Canon EOS R im Praxistest – Spiegellos in die Vollformat-Zukunft

Der RF Objektivanschluss und die Objektive – Das Pfund, mit dem Canon künftig wuchern kann

Während viele Tester von der EOS R irgendwie ein bisschen enttäuscht zu sein scheinen, weil die Japaner nicht gleich einen EOS-1-Killer, sondern eher ein spiegelloses Mittelding zwischen EOS 6D und 5D gebracht haben, und weil es funktional einige deutliche Nachteile gegenüber der Konkurrenz gibt (wie beispielsweise den 4K Video-Crop der EOS R), ist man sich bei den neuen RF-Mount Objektiven und dem zugehörigen Objektivanschluss weitgehend einig, dass Canon hier alles richtig gemacht hat. Auch dem schließe ich mich an.

Der neue RF-Mount bedeutet eine der einschneidendsten Umstellungen in Canons Vollformat-Strategie seit der Einführung des EOS EF-Mount 1987. Dabei ist gar nicht so viel anders, als zuvor. Vor allem der vergleichsweise große Durchmesser des Bajonett-Anschlusses von 54 mm wurde beibehalten. Nur das Auflagemaß wurde wegen des Wegfalls des Spiegels auf 20 mm deutlich verkürzt und neue elektronische Anschlüsse für bessere/schnellere Datenkommunikation und mehr Zukunftssicherheit sind hinzugekommen. Mehr dazu in diesem Artikel.) Canon hat damit – ähnlich wie Nikon mit ihren neuen Z-Mount – deutlich mehr Entwicklungsspielraum für Optiken, als beispielsweise Sony oder das neue L-Mount Konsortium. Das heißt nicht, dass die Anderen keine guten Objektive für ihr System bauen können. Es heißt nur, dass Canon (und Nikon) etwas mehr „Luft“ an bestimmten Ecken und Enden haben, was zu Objektivkonstruktionen führen kann, die andere so nicht verwirklichen können. Die besten Karten hat hierbei Nikon in der Hand, gefolgt von Canon.



Die ersten vier zum Start erhältlichen Objektive sind ein Anzeichen dafür, dass sich Canon mit dem RF-Mount viele interessante Möglichkeiten eröffnet hat. Seien es besonders kompakte Objektive, sehr lichtstarke, oder aber optisch besonders überragende.

Die vier Startangebote für die EOS R sind:

RF 24-105mm f/4 L IS USM – €1.199
RF 28-70mm f/2 L USM – €3.249
RF 50mm f/1.2 L USM – €2.499
RF 35mm f/1.8 Macro IS STM – €549

sowie
Mount Adapter EF-EF-EOS R – €109
Control Ring Mount Adapter EF-EF-EOS R – €219
Drop-In Filter Mount Adapter EF-EF-EOS R (V-ND) – €449


Für den Test habe ich mir bewusst das 24-105 mm Zoom und das günstige 35 mm ausgesucht. Auf das beeindruckende 50 mm f/1,2 haben sich eh schon alle anderen gestürzt. – Verständlicherweise. Das 28-70 mm f2,0 ist zwar ebenfalls eine beeindruckende Konstruktion, aber sehr teuer, sehr schwer, groß und im Weitwinkel leider auf 28 mm begrenzt. Wer das Glück hatte, dieses Objektiv schon mal testen zu können, zeigte sich aber von der überragenden Abbildungsqualität beeindruckt. Mich interessierte in erster Linie ein möglichst flexibles Allround-Zoom und eine kompakte Festbrennweite.


Die Objektive sind äußerst überzeugend. Das 24-105 ist zwar trotz Mirrorless ein ganz schöner Bolide, der das Gewicht samt Kamera auf satte 1.405 g treibt, begeistert aber mit ausgezeichneten optischen Eigenschaften, einem super-schnellem AF, flüsterleisem IS und einer ganz tollen Haptik und Verarbeitung (mit Ausnahme des zu leichtgängigen und etwas schwammigen Control Ring). Nicht zuletzt deckt es mit seinem Brennweitenbereich bei durchgängiger Lichtstärke f/4 ein riesiges Einsatzspektrum ab. Gute Entscheidung von Canon, von Anfang an ein solches Allround-Talent anzubieten. Die Makro-Eigenschaften des RF 24-105 könnten etwas besser sein. Die maximale Vergrößerung beträgt 0,24x bei ca. 45 cm Motivabstand.


Auch das RF 35mm f/1,8 ist eine gute Wahl. Es hat zwar keine L-Designation (Canons Top-Objektive, mit „L“ und einem roten Ring gekennzeichnet), bietet aber dennoch eine ausgezeichnete optische Leistung, verbunden mit hoher Lichtstärke, geringem Gewicht und gewissen Makro-Fähigkeiten. Sogar ein IS ist an Bord. Schade nur, dass Canon ihm keinen Micro USM Motor für den AF spendiert hat. Der AF im 35er ist etwas laut, nicht super schnell und einfach nicht mehr zeitgemäß. Auch nicht für den Preis. Dafür entschädigt es mit Makro 1:2 (0,5x Vergrößerung bei 17 cm Motivabstand. Im Test hatte die Kamera damit allerdings manchmal Probleme, Objekte bei sehr geringer Distanz zu fokussieren, was sich erst durch manuelles Scharfstellen beheben ließ.

Beim RF 35 zeigt sich eine der Möglichkeiten des geringen Auflagemaßes. Das rückseitige Linsenelement ragt sehr weit in das Kameragehäuse und damit nahe an den Bildsensor heran. Das bedeutet geringere Verzeichnung ohne dafür aufwendige optische Korrekturen im Inneren durchführen zu müssen. Mit Klappspiegel wäre so ein Design undenkbar.


Leider gibt es noch keine konkrete Roadmap, die einen Ausblick auf künftige RF-Objektive bietet. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass Canon die Möglichkeiten des großen Bajonett-Durchmessers gut zu nutzen weiß.

Ich brauche wohl nicht näher zu erwähnen, dass ein weiterer Vorteil des RF-Mount darin besteht, nahezu alle bisherigen EF-Objektive mittels eines der drei verfügbaren Adapter uneingeschränkt weiter verwenden zu können. Manche kritisieren, dass Canon (wie auch Nikon) die Spezifikationen für den Mount (bzw. dessen Anschlüsse) nicht frei zugänglich macht. Das erschwert es Drittanbietern wie Sigma oder Tamron RF-kompatible Objektive herzustellen. Aber ich bin sicher, die Anbieter werden das – wie in der Vergangenheit – durch Reverse-Engineering schnell selbst herausfinden und eigene RF-taugliche Objektive anbieten.


Kommentare

Raziel115.12.18 09:19
Also ein wirklich hervorragender Test! Genau wie du geschrieben hast gibt es schon genug Berichte aber genau so ein „realistischer“ fehlt eignetlich.

Ich bin selbst Hobbyfotograf verwende eine 700D mit nem 50mm Fixbrennweite und bin damit extrem glücklich. Die Bilder die ich damit gemacht hab lassen nicht erkenne ob ich hier nun eine teure 2000€ Vollformat benutzt habe oder was anderes. Und am Ende interessiert es such niemanden mehr.

Oft hatte ich schon überlegt ob ich mir mal was „richtig gutes“ zulege aber das lässt sich schwer rechtfertigen. Besonders wenn ich sehe wie die aktuellste Sony Spiegellose zu hohem Preis von Kollegen auch nicht bessere Bilder macht (In dem Sinne, dass es am Ende auf das Motiv ankommt was ein tolles Bild erzeugt und nicht mehr Pixel oder weniger Rauschen).

In Wahrheit ist es sogar so, das ich die letzten Jahre die besten Bilder mit meinem iPhone gemacht habe. Wenn man damit gut umgehen kann und natürlich gute Motive findet, sind die Ergebnisse sogar nicht mehr unterscheidbar von einer „richtigen“ Kamera (ich wurde sogar öfters gefragt was ich für ein DSLR Setup dafür benutzt habe und musste dann sagen das ich die quasi spontan ohne Vorbereitung nur ein schnelles Foto mit meinem iPhone gemacht hab)

Damit will ich sagen das die hochwertigen Kameras natürlich Ihre Berechtigung haben, aber in der Praxis der nicht professionellen Anwender der Spezialnutzen den diese Geräte bringen, sich vermutlich selten rechtfertigen werden, wie im Bericht auch angemerkt.

Und wenn man schon nicht große Drucke erstellen will, die Bilder für Marketingzwecke in Hochglanz verkauft oder noch das kleinste Detail eines Bildes heraus-croppen will dann tut es auch was nicht hochpreisiges hervorragend.
+8
stiffler
stiffler15.12.18 10:34
Ein wirklich lesenswerter Test, schön geschrieben.
Ich kann mich auch den meisten Punkten anschließen. Eigentlich hatte ich die R als Nachfolger für meine 6D vorgesehen. Letztlich waren es aber Gewicht (ich wollte deutlich reduzieren) und natürlich auch der Preis (inkl. div. neuer Objektive ... GAS...) , die mich davon abhielten umzusteigen.
So ist es nach kurzer Erwägung einer Olympus doch die gerade erschienene Fuji X-T3 geworden. Was bin ich froh, das Teil macht doch jedesmal wieder Freude

Btw. die 2. SD-Karte ist wahrlich kein Muss, lernt man aber sehr schnell zu schätzen, wenn man denn einstellen kann, wie die Karten beschrieben werden. Eine IBIS fehlt mir aber auch hier leider.
To understand recursion you need to understand recursion
+2
Borbarad15.12.18 10:45
Interessant das auf die Videoseite so gut wie nicht eingegangen wurde.

Persönlich sind die Canon genauso wie die Nikon und ja auch die Sonys uninteressant - 35mm hin oder her.

Wenn dann wäre hier noch immer eine DSLR von schlage einer D850 einfach die bessere Wahl oder wenn man Mirrorless geht dann so genial wie die Leica SL.

Einzig die kommenden Panasonic S1(R) sind hier wirklich vielversprechend.

B
-6
barabas15.12.18 11:29
Ich kann hier Raziel 1 zu seinen Ausführung im wesentlichen nur beipflichten. Ich gehöre ebenfalls zu jenen die mittlerweile "normale" Bilder viel öfter nur noch mit dem iPhone bewerkstelligen und die grosse DSLR kommt meist nur noch dann zu Einsatz wenn ich bewußt fotografieren gehe. Die qualitativ sichtbaren Unterschiede bei Aufnahmen mit normalen Tageslicht und der Betrachtung in der Vollansicht auf dem Bildschirm sind hier nur sehr gering, werden dann allerdings doch umso gravierender je näher man sich der 100% Ansicht nähert. Hier hat auch heute noch die beste aktuelle Smartphonekamera selbst gegen Einsteiger DSLRs mit einer vernünftigen und noch nicht einmal der teuersten Optik einfach physikalisch bedingt noch Sichtbar das nachsehen.

Vielleicht nochmal ein Wort zum fehlenden zweiten Kartenslot,- hier hängt es eigentlich davon ab was das fotografisches Ziel ist. Befinde mich auf einer kurzfristigen organisierten Fotoreise, wie vor einigen Jahren zum Karneval in Venedig wo man ausser der Kamera und ein bisschen Verpflegung für diesen einen Tag kein weiteres Gepäck im Bus und somit auch keine externe Backupmöglichkeit mit sich schleppen kann, dann ist der zweite Slot der hier als internes Backup dient in der Kamera ein unabdingbares Muss! Streikt hier eine Karte, hat man ein Backup intern und verliert keine unwiederbringlichen Aufnahmen von einem Ort und einen Event den man so schnell nicht wieder erreicht.
Fotografiere ich hingegen im heimischen Umfeld mit Ausnahme von einmaligen Events, gerade bei Landschaft oder Architekturfotografie, also an Örtlichkeiten die ich praktisch jeden Tag wieder erreichen kann, spielt das keine grosse Rolle. Geht mal was schief, fährt man halt in den darauffolgenden Tagen mal wieder hin und wiederholt seinen Trip.
-1
ts-e
ts-e15.12.18 12:06
Die Überschrift ist schon sehr reißerisch!
Vergessen, das Sony schon länger spiegellose Vollformater im Angebot hat?
Ich sehe Canon und Nikon, auf dem falschen Weg. Warum müssen die Kameras so groß sein? Der Vorteil von Spiegellos ist doch, kleinere Bauweise, Objektive können auch kleiner und leichter konstruiert werden. Und die Preise die Canon und Nikon aufrufen, sind ja schlicht absurd!
Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, warst du nicht nah genug dran. Robert Capa
-8
sonorman
sonorman15.12.18 12:18
ts-e
Die Überschrift ist schon sehr reißerisch!
Vergessen, das Sony schon länger spiegellose Vollformater im Angebot hat?
Hättest Du mehr als nur die Überschrift gelesen, wüsstest Du, dass ich das nicht vergessen habe.
+5
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex15.12.18 12:53
ts-e
Der Vorteil von Spiegellos ist doch, kleinere Bauweise, Objektive können auch kleiner und leichter konstruiert werden.

Kameras ja, Objektive nur bedingt.
Sobald es lichtstark und technisch gut werden soll, braucht man Glas - mitunter einiges davon. Und das spiegelt sich unabdingbar in Größe und Gewicht wieder.
Schau dir die Sony GMs mit 2.8er Blende an. Die sind quasi exakt so groß wie das Canon und Nikon Pendant für DSLRs. Viel einsparen ist da nicht.

Anders sieht es aus, wenn einem kleine Anfangsblenden ausreichen, da lässt sich dann viel gewinnen, ja.

P.S.: Leica Linsen sind hier als Gegenbeispiel denkbar schlecht. Zwar klein und vollformattauglich, aber auch ohne Autofokus.
+3
becreart
becreart15.12.18 15:07
stiffler

sehr gute entscheidung! 😉
0
iDie
iDie15.12.18 16:20
Gammarus_Pulex
ts-e
Der Vorteil von Spiegellos ist doch, kleinere Bauweise, Objektive können auch kleiner und leichter konstruiert werden.

Kameras ja, Objektive nur bedingt.
Sobald es lichtstark und technisch gut werden soll, braucht man Glas - mitunter einiges davon. Und das spiegelt sich unabdingbar in Größe und Gewicht wieder.
Schau dir die Sony GMs mit 2.8er Blende an. Die sind quasi exakt so groß wie das Canon und Nikon Pendant für DSLRs. Viel einsparen ist da nicht.

Anders sieht es aus, wenn einem kleine Anfangsblenden ausreichen, da lässt sich dann viel gewinnen, ja.

P.S.: Leica Linsen sind hier als Gegenbeispiel denkbar schlecht. Zwar klein und vollformattauglich, aber auch ohne Autofokus.

Schaut man mal von den GMs weg, dann fällt mein Blick z.B. auf das Sony Zeiss 55mm f/1.8 oder das Sony 85mm f/1.8... hervorragend in der Abbildungsleistung und klein/leicht... genau so, wie es sein soll.
Two roads diverged in a wood, and I--I took the one less travelled by...- Robert Frost
+2
Wurzenberger
Wurzenberger15.12.18 16:53
ts-e
Der Vorteil von Spiegellos ist doch, kleinere Bauweise

Auf keinen Fall. Kleiner als eine D850 muss nicht sein.
+2
dreikoenig15.12.18 18:18
Gammarus_Pulex
ts-e
Der Vorteil von Spiegellos ist doch, kleinere Bauweise, Objektive können auch kleiner und leichter konstruiert werden.

Kameras ja, Objektive nur bedingt.
Sobald es lichtstark und technisch gut werden soll, braucht man Glas - mitunter einiges davon. Und das spiegelt sich unabdingbar in Größe und Gewicht wieder.


Dann schau dir mal das Tamron 28-70 f/2.8 für Sony Emount
an.
Das ist Wiegt 550 Gramm ubd ist überraschend klein.

Das Sony 70-200m f/4 ist auch deutlich leichter als bei Spiegelreflexkameras.

Pauschal lässt sich das also nicht sagen.

Oder das Laowa 10-18mm.
Meine Gewicht im Rucksack hat seit dem Wechsel auf Systemkameras beim Kamerabody wie auch bei den Objektiven enorm abgenommen.
+1
sonorman
sonorman15.12.18 18:33
dreikoenig
Dann schau dir mal das Tamron 28-70 f/2.8 für Sony Emount
an.
Das ist Wiegt 550 Gramm ubd ist überraschend klein.

Das Sony 70-200m f/4 ist auch deutlich leichter als bei Spiegelreflexkameras.

Pauschal lässt sich das also nicht sagen.

Oder das Laowa 10-18mm.
Meine Gewicht im Rucksack hat seit dem Wechsel auf Systemkameras beim Kamerabody wie auch bei den Objektiven enorm abgenommen.
Es ist immer eine Frage von „entweder/oder“. Das Laowa zum Beispiel ist weder besonders lichtstark, noch hat es einen AF.

Wie im Text geschrieben, kommt es auf die Zielsetzung des Herstellers an. Man kann ein Mirrorless-Objektiv kleiner bauen, als eins für SLR, aber man kann den zusätzlichen Platz auch dazu nutzen, eine besonders anspruchsvolle optische Konstruktion zu bauen. Dann kommt dabei so etwas heraus, wie das Canon RF 28-70 mm f/2,0. Alles andere als klein oder leicht, aber optisch überragend.

Wenn man wirklich Gewicht und Platz bei den Objektiven sparen will, ohne optische oder ausstattungstechnische Kompromisse einzugehen, dann bleibt nur die Wahl eines kleineren Sensorformates.
+2
Alexhibition15.12.18 18:46
ts-e
Die Überschrift ist schon sehr reißerisch!
Vergessen, das Sony schon länger spiegellose Vollformater im Angebot hat?
Ich sehe Canon und Nikon, auf dem falschen Weg. Warum müssen die Kameras so groß sein? Der Vorteil von Spiegellos ist doch, kleinere Bauweise, Objektive können auch kleiner und leichter konstruiert werden. Und die Preise die Canon und Nikon aufrufen, sind ja schlicht absurd!

Keine Ahnung warum der Post soviele dislikes hat. Der Schreiber hat doch recht. Canikon bietet für den Preis einfach zu wenig bang for the Buck. Was soll bei so einer hochpreisigen Kamera ein starker Crop im Videomodus? Da sind wohl viele Canon fanboys unterwegs. Canikon ist das Microsoft und späte Apple der Fotoindustrie. Langsam, Innovationslos und überteuert.
+2
killermac115.12.18 18:48
sonorman

Auch das 24mm 1,4 GM von Sony ist weit kleiner und leichter als alles andere mit der Blende / Brennweite und Leistung. Canon hat jetzt aber ein unfassbar gutes 50mm 1,2. wobei die Kamera der Linse nicht das Wasser reichen kann.
+1
redbear15.12.18 19:00
Alexhibition
ts-e
Die Überschrift ist schon sehr reißerisch!
Vergessen, das Sony schon länger spiegellose Vollformater im Angebot hat?
Ich sehe Canon und Nikon, auf dem falschen Weg. Warum müssen die Kameras so groß sein? Der Vorteil von Spiegellos ist doch, kleinere Bauweise, Objektive können auch kleiner und leichter konstruiert werden. Und die Preise die Canon und Nikon aufrufen, sind ja schlicht absurd!

Keine Ahnung warum der Post soviele dislikes hat. Der Schreiber hat doch recht. Canikon bietet für den Preis einfach zu wenig bang for the Buck. Was soll bei so einer hochpreisigen Kamera ein starker Crop im Videomodus? Da sind wohl viele Canon fanboys unterwegs. Canikon ist das Microsoft und späte Apple der Fotoindustrie. Langsam, Innovationslos und überteuert.

Das ist Deine Meinung. Andere, die was anderes bevorzugen als Du, als Fanboys zu brandmarken ist einfach vermessen. Kauf Du Sony ( wenn Du magst ) und lass andere kaufen, was sie wollen...
Ich zB lasse mich völlig subjektiv vom ersten Eindruck der Kamera leiten.Egal was Tests sagen. Passt die in meine Hand und ist das Menu für mich intuitiv ? Dann ist das Thema durch und ich arbeite damit . Während andere noch über vor und Nachteile des X oder Y Systems streiten, mache ich Bilder

( Genau wegen der persönlichen Note Sonormans fand ich den Artikel wertvoll )
+3
Alexhibition15.12.18 20:54
redbear
. Während andere noch über vor und Nachteile des X oder Y Systems streiten, mache ich Bilder

( Genau wegen der persönlichen Note Sonormans fand ich den Artikel wertvoll )

Das Problem ist, während User anderer Marken jetzt schon Fotos machen können, müssen Canon User auf die Erweiterung der objektivpalette warten (vorausgesetzt sie brauchen andere objektive als die derzeit angebotenen). Und wenn man sieht wie lange Sony User auf eine breitere objektivpalette warten mussten und sie immer noch nicht vollständig ist (17-55/2.8 fehlt bei Sony) und wenn man bedenkt wie langsam Canon ist, dann wird es noch 5-10 Jahre dauern. Auf diese Wartezeit sollte man eingestellt sein. Außer man adaptiert seine alten objektive aber ich glaube der 0815 User wird das eher nicht tun.
-2
Wurzenberger
Wurzenberger15.12.18 21:48
Alexhibition
Das Problem ist, während User anderer Marken jetzt schon Fotos machen können, müssen Canon User auf die Erweiterung der objektivpalette warten

Jede EOS R wird mit einem EF-RF-Adapter ausgeliefert, da muss niemand warten.
+2
cab15.12.18 22:04
Ja, die Handys sind ein echtes Problem für die Kamerahersteller. Mit denen kann man in den meisten Situationen Bilder machen, die eindeutig besser aussehen. Das intelligente HDR im iPhone kann eine Bild aus meiner E-M1 aus dem Stand übertreffen, was den Kontrastumfang und eine trotzdem "natürlich" anmutende Farbwiedergabe betrifft. Mit der richtigen Kamera bräuchte ich dafür mehrere Aufnahmen oder mehr Nachbearbeitung. Oder wie einfach mit dem iPhone ein Panorama geht, einfach nur schwenken und das ist in den allermeisten Fällen absolut ausreichend!

Aber um wieder auf die EOS R zurück zu kommen: Die habe ich mir auch mal angeschaut, nicht so ausführlich natürlich. Reizt es mich, von meiner E-M1 her? Eher nicht. Zu groß, zu schwer, für meine Belange eindeutig überdimensioniert. Aber ich bin ja auch nicht umsonst bei mFT.
0
sonorman
sonorman15.12.18 22:09
Ich bin schon gespannt auf die E-M1X.
Und auf die Diskussionen, wie man nur eine sooo große Kamera mit einem sooo kleinen Sensor bauen kann.

+4
Pymax
Pymax15.12.18 23:06
Naja Muss man nicht haben.
0
Pymax
Pymax15.12.18 23:12
Wurzenberger
Alexhibition
Das Problem ist, während User anderer Marken jetzt schon Fotos machen können, müssen Canon User auf die Erweiterung der objektivpalette warten

Jede EOS R wird mit einem EF-RF-Adapter ausgeliefert, da muss niemand warten.
Handys sind kein Problem, sie sind schlichtweg besser.
-5
Pymax
Pymax15.12.18 23:15
Freihand und beim Nebenbeigehen in Nürnberg.
-1
Pymax
Pymax15.12.18 23:20
Wenn Canon, dann Spiegelreflex. Alles ander war nicht so prickelnd.
Ich liebe meine Canon EOS 6D, weil in dem Falle gaaaaanz weit weg vom iPhone aber für das schnelle Bild, bin ich immer wieder froh, eine sehr gute Alternative zu haben.
-2
Wurzenberger
Wurzenberger16.12.18 09:03
Pymax
Handys sind kein Problem, sie sind schlichtweg besser.

Besser als was?
+4
Borbarad16.12.18 12:09
sonorman
Ich bin schon gespannt auf die E-M1X.
Und auf die Diskussionen, wie man nur eine sooo große Kamera mit einem sooo kleinen Sensor bauen kann.


Stimmt. Bin gespannt aber ich hätte mir im Design mehr was wie E1 gewünscht.

Das 150-400 ist aber ganz interessant.... das könnte vielleicht mein 300er ersetzen wenn es gut ist.... hatte ja immer auf ein 90-250 F2.8 mit passenden 1.4 und 2.0 konverter.

B
0
Semmelrocc16.12.18 12:28
Pymax
Handys sind kein Problem, sie sind schlichtweg besser.

Darauf geht Sonormann in seinem Artikel ja ein, Stichwort "Computational Photography". Wer die Bilder allerdings für hochwertige Druckprodukte nutzt, sieht nach wie vor sehr wohl den Unterschied. Ist mir selbst gerade erst wieder aufgefallen, als ich meinen alljährlichen Fotokalenders mit den besten Familienfotos in Empfang genommen habe. Die Bilder meiner EOS M sind einfach schon aus der Kamera so viel brillanter und farbenfroher als die z.B. des iPhone 7, dass man auf einem Ausdruck in A3 den Unterschied meist sofort sieht.

Ach ja, danke für den Testbericht.
+1
Pymax
Pymax16.12.18 21:37
Sonorman, toller Beitrag. Ich habe die neue R mit der M Schiene verwechselt. Damit kommt auch kein iPhone in die Regionen.
0
cube4you17.12.18 10:06
Semmelrocc
...Wer die Bilder allerdings für hochwertige Druckprodukte nutzt, sieht nach wie vor sehr wohl den Unterschied. Ist mir selbst gerade erst wieder aufgefallen, als ich meinen alljährlichen Fotokalenders mit den besten Familienfotos in Empfang genommen habe. Die Bilder meiner EOS M sind einfach schon aus der Kamera so viel brillanter und farbenfroher als die z.B. des iPhone 7, dass man auf einem Ausdruck in A3 den Unterschied meist sofort sieht.

Dem schließe ich mich an - Fotos mit dem iPhone aufnehmen ist heute kein Problem mehr, die sehen auf dem iPhone-Display oder wie hier als Beispiel gezeigt auf ein paar hundert Pixel Breite zusammengeschrumpft auch meist toll aus, das ABER kommt dann meist, sobald man sich die Fotos formatfüllend auf einem großen Bildschirm ansieht oder dann neben anderen Fotos aus "richtigen" Kameras verwenden möchte.

Ich hab hier ebenfalls den Vergleich iPhone 7/8 und EOS M - selbst die "alte" langsame Canon zaubert mit den entsprechenden Objektiven einen Look, den eben die Software im iOS-Gerät nicht hervorzaubern kann.

Zum Thema EOS R: es gibt bei Canon seit über fünf Jahren das EF-M-System, welches ja quasi "mirrorless für APS-C" ist, warum da jetzt alle bei "mirrorless für full frame" eine Wunderkamera erwartet haben, ist mir schleierhaft.
+1
redbear18.12.18 21:45
Semmelrocc
Pymax
Handys sind kein Problem, sie sind schlichtweg besser.

Darauf geht Sonormann in seinem Artikel ja ein, Stichwort "Computational Photography". Wer die Bilder allerdings für hochwertige Druckprodukte nutzt, sieht nach wie vor sehr wohl den Unterschied. Ist mir selbst gerade erst wieder aufgefallen, als ich meinen alljährlichen Fotokalenders mit den besten Familienfotos in Empfang genommen habe. Die Bilder meiner EOS M sind einfach schon aus der Kamera so viel brillanter und farbenfroher als die z.B. des iPhone 7, dass man auf einem Ausdruck in A3 den Unterschied meist sofort sieht.

Ach ja, danke für den Testbericht.


Ich habe nen professionellen 1meter x 40 cm Schwarz/Weiss Abzug auf Barytpapier machen lassen, von nem Panoramaphoto eines Iphone 6s...keiner meiner professionellen Photographen Kumpels wollte mir glauben , dass die Datei nicht aus ner Profi Knipse kommt...

Schon damals haben meine Iphone 4S Bilder haben bei ( guten ) A2 Drucken (Epson Stylus Pro 3880) ne Menge Unruhe ausgelöst
0
redbear18.12.18 21:57
Alexhibition
redbear
. Während andere noch über vor und Nachteile des X oder Y Systems streiten, mache ich Bilder

( Genau wegen der persönlichen Note Sonormans fand ich den Artikel wertvoll )

Das Problem ist, während User anderer Marken jetzt schon Fotos machen können, müssen Canon User auf die Erweiterung der objektivpalette warten (vorausgesetzt sie brauchen andere objektive als die derzeit angebotenen). Und wenn man sieht wie lange Sony User auf eine breitere objektivpalette warten mussten und sie immer noch nicht vollständig ist (17-55/2.8 fehlt bei Sony) und wenn man bedenkt wie langsam Canon ist, dann wird es noch 5-10 Jahre dauern. Auf diese Wartezeit sollte man eingestellt sein. Außer man adaptiert seine alten objektive aber ich glaube der 0815 User wird das eher nicht tun.


Allen, die ernsthaft knispen oder Kamera-arbeit machen, ist es ziemlich egal , ob man nen Adapter nutzen muss oder nicht. Im Video Bereich zB wird viel mit der Sony FS7 gerarbeitet - mit Adapter und Canon Photo Objektiven... mache ich selber 3 mal die Woche und es stört mich überhaupt nicht... und ich glaube, dass meine Kollegen das genauso sehen.
+1

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