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MacOS - Mysterie System Foldery

Groeny12.02.1900:18
Gibt es eigentlich für all die interessanten Folder des System eine Liste wozu die da sind? Natürlich lässt sich Apple nicht unter jede Karte gucken und die schierre Anzahl tut das übrige, aber ich bin halt neugierig. Leider hab ich keinen Entwickler-Account, aber vielleicht gibt es ja eine nette Website hierzu. Mein googlen ist eher amateurhaft hierzu.

Und JAAAAA, das übliche "Finger weglassen" muss hier nicht gesondert gepostet werden!

Dank schon mal vorweg!
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Kommentare

sierkb12.02.1900:57
Apple Developer Documentation: File System Programming Guide ff.
Insbesondere Kapitel
Apple Developer Documentation: File System Programming Guide: File System Basics ff.
und
Apple Developer Documentation: File System Programming Guide: Appendix A: macOS Library Directory Details

Parallel dazu:

$ man hier

Apple, Manpage hier
NAME
hier -- layout of filesystems

DESCRIPTION
A historical sketch of the filesystem hierarchy. The modern OS X filesystem is documented in the ``File System Programming Guide'' available on Apple Developer.

[…]

HISTORY
A hier manual page appeared in Version 7 AT&T UNIX.

Apple Developer Documentation: Reading UNIX Manual Pages
Use the Terminal app to read the documentation for low-level UNIX tools and APIs.
+2
Weia12.02.1902:55
Groeny
Gibt es eigentlich für all die interessanten Folder des System eine Liste wozu die da sind? Natürlich lässt sich Apple nicht unter jede Karte gucken und die schierre Anzahl tut das übrige
Das Problem ist nur die schiere Anzahl – was in den Ordnern ist, ist bei jedem einzelnen genau bekannt, da ist nichts geheim.

Positiv formuliert: wenn Du irgendeine Aufgabenstellung hast, für die der Inhalt bestimmter Ordner relevant ist, dann wirst Du bei Deiner Recherche auch automatisch auf die Beschreibung des Inhalts dieser Ordner stoßen. Aber jetzt sozusagen abstrakt den Inhalt aller Ordner verstehen zu wollen wäre ein bisschen so, als würdest Du vorsorglich das Telefonbuch Deiner Heimatstadt lesen wollen, falls Du mal jemanden anrufen wollen solltest.
+12
ssb
ssb12.02.1909:41
Warum hast du denn keinen Entwickler-Account? Du musst dich dort ja nur registrieren. Um die Dokumentation lesen zu können muss du nicht Mitglied in einem der kostenpflichtigen Programme sein.
Einiges steht vielleicht sogar schon in den Hilfe-Seiten, die mit Xcode installiert werden.

Zu den UNIX-typischen Verzeichnissen (/var, /tmp, /usr, /etc, ...) findest du auch in der Linux Dokumentation einiges. Aber aus gutem Grund sind diese Verzeichnisse unter macOS nicht sichtbar.
Bei den Verzeichnissen innerhalb /System/Library, /Library, ~/Library ergeben sich die Aufgaben oft schon aus den Namen. Hin und wieder mal die ~/Library Unterverzeichnisse aufzuräumen, ist nicht verkehrt - wenn man vorsichtig ist. Da sammelt sich oft viel Müll an, der auch unangenehm sein kann (Launch-Daemons usw.).
+1
massi
massi12.02.1910:00
Hin und wieder mal die ~/Library Unterverzeichnisse aufzuräumen, ist nicht verkehrt - wenn man vorsichtig ist.
Vorsicht nützt da nix, man sollte schon genau wissen was man tut.
+12
ssb
ssb12.02.1910:35
massi
Vorsicht nützt da nix, man sollte schon genau wissen was man tut.
Klar: wenn man weiß, was man tut, kann man tun was man will. (Moshé Feldenkrais).
Man kann aber verschiedene suspekte Dateien statt löschen einfach mal verschieben - und schauen was passiert. Es gibt nur sehr wenig im ~/Library Ordner, womit man einen Rechner komplett lahmlegen kann, wenn es nicht mehr da ist - aber einige Anwendungen können davon betroffen sein - in dem Fall kann man die Dateien wieder zurück bewegen.
Von /Library und /System/Library sowie den UNIX-typischen Verzeichnissen sollte man die Finger lassen, wenn man sich darin nicht wirklich auskennt. Allerdings kann man durchaus ein Auge auf /Library/LaunchAgents und /Library/LaunchDaemons haben - da kann sich schon mal was einnisten, was man nicht haben möchte - zumal alles dort drin beim Booten mit Root-Rechten ausgeführt wird.
+2
nacho
nacho12.02.1910:39
Das könnte Apple auch mal vereinheitlichen und das ganze Wirrwarr durch ein moderneres Konzept lösen.
-8
ssb
ssb12.02.1910:56
nacho
Das könnte Apple auch mal vereinheitlichen und das ganze Wirrwarr durch ein moderneres Konzept lösen.
Klar, am besten mit einer Registry-Datenbank

Moderner ist nicht immer besser - zudem sind diese Verzeichnisse doch recht gut aufgeräumt. Schau mal bei einem Windows-Rechner in die vergleichbaren Ordner.

Das macOS Informationen oder auch Tools als Dateien an definierten Pfaden ablegt, ist da sehr flexibel und wesentlich stabiler. Zumal Apple an Entwickler Vorgaben macht, was wo gespeichert werden soll - schon allein wegen der App-Sandbox - und das führt dazu, dass dort so viel landet. Aber besser dort als irgendwo im Dateisystem verstreut - unauffindbar, da es auch jeder so machen könnte wie er wollte.
+9
Peter Eckel12.02.1913:07
nacho
Das könnte Apple auch mal vereinheitlichen und das ganze Wirrwarr durch ein moderneres Konzept lösen.
Wenn Du etwas nicht verstehst, muß das nicht daran liegen, daß das, was Du nicht verstehst, zu kompliziert ist.

Vielleicht hast Du Dir einfach nur nicht die Zeit genommen, die Konzepte dahinter zu verstehen.
+8
massi
massi12.02.1913:39
aber einige Anwendungen können davon betroffen sein - in dem Fall kann man die Dateien wieder zurück bewegen.
Wenn man dann noch weiß welche Datei das ist bzw. war, wenn man ein paar Tage später ein Programm startet, das nicht mehr läuft oder bei dem sämtliche Einstellungen weg sind.
Klar: wenn man weiß, was man tut, kann man tun was man will. (Moshé Feldenkrais).
Man kann auch tun was man will, wenn man nicht weiß was man tut, man muß dann halt nur mit den Konsequenzen leben.(massi)
+2
almdudi
almdudi12.02.1916:08
massi
Wenn man dann noch weiß welche Datei das ist bzw. war, wenn man ein paar Tage später ein Programm startet, das nicht mehr läuft oder bei dem sämtliche Einstellungen weg sind.
Macht man mehr als der Simpleste anzunehmende Benutzer, sollte man sich eigentlich immer notieren, was man da gemacht hat (ein guter Rat, und irgendwann halte ich mich auch dran ).
Hilft auch, wenn man sich wundert, daß irgendetwas anders läuft als man es den Ratschlägen in Foren entnehmen kann - dann hat man vielleicht anno dazumal mal was per Terminal umgestellt.
Also so eine Art Computertagebuch für relevante Installationen (etwa via Homebrew oder MacPorts), Einstellungen (soweit sie nicht in der GUI sichtbar sind).

Aber es gibt ja auch immer noch das Backup…
+1
MetallSnake
MetallSnake12.02.1916:11
almdudi
Macht man mehr als der Simpleste anzunehmende Benutzer, sollte man sich eigentlich immer notieren, was man da gemacht hat (ein guter Rat, und irgendwann halte ich mich auch dran ).
(...)
Also so eine Art Computertagebuch für relevante Installationen (etwa via Homebrew oder MacPorts), Einstellungen (soweit sie nicht in der GUI sichtbar sind).

Das nehme ich mir auch immer wieder vor und tue es dann doch nicht. Oft habe ich aber auch das Problem dass ich einige Dinge ausprobiere, bis es dann so funktioniert wie ich möchte und am Ende gar nicht mehr klar ist was alles tatsächlich davon gemacht werden muss.
„Erwachsensein ist halb gestorben --Relatives Menschsein“
+1
massi
massi12.02.1919:32
Ich sach da jetzt nix zu, ich würde mich nur selbst belasten.
+1
PaulMuadDib12.02.1920:14
nacho
Das könnte Apple auch mal vereinheitlichen und das ganze Wirrwarr durch ein moderneres Konzept lösen.
Und das wäre? Ich finde OS X schon ganz gut strukturiert. Da gibt es wesentlich schlimmere Kandidaten?
+2
almdudi
almdudi12.02.1923:03
MetallSnake

Das nehme ich mir auch immer wieder vor und tue es dann doch nicht. Oft habe ich aber auch das Problem dass ich einige Dinge ausprobiere, bis es dann so funktioniert wie ich möchte und am Ende gar nicht mehr klar ist was alles tatsächlich davon gemacht werden muss.
Ja, genau so mach ich es.
Doof, man weiß es eigentlich besser, macht aber weiter.
Selbst als ich mal phasenweise "Tagebuch" geführt habe - das rumprobieren habe ich fast nie notiert, nur das Ergebnis. Obwohl da ja beim Rumproberen was hängengeblieben sein konnte.
Es gibt wohl ein Programm fseventd oder so ähnlich, das nach Installation aufzeichnet, was am Dateisystem geändert wurde.
Spuckt im Alltag wahrscheinlich Unmengen nutzloser Daten aus, aber wenn man sich die im Umfeld von Installationen rausholt, vielleicht nützlich. Auch für De-installationen. wenn in den pkg-, receipt-und-so-Dateien nix zu finden ist.
+1
Weia13.02.1906:42
Peter Eckel
nacho
Das könnte Apple auch mal vereinheitlichen und das ganze Wirrwarr durch ein moderneres Konzept lösen.
Wenn Du etwas nicht verstehst, muß das nicht daran liegen, daß das, was Du nicht verstehst, zu kompliziert ist.
Kann aber, und nacho hat schon einen Punkt.

Ein Problem des macOS-Dateilayouts ist einfach, dass es noch immer die Narben der gegenseitigen Verletzungen aus dem Apple-NeXT-Merger in sich trägt. Damals wurden aus Gründen der Befriedung beider Lager Inkonsistenzen in das Layout eingebaut, die bis heute vorhanden sind.

Ab und an kommt ja die These auf, „hierarchische Dateisysteme“ seien aus Nutzersicht veraltet und sollten (für den Nutzer) abgeschafft werden (hello, iOS!).

Das ist meines Erachtens Quatsch. Sobald man mit seinem Computer mehr als das absolute Minimum anfängt, muss man die immer zahlreicheren erstellten Dokumente irgendwie sortieren. Z.B. in privat und beruflich. Und in privat unterteilt man dann vielleicht nach Freunden. Und, zack, hat man ein „hierarchisches Dateisystem“ oder wie immer man das nennen will:

meinHeimordner/Dokumente/privat/Annemarie/

Das Problem entsteht nun einfach dadurch, dass technische Hierarchien des Betriebssystems mit inhaltlichen Hierarchien der Nutzerdokumente durcheinandergewürfelt werden.

Der Plan bei der Konzeption von Mac OS X war von NeXT-Seite aus:

/Apple Apps/ für die mit Mac OS X mitgelieferten Apps
/Local Apps/ für zusätzlich installierte Apps
Fand die Apple-Seite zu kompliziert, daher ein gemeinsamer Ordner /Applications/ mit der in diesem Thread soeben beklagten Inflexibilität (die man freilich mit etwas Aufwand trotzdem beseitigen könnte)

Ordner mit vom Nutzer installierbaren Dateien (/Users/, /Applications/, /usr/local/) sichtbar, alle anderen (rein technischen) normalerweise im Finder unsichtbar
/usr/local/ flog raus, weil damals eher als Nachteil galt, dass Mac OS X ein Unix ist (zu kompliziert), dafür blieb /System/, obwohl für Nutzer tabu (und mittlerweile per SIP geschützt …), sichtbar, weil das der Apple-Seite heilig war („den Ordner gab es schon immer“).

In /Library/ (systemweit) und meinHeimordner/Library/ (nur für den spezifischen Benutzer) kommen alle individuellen Dateien des Systems und der Programme, die vom Nutzer nicht explizit als eigene Dokumente angelegt werden, also Dateien, die Einstellungen speichern, Hilfsdateien für Programme usw. Lackmustest: Könnte es sein, dass ein Nutzer auf eine Datei doppelklickt oder sie mit dem Öffnen-Dialog eines Programmes öffnet, um sie (als sein Dokument) in einem Programm zu öffnen? Dann gehört sie nicht in Library, sondern irgendwo in die inhaltliche Hierarchie des Nutzers – ansonsten gehört sie immer in Library, insbesondere, wenn sie an einem vorgegebenen Ort sein muss.
Die Library-Ordner blieben sichtbar, weil nicht rechtzeitig alle Programme für Mac OS X fertig wurden, die entsprechende Dateien (Fonts, Farbprofile, …) am korrekten Ort hätten installieren können, ohne dass der Nutzer sie im Finder dorthin verschieben muss.

Insbesondere der letzte Punkt hat für endlose Verwirrung gesorgt, weil viele der von der Apple-Seite her kommende Apple-Programmierer das System nicht verstanden; so landeten die (vom Programm und nicht im Finder verwalteten!) Dateien für iTunes nicht etwa in meinHeimordner/Library/Application Support/iTunes/ (wo sie nach der Systematik hingehört hätten), sondern in meinHeimordner/Musik/, wo sie sich mit vom Nutzer selbst nach seiner eigenen inhaltlichen Hierarchie dort abgelegten Dateien und Ordnern in die Quere kamen.

Überhaupt ist die starre Vorgabe für die inhaltliche Hierarchie des Nutzers (Dokumente, Bilder, Musik, Filme usw.) unnötig starr – klar ist es eine Möglichkeit, seine Dokumente nach Medienarten zu sortieren, aber eine andere könnte z.B. sein, Textdokumente, Bilder Filme und Musik eines ganz bestimmten Ereignisses gemeinsam in einem Ordner speichern zu wollen, wogegen technisch nicht das Geringste spricht, wenn man nur die saubere Trennung zwischen technischer Hierarchie (alles in Library) und vom Nutzer bestimmter inhaltlicher Hierarchie (der Rest im Heimordner) konsequent eingehalten hätte. (Und, obschon in Unix-Tradition stimmig, wäre eine andere, technischere Bezeichnung als Library, die zumindest für den englischsprachigen Nutzer ja interessante Inhalte verspricht, vermutlich besser = weniger missverständlich gewesen.)

Es gibt also eine Menge Erblasten, die das Dateilayout konfuser wirken lassen, als es sein müsste.
+5
spheric
spheric13.02.1907:29
Die ~/Library bekommt der normale User/Admin schon seit Jahren gar nicht zu Gesicht.

Was Du außer acht lässt, ist, dass der Sinn einer Lagerung von Library-Dateien in User-sichtbaren Ordnern wie um Fall von iTunes der ist, die Mediathek in einem Paket transportabel zu halten. Bei allen anderen Programmen außer iTunes hat man das durch die Einführung von Paketen gelöst. Seitdem korrumpieren unbedarfte User sich nicht mehr ständig die Photomediatheken, wie es jahrelang der Fall war.
„Früher war auch schon früher alles besser!“
+3
gacki13.02.1909:35
Was hier auch noch eine Rolle spielt, sind "Einstellungen", die programmübergreifend genutzt werden können (siehe z.B. Logic/Mainstage/Garageband). Das sind eigentlich nicht die "Hauptdokumente"; letzteres wären die Songs und Concerts. Diese wiederum landen (m.E. korrekt) unter ~/Music/; aber die ganzen User-Settings für Plugins usw. landen ~/Library/Application Support/Logic/. Und ja - diese Settings kann man direkt aus dem Programm heraus laden; dass es da eben unterschiedliche "Ladebefehle" gibt (einerseits "Öffnen..." und dann an verschiedenen Stellen "Laden..."), ist aus meiner Sicht ein sehr subtiler Unterschied, der aus Nutzersicht leicht übersehen werden dürfte. Aus Nutzersicht dürften diese Plugin-Settings durchaus auch manchmal als "Hauptdokumente" angesehen werden.
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MikeMuc13.02.1910:13
spheric
Ja, genau das ist dich dämlich. In Library und System hat der normale User gar nix zu suchen, in der eigenen Library sagen schon mal öfters wenn mal was nicht so läuft wie es sollte. U d ausgerechnet die ist per default erstmal nicht erreichbar / sichtbar
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spheric
spheric13.02.1910:21
MikeMuc
spheric
Ja, genau das ist dich dämlich. In Library und System hat der normale User gar nix zu suchen, in der eigenen Library sagen schon mal öfters wenn mal was nicht so läuft wie es sollte. U d ausgerechnet die ist per default erstmal nicht erreichbar / sichtbar
Also, ich nutze den Rechner als Produktions- und Arbeitsmaschine, und ich kann die Male, die ich im letzten Jahr in die User-Library reinwollte, locker an einer Hand abzählen. „Alt“-Taste drücken und „Gehe zu“-Menü anklicken fand ich ziemlich ideal dafür, dass der Ordner sonst einfach nicht stört.

In /Library treibe ich mich allerdings öfter rum, weil da Werkzeuge installiert/Versionen gecheckt werden.

/System/Library könnte von mir aus auch unsichtbar sein; außer Gerätetreibern hab ich da nie was mit zu tun.
„Früher war auch schon früher alles besser!“
+1
Groeny19.02.1902:37
Vielen Dank für die vielen Infos, ich werd mich mal reinlesen.
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