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Gruber: Alan Dyes Weggang ist beste Nachricht seit Ewigkeiten – Hoffnungen auf Kurswechsel im UI-Design

Alan Dye, Apples langjähriger UI-Designer sowie seit 2019 Leiter der UI-Abteilung, wechselt zu Meta, um dort fortan als "Chief Design Officer" zu fungieren. Der Rückzug erfolgte den vorliegenden Informationen zufolge aus freien Stücken, Hinweise auf eine Entlassung gibt es nicht. Was auf den ersten Blick nach einem schweren Schlag aussieht, müsse laut John Gruber von Daring Fireball aber "als beste Nachricht seit Ewigkeiten" zu verstehen sein. Dye sei in den vergangenen zehn Jahren für eine Richtung verantwortlich gewesen, die man nicht gutheißen könne. Der Fokus habe sich unter Dye von "perfekte Optik, perfekte Funktion" hin zu "wichtig ist, wie es von außen aussieht" gewandelt. Usability war angeblich zweitrangig, es kam eher auf die Effekte an.


UI-Designer verspürten angeblich Frust
Laut Gruber sehen das diverse UI-Designer bei Apple ganz genauso. Die Neubesetzung an der Spitze signalisiere ihnen, dass es noch Hoffnung gebe. Unter Dye seien viele Designentscheidungen primär kosmetischer Natur gewesen — mit negativen Folgen für die Benutzerfreundlichkeit. Viele Designer haben dem Bericht zufolge Apple verlassen, denn sie waren frustriert über Dyes Ansatz und mangelnde Wertschätzung von echter UI-Designarbeit. Ein Gespür für gutes "Interaction Design" ging Dye den Angaben zufolge ab, visueller Hochglanz wie beispielsweise Liquid Glass stand stattdessen im Vordergrund. Dass Jony Ive ihn zum Leiter des Oberflächendesigns machte, obwohl Dye aus einem ganz anderen Bereich stammte, sei rückblickend dessen größte personelle Fehlentscheidung gewesen.

Dyes Nachfolger Lemay priorisiert gute Bedienung
Der neue Design-Leiter, Stephen Lemay, gelte im Gegensatz zu Dye als "Career Interface/Interaction Designer" – also als jemand mit echter Expertise im UI/UX-Design, der weniger aus Werbung/Branding-Aspekten heraus handelt. Quellen loben ihn für Detailtreue und handwerkliche Qualität. Ihm wird nachgesagt, tiefes technisches Verständnis als auch gestalterisches Feingefühl mitzubringen, rein kosmetische Ansätze verfolge er nicht.

Sicherlich neue Schwerpunkte zu erwarten
Ob man einen raschen Kurswechsel bei Apple erleben könne, hält Gruber für ungewiss. Er zitiert Stimmen aus dem Unternehmen, die ihn zwar für den eindeutig besten Mann halten, doch gleichzeitig Kritik an Projekten wie dem iPad-Multitasking üben. Dies entstand unter Lemays Leitung und gilt vielen Nutzern eher als einschränkend denn als Fortschritt. Zweifel an dessen Kompetenz gibt es indes nicht – und möglicherweise blühe er weiter auf, wenn Alan Dye nicht mehr als Bremsklotz wirke. Apple verwendete auf dem iPhone-Event das Jobs-Zitat "Design ist nicht nur, wie etwas aussieht oder wirkt. Design ist, wie es funktioniert." Möglicherweise rückt jene Überzeugung nun stärker in den Mittelpunkt.

Kommentare

t.stark
t.stark04.12.25 13:54
Laut Gruber sehen das diverse UI-Designer bei Apple ganz genauso. Die Neubesetzung an der Spitze signalisiere ihnen, dass es noch Hoffnung gebe. Unter Dye seien viele Designentscheidungen primär kosmetischer Natur gewesen — mit negativen Folgen für die Benutzerfreundlichkeit.
Absolut. Leute mit einem visuellen Designhintergrund in so einer Position finde ich aus persönlicher Erfahrung schwierig. Das Problem ist halt jemanden zu finden, der eine ausgewogene Mischung aus visuellem Design, Apple-DNA, psychologischen Hintergrund und auch dem was manche als UX-Thinking bezeichnen hat und die verschiedenen Disziplinen auch moderieren kann. Das Thema ist nun mal sehr interdisziplinär.
Abgesehen davon finde ich das visuell auch nicht wirklich überzeugend, was in den letzten Jahren so rauskam.
+31
MetallSnake
MetallSnake04.12.25 14:18
Ich verspüre ebenso Hoffnung wie Gruber, aber diese Einschätzung:
Der Fokus habe sich unter Dye von "perfekte Optik, perfekte Funktion" hin zu "wichtig ist, wie es von außen aussieht" gewandelt. Usability war angeblich zweitrangig, es kam eher auf die Effekte an.

kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Es sieht seit über 10 Jahren alles nur noch scheiße aus.
Vielleicht könnte man ja Scott Forstall zurückholen, so wie man damals Steve Jobs zurückgeholt hat. Was macht der Scott heute eigentlich?
Wer kann mir helfen? - 'Nicht richtig gelesen. Setzen, sechs.', wo ist mein Fehler? https://www.mactechnews.de/news/article/S-187416.html#newscomment1621890
+3
Scrembol
Scrembol04.12.25 14:19
Schlimmstes Beispiel sind für mich die Einstellungen am iPhone und noch schlimmer am Mac.. es wurde immer verwirrender, verwirrender und verwirrender. Inzwischen habe ich mir angewöhnt Systemeinstellungen mittels Spotlight einfach zu suchen.

Und Apple Glas... joah. Es ist für mich exakt das gleiche System wie vorher, nur das jetzt Glasoptik drauf liegt mit neuen Bugs und unpraktischen Rundungen, die die nutzbare Fläche verkleinern.
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+46
Mad Doc
Mad Doc04.12.25 14:24
Scrembol
Inzwischen habe ich mir angewöhnt Systemeinstellungen mittels Spotlight einfach zu suchen.

Ich arbeite seit über 30 Jahren mit Mac OS / macOS und dachte es liegt an meinem Alter, aber offensichtlich geht es auch anderen so 😅
Diese Nachricht wurde umweltfreundlich aus wiederverwerteten Buchstaben und Wörtern weggeworfener eMails geschrieben. Sie ist daher voll digital abbaubar.
+30
Fenvarien
Fenvarien04.12.25 14:29
Die Systemeinstellungen unter macOS überfordern mich auch. Unter iOS fand ich es immer schon nur per Suche bedienbar, leider hat man das identische Konzept auf den Mac übertragen. Auf der anderen Seite: Auch vorher war Suche bereits immer schneller als die Icons zu finden und sich durchzuklicken.
Up the Villa!
+18
sudoRinger
sudoRinger04.12.25 14:40
Allison Sheridan hat sich die Mühe gemacht und alle Systemeinstellungen von macOS Tahoe als Mind Map darzustellen - eine Mind Map mit 2773 Elementen Manches davon findet man nicht einmal über die Suchfunktion. Ein herrlich irrsinniges Unterfangen. Die Entstehungsgeschichte dazu gibt es hier:
+30
Mad Doc
Mad Doc04.12.25 14:47
Nicht das wir mit macOS so enden wie die Windows-User:
Diese müssen aufgrund der Fülle der Systemeinstellungen und schlecht ausgearbeiteter Systemupdates ihr System mit der "Einstellungen"- und der "Systemsteuerung"-App konfigurieren.

(Ist das eigentlich unter Win 11 immer noch so?)
Diese Nachricht wurde umweltfreundlich aus wiederverwerteten Buchstaben und Wörtern weggeworfener eMails geschrieben. Sie ist daher voll digital abbaubar.
0
MetallSnake
MetallSnake04.12.25 14:56
Mad Doc
(Ist das eigentlich unter Win 11 immer noch so?)

Ich weiß nicht ob man es noch muss, aber es ist zumindest beides noch unter Win 11 vorhanden.
Wer kann mir helfen? - 'Nicht richtig gelesen. Setzen, sechs.', wo ist mein Fehler? https://www.mactechnews.de/news/article/S-187416.html#newscomment1621890
0
LoCal
LoCal04.12.25 15:01
Das weckt Hoffnung
Ich hab zwar keine Lösung, doch ich bewundere dein Problem
+1
t.stark
t.stark04.12.25 15:21
Die Systemeinstellungen unter macOS überfordern mich auch
Ich denke es gibt zwei Wege.
1) Man bietet nur noch eine Suche an. Das setzt voraus, dass Nutzer die gesuchten Begriffe kennen. Hier benötigt man zumindest auch noch ein Modell mit ähnlichen und synonymen Begriffen. Selbst dann hat man das Problem dass Nutzer keinen Pfad merken können oder auf Basis der angezeigten Begriffe Orientierung finden.
2) Man baut weiterhin auf eine Kombination von (verbesserter Suche) und kategorisierter Anzeige der Einstellungen. Hier gilt es eine Taxonomie zu erstellen, die dem mentalen Modell der sehr weit verzweigten Nutzergruppen entspricht. Keine ganz triviale Aufgabe.

Die häufig genannten Kritik der gruppierten Liste vs. ein gruppiertes Gitter hilft auch nur auf der obersten Ebene - aber immerhin. Ich denke die oberste Ebene ist auch inhaltlich wirklich schon die halbe Miete. Hier stellt sich nach wie vor die Frage wieso man davon ausgeht, dass Nutzer in einer selbst erstellten bzw. konfigurierten Darstellung (App-Icons auf dem iPhone) bis zu einer gewissen Komplexitätsgrenze ein spatiales Modell entwickeln, in diesem Fall aber nicht.
+1
bjbo04.12.25 15:43
MetallSnake
Ich verspüre ebenso Hoffnung wie Gruber, aber diese Einschätzung:
Der Fokus habe sich unter Dye von "perfekte Optik, perfekte Funktion" hin zu "wichtig ist, wie es von außen aussieht" gewandelt. Usability war angeblich zweitrangig, es kam eher auf die Effekte an.

kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Es sieht seit über 10 Jahren alles nur noch scheiße aus.
Vielleicht könnte man ja Scott Forstall zurückholen, so wie man damals Steve Jobs zurückgeholt hat. Was macht der Scott heute eigentlich?

Scott Forstall soll bitte bleiben wo er ist. Sein Skeuomorphismus bis iOS6 war furchtbar.
+8
Phil Philipp
Phil Philipp04.12.25 15:44
t.stark
Die Systemeinstellungen unter macOS überfordern mich auch
Ich denke es gibt zwei Wege.
...
Ich kann mir noch einen 3. Weg vorstellen: die Systemeinstellungen wieder sehr extrem reduzieren auf ein Niveau von vor 15 Jahren oder so....
(ahhh..... Aufschrei aus dem Publikum)
... und dann zulassen, dass Spezial-Frickel-Einstellungen über Zusatz-Apps geleistet werden.
Mein Gefühl zu den System-Einstellungen ist nämlich, dass sie deshalb in die hunderte und tausende gehen, weil immer mehr Kunden-Wünsche umgesetzt werden (wie z.B. "ich will einstellen können, wie durchsichtig der Glass-Effect ist..." "ich will einen Hintergrundbild-Effekt in meiner Nachrichten-App" "ich will einstellen, ob ich den Wecker durch einen Slide-Regler oder einen Klick-Button ausschalten kann")

Jetzt sind wir so an dem Punkt angekommen, an dem grad noch die Nerds unter uns durchblicken. Und von denen wünschen sich vermutlich viele noch viel mehr Einstell-Optionen....,
t.stark
...
Hier stellt sich nach wie vor die Frage wieso man davon ausgeht, dass Nutzer in einer selbst erstellten bzw. konfigurierten Darstellung (App-Icons auf dem iPhone) bis zu einer gewissen Komplexitätsgrenze ein spatiales Modell entwickeln, in diesem Fall aber nicht.
Wenn ich mir das App-Icon-Chaos z.B. bei meinem Kollegen (oder meiner Süssen) auf dem iPhone oder iPad ansehe: da steckt kein bewusst konfiguriertes oder "spatiales Modell" dahinter, das ist einfach nur irgendwie raufgeschmissen, irgendwann mal versucht zu sortieren, 3 Ordner gemacht, dann wieder aufgegeben. Also quasi Hempels unterm Sofa.
Und die finden ihren Kram auch irgendwie mit 12 Klicks.

Es gibt, glaube ich, eine riesige Spannweite zwischen denen, die an jedem Schräubchen drehen wollen und denen, denen das alles völlig egal ist und die ganz vielleicht höchstens mal nur den Bildschirmschoner wechseln wollen.
+2
konnektor04.12.25 15:46
🍾🍾🍾🍾🍾
Ich fange besser erst gar nicht an aufzuzählen, wo sinnvolle Informationen entweder komplett weggefallen oder durch irgendwelche Effekte schwerer zugänglich sind.
Nur eine rhetorische Frage: warum muss eine Menüleiste in einem Programmfenster transparent sein? Da stehen Informationen, die ich schnell erfassen können soll, da interessieren mich keine Fotos oder Dateiicons, die dahinter liegen.
+20
mikeboss
mikeboss04.12.25 15:54
MetallSnake
Mad Doc
(Ist das eigentlich unter Win 11 immer noch so?)

Ich weiß nicht ob man es noch muss, aber es ist zumindest beides noch unter Win 11 vorhanden.

ja, z.T. muss man in's alte Control Panel.

inzwischen beginne ich alle desktop-betriebssysteme zu hassen. macOS macht mir aktuell keine freude mehr. Windows ist/war seit je her dreck. und Linux taugt mir nur solange es ohne GUI laeuft. manchmal etwas ein murks bis es laeuft, aber dann ist einfach nur ruhe und es funktioniert (also Linux).
+1
Macbook_User04.12.25 16:03
Ich mag die neue Optik sehr. Mochte auch Vista sehr
+5
System 6.0.1
System 6.0.104.12.25 16:21
Ihr müsst jetzt ganz tapfer sein: Wenn jemand ein Unternehmen verlässt oder verlassen muss, finden sich immer Kollegen, die das gut finden, und welche, die es bedauern.

Allerdings sind die angehäuften Defizite seiner Abteilung nicht zu übersehen. Die Systemeinstellungen scheinen mir da ein wirklich relevantes Beispiel zu sein.

Auf der anderen Seite ist Liquid Glass wirklich schön. Es müsste halt besser funktionieren und geschickter angewendet werden. Einfach nur „Glass“ draufklatschen, das wäre ein typische Microsoft/Android-Move.

OS 26.2 wird da wahrscheinlich noch nichts liefern können, aber Anfang März dürfte der Knoten geplatzt sein: Darum wohl auch die SnowLeopard … äh, SnowGlass-Ankündigung
„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998
+5
MrWombat
MrWombat04.12.25 16:25
So wie man 26 anpassen kann - kommt mir fast ein bissal ein System 7 Feeling hoch
+14
System 6.0.1
System 6.0.104.12.25 16:28
Macbook_User
Ich mag die neue Optik sehr. Mochte auch Vista sehr

Vistas Aero war tatsächlich die bessere Aqua-Umsetzung. Auch wenn Aero viel von Apples Detailliebe fehlte, so war Aqua unzweifelhaft der Overkill. Das Gummibärchen-Rudel auf der Rechner-App hätte eigentlich als Stopp-Signal reichen müssen. Der 3D-Effekt war schlicht zu krass ausgeprägt.

Dafür war Aero viel zu lau und uninspiriert in allem. Halt so, wie man es von Microsoft erwarten darf … flach und unausgegoren.
„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998
+2
Hamsterhai04.12.25 16:58
Mad Doc
Scrembol
Inzwischen habe ich mir angewöhnt Systemeinstellungen mittels Spotlight einfach zu suchen.

Ich arbeite seit über 30 Jahren mit Mac OS / macOS und dachte es liegt an meinem Alter, aber offensichtlich geht es auch anderen so 😅
31. Same here. 🙃
+5
frankh04.12.25 17:06
Macbook_User
Ich mag die neue Optik sehr. Mochte auch Vista sehr

Ach, DU bist das

Wie oben diskutiert sind ja Optik, Lesbarkeit und Bedienbarkeit drei verschiedene Dinge.
Und ehrlich, Tahoe scheitert bereits bei der Optik. Alleine die Fenster-"Ecken" lassen das Ganze wie einen Kindercomputer aussehen. Ich mag auffe Abbeit, wo sie mir 26 aufgezwungen haben, schon garnicht mehr meinen Bildschirm zeigen.
+3
Frank Blome
Frank Blome04.12.25 17:25
MrWombat
So wie man 26 anpassen kann - kommt mir fast ein bissal ein System 7 Feeling hoch

Wenn man jetzt noch die Rundungen weg bekommt… ja, dann könnte der Eindruck aufkommen 😆
+3
Spacely04.12.25 17:59
Viel Text hier, darum nur ein Wunsch von mir mit dem neuen Leiter.

Ende von „Liquid Glass“
+5
t.stark
t.stark04.12.25 18:29
Phil Philipp
Ich kann mir noch einen 3. Weg vorstellen: die Systemeinstellungen wieder sehr extrem reduzieren auf ein Niveau von vor 15 Jahren oder so....
Ja, wenn man die Komplexität reduziert, macht man die von mir skizzierten Aufgaben einfacher. Die Kunst des Nein-Sagens ist in den letzten Jahren eindeutig zu kurz gekommen.
+1
Macbook_User04.12.25 18:44
frankh
Macbook_User
Ich mag die neue Optik sehr. Mochte auch Vista sehr

Ach, DU bist das

Wie oben diskutiert sind ja Optik, Lesbarkeit und Bedienbarkeit drei verschiedene Dinge.
Und ehrlich, Tahoe scheitert bereits bei der Optik. Alleine die Fenster-"Ecken" lassen das Ganze wie einen Kindercomputer aussehen. Ich mag auffe Abbeit, wo sie mir 26 aufgezwungen haben, schon garnicht mehr meinen Bildschirm zeigen.

Ja ich…

Mag es dennoch und Vista trauere ich auch nach. Hatte halt einen starken Rechner heute wird gejammert wenn die Hardware nicht genutzt wird. Zu der Zeit musste man 16GB haben aber wehe es wurde genutzt…. Dann war alles schlecht weil es Hardware braucht. Wenn man von Windows weg ist, merkt man irgendwann wie komisch Windows User sind, besonders Gamer.

Bei Apple ist es genau andersrum. Dafür mehr Stimmen bei dem Desktop, wenn da mal was anders ist. An dieser Stelle sind MS User genügsamer. Am Ende nutze ich nur noch aber kann es halt nicht ändern, iOS 26 gefällt mir, auch der Desktop. Gibt andere Dinge die ich schlimmer finde als den Desktop an Apple
+1
typneun04.12.25 19:09
MrWombat
So wie man 26 anpassen kann - kommt mir fast ein bissal ein System 7 Feeling hoch

Oh cool!
Mit welchen Einstellungen hast das so hinbekommen?
- Transparenz reduzieren
- Kontrast erhöhen
Was noch??
+3
Terendir04.12.25 19:10
konnektor
🍾🍾🍾🍾🍾
Ich fange besser erst gar nicht an aufzuzählen, wo sinnvolle Informationen entweder komplett weggefallen oder durch irgendwelche Effekte schwerer zugänglich sind.
Nur eine rhetorische Frage: warum muss eine Menüleiste in einem Programmfenster transparent sein? Da stehen Informationen, die ich schnell erfassen können soll, da interessieren mich keine Fotos oder Dateiicons, die dahinter liegen.
Wieder ein Punkt, in dem selbst Windows Vista designtechnisch ausgereifter war.

Kontextmenüs, Menübuttons (aka: alles was man auch optisch schnell erkennen muss) war niemals transparent. Und dort wo Text auf Glas war (Fenstertitel) hatte der Text einen Kontrastschatten, der immer eine Lesbarkeit garantierte.

Für mich immer noch unfassbar, dass ausgerechnet Apple heutzutage Fehler macht, die selbst Microsoft vor fast 20 Jahren vermieden hat.

Ich hoffe wirklich, dass es sich bessert. Prinzipiell mag ich Glaseffekte und allgemein ästhetische GUIs. Aber die Ästhetik darf halt nie auf Kosten der Usability gehen.

Man könnte so viele Probleme von Liquid Glass mit Schatten und besseren Kontrasten lösen. Ganz ohne fundamentales Redesign. Windows Aero hat ja bewiesen, dass es klappen kann, wenn man es mit dem ach so fancy Glas einfach nicht übertreibt und die Lesbarkeit nicht vernachlässigt. Es haben sich zwar damals viele über den Ressourcenhunger von Aero beschwert, aber Beschwerden zur Usability waren kaum existent.
+6
tranquillity
tranquillity04.12.25 19:48
Ich habe durch einen neuen Mac nun zum ersten Mal Tahoe "erleben" dürfen und war ziemlich geschockt. Ich komme noch von Monterey. Tahoe erinnert mich zeitweise an die ersten Linux-Oberflächen, wo vieles nicht richtig zusammen passte. Genau so kommt es mir hier auch vor. Teilweise waren auch noch Fehler vorhanden, mit der Sprache war es auch inkonsistent (manchmal Englisch im Deutschen) und es war ziemlich unübersichtlich, v.a. in den Systemeinstellungen. Ehrlich gesagt wie eine schlimme Mischung aus Windows und Linux. Auf jeden Fall nicht der Qualitätsanspruch, den man an Apple hat!
+5
t.stark
t.stark04.12.25 19:53
Beschwerden zur Usability waren kaum existent
Das ist ein genereller Irrtum, dass laute, öffentliche Kritik oder ihr ihr Ausbleiben wirklich gute/schlechte UX widerspiegeln. Die meisten Nutzer leiden leise und treffen daraufhin ggf. neue Kauf- oder Nutzungsentscheidungen.
+4
Macbook_User04.12.25 20:27
t.stark
Beschwerden zur Usability waren kaum existent
Das ist ein genereller Irrtum, dass laute, öffentliche Kritik oder ihr ihr Ausbleiben wirklich gute/schlechte UX widerspiegeln. Die meisten Nutzer leiden leise und treffen daraufhin ggf. neue Kauf- oder Nutzungsentscheidungen.
Vielleicht aber auch, zufriedene Nutzer schreiben nicht in Foren?

Kritik hab ich nur von Autoren oder Community Usern gelesen. Absolute Nerds finden es scheinbar i.o, wie ich so höre im Kunden und Freundeskreis.

Hier ist die Kritik in der Regel zu allem sehr hoch. Bin seit 2020 im kompletten Apple Universum aber auf MecTech empfinde ich es in den Kommentaren als sehr krass, zu vielen Änderungen. Man könnte auch meinen das die Bubble hier stark in sich ist. Verkaufszahlen zeigen irgendwie kein Leiden. Die von Dir angesprochene Kaufentscheidung scheint es positiv gestimmt zu haben.

Laut einer Umfrage unter Leser von heise sagte eine knappe Mehrheit, das neue Design wirke „lebendiger“.

Befürworter loben die neue Ästhetik der Glas Oberfläche, die Transparenzen und sanften Animationen vermitteln Tiefe, wirken modern und können das Nutzererlebnis als frisch und elegant erscheinen lassen. 

Manche Nutzer berichten, dass sich das Interface nach einer Eingewöhnungsphase „so richtig gut anfühle“. Zum Beispiel heißt es auf Reddit:
„after using it for two days … as a day-to-day design, it’s so much better.“

Glas wird wohl bleiben, sich verändern aber bleiben. Ich denke nicht das es ein zurück geben wird. Zu 7 oder 8, was hier immer so hoch gelobt wird, gab es ja auch kein zurück.
+2
Dr.....X04.12.25 22:05
Phil Philipp
t.stark
Die Systemeinstellungen unter macOS überfordern mich auch
Ich denke es gibt zwei Wege.
...
Ich kann mir noch einen 3. Weg vorstellen: die Systemeinstellungen wieder sehr extrem reduzieren auf ein Niveau von vor 15 Jahren oder so....
(ahhh..... Aufschrei aus dem Publikum)
... und dann zulassen, dass Spezial-Frickel-Einstellungen über Zusatz-Apps geleistet werden.
Mein Gefühl zu den System-Einstellungen ist nämlich, dass sie deshalb in die hunderte und tausende gehen, weil immer mehr Kunden-Wünsche umgesetzt werden (wie z.B. "ich will einstellen können, wie durchsichtig der Glass-Effect ist..." "ich will einen Hintergrundbild-Effekt in meiner Nachrichten-App" "ich will einstellen, ob ich den Wecker durch einen Slide-Regler oder einen Klick-Button ausschalten kann")

Jetzt sind wir so an dem Punkt angekommen, an dem grad noch die Nerds unter uns durchblicken. Und von denen wünschen sich vermutlich viele noch viel mehr Einstell-Optionen....,
t.stark
...
Hier stellt sich nach wie vor die Frage wieso man davon ausgeht, dass Nutzer in einer selbst erstellten bzw. konfigurierten Darstellung (App-Icons auf dem iPhone) bis zu einer gewissen Komplexitätsgrenze ein spatiales Modell entwickeln, in diesem Fall aber nicht.
Wenn ich mir das App-Icon-Chaos z.B. bei meinem Kollegen (oder meiner Süssen) auf dem iPhone oder iPad ansehe: da steckt kein bewusst konfiguriertes oder "spatiales Modell" dahinter, das ist einfach nur irgendwie raufgeschmissen, irgendwann mal versucht zu sortieren, 3 Ordner gemacht, dann wieder aufgegeben. Also quasi Hempels unterm Sofa.
Und die finden ihren Kram auch irgendwie mit 12 Klicks.

Es gibt, glaube ich, eine riesige Spannweite zwischen denen, die an jedem Schräubchen drehen wollen und denen, denen das alles völlig egal ist und die ganz vielleicht höchstens mal nur den Bildschirmschoner wechseln wollen.
Phil Philipp
t.stark
Die Systemeinstellungen unter macOS überfordern mich auch
Ich denke es gibt zwei Wege.
...
Ich kann mir noch einen 3. Weg vorstellen: die Systemeinstellungen wieder sehr extrem reduzieren auf ein Niveau von vor 15 Jahren oder so....
(ahhh..... Aufschrei aus dem Publikum)
... und dann zulassen, dass Spezial-Frickel-Einstellungen über Zusatz-Apps geleistet werden.
Mein Gefühl zu den System-Einstellungen ist nämlich, dass sie deshalb in die hunderte und tausende gehen, weil immer mehr Kunden-Wünsche umgesetzt werden (wie z.B. "ich will einstellen können, wie durchsichtig der Glass-Effect ist..." "ich will einen Hintergrundbild-Effekt in meiner Nachrichten-App" "ich will einstellen, ob ich den Wecker durch einen Slide-Regler oder einen Klick-Button ausschalten kann")


ich glaube auch dass die Einstellungen immer komplizierter werden, (weil funktionsanzahl zunimmt...) aber auch weil immer mehr / komplexere Kunden-customisation-wünsche akzeptiert werden. (Uralt-Beispiel: welche funktion hat(te) der Kipp-schalter links am iphone / ipad). Scheint ein Wettbewerb mit Android zu sein, warum sollte sich sonst jemand in diese Schlangengrube (endlos wachsendes Anspruchsdenken, und endlos wachsende functionality tests bei upgrades ) begeben.

ist ein bisschen wie behörden-forumulare, die teilweise nur deshalb so kompliziert sind, weil in den zugrundeliegenen Gesetzen / Verordnungen einige Spitzfindigkeiten, sowie Ausnahmen und Ausnahmen von den Ausnahmen aufgenommen wurden, um alles ganz ganz ganz ganz fair oder korrekt zu machen - anstatt an diesen Stellen mal "fünfe gerade sein zu lassen"
+1
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