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Intels neue Mobilchips übertreffen den M5 – das dürfte sich bald wieder ändern

Intels aktuelle Mobilprozessoren der Serie Intel Core Ultra Series 3 ("Panther Lake") können hinsichtlich ihrer Performance durchaus punkten. Fünf Jahre nach der Ankündigung im Rahmen des Plans, wie man verlorenes Terrain zurückgewinnen wolle, sind die Chips inzwischen auch in ersten Notebooks verbaut. Derzeit machen Schlagzeilen die Runde, dass es Intel gelungen sei, sogar den M5 deutlich zu schlagen. Ohne die Leistungsfähigkeit der Intel-Prozessoren in Abrede stellen zu wollen, muss man hier aber etwas genauer hinsehen. Einerseits geht es nur um die Multicore-Leistung, dann nur um den Basis-M5 – und bis zum Erscheinen des M5 Pro und M5 Max dürfte ebenfalls nicht mehr viel Zeit vergehen.


Performance im Vergleich: Core Ultra X9 vs M5 vs M4 Pro
Mit 1285 Punkten in Cinebench 24 steht der Core Ultra X9 388H in der Tat weit vorn und übertrifft den M5 um immerhin 360 Zähler. Allerdings schafft der M4 Pro des Vorjahres bereits 210 Punkte mehr. Dem genannten Intel-Chip stehen vier Performance-, acht Effizienz- und vier "Low Power"-Kerne zur Verfügung. Der M5 baut indes auf vier Performance- und sechs Effizienz-Cores. Unter Last zog der Intel-Chip im Test bis zu 70 Watt, der M5 jedoch nicht mehr als 40 Watt. Folgendermaßen sahen die Ergebnisse aus:


Die Benchmarktest von Wired

Durchaus ein Erfolg – der jedoch relativiert werden muss
Während es durchaus als Erfolg zu bezeichnen ist, einen Snapdragon X Elite ganz deutlich zu schlagen, vor allem bei der Grafikleistung, sieht es im Vergleich mit Apples Chips weniger klar aus. Beim Core Ultra X9 388H handelt es sich nun einmal schon um die Top-Ausführung, wohingegen selbst der M5 Pro bald mit großem Abstand vorbeiziehen dürfte, vom M5 Max gar nicht zu sprechen.

Zudem bleiben die Schwächen in der Single-Core-Performance bestehen – und das mit mehr Kernen zu kompensieren, geht mit höherer Leistungsaufnahme einher. Gefertigt wird der Chip übrigens im neuen 18A-Verfahren, dies in Intels jüngst errichtetem Werk in Arizona. Wie es in Kommentaren heißt, darf sich Intel aber auf die Schultern klopfen, denn selbst in Reichweite eines aktuellen Apple-Chips zu kommen, sei bereits als Befreiungsschlag zu werten.

Kommentare

Nebula
Nebula27.01.26 10:23
Die Leistungsvergleiche sind wertlos, wenn man nicht auch den Energiebedarf berücksichtigt. Schnellere Chips gab es schon immer, die wichtigste Frage bei einem Mobilchip ist aber, wie lange der Akku damit durchhält und ob sie die Leistung ohne Lüftergetöse abrufen können. Das macht die Apple-Chips ja so attraktiv und angenehm. Da drehen die Lüfter ja nur auf, wenn man wirklich längere Zeit Leistung abruft. Bei den letzten Intel-MacBooks reicht ja das Mail-Programm, damit sie "ready for takeoff" sind. Der Wattvergleich bei Spitzenleistungen ist nicht praxisnah. Wie sieht denn der Vergleich bei normaler Nutzung aus?
»Wir sind hier, um eine Delle im Universum zu hinterlassen.« – Steve Jobs
+21
maculi
maculi27.01.26 10:45
Bei der Single-Core Leistung ist auch der M4 deutlich schneller. Und dann einfach nur viele Kerne einbauen? Klar, viel hilft viel, allerdings steigt dann auch der Strombedarf und die Abwärme. Sorry intel, aber mich kann euer Paket nicht überzeugen. Ich bleib bei meinem M4 Mini.
+6
MLOS27.01.26 11:01
Spätestens mit den 2-nm-Chips sind die Intel-Chips wieder ganz weit hinter den Apple-Chips.
+1

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