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antiSpam-Strategie gesucht

barbagianni
barbagianni19.08.1914:47
Hallo zusammen,

ich haben einen Account bei 1und1. Dort lässt sich eine Antispam-Filter anschalten, es funktioniert bei mir nicht ganz gut.
Immer wieder kommen Spam-Email durch.
Wie macht ihr denn das?
Wie ruft ihr denn die Emails per POP3 oder per IMAP ... oder macht es keinen Unterschied.
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Kommentare

maculi
maculi19.08.1914:58
Mit welcher Methode genau die emails abgerufen werden ist sowas von egal (es sei denn 1&1 macht da einen künstlichen Unterschied).
Wie die Einstellungen justiert werden müssen muss jeder für sich heraus finden. Da es allerdings ein Ding der Unmöglichkeit ist den hundertprozentig genau einzustellen macht es Sinn, lieber etwas zu viel als zu wenig durch zu lassen. Zudem sollten die aussortieren Mails nicht gleich gelöscht werden, sondern noch irgendwo in einem Ordner landen. Da regelmäßig einen Blick drauf werfen, für den Fall, das was wichtiges doch aussortiert wurde kann nicht schaden.
Läßt sich der Filter trainieren? Bei Apple Mail geht das. Dadurch wird im laufe der Zeit die Trefferquote immer besser. Falls 1&1 die Möglichkeit bietet, dann die durchgerutschten Mails nicht einfach löschen, sondern den Filter damit trainieren.
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Philantrop
Philantrop19.08.1914:59
Auch wenn die Antwort für dich vielleicht keine befriedigende Antwort ist, aber Mails über Gmail leiten oder primär Gmail nutzen - unter umständen auch die Gsuite sind eine sehr sehr gute und einfache Lösung. Der Filter gilt in der Branche als einer der Besten und ich muss gestehen - dass ist er.

Man kann natürlich auch nen Raspi mit nem Filter ausstatten - aber hoch wahrscheinlich ist jedes Blacklisting und Filterabo nicht so effektiv wie Gmail.

Allgemein gilt immer die Empfehlung, sich nicht an Provider-Mail-Adressen zu binden. Die hemmen meist nur das Wechselbedürfnis.
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Papierlos
Papierlos19.08.1915:08
Seitens der Mail-Provider gibt es zwei unterschiedliche Ansätze: Die meisten Provider filtern Mail und schieben diese in einen Spam-Ordner. Bei outlook.com und mailbox.org können Mails nach Kriterien abgewiesen werden, so als ob der Mail-Account nicht existieren würde. Mir gefällt das viel besser! Für beide Seiten. Sollte von einem falschen Spammer die Mail abgewiesen werden, wird sich dieser bei mir melden, was mit meinem Postfach los sei. Grob gesagt kommt bei mir 2x pro Woche noch eine Schrott-Mail an und diese werden dann zumeist von Apple Mail korrekt ins Spam verschoben.
Mein Gmail-Account sortiert hingegen klassisch. Das funktioniert auch gut, so ist es nicht. Aber wie bringe ich Google bei, dass ich wirklich niemanden aus Finnland kenne, der mir mindestens einmal pro Woche schreibt? Beim mailbox.org würde ich alle Domains aus Finnland sperren und es wäre Ruhe.
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Keepo
Keepo19.08.1915:34
@Maculi Kannst du das mit dem "trainieren" näher beschreiben oder hast du einen Artikel parat wo das näher beschrieben wird? Ich markiere regelmäßig Mails als Werbung, aber wirklich klüger Wird mein A.Mail nicht...

Danke, keepo
„Er kam, sah und ging wieder.“
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maculi
maculi19.08.1915:49
@ Keepo Trainieren im Apple-sprech heißt nichts anderes, als Mail drauf hinzuweisen, wenn irgendwas falsch einsortiert wurde. Also durchgerutschte Mails als Spam markieren, zu unrecht aussortierte als keine Werbung. Geht am einfachsten, wenn in der Symbolleiste der passende Knopf zur Verfügung steht.
Wie sind deine Einstellungen in Mail für Werbung?
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Roobert
Roobert19.08.1915:50
Ich bin seit Jahren mit vier Accs. bei all-inkl.com . Deren Spamfilter-Einstellungen habe ich mir erst angeschaut, als die Spams enorm angestiegen sind (insbes. die mit 630zvAlexolhio@... Absenderadressen, die sich ständig ändern). Damit wurde "block sender" im Outlook sinnlos.
Seit ich die Filtereinstellungen in der Webmail eingeschalten habe, ist Ruhe am Rechner, fast keine Spam kommt mehr durch. Bin zufrieden.
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piik
piik19.08.1915:51
Keepo
@Maculi Kannst du das mit dem "trainieren" näher beschreiben oder hast du einen Artikel parat wo das näher beschrieben wird? Ich markiere regelmäßig Mails als Werbung, aber wirklich klüger Wird mein A.Mail nicht...
Ich kann auch nicht feststellen, dass Mail bei mir was lernen würde.
„Hardware ist seltener schlecht drauf - Software macht schon häufiger Mucken...“
+1
Megaseppl19.08.1915:53
Meine Strategie: Ich nutze mittlerweise für jede Webseite / Institution eine eigene, automatisch generierte E-Mailadresse meiner eigenen Domain. So kann ich diese Empfangs-Adresse bei Bedarf sperren und bekomme zudem mit bei wem mal wieder die Kundendatenbank abhanden gekommen ist. Und das passiert wirklich oft. Selbst bei renommierten Firmen, News-Seiten, Foren, Apps etc.
Die individuellen Adressen kann ich direkt im iOS-Safari erzeugen, über den Teilen-Button. Darüber wird mein Server kontaktiert, die E-Mail-Adresse erzeugt und am Ende in die Zwischenablage auf dem iPhone oder iPad kopiert (dank Apples Kurzbefehle-App). Über eine Mobilseite kann ich auch Personen auf die Schnelle eine individuelle Adresse erzeugen lassen.
E-Mails an meine alte Standardadresse werden per default abgewiesen und in einen Greylisting-Ordner verschoben , es sei denn der Absender ist gewhitelistet. Die Absender dieser abgewiesenen E-Mails bekommen von mir automatisch eine E-Mail mit der Möglichkeit sich mit einem Klick freizuschalten. Danach wird auch die bereits verschickte E-Mail wieder in die Inbox verschoben und für mich erst sichtbar. Mails die nicht freigeschaltet wurden, landen nach einer Woche automatisch im Mülleimer (gelöscht wird dieser aber nur sehr selten, dann auch nur händisch).
Manuell kann ich E-Mails mit jedem IMAP-Client den ich nutze black- oder whitelisten in dem die Mail in einen entsprechenden IMAP-Ordner verschoben wird. Das war mir wichtig, da ich mich weder auf einen bestimmten Server, noch auf einen bestimmten Client festlegen wollte.
Den Rest macht dann meine IMAP-Spam-Filter-Instanz, die dauerhaft auf meinem Heimserver läuft. Der zusätzliche Webserver, der das Whitelisting entgegennimmt, läuft als "langer Arm" extern auf einem Server, kommuniziert aber verschlüsselt ebenfalls mit meinem Heimserver. In der Filter-Software kann ich auch ganze Domains whitelisten. Bei Anbietern mit wechselnden Ansprechpartnern ist das sinnvoll.
Auch Wörterblacklisten sind implementiert. Per Knopfdruck kann ich z.B. ermitteln welche Wörter am häufigsten in Spam-Mails an mich verwendet wurden. Diese Absender bekommen erst gar keine Whitelisting-Mail und die Mail geht direkt in die Tonne.

Ich konnte damit den Spam von etwa 100 pro Tag auf weniger als eine pro Monat reduzieren (z.B. wenn ein Spammer unter einem falschen Absender eine Mail verschickt, der echte Inhaber der Adresse dann das Whitelisting bestätigt).
Das ganze ist allerdings selbstprogrammiert. Ich fand nix passendes auf dem Markt für Einzelbenutzer. Die normalen Client-Spam-Filter waren mir allesamt zu schlecht, serverseitige Spam-Filter wie man sie in Plesk konfigurieren kann, sind auch nicht besser, integrieren aber immerhin auch Geräte wie das iPhone. Komplexere serverseitige Filter wie sie Google oder Apple verwenden sind zwar gut - ich möchte hier allerdings autark bleiben.
+3
maculi
maculi19.08.1916:01
Komisch, bei mir funktionierts recht gut. Klar ist aber auch, die spammer beobachten was passiert und welche Gegenmaßnahmen ergriffen wurden und optimieren ihre Methoden ständig. Wenn sie merken, die mails werden nicht mehr geöffnet, dann wissen die deppen, es ist mal wieder an der Zeit für neue Techniken. Und die wiederum muss Mail dann erst noch lernen. Also einmal etwas einrichten und gut ist funktioniert nicht. Das ist ein ewiger Wettstreit.
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piik
piik19.08.1916:13
Megaseppl
klingt sehr interessant - aber auch sehr komplex. Für Normaluser wie mich dürfte dieser Weg nicht so recht gangbar sein. Aber immerhin gut zu wissen, dass sowas prinzipiell geht.
„Hardware ist seltener schlecht drauf - Software macht schon häufiger Mucken...“
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rmayergfx
rmayergfx19.08.1916:16
Je nachdem was der Provider anbietet kann man auch ganze TLD sperren, von denen man weiß das von dort eh nur Spam kommen kann. Viele der neuen generierten TLD werden anscheinend auch nur von Spammern genutzt, anders kann ich mir das kaum vorstellen, wenn ich mir die Spamlisten so ansehe. Täglich wechselnde automatisch registrierte Domain mit wechselndem Absender, immer wieder der gleiche Schrott, TLD jedoch gleich. Solange es den Spammern so einfach gemacht wird, wird sich da nie etwas ändern !
Vorteil der ganzen Geschichte, die E-Mail wird gleich als Reject abgewiesen, der Spammer versucht es kein zweites Mal da die Adresse vom System als ungültig erklärt wird. Alternativ wäre eine reine Whitelist. Es wird nur das angenommen was auch in der Whitelist vorhanden ist, der Rest als unzustellbar per Reject abgewiesen.

Auch sollte man sich eine gute Handvoll E-Mailadressen anlegen, auf der Homepage nur generische E-Mails verwenden, sobald das Spamaufkommen auf dieser Adresse steigt, einfach gegen eine andere austauschen. E-Mails auf der Homepage wenn überhaupt gelistet so verschleiern, das Bots diese nicht automatisch auslesen können. Daher eine sinnvolle robots.txt auf dem Server hinterlegen:
Hilft manchmal aber leider nicht immer, denn natürlich halten sich Spammer an keine Spielregeln.
„Der Computer soll die Arbeit des Menschen erleichtern, nicht umgekehrt !“
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barbagianni
barbagianni21.08.1921:41
vielen dank für die sehr konstruktive und hilfreiche Tipps!
Ich habe mich dann entschieden über gmail alle meine email abzurufen.

@ rmayergfx
Der Link zu robotstxt.org ist für manchen bestimmt sehr hilfsreich ... für einen wie ich, ist es leider etwas zu kompliziert zu verstehen.
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