehr nur eingefleischte Apple-Fans in ihren Bann ziehen, sondern stattdessen nahezu jedes Nachrichtenmagazin detailliert über Apple-Gerüchte berichtet. Auch ohne ein Fachmagazin zu lesen ist den meisten ziemlich genau bekannt, was Apple wohl vorstellt.


Die gute alte Zeit?
Redaktionsintern haben wir genau diese Diskussion geführt. In den fast 15 Jahren, die es MacTechNews nun schon gibt, fanden zahlreiche wegweisende und einschneidende Ereignisse statt. Die MacWorld San Francisco 2003 mit Safari, WWDC 2003 mit dem neuen Power Mac G5 und Mac OS X Panther, die WWDC 2005 mit Ankündigung des Intel-Umstiegs... oder die MacWorld San Francisco 2007 mit dem ersten iPhone. In den letzten Jahren hingegen war der Markt bei weitem nicht mehr so beweglich wie damals. Es kommt erwartungsgemäß jedes Jahr ein neues iPhone, die Mac-Modellzyklen werden immer länger und auch bei OS X fallen die großen Sprünge aus, immerhin muss jedes Jahr eine weitere Version präsentiert werden. Aus diesem Grund fallen auch die Erwartungen bezüglich der Ankündigungen auf einem Apple-Event immer geringer aus.

Es gab damals einfach mehr zu tun
Die Aussage, vor zehn bis fünfzehn Jahren habe Apple noch regelmäßig größere Sprünge verkünden können, ist sicherlich richtig. Dafür war aber auch der simple Fakt verantwortlich, wie viele massive Baustellen es zu beseitigen gab. Die ersten Versionen von Mac OS X waren noch so unfertig, dass wegweisende Neuerungen schlichtweg erforderlich waren. So konnten Nutzer beispielsweise am Anfang nicht einmal CDs brennen. Auch die allgemeine Geschwindigkeit des Systems fiel bis zur Einführung von Quartz Extreme schmerzhaft aus. Apple konnte in rascher Folge wichtige neue Funktionen präsentieren - musste es aber auch, denn im Gegensatz zu heute waren Systeme und Produkte weitaus unfertiger.

Apple war ein Underdog, die Apple-Welt eine verschworene Gemeinschaft
Apple-Geräte sind heutzutage allerorts zu sehen. Das war in den Jahren vor dem iPod-Boom noch vollständig anders. Apple konnte Ende der 90er Jahre gerade einmal so der Pleite entkommen - die letzten getreuen Kunden verstanden sich als eingeschworene Gesellschaft. Alleine schon deswegen fieberte man mit, was der sympathische kleine Underdog aus Cupertino wohl gegen den bösen, alles dominierenden Riesen aus Redmond ins Feld führen würde. Jede noch so kleine Neuerung wurde gefeiert - ebenfalls ein Grund dafür, warum frühere Events gerne als spannender in Erinnerung blieben.

Steve Jobs war ein Meister der Präsentation
Auch wenn Tim Cook sicherlich einen sehr guten Job als CEO macht - ein Präsentationsgenie wie Steve Jobs ist er sicherlich nicht. Das "Reality Distortion Field" rund um Steve Jobs zog Zuschauer in den Bann und es war nahezu egal, was Jobs ankündigt, es hörte sich wie die wichtigste Revolution aller Zeiten an. Jobs konnte sprichwörtlich einem verdurstenden Mann in der Wüste Sand verkaufen. Dieser Unterschied in den Präsentationen fällt normalen Nutzern vermutlich gar nicht auf. Apple-Fans hingen zu Jobs-Zeiten hingegen besonders gebannt dem ehemaligen CEO an den Lippen.

Diversifizierung = mehr uninteressante Sachen
In den Anfangstagen von MacTechNews stellte Apple den Mac her. Und damals nur den Mac. Wer sich dafür interessierte, den betrafen auch alle Neuerungen aus dem Hause Apple. Dann kam der iPod. Dann das iPhone. Dann das iPad. Dann die Apple Watch. Irgendwann wohl das Apple-Auto. Mit jeder neuen Produktkategorie halten aber auch zwangsläufig Neuerungen Einzug, die nicht jeden interessieren. Sprich: Immer häufiger kommt das Gefühl auf, Apple widme sich nicht mehr mit voller Energie den Sachen, die man selbst am liebsten unter Hochdruck weiterentwickelt sähe. "Vernachlässigung einer Produktkategorie" ist spätestens seit dem Erfolgszug des iPods ein häufig geäußerter Kritikpunkt in den Foren. Wer sich heutzutage nur für den Mac interessiert, muss auf einer Keynote zum größten Teil Mac-fremde Themen verfolgen. Der Eindruck, es sei weniger spannend, kommt dabei automatisch.

Fazit... der Redaktionsdiskussion
Apple-Events waren vor einem Jahrzehnt noch ein größeres Erlebnis als heute. Ob dies allerdings Apples Schuld ist, sei einmal dahingestellt. Die Erwartungshaltung an Apple ist heutzutage so groß, dass komplett unfertige Lösungen nicht mehr auf den Markt gebracht werden können - und man es ebenso wenig als Innovation feiern würde, wenn massive Schwächen endlich beseitigt werden. Durch ganz neue Produkte und überraschende Neuerungen könnte Apple es allerdings dennoch schaffen, wieder die alte Faszination aufkommen zu lassen. Fragt sich nur, ob der heutige IT-Markt nicht so ausentwickelt ist, dass dafür kaum noch die Möglichkeit besteht. Eine Sache sollte man aber nicht vergessen: Auch damals gab es sterbenslangweilige Events, man denke nur an die Präsentation von "The Daily", Apples Bildungs-Event für Schulbücher, die Einführung des iMacs im Jahr 2004 oder Apple Expos in Paris, die weitgehend eine Wiederholung bekannter Dinge waren.

Kommentare

svenhalen
svenhalen07.09.16 13:56
Ich weiß noch, wie enttäuscht alle waren, als wieder kein Flatscreen-iMac präsentiert wurde...

Gerade der Effekt der Diversifizierung ist nachvollziehbar. Damals hatte ich noch das Gefühl, alles gebrauchen zu können, was präsentiert wird. Heute brauche ich nicht unbedingt ein MacBoob, wenn ich schon einen iMac und ein iPad habe und auch keinen iPod mehr, seitdem es das iPhone gibt.
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Mostindianer07.09.16 13:57
Vielleicht das: Früher war ein Keynote-Abend wie ein Kinobesuch mit Popcorn. Schloss mich in mein Zimmer ein, hatte auf meinem Rechner sicher 10 Browsertask mit Tickern geöffnet und wechselte jeweils hin und her.

Heute, ich in den 30ern, gehe Mittwochabend mit Kollegen ein Bierchen trinken, vielleicht kommt auch die Apfel-Diskussion, aber ich bin sehr gelassen. Beim Nachhauseweg schaue ich die Ticker/Forumsbeiträge an, vielleicht noch einen Teil des Keynote-Streams, aber auch hier alles ohne grosse Vorbereitung.

Fazit: Wir werden halt alle ein wenig älter und gelassener und wir wissen: Ein One More Thing wie der Macintosh, der iMac, die iLife Suite, der iPod, iPhone etc. wird es nur alle 5 bis 6 Jahre geben, und nicht wie von jungen Fans immer herbeigehofft jedes Jahr.
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coffee
coffee07.09.16 13:58
Guter Kommentar. Bringt die Situation ziemlich exakt auf den Punkt. Vielen Dank 👏
Simplicity is the ultimate Sophistication (Steve Jobs)
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MW_Mactechnews
MW_Mactechnews07.09.16 14:00
Nicht zu vergessen!
Wir wissen ja alle genau was kommt / Bilder und Details sind vorher bekannt - vor 10 Jahren war das noch vollkommen unbekannt was erscheint.
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nahtanoj9607.09.16 14:09
Bei mir ist es gefühlt auch hauptsächlich die vorherige Verfügbarkeit und vor allem Treffsicherheit von Gerüchten. Vielleicht ist die gar nicht anders als früher und ich habe es damals einfach nicht mitbekommen. Keine Ahnung. Ich hörte früher jedenfalls regelmäßig Sachen während der Keynote zum allerersten Mal. Das ist natürlich (egal, was man da hört) spannender, als heute Abend zu hören, dass die Klinkenbuchse wegfällt.
Und selbstverständlich ist die Einführung einer neuen Produktkategorie spannender als ein kleines Hardware Upgrade.
Ich werde heute Abend vermutlich nicht zuschauen/mitlesen, sondern einfach wenig später die Zusammenfassungen lesen. Spart Zeit, kommt auf's gleiche hinaus. Nur die kindliche Freude fehlt.
Da kann ich also Mostindianer nur zustimmen
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KLX07.09.16 14:12
"Heute brauche ich nicht unbedingt ein MacBoob"

Weißt du da näheres über diese MacBoobs? Die könnten mich interessieren...
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sonnendeck07.09.16 14:21
Man merkt Apple an das es von einem einkaufsspezialisten geführt wird, ein Apple vor 10 oder 20 Jahren hatte immer Hardware die State of the Art waren, ein Apple vor 10 Jahren hätte sich sicherlich nicht VR entgehen lassen, ein Apple vor 10 Jahren wäre schon längst Streaming Dienstleister wie netflix, ein Apple vor 10 Jahren hätte schon längst ein UHD fähiges Apple TV usw .... Die haben schlicht und einfach ein Innovation Problem das sie mit immer weiteren Auf Splitten der Produkt Reihen kompensieren wollen
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Blechkopp07.09.16 14:27
Prima analysiert! Hoffentlich lesen das auch ein paar von den Meckerfritzen.
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lphilipp
lphilipp07.09.16 14:28
Gute Analyse. - Apple war eben am Anfang hauptsächliche eine von mehreren Computerfirmen mit eigener Technik und eigenem Betriebssystem. Dann gab es nur noch einen "Gegner" - Windows. Windows war für die Bürostuhldrücker und Apple für die "Kreativen" - "klein aber fein". Und jetzt ist Apple nach Aktien gemesssen die wertvollste Firma der Erde.
Wir sind nicht mehr die kleine exclusive Gemeinde ....
Man muß sich Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen! Albert Camus (Il faut imaginer Sisyphe heureux)
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lphilipp
lphilipp07.09.16 14:36
sonnendeck
..., ein Apple vor 10 oder 20 Jahren hatte immer Hardware die State of the Art waren, ein Apple vor 10 Jahren hätte sich sicherlich nicht VR entgehen lassen, ein Apple vor 10 Jahren wäre schon längst Streaming Dienstleister wie netflix, ... Innovation Problem das sie mit immer weiteren ...

Eben nicht!!! Apple hat sich nicht auf jeden vorübergaloppierenden Esel geschwungen! Und Apple-Rechner waren nicht durchweg "state of the art"!
Man muß sich Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen! Albert Camus (Il faut imaginer Sisyphe heureux)
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RyanTedder
RyanTedder07.09.16 14:39
Ich finde die Präsentationen mittlerweile noch spannender als Früher. Die Technik ist soweit das Jahr für Jahr Dinge kommen von denen man früher nur geträumt hat. Ich kann das ständige Gejammer nicht verstehen
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Legoman
Legoman07.09.16 14:41
Möglicherweise ist es auch ein ganz normaler Abnutzungseffekt in Verbindung mit gesteigerter Erwartungshaltung.
Wenn ich jedes Jahr in den Heidepark fahre, werde ich irgendwann auch sagen "ach komm, die Holzachterbahn ist irgendwie total langweilig geworden. Früher hat es einfach viel mehr gekribbelt im Bauch, ich war total aufgeregt und es war eine total irre fahrt. Heute ist sie irgendwie fade."
Aber dann wäre wohl ein Rückschluss auf eventuell nachlassende Qualität der Achterbahn völlig verkehrt.
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Mac-Trek
Mac-Trek07.09.16 14:46
KLX
"Heute brauche ich nicht unbedingt ein MacBoob"

Weißt du da näheres über diese MacBoobs? Die könnten mich interessieren...

@KLX: Willst Du wirklich zwei angebissene Äpfel vor Dir hertragen?
Live long and *apple* . Mögliche Rechtschreibfehler und grammatikalische Entgleisungen sind Gratisgeschenke. Jegliches Nörgeln ist Energieverschwendung >:-]...
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cab07.09.16 14:47
Naja, früher gab es aber wirklich mehr faszinierende Sachen vorzustellen. Wenn ich an heute Abend denke, ist das spektakulärste wohl dass wieder einmal etwas essentielles weggelassen wird: Der Klinkenstecker. Folglich brauch man künftig Adapter, wie all zu oft, oder neue Kopfhörer die diesen neuen Krams unterstützen. Also erstmal nahezu Null. Und wie ich Apple kenne, wird sich da auch nicht viel weiter tun, weil entweder das neue Zeugs so übertrieben aufwändig oder teuer ist oder oder oder.

Man erinnere sich noch an all die "zukunftsweisenden" neuen Schnittstellen, die Apple mit viel Getöse eingeführt und bald darauf wieder fallen gelassen hat. Sogar Thunderbolt ist heute quasi tot bei Apple.
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karlimann
karlimann07.09.16 14:55
Man sollte auch nicht vergessen: nicht die User haben Jobs heilig gesprochen.

Das waren ganz klar die Medien. Der Hype um his Steveness wurde ganz sicher durch die vielen Artikel der "Fachpresse" und Onlinemedien erzeugt. Klar gibt es ein paar beinharte Fans, aber die hätten alleine niemals dieses Echo erzeugt.
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cheesus1
cheesus107.09.16 14:57
Es stimmt schon, dass Steve Jobs einen großen Anteil am Zauber der Keynotes ausgemacht hat. Aber...

Mich hat ehrlich gesagt schon lange nix mehr von Apple vom Hocker gehauen. Früher gab es noch echte, nützliche Innovationen, wie z.B. Quicklook, Mission Control, Spotlight, Time Machine, die Magic Maus... und natürlich den iPod und das iPhone.

Heutzutage verliert man sich in Kleinigkeiten wie Tags, großen Emojis oder noch dünneres Hardware-Design. Wichtige Baustellen wie z.B. OnlineSpeicher machen andere wie z.B. Dropbox besser. Das Design von Mac OS stinkt meiner Meinung nach sogar gegen das Kacheldesign von Windows 10 ab. Apropos:
1 Betriebssystem für alle Geräte? siehe Windows!
Besserer Smartwatchdesign? Nimm die Samsung Gear.
Besseres, durchdachteres Flatdesign? Hat Google Material Design.
Wasserdichtes Smartphone? Gehst Du zu Samsung oder Sony.

Dazu kommen Design Fails, wie der schlecht erweiterbare Mac Pro oder die Aufladebuchse auf der Unterseite der neuen Magic Maus. Adapterwahnsinn, nicht erweiterterer Speicher bei MacBooks, usw. usw. Ich könnte noch stundenlang weitere Beispiele aufzählen...

Fazit: Apple muss endlich mal wieder aus den Puschen kommen und seinen Fokus auf benutzerfreundliche Innovationen legen. Es kann doch nicht sein, dass Apple von allen Seiten überholt wird.
Ja, früher war vieles besser!
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tk69
tk6907.09.16 14:59
Wenn die Medien die Infos der Möchtegern-Vorhersager mal nicht "abdrucken" würden, dann wäre zumindest eine Quelle weg. Dann wäre durchaus die Keynote auch wieder überraschender. Gut, man kann die ganzen News zuvor ignorieren. Aber in der sensationslüsternen Welt kann man sich dem nicht immer entziehen. Die Medien pfeifen drauf und posten, was das Zeug hält, nur um die Klick- und Kauf hochzuhalten.
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Ndugu
Ndugu07.09.16 15:15
Ach Quatsch - die Show ist einfach schlecht. Der Aufwand für die Keynotes wird immer größer, die Witze immer gewollter, die High Fives immer höher. Das alles ist so überladen wie Microsoft Word.

Dagegen früher:
Ein Mann im Rollkragenpulli auf einer Bühne. Nur er und das Gadget. Das war Showbusiness, denn es war nicht irgendein Mann und nicht irgendein Gadget.

So etwas muss man natürlich auch können. Und Apple kann es nicht mehr.
These things are uuugly!
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kommunikatio
kommunikatio07.09.16 15:23
Schaut mal bei Amazon unter iPhone 7.....
Es gibt keinen tieferen Sinn.
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marco m.
marco m.07.09.16 15:23
cheesus1
Das Design von Mac OS stinkt meiner Meinung nach sogar gegen das Kacheldesign von Windows 10 ab. Apropos:
1 Betriebssystem für alle Geräte? siehe Windows!
Besserer Smartwatchdesign? Nimm die Samsung Gear.
Besseres, durchdachteres Flatdesign? Hat Google Material Design.
Wasserdichtes Smartphone? Gehst Du zu Samsung oder Sony.
Alles gut und schön, aber niemand von denen bietet mir iOS, oder Mac OS. Und nichts ist sicherer, einfacher zu bedienen, und bekommt regelmäßige Updates. Da beißt die Maus keinen Faden ab.
Und wenn man die "ganzen Fails" mit den anderen vergleicht, dann ist das alles nur ein Furz im Gebirge. In den letzten beiden Abschnitten bin ich allerdings bei dir.
Mostindianer
Früher war ein Keynote-Abend wie ein Kinobesuch mit Popcorn. Schloss mich in mein Zimmer ein, hatte auf meinem Rechner sicher 10 Browsertask mit Tickern geöffnet und wechselte jeweils hin und her.

Heute, ich in den 30ern, gehe Mittwochabend mit Kollegen ein Bierchen trinken, vielleicht kommt auch die Apfel-Diskussion, aber ich bin sehr gelassen.
Da bin ich anders.Ich kratze schon an der 40, aber ich schaue das nach wie vor immer an. Und heutzutage Live-Stream auf Apple TV, oder iPad hat schon was.
Chevy Chase: Twenty years ago, we had Steve Jobs, Johnny Cash and Bob Hope. Now we have no jobs, no cash, and no hope. Please, don't let Kevin Bacon die!
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TorstenW07.09.16 15:31
Für mich ist auch ganz eindeutig die Treffsicherheit der Gerüchte vorher der klar entscheidende Punkt, wieso fast alle Keynotes mittlerweile so langweilig geworden sind, dass mich ein Großteil gar nicht interessiert.
Ich werd heute eh bis 20 Uhr arbeiten, und dann werd ich 10 Minuten investieren um ne Zusammenfassung zu überfliegen, wenn ich wieder zu Hause bin. Im sicheren Bewusstsein, dass mich vmtl nix überrascht oder triggert..

Ansonsten gehe ich auch mit einigen Dingen aus dem Artikel nicht wirklich konform..
"früher gab es mehr zu tun"?.. Ich hatte noch nie das Gefühl, dass Apple so viele Baustellen hatte, wie zur Zeit. Quasi sämtliche Hardware ist mehr als reif erneuert zu werden. Ich kann mich an keine Zeit in den letzten 10 Jahren erinnern, in der Apple soviele Produkte vernachlässigt hat.. Früher gab es mal "early" und "late" Macbooks in einem Jahr.. jedes Jahr einen neuen MacPro.. aktuell sind die meisten Apple Produkte über ein Jahr alt. Im letzten Jahr wurde einfach überhaupt nichts Spannendes vorgestellt. Die letzte spannende Keynote ist einfach Jahre her..

Dazu kommen noch solche Dinge wie Verfügbarkeit. Früher hieß es bei den meisten neuen Produkten. "It's available.. today!".. Heutzutage sind es meist Wochen bis Monate bis zum wirklichen Release. Wieso sollte ich mich also live vor irgendeine Keynote setzen, wenn ich auch in Ruhe in der nächsten Woche mir die News durchlesen kann? Der ganze "Hype" fällt für mich doch schon dadurch weg..

Und die wirklichen Neuigkeiten fallen halt auch zumeist raus. Ja, es wird ein neues iPhone geben, es ist zu 90% wie das alte, ja, es wird (demnächst) neue MacBook Pros geben, sie werden zu 90% wie die alten. Es gibt immer ein kleines Lock-Feature um einen gewissen Kaufanreiz zu bieten, aber so wirkliche "Holy-Shit, was hat Apple da wieder erfunden"-Momente, hatte ich seit dem MacPro nicht mehr. Und das war eher negativ..
Ich weiß noch wie Steve das MacBook Air aus dem Papierumschlag gezogen hat und ich dachte "okay... das hat die Welt so auch noch nicht gesehen".
Früher hatte man einfach öfter das Gefühl überrascht zu sein. Heute sind alles minimale Updates die zum größten Teil zu erwarten sind. Deswegen sind für mich die Keynotes total langweilig geworden..
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Wacholderpolka07.09.16 15:35
Für mich ist einzig und allein die verbissene Vorberichterstattung bei mactechnews dafür Verantwortlich, dass die Leute "Laaaaangweilig" rufen, weil sie vorher wochenlang jedem kleinen Informationshappen hinterhergehechelt sind.

Es gibt auch immer Kinder, die vor Weihnachten versuchen, die Geschenke zu finden und sind hinterher am Weihnachtsabend irgendwie unglücklich, weil das neue Spielzeug zwar eigentlich toll, aber irgendwie nicht mehr überraschend war.

Apple stellt tolle Sachen vor, aber die Leute haben sich den Spaß vorher schon genommen.

So, muss ich jetzt noch erwähnen, dass das Ganze zwar im Grunde schon so gemeint ist, aber natürlich extra übertrieben wurde?

Mactechnews lese ich gerne, versuche aber in der Tat vor den Apple Präsentationen nicht alle Gerüchte zu lesen. Dumm nur, dass man sich dem kaum noch entziehen kann. Das war 'früher" besser, als es noch keine Sau interessierte, was Apple da machte
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svenhalen
svenhalen07.09.16 15:36
KLX
"Heute brauche ich nicht unbedingt ein MacBoob"

Weißt du da näheres über diese MacBoobs? Die könnten mich interessieren...

Verdammt... da ist wieder mal die Phantasie mit mir durchgegangen
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derguteste
derguteste07.09.16 15:46
Ich glaub einfach früher war die Geheimhaltung effizienter bzw sicher auch einfacher. Jetzt wissen wir eigentlich schon Wochen voraus was im Groben kommt. Da gibts halt weniger Überraschungen.
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piik
piik07.09.16 15:51
Die Antwort auf die Frage ist ein Akronym: SJ
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macbeutling
macbeutling07.09.16 15:53
Ich stehe nach wie vor auf die Produkte, bislang hat mich, auch unter Tim Cook, keine Keynote so richtig enttäuscht.
Natürlich sind die Vorzeichen heute anders als vor 10 Jahren: alleine durch das iPhone ist die gesamte Supply-Chain so groß geworden, dass neue Produkte recht früh das Licht der Öffentlichkeit erblicken und so die ganz große Überraschung ausbleibt.
Bei der AppleWatch hat es dann mal wieder geklappt...

Ach ja, wie hat man früher die Keynote genossen: Browser auf und 4 Fenster nebeneinander (Tabs gab es ja erst später) und heute?

Gleich ganz lässig auf dem AppleTV live gestreamt.

Das einzige was mich seit 3-4 Jahren tierisch stört ist das ewig gleiche, weich gespülte, politisch korrekte und austauschbare Gelaber der Vortragenden. Kein Platz für Individualität oder Menschlichkeit, schon gar nicht Schwäche.
Das war unter SJ deutlich anders, der hat gesagt und getan was er wollte und dachte und das passte immer. Der geborene Showmaster eben.
Glück auf🍀
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DP_7007.09.16 16:04
Früher wurde manchmal ebenfalls ewig Software vorgeführt und es gab genau wie heute nicht jedes Jahr was Bahnbrechendes. Das vergisst man häufig und meint dann unter SJ wäre dies anders gewesen. Klar, er war ein begnadeter Verkäufer und ein Präsentationsgenie aber früher gab es genug Keynotes mit neuen Farben beim iPod, neue Versionen von iLife, bisschen mehr Speed bei iMac usw.
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Mia
Mia07.09.16 16:07
Immer dieses selbe gejammer...
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Thyl07.09.16 16:39
Also irgendwie finde ich das nicht. Ich weiß nicht, was ich genau finden soll, aber zu dem obigen ist meine persönliche Meinung:

-Mehr zu tun: Nun ja, Apple nahm ein hervorragendes Betriebssystem (NeXTSTep) und hat es Jahre lang verschlimmbessert. Aufregend fand ich das schon, aber nicht wie Ihr es meint. Einige Sachen gibt es immer noch nicht.

-Mehr zu tun II: Und seid Ihr der Meinung, jetzt wäre viel getan? War es nicht so, dass auch früher Sachen kamen, die neu und überraschend waren UND dann Erfolge wurden? Also nicht "zu tun", sondern "überraschend"? Und heute? iBeacon, Homekit, CarPlay, durchaus spannend, aber die Dämpfung der Erregung kam schleichend und postwendend, als aus all dem nix Gescheites wurde, und das dämpft die Erwartungen an die Zukunft.

-Verschworene Welt: Na ja, als NeXTStep-Anwender kam ich von hohem Niveau und war sicher nicht mit den veralteten Apple-Anwendern verschworen. Dennoch kamen dann überraschend und gute Technologien. Notfalls zähneknirschend, wie bei Carbon. Und heute? Swift als Anschleimung an den Mainstream.

-Jobs als Präsentator: fand ich nie besonders. Nur was er präsentierte, das war besonders.
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nova.b07.09.16 16:52
Ich erinnere mich aber auch, dass ich fast jedesmal frustriert war, wenn wieder mal eine sinnvolle Festplattengröße oder Ausstattung unglaublich teuer und für mich nicht zu bezahlen war. An dieser Politik hat sich bis heute nichts geändert... so hatte ich mich lange mit immer zu kleinen Festplatten durchs Leben gehangelt...
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