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macOS 26.6, iOS 26.6 und iPadOS 26.6: Weit mehr als 200 Sicherheitslücken geschlossen

Die gestern veröffentlichten Updates der Betriebssysteme für Macs, iPhones und iPads dürften zu den letzten Aktualisierungen der 26er Ausgaben zählen. In nicht einmal mehr zwei Monaten erscheinen nämlich macOS Golden Gate 27, iOS 27 und iPadOS 27. Die jetzt verfügbaren Versionen 26.6 dienen unter anderem der Vorbereitung auf den kommenden Zyklus und enthalten vornehmlich unsichtbare Verbesserungen (siehe ). Äußerst bemerkenswert ist allerdings die schiere Anzahl der Bugfixes und Sicherheitspatches, welche Apple in den Updates vornimmt. In macOS 26.6 beseitigt das kalifornische Unternehmen mehr als 150 Schwachstellen, in iOS/iPadOS 26.6 werden über 75 Lücken geschlossen.


Empfehlung: Macs, iPhones und iPads schnell aktualisieren
Apple liegen den Sicherheitshinweisen für macOS Tahoe 26.6 sowie iOS/iPadOS 26.6 zufolge bislang keine Erkenntnisse vor, dass die Schwachstellen bereits von Angreifern ausgenutzt werden. Das könnte sich nach der gestern erfolgten Veröffentlichung jedoch ändern; Mac-Nutzer sowie Besitzer von iPhones und/oder iPads sollten ihre Geräte daher so schnell wie möglich aktualisieren. 20 Lücken hat Apple allein im Kernel von macOS geschlossen, 14 derartige sind es in iOS/iPadOS. Hacker hätten durch die Bugs unter anderem den Speicher der Geräte auslesen und so möglicherweise an persönliche Daten gelangen können, etwa Benutzernamen und Passwörter. Ähnliche Gefahren drohten auch bei den jetzt behobenen Bugs in Siri, der Kontakte-App und Game Center. Etliche Komponenten wie etwa ImageIO und SceneKit ermöglichten bislang die Ausführung von potenziell gefährlichem Code; diese Risiken sind jetzt beseitigt.

macOS Sequoia und Sonoma erhalten ebenfalls Updates
In WebKit und den WLAN-Komponenten der Betriebssysteme hat Apple ebenfalls einige Sicherheitslücken geschlossen. Darüber hinaus beseitigte das Unternehmen eine Schwachstelle in den App-Store-Apps, welche Hackern das Abgreifen von persönlichen Daten erlaubte. Etliche der Bugs fanden sich auch in früheren Versionen von macOS, diese wurden in Sequoia 15.7.8 sowie Sonoma 14.8.8 behoben. Für diese beiden Betriebssysteme steht zudem ein Update auf Safari 26.6 bereit. Parallel zu den neuesten Versionen von macOS und iOS/iPadOS veröffentlichte Apple außerdem watchOS 26.6, tvOS 26.6 und visionOS 26.6. Diese enthalten insgesamt 194 Sicherheitspatches.

Künstliche Intelligenz beschleunigt Wettlauf mit Hackern
Die schiere Zahl der jetzt behobenen Bugs ist ein starkes Indiz dafür, dass Künstliche Intelligenz (KI) mittlerweile das Auffinden von Schwachstellen erheblich beschleunigt. Mehr noch: Apple selbst nennt in den Sicherheitshinweisen unter anderem Claude und andere KI-Tools als Entdecker. Der Wettlauf mit Hackern, welche natürlich ebenfalls KI einsetzen, hat dadurch deutlich an Fahrt aufgenommen. Das zeigt sich auch daran, dass Apple etliche Sicherheitslücken, die eigentlich in macOS Tahoe 26.6 sowie iOS/iPadOS 26.6 geschlossen werden sollten, bereits in den vor fast vier Wochen erschienenen Versionen 26.5.2 behoben hatte (siehe ).

Kommentare

Metty
Metty28.07.26 10:48
Apple selbst nennt in den Sicherheitshinweisen unter anderem Claude und andere KI-Tools als Entdecker.
Klingt gut für mich. Apple kann im Gegensatz zu den Hackern den Quellcode auf Probleme untersuchen lassen. Ein Hacker dagegen kann nur auf die üblichen Probleme testen oder einen Schuss ins Blaue wagen. Das heißt nicht, daß kein Hacker mehr eine Chance hat, es heißt lediglich, daß jemand, der den Quellcode hat, eine viel detailliertere Analyse machen kann.
Ich stehe der KI recht kritisch gegenüber, aber in den richtigen Händen und verantwortungsvoll angewandt bringt das schon echte Vorteile.
+3
MD28.07.26 11:00
So viele Sicherheitslöcher für Systeme die angeblich sehr sehr sicher sind, erschreckend.
Gut, dass Apple reagierte. Aber was hätten die Anwender gemacht, wenn diese Updates erst in ein paar Wochen oder Monaten raus gekommen wären?
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Dupondt28.07.26 11:05
Metty
Apple kann im Gegensatz zu den Hackern den Quellcode auf Probleme untersuchen lassen.

Das stimmt nur zum Teil. Zahlreiche Bestandteile von macOS sind quelloffen, zum Beispiel WebKit, OpenSSH oder der SMB-Client. Auf die können Hacker natürlich die KI loslassen.
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