Push-Nachrichten von MacTechNews.de
Würden Sie gerne aktuelle Nachrichten aus der Apple-Welt direkt über Push-Nachrichten erhalten?
Forum>Apple>Apple und ich

Apple und ich

MacMann72
MacMann7208.04.2618:01
Ich dachte mir anlässlich des 50jährigen Jubiläums ist es vielleicht ein guter Moment die Zeit etwas Revue passieren zu lassen und auf die eigenen Anfänge mit Apple zurück zu blicken...
Wen es nicht interessiert, der kann einfach wieder weg klicken, die anderen können gerne ihre Geschichten erzählen!
Ich mache hier einfach mal den Anfang...

Die ersten Begegnungen

Das erste Mal hörte ich in den 80ern durch meine Schwester von Apple. Sie arbeitete als Schriftsetzerin in einem Würzburger Verlag – an einem Macintosh II. Ich selbst hatte damals kaum Berührungspunkte mit Computern: Bewerbungen schrieb ich auf einem DOS-PC, bei einem Freund zockte ich mal am Commodore 64. Mehr war da nicht. Der PC bei uns zuhause stand übrigens nur, weil meine Mutter für einen Bekannten dessen Facharbeit schrieb, weil der kleine Lust hatte sich mit einem Computer auseinanderzusetzen. Damals war ein PC schon noch ein bisschen komplizierter, als z. B. heute ein iPad zu bedienen.

Die Offenbarung

Einen Macintosh sah ich bewusst erst nach meinem Zivildienst, während meiner Umschulung zum DTP-Operator. Wir arbeiteten an einem Power Macintosh 6100 mit PC-Karte – per Tastenkombination konnte man zwischen Windows und System 7 wechseln. Wir starteten mit Windows. Aber der Tag, an dem wir zum ersten Mal mit dem Apple-System arbeiteten, war für mich eine Offenbarung. Da war sofort klar: Ich will nie wieder etwas anderes benutzen.

Kämpfen für den Mac

Nach der Umschulung ging ich ins Universitätsklinikum in die Druckvorstufe der hausinternen Druckerei – und landete erstmal wieder an einem Windows-PC. Ich musste mir meinen Mac erst hart erkämpfen. Die Zeit überbrückte ich mit einem gebrauchten Macintosh Quadra 900, bis ich endlich einen Power Macintosh G3 bekam. Was für eine geile Kiste! Den holte ich mir auch privat – und ärgerte mich kurz darauf ein bisschen über den ersten iMac. Technisch war mein G3 besser, aber der iMac einfach unfassbar cool.
Wegen des Y2K-Hypes (auch wenn ich wusste, dass Macs kein Problem damit hatten 😉) durfte ich bald wieder aufrüsten: ein Power Macintosh G4. Allein schon mit dem aufklappbaren Gehäuse konnte man Leute echt beeindrucken.

iTeam & Macintisch

2000 sah ich im Media Markt ein iTeam-Mitglied und sprach es an, weil ich nicht wusste, was das war. Apple hatte diese Initiative gestartet, weil viele Verkäufer keine Ahnung hatten. Die Idee: engagierte Mac-User erklären Kunden, was diese bunten iMacs eigentlich sind.
Ich war sofort dabei. So lernte ich Günter kennen – wir wurden Freunde und gründeten Anfang 2001 zusammen mit Stefan die Würzburger Apple User Group „Macintisch“ .
Unsere erste Sitzung fand am 9. Januar im iMac-Internetcafé H@ckM@c statt – inklusive Live-Stream einer Keynote aus San Francisco. Vorgestellt wurde das PowerBook G4 Titanium. Wir waren völlig geflasht.

Der „MP3-Player“…

Im Oktober 2001 durfte Günter zu einem exklusiven Apple-Event nach München. Ich war ein bisschen neidisch und bat ihn, mich sofort anzurufen.
Sein Anruf: „Die haben einen MP3-Player vorgestellt. Heißt iPod.“

Meine Reaktion: „Echt? MP3-Player? Naja…“ Wir waren enttäuscht.
Tja. Rückblickend eine ziemlich schlechte Einschätzung 😄

Der schönste Mac

2002 kaufte ich mir endlich meinen ersten eigenen iMac: den iMac G4. Oh man, ich meine der Power Mac G4 Cube, der 2001 auf den Markt kam, war schon der Hammer, aber für mich ist bis heute der iMac G4 der schönste Mac ever – dieser Schwenkarm war einfach genial.

Macindays
Im selben Jahr organisierten wir den ersten „Macinday“ in Würzburg. Damals waren Macs selten, Apple Stores weit weg. Also holten wir die Szene zu uns – mit erstaunlichem Erfolg. Sogar Apple selbst war war mit Holger Niederländer vertreten, dazu viele bekannte Firmen und Speaker.
Wir machten das Event bis 2009 jährlich. Mit wachsender Bekanntheit von Apple (vor allem durch iPod und später iPhone) wurde es aber zunehmend schwerer, Firmen zu gewinnen – und gleichzeitig weniger notwendig für Besucher.

Die goldenen Jahre

Die 2000er waren für mich die spannendste und bunteste Apple-Zeit. Jedes Jahr neue, wirklich unterschiedliche Geräte mit Wow-Effekt. Jede Keynote ein Event. Und immer dieses „One more thing“ von Steve. Auch Mac OS X mit Aqua war für mich einfach wunderschön.
Ich war viel unterwegs und half Leuten beim Umstieg auf den Mac. Oft reichte ein einziger Besuch. Ich erinnere mich an ein besonderes Ereignis. Ich besuchte einen Freund, als ein anderer Freund unerwartet vorbeikam. Dieser fluchte über seinen PC, der einen Virus hatte und nicht mehr funktionierte. Ich schmunzelte und sagte, dass ich solche Probleme nicht kenne. Er fragte mich warum. Ich erzählte ihm vom Mac und 20 Minuten später bat er mich, ihm einen zu bestellen.

Ein kleiner Börsenmoment

Um 2001 überzeugte ich meinen Vater, Apple-Aktien zu kaufen: 60 Stück zu je 18,50 €.
Sein Plan: bei Verdopplung verkaufen. Gesagt, getan – nach etwa zwei Jahren war es dann soweit. Ich überlegte noch, einen Teil zu behalten… ließ es aber. Heute rechne ich das lieber nicht mehr nach!

Steve live

2003 fuhren wir zur Mac Expo nach Paris. Dort sahen wir Steve Jobs live – ein großartiger Moment, auch wenn die Keynote bekannt war. Wir hofften später noch auf ein Treffen bei der Aftershow-Party, aber das klappte leider nicht.

iPod, iPhone & Co.

Die iPods – vor allem mit Nike-Integration – waren lange meine Laufbegleiter und wurden erst von der Watch 3 abgelöst.
Dann kam das iPhone. Anfangs schienen mir 600 € für ein Telefon zu viel, eingestiegen bin ich erst mit dem iPhone 4. Danach ging’s weiter über 6, 7, SE bis zum 13 mini.
Das iPad fand ich anfangs spannend, aber ohne echten Nutzen. Für eine Neuseeland-Reise kaufte ich mir das iPad 2 – perfekt für den Urlaubs-Blog, Fotos, Mails und Filme. Danach lag es lange rum, bis ich es schließlich für meine Chornoten entdeckte.

Mac im Alltag

Das wichtigste Apple-Gerät ist und bleibt für mich ganz klar der Mac, mit dem ich eigentlich fast alles mache. Grundsätzlich natürlich DTP, aber auch laienhaft Musik oder Video. Ich habe auch ein paar Songs zum Thema Apple und Macs geschrieben, die könnt ihr euch bei Interesse auf meiner Website anhören. Was ich aber nie wirklich gemacht haben, ist zocken. Habe mir am Anfang auch ein paar Spiel gekauft, aber schnell gemerkt, dass mir das zu langweilig ist und ich lieber Musik mache oder irgendwas gestalte.

Meine Macs über die Jahre
• 1998: Power Macintosh G3
• 2002: iMac G4 (15", später 17")
• 2006: iMac 24" (iMac6,1)
• 2009: iMac 27" (iMac10,1)
• 2015: iMac 27" (iMac17,1)
• seit 2024: Mac mini M4

Heute: Begeisterung mit Abstand

In den letzten 15 Jahren sind die großen „Wow“-Momente seltener geworden – vielleicht hat das auch was mit Steves Tod zu tun. Vielleicht liegt es auch am Alter, aber die letzten Jahre hat mich da nichts mehr wirklich vom Sockel gehauen, die kindliche Aufregung vor dem Auspacken eines neuen Apple-Gerätes hat auch stark nachgelassen.
Die Macs sind schlanker geworden, aber haben sich sonst äußerlich kaum noch verändert. AirPods, Apple Watch und die Vision Pro waren Ausnahmen.
Richtig begeistert haben mich zuletzt der erste M-Chip und auch das MacBook Neo hat mich positiv überrascht. Dafür bin ich aber leider nicht die Zielgruppe: Ich brauche einen Desktop-Mac mit großer Tastatur und Maus. Auch wenn ich mit meinem Mac mini sehr zufrieden bin, hoffe ich irgendwie immer noch auf einen großen iMac…
+4

Kommentare

Es sind keine Einträge vorhanden.
Sie müssen sich einloggen, um sich an einer Diskussion beteiligen zu können.