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Adobe verdoppelt(!) Abo-Preis

Peter Eckel02.05.1919:07
Neulich ging ja mal wieder die Diskussion über Preise für Bildbearbeitungssoftware und -Abos herum. Abo-Berfürworter haben dabei (nicht vollkommen zu Unrecht) argumentiert, der Jahrespreis für ein Adobe-Abo sei in Relation zu einigen Kaufoptionen nicht so schlecht.

Nun ja ... in den USA hat Adobe gerade mal eben die Abopreise verdoppelt (bzw. die günstigste Variante gestrichen):

Für manch einen könnte das die Rechnung nun auf den Kopf stellen. Und aus meiner Sicht unterstreicht es die Vorbehalte gegenüber Software-Abos: Wenn der Anbieter erst einmal fest im Sattel sitzt, kann er machen, was er will - die Kunden können so schnell nicht aus ihrer Bindung heraus. Eine Verdopplung des Basispreises ist schon ein Wort. Und bei 250 Dollar Jahres-Abopreis sehen die Kaufalternativen schon deutlich besser aus.

Zwar gibt es für 20 Dollar nun deutlich mehr Online-Speicher, aber wenn man den nicht nutzten will, dann sitzt man auf einer doppelt so hohen Rechnung für die gleiche Leistung.

Das ganze ist noch etwas undurchsichtig (man kann den alten Preis wohl noch per Online-Chat bekommen, und es scheinen nicht alle Kunden betroffen zu sein), aber es riecht nach einem Versuchsballon von Adobe, ob sie damit durchkommen.
+3

Kommentare

trashcantrasher02.05.1919:16
Nun ja ... in den USA hat Adobe gerade mal eben die Abopreise verdoppelt

Aber nur für die PS+LR Variante.

Das CC Paket kostet so viel wie gehabt. Für mich als Werbefutzi ist das immer noch ein Top Angebot im Vergleich zu der alten Mastercollection.
+8
Peter Eckel02.05.1919:25
trashcantrasher
Aber nur für die PS+LR Variante.
Yep. Aber das ist halt genau die Variante, mit der Hobbyfotografen in der Regel arbeiten ... und die wird immer gern als Vergleichsbasis in Konkurrenz mit anderen Produkten (z.B. C1 oder meinetwegen Luminar plus Affinity) herangezogen.

Wie gesagt riecht mir die Sache auch nach Versuchsballon ... aber man sieht sehr schön, wie schnell Abo-Anbieter mal eben am Preismodell drehen können. Wer nicht mitmacht, ist halt draußen - von einem Monat auf den anderen.
+6
Kovu
Kovu02.05.1919:43
Gibt doch inzwischen zum Glück mehr als genügend bessere Alternativen.
-6
herwighenseler
herwighenseler02.05.1919:58
Kovu
Gibt doch inzwischen zum Glück mehr als genügend bessere Alternativen.

Nein.
„Life is a heuristic guided depth-first search without backtracking“
0
Kovu
Kovu03.05.1906:35
herwighenseler
Kovu
Gibt doch inzwischen zum Glück mehr als genügend bessere Alternativen.

Nein.

Doch, du musst nur mal die Augen aufmachen. So schlecht kann gar kein „Pro“ arbeiten, als dass er nur noch seine alten Workflows behält und die Augen vor Neuerungen verschließt.

Dein „Nein“ hättest du dir da besser mal für andere Threads aufgespart.
-8
leichtwiesahne03.05.1906:59
Ja, man (oder Frau) sollte auch das Hirn einschalten, Beim Hard-und Softwarekauf.
0
dr3do
dr3do03.05.1908:14
Kovu
Gibt doch inzwischen zum Glück mehr als genügend bessere Alternativen.
Mehr als genügend? Das klingt schon sehr üppig/reichhaltig.

Ich denke eher, es gibt ein paar wenige brauchbare Alternativen, die man in Erwägung ziehen kann. Und wenn‘s um Pdf (Acrobat) geht, dann gibt‘s immer noch keine vollwertige Alternative.

Oder
+4
sonorman
sonorman03.05.1908:17
Ich weiß schon, warum ich mich von Anfang an so vehement gegen Adobes Abo-Modell gesperrt habe. Zumindest die Suche nach einer wirklich gelungenen Lightroom-Alternativen blieb aber bislang leider erfolglos.
+7
ghost
ghost03.05.1908:42
Schlimm ist vor allem das alle anderen nun auch auf den "Mietzug" aufspringen. Ich hab hier Produktionssoftware... früher mal gekauft und der Wartungsvertrag mit allen Updates etc. lag bei 100 Euro im Monat. Nun hat der Hersteller beschlossen er machts wie Adobe... du bekommst nur noch das Komplettpaket mit allem was er hat (und nicht brauchst) Du kannst es nur noch mieten und es kostet dich 650 Euro im Monat. Laut Vertrag pro Jahr 5% mehr möglich. Ach ja und die einmaligen Startkosten liegen noch mal bei 10000 Euro. Steigst du aus, läuft die sehr teure Hardware die dahinter steckt nicht mehr. :'(
„Der Tag hat 24 Stunden und wenn das nicht reicht nehmen wir eben die Nacht dazu..."“
+2
ela03.05.1908:47
Kovu
herwighenseler
Kovu
Gibt doch inzwischen zum Glück mehr als genügend bessere Alternativen.

Nein.
Doch, du musst nur mal die Augen aufmachen. So schlecht kann gar kein „Pro“ arbeiten, als dass er nur noch seine alten Workflows behält und die Augen vor Neuerungen verschließt.

Eben nicht - bzw. ihr habt beide Recht
Es kommt nämlich sehr(!) darauf an, welche Anforderungen man hat. Was macht der einzelne mit Lightroom/Photoshop konkret, welche Funktionen werden genutzt.

Was Photoshop betrifft, da kann ich im Grunde alles mit Affinity Photo erledigen (außer dass dort die bequeme Selektion nach Farbe/Helligkeit nicht vorhanden ist)

Für mich (und das trifft auf viele andere offensichtlich auch zu) gibt es derzeit keine(!) Alternative zu Lightroom

Oder gibt es noch brillante Software, die hier nicht gelistet ist: Dann werfe ich da auch mal einen Blick drauf.
+6
tomtom00700
tomtom0070003.05.1909:01
Hi,

ich habe noch das Komplett Abo für 29 Euro so lange meine Tochter noch ein Schulabo bekommt. Wenn das vorbei ist werde ich mir auch was anderes suchen. Fehlen wird mir dann wohl das Paket weil alles drin ist.

Brauchen tu ich eigentlich nur Acrobat, Indesign. Da diese Kombi nicht vorhanden ist nutze ich das komplette Abo...
+1
FlyingSloth03.05.1909:50
Selbst nach deinem Megatest von mehreren Programmen vor einigen Monaten? Ich denke wenn Du den Wunsch nach der Eierlegenden Wollmilchsau mal über Board wirfst und RAW Bearbeitung, Metadaten Bearbeitung und Katalogisierung auf mehrere miteinander kommunizierende Programme aufteilst, wirst du Lightroom ziemlich schnell nicht mehr vermissen.
sonorman
Ich weiß schon, warum ich mich von Anfang an so vehement gegen Adobes Abo-Modell gesperrt habe. Zumindest die Suche nach einer wirklich gelungenen Lightroom-Alternativen blieb aber bislang leider erfolglos.
+1
macimator03.05.1911:11
Jeder, der sich ernsthaft mal mit CaptureOne beschäftigt hätte und mit Affinity Photo, würde durchaus positiv über Alternativen sprechen
+1
omek03.05.1911:56
Die Standart Lizenz kostet 349,-. Für das Geld kann ich mein Photoshop/Lightroom Abo (9,99$) 39 Monate benutzen! Ich bin mir sicher das Phase One innerhalb dieser 3,25 Jahre ein kostenpflichtiges Update hat, welches neue Funktionen besitzt, die ich unbedingt benötigen würde.

Und das CaptureOne Abo kostet 24€!!!
macimator
Jeder, der sich ernsthaft mal mit CaptureOne beschäftigt hätte und mit Affinity Photo, würde durchaus positiv über Alternativen sprechen
-1
ela03.05.1912:02
...und es fehlt dann immer noch ein gutes Programm zum Drucken (könnte man z.B. Affinity Publisher mit eigenen Templates nutzen - dann allerdings muss man erst die Bilder exportieren um sie dann per Drag&Drop ins Layout ziehen zu können => zwei Schritte mehr)

...und es fehlt ein Programm um möglichst einfach ein Buch-Layout zu erstellen (das wäre auch mit Publisher etwas zu aufwendig? Gibt es evtl. gute Spezialisten dafür die es einem einfacher machen?)

Es kann durchaus Vorteile haben, wenn man für jede Aufgabe eine andere Software einsetzt - man ist unabhängiger und kann auf jedem Gebiet einen Spezialisten wählen oder einen Teilaspekt umstellen/modernisieren.
Der Haken ist, dass es nie so flüssig zusammenspielen wird wie direkt in Lightroom - weil immer irgendwelche Exporte notwendig werden und man so Dubletten schafft.
omek
Die Standart Lizenz kostet 349,-. Für das Geld kann ich mein Photoshop/Lightroom Abo (9,99$) 39 Monate benutzen! Ich bin mir sicher das Phase One innerhalb dieser 3,25 Jahre ein kostenpflichtiges Update hat, welches neue Funktionen besitzt, die ich unbedingt benötigen würde.
macimator
Jeder, der sich ernsthaft mal mit CaptureOne beschäftigt hätte und mit Affinity Photo, würde durchaus positiv über Alternativen sprechen
+1
nopeecee
nopeecee03.05.1912:07
Adobe? who?
„Auch in Foren kann man höflich miteinander umgehen“
0
Peter Eckel03.05.1914:06
omek
Die Standart Lizenz kostet 349,-. Für das Geld kann ich mein Photoshop/Lightroom Abo (9,99$) 39 Monate benutzen!
Du hast den verlinkten Artikel aber schon gelesen und verstanden?

Genau die Rechnung ist es ja, die nicht zwangsläufig weiterhin gilt. In den USA scheint Adobe zumindest für einen Teil seiner Kunden die preisgünstigste Option, auf die Du Dich beziehst, aus dem Angebot genommen zu haben. Und es nähme mich wunder, wenn sie dies nicht auch hier planten.

Abgesehen davon gibt es einen gravierenden Unterschied zwischen Abo-Software und gekauften Lizenzen. Wenn Dein Abo ausläuft, hast Du keine Software mehr. Wenn ein Funktionsupgrade einer gekauften Software erscheint, ist es an Dir, ob Du den Upgrade machst oder nicht, und wann Du ihn machst. Diese Entscheidungsoption hast Du beim Abo nicht.

Wenn Du unbedingt rechnen willst: Bei einem Abo-Preis von 20 statt 10 Euro bei Adobe kostet Dich Lightroom plus Photoshop im Jahr 240 Euro.

Der letzte Capture One-Update kostete 143 Euro, die Updates kommen ca. einmal jährlich. Affinity Photo kostet einmal 79 Euro, bislang waren alle Updates kostenlos. Einstandspreis für Capture One sind nicht 349 Euro, sofern man nicht eine der zahlreichen Coupon-Aktionen erwischt. Also hast Du im ersten Jahr Kosten von (maximal) 428 Euro, in den Folgejahren (wenn ich den letzten Upgrade-Preis heranziehe) jeweils 143 Euro. Ab drei Jahren ist das Adobe-Abo teurer, wenn Du wirklich jedes C1-Update mitnimmst - wenn Du z.B. nur jedes zweite kaufst (die Option hast Du ja bei C1, nicht bei Adobe), dann nach zweien. Wer statt C1 Luminar bevorzugt (trotz derer enger Verknüpfung der Software mit Facebook und Google), kommt noch viel schneller in den roten Bereich mit Adobe.

Und das ist nur die rein preisliche Kalkulation, die die Nachteile durch das Abo-Konzept (also z.B. die Funktionslosigkeit nach Einstellung des Abos) und das penetrante Nachhausetelefonieren des Adobe-Geraffels außer Acht läßt. Daß Adobe bekanntlich mit Nutzerdaten nicht umgehen kann (z.B. Klartextpaßwörter in der Datenbank, ) und einer der Big Player im Tracking-Geschäft ist, ist nur das Tüpfelchen auf dem i.

Alles in allem genügend Gründe für mich, auch ohne die Abopreiserhöhung nichts mit Adobe zu schaffen haben zu wollen. Mit der Abopreiserhöhung kommt dann auch noch das Wirtschaftlichkeitsargument dazu.
+2
teorema67
teorema6703.05.1915:09
Da hat jemand das Popup Menü auf 1 TB umgestellt. Der US-Preis für 20 GB ist unverändert (deutsche Seite idem, allerdings 11,89 Euro):

„Printer Margins for the Homeless“
+1
Peter Eckel03.05.1915:38
teorema67
Da hat jemand das Popup Menü auf 1 TB umgestellt.
Da Adobe selbst inzwischen eingeräumt hat, daß sie mit den Preisoptionen experimentieren, dürfte diese einfache Erklärung wohl nicht greifen:
We reached out to Adobe Sales and a representative confirmed that the $10 plan is no longer being offered on the website for many customers.
-1
omek03.05.1916:51
Wenn sich die Preise wirklich ändern, kann man sich Gedanken machen. Ich jedenfalls verfalle jetzt nicht gleich in Panik.
Wenn es eine wirkliche Alternative für ca. 150,- gibt, bin ich der erste der wechselt. Ich finde die Abo Politik auch nicht cool. Aber solange ich aktuell noch günstiger zurecht komme, als mit schlechten Alternativen ist alles gut für mich. Das mag für dich anders aussehen und mir ist es auch herzlichst egal was für Software du benutzt und gut findest.
Ich wollte mit der Rechnung nur zeigen, das man aktuell mit der Abo Version nicht so schlecht fährt.
Peter Eckel
omek
Die Standart Lizenz kostet 349,-. Für das Geld kann ich mein Photoshop/Lightroom Abo (9,99$) 39 Monate benutzen!
Du hast den verlinkten Artikel aber schon gelesen und verstanden?

Genau die Rechnung ist es ja, die nicht zwangsläufig weiterhin gilt. In den USA scheint Adobe zumindest für einen Teil seiner Kunden die preisgünstigste Option, auf die Du Dich beziehst, aus dem Angebot genommen zu haben. Und es nähme mich wunder, wenn sie dies nicht auch hier planten.

Abgesehen davon gibt es einen gravierenden Unterschied zwischen Abo-Software und gekauften Lizenzen. Wenn Dein Abo ausläuft, hast Du keine Software mehr. Wenn ein Funktionsupgrade einer gekauften Software erscheint, ist es an Dir, ob Du den Upgrade machst oder nicht, und wann Du ihn machst. Diese Entscheidungsoption hast Du beim Abo nicht.

Wenn Du unbedingt rechnen willst: Bei einem Abo-Preis von 20 statt 10 Euro bei Adobe kostet Dich Lightroom plus Photoshop im Jahr 240 Euro.

Der letzte Capture One-Update kostete 143 Euro, die Updates kommen ca. einmal jährlich. Affinity Photo kostet einmal 79 Euro, bislang waren alle Updates kostenlos. Einstandspreis für Capture One sind nicht 349 Euro, sofern man nicht eine der zahlreichen Coupon-Aktionen erwischt. Also hast Du im ersten Jahr Kosten von (maximal) 428 Euro, in den Folgejahren (wenn ich den letzten Upgrade-Preis heranziehe) jeweils 143 Euro. Ab drei Jahren ist das Adobe-Abo teurer, wenn Du wirklich jedes C1-Update mitnimmst - wenn Du z.B. nur jedes zweite kaufst (die Option hast Du ja bei C1, nicht bei Adobe), dann nach zweien. Wer statt C1 Luminar bevorzugt (trotz derer enger Verknüpfung der Software mit Facebook und Google), kommt noch viel schneller in den roten Bereich mit Adobe.

Und das ist nur die rein preisliche Kalkulation, die die Nachteile durch das Abo-Konzept (also z.B. die Funktionslosigkeit nach Einstellung des Abos) und das penetrante Nachhausetelefonieren des Adobe-Geraffels außer Acht läßt. Daß Adobe bekanntlich mit Nutzerdaten nicht umgehen kann (z.B. Klartextpaßwörter in der Datenbank, ) und einer der Big Player im Tracking-Geschäft ist, ist nur das Tüpfelchen auf dem i.

Alles in allem genügend Gründe für mich, auch ohne die Abopreiserhöhung nichts mit Adobe zu schaffen haben zu wollen. Mit der Abopreiserhöhung kommt dann auch noch das Wirtschaftlichkeitsargument dazu.
-1
teorema67
teorema6703.05.1917:01
Peter Eckel
We reached out to Adobe Sales and a representative confirmed that the $10 plan is no longer being offered on the website for many customers.

Adobe mag mich halt. Fragt sich außerdem, wie sie die Customers auswählen. Adobe riskiert in USA so ganz schnell eine Klage



(Abstimmung auf PetaPixel)
„Printer Margins for the Homeless“
+1

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