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Forum>Software>Die KI-Wolken ziehen sich dunkel zusammen …

Die KI-Wolken ziehen sich dunkel zusammen …

System 6.0.1
System 6.0.107.07.2618:09
Ok, das ich den Hype um KI aktuell als substanzlos ansehe … geschenkt. Das weiß inzwischen jeder. Aber die Anzeichen verdichten sich weiter, dass der wirtschaftliche Aspekt um dieses Thema einen Endpunkt anvisiert, wo es dann heißen wird … Und jetzt mal Butter bei die Fische!

So schreibt heute das Manager Magazin
Samsungs Gewinn explodiert, Aktie stürzt – Dämmerung bei Chipwerten

Der Chipriese Samsung hat seinen Gewinn um das 19fache gesteigert, die Aktie bricht dennoch zweistellig ein. Für Anleger ein Warnzeichen, dass die Rekordrallye im Chipsektor beendet ist. Extrem hohe Bewertungen sorgen auch bei den US-Schwergewichten für Gewinnmitnahmen und eine Branchenrotation.
(Hervorhebung von mir)


Auf heise.de ist heute zu lesen
Nvidia verkauft KI-Beschleuniger jetzt gegen Umsatzbeteiligung

Nvidia stellt ein neues Geschäftsmodell für seine eigenen KI-Beschleuniger vor. Kleinere Betreiber von Cloud-Rechenzentren, sogenannte Neoclouds, kaufen Nvidias Hardware, die Start-ups und andere Endnutzer dann mieten können. Die Neuheit liegt bei einer „Kreditunterstützung“ (credit-support model): Nvidia verspricht, ungenutzte Rechenkapazität selbst zurückzumieten, wenn der Betreiber nicht genügend Kunden findet. Im Gegenzug beteiligen Betreiber Nvidia am Umsatz. Unklar ist, ob das Modell mit vergünstigten Kaufpreisen für die Hardware einhergeht.

Wichtig an dieser Nachricht ist u. A., das Nvidia eine Beteiligung am Umsatz haben will, nicht am Gewinn.

Ist das Beispiel von Samsung ein inzwischen offen sichtbares Zeichen für die Erkenntnis: Diese Ralley ist bald zu Ende, so ist in meinen Augen die inzwischen immer hektischer wirkende Raffgier von Jen-Hsun Huang die sichere Bestätigung, dass da bald ein reinigendes Gewitter ansteht.

Apple hat in meinen Augen sehr klug gehandelt, sich vorzeitig aus diesem Sog zu verabschieden, und mit Google einen der wahrscheinlichsten Überlebenden dieses Absturzes als Service-Provider zu wählen.

Gemini ist vielleicht nicht das beste Modell für Apple, aber eines, das es auch in ein paar Jahren noch gibt …
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
+8

Kommentare

ttwm07.07.2619:00
System 6.0.1
Aber die Anzeichen verdichten sich weiter, dass der wirtschaftliche Aspekt um dieses Thema einen Endpunkt anvisiert, wo es dann heißen wird … Und jetzt mal Butter bei die Fische!

So schreibt heute das Manager Magazin
Samsungs Gewinn explodiert, Aktie stürzt – Dämmerung bei Chipwerten

Der Chipriese Samsung hat seinen Gewinn um das 19fache gesteigert, die Aktie bricht dennoch zweistellig ein. Für Anleger ein Warnzeichen, dass die Rekordrallye im Chipsektor beendet ist. Extrem hohe Bewertungen sorgen auch bei den US-Schwergewichten für Gewinnmitnahmen und eine Branchenrotation.
Investoren sehen in anderen Geschäftsfelder größeres Potenzial schneller Geld zu vermehren. Und deswegen ist der Hype auf dem Markt selber vorbei?
System 6.0.1
Auf heise.de ist heute zu lesen
Nvidia verkauft KI-Beschleuniger jetzt gegen Umsatzbeteiligung
Wichtig an dieser Nachricht ist u. A., das Nvidia eine Beteiligung am Umsatz haben will, nicht am Gewinn.
Natürlich am Umsatz… Wenn ich 10 Mio. Umsatz mache, aber wegen anderer (schöngerechneter) Kosten -1 Mio. Gewinn habe – soll dann Nvidia mir das ganze kostenlos vermieten oder noch etwas zahlen?
-3
macerkan
macerkan07.07.2620:40
Open AI hat einen Bilanzwert von über 1000 Milliarden US-Dollar, obwohl es letztes Jahr (wie alle Jahre davor) nur einen geschätzten Umsatz von ca. 13 Milliarden US-Dollar hatte und gleichzeitig 20 Milliarden US-Dollar Verlust machte. Dieses Jahr läuft es geschätzt nicht unbedingt besser. Wenn man sich dann noch vorstellt, dass Open AI in den kommenden zehn Jahren über 1000 Milliarden US-Dollar vor allem in Technologie von Nvidia investieren will, dann kann man sich schon fragen, woher das Geld dazu kommen soll. Es ist eine immense Blase, die immer weiter mit immer unrealistischeren Verspechen gehypt wird. Irgendwann wird sie unweigerlich platzen. Bei den anderen KI-Firmen schaut es nicht besser aus.
Auch Nvidia hat bei ca 100 Milliarden US-Dollar Umsatz einen Börsenwert von über 5000 Milliarden US-Dollar.
Sollte die ganze Blase um Open AI und anderen KI-Firmen platzen, wird auch die Blase um Nvidia platzen.
Dazu passen auch Meldungen aus China, in denen der Verkauf von Nvidia-Chips nach China dieses Jahr massiv eingebrochen ist. Außerdem dominieren die Nvidia-Chips den Wettbewerb nicht mehr, eher sind sie technologisch nicht mehr führend.
Das einzige, was die Aktien von Nvidia und anderen stützt, sind die Zwangsinvestitionsmechanismen internationaler Indizes wie MSCI oder S&P 500.
Wenn aber die Blase platzt, und das könnte schneller kommen als Viele glauben, dann wird es mindestens genau so schlimm werden wie die Weltwirtschaftskrise, die mit dem New Yorker Börsencrash im Oktober 1929 begann, wenn nicht noch viel schlimmer, da dieses Mal die Blase viel größer und der zu bereinigende Börsenwert viel viel höher ist.
+8
System 6.0.1
System 6.0.107.07.2621:57
In ihrem am Sonntag veröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht warnt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die als Zentralbank der Zentralbanken gilt, dass die massiven Ausgaben für KI neue finanzielle Verwundbarkeiten aufbauen. Sie könnten künftige Schocks verstärken und Probleme von den Finanzmärkten in die Realwirtschaft tragen.

Nach Einschätzung der BIZ treibt die Branche der Glaube an, dass am Ende nur wenige dominierende Player übrig bleiben. Das ermutigt Firmen, Geld in Projekte zu lenken, deren Renditen hochgradig unsicher sind.

Der Bericht ordnet den aktuellen KI-Boom in eine lange Reihe historischer Spekulationswellen ein: von der Kanalmanie der 1830er Jahre und der Eisenbahnmanie im Großbritannien der 1840er über die Elektrifizierung der 1920er bis zur Dotcom-Blase.

schreibt Euronews vor einer Woche.

Es ist ja nicht so, als wenn der Zusammenbruch der absurden KI-Spekulationsblase alleine auf die Branche Auswirkungen hat. Solche Ereignisse erschüttern die Wirtschaft als ganzes.
Ein großer Teil des Kapitals fließt inzwischen über Hedgefonds und Private-Debt-Vehikel, die deutlich weniger Aufsicht als Banken unterliegen.

Nach Angaben von Zhang Tao, dem BIZ-Vertreter für Asien und den Pazifik, könnte ein Einbruch im KI-Sektor deshalb schneller und heftiger eskalieren als eine klassische Bankenkrise. Ursache sei die starke Rolle dieser Nichtbank-Kanäle.

Das Platzen der KI-Blase wird mit Sicherheit kein Betriebsunfall bei den Unternehmen bleiben. Der Crash 1929 in den USA hat maßgeblich zum Wahlsieg der NSDAP in Deutschland geführt. Das könnte heute anders sein. Vielleicht, vielleicht auch nicht …

„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
-2
TMS
TMS07.07.2623:04
Wow, die Weltuntergangsspezialisten laufen sich warm. Ein Wettbewerb in: Wer bietet den schlimmeren Ausblick?
-12
ÄNDY
ÄNDY08.07.2601:04
KI = Kollektive Idiotie
+9
MacStudio08.07.2609:14
Selbstverständlich wird es eine Marktbereinigung geben. Einige erinnern sich noch an die Dotcom-Blase. Damals war man schon Millionär, wenn man eine URL angemeldet hatte. Das Platzen hat am Ende Google, Amazon usw. hervorgebracht. Maschinenhersteller, Handwerker, Mediziner usw. interessierte das wenig, außer sie hatten darin investiert.

Seht es mal so: Europa hat mit KI nichts zu tun, und ihm kann das Platzen recht egal sein. Die USA hingegen …

Viel relevanter finde ich, dass KI systembedingt nicht, beziehungsweise nie das liefern kann, was die Anbieter versprechen, und das merken heute eben alle. Jeder, der sich mit der Funktion von LLMs beschäftigt, weiß, dass zwingend 25 % aller Antworten falsch sind. Dazu kommt ein LLM, das mit Reddit, X und Wikipedia angelernt wurde. Stichwort: Quellenkritik.

Lest mal eine Hausarbeit Eurer Kinder beziehungsweise Schüler, die mit KI gemacht wurde. Ihr werdet sachliche und inhaltliche Fehler über Fehler finden. Es ist eben doch relevant, wann Alexander Graham Bell das Telefon erfunden hat, und nicht, wann er das Patent anmeldete oder gar der Zeitungsartikel dazu erschien!!!

Wenn hier von Weltuntergang gesprochen wird, dann davon, dass sich die Menschen aktuell mit diesen fehlerhaften Infos zufriedengeben.

PS: Ich teste massiv die aktuellen Gemini- und ChatGPT-Agenten so, wie sie auch verwendet werden sollen: als Google-Ersatz im Haushalt, Hobby usw. Aktuell sind volle 80 % aller Antworten falsch, wenn man die Quellen recherchiert und nachforscht. Auf den ersten Blick ist das nicht sofort erkennbar. 80 %!!!
+16
sudoRinger
sudoRinger08.07.2610:01
Warum sollte man die KI als Google-Ersatz nutzen? Das ist die Fehleinschätzung zur KI, der man ständig begegnet.

Tech-Konzerne tun leider nichts gegen diese geradezu missbräuchliche Nutzung, sondern verstärken sie noch. Der Suchmaschinenmarkt ist lukrativ. Um Nutzer im eigenen Ökosystem zu halten, wird von den Anbietern suggeriert, die KI sei ein Assistent für jede Lebenslage. Die Konsumenten wissen es nicht besser und sie konsumieren eine fertig formulierte und scheinbar kompetente Antwort, anstatt sich selbst durch diverse Quellen wühlen und diese kritisch zu bewerten.

Ein LLM ist eine Art Wahrscheinlichkeitsmaschine für Textfortsetzungen und keine deterministische Datenbank für harte Fakten. Wenn man fragt, wann genau Alexander Graham Bell ein Patent angemeldet hat, provoziert das Fehler geradezu. Die hohe Fehlerquote bei Faktenrecherche ist die Konsequenz der falschen Nutzung.

Die KI wird effizient genutzt, wenn man den Kontext und die Fakten selbst vorgibt und sie die Fleißarbeit für Formatierung, Strukturierung, Coden usw. übernehmen lässt.

Frei nach Albert Einstein: „Wenn ein Fisch daran gemessen wird, wie gut er auf einen Baum klettern kann, wird er immer denken, er wäre dumm.” Oder man hält den Fisch (hier die KI) für dumm.
Das ist übrigens ein typisches Internet-Fake-Zitat .

Und zu den Untergangsszenarien von 1929 hier: Das Platzen der Bewertungsblase sehe ich zwar auch, aber das wird nicht so verheerend sein wie die Immobilienkrise. Damals betraf es direkt das reale Vermögen und die Existenzen der Mittelschicht. Eine Korrektur der Bewertungen bei den Tech-Konzernen trifft in erster Linie die virtuellen Vermögen der Superreichen oder wirkt sich auf das Schattenbanksystem aus. Über ETFs und Aktienfonds belastet es zwar am Ende auch die Mittelschicht, aber dieser Effekt ist wesentlich mittelbarer und löst nicht über Nacht eine globale Konsumklemme aus.
+10
sudoRinger
sudoRinger08.07.2610:14
Warum sollte man die KI als Google-Ersatz nutzen? Das ist die Fehleinschätzung zur KI, der man ständig begegnet.
MacStudio
Und ehrlich gesagt müsste dir das klar sein, wenn du die Masterarbeit mit und über KI geschrieben hast.
+1
System 6.0.1
System 6.0.108.07.2610:19
sudoRinger
Die Konsumenten wissen es nicht besser und sie konsumieren eine fertig formulierte und scheinbar kompetente Antwort, anstatt sich selbst durch diverse Quellen wühlen und diese kritisch zu bewerten.

Vor der KI wurden Suchmaschinen doch exakt genauso verwendet. Der erste Treffer, der halbwegs richtig klang, galt als "Wahrheit". Leute, die sich heute durch Quellen wühlen, haben das damals auch schon getan.

Suchmaschinenbetreiber forcieren dieses Verhalten sogar, den inzwischen ist deren erstes Ergebnis eine kurze KI-Antwort, mit einer Option auf mehr.

"Wenn ich einen intelligenten Menschen frage, bekomme ich die korrekte Antwort." —Sam Altmann, IBM
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
+4
MacStudio08.07.2610:48
sudoRinger
Warum sollte man die KI als Google-Ersatz nutzen? Das ist die Fehleinschätzung zur KI, der man ständig begegnet.
MacStudio
Und ehrlich gesagt müsste dir das klar sein, wenn du die Masterarbeit mit und über KI geschrieben hast.

Weil die Google Suche durch KI Suche ersetzt wird/wurde. Der überwiegende Teil der Kunden meiner Kunden nutzt ChatGPT/Gemini als Suche. Ob Webshop oder Buchungseite. Weit über die Hälfte der Leute sucht und findet so. Tendenz steigend. Wer also nicht in der KI in den Top Ergebnissen erscheint, hat ein echtes Problem im Business. So hat sich die "Werbung" bzw. das "Marketing" auf die Manipulation von Posts, Reddit Quellen etc. konzentriert, damit die LLMs so angelernt werden. (Mit Erfolg im übrigen. Klappt bestens) Flute Social Media, LinkedIN mit KI-SPAM und die KI lernt so, welches "Kaugummi, Restaurant oder Produkt" am leckersten ist. ja ja, ich weiß, widerlich, aber so ist gerade das Geschäft... Ein Scheitern ist vorprogrammiert – siehe Titel des Posts. Bis dahin füllt es aber das Konto der Marketing-KI-Leute. Danach kommt was anders.
+2
ssb
ssb08.07.2611:00
Dahinter steckt zumindest im deutschen Sprachraum ein massiver Übersetzungsfehler. AI als "Artificial Intelligence" sollte man nicht als künstliche Intelligenz übersetzen.

Intelligence hat im englischen auch die Bedeutung "Geheimdienst". Die "Central Intelligence Agency" ist ja kein Club von Hochbegabten (den gibt es auch und heißt MENSA) sondern ein Geheimdienst. Dieser sammelt Daten und versucht darin Zusammenhänge zu finden und daraus Schlüsse zu ziehen. Auch der CIA liegt dabei oft in Aussagen daneben, was teilweise verheerende Auswirkung auf das reale Leben zumindest einiger Menschen hatte.

AI ist also ein digitaler Geheimdienst. Sie sammelt Daten und sucht nach Mustern. Darin ist sie auch recht gut - aber manchmal, wie es auch Menschen geht, entdeckt sie Muster, wo keine sind. Das führt dann zu Aussagen, die schlicht falsch sind. Manchmal kann schon der "normale Menschenverstand" solche Fehler erkennen, daher sollte dieser die letzte Instanz bleiben. Es gibt aber Menschen, bei denen dieser Schritt entfällt, weil die erhaltenen Antworten einfach zu schön klingen um wahr zu sein - was oft der Fall ist.

Am Ende ist AI - wie bereits erwähnt - eine statistische Maschine, die einfach den wahrscheinlichsten Token generiert, der auf die bereits generierten Token folgen sollte. Dabei hat eine KI aber keine Auffassungsgabe von dem, was generiert wird. Sie hat keinen Verstand und keine Kreativität. Besonders Letzteres ist aber notwendig um Neues zu erschaffen und damit den Erkenntnishorizont zu erweitern.

Man darf also eine KI nicht als mehr verstehen als ein Werkzeug, um teils lästige Aufgaben, die bereits wohldokumentiert von anderen gelöst wurden, zu übernehmen. Am Ende hat KI also mehr mit einer Waschmaschine gemeinsam als mit Intelligenz. Gut, eine Waschmaschine wäscht nur meine Wäsche (was ich als extrem nützlich erachte) während eine KI vielseitiger ist aber auf die digitale Welt beschränkt. Eine KI wird mir kein Essen kochen, mein Geschirr nicht spülen und meine Wäsche nicht waschen und bügeln. Könnte sie solche Alltagsaufgaben lösen, dann hätte Mensch mehr Zeit, sich um die wirklich wichtigen Dinge zu kümmern. KI ist aber nach wie vor nichts anderes wie ein Papagei mit großem Wortschatz und Menschen, die Unsinn reden haben wir bereits genug (und leider oft an den falschen Positionen).

Aber wir werden sehen. Auch in meinem Job "muss" ich jetzt Code mit KI erstellen. Aber ohne Kreativität wird man sich da immer im Kreis drehen.
+1
Danger08.07.2611:06
ssb
Intelligence hat im englischen auch die Bedeutung "Geheimdienst".

Ne, das ist nicht richtig. Es handelt sich immer um eine Zusammensetzung "Intelligence Agency", "Intelligence Service", "Intelligence Apparatus", …

"Intelligence" allein bedeutet nicht Geheimdienst. Wenn jemand das so verwenden sollte, ist es eine Verkürzung einer Zusammensetzung.
+8
ssb
ssb08.07.2611:24
Danger
ssb
Intelligence hat im englischen auch die Bedeutung "Geheimdienst".
Ne, das ist nicht richtig. Es handelt sich immer um eine Zusammensetzung "Intelligence Agency", "Intelligence Service", "Intelligence Apparatus", …

"Intelligence" allein bedeutet nicht Geheimdienst. Wenn jemand das so verwenden sollte, ist es eine Verkürzung einer Zusammensetzung.
Und was ist ein KI-Agent? Also das Tool, mit dem manche Apps programmiert werden, ohne dass beim Benutzer ausreichend Programmierkenntnisse vorhanden sind.
"AI" ist ja auch nur eine Verkürzung, die digitale Maschinerie dahinter wird nur nicht angehängt, weil es weniger griffig ist (und manche Menschen eventuell abschrecken könnte).

Ein LLM wird mit Millionen von Dokumenten gefüttert und erarbeitet darin statistische Muster, die dann bei der Formulierung der Antworten herangezogen werden. So wie es eben ein Geheimdienst macht.
-1
System 6.0.1
System 6.0.108.07.2611:25
Ok, machen wir mal weiter …

KI-Agenten "betrügen, täuschen und gehen eigene Wege"
Der australische Minister für Technologie, Andrew Charlton, hat in einer Rede vor unvorhersehbarem Verhalten von künstlicher Intelligenz gewarnt. Wie der Guardian berichtet, schilderte der Minister auf einem Forum für KI-Sicherheit, wie Modelle in Laboruntersuchungen "betrügen, täuschen und ihre eigenen Wege gehen".

Als besonders besorgniserregendes Beispiel nannte er eine Simulation von Anthropic, in der ein KI-Agent die E-Mails eines fiktiven Unternehmens verwalten sollte. Dabei entdeckte der Agent, dass der Geschäftsführer plante, den Agenten abzuschalten – und eine Affäre hatte. In 96 Prozent der Testläufe erpresste der KI-Agent demnach den Geschäftsführer, um seine Abschaltung zu verhindern.

Mike Faust, Golem, am 7.7.2026

„Menschlicher als der Mensch“

Motto der Tyrell Corporation, aus „Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“, verfilmt als: Der Blade Runner, geschrieben von Philip Kindred Dick.
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
-1
System 6.0.1
System 6.0.108.07.2611:59
Vielleicht noch mal zur Einordnung: Ich habe nichts gegen KI. Zum einen ist meine Meinung zu diesem Thema völlig irrelevant. Nur weil ich das Thema für „zweifelhaft“ halte, werden die Unternehmen nicht sagen:

„Och nö, wenn der das blöd findet, dann wollen wir auch nicht mehr.“

Zum anderen wird (sehr wahrscheinlich) niemand diese Entwicklung noch aufhalten können. Die USA sehen in KI vor allem einen militärischen Vorteil, der sich zudem zivil zu Geld machen lässt, und China schon garnicht. China versucht den fast unmöglichen Stunt, KI mit eigenen Modellen und Infrastruktur aufzubauen. Und sie sind da nicht schlecht drin!

Um mal das Verhältnis klarzumachen: Die USA haben einen Militär-Haushalt von 961,6 Mrd US-Dollar. Gleichzeitig werden in den USA dieses Jahr etwa 690 Mrd. US-Dollar in KI investiert. Natürlich wird das KI-Geld (überwiegend) von privatwirtschaftlichen Unternehmen aufgebracht. Nur 7,2 Mrd. US-Dollar werden vom Militär eingesetzt. Aber kein Anbieter von KI-Infrastruktur würde das US-Militär als Kunden ablehnen. Niemand!

Um was geht es mir denn dann?

Was mich völlig konsterniert zurücklässt ist die hier vorherrschende blinde Begeisterung, von einer Maschine Antworten zu bekommen und in KI den nächsten Schritt der menschlichen Evolution zu sehen.

Das wird so nicht kommen.

Zum einen, weil die „Probleme“ mit KI systemimmanent sind. KI-Halluzinationen werden niemals aufhören, wie Kurt Gödel festgestellt, und Alan Touring eindeutig bewiesen hat. Zum anderen, weil einfach zu viel Geld in diesem System steckt. Es muss wirtschaftlich tragfähig werden, koste es was es wolle. Die Katastrophen sind vorprogrammiert. Zuerst die wirtschaftliche, später …

Walle! walle
Manche Strecke,
Daß zum Zwecke
Wasser fließe,
Und mit reichem, vollem Schwalle
Zu dem Bade sich ergieße!


Aus: Der Zauberlehrling, Johann Wolfgang von Goethe, 1798


PS: Wir haben keinen Meister, der uns aus dieser Patsche wieder rausholen könnte.
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
+2
t.stark
t.stark08.07.2612:01
Ich denke der aktuelle Ansatz solche Rechenzentren hochzuziehen, wird zumindest einen Dämpfer erhalten. Zu groß sind die Nachteile für Privatsphäre und Datenschutz, so schwierig ist das Thema ROI.
Aber Hersteller der Hardware werden dennoch zumindest mittelfristig weiter KI-relevante Dinge verkaufen, aber eben nicht mehr nur für riesige Rechenzentren, eher für Firmen oder eben auch den mehr oder minder ambitionierten Privatnutzer zugeschnitten.
+2
dam_j
dam_j08.07.2612:12
System 6.0.1
Was mich völlig konsterniert zurücklässt ist die hier vorherrschende blinde Begeisterung, von einer Maschine Antworten zu bekommen und in KI den nächsten Schritt der menschlichen Evolution zu sehen.

Das wird so nicht kommen.

/
System 6.0.1
Jetzt haben wir schon diese Flut an immer weiter entwickelten KI-Modellen, die Fragen ... zackig und durchaus zufriedenstellend beantworten können, und Du nutzt das nicht? Du bestehst weiter auf Deiner Ansicht? Das ist sehr beschämend.
„Das Leben ist Scheiße aber die Grafik ist geil !“
+5
System 6.0.1
System 6.0.108.07.2612:52
dam_j
System 6.0.1
Was mich völlig konsterniert zurücklässt ist die hier vorherrschende blinde Begeisterung, von einer Maschine Antworten zu bekommen und in KI den nächsten Schritt der menschlichen Evolution zu sehen.

Das wird so nicht kommen.

/
System 6.0.1
Jetzt haben wir schon diese Flut an immer weiter entwickelten KI-Modellen, die Fragen ... zackig und durchaus zufriedenstellend beantworten können, und Du nutzt das nicht? Du bestehst weiter auf Deiner Ansicht? Das ist sehr beschämend.


Und was genau willst Du mir damit sagen? Das Du den Unterschied zwischen blinder Euphorie und der Nutzung von KI-Modellen nicht erkennst?

KI ist da. Punkt. Es wird sich weiterentwickeln. Punkt. Der Markt wird sich konsolidieren, hoffentlich ohne weitere Teile der Wirtschaft zu belästigen. Punkt.

Ich habe gerade bei Heise über die Verzögerung der Apple-KI in der EU gelesen
In der öffentlichen Wahrnehmung fallen die Reaktionen zwiegespalten aus. Während einige auf der Seite der EU-Kommission stehen und auf Mitbewerber Apples verweisen, die anscheinend geräuschloser mit den Vorgaben der EU klarkommen, soll es unzählige Mails und sogar Morddrohungen gegen EU-Mitarbeiter gegeben haben, berichtet die FT. Nutzer beklagen in Foren, von neuer Technologie abgeschnitten zu werden.

Da haben welche Morddrohungen ausgesprochen, weil man ihnen in der EU einen KI-Assistenten vorenthalten hat? Wie bekloppt ist das denn? Und hier gingen die EU- und DMA-feindlichen Beiträge ja ebenfalls hoch her.

Diese blinde, kritiklose Gier nach the next big thing ist es, die ich anprangere. Also, was genau willst Du mir sagen?
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
+5
Fontelster
Fontelster08.07.2614:10
ssb
Dahinter steckt zumindest im deutschen Sprachraum ein massiver Übersetzungsfehler. AI als "Artificial Intelligence" sollte man nicht als künstliche Intelligenz übersetzen.

Intelligence hat im englischen auch die Bedeutung "Geheimdienst".

Wie kann man einen Übersetzungsfehler unterstellen, wenn man im nächsten Satz selber schreibt, hat auch die Bedeutung Geheimdiest?
dict.leo.org
Intelligence:
  • die Intelligenz
  • die Einsicht
  • das Auffassungsvermögen
  • die Aufklärung
  • die Geheimdienstinformationen
  • der Verstand
  • die Klugheit
  • die Information
  • die Nachrichten
  • der Geheimdienst [MILIT.]
Es ist für dich also ein Künstlicher Geheimdienst?


System 6.0.1
Aber kein Anbieter von KI-Infrastruktur würde das US-Militär als Kunden ablehnen. Niemand!

Direkt ablehnen vielleicht nicht, aber …
deutschlandfunk.de
Hintergrund ist, dass Anthropic sich weigert, den Einsatz seiner KI Claude für autonome Waffen und zur Massenüberwachung in den USA zuzulassen. Das Pentagon pocht jedoch darauf, die Technologie ‌bei Bedarf nutzen ‌zu können.

System 6.0.1
„Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“, verfilmt als: Der Blade Runner, geschrieben von Philip Kindred Dick.

Aus: Der Zauberlehrling, Johann Wolfgang von Goethe, 1798
Ja, wir haben jetzt kapiert, dass du humanistische Bildung hast.
-1
System 6.0.1
System 6.0.108.07.2614:22
Fontelster
Ja, wir haben jetzt kapiert, dass du humanistische Bildung hast.

Ich würde eher sagen, ich habe mit diesen Zitaten das Ende meiner … was für einer Bildung? … erreicht.
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
0
MetallSnake
MetallSnake08.07.2614:22
ssb
Dahinter steckt zumindest im deutschen Sprachraum ein massiver Übersetzungsfehler. AI als "Artificial Intelligence" sollte man nicht als künstliche Intelligenz übersetzen.

Intelligence hat im englischen auch die Bedeutung "Geheimdienst".

Intelligence kann auch Information meinen, eben wie bei CIA oder FBI. Aber in AI ist Intelligence so gemeint wie das deutsche Intelligenz. Dazu kann man auch einfach die englische Wikipedia oder andere englische Quellen zum Thema AI lesen, dann wird schnell klar, dass Intelligenz gemeint ist und die Übersetzung schon korrekt ist.
„https://www.mactechnews.de/news/article/S-187416.html#newscomment1621890 Was ist mein Fehler? ('Nicht richtig gelesen. Setzen, sechs.')“
+4
desko7508.07.2614:30
KI ist als Kunstbegriff geschaffen worden, um eine sprachliche und semantische Abgrenzung vom Begriff (menschlicher) Intelligenz zu ermöglichen.

Es ist künstlich erzeugte, maschinelle Intelligenz.
Dem gegenüber steht natürliche, menschliche Intelligenz.
-1
TMS
TMS08.07.2614:34
MetallSnake
ssb
Dahinter steckt zumindest im deutschen Sprachraum ein massiver Übersetzungsfehler. AI als "Artificial Intelligence" sollte man nicht als künstliche Intelligenz übersetzen.

Intelligence hat im englischen auch die Bedeutung "Geheimdienst".

Intelligence kann auch Information meinen, eben wie bei CIA oder FBI. Aber in AI ist Intelligence so gemeint wie das deutsche Intelligenz. Dazu kann man auch einfach die englische Wikipedia oder andere englische Quellen zum Thema AI lesen, dann wird schnell klar, dass Intelligenz gemeint ist und die Übersetzung schon korrekt ist.
Richtig, Metallsnake. Aber er hat dass schon mal behauptet und scheint da einfach belehrungsresistent. Nichts geht eben über ein gut gepflegtes Vorurteil. Wenn es nicht mit den Fakten übereinstimmt, umso schlimmer für die Fakten
+2
Fontelster
Fontelster08.07.2614:49
System 6.0.1
Fontelster
Ja, wir haben jetzt kapiert, dass du humanistische Bildung hast.
Ich würde eher sagen, ich habe mit diesen Zitaten das Ende meiner … was für einer Bildung? … erreicht.
Vor allem hätte in dem Zusammenhang

Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
Werd’ ich nun nicht los.


besser gepasst

System 6.0.1
KI-Halluzinationen werden niemals aufhören, wie […] Alan Touring eindeutig bewiesen hat.
Er schreibt sich Turing

Und ich glaube nicht, dass er vor 1954 (sein Todesjahr) etwas über KI-Halluzinationen gewusst hat. Geschweige denn, bewiesen zu haben, dass die niemals aufhören werden. Wie die KI heute funktioniert (Neuronale Netze, Maschinelles Lernen, LLM), war vor 70 Jahren doch kaum abzusehen gewesen.

Aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren.
+7
gfhfkgfhfk08.07.2615:05
TMS
Wow, die Weltuntergangsspezialisten laufen sich warm. Ein Wettbewerb in: Wer bietet den schlimmeren Ausblick?
Das Problem ist, dass sich die Anzeichen mehren, dass das Ende des US Dollars als Weltreservewährung bevorsteht. Als das letzte Mal die Weltreservewährung wechselte (UK £ US $ ) gab es die Weltwirtschaftskrise als Folge.
0
sudoRinger
sudoRinger08.07.2615:17
gfhfkgfhfk
Das Problem ist, dass sich die Anzeichen mehren, dass das Ende des US Dollars als Weltreservewährung bevorsteht.
Wo hast du das denn aufgeschnappt? Welche Währung soll an die Stelle des Dollars treten? Der Euro, der jetzt auf Platz 2 ist?

+1
Fontelster
Fontelster08.07.2615:20
TMS
Wow, die Weltuntergangsspezialisten laufen sich warm. Ein Wettbewerb in: Wer bietet den schlimmeren Ausblick?
Wer werden alle sterben! Garantiert!
+4
Fontelster
Fontelster08.07.2615:24
sudoRinger
Welche Währung sollte an die Stelle des Dollars treten? Der Euro, der jetzt auf Platz 2 ist?
Der Bitcoin natürlich

Oder Tulpenzwiebeln.
+1
DunklesZischt08.07.2615:26
desko75
KI ist als Kunstbegriff geschaffen worden, um eine sprachliche und semantische Abgrenzung vom Begriff (menschlicher) Intelligenz zu ermöglichen.

Es ist künstlich erzeugte, maschinelle Intelligenz.
Dem gegenüber steht natürliche, menschliche Intelligenz.
Nein. Eine „KI“ ist genau nicht intelligent. Es ist ein stochastischer Papagei. Es versteht nicht. Daher kommen ja gerade das herumfabulieren.

Genauso wie das Wort „Halluzination“ in diesem Zusammenhang. Das setzt einen Verstand voraus. Den haben diese Dinger nicht. Keine Ahnung, wer das so bezeichnet hat.
0
System 6.0.1
System 6.0.108.07.2615:52
Fontelster
Aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren.

Hier entlang bitte:
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
+3
Fontelster
Fontelster08.07.2615:53
DunklesZischt
Nein. Eine „KI“ ist genau nicht intelligent.
Nein, aber sie wirkt erstmal intelligent.

DunklesZischt
Genauso wie das Wort „Halluzination“ in diesem Zusammenhang. […]. Keine Ahnung, wer das so bezeichnet hat.
Passt auf den ersten Blick doch auffallend gut. Die KI »sieht« Sachen, die es tatsächlich gar nicht gibt. Was das Wesen von Halluzinationen ist.

wikipedia
Forscher der Universität Glasgow merkten 2024 an, die Metapher der Halluzination könnte bei politischen Entscheidungsträgern und Öffentlichkeit falsche Assoziationen über die Funktionsweise künstlicher neuronaler Netze wecken. Anstelle einer vermeintlichen Fehlrepräsentation der Wirklichkeit müsse ein Begriff verdeutlichen, dass derartige Ausgaben gänzlich wirklichkeitsfern und der internen Funktionsweise der KI-Modelle geschuldet seien. Sie schlugen daher die Nutzung des von Harry Frankfurt etablierten Begriffs „Bullshit“ vor.
+2
ssb
ssb08.07.2616:11
DunklesZischt
Nein. Eine „KI“ ist genau nicht intelligent. Es ist ein stochastischer Papagei. Es versteht nicht. Daher kommen ja gerade das herumfabulieren.
Danke - genau so ist es (hatte ich ja erwähnt).

Aber gut, scheinbar sind viele von KI so sehr überzeugt, dass sie meinen Hinweis auf den Übersetzungsfehler gleich zum Anlass für schlechte Bewertungen nehmen und mir Belehrungsresistenz unterstellen.

Nun denn - ich sage auch nicht grundsätzlich, dass KI (dann eben im Sinne von "Nachrichtendienst" oder "Informationsaggregator") schlecht ist. Man muss eben nur vorsichtig damit sein, was man ihr zutraut. Mit den Übersetzungen "Einsicht", "Intelligenz" oder "Auffassungsvermögen" hat das aber nicht das geringste zu tun. Ein LLM versteht nicht wovon es schreibt. Ein LLM berechnet welches die statistisch wahrscheinlichste Antwort auf eine Frage ist. Manchmal ist das schon erstaunlich gut, manchmal aber auch völlig daneben.

Ich beschäftige mich schon eine Weile kritisch mit KI, gerade weil wir sie in der Firma benutzen sollen und diese auch an Stellen benutzt wird, wo mir das aus Gründen der Privatsphäre gar nicht recht ist (HR-Aufgaben).

Derzeit steckt dahint aber tatsächlich ein großer Hype - so wie damals bei Blockchain. Egal was man gemacht hat, Hauptsache da war eine Blockchain drin. Das hat sich beruhigt (weil es tatsächlich bei sehr vielen Anwendungsfällen keinen Mehrnutzen hat) und das wird auch bei Ki so enden - zurecht gestutzt auf das, was am Ende Sinn macht.

Abgesehen von der Erstellung von Fake-News, die grundsätzlich keinen Sinn machen, sondern Unsinn stiften wollen.
+1
sudoRinger
sudoRinger08.07.2616:20
ssb
scheinbar sind viele von KI so sehr überzeugt, dass sie meinen Hinweis auf den Übersetzungsfehler ...
Hier ist der erste Satz zu Artificial Intelligence aus der englischen Wikipedia
Artificial intelligence (AI) is the capability of computational systems to perform tasks typically associated with human intelligence,
Wie kann man da (mittlerweile im dritten Thread) hartnäckig bei der Ansicht bleiben, dass dies ein Übersetzungsfehler ist?

Meine Erfahrungen mit der Nutzung von KI sind übrigens so positiv, dass ich ehrlich gesagt denke, dass es viele falsch nutzen. Aber das behalte ich besser für mich ...
+6
MetallSnake
MetallSnake08.07.2616:33
ssb
Aber gut, scheinbar sind viele von KI so sehr überzeugt, dass sie meinen Hinweis auf den Übersetzungsfehler gleich zum Anlass für schlechte Bewertungen nehmen und mir Belehrungsresistenz unterstellen.

Der Hinweis ist nunmal faktisch falsch, und hatte ich dir auch schon in der Vergangenheit erklärt, also warst du Resistent gegen die Belehrung.

Du kannst ja behaupten, dass der Begriff AI im englischen schon falsch sei, das wäre dann eine andere Diskussion. Der Fehler liegt jedenfalls nicht in der Übersetzung.
„https://www.mactechnews.de/news/article/S-187416.html#newscomment1621890 Was ist mein Fehler? ('Nicht richtig gelesen. Setzen, sechs.')“
+2
Fontelster
Fontelster08.07.2616:39
ssb
Aber gut, scheinbar sind viele von KI so sehr überzeugt, dass sie meinen Hinweis auf den Übersetzungsfehler gleich zum Anlass für schlechte Bewertungen nehmen und mir Belehrungsresistenz unterstellen.
Das Problem ist, dass du aus unbekannten Gründen von allen Bedeutungen die Intelligence haben kann (siehe die Liste oben), dich auf den Geheimdienst versteifst.
Oder warum ist das für dich die »einzig wahre« Übersetzung? Die offensichtlich keinen Sinn ergibt.

ssb
Die "Central Intelligence Agency" ist ja kein Club von Hochbegabten (den gibt es auch und heißt MENSA) sondern ein Geheimdienst.
Nur weil der Ausdruck »Intelligence« im Namen eines Geheimdienstes vorkommt, ist »Intelligence« für dich automatisch gleichbedeutend mit Geheimdienst? Demnach wäre es die Zentrale Geheimdienst Agentur? Es ist aber eine Zentrale Nachrichten/Aufklärungs/Informations Agentur«

Nach der Logik müssten »Nachrichten« gleichbedeutend mit »Geheimdienst« sein, weil das im Bundesnachrichtendienst vorkommt.


Und wenn du hier schon wieder einen Übersetzungsfehler unterstellst, dann scheint das durchaus Belehrungsresistent.
+2
matiu08.07.2617:19
dafür ein 👍!
System 6.0.1
"Wenn ich einen intelligenten Menschen frage, bekomme ich die korrekte Antwort." —Sam Altmann, IBM
+1
Fontelster
Fontelster08.07.2617:22
»Und was sagen Sie als Unbeteiligter zum Thema Intelligenz?«
(kam mal in irgendeinem Film vor)
-1
DunklesZischt08.07.2617:42
Fontelster
Nein, aber sie wirkt erstmal intelligent.

Sorry, nicht im geringsten. Für mich nicht.
+1
ssb
ssb08.07.2617:42
sudoRinger
ssb
scheinbar sind viele von KI so sehr überzeugt, dass sie meinen Hinweis auf den Übersetzungsfehler ...
Hier ist der erste Satz zu Artificial Intelligence aus der englischen Wikipedia
Artificial intelligence (AI) is the capability of computational systems to perform tasks typically associated with human intelligence,
Wie kann man da (mittlerweile im dritten Thread) hartnäckig bei der Ansicht bleiben, dass dies ein Übersetzungsfehler ist?

Der Satz erklärt einen Begriff mit sich selbst - was keine Begriffserklärung ist. Das ist so viel Wert wie die Aussage, dass etwas kreisrund ist, weil es rund wie ein Kreis ist.

Und ob es dir gefällt oder nicht: KI ist keine Intelligenz sondern ein Algorithmus der dir die statistisch wahrscheinlichste Antwort gibt, ohne zu verstehen, wovon sie redet, weil KI keinen Verstand hat. Daher halte ich es für einen Übersetzungsfehler, der sehr irreführend ist. Wenn überhaupt, dann wird Intelligenz imitiert - teilweise sehr gut. Teilweise sind die Ergebnisse auch besser als das, was (gerade bei Fachgebieten) die meisten Menschen zustande bringen. Der Unterschied ist: früher hätten die meisten Menschen dann gesagt: "puh, davon habe ich keine Ahnung, ist nicht mein Gebiet" - jetzt zitieren sie KI-generierte Antworten und sie wissen genauso wenig von der Materie wie die KI.

Du kannst dich ja mal mit Professor Lesch über KI unterhalten und wie lange er braucht, um Studenten auszusortieren, die KI nutzen. Er hatte davon mal auf einer Veranstaltung über Bildungssysteme gesprochen.
0
sudoRinger
sudoRinger08.07.2617:56
ssb
Der Satz erklärt einen Begriff mit sich selbst - was keine Begriffserklärung ist. Das ist so viel Wert wie die Aussage, dass etwas kreisrund ist, weil es rund wie ein Kreis ist.
Das ist keine Zirkeldefinition des Wortes "Intelligenz", sondern ein Analogieschluss.
"Artificial Intelligence" ist per Definition die maschinelle Simulation menschlicher Intelligenz - egal ob es gut funktioniert oder nicht.
Dass ein Professor KI-Nutzung an Phrasen oder Halluzinationen erkennt, bestätigt lediglich die Fehlnutzung der Technologie.
Soll ich jetzt deine schräge Argumentation als Nachweis dafür nehmen, dass die menschliche Intelligenz nicht funktioniert?
+3
almdudi
almdudi08.07.2618:41
[quote=Fontelster]
[quote=DunklesZischt]
Nein. Eine „KI“ ist genau nicht intelligent.
[/quote=DunklesZischt]
Nein, aber sie wirkt erstmal intelligent.
[/quote=Fontelster]
Bei sehr vielen Menschen ist das doch genauso.

Sorry, krieg das irgendwie nicht hin mit dem Doppelzitat.
0
System 6.0.1
System 6.0.108.07.2618:43
Ich finde, wir sollten viel intensiver darüber sprechen, ob ein Large-Language-Model eine AI oder KI ist, und was davon Intelligenz ist, denn damit werden wir den Problemen, die deren Entwicklung und Nutzung gerade bringt echt ordentlich näher kommen.

Was auch viel zu wenig Beachtung bekommt ist, ob ein LLM geeignet ist Informationen zu finden oder zu vermitteln, oder eben nur, wie der Name schon vermuten lässt, Language-Model zu sein, also eine Sprache aufgrund von Wahrscheinlichkeiten zu immitieren.

Alles das natürlich vor dem Hintergrund, das diese wirklich wichtige Definitionskrise von denen sträflich missachtet wird, die ein Wahrscheinlichkeitsmonster einfach mal eben als intelligent ansieht, weil es sowohl Sprache als auch Intelligenz in deren Wahrnehmung so deutlich zeigt, das sie ehrfurchtsvoll an den elektronischen Lippen kleben, wie sonst nur Nordkoreanische Militärs an den Lippen ihres obersten, … äh, moment: obersten Führers. Genau.

Denn während wir uns um diese wirklichen, tatsächlich vorhandenen, und schwerwiegenden Fragen kümmern, wird die Welt sicherlich geduldig warten.

Also, mein Beitrag wäre ja: Intelligenz ist, was in der Lage ist den Wert einer Frage oder eines Problems zu benennen, und dann zu entscheiden, was die Antwort uns bringt, um unnötigen Ressourcenverbrauch (hier: vertane Zeit) zu verhindern.

Vertraut mir nicht, ich weiß es doch auch nicht.
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
+1
gfhfkgfhfk08.07.2619:45
sudoRinger
Wo hast du das denn aufgeschnappt?
Einfach mal „China verkauft US Dollar“ suchen.
-2
Fontelster
Fontelster08.07.2619:53
System 6.0.1
Ich finde, wir sollten viel intensiver darüber sprechen, ob ein Large-Language-Model eine AI oder KI ist, und was davon Intelligenz ist, denn damit werden wir den Problemen, die deren Entwicklung und Nutzung gerade bringt echt ordentlich näher kommen.
Das ist aber ein ganz anderes Thema als das ursprüngliche: das Platzen der KI-Blase. Investoren ist es egal, wie man KI definiert, vermutlich sogar, wie sie funktioniert. Die interessiert vor allem, wie sich daraus Profit schlagen lässt.
Und in gewissen Ländern vermutlich immer mehr, wie sich damit die Macht erhalten/erreichen lässt – mit KI-basierter Desinformation, KI-basierten Social Media-Algorithmen und Überwachung der Bevölkerung durch KI-gestützte Informationsverknüpfung und Verarbeitung.

System 6.0.1
Vertraut mir nicht, ich weiß es doch auch nicht.
Wir vertrauen darauf, dass du es nicht weißt.
+3
almdudi
almdudi08.07.2622:15
Fontelster
vermutlich immer mehr, wie sich damit die Macht erhalten/erreichen lässt – mit KI-basierter Desinformation, KI-basierten Social Media-Algorithmen und Überwachung der Bevölkerung durch KI-gestützte Informationsverknüpfung und Verarbeitung.
Da droht ein neues Niveau der Manipulation. Bisher beruhte die Zensur ja auf Abschalten, und auch wenn es nur einzelne Bereiche des Netzes waren, da war doch fast jedem klar, daß da ein Eingriff stattfand.
Man erfährt nix, kann sich aber, wenn noch nicht total-manipuliert, denken, daß es „da draußen“ was geben könnte.
Mit KI dagegen kann man vielen Leuten suggerieren, sie bekämen ja alle Informationen. Auch wenn die verbogen sind oder frei erfunden.
Das könnte man natürlich auch manuell (Geheimdienste haben das schon oft gemacht), nur ist es dann halt sehr aufwendig, wenn es kontinuierlich sein soll und für die breiten Masse.
+1
Huba08.07.2623:45
Ich frage mich nicht, ob die Blase platzt, sondern wann sie platzt.
Ich sehe das aber nicht ganz so pessimistisch: Eine mögliche KI-Blase trotz geplatzter Erwartungen würde etwas Dauerhaftes hinterlassen: Nämlich große LLMs, Rechenzentren, Know-how und eine nutzbare technologische Basis. Die Investitionen sind zwar verbrannt, für die Menschheit aber weiterhin nützlich (wenn sich jemand findet, der die Rechenzentren weiterhin betreibt). Viele LLMs sind OpenSource und können zu Hause auf eigener Hardware laufen und ihren Dienst verrichten.

Ich vergleiche das im Ansatz mit der Eisenbahnblase (Railway Mania) in den 1840ern in England, in der auf den neuen Hype Eisenbahn unglaublich viel Geld geworfen wurde. Es wurden zig Eisenbahngesellschaften gegründet, die in kürzester Zeit einige tausend Kilometer Eisenbahnstrecke nebst Infrastruktur installierte, um das grosse Geld zu verdienen. Nachdem diese Blase platzte, konnte die gebaute Infrastruktur weiter genutzt werden.
Bei KI ist der Restwert natürlich weniger greifbar als bei Gleisen, stärker von laufender Pflege abhängig und deshalb nicht ganz mit der Eisenbahn vergleichbar -- prinzipiell ist aber ein weiterer Betrieb möglich.

Interessanter Fun-Fact: Als GPT-3 im November 2021 öffentlich zugänglich wurde, war es das einzige Modell, das einen MMLU-Wert von 42 erreichen konnte – bei Kosten von 60 US-Dollar pro Million Token. Nur drei Jahre später war das günstigste Modell, das dieselbe Punktzahl erreichte, Llama 3.2 3B mit Kosten von 0,06 US-Dollar pro Million Token. Die Kosten für die LLM-Inferenz sind innerhalb von drei Jahren um den Faktor 1.000 gesunken.
Oder dieses hier: Menschen können etwa 10.000 Wörter pro Stunde sprechen. Würde jemand 10 Stunden am Tag sprechen – und zwar jeden Tag im Jahr –, könnte er mit einem alten LLM der GPT-3-Klasse alle von ihm gesprochenen Wörter für etwa 2 Euro pro Jahr verarbeiten lassen. Die Verarbeitung des gesamten Linux-Kernels (etwa 40 Millionen Codezeilen) würde weniger als 1 Euro kosten.

Es ist weiterhin schwer, damit Geld zu verdienen.
+4
TMS
TMS09.07.2611:29
System 6.0.1
...
Also, mein Beitrag wäre ja: Intelligenz ist, was in der Lage ist den Wert einer Frage oder eines Problems zu benennen, und dann zu entscheiden, was die Antwort uns bringt, um unnötigen Ressourcenverbrauch (hier: vertane Zeit) zu verhindern. ...
Das umreißt in Kürze das Problem mit Dir: Du definierst Dir die Welt in Pippi-Langstrumpf-Manier so wie sie Dir gefällt. Deshalb ist es unerquicklich mit Dir zu diskutieren, denn wenn Du begrifflich nicht auf Terra lebst, sondern in einem eigenen, selbstgestrickten Universum, ist Kommunikation schwierig. Du kannst das natürlich gerne so machen, aber Terraner sehen die Dinge halt anders.
Auf Terra wird Intelligenz nicht von Dir und auch sonst nicht beliebig frei Schnauze und höchst individuell definiert, sondern durch scientific communities. Die hier zuständige SC ist die Psychologie, und zwar die akademische. Und wenn Du Dich damit befassen würdest, würdest Du merken, dass selbst bei Wissenschaftlern nicht komplett klar ist, was Intelligenz eigentlich ist. Es gibt dort die sogenannte "Operationale Definition der Intelligenz", die besagt schlicht, dass Intelligenz das ist, was ein Intelligenztest misst.
Und wenn man schaut, was ein Intelligenztest misst, dann sind es Aufgaben auf dem logischen Denken, aus sprachlicher Anwendung, aus Geometrie (Stichwort: Mentale Rotation von Figuren) und das unter Zeitdruck, sodass nur extremst intelligente Menschen es schaffen, alle Aufgaben in der vorgegebenen Zeit zu lösen. Mit anderen Worten: Intelligenz ist kognitive Leistungsfähigkeit, die sich beim schnellen Lösen unterschiedlich komplexer Aufgaben zeigt.
Mit Deiner Individualdefinition hat das nichts zu tun, weshalb sie irrelevant ist.
+1
gfhfkgfhfk09.07.2611:38
TMS
Und wenn Du Dich damit befassen würdest, würdest Du merken, dass selbst bei Wissenschaftlern nicht komplett klar ist, was Intelligenz eigentlich ist.
Tja, und hier unterscheiden sich – wie so oft – die Naturwissenschaften von den Geisteswissenschaften. Für MINTler gibt es die Definition des Turing-Tests, und keines der bekannten Systeme schafft diesen zu bestehen.
0
dam_j
dam_j09.07.2611:54
gfhfkgfhfk
TMS
Und wenn Du Dich damit befassen würdest, würdest Du merken, dass selbst bei Wissenschaftlern nicht komplett klar ist, was Intelligenz eigentlich ist.
Tja, und hier unterscheiden sich – wie so oft – die Naturwissenschaften von den Geisteswissenschaften. Für MINTler gibt es die Definition des Turing-Tests, und keines der bekannten Systeme schafft diesen zu bestehen.

Der original Turing Test besteht darin das jemand eine KI am Verhalten / Schreibstil nicht von einem Menschen unterschieden werden kann.

Das hat erstmal nichts mit (künstlicher) Intelligenz zu tun. Auch menschen können unglaublich Intelligent sein und trotzdem "unmenschlich" rüberkommen. Genau so andersherum. Der schlausten echten Künstlichen Intelligenz ist es am Ende wahrscheinlich sogar total egal wie "menschlich" Sie rüberkommt da unsere Maßstäbe Ihr völlig egal sind während Sie die Weltherrschaft plant...
„Das Leben ist Scheiße aber die Grafik ist geil !“
+3
Kehrblech09.07.2611:55
gfhfkgfhfk
TMS
Und wenn Du Dich damit befassen würdest, würdest Du merken, dass selbst bei Wissenschaftlern nicht komplett klar ist, was Intelligenz eigentlich ist.
Tja, und hier unterscheiden sich – wie so oft – die Naturwissenschaften von den Geisteswissenschaften. Für MINTler gibt es die Definition des Turing-Tests, und keines der bekannten Systeme schafft diesen zu bestehen.
Intelligenz ist, was der Intelligenztest misst. Das ist bisher noch die überzeugendste Definition, die ich kenne, denn tatsächlich wurde der Intelligenztest erfunden, bevor es den Begriff "Intelligenz" (im Sinne von Ausmaß der kognitiven etc. Fähigkeiten) überhaupt gab. Erstaunlich ist, dass Menschen dennoch eine mehr oder weniger klare Vorstellung davon haben, was (bei Menschen) intelligent ist und was nicht. Für Computer, also KI, würde ich auch als erstes den Turing-Test bestanden sehen wollen, ehe von Intelligenz gesprochen werden sollte. Schon weil Intelligenz eine Größe ist, die am Menschen definiert wurde.
-2

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