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USB 3,5" HDD Gehäuse für Sicherung mit Schlafmodus der Festplatte

moschberger16.11.2022:43
Moin,

ich suche ein günstiges 3,5" USB-HDD Gehäuse zur Datensicherung mit Schlafmodus = Sicherung lief, nach 5-10 Minuten geht die HDD gesteuert von dem Gehäuse in den Schlafmodus/Stromsparmodus. Beim Erreichen des Zeitplanes, wird die Festplatte aufgewecket und die Sicherung läuft usw. Hat jemand eine Empfehlung? Eine NAS Festplatte liegt bereits vor, diese dient der zusätzlichen Sicherung.

Gruß
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Kommentare

xcomma21.11.2011:42
Hallo @moschberger,
wäre auch an Empfehlung(en), insbesondere basierend auf Langzeiterfahrungswerten interessiert.
Habe mich in der Vergangenheit auch mal mit diesem Thema beschäftigt, aber bin bisher zu keinen befriedigenden, klaren Erkenntnissen/Herstellerempfehlungen gelangt.
Gewisse Hersteller- bzw. Brands wird man häufiger finden, aber genauso findet man auch Problemberichte.

Persönlich würde ich nur eine Empfehlung aussprechen: vergiss günstig (oder gar billig). Problematisch können oft Netzteile und die USB Controllereinheit sein.
Aktuell liebäugele ich mit einer DAS Einheit von QNAP, in der Hoffnung (bei USB Plattenlösungen herrscht bei mir Leider das Prinzip Hoffnung, nachdem ich sehr schlechte Erfahrungen mit Premium-Hersteller gemacht habe), dass sie wissen wie man zuverlässige Hardware baut:
TR-004 (oder als Rack TR-004U):

Was einen anderen Teilaspekt deines Posts angeht: Schlafmodus.
Häufiges Ein-/Ausschalten (noch dazu in Kombination mit "Kurzbetrieb", wie es den Anschein hier hat) von HDDs ist der Lebensdauer alles andere als zuträglich.
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Legoman
Legoman21.11.2012:02
Nimm lieber ne Dauerläuferfestplatte und deaktiviere den Schlafmodus.
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xcomma21.11.2012:23
Legoman
Nimm lieber ne Dauerläuferfestplatte und deaktiviere den Schlafmodus.
Die hat moschberger schon, wenn man davon ausgehen kann, dass eine NAS Platte grundsätzlich mit Dauerläufer gleichzusetzen ist (von dem ich ausgehe). Nur fehlt noch das Gehäuse.
Ebenfalls kann auch ich nur deinen Hinweis unterstreichen den Schlafmodus nicht einzusetzen.
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moschberger22.11.2010:07
Danke für Eure Antworten! Ich wollte letztendlich eine Lösung die möglichst leise ist, daher auch der Schlafmodus. Das "surren" die ganze Zeit stört mich persönlich. Sonst sind alle HDD aus meinem PC verbannt.

Für meinen Spiele-PC (Windows) suche ich dieses Gehäuse. Ich hatte zuerst ein 1-Schacht LAN-Gehäuse von Synology zusammen mit meiner Seagate Ironwulf 24/7 Platte. Auf dem PC liegen keine persönliche Dateien oder es ist auch kein E-Mail Programm intalliert. Somit semi-wichtig. Dafür, daß Abends eine Sicherung läuft, fand ich das LAN-Gehäuse dann doch übertrieben (wenn man dieses für nichts anderes nutzt) und zu laut. Meine Meinung.

Aktuell habe ich eine SSD per USB angeschlossen, wenn naturgemäß sehr leise ist. Dabei werde ich wohl bleiben.

Zum Thema Haltbarkeit. Ich habe hier noch eine Time-Capsule 2009 laufen. Diese fährt ja die Festplatte mehrfach am Tag hoch und runter. Wenn ich mir richtig erinnerte tauschte ich 2-3 Jahren die HDD aus auf Grund langsamen Tod. Dieses wäre für mich völlig in Ordnung.
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Weia
Weia22.11.2012:33
Legoman
Nimm lieber ne Dauerläuferfestplatte und deaktiviere den Schlafmodus.
xcomma
Ebenfalls kann auch ich nur deinen Hinweis unterstreichen den Schlafmodus nicht einzusetzen.
Und ökologische Aspekte spielen für Euch gar keine Rolle, wenn Euch schon der Lärm nicht stört?
Häufiges Ein-/Ausschalten (noch dazu in Kombination mit "Kurzbetrieb", wie es den Anschein hier hat) von HDDs ist der Lebensdauer alles andere als zuträglich.
Das halte ich – jedenfalls bei Desktop-Festplatten aus diesem Jahrtausend – für ein unsubstantiiertes Gerücht.

Ich habe seit 2006 zwei Mac Pros im Einsatz, zunächst die 1. Generation und dann ab 2012 die 5,1er, die ich erst ab 2018 mit SSDs betreibe. Beide Mac Pros waren voll mit Festplatten verschiedener Hersteller bestückt, also insgesamt immerhin 16 Festplatten, die alle 6 Jahre lang im Dauereinsatz waren.

Dabei waren beide Mac Pros so eingestellt, dass die Festplatten nach 10 Minuten in den Ruhezustand gingen. Die Bootplatten werden oft durchgelaufen sein, da sie ständig benutzt wurden, die anderen Festplatten hingegen (Time Machine und große Mediendateien) gingen regelmäßig in den Schlaf, wurden aber dank der diesbezüglich suboptimalen Konstruktion von macOS jedesmal aus selbigem hochgefahren, wenn ich einen Öffnen-Dialog benutzte. Das kann gut zwei- bis dreimal pro Stunde der Fall gewesen sein. Sagen wir mal im Schnitt 2,5 Schlafphasen pro Stunde bei durchschnittlich 16 Stunden Betriebsdauer pro Tag. Ergibt in 6 Jahren 6 × 365 × 16 × 2,5 = 87600 Schlafphasen.

Keine einzige dieser Festplatten ist ausgefallen, sie funktionieren alle auch heute noch problemlos, wenn ich sie testweise wieder anstöpsele.

Gut, 16 ist keine allzu große Grundgesamtheit, dennoch würde ich aus dieser Erfahrung heraus sagen, dass es Ammenmärchen ist, dass der Schlafmodus modernen Festplatten schadet.

Und selbst wenn nicht: meine lärmgeplagten Nerven wären mir allemal wichtiger als die Lebensdauer einer Festplatte. Das ist schon sehr nerdig, sich dauerhafter Lärmentwicklung eines technischen Geräts auszusetzen, um das Gerät zu schonen …

Im übrigen haben sich Festplatten doch nun wirklich den ewigen Schlaf redlich verdient:
moschberger
Aktuell habe ich eine SSD per USB angeschlossen, wenn naturgemäß sehr leise ist. Dabei werde ich wohl bleiben.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
xcomma22.11.2014:12
Weia
Und ökologische Aspekte spielen für Euch gar keine Rolle, wenn Euch schon der Lärm nicht stört?
Grundsätzlich hast du ja Recht. Wäre auch super, wenn man die Ökobilanz optimieren kann. Irgendwo macht jeder wohl Kompromisse.

Man müsste aber für eine fundierte Aussage Daten erheben bzw. messen. Erinnere mich an die Quelle nicht mehr, aber hab da was grau im Hinterkopf, dass z.B. bei (bestimmten) Lampen-/ bzw. Leuchtmittel-Modellen das Aus-/Einschalten über Zeitraum X mehr Strom verbraucht, als wenn man die Lampe weiterbrennen lässt.
Wie die Details hierzu waren, weiss ich nicht mehr, kann ja jemand nachforschen.
Ob das übertragbar auf HDDs ist, müsste man auch erst messen bzw. empirisch feststellen. Bei "der Lampe" würde man es jedenfalls intuitiv nicht so denken. Man denkt: ausschalten = Strom sparen. Das ist für den ausgeschalteten Zeitraum auch der Fall, nur wenn ich mit dem nächsten Einschalten erstmal soviel Energie wieder verbrate, dass der Spareffekt zuvor zunichte gemacht wird, ist das erstaunlich. Aber ja: selber schalte ich auch meine Lampen aus

Was die HDD angeht: dito hier, man müsste die Gesamtbilanz ermitteln: CO2 Fussabdruck bei der Herstellung, Logistik, Ressourcen, usw. - eigentlich alles was in der Wertschöpfungskette anfällt und das in Summe betrachten. Wenn mir eine HDD durch verkürzte Lebensdauer abraucht und ich mir eine neue beschaffen muss, wäre dass dann nicht der Ressourcenverbrauch den man ansetzen muss im Vergleich zum Stromverbrauch einer ständig (oder zumindest häufig eher lang) laufenden HDD?
Weia
Das halte ich – jedenfalls bei Desktop-Festplatten aus diesem Jahrtausend – für ein unsubstantiiertes Gerücht.
Gibt ja immer wieder so eine Art Jahresberichte bzw. Erfahrungswerte, die von Rechenzentrumbetreibern (manchmal) publiziert werden. Ok, hier kommen keine Desktop HDDs zum Einsatz, sondern natürlich Server-HDDs. Wenn sie Desktop HDDs einsetzen würden, wären die Ausfallraten noch höher. Die Garantiezeiten, die HDD Hersteller Desktop Modellen vs. Server Modellen geben, sind auch i.d.R. massiv unterschiedlich aus gutem Grund. Ich denke nicht, dass es ein Gerücht ist. Es kann natürlich gut sein, dass über die Jahre die Qualität besser wurde (hoffentlich), aber zum Thema häufiges Ein-/Ausschalten - vielleicht hast du im Bekanntenkreis SysAdmins und kannst weitere Meinungen einholen - wirst du selten hören, dass das gut ist.
Selbstverständlich muss es nicht 100% konsequenterweise zur Folge haben, dass damit in jedem Fall eine HDD geschrottet wird, aber die Wahrscheinlichkeit erhöht sich einfach.
Weia
die alle 6 Jahre lang im Dauereinsatz waren.

Keine einzige dieser Festplatten ist ausgefallen, sie funktionieren alle auch heute noch problemlos, wenn ich sie testweise wieder anstöpsele.
Ja, warum auch nicht. 100% direkte Zusammenhänge bei Hardware "weil A dann tritt immer auch B ein" - wäre natürlich eine zu eingefahrene Sichtweise, die auch nicht richtig ist.

Das Thema Lärm ist ein weiterer Aspekt, den ich erstmal initial nicht beleuchtet habe, weil das auch vom TE im ersten Beitrag nicht explizit hervorgehoben wurde und erst später als relevant angemerkt wurde.
Das ist natürlich zu einem guten Teil eine subjektive bzw. persönliche Präferenz.

SSDs sind natürlich super. Solange die "Kosteneffizienz" (Datenmenge und Kostenfaktor) einem passt. Ab einer gewissen Datenmenge dürften im Privatbereich viele derzeit noch auf ein HDD Setup schwenken, weil's einfach zu teuer wird sonst.
moschberger
1-Schacht LAN-Gehäuse von Synology
Ein NAS könnte man ja dann auch woanders aufstellen, wenn einem der Lärm stört (nur mal als theoretische Option genannt). Aber ja klar, muss jeder selber wissen was er wie wo haben will und was man nicht mag.
moschberger
Time-Capsule
Idee war gut, Produktqualität miserabel leider.
Das hat sogar damals zu einer Webseite geführt, die aber nicht mehr existiert:
Und diverse Berichte, 2 Beispiele:
mit einer durchschnittlichen Lebensdauer von 18 Monaten. Die Gründe des Todes mögen vielfältiger Natur sein, aber doch so eklatant, dass es zu einem erhöhten Unmut der Benutzer, Berichte und der "Online Bestattungswebseite" führte. Mit solchen wenig nachhaltigen Produkten ist dann die Gesamtökobilanz auch zunichte gemacht trotz Stromsparmodus, wenn ich mir wieder ein neues Produkt als Ersatz für die gedachte Problemlösung zulegen muss. Glaube Desktop-HDDs liegen bei 2-3 Jahren Garantie (je nach Hersteller), Server-HDDs 5 Jahre herum. 18 Monate und Schrott - ist definitiv nichts was mir ein Lächeln entlockt, zudem es noch dazu Apple-typisch auch eher im höheren Preissegment war für das was es war.
moschberger
2-3 Jahren die HDD aus auf Grund langsamen Tod
Was du hier ja auch bestätigst.
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Weia
Weia22.11.2014:19
xcomma
Erinnere mich an die Quelle nicht mehr, aber hab da was grau im Hinterkopf, dass z.B. bei (bestimmten) Lampen-/ bzw. Leuchtmittel-Modellen das Aus-/Einschalten über Zeitraum X mehr Strom verbraucht, als wenn man die Lampe weiterbrennen lässt.
Solche Aspekte muss man natürlich miteinbeziehen, das stimmt.

Was Lampen betrifft: Das galt nur für die klassischen Glühbirnen. Deren Wolfram-Glühfäden entwickeln Widerstand erst bei höheren Temperaturen, sprich, das Einschalten einer Glühbirne war jedesmal so etwas wie ein ganz kurzer Kurzschluss. Das ist aber gottseidank ferne Vergangenheit. Bei LED-Leuchtmitteln ist das überhaupt kein Problem.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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