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Was erfährt die Bank bei Apple Pay?

der Wolfi
der Wolfi24.11.2010:40
Ich kaufe mit Apple Pay ein. Erhält die Bank der hinterlegten Karte die neutrale Info das eine Abbuchung via Apple Pay vorgenommen wird?
Oder ist für die Bank der Vorgang transparent?
„Normal is für die Andern“
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Kommentare

Embrace24.11.2010:50
Bank bekommt Händlername und Betrag.
0
Lailaps
Lailaps24.11.2011:03
„„Wat mutt, dat mutt - oder die spinnen die Römer““
+2
Marcel Bresink24.11.2014:30
Die Bank ist doch diejenige, die die Zahlung letztendlich genehmigen und ausführen muss. Genau das ist doch die Aufgabe der Bank. Von daher erhält sie natürlich alle Daten über die Transaktion.
+4
der Wolfi
der Wolfi25.11.2009:14
quote=Marcel Bresink]
Die Bank ist doch diejenige, die die Zahlung letztendlich genehmigen und ausführen muss. Genau das ist doch die Aufgabe der Bank. Von daher erhält sie natürlich alle Daten über die Transaktion.
[/quote]
Ich zahle nicht mit Karten.
Suche einen Bargeldersatz.
Hatte die Hoffnung das Apple Pay eine Zahlung autorisiert und gegenüber der Bank anonymisiert.
Dank Lailaps Link weiß ich nun das die Bank noch viel mehr Infos erhält als für die Bezahlvorgänge nötig sind.
„Normal is für die Andern“
-6
maculi
maculi25.11.2009:22
Das die Bank etliche Infos bekommt ist nunmal so. Im Vergleich zu anderen bargeldlosen Bezahlmethoden sind die aber die einzigsten, die Details kennen. Weder der Händler (jammer, wir können über ApplePay keine Kundenprofile erstellen) noch Apple kriegt was mit. Von daher, ja ApplePay ist deutlich datensparsamer als andere Methoden, an Bargeld (solange du es nicht mit payback oder ähnlichem Kram kombinierst) kommt es dennoch nicht ran.
+4
DTP
DTP25.11.2010:25
Wer über das Internet oder sonstige elektronische Kommunikationsmittel zahlt, ist nie komplett anonym. Und mit heutiger Gesichtserkennungssoftware könnte man sogar Käuferprofile von bardgeldzahlenden Kunden erstellen. Es geht also darum, Datenerfassung zu minimieren.
maculi
Das die Bank etliche Infos bekommt ist nunmal so. Im Vergleich zu anderen bargeldlosen Bezahlmethoden sind die aber die einzigsten, die Details kennen.
Bank UND Payment-Provider bekommen die Details. Das willst du (oder die meisten von uns) auch so, denn wie sonst soll ich überprüfen (lassen) ob ich wirklich für €999 in Italien zwanzig Flüge gekauft habe.
maculi
Weder der Händler (jammer, wir können über ApplePay keine Kundenprofile erstellen) noch Apple kriegt was mit.
Im Laden scheint das so zu sein.

Bei Zahlungen im Internet sagt Apple selbst "Apple bewahrt anonymisierte Transaktionsdaten auf, darunter der ungefähre Kaufbetrag, der Name des App-Entwicklers und der App, das ungefähre Datum und die ungefähre Uhrzeit sowie die Angabe, ob die Transaktion erfolgreich abgeschlossen wurde. "
D.h. da müssen wir vertrauen. Denn wenn Apple einen "ungefähren" Betrag kennt, dann weiß dieser Prozess bei Apple auch den genauen Betrag (und speichert den nicht ab). Also müsste Apple technisch auch diese Information bei Zahlung im Laden abspeichern können, tut dies aber wohl nicht.

Also, Vertrauen ist weiter nötig. Und wegen Geldwäschegesetzen sehe ich auch nicht, dass derzeit je eine komplett anonyme elektronische Zahlungsweise erlaubt sein wird. Die Geldkarte war mal so ein Ansatz.
+1
Marcel Bresink25.11.2010:26
der Wolfi
Hatte die Hoffnung das Apple Pay eine Zahlung autorisiert und gegenüber der Bank anonymisiert.

Wie soll denn das gehen? Die Bank hat das Geld und muss es doch bei einer Zahlung irgendwohin transportieren.
der Wolfi
Suche einen Bargeldersatz.

Das bedeutet doch konkret, dass Du jemand anders beauftragst, einen Wertgegenstand von Dir an einen Empfänger zu übertragen. Dieser jemand ist gezwungen, sowohl Dich, den exakten Wert und den Empfänger zu kennen.
+6
fruchtkiste
fruchtkiste25.11.2010:55
Das bedeutet doch konkret, dass Du jemand anders beauftragst, einen Wertgegenstand von Dir an einen Empfänger zu übertragen. Dieser jemand ist gezwungen, sowohl Dich, den exakten Wert und den Empfänger zu kennen.


dafür gibts doch HAWALA
„wer nicht fragt, stirbt dumm“
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Peter Eckel25.11.2012:12
Für den Fall, daß es jemand wirklich genau wissen will, gab es auf dem 34C3 einen sehr fundierten und interessanten Vortrag:
„Ceterum censeo liberum facierum esse delendam.“
+2
Hot Mac
Hot Mac25.11.2014:01
Wo ist denn das Problem?
Hast Du ’ne Travel Pussy gekauft und jetzt ist es Dir peinlich, oder was?!
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der Wolfi
der Wolfi25.11.2015:45
Peter Eckel
Danke
„Normal is für die Andern“
0
te-c25.11.2015:49
Und jetzt noch eine erschreckende Nachricht. Sämtliche Statistiken bei Zahlungen über die Banken werden von diesen weiter verkauft. Es gibt zu allem eine Statistik bei https://de.statista.com
Wenn man da mal Kunde ist und sieht welche Statistiken es da so alles gibt, ist man ganz schön erschrocken...

Musste mal aus beruflichen Gründen recherchieren.
+1
der Wolfi
der Wolfi25.11.2015:53
Hot Mac
Wo ist denn das Problem?
Hast Du ’ne Travel Pussy gekauft und jetzt ist es Dir peinlich, oder was?!
Ich will anonym bezahlen.
Im Supermarkt, Bioladen und online. Nur bei zweien geht das mit Bargeld.
„Normal is für die Andern“
+3
Hot Mac
Hot Mac25.11.2016:10
der Wolfi
Ich will anonym bezahlen.
Ich befürchte, dass das augenblicklich nahezu unmöglich ist und künftig unmöglich sein wird.
-3
der Wolfi
der Wolfi25.11.2016:13
Marcel Bresink
der Wolfi
Hatte die Hoffnung das Apple Pay eine Zahlung autorisiert und gegenüber der Bank anonymisiert.

Wie soll denn das gehen? Die Bank hat das Geld und muss es doch bei einer Zahlung irgendwohin transportieren.
der Wolfi
Suche einen Bargeldersatz.

Das bedeutet doch konkret, dass Du jemand anders beauftragst, einen Wertgegenstand von Dir an einen Empfänger zu übertragen. Dieser jemand ist gezwungen, sowohl Dich, den exakten Wert und den Empfänger zu kennen.

Ich kaufe etwas und nutze Apple Pay. Der Dienstleister (In dem Fall apple) sichert dem Leistungserbringer die Zahlung zu, fordert bei der Bank das Geld an und sorgt für den Transfer zum Leistungserbringer. Klar hat Apple dann die Infos. Die handeln damit (Stand heute) aber nicht und schieben das auch nicht zu irgendwelchen Datenbanken. Die Bank weiß nur wieviel ihr Kunde über Apple Pay abwickelt aber nicht was. Bei rechtlich relevanten Dingen können Behörden bei Apple Daten anfordern.
„Normal is für die Andern“
-1
te-c25.11.2017:38
Die Frage ist jetzt natürlich, wieso will der Wolfi denn unbedingt anonym kaufen???

A: Es ist hoffentlich nichts kriminelles...

B: Seine Frau darf nicht erfahren, wieviel Geld er bei Apple ausgibt.

-7
Weia
Weia25.11.2018:13
der Wolfi
Ich kaufe etwas und nutze Apple Pay. Der Dienstleister (In dem Fall apple) sichert dem Leistungserbringer die Zahlung zu, fordert bei der Bank das Geld an und sorgt für den Transfer zum Leistungserbringer.
Nö, so funktioniert ApplePay nicht. Das Geld läuft nicht über Apple, sondern direkt vom Kartenanbieter zum Dienstleister. ApplePay vermittelt nur die für die Transaktion notwendigen Informationen und bürgt für Deine Identität (TouchID/FaceID statt Unterschrift/Geheimzahl), sodass die dem Geschäft nicht bekannt sein muss.
Klar hat Apple dann die Infos. Die handeln damit (Stand heute) aber nicht und schieben das auch nicht zu irgendwelchen Datenbanken.
Und Du meinst, Deine Bank/Dein Kartenanbieter tut das aber? Agiert also explizit kriminell? (Rechtlich gesehen gibt es ein Bankgeheimnis, aber kein ApplePay-Geheimnis, zumal Apple im Streitfall vermutlich US-Recht unterliegt.)

Dann solltest Du vielleicht einfach die Bank/den Kartenanbieter wechseln.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+4
Hot Mac
Hot Mac25.11.2018:16
Das Böse ist immer und überall ...
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Weia
Weia25.11.2018:21
Hot Mac
Das Böse ist immer und überall ...
Aber besonders in München.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+3
Hot Mac
Hot Mac25.11.2018:26
Klar, aber nur wir kommen damit durch ...
-2
Weia
Weia25.11.2018:39
Stimmt auch wieder … 👨‍🌾
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
Moka´s Onkel
Moka´s Onkel25.11.2019:12
der Wolfi
Ich kaufe etwas und nutze Apple Pay. Der Dienstleister (In dem Fall apple) sichert dem Leistungserbringer die Zahlung zu, fordert bei der Bank das Geld an und sorgt für den Transfer zum Leistungserbringer. Klar hat Apple dann die Infos. Die handeln damit (Stand heute) aber nicht und schieben das auch nicht zu irgendwelchen Datenbanken. Die Bank weiß nur wieviel ihr Kunde über Apple Pay abwickelt aber nicht was. Bei rechtlich relevanten Dingen können Behörden bei Apple Daten anfordern.

Wie Weia schon geschrieben hat funktioniert Apple Pay so nicht.

Zur Erläuterung von Weia zu Apple Pay kann man noch ergänzen, dass Apple Pay kein Zahlungssystem ist.

Vereinfacht gesagt ist Apple Pay lediglich die Infrastruktur, die notwendig ist, um eine digitale Kopie Deiner Zahlungskarten zu erstellen, diese auf den jeweiligen Geräten (und nur da) zu speichern und bei Nutzung via Touch- oder Face-ID zu autorisieren.

Mit dem dahinter stehenden Zahlungssystem hat Apple nichts mehr zu tun. Du zahlst also mit nichts anderem als einer digitalen Kopie Deiner physischen Zahlungskarte. (Bei rein virtuellen Zahlungskarten, wie sie manche Banken anbieten, werden nur die notwendigen Daten der virtuellen Karte generiert und von Apple Pay in der Wallet abgespeichert. Die physische Karte gibt es hier logischerweise nicht).

Apple erhält für Zahlungen, die über Apple Pay abgewickelt werden, eine Gebühr von der karten-ausgebenden Bank. Insofern muss Apple irgendwo sichergestellt haben, die Transaktionen nachvollziehen zu können. Bei der Zahlung via Apple Pay selbst ist keine Internetverbindung erforderlich, so dass die Transaktionsdaten entweder verzögert an Apple gehen (wenn das Gerät wieder im Netz ist) oder Apple in den Daten, die über das Zahlungssystem gehen, die Abrechnung ihrer Gebühr sichergestellt hat. Würde mich selbst mal interessieren, wie das funktioniert.
+4
westmeier
westmeier25.11.2019:52
Ba-Ba-Ba-Ba-Ba Banküberfall
Hot Mac
Das Böse ist immer und überall ...
-2
elBohu
elBohu25.11.2021:39
Online und anonym, hm.
Wie ist es denn per Nachname zu bezahlen?
Der Postbote freut sich, wenn er dein Bargeld persönlich abholen kann, wie auch die VerkäuferInnen.
Was war es doch damals einfach, mit den Muscheln und so...
„wyrd bið ful aræd“
-2
der Wolfi
der Wolfi25.11.2023:09
Weia
Moka‘s Onkel
Danke für die ausführlichen Infos. Das Apple Pay so nicht funktioniert war mir klar.
Es war als mein Wunsch wie es funktionieren sollte zu verstehen. Hätte ich wohl besser ausweisen sollen.
Dank eurer Beiträge bin ich jetzt aber detaillierter informiert als vorher.
„Normal is für die Andern“
+1
der Wolfi
der Wolfi25.11.2023:31
Mein Wunsch nach anonymisierter Zahlung erwächst nicht aus krimineller Energie oder hat andere obskure Gründe.
Mir geht es einfach um das Recht auf informatielle Selbstbestimmung.
„Normal is für die Andern“
+5
Peter Eckel25.11.2023:40
elBohu
Wie ist es denn per Nachname zu bezahlen?
Du meinst, ich sage einfach "ich bin der Eckel" und dann bekomme ich die Ware? Das gefällt mir. "Bezahlen Sie einfach mit ihrem guten Namen"!
„Ceterum censeo liberum facierum esse delendam.“
+7
Hot Mac
Hot Mac26.11.2009:23
der Wolfi
Mein Wunsch nach anonymisierter Zahlung erwächst nicht aus krimineller Energie oder hat andere obskure Gründe.
Das hat Dir auch niemand unterstellt.

Ich persönlich kann’s halt nicht verstehen, wie man heutzutage anonym bezahlen will – und warum man das überhaupt will.
Mal davon abgesehen, dass das, wie bereits von mir vorerwähnt, nahezu unmöglich ist, es sei denn, Du nimmst die Identität eines anderen an.

BTW: Wie Apple Pay funktioniert, ist seit Jahren hinlänglich bekannt ...
-6
der Wolfi
der Wolfi26.11.2009:51
Hot Mac
der Wolfi
Mein Wunsch nach anonymisierter Zahlung erwächst nicht aus krimineller Energie oder hat andere obskure Gründe.
Das hat Dir auch niemand unterstellt.

Ich persönlich kann’s halt nicht verstehen, wie man heutzutage anonym bezahlen will – und warum man das überhaupt will.
Mal davon abgesehen, dass das, wie bereits von mir vorerwähnt, nahezu unmöglich ist, es sei denn, Du nimmst die Identität eines anderen an.

BTW: Wie Apple Pay funktioniert, ist seit Jahren hinlänglich bekannt ...
mich hat die Diskussion weiter gebracht. Mir ist jetzt im Detail alles klar 😊
„Normal is für die Andern“
+1
JoMac
JoMac26.11.2013:18
Peter Eckel
elBohu
Wie ist es denn per Nachname zu bezahlen?
Du meinst, ich sage einfach "ich bin der Eckel" und dann bekomme ich die Ware? Das gefällt mir. "Bezahlen Sie einfach mit ihrem guten Namen"!
Bleibt nur die Frage, ob auch ich mit Deinem guten Namen bezahlen darf?
+1
Weia
Weia26.11.2013:22
JoMac
Bleibt nur die Frage, ob auch ich mit Deinem guten Namen bezahlen darf?
Klar! Der Wechselkurs zwischen Eckel und Euro wird ja mittlerweile bei allen größeren Finanz-Websites gelistet.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+5
der Wolfi
der Wolfi27.11.2010:27
Hot Mac
Ich persönlich kann’s halt nicht verstehen, wie man heutzutage anonym bezahlen will – und warum man das überhaupt will.
Bankgeheimnis ist relativ
Und hier ein aktueller Versuch der Schufa:
Die fangen grad erst damit an.
Ein Schelm der Böses dabei denkt.
„Normal is für die Andern“
+5
Hot Mac
Hot Mac27.11.2010:46
Das habe ich schon vor Tagen an anderer Stelle gelesen.
Ich will mich nicht nochmals wiederholen ...
-3
Peter Eckel27.11.2010:59
JoMac
Bleibt nur die Frage, ob auch ich mit Deinem guten Namen bezahlen darf?
Ach nein, ich wollte Dich eigentlich nicht heiraten. Wir kennen uns doch kaum!
„Ceterum censeo liberum facierum esse delendam.“
+2
Weia
Weia27.11.2012:04
der Wolfi
Bankgeheimnis ist relativ
Und hier ein aktueller Versuch der Schufa:
Die fangen grad erst damit an.
Naja, da muss man gar nicht die Schufa bemühen, Das liegt an einer beknackten EU-Richtlinie, die es ganz allgemein Unternehmen Im Finanzsektor gestattet, sich für ihre Dienstleistungen das freiwillige Einverständnis ihrer Kunden einholen, die Daten von deren Kontoauszügen digital transferieren und verarbeiten zu dürfen. So bieten mittlerweile x Banken den „Service“ an, dass in ihrem Online-Banking auch die Kontoauszüge von Konten des Konteninhabers bei anderen Banken einsehbar sind. Alles aus einer Hand – ist ja so schön übersichtlich und praktisch.

Aber wie gesagt: Es bedarf der Zustimmung des Kunden. Wer da zustimmt, muss aber wirklich mit dem Klammerbeutel gepudert sein.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+5
JoMac
JoMac27.11.2012:36
der Wolfi
Bankgeheimnis ist relativ
Und hier ein aktueller Versuch der Schufa:
Die fangen grad erst damit an.
Ein Schelm der Böses dabei denkt.
Das ist ja unfassbar.
+2
JoMac
JoMac27.11.2012:37
Peter Eckel
JoMac
Bleibt nur die Frage, ob auch ich mit Deinem guten Namen bezahlen darf?
Ach nein, ich wollte Dich eigentlich nicht heiraten. Wir kennen uns doch kaum!
nana, so weit wollen wir's auch nicht kommen lassen
0
Foti
Foti27.11.2012:55
Hot Mac
der Wolfi
Mein Wunsch nach anonymisierter Zahlung erwächst nicht aus krimineller Energie oder hat andere obskure Gründe.
Das hat Dir auch niemand unterstellt.

Ich persönlich kann’s halt nicht verstehen, wie man heutzutage anonym bezahlen will – und warum man das überhaupt will.
Mal davon abgesehen, dass das, wie bereits von mir vorerwähnt, nahezu unmöglich ist, es sei denn, Du nimmst die Identität eines anderen an.

BTW: Wie Apple Pay funktioniert, ist seit Jahren hinlänglich bekannt ...

Je weniger Persönlichkeit innerlich als Imago erlebt wird um so weniger hat man auch das Gefühl etwas schützen zu müssen.
Um so erschreckender, wie wenig Menschen offensichtlich (k)eine innere Persönlichkeit erleben, die in der Abgrenzung zur Außenwelt als schützenswert gilt. Traurige Realität die man früher so nicht gesehen hat!
+1
Hot Mac
Hot Mac27.11.2013:07
Vielleicht verliere ich gerade die Fähigkeit, mich adäquat und verständlich auszudrücken.
Man weiß es nicht ...

Und wenn ich hier Abertausend Dislikes erhalte: »An­o­ny­mi­tät« wurde schon vor langer Zeit abgeschafft.
-2
Weia
Weia27.11.2013:29
Foti
Je weniger Persönlichkeit innerlich als Imago erlebt wird um so weniger hat man auch das Gefühl etwas schützen zu müssen.
Ich habe keine Ahnung, was das bedeuten soll. Was hat denn die primär frühkindliche Repräsentanz von Bezugspersonen mit dem Schutz von Kontodaten zu tun?
Um so erschreckender, wie wenig Menschen offensichtlich eine innere Persönlichkeit erleben, die in der Abgrenzung zur Außenwelt als schützenswert gilt.
Ich finde pseudopsychologische Esoterik erschreckender. Was soll bitteschön eine „innere Persönlichkeit“ sein? Gibt’s auch äußere Persönlichkeiten?

Privatsphäre könnte man auch als Hort bürgerlicher Heuchelei und Doppelmoral betrachten. Öffentlich Frieden predigen und privat Gewaltphantasien frönen – sowas ist ja leider nicht selten.

Aber um all das geht es hier überhaupt nicht. Geld ist eine Quantifizierung von Macht; meinen Opponenten in meine Karten schauen zu lassen führt einfach zu einem strategischen Nachteil. Warum sollte ein Mensch bei klarem Verstand das tun?

Über die Persönlichkeit eines Menschen sagt der Kontostand schlicht nichts aus.
Traurige Realität die man früher so nicht gesehen hat!
Jaja, früher war alles besser.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
Foti
Foti27.11.2023:48
Weia
Jaja, früher war alles besser.
Oh ich wusste bis dato sehr wenig über Abwehrmechanismen. Danke Weia, dass Du mich nun eines Persönlichen belehrst!
0
Weia
Weia28.11.2000:53
Foti
Oh ich wusste bis dato sehr wenig über Abwehrmechanismen.
Deiner Verwendung des Begriffs Imago nach zu urteilen ist das nicht der einzige Bereich der Psychologie, über den Du nur sehr wenig weißt.
Danke Weia, dass Du mich nun eines Persönlichen belehrst!
Schon klar, wenn man Religion oder Esoterik in die argumentativen Schranken weist, zeigt das nur, dass man Wahrheit® nicht versteht (oder erspürt?) oder gar abwehrt, weil … – ja, warum eigentlich?

Das ist die älteste und billigste aller Immunisierungsstrategien aller religiösen/esoterischen Ideologien. Was braucht es Argumente, Falsifizierbarkeit und logische Stringenz, wo es doch Erleuchtung gibt und das innere Sich-Spüren … 🤢

Wenn Du mit dem Om-Sagen fertig bist, kannst Du ja nochmal versuchen zu erläutern, was denn nun die „innere Persönlichkeit“ mit strategischen Positionierungen im Machtspiel zwischen FinTech und Konsumenten zu tun hat.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
Foti
Foti28.11.2010:38
Weia
Deiner Verwendung des Begriffs Imago nach zu urteilen ist das nicht der einzige Bereich der Psychologie, über den Du nur sehr wenig weißt.

Das Imago gilt es Vorstellungsbild von Personen welches die realen Objektbeziehungen gestaltet (. So auch die Objektbeziehung zur eigenen Person. Siehe mal unter Objektbeziehungstheorien/Selbstpsychologie (z.B. Kohut in der Weiterentwicklung von M.Klein).

Wenn ich bei meinen primären Objektbeziehungen /Eltern keine wirkliche Beziehung aufbauen konnte, dann bekomme ich ebenfalls ein neg. Objektbeziehungsimago zu mir Selbst.

Aus dieser im Grunde genommenen abwertenden Haltung meiner eigenen Person gegenüber sind die Selbststabilisierenden Ich-Erweiterungen in der Außenwelt wichtiger als der innere Schutz des Selbsts in einem auch daraus resultierenden Schutz meiner persönlichen Daten.
So war es schon immer nur heute zeigt es sich u.a. z.B. an dem Umgang mit der elektronischen Nabelschnur. Für viele ist der Ausgleich, der aus den oben genannten Themen resultiert, der inneren Verlassenheit wichtiger als die eigentliche Handlung im Hier und Jetzt.
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Weia
Weia29.11.2015:46
Foti
Das Imago gilt es Vorstellungsbild von Personen welches die realen Objektbeziehungen gestaltet
Ja.
So auch die Objektbeziehung zur eigenen Person.
Was soll eine Objektbeziehung zur eigenen Person sein? Auch bei Kohut ist ein Selbstobjekt eine Repräsentanz eines externen Objekts; das Selbst- bezieht sich darauf, dass dieses Objekt das eigene Selbstwertgefühl zu stabilisieren oder gar konstituieren hilft.

Aber wir gleiten hier ins akademische Off-Topic ab. Entscheidend für das hiesige Thema ist vielmehr der folgende Punkt:
Aus dieser im Grunde genommenen abwertenden Haltung meiner eigenen Person gegenüber sind die Selbststabilisierenden Ich-Erweiterungen in der Außenwelt wichtiger als der innere Schutz des Selbsts in einem auch daraus resultierenden Schutz meiner persönlichen Daten.
Diesen Übergang in Deiner Argumentation vermag ich nicht nachzuvollziehen.

Wenn es einen sozialen Druck gäbe, als „anständiger Bürger“ seine Kontodaten offenzulegen, dann hättest Du einen Punkt; Menschen mit wenig Selbstwertgefühl hätten dann geringere Chancen, diesem Druck zu widerstehen.

Aber das ist doch nicht der Fall. Es geht hier einfach um ein Strategiespiel. Das Angebot einiger Banken, Kontodaten von eigenen Konten bei anderen Banken ins eigene Online-Banking einzuspeisen, appelliert an schlichte Bequemlichkeit und Naivität der Kunden; einen sozialen Druck kann ich hier absolut nicht erkennen.

Anders beim Schufa-Angebot; da ist das in der Tat eine strategische Abwägung. Ein durch Eingehen auf das Angebot ermöglichter Kredit z.B. könnte sich theoretisch in bestimmten Situationen durchaus als unter dem Strich vorteilhafter erweisen als die Geheimhaltung der eigenen Finanzdaten. Praktisch ist hier und heute eine fundierte strategische Entscheidung nur so gut wie unmöglich, da zum einen noch vollkommen unklar ist, was die Schufa mit den Daten anstellen wird und andererseits mit der Preisgabe der Daten ja keineswegs eine Garantie verbunden ist, den Kredit zu erhalten. Das Risiko ist also augenblicklich praktisch immer zu hoch; auch das ist aber eine rein strategische Gegebenheit und hat nicht das Geringste mit Selbstwertgefühlen zu tun.

Ich halte die Psychopathologisierung solcher strategischen Konstellationen für politisch äußerst problematisch, weil sie das schlichte Machtspiel, das es ist, durch vage psychische Faktoren vernebelt und damit stabilisieren hilft.

Und nochmals: Der Schutz von Kontodaten ist eine durch und durch profan-pragmatische Angelegenheit und hat nichts mit dem Schutz der eigenen Persönlichkeit zu tun. Das ist eine deutsche Obsession; ich habe schon mehrfach von Angelsachsen das Unverständnis vernommen, dass Deutsche lieber ihre Sexpraktiken offenlegen als ihren Kontostand; bei den Angelsachsen ist es meist umgekehrt.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
dynax7429.11.2016:39
Nur die zur Anmeldung notwendigen Daten – verschlüsselte Kartennummer, Ablaufdatum, Registrierungsdatum, Registrierungszeitpunkt und die SEID-Nummer werden an Apple übermittelt.

Wenn Sie etwas kaufen, benutzt Apple Pay eine einmalige gerätespezifische Transaktionsnummer (Token) zusammen mit einem einzig dazu passenden Code. So wird Ihre Karten­nummer nicht auf den Smartphone oder Uhr bzw. einem der Apple Server gespeichert und auch nicht dem Händler mitgeteilt. Apple speichert keine Daten zu einer Transaktion, die auf Sie zurückzuführen sind.
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beanchen29.11.2018:18
Foti
Um so erschreckender, wie wenig Menschen offensichtlich (k)eine innere Persönlichkeit erleben, die in der Abgrenzung zur Außenwelt als schützenswert gilt.
Ich werde zu alt für diese Welt in der es anscheinend nur noch Extreme gibt.
Wo bitte wurde denn behauptet, die Persönlichkeit sei nicht schützenswert? Wenn ich am "normalen" Leben teilhaben will, ist das halt ein ständiges Abwägen. Im Internet einkaufen ohne einen winzigen TEIL der Persönlichkeit (soweit ich meine Daten überhaupt zu meiner Persönlichkeit rechnen würde) preiszugeben ist ja schwer möglich. Bedeutet aber noch lange nicht, dass mir alle Bereiche meiner Persönlichkeit egal sind, gleich schützenswert oder ich gar keine habe. Selbst wenn ich mich für einen Kauf im Internet entscheide bedeutet das noch lange nicht, dass ich das immer und überall gleich bedenkenlos mache.
+2

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