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Der Apple-Aktien-Thread (April 2019)

macbeutling01.04.1918:29
Heute mal ein Quicky: willkommen im April!!!

Nach einem fast flachen Februar ging es im März wieder ein wenig weiter nach oben.

Seit der Gewinnwarnung hat der Kurs wieder über 40€ dazu gewonnen.

Also dann: her mit dem April
„Glück auf🍀“
+1

Kommentare

Weia
Weia01.04.1918:42
AAPL scheint sich mal wieder bis zum allerletzten Moment um eine Entscheidung herumdrücken zu wollen: 200-Tages-Durchschnitt nach oben durchbrechen oder Aufwärtstrend nach unten?

+3
torgem01.04.1922:08
Durststrecke. Es gibt kaum neues. Einzig die Wahrnehmung ändert sich alle paar Wochen. Dienste, das wird der nächste Kurstreiber... Dienste, keine Chance... Flaute.

Off Topic: Morgen kommen die neuen AirPods, ich bin ja mal gespannt.
„AAPL: halten - reflect-ion.de“
+1
doggda
doggda02.04.1909:58
in meiner Anzeige liegt AAPL gut über der 200 Tage Linie... sogar mit einem Minitrend nach oben seit dem 27.3.
+1
Weia
Weia02.04.1910:18
doggda
in meiner Anzeige liegt AAPL gut über der 200 Tage Linie...
Da müsstest Du mal sagen, was Du mit „Deiner Anzeige“ meinst. Es gibt verschiedene 200-Tages-Durchschnitte (gilt natürlich entsprechend für alle anderen Zeitspannen auch). Der Standardfall, den man meint, wenn man keine weiteren Attribute hinzufügt, ist das arithmetische Mittel der Schlusskurse der letzten 200 Tage. Der exponentielle 200-Tages-Durchschnitt hingegen gewichtet durch eine entsprechende Formel die jüngere Vergangenheit stärker und reagiert damit rascher auf Kursveränderungen. Daneben gibt es noch etliche weitere Berechnungsmethoden.

Am Montagsschluss lag der (Standard-)200-Tages-Durchschnitt von AAPL bei 190,56$ (AAPL hat also erstmals seit dem 22. März leicht darüber geschlossen), der exponentielle 200-Tages-Durchschnitt bei 181,74$.

Nochmal anders wäre die Situation, wenn Du einen Chart mit €-Kurs zugrunde legst (technisch völlig unsinnig, aber manche machen das), denn dann geht natürlich auch der Währungskurs der letzten 200 Tage mit in die Berechnung ein.
+2
doggda
doggda02.04.1915:13
hallo Weia , meine Bank zeigt mir das tatsächlich in Euro, daran wirds liegen... danke für die wie immer tolle Erläuterung...
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doggda
doggda02.04.1915:15
hab auf Nasdaq umgeschaltet , da werden die Dollarcharts gezeigt
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Weia
Weia02.04.1916:00
doggda
meine Bank zeigt mir das tatsächlich in Euro, daran wirds liegen...
Ah! Ja, das ergibt Sinn: Der Euro war gegenüber dem Dollar in den letzten 200 Tagen teils merklich stärker als jetzt, AAPL in Euro ausgedrückt also relativ zu Dollar billiger, folglich liegt der 200-Tages-Durchschnitt tiefer.

NB: Manchmal kann es auch sinnvoll sein, für die technische Analyse in einem Chart eine kombinierte Größe (wie Aktienkurs × Währungskurs) darzustellen, z.B. beim inflationsbereinigten S&P 500 (Indexwert / Inflation). Bei AAPL und Euro wäre das aber nur dann der Fall, wenn maßgebliche Teile des Umsatzes in Euro abgewickelt würden (die Investoren-Psyche also danach tickt), und dem ist wohl eher nicht so …
+1
marcol
marcol02.04.1918:48
Gibt es eine gute und bezahlbare Mac Software zur Chart Auswertung?
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Weia
Weia02.04.1918:55
marcol
Gibt es eine gute und bezahlbare Mac Software zur Chart Auswertung?
Nein, leider nicht, nicht mal eine unbezahlbare.

Das Thema hatten wir hier vor einiger Zeit schonmal, und ich hatte in die Runde gefragt, ob Interesse bestünde, solch eine Entwicklung anzustoßen. Die Resonanz darauf war derart verhalten, dass sehr deutlich wurde, warum das kein Softwarehaus machen will …

Ich hätte zahllose Ideen, was man alles besser machen könnte als bei existierender Chartsoftware (Windows oder Java), aber wenn’s zu wenige interessiert …
+1
uni.solo02.04.1920:11
Weia

Ich hätte zahllose Ideen, was man alles besser machen könnte als bei existierender Chartsoftware (Windows oder Java), aber wenn’s zu wenige interessiert …

Ich wäre interessiert. Hatte eine zeitlang Mastock. Leider wurde die Entwicklung eingestellt, weil der Entwickler schwer erkrankte (glaub ich)...
+1
Weia
Weia03.04.1902:42
uni.solo
Weia
Ich hätte zahllose Ideen, was man alles besser machen könnte als bei existierender Chartsoftware (Windows oder Java), aber wenn’s zu wenige interessiert …
Ich wäre interessiert.
Leider ändert 1 zusätzlicher Interessent die Situation nicht grundlegend.

Ein (wenn nicht das) Grundproblem einer solchen Software (die jemand wie ich, der intensiv damit arbeiten würde, liebend gerne hätte) ist das Folgende:

Solch eine Software ergibt nur Sinn in professioneller Qualität, denn Charts, die Ansprüche von Gelegenheitsanlegern leidlich befriedigen, gibt es auf vielen Websites in „gut genug“. Professionelle Qualität bedeutet aber Real-Time-Kurse. Du brauchst für so ein Programm also einen Kursdatenanbieter. Kein Kursdatenanbieter legt seine Übertragungsverfahren offen, weil Effizienz in der Datenübertragung ein ausschlaggebendes Qualitätskriterium für Real-Time-Kursdaten-Anbieter ist. Folglich gibt es immer eine vorkompilierte Library (für den Mac käme realistischerweise nur eine mit C++-API infrage, kein Kursanbieter erstellt eine Objective-C- oder Swift-Library), die in das Programm eingebunden werden muss. Anbieter mit solch einer auch für den Mac kompilierten Library musst Du mit der Lupe suchen, und deren Anbieter fordern dann oft sehr hohe monatliche Abogebühren.

Broker und Banken, die Du ja zum Traden sowieso brauchst, bieten umgekehrt Real-Time-Kurse oft zu geringen Gebühren an, manche (TD Ameritrade) sogar kostenlos. Nur stellen die natürlich keine Library für Programmierer bereit, sondern ihre proprietären Chartprogramme für ihre Kunden, die, falls sie überhaupt cross platform sind, praktisch immer in Java implementiert sind und viele, viele Haken und Ösen haben.

Aber wer will schon ein Programm für, da professionell, sicher nicht wenig Geld kaufen und dann auch noch monatlich hohe Datengebühren berappen, wenn er etwas, dessen Qualität ihm notfalls auch ausreichend erscheint, von seinem Broker für wenig oder gar kein Geld bekommt? (Klar, ein aufgrund eines überlegenen Programms erfolgreicher Trade könnte ein teures Programm und Kursgebühren für lange Zeit ggf. locker finanzieren, aber den muss man halt erstmal machen, und so rechnen auch nur wenige.)

Eine gewisse Ausnahmestellung besitzt Interactive Brokers. Die haben auch ein Java-Programm für ihre Kunden, das zur Ordereingabe auch erforderlich ist, aber auch Charts bietet (so schlecht, dass ich sie nie benutzt habe). Das Java-Programm dient aber gleichzeitig als lokaler Kursserver, und über eine lokale Netzwerkkommunikation kann ein Cocoa-Programm sich die Kursdaten holen. Einen Objective-C-Wrapper habe ich dafür mal geschrieben, das ging ganz gut. Aber es muss dazu eben immer das ressourcenfressende Java-Programm im Hintergrund laufen, das sich zu allem Überfluss auch noch alle 24 Stunden selbst beendet.

Vor allem ergibt das aber eben eine Insellösung, die nur funktioniert, wenn man bei diesem Broker Kunde ist.

Ich vermute, das ist das Hauptproblem, woran sowas scheitert. Darüber hinaus: Die Qualität dieser Broker-Java-Programme ist mal besser, mal schlechter, aber wie gesagt eben nie berauschend, doch haben sie andererseits ein breites Zusatzangebot z.B. an börsenrelevanten Nachrichten usw., mit dem man es erstmal schwerlich aufnehmen könnte. Sprich, ein Cocoa-Chartprogramm müsste in seiner ureigenen Domäne, als Programm für technische Analyse, schon sehr sehr gut sein, um konkurrenzfähig zu sein. Und das bedeutet eben eher hohen Preis für ein Profiprogramm für eine eher kleine Klientel. Ich hatte mal mit Synium (dem MacTechNews-Anbieter) darüber nachgedacht, aber für die war das schon deswegen weniger geeignet, weil sie eher auf preiswerte Programme mit hohem Verbreitungsgrad setzen.
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cheesus1
cheesus103.04.1910:45
Weia
Warum müssen das Real-Time Kurse sein? Ist das nicht nur für Daytrader interessant? Die meisten Anleger werden doch eher längerfristig agieren und da sollten "halbwegs" aktuelle Kurse ausreichend sein oder?
+2
Weia
Weia03.04.1919:05
cheesus1
Warum müssen das Real-Time Kurse sein? Ist das nicht nur für Daytrader interessant? Die meisten Anleger werden doch eher längerfristig agieren und da sollten "halbwegs" aktuelle Kurse ausreichend sein oder?
Hm, also ich zumindest würde keine Order „blind“ erteilen wollen, ohne zu wissen, wo genau der Kurs im Moment steht und was er in den letzten Minuten gemacht hat, auch wenn das eine Position ist, die ich Jahre halten will.

Aber das ist vielleicht auch, weil ich das seit über 30 Jahren nicht anders kenne. Vielleicht gibt es auch Anleger, denen das nicht wichtig ist.

Ich denke nur nicht, dass ein aufwändiges/hochwertiges/teures Programm für Charts und technische Analyse irgendeine Chance auf dem Markt hätte, das nicht zumindest die Option auf Real-Time-Kurse bietet, allzumal 2019, wo manche Broker diese Daten bereits kostenlos im Internet zur Verfügung stellen. Selbst die Kurse in der Aktien-App auf iPhone und seit Mojave auch Mac bzw. früher das Dashboard-Widget auf dem Mac sind realtime und intraday.

Außerdem musst Du ja auch Nicht-Real-Time-Kursdaten irgendwo herbekommen. Und ich zumindest (der ich mich aber diesbezüglich auch gar nicht umgetan habe) wüsste da jetzt keine vollständige Quelle, insbesondere für Stunden- und Minutencharts. Die zumindest sind für technische Analyse aber unabdingbar, um Strukturen zu erkennen, die auf Tagescharts bereits nicht mehr sichtbar sind.

Also jedenfalls wäre das ein zu lösendes Problem. Die ganze Situation passt zu der allgegenwärtigen Tendenz, von Kaufprodukten auf Dienste umzuschwenken, sprich, das Produkt ist der Kursdaten-Dienst, und die Chartprogramme sind nur das kostenlose Frontend für den kostenpflichtigen Dienst. Aber entsprechend mies sind sie halt leider auch.
0
Weia
Weia06.04.1918:23
Update zur Marktsituation

Der Stand der Dinge seit einiger Zeit war ja, dass der S&P 500 höchstwahrscheinlich neue Hochs machen wird, allerdings mit einer etwas höheren Wahrscheinlichkeit erst nach einer Korrektur als direkt.

Es sieht so aus, als hätten das mit der Korrektur zu viele erwartet, weswegen es nicht geschehen wird; zumindest haben sich die Wahrscheinlichkeiten diesbezüglich gestern umgekehrt.

Ich hatte ja gesagt, dass ein Grund, eine Korrektur zu erwarten, die Divergenzen zu breiteren Marktindizes waren, die im März im Gegensatz zum S&P 500 keine neuen Jahreshochs mehr machten. Die ausgeprägteste Divergenz bestand zum Russell 2000, der 2000 US-Aktienwerte enthält und somit der breiteste Marktindex ist.

Der Russell 2000 hat nun gestern eine bemerkenswerte Marktbewegung gemacht (Tageschart):



  • Er hat seinen (grünen) 200-Tages-Durchschnitt nach oben durchbrochen
  • Er hat die (rote) Abwärtstrendlinie seit in seinem Fall bereits Ende August 2018 nach oben durchbrochen
  • Er ist über das Zwischenhoch der zweischübigen Abwärtskorrektur seit Februar gestiegen

Jeder dieser Punkte ist bullish; alle drei zusammen sind folglich sehr bullish.

Dabei könnten die ersten beiden Punkte theoretisch noch Bullenfallen sein; der letzte Punkt aber ist eindeutig – Ihr erinnert Euch vielleicht, das war bei der Analyse des S&P 500 der ausschlaggebenden Punkt dafür, neue Allzeithochs zu prognostizieren, und ich habe hervorgehoben, dass jede noch so kleine und kurze Kursüberschreitung des Zwischenhochs das Signal eindeutig triggert.

Im Falle des Russell 2000 sagt das freilich jetzt nur aus, dass das Hoch vom 25. Februar bei 1602.01 überboten werden wird – da ist der Russell 2000 ja fast schon –, aber es legt damit zugleich doch sehr nahe, dass die beim Russell 2000 bilderbuchmäßig ausgeformte Korrektur seit dem 25. Februar abgeschlossen ist und es weiter nach oben geht. Dort fand die erwartete Korrektur also statt, nur beim S&P 500 scheinbar nicht.

Wenn Ihr Euch zum Vergleich einen Chart des S&P 500 anschaut,



dann könnt Ihr sehen, dass der S&P 500 die beiden Abwärtsschübe des Russell 2000 ja durchaus mitgemacht hat – nur ist er dazwischen mehr gestiegen, als er im ersten Abwärtsschub gefallen war, so dass das Ganze nicht wie eine Korrektur aussieht, sondern wie eine (im Kampf um den Wiedereintritt in den langfristigen grünen Aufwärtstrend) gebremste Aufwärtsbewegung. Der Druck nach oben war so groß, dass die Korrektur nach oben „verschmierte“. Im Englischen nennt man sowas running correction.

Dass der S&P 500 letzte Woche mit einem Gap in den langfristigen Aufwärtstrend zurückgesprungen ist, spricht auch dafür, dass der Index lieber direkt zum Gipfel will. Allerdings sind die Umsätze zur Zeit winzig; das erhöht die die Gefahr, dass höhere Umsätze aufgrund irgendeines Ereignisses plötzlich für eine abrupte Kursbewegung in welche Richtung auch immer sorgen.

Was heißt das nun für AAPL? Wenn der Gesamtmarkt mit höherer Wahrscheinlichkeit ohne Korrektur zum Allzeithoch läuft, dann wird auch AAPL höchstwahrscheinlich weiter steigen; den (hellgrünen) 200-Tages-Durchschnitt hat die Aktie diese Woche dazu passend ja bereits erneut überwunden:



Ich habe in den Chart im Vergleich zum letzten Mal zusätzlich die von früher altbekannte langfristige blaue Trendlinie durch die Hochs 2012 und 2015 eingezeichnet. Ich hatte, wie Ihr Euch vielleicht erinnert, nicht damit gerechnet, dass AAPL diesen starken Widerstand 2018 würde überschreiten können, was AAPL in einer langfristigen Bullenfalle von August bis Oktober aber dann doch tat, nur um danach umso stärker zu fallen. Jetzt nähert sich die Aktie dieser Linie also wieder von unten an.

Diese blaue Trendlinie, die dicke dunkelgrüne Aufwärtstrendlinie seit 2009 und die beiden kurzfristigen (dünnen grünen) Aufwärtstrendlinien seit Januar 2019 konvergieren alle im um den Juni herum im Bereich 200$ – 215$. Ich habe diesen Bereich durch ein hellgrünes Oval markiert. Falls die Arbeitshypothese stimmt, dass der Gesamtmarkt nur ein knappes neues Allzeithoch macht und dann gleich wieder deutlich nach unten wendet (vergleichbar Oktober 2007 – das muss man aber noch sehen, wenn der S&P 500 oben angekommen ist), könnte das eine realistische Zielzone für AAPL sein.
+4
macbeutling08.04.1908:18
Schauen wir uns daGanze mal von der fundamentalen Seite an:

1.) der Schock, das auch iPhone-Verkäufe nicht gegen unendlich wachsen, ist verdaut. Apple ist weiterhin extrem profitabel, zahlt eine jährlich steigende Dividende und investiert enorme Geldmengen in Aktienrückkäufe.
2.) neben dem starken Fundament "Hardware" wächst Apples Service-Sparte 2-stellig
3.) eben diese Servicesparte ist in der vorletzten Woche weiter aufgebohrt worden um das Thema Serien, Spiele und Filme, bietet also weiteren Raum für zusätzliches Wachstum an, ohne andere Geschäftsbereiche zu kanibalisieren.
4.) nicht zu vergessen, mehren sich berichte von sich erholenden iPhone-Bestellungen und Käufen in China.
Die Preissenkungen der letzten Wochen dürften sich ebenfalls positiv auswirken.

Zusammengefasst: Apple ist weiter auf Erholung, bin auf ein Update des Rückkauf- und Dividenden-Programmes am 30.04. gespannt.
„Glück auf🍀“
0
Weia
Weia08.04.1908:49
macbeutling
3.) eben diese Servicesparte ist in der vorletzten Woche weiter aufgebohrt worden um das Thema Serien, Spiele und Filme, bietet also weiteren Raum für zusätzliches Wachstum an, ohne andere Geschäftsbereiche zu kanibalisieren.
Wo ich meine Zweifel habe:

Bislang hat Apple, wenn es seine Geschäftsfelder erweitert hat, immer auf seine Kernkompetenzen zurückgegriffen, Technik zugänglich zu machen. Darin haben sich Mac, iPhone, iPad und auch Apple Watch nicht unterschieden.

iTunes war für sich genommen zwar was anderes, aber eben auch eine technisch neue Form der Musik-Distribution.

Und selbst sowas wie Apple Pay, im Kern eine Finanzdienstleistung, profitiert von Apples technischen Know-how.

Aber mit Serien, Spielen und Filmen ist Apple doch einer unter vielen (Streaming ist technisch heute ja nix Besonderes mehr) und hat keinerlei besondere Kernkompetenz. Klar, Apple Music wächst auch, aber da bekomme ich im Wesentlichen dieselbe Musik wie auf Spotify & Co, nur wieder technisch etwas besser integriert (für Apple-Nutzer).

Aber bei eigenen Serien und Filmen? Ich meine, ich schaue mir doch nicht Filme zum Thema/vom Regisseur X an, obwohl mich Y viel mehr interessieren würde, bloß weil die Filme technisch besser integriert zugänglich sind? Warum sollten Filme und Serien von Apple aber besser sein als von anderen Produzenten?

Verzettelt Apple sich hier nicht?
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macbeutling08.04.1909:45
Weia
Verzettelt Apple sich hier nicht?

Genau DAS ist die Frage, die sich wohl jeder stellt.
Ich weiß auch nicht, ob Netflix/AmazonVideo der direkte Konkurrent ist, sondern eher kleinere wie Hulu usw.
Ich denke, Apple will hier mal vorfühlen und Infrastruktur bereitstellen, ausbaufähig ist so ein Angebot ja immer noch.

Ich rechne weiter damit, das über kurz oder lang die TV-Shows aus dem iTunes Store als Streaming-Angebot zur Verfügung gestellt werden.
Damit wäre Apple deutlich aktueller und breiter aufgestellt, als die anderen beiden Großen.
„Glück auf🍀“
+4
torgem08.04.1917:10
AAPL heute im Angebot, nur $199,-
„AAPL: halten - reflect-ion.de“
+1
thomas b.
thomas b.08.04.1922:20
Jehova, Schlusskurs heute $200,10
+2
Weia
Weia08.04.1923:48
thomas b.
Jehova, Schlusskurs heute $200,10
= erneut von unten (fast) an die im Herbst durchbrochene dunkelgrüne langfristige Aufwärtstrendlinie (201$).
0
macbeutling09.04.1906:58
Man soll sich ja nicht selber zitieren, aber ich habe in meiner Aufzählung doch glatt die Sparte „payments“ vergessen.
Hab auch KEINE Ahnung, wie sich dies finanziell auswirken wird.

Das Quartal ist ja nun um und es gab diesmal keine Gewinnwarnung.
Die Ergebnisse werden also in der von Apple prognostizierten Range liegen.
macbeutling
Schauen wir uns daGanze mal von der fundamentalen Seite an:

1.) der Schock, das auch iPhone-Verkäufe nicht gegen unendlich wachsen, ist verdaut. Apple ist weiterhin extrem profitabel, zahlt eine jährlich steigende Dividende und investiert enorme Geldmengen in Aktienrückkäufe.
2.) neben dem starken Fundament "Hardware" wächst Apples Service-Sparte 2-stellig
3.) eben diese Servicesparte ist in der vorletzten Woche weiter aufgebohrt worden um das Thema Serien, Spiele und Filme, bietet also weiteren Raum für zusätzliches Wachstum an, ohne andere Geschäftsbereiche zu kanibalisieren.
4.) nicht zu vergessen, mehren sich berichte von sich erholenden iPhone-Bestellungen und Käufen in China.
Die Preissenkungen der letzten Wochen dürften sich ebenfalls positiv auswirken.

Zusammengefasst: Apple ist weiter auf Erholung, bin auf ein Update des Rückkauf- und Dividenden-Programmes am 30.04. gespannt.
„Glück auf🍀“
+3
Weia
Weia09.04.1912:53
macbeutling
Das Quartal ist ja nun um und es gab diesmal keine Gewinnwarnung.
Die Ergebnisse werden also in der von Apple prognostizierten Range liegen.
Muss eine Aktiengesellschaft denn auch „warnen“, wenn die Ergebnisse über der Prognose liegen?
0
macbeutling09.04.1912:59
Dein Ernst?
Natürlich nicht.

Eine Warnung Impliziert ja immer etwas negatives, das wäre dann eher eine „Gewinnüberraschung“
Weia
macbeutling
Das Quartal ist ja nun um und es gab diesmal keine Gewinnwarnung.
Die Ergebnisse werden also in der von Apple prognostizierten Range liegen.
Muss eine Aktiengesellschaft denn auch „warnen“, wenn die Ergebnisse über der Prognose liegen?
„Glück auf🍀“
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thomas b.
thomas b.09.04.1913:00
Weia
macbeutling
Das Quartal ist ja nun um und es gab diesmal keine Gewinnwarnung.
Die Ergebnisse werden also in der von Apple prognostizierten Range liegen.
Muss eine Aktiengesellschaft denn auch „warnen“, wenn die Ergebnisse über der Prognose liegen?

Warnen kann man im Wortsinn nur vor negativen Ereignissen. Allgemein gestiegene Umsätze kann man melden, muss es aber m.W. aber nicht.
+1
macbeutling09.04.1913:13
Puh, ihr kennt ja alle meine Einstellung zu AAPL, aber das sich die Aktie dermaßen schnell erholt (gerade bei 178€), da hätte ich beim besten Willen nicht mit gerechnet.
„Glück auf🍀“
+1
rosss09.04.1914:12
Vielleicht hat ja die etwas deutlichere Gewinnwarnung von Samsung den Anlegern gezeigt, dass Apple eventuell doch nicht ganz so doomed ist, jedenfalls im Moment?
+1
Weia
Weia09.04.1915:27
macbeutling
Dein Ernst?
Natürlich nicht.

Eine Warnung Impliziert ja immer etwas negatives
Klar, deshalb habe ich „warnen“ ja in Anführungszeichen gesetzt. Es hätte ja aber sein können – ich wusste das eben nicht – dass eine Aktiengesellschaft auch verpflichtet ist, mitzuteilen, wenn sich die Prognose als zu konservativ erweist.

Denn wenn das nicht der Fall ist, dann ist Deine Schlussfolgerung
macbeutling
Das Quartal ist ja nun um und es gab diesmal keine Gewinnwarnung.
Die Ergebnisse werden also in der von Apple prognostizierten Range liegen.
nicht korrekt. Die Ergebnisse sollten dann zwar nicht unter, könnten aber ohne weiteres über der prognostizierten Range liegen.
-1
macbeutling09.04.1916:05
Weia
nicht korrekt. Die Ergebnisse sollten dann zwar nicht unter, könnten aber ohne weiteres über der prognostizierten Range liegen.

Da hast du natürlich recht.
„Glück auf🍀“
0
Weia
Weia09.04.1916:20
macbeutling
Puh, ihr kennt ja alle meine Einstellung zu AAPL, aber das sich die Aktie dermaßen schnell erholt (gerade bei 178€), da hätte ich beim besten Willen nicht mit gerechnet.
rosss
Vielleicht hat ja die etwas deutlichere Gewinnwarnung von Samsung den Anlegern gezeigt, dass Apple eventuell doch nicht ganz so doomed ist, jedenfalls im Moment?
Naja, damit hat kaum jemand gerechnet, aber das ist nichts AAPL-Spezifisches. Der S&P IT-Branchenindex hat gestern ein neues Allzeithoch gemacht.

Der US-Aktienmarkt läuft auf eine langfristig ganz entscheidende Situation zu. Hier ein aktualisierter Monatschart seit dem Tief 1974:



Der grüne Trendkanal ist wieder der schon wiederholt besprochene „Jahrhundert-Trendkanal“ seit dem Hoch 1929 und dem Tief 1932, samt (gestrichelten) ¼-, ⅓-, ½-, ⅔- und ¾-Linien. Zudem habe ich in Violett einen 48-Monate-, also einen 4-Jahres-Durchschnitt eingezeichnet; dies deshalb, weil man im US-Aktienmarkt einen klaren 4-Jahres-Zyklus beobachten kann, der durch die Präsidentenwahl alle 4 Jahre strukturiert sein dürfte. Die blaue Trendlinie markiert den Aufwärtstrend seit 2009, die rote Trendlinie die Parallele zu dem Jahrhundert-Trendkanal durch das Hoch von 2007.

Wie ich schon seit Jahren wiederholt beschrieben habe, ist meine langfristige Arbeitshypothese, dass entweder diese rote Trendlinie den Aufwärtstrend seit 2009 stoppt, oder aber, falls er sie überwinden kann, der Markt an den oberen Rand des Jahrhunderttrendkanals stürmt und dort ein Blow-Off-Top bildet, weil ihn bis dahin charttechnisch einfach nichts mehr aufhält.

Da sich der blaue Aufwärtstrend seit 2009 und diese rote Trendlinie im Herbst 2019 kreuzen, steht bis dahin prinzipiell eine Entscheidung an.

Der Markt muss natürlich nicht bis ganz in die Spitze des durch rote und blaue Trendlinie gebildeten Dreiecks laufen. Letzten Herbst sah es so aus, als hätte sich der Markt frühzeitig für einen Ausbruch nach unten entschieden. Doch diese Abwärtsbewegung, die der Bedeutung der anstehenden Entscheidung entsprechend rasant war, stoppte exakt am 4-Jahres-Durchschnitt und erwies sich als Bärenfalle. Die Entscheidung ist also noch nicht gefallen und der S&P 500 ist wieder innerhalb der Dreiecksspitze.

Es bleiben zwei grundsätzlich Szenarien.

Entweder das anstehende neue Allzeithoch wird nur marginal und danach bricht der S&P 500 erneut nach unten durch. Dann war das jetzt anstehende Allzeithoch ein letztes Hurra so wie im Oktober 2007 (dem Ausgangspunkt der roten Trendlinie!) nach dem Tief im August 2007, nur mit höherer Amplitude. Die folgende Abwärtsbewegung dürfte dann entsprechend auch stärker ausfallen als die von 2007 – 2009.

Oder der Markt durchbricht die rote Trendlinie nach oben. Dann waren die letzten drei Monate wahrscheinlich ein blasser Vorgeschmack auf das, was dann nach oben passiert.
+5
Weia
Weia09.04.1916:46
Weia
Es bleiben zwei grundsätzlich Szenarien.
Zur Ergänzung: Der S&P 500 könnte natürlich auch zwar aus dem blauen Aufwärtstrend endgültig herausfallen, aber nicht abkrachen und stattdessen sich gemächlich weiter unter der roten Trendlinie nach oben hangeln. Das halte ich nach der „Zuspitzung“ im wahrsten Sinne des Wortes nur nicht für sonderlich wahrscheinlich.
+1
Weia
Weia09.04.1923:37
Und wieder ist AAPL (jedenfalls zunächst) daran gescheitert, in den im November 2018 nach unten durchbrochenen Aufwärtstrend seit 2009 zurückzukehren …


Ich habe heute bemerkenswerte Statistiken gelesen (so weit ich das beurteilen kann, sind die Zahlen seriös).

In den 5 Jahren von Januar 2014 bis Dezember 2018 haben die verschiedenen Anlegergruppen wie folgt in den US-Aktienmarkt investiert (in Milliarden Dollar; minus heißt, Geld wurde aus dem Aktienmarkt abgezogen):

Pensionsfonds (in den USA die wichtigste Quelle der Altersversorgung): -901
Aktienfonds: -217
Ausländische Investoren: -234
Lebensversicherungen: 61
Private Anleger: 223

Summe: -1068

Dem Aktienmarkt wurden in diesen 5 Jahren also knapp 1,1 Billionen Dollar entzogen. Wie zum Teufel kann er dann in der Spitze um 233% gestiegen sein?

Aus einem einzigen Grund: Die im S&P 500 vertretenen Aktiengesellschaften kauften in diesen Jahren für knapp 3 Billionen Dollar eigene Aktien zurück. (Zum Vergleich: Das gesamte “Quantitative Easing” der FED in den 5½ Jahren von Frühjahr 2009 bis Herbst 2014, um dessen Auswirkungen so endlos debattiert wurde, betrug 4,5 Billionen Dollar.)

Oder anders formuliert: Wir haben seit Jahren eine völlige Marktverzerrung. Der Bullmarkt seit 2014 ist ein Phantom. „Eigentlich“ sind wir jedenfalls seit 2014 in einem massiven Bärenmarkt.

Die enorme Menge an Aktienrückkäufen erreichte übrigens zunächst 2015 ihr Hoch und war schon am Abklingen, als sie durch Trumps Steuerreform 2018 wieder um über 50% nach oben schnellte. An wirklich einsamer Spitze der Rückkäufer: Apple. Der zweithöchste Rückkäufer (Oracle) hatte 2018 gerade einmal 40% des Rückkaufvolumens von Apple.

Das sind eindringliche Zahlen, die für unsere Diskussionen hier in zweifacher Hinsicht relevant sind:

Zum einen wurde hier ja immer wieder mal über die Aktienrückkäufe von Apple diskutiert.

Zum anderen: Wer sich angesichts meiner gerade geschriebenen langfristigen technischen Analyse fragt, was denn wohl entweder die Kaufpanik auf dem Weg zum Blow-Off-Top oder aber im anderen Szenario einen massiven Kurseinbruch verursachen könnte, für den geben diese Zahlen eine fast schon erschöpfende Auskunft. Im einen Fall versuchen all die Anlegergruppen, die die letzten 5 Jahre Nettoverkäufer waren, in Panik, noch auf den fahrenden Zug aufzuspringen; im anderen Fall hören die Aktiengesellschaften „einfach“ – aus welchem Grund auch immer – mit den Aktienrückkäufen auf.
+3
thomas b.
thomas b.10.04.1900:11
Was mich interessiert, was haben die Pensionsfonds wohl mit den abgezogenen 901 Mrd. Dollar gemacht? In kaum verzinste Staatsanleihen gesteckt? Oder sind das vielleicht die Aktien, die zurück gekauft wurden?

Wenn es tatsächlich so ist, dass der Kursanstieg der letzten Jahre überwiegend aus Aktienrückkäufen resultiert, können einem schon die Alarmglocken klingeln. Wobei dann aber der Börsenwert der jeweiligen Unternehmen kaum hätte steigen dürfte, was z.B. bei Apple aber eben doch geschehen ist.
+1
Weia
Weia10.04.1900:45
thomas b.
Was mich interessiert, was haben die Pensionsfonds wohl mit den abgezogenen 901 Mrd. Dollar gemacht? In kaum verzinste Staatsanleihen gesteckt?
Keine Ahnung. Immobilien? Und ja, sicher auch Staatsanleihen.
Oder sind das vielleicht die Aktien, die zurück gekauft wurden?
Das verstehe ich jetzt nicht. Die (in einem anonymen Markt sowieso irrelevante) Frage, von wem man das Geld für seine verkauften Aktien erhalten hat, hat doch nichts mit der Frage zu tun, was man mit diesem Geld dann macht?
Wenn es tatsächlich so ist, dass der Kursanstieg der letzten Jahre überwiegend aus Aktienrückkäufen resultiert, können einem schon die Alarmglocken klingeln.
Yep.
Wobei dann aber der Börsenwert der jeweiligen Unternehmen kaum hätte steigen dürfte
Wieso? Angenommen, eine AG hat 1000 Aktien à 100$, also einen Börsenwert von 100.000$. Jetzt will sie 100 Aktien zurückkaufen, aber auf dem Markt gibt es für diese Stückzahl erst bei 120$ ausreichend Angebot. Der Kurs steigt durch den Rückkauf also auf 120$, der Börsenwert beträgt nun 120$ x 900 = 108.000$.
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torgem10.04.1902:01
Die Zahlen verstehe ich nicht. Davon habe ich nicht Nachricht genommen. Wenn das so ist, verstehe ich die Pensionskassen überhaupt nicht. Kann ich mir nicht vorstellen.

Wenn wir in einem Bärenmarkt waren, dann kommt jetzt der Bullenmarkt 😱. Warum sollten Unternehmen mit den Rückkäufen aufhören? Pensionskassen und Versicherer finden keine lukrativen Immobilien mehr, die Negativzinsen werden noch negativer und sie fangen wieder an Aktien zu kaufen. Danach steigen auch die letzten Privatanleger ein, viel zu spät, kurz vor dem großen Knall.

Welche Rolle spielt die hohe Verschuldung der US-Unternehmen? Und wie geht das mit hohen Rückkäufen zusammen? Das Geld für die Rückkäufe gibt es kostenlos?! Schuldenfinanzierte Markt-Tops. Die letzten beißen die Hunde...
„AAPL: halten - reflect-ion.de“
+1
Weia
Weia10.04.1902:15
torgem
Die Zahlen verstehe ich nicht.
Stammen von der Fed und Goldman Sachs, sozusagen „beglaubigt“ durchs Wall Street Journal, insofern die das als Quelle verlinkt haben. Dass die Pensionskassen massiv aus Aktien raus sind in den letzten Jahren, hatte ich schon öfters gelesen.
Warum sollten Unternehmen mit den Rückkäufen aufhören?
Weil ihnen das nötige Kleingeld ausgeht?
+1
torgem10.04.1902:24
Ok, die Quelle hat Glaubwürdigkeit. Der Grund wird mit Rebalancing angegeben. Das ist auch nachvollziehbar. Um im angepeilten Risikolevel zu bleiben, tauschen die Kassen Aktien in Bonds. Ob das aber bei der Zinsanomalie heutzutage so sinnvoll ist, stelle ich in Frage. Das heißt aber auch, dass die Pensionskassen wieder kaufen müssten, wenn die Kurse korrigieren und so zumindest einen Bärenmarkt abpuffern.
„AAPL: halten - reflect-ion.de“
+1
Weia
Weia10.04.1909:00
torgem
Das heißt aber auch, dass die Pensionskassen wieder kaufen müssten, wenn die Kurse korrigieren und so zumindest einen Bärenmarkt abpuffern.
Das stimmt. Aber das ändert natürlich nichts daran, dass der unter dem Strich ausschlaggebende Faktor in den letzten Jahren die Rückkäufe waren.

Ich habe leider auf die Schnelle keine Zahlen finden können, wie das Verhältnis in früheren Zeiten aussah.
0
rosss10.04.1909:31
Heißt das, Apple hat mit seinen Aktienrückkäufen den Kursanstieg von Google und Amazon finanziert?

Faszinierend.

Aber bei den Zahlen fehlt mir etwas. Der Dow ist von 2014 bis Ende 2018 von 16000 auf 22000 gestiegen, +38%. Der NASDAQ von 3.500 auf 6000, +70%. Der S&P500 von 1800 auf 2500, +40%. Ganz grob aus dem 5-Jahres-Chart auf die Schnelle gezogen.

Alles weit weg von 233%? Wie rechnet man den Gesamtmarkt korrekt?

Und: Allein Apple als Spitzenrückkäufer (wieviel von den genannten 3Mrd gehen alleine auf AAPL?) beeinflusst doch nur den Dow, hat in dem Zeitraum um etwa 140% zugelegt, also weit weit mehr als der Dow.

Wie sähe der Anstieg des Dow bzw. des Gesamtmarkts aus, wenn man Apples Kursanstieg und Aktienrückkäufe aus der Gleichung entfernt?

Sorry, aber da fehlt mir zuviel Wissen, um die Zahlen nachvollziehen zu können.
+1
rosss10.04.1910:03
Passender Artikel von 2016

Nur aus Bock mal ein Vergleich von Apple und Amazon in den letzten 5 Jahren, also markttreibende Unternehmen, einmal mit und einmal ohne Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen.

2014-2018

Umsatz Apple: 1126 Mrd.$
Überschuss Apple: 246 Mrd.$
Dividende Apple: 61 Mrd.$
Aktienrückkäufe Apple: auf die schnelle keine Quelle…

Umsatz Amazon: 743 Mrd.$
Überschuss Amazon: 16 Mrd.$

Allein Apple hat also in dem Zeitraum mehr Umsatz gemacht, als die Anleger aus dem US-Markt abgezogen haben, bzw. 25% von der Summe als Gewinn verbucht. So etwas verzerrt doch jede Statistik?
+1
Weia
Weia10.04.1910:47
rosss
Heißt das, Apple hat mit seinen Aktienrückkäufen den Kursanstieg von Google und Amazon finanziert?
Du meinst, weil diejenigen, die Apple ihre Aktienbestände verkauft haben, den Erlös zumindest teilweise wieder am Aktienmarkt angelegt haben, u.a. möglicherweise in GOOG und AMZN?

So gesehen ja.
Aber bei den Zahlen fehlt mir etwas. Der Dow ist von 2014 bis Ende 2018 von 16000 auf 22000 gestiegen, +38%. Der NASDAQ von 3.500 auf 6000, +70%. Der S&P500 von 1800 auf 2500, +40%. Ganz grob aus dem 5-Jahres-Chart auf die Schnelle gezogen.

Alles weit weg von 233%? Wie rechnet man den Gesamtmarkt korrekt?
Indem man es anders macht als ich.

Sorry, ich habe keine Ahnung, was mir da für ein Fehler unterlaufen ist. Was ich rechnen wollte, war S&P 500 vom Schluss 2013 (1848) bis zum Top (daher „in der Spitze“) 2018 (2940):

2940 / 1848 = 1,59

Also 59% Plus. Keine Ahnung, was mir für ein Rechenfehler unterlaufen und warum mir diese unrealistische Zahl nicht mal aufgefallen ist. Sorry und Danke für die Korrektur!

Und klar, wenn man bis zum Schluss 2018 rechnet, sind es nur 36%. Nachdem das 4. Quartal 2018 im Nachhinein wie eine Aberration scheint („Bärenfalle“), hatte ich bis zum Top gerechnet. Bis zum Jahresende ist streng genommen aber natürlich korrekter.

Aber die in diesem Zusammenhang gestellte Grundfrage bleibt davon natürlich völlig unberührt: Wieso steigt der Markt um x%, wenn ihm Geld entzogen wird?
Und: Allein Apple als Spitzenrückkäufer (wieviel von den genannten 3Mrd
3 Billionen, nicht Milliarden.
gehen alleine auf AAPL?)
In den zitieren Zahlen ist nur das Jahr 2018 aufgeschlüsselt; da waren es bei Apple 74 Milliarden Dollar von insgesamt 806 Milliarden Dollar an Rückkäufen, also 9%. Die Rückkäufe müssen ja veröffentlicht werden, also gibt es die Zahlen für Apple in den gesamten 5 Jahren, ich hab’ sie nur leider nicht zur Hand jetzt.
beeinflusst doch nur den Dow
Wieso? AAPL ist im Dow, im S&P 500 und in beiden NASDAQ-Indizes enthalten.
hat in dem Zeitraum um etwa 140% zugelegt, also weit weit mehr als der Dow.
Das ist aber normal; Indizes sind ja nunmal Durchschnittswerte; einzelne Aktien können weit stärker oder schwächer steigen. AAPL hat historisch ein Beta von etwas über 2, d.h. die Aktie bewegt sich im statischen Schnitt prozentual etwas mehr als doppelt so stark wie der Gesamtmarkt (ausgeglichen wird das von Aktien, die ein Beta von deutlich unter 1 haben).
Wie sähe der Anstieg des Dow bzw. des Gesamtmarkts aus, wenn man Apples Kursanstieg und Aktienrückkäufe aus der Gleichung entfernt?
AAPL könnte man aus den Indizes natürlich rausrechnen, wenn man die Zahlen hat (ich weiß es aber nicht).

Aber was passiert wäre, wenn es die Aktienrückkäufe nicht gegeben hätte, kann vermutlich kein Mensch sagen. Da spielen zu viele miteinander verwobene Faktoren hinein. Du kannst natürlich einfach berechnen, um wie viel Prozent der S&P 500 niedriger wäre, wenn seiner Marktkapitalisierung (23,7 Billionen Dollar am 23. April 2018 ) die 3 Billionen Dollar Rückkäufe fehlen würden, ansonsten aber alles exakt gleich geblieben wäre:

3 / 23,7 = 0,127, also um ca. 13% niedriger.

Aber es wäre eben ansonsten nicht alles gleich geblieben. Es ist aufgrund der kontinuierlichen Wechselwirkungen wohl vollkommen unberechenbar, wie sich andere Anlegergruppen unter diesen Bedingungen verhalten und wie sich mithin die Aktienkurse dann per Saldo entwickelt hätten. Vielleicht gibt es theoretische Modelle, um solche Effekte abzuschätzen, aber ich kenne keine.
0
rosss10.04.1911:07
Weia
3 Billionen, nicht Milliarden.

„…Billionen … Milliarden – das sind doch kapitalistische Kategorien.“
frei nach
+1
Weia
Weia10.04.1911:08
rosss
Allein Apple hat also in dem Zeitraum mehr Umsatz gemacht, als die Anleger aus dem US-Markt abgezogen haben, bzw. 25% von der Summe als Gewinn verbucht. So etwas verzerrt doch jede Statistik?
Öhm, welche Statistik wird dadurch verzerrt?

Der Umsatz eines Unternehmens hat mit dem Geld, das in den Aktienmarkt fließt, doch zunächst mal gar nichts zu tun? (Außer dass man Geld, mit dem man Apple etwas abkauft, nicht mehr in Aktien anlegen kann. )
-3
rosss10.04.1911:26
Pfff… ist doch egal, welche Statistik. Im Zweifel deine. Und Umsatz ist sowieso immer gut.

Wenn ich für meine Analysen anständig entlohnt werden würde, würdest du es nicht wagen, mich zu kritisieren!

Back on Topic: Aber der Gewinn – und das war mein Punkt, den ich mit dem genannten Umsatz unterstreichen wollte – dieser einen Firma ist bereits dermaßen hoch, dass die lächerlichen Summen, die da aus dem Markt genommen wurden, wahrscheinlich aufgewendet wurden um die Mitarbeiter der amerikanischen Pensionsfonds mit neuester Apple-Hardware auszustatten.

Und DAS ist der eigentliche Skandal!
-2
macbeutling10.04.1911:39
Apple kauft seit 2012 Aktien zurück und zahlt Dividende.
Der gestiegene Börsenwert seitdem beruht nicht alleine auf den Rückkäufen, das kann maximal ein Viertel davon sein....mal schnell aus der Hüfte geschätzt.
„Glück auf🍀“
+1
torgem12.04.1912:02
Apple könnte sich als Plattformanbieter für Streaming Services etablieren, mit eigenem Angebot.

The future of TV is not Apps! It‘s Channels!
„AAPL: halten - reflect-ion.de“
+1
torgem17.04.1923:43
Wer raus will, hat Kurs...
„AAPL: halten - reflect-ion.de“
+1
Florian Lehmann22.04.1911:07
torgem

Bei 128 wollte ich per Hebel Long. Nicht möglich. Man bekommt keine Zertifikate mehr auf US Werte.
Schade. Was war das für ein Kauf ...
Hätte keiner gedacht, gerade unter der pessimistischen Stimmungslage. Glückauf ist das Depot wieder so wie es mal war
+1
cheesus1
cheesus122.04.1919:16
Florian Lehmann
Glückauf ist das Depot wieder so wie es mal war

Same here. Bin seit letzter Woche auch wieder im Plus mit Apple. Ich war ja quasi am ATH eingestiegen und hatte zwischenzeitlich noch mal zu einem günstigeren Kurs nachgekauft, um den Einstandspreis zu senken.
+1
torgem23.04.1918:39
AAPL ist schwer auf Kurs...
Wo war noch die maximale Höhe dieser Bewegung lt. Weia?
„AAPL: halten - reflect-ion.de“
0
Weia
Weia23.04.1919:11
torgem
Wo war noch die maximale Höhe dieser Bewegung lt. Weia?
Guckst Du Beitrag vom 6. April:
Weia
Update zur Marktsituation
[…]
Dass der S&P 500 letzte Woche mit einem Gap in den langfristigen Aufwärtstrend zurückgesprungen ist, spricht auch dafür, dass der Index lieber direkt zum Gipfel will.
[…]
Was heißt das nun für AAPL? Wenn der Gesamtmarkt mit höherer Wahrscheinlichkeit ohne Korrektur zum Allzeithoch läuft, dann wird auch AAPL höchstwahrscheinlich weiter steigen; den (hellgrünen) 200-Tages-Durchschnitt hat die Aktie diese Woche dazu passend ja bereits erneut überwunden:

[Aktualisierter Chart siehe unten]

Ich habe in den Chart im Vergleich zum letzten Mal zusätzlich die von früher altbekannte langfristige blaue Trendlinie durch die Hochs 2012 und 2015 eingezeichnet. Ich hatte, wie Ihr Euch vielleicht erinnert, nicht damit gerechnet, dass AAPL diesen starken Widerstand 2018 würde überschreiten können, was AAPL in einer langfristigen Bullenfalle von August bis Oktober aber dann doch tat, nur um danach umso stärker zu fallen. Jetzt nähert sich die Aktie dieser Linie also wieder von unten an.

Diese blaue Trendlinie, die dicke dunkelgrüne Aufwärtstrendlinie seit 2009 und die beiden kurzfristigen (dünnen grünen) Aufwärtstrendlinien seit Januar 2019 konvergieren alle um den Juni herum im Bereich 200$ – 215$. Ich habe diesen Bereich durch ein hellgrünes Oval markiert. Falls die Arbeitshypothese stimmt, dass der Gesamtmarkt nur ein knappes neues Allzeithoch macht und dann gleich wieder deutlich nach unten wendet (vergleichbar Oktober 2007 – das muss man aber noch sehen, wenn der S&P 500 oben angekommen ist), könnte das eine realistische Zielzone für AAPL sein.
Der S&P 500 ist im Augenblick noch 3,55 Punkte vom Allzeithoch entfernt und AAPL nur wenige Millimeter von der Zielzone (die so wie eingezeichnet eher 207$ – 217$ ist):



Wir sind also fast da …

Es wird spannend.
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