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Was zur Hölle ist mit meinem Kabel passiert?
"Was zur Hölle ist mit meinem Kabel passiert?" von Mendel Kucharzeck
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Ausgangsbeitrag
Mendel Kucharzeck
22.08.26
00:20
Ich wollte gerade nach langer Zeit etwas zusätzliches an meinem schon älteren 4K-LG-Display (etwa 2018 gekauft) an einen USB-Anschluss anschließen – und da fiel mir der Zustand des Kabels auf, welches zu meinem MacBook Pro führt.
Ich verstehe nicht ganz, was mit dem Kabel (welches ich natürlich ersetze) passiert ist. Es ist NICHT verschmort, das "Innenleben" scheint in Takt zu sein und es riecht auch nicht verkokelt. Es scheint eher eine Art von Schimmel bzw Pilz zu sein von der Optik her – allerdings ist das Zimmer bzw. Haus frei von Schimmel und es ist auch NUR an der Stelle des Kabels zu erkennen. Der Rest des Kabels und alle anderen Kabel, die Wand, mein Schreibtisch usw. sehen ganz normal aus.
Könnt ihr euch darauf einen Reim machen was das ist?
Kommentare
sudoRinger
22.08.26
00:59
Womöglich ist das ein Kabel, das als biologisch abbaubar deklariert wurde. Die hohen Temperaturen von über 50ºC am Stecker könnten hier hilfreich gewesen sein.
Ich habe mich schon immer gefragt, woher so ein biologisch abbaubares Produkt weiß, ab wann es sich abbauen darf ...
andreas_g
22.08.26
07:16
Am Foto ist es nicht eindeutig zu erkennen: Sieht der grüne Belag irgendwie pelzig aus? Ist die Verfärbung am Stecker selbst gleichartig oder ist dieser nur etwas verschmutzt?
darkdickfire
22.08.26
07:35
Ganz klar adoleszente Astrophagen, welche den Strom aus dem Kabel absorbieren.
yew
22.08.26
07:45
Hi
ist doch klar ... grüner Strom
Ich gehe auch davon aus, daß die Materialien, die heute eingesetzt werden, umweltverträglicher sind und sich besser abbauen lassen sollen.
Je nach Kunststoff zieht das Material mehr oder weniger Feuchtigkeit .... und zudem vielleicht noch dunkel gelagert, wäre das schon möglich.
Was hast du bei dir in der Wohnung durchschnittlich für eine Luftfeuchtigkeit?
Gruß yew
sonorman
22.08.26
10:05
Das war eine gemeine Steinlaus (Petrophaga lorioti). Die müssen sich wegen des Klimawandels auch andere Nahrungsquellen suchen.
(Steinlaus nach der Paarung)
berlin79
22.08.26
10:56
Mendel Kucharzeck
Es scheint eher eine Art von Schimmel bzw Pilz zu sein von der Optik her – allerdings ist das Zimmer bzw. Haus frei von Schimmel und es ist auch NUR an der Stelle des Kabels zu erkennen. Der Rest des Kabels und alle anderen Kabel, die Wand, mein Schreibtisch usw. sehen ganz normal aus.
Könnt ihr euch darauf einen Reim machen was das ist?
Schimmel bzw. Sporen sind ja allgegenwärtig. Also punktuell, wenn sich die Lebensbedingungen eignen, wächst er halt.
Bei einem Kabel habe ich sowas aber auch noch nie gesehen. Falls es sich um Schimmel handelt, könnte man es ja riechen (riecht es an der Stelle ggfs. etwas muffig?).
Nur als Idee:
Durch wiederholtes Anfassen können Hautfette, Schweiß und Schmutz auf ein Kabel gelangen und unter feuchten (oder nicht ganz gut belüfteten) Bereichen / Bedingungen grundsätzlich das Wachstum von Mikroorganismen begünstigen. Wärme begünstigt das dann. Das allein beweist aber halt nicht, dass der Belag Schimmel ist... Oxidation, Materialabbau wären ggfs. auch noch eine Möglichkeit..
'daß' gibt es seit 1996 nicht mehr. https://www.das-dass.de/
Mendel Kucharzeck
22.08.26
11:09
andreas_g
Es sieht nicht pelzig aus und das am Stecker selbst SCHEINT ähnlich zu sein. Ich habe das Kabel am Monitor vielleicht zwei oder drei mal an der Stelle angefasst, es ist also kein Schmutz oder Abnutzung.
berlin79
Es riecht GAR nicht. Nicht muffig, nicht verkohlt – einfach gar nicht.
all
Meine Frau (Chemie-Background) meinte: Die Verfärbungen sind auch INNEN am Metall des Kabels wie auch von INNEN am Plastik zu erkennen. Sie meinte, das sei eine Art von Oxidation, die durch das Plastik gedrungen ist und das Plastik zerstört hat.
andreas_g
22.08.26
11:38
Ich würde in dem Fall auch eher auf einen chemischen Prozess tippen. Vielleicht waren auf oder im Kabel noch irgendwelche Rückstände aus der Produktion vorhanden, die den Kunststoff im Laufe der Zeit angegriffen haben. Aufgrund der trockenen Bedingungen würde ich eher nicht von etwas biologischem ausgehen.
JuNioR
22.08.26
11:51
Kenne das aus dem Modellbaubereich, wenn Kabel direkt an den Minuspol von NiCD oder NiMh-Akkus gelötet sind. Sind chemische Prozesse aufgrund Ausgasung.
Da im Stecker ja einige Bauteile sind, kann ich mir bei dauerhafter Beaufschlagung durch Wärme ähnliches vorstellen.
Googel mal "Kathode rottet".
massi
22.08.26
13:03
Das ist Moos, ohne Moos nix los, also praktisch eine Ablagerung, die dafür sorgt, dass der Stecker nicht aus der Buchse fällt.
Ich würde auch eher auf Oxidation des kupferhaltigen Geflechts tippen(Grünspan), als auf Mikroorganismen.
pogo3
22.08.26
13:27
Ich würde auch eher auf Oxidation des kupferhaltigen Geflechts tippen(Grünspan), als auf Mikroorganismen.
Die "Oxidation" ist eindeutig auch auf den Stecker zu sehen, bis nach vorne. Wie man sieht ist der Plastikmantel des Kabels förmlich "zerfressen", aber und nur ein kleines Stück dem Kabel entlang. Es muss also um diese Stelle herum ein aggressives "Mikroklima" gegeben haben, höchst wahrscheinlich auch mit etwas höherer Wärme und keine Luft. Es war sehr warm in letzter Zeit, oder das Kabel hat sich erwärmt durch hohe Energieabgabe. Was hängt den dran? Irgendwas säurehaltiges, bakterielles oder feuchtes MUSS zudem am Kabel angekommen sein. Ich hab so einen "Säurefraß" an einem derartigen Kabel noch nie gesehen, aber eher an Batteriepolen etc. Grünspan fällt nach meiner Meinung aus, zu wenig aggressiv.
pogo3
22.08.26
14:26
Haustiere ?
Mendel Kucharzeck
22.08.26
14:30
pogo3
Was hängt den dran? Irgendwas säurehaltiges, bakterielles oder feuchtes MUSS zudem am Kabel angekommen sein. Ich hab so einen "Säurefraß" an einem derartigen Kabel noch nie gesehen, aber eher an Batteriepolen etc.
Das Kabel hing an der Seite direkt am LG-Bildschirm auf der Rückseite dran. Auf der anderen Seite steckt mein MBP, welches ich täglich anschließe und auch darüber lade. Aber auf Seite des Bildschirms habe ich das Kabel vielleicht zwei oder drei Mal angefasst in den letzten acht Jahren – also quasi nie. Auf der anderen Seite, an welchem das MBP hängt, ist das Kabel unbeschädigt. Auch die Rückseite des Bildschirms sieht absolut aus wie neu.
Andere Kabel an dem Bildschirm (USB-Kabel, HDMI zu meiner Playstation) weisen KEINE derartigen Beschädigungen auf. Auch das Stromkabel von LG, welches auch weiß, aus einem ähnlichen Material und sehr dicht am beschädigten Kabel steckt, sieht aus wie neu.
Haustiere haben wir keine.
Edit: Noch vergessen: Das Kabel ist auch das Original-Kabel, welches dem Bildschirm beilag – ist also auch ungefähr acht Jahre alt.
saintloop
22.08.26
16:12
Schau mal
hier:
und
hier:
Es scheint sich um eine chemische Reaktion zwischen Weichmachern in der Kunststoffummantelung und Kupfer zu handeln, die durch Hitze beschleunigt wird.
Claude sagt dazu: "Das grüne Material ist eine Mischung aus Kupferoxid/Kupfersalzen und zersetztem Weichmacher."
Das Zersetzungsprodukt ist wohl auch im Gegensatz zum ursprünglichen Isolationsmaterial elektrisch leitfähig. Das Kabel schleunigst zu entsorgen, war also genau der richtige Schritt ...
KoGro
22.08.26
16:19
Vermutlich eine Reaktion zwischen dem Weichmacher im Kabel plus oxidierendem Kupfer, hier gibt es ein (englisches Werbe-)Video zu dem Thema (allerdings bei Stromleitungen).
Edit: saintloop war schneller… 😁
Mendel Kucharzeck
22.08.26
16:46
Alles klar, vielen Dank für die nette Hilfe!
Gammarus_Pulex
23.08.26
09:52
sonorman
Das war eine gemeine Steinlaus (Petrophaga lorioti). Die müssen sich wegen des Klimawandels auch andere Nahrungsquellen suchen.
(Steinlaus nach der Paarung)
Endlich mal jemand, der um die Steinlaus Bescheid weiß
Thurubal
23.08.26
10:13
Zwei Möglichkeiten:
- Wurde schon überlegt, welche Inhalte zum Monitor geflossen sind?
Unreinheiten im Kupfer können zu Ausbrüchen nach Aussen führen und sichtbar werden.
- Die Steinlaus ist hochspezifisch ein Petrophag. Auf dem Bild sind eher die zersetzenden Exkremente der Cuprophaga mendeli zu vermuten.
Wellenbrett
23.08.26
11:59
Die Ursache läßt sich vielleicht mit folgender Überlegung eingrenzen: warum tritt das Problem nur auf der einen Seite auf, obwohl das Kabel an beiden Enden aus dem gleichen Material besteht? Wenn es ein reines Materialproblem wäre, müßte es auf beiden Seiten auftreten. Ein lokaler Einfluß, der nur auf auf der Monitorseite auftritt, muss aggressiv sein, da dort ja eigentlich ein offener, gut gelüfteter Bereich ist, in dem sich ein biologisch relevantes Mikroklima kaum aufbauen kann. Deshalb schließe ich mich der chemischen Fraktion an und tippe auf Ausgasungen am Monitor.
pogo3
23.08.26
12:01
- Wurde schon überlegt, welche Inhalte zum Monitor geflossen sind?
Ja, Daten.
Ich hab jetzt nochmals alle eure Links genauer durchforstet, und bin der Meinung, alles gewerbliche Websites und nur bedingt Aussagekräftig, und auch noch grob gefaket. Also solche Verteilungen:
habe ich nie gesehen. (In all den Abbildungen wurde mit dieses "Grüne Goo" mit grüner Farbe gepinselt.) Also vlt. im entfernten Ausland, kann schon sein, aber nicht in Europa. Nicht in hundert Jahre alten Häusern, nicht in alten Garagen und nicht in vermoderten Kellern. Ansonsten würde ich meinen, als ausgebildeter Elektriker Industrieelektrik mit 3 Jahrzehnten praktischer Erfahrung in allerlei Gebäuden, sehr alten und neuen Gebäuden, Schwerindustrie mir sämtlichen ätzenden, aggressiven Stoffen, enormer Hitze, Säuren u.s.w. sind mir solche Fälle nicht bekannt. Vielleicht mal oxidierte Kontaktflächen in uralten Geräten, die sehen aber nicht nach "Green Goo" aus. In einem Video werden Leitungen gezeigt die bei uns so gar nicht verwendet werden dürfen. Vor allem tritt, wenn überhaupt, dieser Green Goo oder
Weichmacher im Kabel plus oxidierendem Kupfer
nicht aus, auch wenn es Weichmacher heisst ist nichts daran weich oder flüssig, außer er brennt. Dann brennt es, das sieht dann deutlich anders aus.
Meine Frau (Chemie-Background) meinte: Die Verfärbungen sind auch INNEN am Metall des Kabels wie auch von INNEN am Plastik zu erkennen. Sie meinte, das sei eine Art von Oxidation, die durch das Plastik gedrungen ist und das Plastik zerstört hat.
Das kann mir noch am ehesten vorstellen, oder aber einfach: ein Materialfehler. Korrosion wäre möglich aber Wikipedia:
Polymere wie Kunststoff und Gummi werden zwar durch bestimmte Chemikalien zersetzt und unterliegen einer Alterung, sind jedoch nicht von Korrosion im eigentlichen Sinne betroffen.
Chemie
In der Chemie bezeichnet Korrosion die chemische Reaktion oder eine elektrochemische Reaktion eines meist metallischen Werkstoffes mit Stoffen aus seiner Umgebung in einem Korrosionselement, wobei eine messbare Veränderung am Werkstoff eintritt, meist eine Änderung der Farbe sowie oft eine negative Veränderung der sonstigen Oberflächeneigenschaften. In bestimmten Fällen kommt es zu einer Massenzunahme am Metall.
Hauptarten der chemischen Korrosion sind dabei:
Anlaufen von Silber unter Bildung von Silbersulfid
Bakterielle anaerobe Korrosion
Glaskorrosion
Patinabildung bei Kupfer
Rostbildung bei Eisen bzw. allgemeiner Sauerstoffkorrosion
Wasserstoffkorrosion (Säurekorrosion)
Wasserstoffversprödung
Die wichtigste elektrochemische Korrosion ist die Bimetallkorrosion beim Kontakt unterschiedlicher Metalle.
Vielleicht war es einfach ein Materialfehler mit nachfolgender Korrosion des darunter liegenden Metallgeflechts.
s-cope
24.08.26
09:57
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex23.08.26 09:52
sonorman
Das war eine gemeine Steinlaus (Petrophaga lorioti). Die müssen sich wegen des Klimawandels auch andere Nahrungsquellen suchen.
(Steinlaus nach der Paarung)
Endlich mal jemand, der um die Steinlaus Bescheid weiß
Die Steinlaus sollte zumindest jeder studierte Medizinier kennen, der einen Pschyrembel im Haus hat.
https://www.pschyrembel.de
> Steinlaus
mk27ja95
24.08.26
12:40
Die Leitungen oxidieren mit der Zeit und das ist kein Witz
pogo3
24.08.26
15:46
Die Leitungen oxidieren mit der Zeit und das ist kein Witz
Für eine Oxidation braucht es Sauerstoff (mit wenigen Ausnahmen), und das ist kein Witz. Diese Art Kabel ist im Regelfall komplett, lückenlos, luftlos gummiert, schon aus Sicherheitsgründen: die Schutzisolierung. Es kann ohne eine Verletzung, wie auch immer, keine Oxidation stattgefunden haben. Der Ort der Schädigung ist aber auch da wo man sie am ehesten vermuten könnte, direkt nach der "Zugentlastung" des Steckers:
wo es auch gerne mal Schäden durch Zug, Verdrehung, Risse etc. gibt, ohne das man diese sofort bemerkt. Ansonsten kann nichts oxidieren, das ist kein Witz. Es muss aber auch nicht jedes Kabel 100%-ig gefertigt sein, vlt. einfach Materialschwäche an der Stelle. Und immerhin:
Edit: Noch vergessen: Das Kabel ist auch das Original-Kabel, welches dem Bildschirm beilag – ist also auch ungefähr
acht Jahre alt.
ssb
24.08.26
21:43
s-cope
Ach ja.
Im Lehrbuch der Zoologie wurde den „Rhinogradentia“ (Nasenschreitlinge) sogar ein ganzes Kapitel gewidmet und sie haben es bis in den Brockhaus geschafft.
massi
25.08.26
22:53
Die Steinlaus sollte zumindest jeder studierte Medizinier kennen
Gibt es auch unstudierte Mediziner?
Thurubal
26.08.26
07:59
ssb
Ein guter Gedanke.
Hält man sich die in der Originalliteratur (1975) beschriebenen Lebensformen dieser Wesen vor Auge, dann ist es durchaus möglich, dass damals einige aus dem ursprünglichen Lebensraum verschleppt wurden und einen neuen in bestimmten Kabeln gefunden haben.
ww
26.08.26
08:48
massi
Gibt es auch unstudierte Mediziner?
Natürlich! Sind dann aber eher unter dem Namen Quacksalber bekannt
Schens
26.08.26
13:14
Hast Du viele Fotos von Schimmel angekuckt?
massi
26.08.26
15:51
ww
massi
Gibt es auch unstudierte Mediziner?
Natürlich! Sind dann aber eher unter dem Namen Quacksalber bekannt
Leider gibt es da aber auch genug Studierte.
TMS
26.08.26
17:39
Manchmal spucken unterbezahlte Arbeiter auf Produkte im Fertigungsprozess...
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