Smartphone-Absatz in Europa: Apple und Samsung liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen


Viele Smartphone-Hersteller durchleben seit einigen Monaten schwere Zeiten: In den allermeisten Weltregionen sinken die Absatzzahlen. Das hat verschiedene Gründe, dazu zählen unter anderem durch die anhaltende Speicherkrise steigende Gerätepreise und die Verschlechterung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage in Teilen der Welt. Bereits Ende Juli vermeldeten Marktforscher, dass sich die globalen Smartphone-Verkäufe im Sinkflug befinden (siehe
). Im zweiten Quartal dieses Jahres wurden demnach so wenige Mobiltelefone abgesetzt wie zuletzt 2013. Europa bleibt von dieser generellen Entwicklung nicht verschont, wie aktuelle Zahlen zeigen. Apple und Samsung allerdings können dem Trend trotzen und festigen ihre Positionen auf dem europäischen Markt.
Europäischer Smartphone-Markt verzeichnet Rückgang um zehn ProzentVon April bis Juni dieses Jahres wurden in Europa laut einer aktuellen Studie von
Counterpoint Research insgesamt 35 Millionen Smartphones verkauft. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutete das einen Rückgang um zehn Prozent und stellt das schwächste zweite Quartal seit 2023 dar. Die Marktforscher führen dies unter anderem auf das Bemühen etlicher Hersteller zurück, ihre Margen trotz steigender Komponentenpreise zu sichern. Sie hätten daher beispielsweise Rabattaktionen und Werbung zum Teil deutlich zurückgefahren. Counterpoint Research macht für den signifikanten Rückgang der Nachfrage zudem den Irankrieg und die daraus resultierende Inflation verantwortlich.
Apple und Samsung trotzten im zweiten Quartal 2026 dem allgemeinen Abwärtstrend auf dem europäischen Smartphone-Markt.
Quelle: Counterpoint Research Apple steigert gesamteuropäischen Marktanteil von 25 auf 34 ProzentHersteller günstiger Smartphones wie etwa die chinesischen Unternehmen Xiaomi, Oppo oder Honor litten besonders unter der aktuellen Situation und verloren Marktanteile. Die osteuropäischen Märkte, auf denen sie besonders stark vertreten sind, schwächelten nämlich erheblich. In Westeuropa hingegen verlief die Entwicklung positiver als von den Marktforschern noch vor einiger Zeit erwartet. Davon profitierten Apple und Samsung: Der iPhone-Hersteller legte der Studie zufolge ein sehr beeindruckendes zweites Quartal hin, was die Absatzzahlen betrifft. Ergebnis war ein gesamteuropäischer Marktanteil von 34 Prozent (April bis Juni 2025: 25 Prozent). Damit liegt das kalifornische Unternehmen gleichauf mit Samsung; die Koreaner konnten ihre Verkäufe leicht steigern und kommen ebenfalls auf 34 Prozent Marktanteil (2. Quartal 2025: 31 Prozent). Counterpoint Research rechnet damit, dass der Sinkflug auf dem europäischen Smartphone-Markt in den kommenden Monaten weitergeht. Apple werde allerdings auch künftig die große Ausnahme bleiben.
Ähnliche Entwicklung in China, Indien und LateinamerikaIn anderen Weltregionen stellt sich die Situation ähnlich wie in Europa dar. China verzeichnete laut Counterpoint Research in den ersten 30 Wochen dieses Jahres einen Rückgang des Smartphone-Marktes um knapp neun Prozent. Auch in Indien sanken die Absatzzahlen, und zwar um 14 Prozent im zweiten Quartal. Apple hingegen konnte im bevölkerungsreichsten Land der Erde seine Verkäufe um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern. In Lateinamerika trotzten Apple und Samsung dem allgemeinen Abwärtstrend.