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„Gut für den Kreativprozess“: Serienmacher lobt Apple für Feedback zu Inhalten

Die Vorbereitung für Apples im November gestarteten Serien-Streamingdienst verlief nicht ohne Nebengeräusche. Berichte sprachen von kreativen Differenzen zwischen dem Unternehmen und einigen Serienmachern, die schlussendlich in Einzelfällen zum Rücktritt des jeweiligen Serien-Verantwortlichen geführt haben sollen. Apple fordere allzu familienfreundlichen Content und mische sich in die kreative Arbeit ein, so die Kritik. Tim Cook und andere Mitglieder von Apples Führungsriege stritten die Vorwürfe stets ab.

Rob McElhenney von Apples neuer Serie „Mythic Quest: Raven's Banquet“ hat sich in einem Interview positiv bezüglich der Zusammenarbeit mit Apple geäußert. Das Unternehmen sei „wirklich hilfreich für den Kreativprozess“. Er empfand die Zusammenarbeit als belebend.


Apples Feedback gut für die Qualität der Serien
McElhenney fungiert in seiner Doppelrolle als Serienmacher und Hauptdarsteller der Serie „Mythic Quest: Raven's Banquet“ als treibende Kraft der Produktion. Apple arbeite auf ähnliche Weise mit dem Produktionsteam zusammen wie das FX Network, bei dem McElhenney für „It’s Always Sunny in Philadelphia“ sowohl vor als auch hinter der Kamera aktiv war. Das Unternehmen äußere Anmerkungen zu inhaltlichen Dingen sowie dem gesamten Produktionsprozess und mache hin und wieder Unmut über bestimmte Aspekte deutlich, bei denen es anderer Meinung als das Produktionsteam ist. Am Ende treffen jedoch McElhenney und die anderen Serien-Verantwortliche die Entscheidungen hinsichtlich der Serienausrichtung, so der Bericht.

McElhenney beschreibt die von manchen Seiten als „Einmischung“ beschriebene Beteiligung Apples an den Produktionen als belebend für den Kreativprozess. Zwar gebe es die weitverbreitete Meinung, dass die jeweiligen Serienmacher immer am besten wüssten, was zu tun ist. Diese Einstellung sei jedoch gefährlich, da die Qualität des fertigen Produkts leide, wenn es keine Gegenstimmen gebe. Daher höre er sich das Feedback von Apple oder sonstiger Sender immer an, denke darüber nach und entscheide dann, wie es weiter geht. Alle Produzenten von Apple-Serien, mit denen er sprach, zeigten sich sehr zufrieden mit dem Start ihrer Formate, so McElhenney.

Kommentare

BG-On09.01.20 14:56
Apple fordere allzu familienfreundlichen Content und mische sich in die kreative Arbeit ein, so die Kritik. Tim Cook und andere Mitglieder von Apples Führungsriege stritten die Vorwürfe stets ab.

Die bisher veröffentlichten Serien, unterstützten Apple Aussage ja auch deutlich.
+3
erikhuemer
erikhuemer09.01.20 15:40
Egal was alle immer herummosern, wir fanden „See“ und „Morning Show“ großartig.

„Morning Show“ war spannend, „See“ verstörend aber/und sehr beeindruckend. Und „verstörend“ kann ja auch gut sein, weil es dienen aus der Komfort-Zone reißt. Ich bin sehr zufrieden bis jetzt.

Und zumindest „See“ ist alles andere als typisch amerikanischer Familiencontent. Einen Cunnilingus würde man nicht mal bei uns im Hauptabendprogramm zeigen, oder?
Der Fortgang der wissenschaftlichen Entwicklung ist im Endeffekt eine ständige Flucht vor dem Staunen. Albert Einstein
+4
BarbedAndTanged09.01.20 17:41
Bis jetzt haben mir alle Apple Serien ziemlich gut gefallen. Und von Zensur kann ich eigentlich auch nichts erkennen. Es wird dargestellt was der Handlung dient ohne das es zu effekthaschend daherkommt.
Ich freue mich schon auf die nächsten Serien.
+3
Pixelmeister10.01.20 14:02
Ich habe "Dickinson" geguckt und fand die Serie (die ja bei der TV+-Berichterstattung meistens unter den Tisch fällt) sehr gut. Der Kontrast aus teils moderner Sprache und Musik zum restlichen Setting fand ich ganz erfrischend und die Darsteller gut ausgesucht. Hoffentlich kommt da eine weitere Staffel.
0
sierkb11.01.20 05:13
MTN
Die Vorbereitung für Apples im November gestarteten Serien-Streamingdienst verlief nicht ohne Nebengeräusche. Berichte sprachen von kreativen Differenzen zwischen dem Unternehmen und einigen Serienmachern, die schlussendlich in Einzelfällen zum Rücktritt des jeweiligen Serien-Verantwortlichen geführt haben sollen.
[…]

Seit gestern ein weiterer Fall von Rückritt eines Ausführenden Produzenten, nebst Nicht-Austrahlung der Produktion bei Apple TV+:

The Hollywood Reporter (10.01.2020): Oprah Winfrey Steps Away From Russell Simmons Accuser Doc, Pulls From Apple TV+ (Exclusive)
The high-profile documentary is scheduled to premiere at the Sundance Film Festival later this month.
The Hollywood Reporter, 10.01.2020
Oprah Winfrey is stepping away from a documentary that centered on a former music executive who has accused Russell Simmons of sexual misconduct.

The film has been among the highest profile doc projects set to premiere at the Sundance Film Festival later this month. Winfrey, who until now had served as an executive producer on the film, planned to air it on Apple TV+ following the festival.

“I have decided that I will no longer be executive producer on The Untitled Kirby Dick and Amy Ziering documentary and it will not air on Apple TV+," Winfrey said in a statement to The Hollywood Reporter. "First and foremost, I want it to be known that I unequivocally believe and support the women. Their stories deserve to be told and heard. In my opinion, there is more work to be done on the film to illuminate the full scope of what the victims endured, and it has become clear that the filmmakers and I are not aligned in that creative vision. Kirby Dick and Amy Ziering are talented filmmakers. I have great respect for their mission but given the filmmakers’ desire to premiere the film at the Sundance Film Festival before I believe it is complete, I feel it’s best to step aside. I will be working with Time’s Up to support the victims and those impacted by abuse and sexual harassment.”
[…]
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