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Test KEF LS Luxe: Musikstreaming ohne Ecken und Kanten

All-In-One Streaminglautsprecher sind eine besondere Klasse von HiFi-Produkten, die Menschen anspricht, denen Einzelkomponenten zu umständlich sind und die Musik so einfach und elegant wie möglich genießen wollen. Die neuen KEF LS Luxe eignen sich ideal dafür und erfüllen darüber hinaus auch noch Designansprüche. Aber klingt das auch gut?


Alle Eier in einen Korb? Was für den Transport empfindlicher Nahrungsmittel praktisch ist, kann sich als fatal erweisen, wenn der Korb runterfällt. Diese uralte Erkenntnis gilt auch für moderne technische Konzepte. Sogenannte All-In-One-Geräte sind praktisch. Doch im Störungsfall ist man mit ihnen weniger flexibel und steht im schlimmsten Fall erst mal ganz ohne da. Schon in den Achtziger/Neunziger Jahren wurde das Thema in Büros heiß diskutiert: Faxgerät, Kopierer und Drucker besser in einem kompakten Gerät vereinen, oder lieber Einzelkomponenten?

Kompakt
Marke KEF
Bezeichnung LS Luxe
Art Streaming-Lautsprecher
Empf. Preis (€) 4.000 (Paar)
Verfügbarkeit sofort
Statt Pro und Kontra unendlich gegeneinander abzuwägen kann man die Sache aber auch ganz einfach abkürzen: Ihnen sagt die Idee zu, mit nur einem Paar Lautsprecher eine komplette hochwertige HiFi-Anlage zu besitzen und damit aus zahlreichen Quellen Musik genießen zu können? Dann sind aktive Streaminglautsprecher genau ihr Ding. Und wenn ihr Anspruch an Klang und Design besonders ausgeprägt ist, dann sind es vielleicht die neuen KEF LS Luxe, die ihre Aufmerksamkeit erregt haben.

REWIND deckt auf, inwieweit diese anspruchsvollen, kompakten Alleskönner vielleicht sogar High-End-Anspruch erfüllen und wie sie sich ganz allgemein in der Praxis schlagen.


KEF LS Luxe: Zwei helle Köpfchen
Mit den LS Luxe geht der britische Lautsprecherhersteller KEF, der schon seit vielen Jahren Erfahrungen mit All-In-One-Aktivlautsprechern gesammelt hat, eine Stufe höher auf der Evolutionsleiter. Vor allem in Bezug auf die eigentliche Lautsprechertechnik, weniger hingegen beim Streaming, das in den LS Luxe auf dem selben Stand bleibt, wie in den schon länger erhältlichen Modellen LS50WII und LS60W. – Was kein Nachteil ist, wie sich im Test zeigte.


Die Außergewöhnliche Form der LS Luxe ist die wohl augenscheinlichste Neuerung und eine Abkehr von dem bisherigen Design der LS-Serie, die in ihrem Ursprung noch durch den Passivlautsprecher LS50 geprägt wurde. Die LS Luxe sind in den Farben Schwarz (Eclipse Black), Titan (Dusk Titanium – unsere Testmuster) und Weiß (Mineral White) erhältlich. Egal für welche Farbe Sie sich entscheiden, die außergewöhnliche Form wird auf jeden Fall Blicke auf sich ziehen. Insbesondere in sehr modern eingerichteten Behausungen können die LS Luxe als klingende Designelemente eine echte Bereicherung sein.

Auch die Verarbeitungsqualität der LS Luxe ist ein Faktor. Schließlich soll der auf Luxus hindeutende Name nicht nur ein leeres Versprechen sein. Die kantenlosen Speaker, die mich immer wieder an irgendwelche Sci-Fi-Geschöpfe erinnern, sind perfekt lackiert und die Gehäuse, die komplett aus dem selben Material bestehen, wie die gebogene Frontplatte der LS50WII, wirken beim Klopftest äußerst massiv. Das Gewicht von rund 10 Kilo pro Box unterstützt den Eindruck hohen Materialaufwands. Die getestete Version in Dusk Titanium erfreut zudem mit abwechslungsreichen Lichtspiegelungen auf ihrer Oberfläche. Etwas, dass den matten Versionen in Schwarz oder Weiß abgeht. – Geschmacksache.


Die optionalen S-LUXE Standfüße sind nur in mattem Dunkelgrau erhältlich, was zu allen drei angebotenen Lautsprecherfarben gut passt. Die Standfüße sind ebenfalls gut verarbeitet und verfügen über ein integriertes „Kabelmanagement“, was eine (nicht von KEF erfundene) Marketingbezeichnung für simple Öffnungen ist, um die Kabel durch den inneren Hohlraum der Säule führen zu können.

Kommentare

Monosde05.09.26 09:10
Die KEF Standfüße sind an Hässlichkeit kaum zu überbieten. Damit macht man sich das elegante Design der Lautsprecher kaputt.
+2
pit1958ffm
pit1958ffm05.09.26 09:50
Monosde
Die KEF Standfüße sind an Hässlichkeit kaum zu überbieten. Damit macht man sich das elegante Design der Lautsprecher kaputt.

Die "Boxen" selbst sind für mich auch nicht gerade eine Augenweide...
+3
Quickmix
Quickmix05.09.26 12:15
Starke Lautsprecher, danke
0
TorstenW05.09.26 12:26
Artikel
Am Minus-6-db-Punkt stehen 35 Hz untere Grenzfrequenz zu Buche, was für die Größe ein sehr guter Wert ist. – Zum Vergleich: Bei der LS50 W II ist spätestens bei 40 Hz (-6dB) das untere Ende der Fahnenstange erreicht.

Um etwas Kontext zu geben:
Der Unterschied bedeutet in der Praxis, dass die LS Luxe noch das D spielen können, während die LS50 "nur" bis zum E runterkommen. Es ist also ein Unterschied von gerade mal einem einzigen Ton und dürfte in der Praxis einfach vollkommen irrelevant sein.
Der Unterschied zu den Devialet, die bis knapp 20Hz runterspielen ist signifikant, weil das fast einer Oktave entspricht, aber 40 oder 35Hz wird niemand ernsthaft wahrnehmen.
+2
AlexderK05.09.26 12:29
Feinstofflichkeit im Klang ist ja ein wunderbarer Ausdruck!
Kein usb Audio ist absolut unter aller Sau, bei dem Preis. Optik liegt wohl im Auge des Betrachters, und schon meine ls50 waren nicht gerade hübsch aber toll anzuhören.

Naja. Da findet man wohl Preis leistung wo anders besser, aber sie werden sich auch verkaufen.
-1
Huba05.09.26 14:11
Ist dein Lieblings-und Referenzlautsprecher nicht von Børresen? Zumal er doch auch noch viel schöner ist als dieses Dingens von Wilson Audio…
Aber danke für den interessanten Test — auch wenn diese KEF für mich „out of budget“ sind.
0
Pallllo05.09.26 14:32
Dieses Prinzip der kontrollierten Lautsprecherbewegung gab es schon in den 70er Jahren bei Philips: diese aktiven Lautsprecher hatten „MFB Motional Feedback“ was aus meiner Sicht im Prinzip dasselbe ist bei diesen brandneuen KEF.
Hier gibt es Infos zu dieser Technik von damals:
+1
sonorman
sonorman05.09.26 15:08
Huba

So etwas wie einen ewig besten Lautsprecher gibt es für mich nicht. Es geht immer noch ein bisschen mehr. Die Sabrina V gefallen mir in der Summe aller Eigenschaften noch etwas besser als die Børresen und sie harmonieren auch noch ein bisschen besser mit meinem Raum. Daher sind sie meine aktuelle Arbeitsreferenz. Die Børresen habe ich aber auch noch in einem anderen Raum. Ich konnte mich von ihnen bisher nicht trennen.

Übrigens gefallen mir die Wilson auch optisch auf ihre Art genauso gut. Es ist halt nur eine gänzlich andere Ansprache, aber ich beschränke meinen Geschmack nicht auf nur eine bestimmte optische Linie. Vielfalt ist Trumpf!

PS: Was natürlich nicht heißt, dass ich jedes Design mag. Ein Beispiel für Lautsprecher die ich richtig hässlich finde, ist morgen im TechTicker zu finden.

Pallllo
Sagte ich doch:
Artikel
Die Idee solcher Membrangegekopplungen ist alles andere als neu.
Aber die technischen Möglichkeiten sind heute doch andere.
0

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