Smartphone-Entwicklung: Was kann da noch kommen und wie wird Apple gegen Android bestehen können?

Um das gleich am Anfang klarzustellen: Ich habe keine Glaskugel und weiß natürlich nicht, was die Zukunft noch alles bringen wird. Ich kann nur spekulieren, wie jeder andere auch und habe keinen Zugriff auf den Stein der Weisen. Als langjähriger Markbeobachter kann ich aber (wie alle anderen, die sich damit beschäftigen) eine Einschätzung abgeben. Und genau das tue ich hier.

Es geht um das iPhone, oder genauer gesagt um das Smartphone als Gesamtkonzept und welche Rolle Apple in Zukunft auf diesem Gebiet spielen kann.

Die Prämisse: Als Apple vor erst 13 Jahren mit dem ersten iPhone die Welt der Mobiltelefone auf den Kopf stellte, wusste noch niemand, DASS Apple gerade die Welt der Mobiltelefone auf den Kopf stellte. Nicht wenige glaubten zu dem Zeitpunkt sogar, das iPhone wäre eine Totgeburt und Eintagsfliege. Die Argumente sind hinreichend geschichtlich dokumentiert.



Doch es kam anders und das iPhone war eine Zeitlang der Goldstandard für die Mobilkommunikation, was es primär der gelungenen Kombination aus virtueller Tastatur mit „großem“ Display, und der grundlegend neu für Touchbedienung entwickelten Oberfläche zu verdanken hatte. Die war so überzeugend, dass die Konkurrenz innerhalb weniger Jahre alle wesentlichen Designparameter der Hard- und vor allem Software genauestens kopierte. Das führte langfristig dazu, dass sich Smartphones – egal von welchem Hersteller – heute nur noch geringfügig in ihrer Grundfunktionalität unterscheiden. Sie alle arbeiten mit großflächigen Touch-Displays und haben fast ausnahmslos flache, rechteckige Gehäuse, sowie einen sehr ähnlichen Funktionsumfang (Kamera, Bluetooth, Entsperrung per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung etc.). Die Unterschiede liegen eher in der jeweiligen Philosophie, wie die Benutzeroberfläche im Detail funktioniert.


Wer iPhone- und wer Android-User wird – die beiden einzigen noch relevanten Smartphone-Plattformen – entscheidet sich meist durch Prägung oder Gewohnheit. Kids, die in einer „Android-Familie“ aufwachsen werden mit einiger Sicherheit auch zu Android-Usern, und umgekehrt wird jemand, der von Anfang an iOS gewohnt ist, nur selten zu Android wechseln. Natürlich gibt es Ausnahmen, beispielsweise, wenn aus finanziellen Gründen nur ein günstigeres Android-Smartphone in Frage kommt.

Der Punkt ist, dass Smartphones heute auf einem Niveau angekommen sind, an dem technische Entscheidungskriterien eigentlich nur noch eine untergeordnete Rolle spielen (sollten). Auch der Reifegrad der Software, die Leistung der Hardware und der Funktionsumfang können eigentlich kein ernsthaftes Kriterium für die Bevorzugung der Einen oder Anderen Plattform sein, es sei denn, man legt auf gewisse Details besonders hohen Wert. Und natürlich spielt auch Markenaffinität eine Rolle, auch wenn nur wenige das offen zugeben würden.

Die Frage ist: Was könnten Smartphones in Zukunft noch großartig bieten, um mehr als nur ein beliebiger Alltagsgegenstand zu sein?

Ohne revolutionäre neue technologische Entwicklungen, die derzeit nicht absehbar sind, ist die Smartphone-Entwicklung in rein evolutionärer Weiterentwicklung gefangen. – So wie das Auto, das trotz aller Prognosen und Versuche immer noch nicht fliegen kann.

Es gab in der Vergangenheit viele Ansätze, beispielsweise das Lenkrad neu zu erfinden, was zu kuriosen Versuchsfahrzeugen mit Joystick-Steuerung führte, die sich natürlich nicht durchgesetzt haben. Immerhin gibt es bei der Automobilität zumindest die Hoffnung auf echte selbstfahrende Vehikel, doch auch die sind mangels ausgereifter Technik derzeit noch Zukunftsmusik. Und Smartphones?


In Science-Fiction-Filmen und -Serien haben Kommunikationsgeräte oft beeindruckende Fähigkeiten, wie holografische Displays, die vor dem Gesicht des Anwenders schweben, oder sie sind als kybernetische Implantate mit dem Gehirn verbunden und projizieren Informationen direkt auf die Netzhaut ihres Trägers. Ob solche Entwicklungen praktisch wirklich sinnvoll wären, steht noch auf einem ganz anderen Blatt. Wer will sich schon alle ein bis zwei Jahre das neuste Neuro-iPhone in den Kopf implantieren lassen oder halbtransparente und von allen umstehenden sichtbare Hologramme durch die Gegend tragen? Ganz zu schweigen davon, dass die technischen Voraussetzungen für derartige Fähigkeiten heute reine Fiktion sind.

Wie sich die Macher der Sci-Fi-Serie "The Expanse" Smartphones und Tablets der Zukunft vorstellen.

Alles deutet darauf hin, dass Smartphones auf unbestimmte Zeit keine wirklich bahnbrechenden Veränderungen erfahren werden. Natürlich ist es auch gut (und wichtig), die heute verfügbaren technischen Möglichkeiten so weit wie möglich auszuschöpfen und vor allem die Benutzbarkeit aller Features weiter zu verbessern. Entwicklungen, wie das Smartphone als Autoschlüssel (oder für alle anderen persönlichen Zugänge), oder zur "Schwarmintelligenz" dank Nahbereichskommunikation (zur Verbesserung der Verkehrssicherheit oder COVID-Tracing…) bergen leider auch viel Konfliktpotential, denn sie machen den Nutzer immer gläserner. Überhaupt: So verlockend die fortschreitende Vernetzung und Interaktion mittels Smartphone auch sein mag, ist sie auch der Stoff, aus dem Dystopien entstehen.

Zur Ehrenrettung: Die Apple Watch war zweifellos eine deutliche und auch erfolgreiche Ergänzung des Smartphone-Konzepts. Wenn auch nicht im gleichen Maße revolutionär.

Als eher optimistisch eingestellter Mensch freue ich mich auf jede noch so kleine Weiterentwicklung und vertraue darauf, dass zumindest in den freien Teilen der Welt die Gesellschaft für ausreichende Regulierungen in Sachen Privatsphäre und Individualität sorgen wird. Für eine echte neue Smartphone-Revolution sehe ich derzeit aber schwarz.


Was heißt das für Apple?
So wie sich mir die Lage darstellt, gibt es im Kampf der (Betriebs-) Systeme, in dem eigentlich nur noch iOS und Android eine Rolle spielen, für Apple keinen anderen Weg zum langfristigen Überleben, als weiter auf seine längst bekannten Kernkompetenzen zu setzen: Exklusivität, ausgereifte Benutzbarkeit statt Schnellschuss-Funktionen und vehemente Verteidigung der Privatsphäre seiner Nutzer – soweit das eben möglich ist. Nur so wird Apple einen ausreichend großen Marktanteil behalten können, um seine enorme Profitabilität beibehalten zu können.

Natürlich hoffe ich, dass Apple (oder sonst jemand) vielleicht doch noch mal ein alles veränderndes Kaninchen aus dem Hut zaubern wird, aber der Spruch „Das Rad kann nicht jeden Tag neu erfunden werden“ kommt nicht von ungefähr. Und so werden Smartphones in den kommenden Jahren wohl auch weiterhin nur Business As Usual sein. Was so viel bedeutet, wie: Alle paar Jahre, wenn der Akku aufgibt oder die Hardware mit den Software-Anforderungen nicht mehr mitkommt, wird ein neues Smartphone gekauft, das dann gerade aktuell ist. – Genau so, wie in vielen anderen technologischen Bereichen. Klingt irgendwie ernüchternd, aber Smartphones sind nun mal Alltäglich geworden.

Absehbare Hardware-Verbesserungen für Smartphones in den nächsten fünf bis zehn Jahren:
  • Display mit Micro-LED
  • Bis zu 50 % mehr Akku-Kapazität bei kürzerer Ladezeit
  • Kameras mit deutlich verbesserten 3D-Fähigkeiten dank Lidar und optimierten Computational-Photography-Features
  • Einsatzmöglichkeit als vollwertiger Desktop-Computer dank hoher Hardwareleistung und mittels Wireless-Connectivity für Monitore etc.
  • Smartphone als universeller „Schlüssel“ sowie zur Eigentumssicherung mittels Smart Tags


Wie lautet Ihre Prognose für die Smartphone-Zukunft? Haben Sie noch Hoffnung auf das „Next Big Thing“? Erwarten sie eine neue Smartphone-Revolution? Oder sind Sie zufrieden mit dem jährlichen Turnus der jeweils nächsten Gerätegeneration?

Kommentare

seekFFM02.05.20 09:04
Ohne wirkliche Neuerungen hinsichtlich Materialien und Technologie wird es immer so weit er gehen. Wir fahren noch immer Fahrzeuge die nahezu identisch sind: Räder, Lenkrad. Formgebungen etc.
Da gab es auch keinen Quantensprung seit Anbeginn
+2
moosegcr
moosegcr02.05.20 09:25
Es gibt ja einige Werkzeuge, welche seit ihrer Entdeckung/Erfindung sich nur noch marginal verändert haben. Ein simples Messer zum Beispiel, wobei sich bei der Verwendung herausstellt, dass Messer, je nach Anwendung, gar nicht so simpel sind. Skalpell, Fleischmesser, Fischmesser, Buttermesser. Aber allesamt sind Messer und es wird sich nix dran ändern. Interessant ist ja, daß sich sowas auch auf - wenige - Hightechprodukte umlegen läßt - das Smartphone ist eben eins davon.Ich könnt mir nicht vorstellen, was das Teil noch viel mehr können sollte. Es könnt "schöner" werden, aber wie sonorman schon schreibt - das WOW im Telekommunikationsbereich wird es so schnell nicht mehr geben...
+1
cyqurayte02.05.20 09:28
Ich sehe vor allem Augmented Reality an der Tür klopfen. Apple forciert das ja schon seit Jahren, doch bislang sind wir halt auf den Bildschirm als kleines Fenster in die Welt der AR beschränkt.
Wenn wir schon von einem Zeitraum bis 2030 sprechen, dann gehören da für mich auch richtig gute AR-Brillen oder die Projektion von VR/AR direkt ins Auge dazu.

AR wäre auch ein heiliger Grahl. Man stelle sich nur mal vor, dass in Zukunft virtuelle Anzeigen, Displays, Landschaften, Menschen, Videokonferenzen, alles in AR stattfinden kann, und dass ohne die reale Welt dabei aus dem Auge zu verlieren, da gibts genug Visionen davon auf Youtube.

Das Smartphone selbst muss gar nicht groß anders aussehen oder bedient werden, um zur Rechenzentrale von technischen Mini-Gadgets, wie Apple Watch, zunehmend 'smarten' Kopfhörern wie die AirPods und dann vielleicht noch dieser AR-Brille zu werden.
-1
Retrax02.05.20 09:36
cyqurayte
AR wäre auch ein heiliger Grahl.

"Heiliger Gral"

Leute, wenn ihr nicht sicher über die Schreibweise seid, dann schaut doch vorher bei Wikipedia etc. nach.
+8
TomTattoo02.05.20 09:39
Was ich mir noch erhoffe, ist ein integrierter Beamer.
Gutes Foto gemacht, beim Freund ein Stück weiße Wand suchen und dann das Foto dort hin werfen. Fände ich klasse.
+2
DanAm
DanAm02.05.20 09:51
Eine Darstellung wie bei Expanse, nur dass das Bild über eine AR-Brille dargestellt wird. Also iPhone = Rechengerät und Brille = Display.
Hätte auch den Vorteil, dass umstehende Leute nicht sehen was mir angezeigt wird.

Die Eingabe erfolgt über die Brille, indem die Gesten über die Brille erfasst werden (wie bei Hololens) und an das iPhone zur Umsetzung weitergereicht werden.

Also: Brille auf und dann geht es ab wie bei Expanse.

Die Weiterentwicklung erfolgt dann als Kontaktlinse.

Das Hirnimplantat sehe ich so schnell nicht kommen. Evtl. in China, aber nicht bei uns.
+4
Windwusel
Windwusel02.05.20 09:51
Zum Thema AR:


Warum sollte beispielsweise so eine Watch nicht das neue "Ding" werden. Fände ich extrem nice.
Meine  Hardware: MacBook Pro mit Touch Bar (15-inch, 2018), iPhone X, AirPods, Apple TV 4K und HomePod
0
Hot Mac
Hot Mac02.05.20 09:52
Natürlich gibt es Ausnahmen, beispielsweise, wenn aus finanziellen Gründen nur ein günstigeres Android-Smartphone in Frage kommt.
Man sollte zwar nicht vom Erscheinungsbild und dem Auftreten einer Person auf den Menschen schließen (das wäre sehr oberflächlich), aber tatsächlich ist es doch so, dass sich bei neun von zehn Leuten – mit ziemlich großer Sicherheit – erraten lässt, welches Smartphone sie zücken werden.
-6
nopeecee
nopeecee02.05.20 09:52
Der Tricorder fehlt noch immer...
Auch in Foren kann man höflich miteinander umgehen
+3
Gandalf9602.05.20 09:52
Guter Artikel, gefällt mir!
Was ich mir von der Zukunft wünschen würde, ist wieder ein Weg zur Normalität in der Smartphonebranche. Innovationen finden kaum noch statt (außer jedes Jahr die Linsenanzahl zu erhöhen) und nun wäre es auch an der Zeit, die Preise wieder nach unten zu korrigieren (niemanden bringt ein Barvermögen von 150 Mrd ). Zudem fehlt der Gesellschaft die Wertigkeit, will man den Preis von Tomaten von 1€ auf 1,50€ erhöhen erschreit ein Aufruf und dass sich das niemand mehr leisten können. Gerade die wichtig notwendigen Dinge im Leben dürfen nicht teurer werden, aber ein kaum mehr leistendes iPhone darf man jedes Jahr teurer machen.
+5
cyqurayte02.05.20 09:58
Windwusel
Zum Thema AR:


Warum sollte beispielsweise so eine Watch nicht das neue "Ding" werden. Fände ich extrem nice.

Seh ich auch so, aber technische Lösungen, um sowas anzuzeigen, muss es erstmal geben. Ich bin da wie gesagt optimistisch was AR-Brillen angeht.
0
Quickmix
Quickmix02.05.20 10:00
Autos können noch nicht fliegen, einige aber schwimmen
0
MacDino02.05.20 10:13
Meine 2 cents...

Das iPhone verschwindet.

Apple Watch, zusammen mit AirPods (pro), AR-Brille (auch für Fotos...) und iCloud sowie Virtualisierung der (benötigten) Rechenleistung in der cloud sind die Zukunft.
0
Calibrator02.05.20 10:33
MIr wäre vor allem die Sicherung der dazugehörigen Infrastruktur wichtiger. Letztlich lebenswichtige Abhängigkeit von Stromversorgung und Datennetzwerken ohne jegliche Redundanz macht mich zunehmend nervös.

Die derzeitige Dreiteilung PC/Desktop, Pad/Smartphone und Watch halte ich noch für sehr lange sinnvoll.
+4
AJVienna02.05.20 10:42
Also für mich kämen noch Tauchfähigkeit und Robustheit auf die Liste der zu erwartenden Verbesserungen.
+1
fauental
fauental02.05.20 11:29
son
Alle paar Jahre, wenn der Akku aufgibt oder die Hardware mit den Software-Anforderungen nicht mehr mitkommt, wird ein neues Smartphone gekauft, das dann gerade aktuell ist.

Aus Sicht des Umweltschutzes hoffe ich auf entsprechende Gesetzesinitiativen der EU zur Verhinderung der Strategie aller Elektronikhersteller der geplanten Obsoleszenz. Die Anforderungen der Software steigen nicht, sondern Updates werden aus Profitgründen künstlich beschnitten. Es muss ein Anrecht auf kostenpflichtige Updates und Reparaturen geben. Auch künstlich verklebte oder verlötete Geräte gehören verboten.
+3
maculi
maculi02.05.20 11:30
An der Mensch - Maschine - Schnittstelle sehe ich die größten (und spannendsten) Entwicklungsmöglichkeiten. Bedienung per Touchscreen ist ja soweit ok, reden will ich mit meinem Smartphone nicht (muss nicht jeder Anwesende mitkriegen, was Siri alles erledigen soll). Wenns darum geht, Inhalte darzustellen ist die Größe der Geräte und damit die Größe der Monitore derzeit ein limitierender Faktor. Ob das jetzt über eine Projektion direkt ins Auge erfolgt, oder über eine spezielle Brille (bzw. für mich als Brillenträger ein Aufsatz auf die vorhandene) bleibt abzuwarten. Denkbar wären auch wirklich ausgereifte Roll- oder Faltkonzepte: Im Transportmodus richtig klein und leicht, mit einem einfachen Display für das nötigste, und voll entpackt richtig groß (also nicht so ein experimenteller Murks wie die bereits erhältlichen Geräte, die an der Knickstelle massive Probleme haben und zudem dick und schwer sind). Wobei sich, wenn die Dinger richtig groß werden gleich die nächste Frage stellt: wie kann dafür gesorgt werden, das nicht jeder umstehende alles mitlesen kann? Privatsphäre, Datenschutz darf keinesfalls auf der Strecke bleiben.
+3
lillylissy
lillylissy02.05.20 11:43
Hot Mac
Natürlich gibt es Ausnahmen, beispielsweise, wenn aus finanziellen Gründen nur ein günstigeres Android-Smartphone in Frage kommt.
Man sollte zwar nicht vom Erscheinungsbild und dem Auftreten einer Person auf den Menschen schließen (das wäre sehr oberflächlich), aber tatsächlich ist es doch so, dass sich bei neun von zehn Leuten – mit ziemlich großer Sicherheit – erraten lässt, welches Smartphone sie zücken werden.
Echt jetzt?
Also ich habe noch nie irgend etwas anderes benutzt als Apple Computer (mit Classic, Mac OSX und Mac OS) und ich habe das auch immer als Privileg angesehen.
Auch nutze ich natürlich ein iPhone, ganz einfach weil das am Besten mit dem Mac harmoniert und weil es halt auch von Apple ist.
Aber seit es das iPhone gibt, halte ich mich aus vielerlei Gründen, mit dem Kundtun meiner Apple-Vorliebe ziemlich zurück.
+7
coosmannc02.05.20 12:02
Ich komme als iOS-Nutzer doch immer wieder mit Android in Kontakt, weil ich Bekannten Unterstützung gebe. Das Betriebssystem ist ok, genau wie iOS. Da muss jeder seinen eigenen Weg gehen.
Was mir aber unheimlich sauer aufstößt, ist die massivste Zumüllung mit Werbung. Das habe ich bei keinen anderen System bisher so erlebt. Und diese Werbung hält mich einfach davon ab, auch nur noch einen Gedanken an eine mögliche Verwendung von Android zu verschwenden.
Das es auch ohne nervende Werbung gehen kann, zeigt mir mein Android-Fernseher.
+4
uni.solo02.05.20 12:33
Gandalf96
Guter Artikel, gefällt mir!
Was ich mir von der Zukunft wünschen würde, ist wieder ein Weg zur Normalität in der Smartphonebranche. Innovationen finden kaum noch statt (außer jedes Jahr die Linsenanzahl zu erhöhen) und nun wäre es auch an der Zeit, die Preise wieder nach unten zu korrigieren (niemanden bringt ein Barvermögen von 150 Mrd ).

Die zukünftigen Entwicklungen werden enorm viel Geld kosten (grundsätzlich, nicht nur bei Apple), die jährlichen Steigerung der Ausgaben werden sich fortsetzen. Der Anteil an Grundlagenforschung im Vergleich zur angewandten Forschung wird zunehmen und die Zeitspanne zwischen Entwicklung und Produkt (Profit) ebenso... Aber nur wer in Grundlagenforschung investieren kann, wird wettbewerbsfähig bleiben.
+1
mr.-antimagnetic02.05.20 12:44
mir persönlich wird viel zuwenig Augenmerk auf die Software bzw. eine intuitive Bedienung gelegt . Während zu Beginn der Smartphone Ära (des iPhones) dieser Gedanke noch ein Unterscheidungsmerkmal schlechthin und zweitens Chefsache war , ist mittlerweile jedes Betriebssystem nur noch darauf ausgelegt möglichst viele Features zu bieten . Fast niemand (Anwesende natürlich ausgeschlossen ) blickt noch durch , wo befindet man sich momentan und was soll als nächste Aktion geschehen um zum Ziel zu kommen . Ein Dutzend unterschiedliche Wischgesten , Doppelt und Dreifachbelegung von Tasten und die unergründlichen Tiefen von Systemeinstellungen tun ihr übriges . Und sage jetzt keiner das lässt sich doch alles lernen - genau das sollte ja eben nicht das Ziel sein ..
+7
Finnigan02.05.20 13:10
Ein iPhone nutze ich seit rund 11 Jahren. Für mich ist das Zusammenspiel mit MBP/iMac/iPad/Watch inzwischen sehr wichtig geworden. Ein anderes Betriebssystem müßte dies ebenfalls bieten und sich gut integrieren lassen.
+1
BigLebowski
BigLebowski02.05.20 13:12
Digital Detox
Das wird auch Trend werden.
Viele sind jetzt schon genervt vom Gebimmel:
WhatsApp, email, Benachrichtigung XY...

Dann sowas auf eine Brille noch abbekommen 🧐

Spätestens wenn die Leute Kinder bekommen, wobei das auch (nicht nur) vom Bildungsstand abhängt, wird bei einigen vielleicht auch ein Umdenken kommen.

Im Urlaub einfach mal die Nachbartische anschauen wo die Kleinkinder im Kindersitz mit Tablett/ Smartphone (Videos) sediert werden damit die Eltern Ruhe haben.

Realität mit AR verseuchen ...nein danke.
Auf meine Nase kommt niemals eine AR Brille 🤷🏻‍♂️
+4
massi
massi02.05.20 14:00
AR führt zu noch mehr Smartfon Zombies, was dafür sorgt, daß die mir auch nicht mehr auf den Sack gehen können.
+1
colouredwolf02.05.20 14:34
Hot Mac
Natürlich gibt es Ausnahmen, beispielsweise, wenn aus finanziellen Gründen nur ein günstigeres Android-Smartphone in Frage kommt.
Man sollte zwar nicht vom Erscheinungsbild und dem Auftreten einer Person auf den Menschen schließen (das wäre sehr oberflächlich), aber tatsächlich ist es doch so, dass sich bei neun von zehn Leuten – mit ziemlich großer Sicherheit – erraten lässt, welches Smartphone sie zücken werden.

Ich verpass meinen Handys immer ne Hülle die alle Logos versteckt. Kamera geht nicht. Leider.
Mir ist das UI wesentlich, sowie Privatsphäre. Werbung möchte ich für keinen Hersteller machen, der zahlt mir ja nix.
0
lphilipp
lphilipp02.05.20 15:10
maculi
An der Mensch - Maschine - Schnittstelle sehe ich die größten (und spannendsten) Entwicklungsmöglichkeiten. ...
Nur werden diese Schnittstellen viel umfassender, radikaler sein! Meine Mutter, gelernte Krankenschwester, Jahrgang 1917 (sie starb 2006), sagte mir als die ersten Flüge zum Mond erfolgreich verliefen: Eines Tages bekommen die Kinder nach der Geburt einen Stecker (heute würde sie wohl Chip sagen), eingepflanzt und daran kann man dann alles mögliche anschließen, das sich mit unseren Nerven steuern läßt.

Ich bin mir sehr sicher, sie wird auf ihre Weise recht bekommen. Wir werden kein Gerät mehr in die Hand nehmen müssen, Bilder werden direkt zur Netzhaut gestreamt werden, Töne zu den Hörnerven etc. etc. . Die Fertigkeiten unserer Hände werden "elektronisch" unterstützt; vielleicht werden wir Klavier spielen können ohne stundenlang Cerny-Etuden runterballern zu müssen.

Das "nächste große Ding" wird die Entwicklung einer solchen Schnittstelle sein. Für eingegrenzte Spezialaufgaben gibt es ja bereits "Schnittstellen" z. B. bei Prothesen u. ä.
Man muß sich Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen! Albert Camus (Il faut imaginer Sisyphe heureux)
+1
ratti
ratti02.05.20 21:17
BigLebowski
Digital Detox
Das wird auch Trend werden.
Von wegen. Die Auto-Analogie passt ja jetzt schon, die „SUVisierung“ des Smartphones ist längst voll im Gange.

Es gibt immer mehr Menschen, die hätten gern ein Auto, das neu 5000 Euro kostet. Räder, Motor, aktuelle Sicherheitstechnik, Spitze 120, sparsam, umweltschonend. Trotzdem kommt so ein Auto nicht, weil die Unternehmen nichts dran verdienen und, Beispiel Dacia, überhaupt nur anbieten in der Hoffnung, dass man mit einem „echten Renault“ den Laden verlässt. Wir haben mal versucht, so ein Teil zu kaufen: Nein, Probefahrt leider nicht möglich, Lieferzeit dann 12 Monate.

Gewinne werden mit rollender Wohnzimmertechnik gemacht, und so sehen die Autos auch aus. Das gleiche passiert mit Smartphones: Es wird immer MEHR reingestopft, weil nur das MEHR auch Marge generiert.

Und so wurde es dann bei uns auch lieber ein gebrauchter Opel, denn das war einfach günstiger — auch wenn ich das Fenster lieber selber kurbeln würde statt vier elektronische Fensterheber spazieren zu fahren.
0
vonLeitn
vonLeitn02.05.20 22:02
coosmannc
Ich komme als iOS-Nutzer doch immer wieder mit Android in Kontakt, weil ich Bekannten Unterstützung gebe. Das Betriebssystem ist ok, genau wie iOS. Da muss jeder seinen eigenen Weg gehen.
Was mir aber unheimlich sauer aufstößt, ist die massivste Zumüllung mit Werbung. Das habe ich bei keinen anderen System bisher so erlebt. Und diese Werbung hält mich einfach davon ab, auch nur noch einen Gedanken an eine mögliche Verwendung von Android zu verschwenden.
Das es auch ohne nervende Werbung gehen kann, zeigt mir mein Android-Fernseher.

Das ist eines meiner großen Punkte wieso ich es mit Android versuchen werde, und das XS bis auf weiters das letzte iPhone ist. Seit Apple die Systemweiten VPN Adbocker gesperrt hat habe ich mich dazu entschlossen.

Noch schlimmer ist aber diese Abo Welle die Apple durchdrückt, ohne den App Herstellern andere gute Möglichkeiten zu bieten bezahlte Updates an den Mann zu brinngen bzw. bereit zu stellen.
-4
Lerach02.05.20 22:59
Die Software müsste besser erkennen, was ich zu einem konkreten Zeitpunkt an einem konkreten Ort brauche.

Bsp.:

Samstag abends, zuhause: Spotify, Safari, Pizza-Lieferdients-App.
Montag Morgen: Zeitung-App, Google Maps, Mail, etc.

Diese Apps müssten dann hervorgehoben werden und teilweise selbstständig arbeiten und mir per Notifications input liefern.

Homescreen Apps antippen ist überlebt. Screens sind zugemüllt. Anderes/autonomes Organisations-System müsste her.
0
Macs0403.05.20 07:44
Mir persönlich würde schon reichen, wenn das iPhone der Zukunft langlebiger, ressourcenschonender und fairer produziert würde ala Shiftphone oder Fairphone. Da es für diese Geräte leider kein iOS gibt, sind sie für mich keine Alternative, denn ich habe das erste iPhone bereits gerne und lange genutzt, bin dann über 3 und 4 aktuell beim 6 Plus gelandet. Aber allein die Batterie da raus zu bekommen ist ja eine Katastrophe. Mein Mac ist übrigens ein 2011er, da der alte Mac (2008er) zu lange nicht mehr mit Updates versorgt wurde. Mich kotzt diese alle Jahre was neues-Mentalität an, die sich leider überall durchzusetzen scheint.
+7
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