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iOS und macOS 27: Änderte Apple die Strategie weg von "Snow Tahoe" hin zu neuen Features?

Systeme tragen Apple-intern stets Codenamen, wenngleich diese nur über Leaks an die Öffentlichkeit geraten. Jene Bezeichnung und der fertige Titel (also z.B. Tahoe, Sequoia) haben nichts miteinander zu tun. Normalerweise bleiben die erwähnten Codenamen gleich, auch wenn sich Features oder Zeitpläne ändern – um dann mit einem .x-Update durch den nächsten ersetzt zu werden. Im Falle von iOS und macOS 27 gibt es jedoch eine auffällige Änderung, wie Mark Gurman in seinem "Power On"-Newsletter dokumentiert. "Buttercup" und "Honeycrisp" sind jetzt nämlich plötzlich "Rave" und "Fizz", was auf einen Strategiewechsel mitten in der Entwicklungsphase hindeuten könnte.


Derlei Umstellungen sind selten – und oft aussagekräftig
Ein Codenamenwechsel mitten in der Entwicklung ist in vielen Unternehmen ein Zeichen dafür, dass sich der Kernfokus des Projekts verschoben hat oder intern eine Art Neustart markiert werden soll. Blickt man auf die Berichte der letzten Tage, so hat man den Grund schnell gefunden. Zunächst hieß es, System 27 sei vor allem ein stabilitätsorientiertes Release, ähnlich wie einst Snow Leopard – wenig neue Funktionen, Hauptaugenmerk auf Bugfixes und Zuverlässigkeit. Da nun aber die Zusammenarbeit mit Google in trockenen Tüchern ist und Gemini die Grundlage von Siri und den Foundations Models bieten kann, dürfte zur WWDC 2026 daher genau dieses Themenfeld im Vordergrund stehen.

Doch kein "Snow Tahoe", sondern erneut große Features?
Es ist wichtig zu beachten, dass lediglich die Projektumbenennung als gesichert gilt. Alles Weitere sind Spekulationen auf Grundlage dieser Beobachtung. Zwar klingen die Schlussfolgerungen logisch, doch muss die Änderung nicht zwingend eine Strategieabkehr bedeuten. Da die geplante tiefe Integration von Gemini-Siri in alle Kern-Apps allerdings wahrlich kein kleines Unterfangen darstellt, ist zumindest eine Sache recht wahrscheinlich geworden: Von der Idee eines reinen "Snow Tahoe" muss man sich wohl trennen. Ersten Kommentaren zufolge löst das bei einigen Nutzern Sorge aus, sollte Apple einmal mehr überall Änderungen und neue Funktionen umsetzen, ohne sich um die immer deutlicher sichtbar werdenden Softwareprobleme zu kümmern. Ob beim knappen Jahrestakt für beides genug Zeit ist, bleibt fraglich.

Kommentare

net_zwerg
net_zwerg26.01.26 13:37
Bitte nicht!
Aufräumen, Bugs reduzieren, Code ausdünnen, GUI Sünden ausmerzen… damit hätte Apple genug Arbeit bis zum kommenden Herbst
+17
Zerojojo26.01.26 13:37
Die Optik sollten sie echt in den Griff kriegen. Ich hab im Hintergrund immer wieder Fensterleisten, die nicht wissen, ob sie für den besseren Kontrast schwarz oder weiß sein wollen und alle paar Sekunden hin und her blinken. Das ist wirklich irritierend und ablenkend.
+6
Schildie
Schildie26.01.26 13:40
Man darf gespannt sein – ich denke sehr viele User erwarten Nachbesserungen bei Liquid Glass, und Änderungen an der UI sind natürlich so sichtbar wie kaum andere Features. Das dürfte sich also im Marketing niederschlagen.

Bei den Vergleichen zu Snow Leopard frage ich mich manchmal, ob die Erinnerung vieler oder eher meine Erinnerung etwas verzerrt ist Ich hatte Snow Leopard so in der Erinnerung, dass es zwar keine "sichtbaren" neuen Features gab, der Fokus aber in erster Linie nicht auf Bugfixes lag. Stattdessen hat sich unter der Haube sehr viel getan (64bit Kernel, QuickTime X, neue FileSystem APIs, GCD, …) und damit kamen natürlich jede Menge neue Bugs

Ob ich persönlich mich mehr über ein Update mit vor allem Bugfixes oder über eines mit spannenden neuen Technologien freuen würde, kann ich so spontan gar nicht sagen. Von Eye Candy hab ich jedenfalls aktuell genug
+2
Kehrblech26.01.26 13:40
Ich wäre auch für konsequentes Debugging (auch des Designs …), aber Apple will und soll jetzt wohl endlich auf den KI-Zug aufspringen, auch wenn das ein zweites schlechtes Release in Folge bedeutet.
+2
t.stark
t.stark26.01.26 14:30
Kehrblech
Ich wäre auch für konsequentes Debugging (auch des Designs …), aber Apple will und soll jetzt wohl endlich auf den KI-Zug aufspringen, auch wenn das ein zweites schlechtes Release in Folge bedeutet.
Wer kennt das nicht? Man debugged eine App und plötzlich ploppen lauter UISinExceptions auf
+1
Danger26.01.26 14:39
Schildie
Bei den Vergleichen zu Snow Leopard frage ich mich manchmal, ob die Erinnerung vieler oder eher meine Erinnerung etwas verzerrt ist

Das kann wirklich sein, allerdings sagt mein Gedächtnis:
Leopard war ok als System, aber als ich auf den selben Rechner Snow Leopard installiert hab, fühlte es sich an, als ob ich mir einen neuen Mac gekauft hätte. Das war schon beeindruckend.
+1

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