Bloomberg: App Store unter Ternus soll mehr Gewinn machen – Apple vor Änderungen


Ein Grund, warum Apple in den vergangenen zehn Jahren so intensiv auf das Dienstegeschäft setzt, sind die komfortablen Margen. Oft gehen mehr Kunden nämlich nicht mit deutlich steigenden Betriebskosten einher – was angesichts der enormen Nutzerzahlen ein wesentlicher Faktor ist. Derlei Angebote skalieren also überproportional gut, hat man eine kritische Masse an Abonnenten einmal erreicht.
Kaum eine Woche nach dem Wechsel an Apples Konzernspitze gibt es Hinweise auf eine der ersten strategischen Änderungen unter John Ternus. Nach Informationen von
Bloomberg wollen der neue CEO und Services-Chef Eddy Cue den App Store stärker auf Profitabilität trimmen. Ein Dienst, der angesichts milliardenschwerer Entwicklergebühren ohnehin schon zum wichtigen Standbein des Unternehmens wurde, soll noch mehr Gewinn machen.
Ein Ternus-Projekt – nicht aus der Cook-ZeitBemerkenswert ist vor allem, dass Bloomberg die Initiative ausdrücklich Ternus und Cue zuschreibt – und nicht Cook, dem man über all die Jahre gern nachsagte, gute Margen seien für ihn von besonderer Wichtigkeit. Die neue Strategie habe laut Gurman auch eine Rolle bei Schillers Rückzug gespielt. Schiller befürchtete demnach, zusätzliche Monetarisierungsmaßnahmen würden Entwickler und Regulierungsbehörden nur noch stärker gegen Apple aufbringen. Einen offenen Streit um den Kurs habe es jedoch nicht gegeben, betont Bloomberg.
Einige Optionen, aber keine Angaben zu konkreten SchrittenAllerdings geht aus den Angaben von Bloomberg nicht hervor, dass aktuelle Angebote teurer werden sollen. Stattdessen könnte Apple auf effizienteren Betrieb hinarbeiten und beispielsweise Einsparungen beim Prüfen von Apps und Updates vornehmen – also den App-Review stärker automatisieren und die aufwendige Begutachtung durch Mitarbeiter zurückfahren. Andere Optionen wären, mehr kostenpflichtige Angebote anzubieten, die Spekulationen reichen von weiteren Werbeflächen in den App Stores bis hin zu Pro-Entwickleraccounts mit umfangreicheren Funktionen.